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Schlagwort: Via Jutlandica

Via Jutlandica: 5. Etappe Kropp – Rendsburg = ca. 21 km

 

>5. Tag Kropp – Fockbek (13,5 km) – Rendsburg (8 km) = ca. 21 km

Schwierigkeit: leicht

Zeitbedarf ca. 5,5 Stunden ohne Besichtigungen und Pausen

Besichtigungen Rendsburg

Impuls für den Tag: Ist Christus nicht auferweckt worden, so ist euer ganzer Glaube vergeblich. Eure Schuld ist dann nicht von euch genommen. Wenn wir nur für das jetzige Leben auf Christus hoffen, sind wir bedauernswerter als ir­gend­jemand sonst auf der Welt. Nun aber ist Christus vom Tod auferweckt worden, und als der erste Auferweckte gibt er uns die Gewähr dafür, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden. (1 Kor 15,17; 19f.)

Sage:

Der Sand aus den Holzschuhen

Einmal ist ein Riese von Süden her über die Eider gekommen und von Nübbel über Fockbek nach Lohe gegangen. Als er nach Fockbek kommt, hat er seine Holzschuhe schon bis oben hin voll Sand gehabt. Er musste den Sand ausschüt­ten, und das gab eine ganze Menge. Davon heißt der Berg bei Fockbek noch heute der Schütterberg. (In: Meyer, Gus­tav Friedrich: Schleswig-Holsteiner Sagen. Jena 1929)

Von Kropp aus führt der Jakobsweg der heutigen Etappe auf dem historischen Ochsenweg durch den Kropperbusch, das Gehege Lohe und über Fockbek nach Rendsburg. Den Schütterberg bei Fockbek konnte ich aber weder bei der Be­gehung noch bei den Recherchen im Kartenmaterial entdecken. Vielleicht hilft mir dafür ein Einheimischer weiter? Die Fockbeker sind auch der Beweis, dass ‚Schilda’ überall ist – aber dazu kommen wir später.

Zunächst führt Sie der Weg wieder aus Kropp heraus, über die B 77 in Richtung Flugplatz, dann aber nach wenigen Schritten nach rechts. Die Markierungen sind eindeutig, der Jakobsweg kaum zu verfehlen.

Nach noch nicht einmal einen Kilometer durch den Wald überqueren Sie die L 40 und erreichen dann bald den Kropperbusch und ein gutes Stück originalen Ochsenweg. Der Volksmund will wissen, dass im Kropperbusch allerhand dunkles Gesinde und Wegelagerer ihr Unwesen getrieben haben. Tatsächlich aber wird seit Beginn der Aufzeichnungen nur einmal von einem Überfall auf Reisende berichtet. Die Warnung „Du büst an Kropperbusch noch ni vörbi!“ ist deshalb wohl eher an die Kutscher der Fuhrwerke gerichtet gewesen. Der folgende Abschnitt des Ochsenweges ist besonders sandig und wird so manchem Gespann und Fuhrwerk böse mitgespielt haben. Gegen gutes Geld haben die Wirte der Krüge am Weg die Fuhrwerke wieder aus dem Sand gezogen. Ein einträgliches und gutes Geschäft, haben sich doch hier am Ochsenweg zwischen Kropp und Lohe vier Krüge niedergelassen.

Es ist schon etwas besonderes, auf diesem Stück des uralten Handels- und Heerweges zu pilgern. Schnurgerade führt der Ochsenweg durch den Wald. Die Nutzung durch Spaziergänger, Wanderer, Reiter, landwirtschaftliche Gerätschaften und Kraftfahrzeuge erhält den Weg, indem sie den Bewuchs niedrig halten. Immer wieder sind Hinweistafeln mit Infor­ma­tionen über den Ochsenweg aufgestellt. Auch das Abnahmehaus von 1688 oder die Königliche Schäferei sind auf den Info-Tafeln beschrieben.

