Geschichte - Kultur - Spiritualität

Schlagwort: Wetzlar

Lahnwanderweg: Wetzlar – Goethe- und Optikstadt

Wetzlar punktet mit Goethe und Optik, Foto: Lahntal Tourismus

Wetzlar punktet mit Goethe und Optik, Foto: Lahntal Tourismus

Wer sich für Kultur und Natur interessiert findet in der im mittelhessischen Lahntal gelegenen Stadt Wetzlar vielfältige Angebote.

Der Wetzlarer Goetheweg

Der Goetheweg zwischen Wetzlar und Garbenheim ist ein Wanderweg, der Goethes wichtigsten Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ an Originalschauplätzen erlebbar macht. Höhepunkt der Wanderung sind die Begegnung mit dem lebensgroßen Goethedenkmal auf dem Goetheplatz und die Zitatsteine am Wegesrand, die auf Passagen aus dem Werther hinweisen.

Stadt der Fotografie und Optik

Wetzlar mit seinen pittoresken Gassen, den schönen Fachwerkhäusern und dem vielgestaltigen Dom hat viele reizvolle Fotomotive. Seit letztem Jahr können Fotofreunde in der neu eröffneten Leica-Erlebniswelt eine Ausstellung historischer Kameras, aber auch die Fertigung und Montage der neusten High-Tech-Produkte anschauen. Aktuelle Ausstellungen von Leica-Fotografen runden das Bild ab. Der Optikparcours und das Viseum, ein Mitmachmuseum rund um die Optik, zeigen, dass Wetzlar nicht nur Goethe- sondern auch Optikstadt ist.

[amazon_link asins=’3942473623,B0057XCMRO,B008CE0N26,B004477HQA,B074R89X4F,3669103635,B00HBI17UQ,3669103643,B06XGT27Q8′ template=’ProductCarousel‘ store=’4171-8516-8510′ marketplace=’DE‘ link_id=’7965bd18-dc04-11e7-aa2f-77f45e12a5b9′]

Lahn-Camino: 1. Etappe Wetzlar – Weilburg

Pilgerherberge steht in Weilburg zur Verfügung

 

Weilburg (ks): Das Hotel Weilburg an der Frankfurter Straße in Weilburg bietet ab sofort Pilgerinnen und Pilgern auf dem Lahn-Camino, dem Jakobsweg von Wetzlar nach Weilburg, das Doppelzimmer mit Frühstück zu einem pilgerfreundlichen Preis von 50 Euro an. Das Angebot ist an die Vorlage des offiziellen Pilgerpasses einer Jakobusgesellschaft oder -bruderschaft gebunden.

Pilgerherbergen an deutschen Jakobswegen sind immer noch Mangelware, und das, obwohl sich immer mehr Pilger auf den deutschen Jakobswegen in Richtung Süden nach Santiago de Compostela, nach Rom oder Jerusalem bewegen. Auf dem Pilgerweg zwischen Wetzlar und Lahnstein, einem der ersten reaktivierten Jakobswege in Deutschland, besteht nun endlich für die Pilger die Möglichkeit, zu einem Sonderpreis in Weilburg zu übernachten.

„Bei 50 Euro für das Doppelzimmer mit Frühstück habe ich eigentlich die Grenze des Machbaren unterschritten“, sagt Andreas Brandies, Eigentümer des Hotel Weilburg. „Doch mehr als 90% der Pilger auf den Jakobswegen sind aus religiösen Gründen auf dem Weg. Und das verdient die Unterstützung durch Übernachtungsbetriebe in den Etappenorten.“

Die Sonderkonditionen sind an die Vorlage eines Pilgerpasses, ausgestellt von einer Jakobsgesellschaft im In- oder Ausland, mit fortlaufendem Nachweis der Pilgerstrecke gebunden. Diese Pilgerpässe sind z.B. von der St. Jakobusgesellschaft in Trier oder von der Deutschen Jakobsgesellschaft in Aachen zu erhalten.

Das Hotel Weilburg ist die erste Pilgerherberge am Lahn-Camino zwischen Wetzlar und Lahnstein. Die Pilgerherberge im Kloster Arnstein, Obernhof, steht erst ab Mitte 2009 für die Pilger zur Verfügung. Im Juni 2008 wurde in Marburg eine Pilgerherberge mit Matrazenlager eröffnet.