Nach rund 6 km erreichen Sie Sorgbrück und den Sorgekrug, hier gehen Sie bitte nicht geradeaus durch die Unterfüh­rung, sondern biegen nach links ab und überqueren dann die Straße. Schon nach einem kurzen Stückchen biegt der Weg nach rechts in ein Gewerbegebiet und dann wieder in den Wald ein.

Durch den Wald und vorbei an Binnendünen passieren Sie, kurz bevor es aus dem Wald herausgeht, Wallensteins Schanzen. Links von Ihnen, sehr nahe am Weg, erkennen Sie deutlich die Schanzwerke. In einer Karte von 1804 ist diese Kanonenstellung eingezeichnet – deshalb ist es durchaus möglich, dass die Schanzen 1627 gebaut wurden. Da nämlich hatte der große Feldherr Wallenstein Quartier in Rendsburg bezogen und seine Truppen weitläufig in der Um­gebung verteilt. Die Schanze könnte zum Schutz des Ochsenweges gedient haben.

In das jetzt noch rund 4 km entfernte Fockbek geht es überwiegend auf Wirtschaftswegen.

Fockbek

Allgemeines: Fockbek liegt im Landkreis Rendsburg-Eckernförde und hatte am 31.12.2012 eine Einwoh­nerzahl von 6305.

Ansprechpartner: Evangelische Kirchengemeinde Fockbek, Friedhofsweg 7a, 24787 Fockbek, Telefon 04331-63342, E-Mail ev-kirche-fockbek add gmx.de; Gemeinde Fockbek, Rendsburger Straße 42, 24787 Fockbek, Telefon 04331-66770, E-Mail info add fockbek.de

Schon 1196 wird Fockbek als Fokabikre in einer Urkunde des Dänenkönigs Knut IV. urkundlich erwähnt. Der Ort liegt unmittelbar am Ochsenweg und hatte deshalb eine besondere Bedeutung. Wahrscheinlich ist er aber eine der ältesten Ansiedlungen im nördlichen Eidergebiet; die ältesten Beweise menschlicher Anwesenheit stammen aus der mittleren Steinzeit, also 8000 – 3000 v. Chr.

Auf einen Streit mit der nahe gelegenen Stadt Rendsburg geht die Geschichte vom ‚Aal versupen’ zurück. Vermutlich wurde die weit über die schleswig-holsteinischen Grenzen bekannte bösartige Geschichte von den Rendsburgern in die Welt gesetzt, um die Dummheit der Fockbeker zu beweisen. Ich glaube eher, dass ‚Schilda’ überall und auch heute noch präsent ist:

Die Fockbeker wollten Heringe züchten und kauften zu diesem Zweck in Rendsburg auf dem Fischmarkt einige Fässer mit Salzheringen. Diese schütteten sie in den Fockbeker See und harrten der Dinge, die dort kommen mögen. Im nächsten Jahr wurde das Wasser abgelassen – aber siehe da, statt der erhoff­ten Fülle an Heringen fand sich im Schlick nur ein dicker, fetter Aal. Es war nahe liegend, dass die Fock­beker glaubten, dieser Aal hätte all die Salzheringe aufgefressen.  Die versammelten Dorfbewohner be­rieten lange über eine möglichst grausame Strafe und entschieden schließlich, den Aal zu ertränken (ver­supen). Als der See wieder gefüllt war, wurde der Aal mit dem Kahn zur tiefsten Stelle gebracht und dort über Bord geworfen. Als dieser sich im Wasser wand, riefen die Fockbeker laut: „Seht, wie er sich quält!“ und „He versupt! He versupt!“ (Er ertrinkt, er ertrinkt!). Um sich schließlich noch die Stelle zu merken, an der der Aal ertränkt wurde, kerbten sie eine Markierung in die Bootswand.

Ganz so mag es sich heutzutage nicht mehr ereignen, aber im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler findet man alljährlich eine Vielzahl von Berichten aus ganz Deutschland, die die Verschwendung öffentlicher Gelder in ähnlicher Weise be­legen …

Der Jakobsweg führt direkt durch den Ort und dabei auch am Aalversuper-Brunnen vorbei. Ein Stückchen geht es um den See herum, bevor Sie auf wenig befahrenen Straßen weiter in Richtung Rendsburg nach Klint kommen.

Vor dem Friedhof biegt die Via Jutlandica nach rechts ab und führt dann geradeaus weiter nach Klint. Am Reiterhof in Klint vorbei, bringt Sie der Jakobsweg die Eider hinauf nach Rendsburg.

Es geht noch unter der B 77 hindurch und dann wechseln Sie bitte auf die linke Uferseite der Eider und folgen dem Uferweg bis in die Stadt hinein. Vorbei am Schwimmzentrum und Mobilhome-Hafen biegt der Weg vor einer Schule nach rechts ab und führt dann immer am Stadtsee entlang, bis dieser auf einer Brücke überquert wird. Kurz danach weist ein Wegpfeiler den weiteren Weg: noch 3152 km nach Santia­go de Compostela!

Rendsburg

Allgemeines: Rendsburg ist Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Rendsburg-Eckernförde. Am 31. De­zember 2012 war die Einwohnerzahl 27.446.

Ansprechpartner: Evangelisches Kirchenbüro St. Marien, An der Marienkirche 21, 24768 Rendsburg, Telefon 04331-29494; Katholisches Pfarrbüro St. Michael, Am Margarethenhof 39, 24768 Rendsburg, Telefon 04331-71220, E-Mail Pfarramt add st-michael-rendsburg.de; Touristinformation Nord-Ostsee-Kanal, Schiffsbrücken-Galerie, 24768 Rendsburg, Telefon 04331-21120, E-Mail info add tinok.de

Übernachtungstipps bei booking.com

Auch die Geschichte von Rendsburg hat mit einer ganz besonderen Sage begonnen. In der dänischen und englischen Sage ist Offa bis zum 30. Lebensjahr stumm. Als der damalige Sachsenkönig einen un­rechtmäßigen Anspruch auf den Thron seines Vaters, des Angelnkönigs Wermund, erhebt, gewinnt Offa die Sprache wieder und besiegt im Zweikampf den Sohn des Herausforderers auf einer Eiderinsel. Damit hat Offa die Unabhängigkeit der Dänen gesichert und die Grenze zu den Sueben an der Eider festgelegt. Dies wird sich im 5. Jh. zugetragen haben.

Die Eiderinsel hatte aber dann auch später eine besondere Bedeutung. So trafen sich Franken und Dänen dort im Jahr 811 und verständigen sich über die Eidergrenze. Um 1100 wird schließlich die erste Festung angelegt und 1150 die Ortschaft gegründet, die als Reinoldesburch im Jahr 1199 erstmalig urkundlich erwähnt wird. Bis in das 15. Jh. hinein wird Rendsburg immer wieder von Feuersbrünsten heimgesucht, die umfangreiche Neubauten notwendig machten. So wird die Marienkirche nach dem großen Stadtbrand von 1286 errichtet.

Das Rathaus am Altstädter Markt wurde 1566 fertig gestellt, das Rendsburger Schloss Ende des 16. Jh. ausgebaut. 1718 wird die Schlossanlage wieder abgebrochen. Mit dem Bau der ersten großen Festungs­anlage wird 1669-1673 begonnen. Die Anlage wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert und aus­gebaut. Erst als die Dänen 1852 wieder die Landeshoheit über Rendsburg erlangen, werden die Fes­tungs­anlagen geschliffen.

Vorher jedoch spielt Rendsburg eine besondere Rolle in den Unabhängigkeitsbestrebungen der Schles­wig-Holsteiner.

So verbüßt z. B. Uwe Jens Lornsen 1831 den größten Teil der Haftstrafe, zu der ihn das Oberkriminal­ge­richt Gottorf verurteilt hatte, in der Festung Rendsburg. Lornsen galt seit der Veröffentlichung seines Trak­tates: ‚Ueber das Verfassungswerk in Schleswigholstein’ als Freiheitskämpfer und Verfechter eines von Dänemark unabhängigen Schleswig-Holsteins. König Frederik VI. ließ den Landvogt von Sylt wenige Tage nach seinem Amtsantritt verhaften und zu eben diesem Jahr Festungshaft verurteilen. Das Lornsen-Denkmal am Rendsburger Paradeplatz gibt ihm den Ehrentitel „Erster Märtyrer für die Sache Schleswig-Holsteins“. Bei allem Nationalstolz ist dies ein wenig weit hergeholt, Uwe Jens Lornsen fand den Freitod im Genfer See, weil er sich für unheilbar krank hielt.