Hotel Weilburg
Frankfurter Straße 27
35781 Weilburg
Telefon 06471-91290
E-Mail info (at) hotel-weilburg.de
Internet www.hotel-weilburg.de

 

 

 

Schäfer, Karl-Josef: Der Jakobsweg von Wetzlar nach Lahnstein – Ein Pilgerwanderführer für den Lahn-Camino

Pilgerwanderführer-Reihe

 

Hier noch einmal die Bestellmöglichkeit für den Rhein-Camino und die anderen 3 Bände der Pilgerwanderführer-Reihe. Klicken Sie einfach auf den Link, die Lieferung erfolgt versandkostenfrei.

 

Band 4 – 12,95 Euro

Ein Jakobsweg von Neuss über Köln nach Koblenz-Stolzenfels
Der Pilgerwanderführer für den Rhein-Camino

Band 1 – 9,95 Euro

Der Jakobsweg von Wetzlar nach Lahnstein
Ein Pilgerwanderführer für den Lahn-Camino

Band 2 – 14,95 Euro

Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier
Der Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino

Band 3 – 9,95 Euro

Der Jakobsweg von Flensburg nach Glückstadt/Elbe
Ein Pilgerwanderführer für die Via Jutlandica

„Nur eine Vermutung, dass der Jakobsweg durchs Lahntal führte“

RZ-Online Artikelarchiv vom 17.03.2008

"Nur eine Vermutung, dass der Jakobsweg durchs Lahntal führte"

Ein Buch zum Jakobsweg, der auch durch unsere Region geführt haben soll, ist vorgestellt worden.

Auch wenn dies in dem neuen Buch noch so schön beschrieben ist – es ist meines Erachtens nur eine Vermutung, dass die Ost-West-Verbindung des Jakobsweges in unserem Bereich durch das Lahntal führte. Viel einleuchtender ist ein kürzerer Weg von Marburg, Wetzlar, Westerburg, Montabaur über Koblenz, Münstermaifeld, Karden und von dort weiter auf dem bereits ausgeschilderten Jakobsweg von Bonn nach Trier. Warum sollten die Pilger im Mittelalter durch die vielen Mäander der Lahn laufen, sich in Lahnstein einen Bootsmann suchen, um nach Stolzenfels zu kommen, dort den steilen Aufstieg in Kauf nehmen, um dann ins Moseltal zu gelangen?

Ein wichtigeres Etappenziel war sicher der Deutsche Orden in Koblenz mit seinen karitativen Aufgaben, der außerhalb seines Verwaltungszentrums vermutlich extra eine Jakobskapelle baute. Außerdem gab es seit Römerzeiten immer feste Fährverbindungen von Ehrenbreitstein nach Koblenz, und – nicht zu vergessen – eine Brücke über die Mosel, von der aus man über die Höhen auf den kürzesten Weg nach Trier gelangen konnte.

Ich selbst bin 26 Tage lang 625 Kilometer auf dem Jakobsweg in Spanien gegangen und war froh, wenn möglichst kurze Wege zu den Etappenzielen ausgeschildert waren. Sicher waren das Johanneskloster wie die Jakobskirche in Lahnstein wichtige Stationen entlang des Rheins. Aber auch in Ehrenbreitstein und Koblenz gab es einfache Unterkünfte in Klöstern, wo Pilger versorgt werden konnten. Würde man die oben genannte Strecke als Hauptweg ansehen, so hätten insbesondere die gastronomischen Betriebe und das Kloster der Dominikanerinnen in Arenberg wieder eine zentrale Bedeutung für Pilger.

Oskar Lorentz, Koblenz

 

Oh, fast hätte ich diesen Leserbrief in der Rhein-Zeitung vom 17.03.2008 unterschlagen. Das war keine Absicht, sondern lag einfach an den vielen Dingen, die rund um Ostern zu erledigen waren.

 

Lieber Herr Lorentz,

natürlich haben Sie Recht, wenn Sie in Ihrem Leserbrief andeuten, dass insbesondere gastronomische Betriebe ein grosses Interesse daran haben, die deutschen Jakobswege an ihrer Haustür vorbeilaufen zu lassen.

Und natürlich haben Sie auch Recht, wenn Sie andeuten, dass "alle Wege nach Rom führen".

Und dem trägt auch der Eifel-Camino von Andernach-Namedy nach Trier durchaus Rechnung.

Aber wir brauchen gehbare Wege für den modernen Jakobspilger! Gehbare Wege, die eine spirituelle Annäherung mit landschaftlichen und kulturellen Reizen verbindet.

Somit schliesst das Eine, nämlich der Lahn-Camino und der Mosel-Camino, das Andere, nämlich der Eifel-Camino und ein noch zu schaffender östlicher Zubringerweg über den hohen Westerwald, nicht aus.