Am 24. März 1848, nach der Ausrufung der provisorischen schleswig-holsteinischen Regierung in Kiel, fuhr ein Sonderzug mit Soldaten von dort ins dänische Rendsburg. Die in dänische Uniformen gekleideten Aufständischen ließen die Feuerglocke läuten und überrumpelten so die Garnison. Rendsburg wurde zum Zentrum des Bürgerkrieges gegen Dänemark.

Für einen Stadtrundgang vorbei an den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt bietet sich die ‚blue-line’ an, der blaue Weg durch Rendsburg. Die Markierung beginnt am alten Rathaus am Altstädter Markt und führt auf der 3,2 km langen Strecke vorbei an 30 Kultureinrichtungen und Sehenswürdigkeiten.

aktualisiert und überarbeitet am 11. Mai 2014

Via Jutlandica: 9. Etappe Heiligenstedten – Glückstadt/Elbe-Fähranleger = ca. 21,5 km


9. Tag Heiligenstedten – Hodorf – Neuenkirchen – Borsfleth – Ivenfleth – Glückstadt/Fähranleger (= ca. 21,5 km)Schwierigkeit: leichtZeitbedarf 6 Stunden ohne Besichtigungen und Pausen

Besichtigungen: Heiligenstedten, Neuenkirchen, Glückstadt

Impuls für den Tag:  Seid Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen! (Jak 1,22)

Sage: Die Eiche am Deich

Nicht weit von Glückstadt steht unter dem Elbdeiche, wo sonst nur Weiden stehen, eine schöne große Eiche, wohl weitherum die einzige in der ganzen Marsch. Vor vielen Jahren stand hier nur ein Busch. Ein paar Tagelöhner ruhten sich einmal an einem heißen Tage dahinter aus, als sie an der anderen Seite einen Handelsmann, der sich auch da niedergelassen hatte, mit seinem Geld klimpern hörten. Der böse Geist erwachte in ihnen, und sie fielen über den armen Mann her und erschlugen ihn; sie nahmen das wenige Geld und warfen den Packen in die Elbe. Die Leiche verscharrten sie unter dem Busch. Aber als sie noch mitten im Werke waren, war eine Schar wilder Enten schreiend über sie hingeflogen. Sterbend hatte der Unglückliche ihr Geräusch gehört und, seine Hand zum Himmel erhebend, sie zu Zeugen der Tat angerufen. Doch viele Jahre blieb der Mord unentdeckt. Aber an der Stelle wuchs seit der Zeit ein blutrotes Kraut, sonst aber nirgends in der Gegend. Man nannte diese Stelle daher nur den „roten Fleck“. Und abends, wenn die Jungen die Pferde vom Außendeich holten, mussten sie immer schnell daran vor­überjagen und die Pferde mit Gewalt dazu zwingen. Denn sie wieherten und bäumten sich und scharrten mit den Hufen, wie sie immer an Stellen tun, wo unschuldiges Blut vergossen ist. Der eine Mörder hatte sich unterdes verheiratet, der andere diente noch als Knecht auf einem Hofe. Beide waren alt und grau geworden und wurden von allen als brave und tüchtige Leute geachtet. Da begab es sich nun, dass ein­mal an einem Abend jener mit seiner Frau am Deiche spazieren ging und sie unvermerkt in die Nähe des roten Flecks kamen. In demselben Augenblick kam der Knecht über den Deich, um ein Pferd zu holen, und wie er am Busch vorüberstreifte, flatterten schreiend einige Enten auf. Beide Männer fuhren vor Schreck zusammen, sahen einander starr an und gingen aneinander vorüber, ohne ein Wort zu sagen. Während der Knecht das Pferd suchte und der Mann mit seiner Frau noch eine Strecke weiterging, ließen sich die Enten wieder nieder und flogen abermals auf, als beide einander noch einmal in der Nähe des Busches begegneten. Die Frau erkannte, wie die beiden Männer bleich wurden und zitterten, und sie hörte, wie sie dann fluchten. Als sie zu Hause waren, wich der Mann allen Fragen seiner Frau aus. Aber seit dem Abend war sein ganzes Wesen verändert. Still und schwermütig ging er umher und vermied jede Gesellschaft. Die Frau klagte es endlich der Nachbarin und erzählte ihr alles, was sie gesehen hatte. Sie fragte um Rat, weil sie glaubte, ihr Mann wäre krank. Der Nachbarin aber stiegen böse Vermutungen auf; ohne ein Wort zu sagen, ging sie fort und erzählte alles ihrem Mann. Der ging sogleich zum Bauern­vogt, und als man nun auf der Stelle beim Busche nachgrub, fand man bald das Gerippe des Ermordeten. Die beiden Männer wurden festgenommen; von Gewissensbissen gepeinigt, gestanden sie die Tat, die sie vor 40 Jahren vollbracht hatten, und in Reue und Ergebung erlitten sie in Glückstadt ihre Strafe. Zum Gedächtnis pflanzte man diese Eiche. (In: Müllerhoff Karl: Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg.)

Wahrscheinlich werden Sie heute, auf Ihrer letzten Etappe, so richtig durchgepustet. Es geht überwie­gend auf dem Stördeich in Richtung Glückstadt. Bitte achten Sie besonders bei regnerischem Wetter auf geeignete Schuhe. Und sollten Sie ein Paar Regen-Gamaschen besitzen, ist dies der richtige Tag, um die­se einzusetzen. Wie gesagt: bei Regen. Sollten Sie einen der wenigen windstillen Tage mit Sonnenschein erwischen,  so steht Ihnen wohl der schönste Tag auf Ihrem Jakobsweg bevor.

Um am gestrigen Tag anzuknüpfen: In Heiligenstedten spricht noch etwas für die frühe und herausragende Lage der Kirche hier am rechten Ufer der Stör: die etwa einen Kilometer von der Kirche entfernt gelegene Esesfeldburg, die 810 auf Veranlassung Karls des Großen durch den Grafen Egbert von Stade aus als Ringwallburg angelegt worden war. Heute sind nur noch einige Gräben erhalten. Am Ortseingang von Heiligenstedten aus Richtung Itzehoe (1. Weg rechts nach der großen Brücke) finden Sie eine entsprechende Hinweistafel.

Störbrücke in Heiligenstedten

Störbrücke in Heiligenstedten

Die Brücke über die Stör, die Sie nun überqueren, gibt es an dieser Stelle schon seit 1452. Bis 1965 war es eine wunderschöne Holzbrücke, die auch im Wappen von Heiligenstedten zu sehen ist, leider musste sie einem mehr zweckdienlichen Bauwerk weichen.

Ihr Weg führt Sie nun rechts auf dem Deich oder auf der Straße daneben störabwärts. Wenn Sie sich stattdessen zunächst nach links wenden, erreichen Sie nach rund 300 m das Schloss Heiligenstedten. 1769 wurde das Herrenhaus von Nicolas Henri Jardin im Auftrag des dänischen Gesandten am Hof zu Versailles errichtet.  Damit ist das Schloss das einzige Bauwerk des großen französischen Architekten und Gartengestalters, der von 1754 bis 1769 an der Akademie der Künste in Kopenhagen lehrte und den Stil aller bedeutenden Neubauten in Dänemark bestimmte. Leider ist das Herrenhaus nicht zu besichtigen, es befindet sich im Privatbesitz. Aber ein wenig zu träumen sei gestattet, auch dem ein­fachen Pilger auf der Via Jutlandica: im Dezember 2007 stand das Schloss zum Preis von 3.500.000 Euro zum Verkauf.