Ultreia und herzliche Grüsse nach Koblenz,

Ihr Karl-Josef Schäfer

 

 

 

 

Schäfer, Karl-Josef: Der Jakobsweg von Wetzlar nach Lahnstein – Ein Pilgerwanderführer für den Lahn-Camino / Schäfer, Karl-Josef und Welter, Wolfgang: Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier – Der Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino

Update Lahn-Camino – Zu den E-Mails vom 21. + 22.06.2008

 

Und hier die genauere Beschreibung der beiden Problemfälle Weilburg-Hirschhausen und Laurenburg.

1. Etappe Wetzlar – Weilburg-Hirschhausen – Weilburg

Durch Hirschhausen, dann am Tierpark vorbei. Am Ende des Tierpark-Parkplatzes auf der linken Straßenseite bleiben. Achtung: Die Strasse ist am späten Nachmittag stark befahren und die Autofahrer nehmen nicht wirklich Rücksicht auf Pilger und Wanderer.

Bleiben Sie am Straßenrand -oder soweit es geht auf dem Grünstreifen- bis Sie fast oben an der Kreuzung angekommen sind (es handelt sich übrigens um die B456 von Weilburg nach Bad Homburg bzw. Frankfurt). Kurz vor der Bundesstrasse führt der Lahn-Camino nach rechts in den Wald hinein und biegt wenig später nach links ab.

4. Etappe Diez – Laurenburg – Obernhof

Wenn Sie die Etappe in Laurenburg abbrechen wollen, können Sie vom Rupbachtal der Straße (L 322) zum Ort bzw. Bahnhof folgen. Vor dem  Rupbachtal haben Sie einen steilen Abstieg auf einem schmalen Pfad. An der Straße angekommen, wenden Sie sich nach rechts, überqueren den Rupbach und können dann gleich das Schild zum Sportplatz Laurenburg erkennen. Statt dann hinter dem Haus auf der linken Seite weiter dem Lahn-Camino zu folgen, gehen Sie an der Straße entlang ca. 2,2 km bis zum Bahnhof bzw. zum Ort Laurenburg.

Die zweite Möglichkeit ist, dem Lahn-Camino hier noch einmal zu folgen (hinter dem Haus auf der linken Seite beginnt der Anstieg), und dann, vorbei an den zwei oder drei Häusern, auf dem geschotterten Weg zu bleiben, statt dem Abstieg geradeaus zu folgen. Auf diesem Weg gelangen Sie direkt zum Bahnhof.

 

Ich hoffe, so wird es etwas klarer. Ultreia!

Lahn-Camino von Wetzlar nach Lahnstein: 1. Etappe Wetzlar – Weilburg 25 km

Wetzlar (145 m) – Wetzlar-Nauborn – Laufdorf – Solms-Oberndorf – Braunfels – Weilburg-Hirschhausen – Weilburg/Lahn (280 m) 25 km

Schwierigkeitsgrad: leicht

Besichtigungen in: Wetzlar, Braunfels, Weilburg

Zeitbedarf: ca. 6 Stunden (bei 4 km/Stunde), zzgl. Pausen und Besichtigungen

Wetzlar

 Allgemeines: Wetzlar liegt an der Lahn, im Bundesland Hessen und ist die Kreisstadt des Lahn-Dill-Kreises. Die Einwohnerzahl belief sich am 31. 12. 2011 auf 50.969.

 Anlaufstellen: Katholische Domgemeinde, Goethestraße 2, 35578 Wetzlar, Telefon 06441-42493, eMail kath.domgemeinde(add)dom-wetzlar.de; Evangelische Kirchengemeinde Wetzlar, Turmstraße 34, 35578 Wetzlar, Telefon 06441-9443-12, eMail gemeindeamt(add)evangelisch-in-wetzlar.de; Tourist-Information, Domplatz 8, 35578 Wetzlar, Telefon 06441-99-7750, eMail tourist-info(add)wetzlar.de.

Übernachtung: Jugendherberge Wetzlar, Richard-Schirrmann-Straße 3, 35578 Wetzlar, Telefon 06441-71068, eMail wetzlar(add)djh.de.

Geschichte: Es gibt keine Aufzeichnungen über die Entstehung Wetzlars, auch keine Urkunden über Verleihung der Stadtrechte o.ä. Vermutlich ist der Ort Wetzlar aus einem befestigten Konradinerhof (siehe auch Weilburg) hervorgegangen. Er stand auf dem Hügel, der heute die Altstadt bildet. Auf dem späteren Domhügel wurde 897 eine Salvatorkirche geweiht, aus dieser Kirche entstand im 10. Jahrhundert ein Marienstift. Dieses Stift wurde die Keimzelle des heutigen Wetzlar.

Weiterlesen

© 2023 Auf dem Weg

Theme von Anders NorénHoch ↑