Nach diesem kleinen Abstecher geht es nun weiter in Richtung Glückstadt. Der heutige Weg führt immer mehr oder weniger an der Stör entlang, einige Störschleifen werden abgeschnitten. Bei schönem Wetter ist die Entscheidung leicht: pilgern Sie, soweit erlaubt, auf dem Deich und genießen die Blicke über die Stör und in die Geest- bzw. Marschlandschaft. Bei starkem Wind oder sogar Regen ist es nicht ganz so einfach. Dann ist der Boden auf dem Deich sehr schwer, das ungeschützte Pilgern recht unangenehm. Unangenehm ist aber auch die Alternative Straße. Zwar ist der Verkehr naturgemäß nicht allzu dicht, die Enge der Straße und die unangepasste Geschwindigkeit der PKW’s und Lieferwagen lädt aber nicht zum Gehen am Stra­ßenrand ein. Bei der erneuten Begehung im April 2014 habe ich beides ausprobiert und kann Ihnen nur emp­fehlen, das kleinere Übel zu wählen. Welches das ist, überlasse ich Ihrer Wahl.

Nur einmal verlässt der Jakobsweg die Stör – dann geht es nämlich durch die Felder in Richtung Heiligen­stedter Kamp. Dabei werden einige Störschleifen abgeschnitten, die den Weg unnötig verlängern würden. Hinter Hodorf erreichen Sie wieder die K 11 und den Stördeich, schneiden bei Groß-Bahrenfleth eine wei­tere Störschleife ab, um dann in der Gemarkung Kuhdamm wieder auf den Deich zu stoßen.

Neuenkirchen

Neuenkirchen

Weiter geht es nach Neuenkirchen. Durch die Jacobstraße erreichen Sie ein paar Meter abseits des Weges die Nicolai-Kirche und dem hölzernen Glockenturm. Die hier verwendeten Backsteine wurden im Klosterformat gebrannt und könnten von dem 1260 in Ivenfleth aufgegebenen Zisterzienserinnen-Kloster stammen. Ein besonderes Kleinod ist die 1785 gebaute Orgel des Orgelbau­meisters Johann Daniel Busch. Leider sind von diesem großen Orgelbauer nur noch zwei Orgeln erhalten, eine in Kahleby und diese hier in Neuenkirchen. Sein Vater, Johann Christian Busch, hat u. a. die Orgeln in St. Laurentii in Itzehoe und St. Georg in Hamburg gebaut. Leider ist die Kirche nicht immer geöffnet, den Schlüssel können Sie aber bei Frau Magdalene Eggers, Dorfstraße 4, oder Frau Sabine Bührens, Dorfstraße 19 er­halten.

Hier geht es jetzt auf dem Stördeich in Richtung des etwa 6,5 km entfernten Ivenfleth und des Stör­sperrwerkes. Wenn Sie in Ivenfleth an der Gaststätte durch den Deich in Richtung Sportboot-Hafen ge­hen, kommen Sie an ein Hinweisschild. An dieser Stelle hat das Zisterzienserinnen-Kloster bis zum Jahr 1260 gestanden, das Sie gestern in Itzehoe als adliges Kloster kennen gelernt haben.

Störsperrwerk

Störsperrwerk

Das Störsperrwerk wurde 1975 gebaut und schützt die Flussniederungen entlang der Stör bis Itzehoe vor den Auswirkungen von Sturmfluten. Schiffbar ist die Stör übrigens ab Itzehoe, obwohl der Schiffsverkehr immer mehr an Bedeutung verliert.

Ab dem Sperrwerk ist das Laufen auf dem Deich etwas angenehmer, der Boden ist fester und wird auch durch Regenfälle nicht so stark aufgeweicht.

Schon bald erreichen Sie die Störmündung, und von nun an pilgern Sie auf dem Elbdeich. Wenn Sie sich nun einmal umdrehen, dann erkennen Sie auf der anderen Seite der Störmündung hinter der Wilster Marsch das Atomkraftwerk Brokdorf. Traurige Berühmtheit erlangte die Wilster Marsch durch die Groß­demonstrationen, die im Jahr 1976 zunächst Erfolg hatten und zu einem Baustopp führten. Ende 1980 wurde bekannt, dass das AKW weitergebaut werden sollte, und so versammelten sich am 28. Februar 1981 mehr als 80.000 Menschen, um gegen den Bau zu demonstrieren. Denen standen zum Schutz des Geländes 10.000 Polizisten gegenüber. Mehr als 200 Demonstranten wurden zum Teil schwer verletzt. Die endgültige Abschaltung des Kraftwerkes ist bis spätestens 2021 vorgesehen.

An der Elbe in Richtung Fähranleger

An der Elbe in Richtung Fähranleger

Von der Störmündung aus sind es etwa 3 km bis zum Fähranleger Glückstadt zum niedersächsischen Wischhafen. Hier endet unser Pilger- und Jakobsweg auf der Via Jutlandica zunächst einmal. Zum Zeitpunkt der Recherche (August 2014) kostet die Überfahrt mit der Elbfähre 2 Euro und Sie können mit Abfahrten alle 30 Minuten rechnen. Aktuelle Meldungen erhalten Sie stets unter www.elbfaehre.de.

Das Etappenziel, die Fähre nach Wischhafen und damit auf die andere Seite der Elbe Richtung Bremen, haben Sie nun erreicht. Doch den Abstecher nach Glückstadt sollten Sie auf jeden Fall noch machen.

Glückstadt

Allgemeines: Glückstadt ist nach Itzehoe die zweitgrösste Stadt im Landkreis Steinburg. Die Einwohnerzahl belief sich am 31.12.2012 auf 11.099.

Ansprechpartner: Ev.-Luth. Kirchenbüro, Am Kirchplatz 19a, 25348 Glückstadt, Telefon 04124-2009, E-Mail kirchenbuero add kirche-glueckstadt.de; Katholisches Pfarrbüro St. Marien, Königsberger Strasse 1, 25348 Glückstadt, Telefon 04124-89364 oder Itzehoe 04821-952591; Tourist Information Glückstadt, Große Nübelstraße 31, 25348 Glückstadt, Telefon 04124-937585, E-Mail info add glueckstadt-dm.de

Übernachtung: DJH, Am Rethövel 14-15, 25348 Glückstadt, Telefon 04124-604455, E-Mail glueckstadt add Jugendherberge.de, ÜF für 2 Personen ab 48 Euro (neue Jugendherberge ab 2008

Übernachtungstipps in Glückstadt

Geschichte: Das wachsende und prosperierende Hamburg sollte an der Unterelbe einen starken, uneinnehmbaren Gegenpol erhalten. Deshalb ließ der dänische König Christian IV. im November 1615 das zukünftige Stadtgebiet eindeichen. Mit dem Bau der Hafen- und Festungsstadt konnte begonnen werden. Auch den Namen der neuen Stadt hatte Christian IV. gleich parat: „Dat schall glücken un dat mutt glücken, un denn schall se ok Glückstadt heten!“ (Das soll glücken und das muss glücken und dann soll sie auch Glückstadt heissen!). 1617 wurde die Gründungsurkunde ausgestellt und das Wappen, die unbekleidete Fortuna, festgelegt.

Trotz aller Bemühungen gelang es nicht, der auf dem Reißbrett entworfenen Fürstenstadt die wirtschaftliche Bedeutung zu verschaffen. Glückstadt konnte die Rolle von Hamburg und Altona nicht übernehmen. Mit kostenlos zur Verfügung gestellten Grundstücken, Religionsfreiheit und Handelsprivilegien wurde um Einwohner geworben. Dennoch bestimmten Militär und Verwaltung bis 1867 die Stadt. Entscheidend dafür war die bis heute vor dem Elbhafen liegende Sandbank, welche die Schiffahrt erheblich behindert – wohingegen das tiefe Fahrwasser weiter nach Hamburg erhalten geblieben ist.

Wenn Sie nicht gleich in den Zug springen und nach Hause oder zu Ihrem Auto zurück wollen, dann nehmen Sie sich doch die Zeit für einen ausgiebigen Stadtrundgang. Einen detaillierten historischen Rundgang können Sie auf den Internet-Seiten der Touristen Information unter www.glueckstadt-tourist-info.de finden. Hier nur die besonderen Sehenswürdigkeiten:

Den annähernd sechseckigen Grundriss der Stadt, in Norddeutschland einmalig, erleben Sie am Besten vom Marktplatz aus. Wenn Sie in der Mitte stehen sind die 7 Radialstrassen, die 3 Pseudoradialstrassen und 2 Tangentialstrassen gut zu erkennen.

Die Fassade des Rathauses ist eine Nachbildung der ursprünglichen Fassade. 1872 musste das im Stil der niederländischen Spätrenaissance 1642/43 errichtete Rathaus wegen Baufälligkeit abgerissen werden.  Das Schicksal der Baufälligkeit traf auch das Glückstädter Schloss im Bereich des heutigen Hafens, welches schon im 18. Jh. abgerissen werden musste. Die Festungsanlagen wurden im 19. Jh. geschliffen – nicht wegen Baufälligkeit, sondern weil sie ihre Bedeutung verloren hatten.

Die Stadtkirche -auch am Marktplatz- wurde 1623 geweiht und ist die erste nach der Reformation erbaute Kirche in Schleswig-Holstein. So ganz wusste man sich noch nicht von den katholischen Kirchen abzugrenzen, und es entstand ein katholischer Grundriss mit Lettner (Abtrennung Altarraum von der Gemeinde). Die Kanzel, dort, wo das Wort Gottes verkündigt wird, unterstreicht aber durch Lage und Ausstattung den protestantischen Charakter. Auch der schöne Altar und das Taufbecken stammen aus der Erbauungszeit. Auf dem aussergewöhnlichen Turm thront nicht ein Kreuz oder ein Hahn, sondern vielmehr die heidnische Göttin Fortuna, als Symbol für Glückstadt. An der nördlichen Turmseite hängt ein Anker, der wohl 1630 von einem hamburgischen Schiff erbeutet wurde.

In der Altstadt stehen noch viele schöne, alte Häuser, Villen und Palais. In der Königstrasse 36 finden Sie das Wasmer-Palais im Barockstil, mit der Baluster-Brüstung und den Stuckprofilen an Wänden und Decken das bedeutendste weltliche Bauwerk in der Stadt. Das Brockdorff-Palais, Am Fleth 43, wurde 1631/32 errichtet. Bemerkenswert ist die Rückfront aus gelben Ziegeln mit horizontalen Bändern aus roten Steinen. Am Binnenhafen steht die gesamte, besonders schöne Häuserzeile unter Denkmalschutz, freistehende Gebäude sind dort das Brückenhaus und der Salzspeicher.

Überarbeitet und aktualisiert am 21. August 2014

Via Jutlandica: 8. Etappe Jahrsdorf – Heiligenstedten = ca. 26 km


8. Tag Jahrsdorf – Peissen (9 km) – Hohenlockstedt (8,5 km) – Itzehoe (6,5 km) – Heiligensteidten (2 km) = ca. 26 kmSchwierigkeit leichtZeitbedarf 6 Stunden ohne Besichtigungen und PausenBesichtigungen: Hohenlockstedt, Itzehoe, Heiligenstedten

 

Impuls: Als vor 2000 Jahren jemand wissen wollte, was es denn bringe, sich auf diesen Jesus von Nazareth einzulassen und was das für einer sei, antwortete der Gefragte: „Komm und sieh!“

Östlich vom Lockstedter Lager liegt eine Niederung, welche die Form einer großen Fußspur hat und von den Leuten Riesenspur genannt wird. Eine zweite Spur findet sich bei Neumühlen, nördlich von Müh­lenbarbek. Diese Spuren hat ein Riese hinterlassen, als er nach Itzehoe unterwegs war. Dabei hat er auch kurz vor der Stadt den ganzen Bullenberg mit einem einzigen Fußtritt zusammen geschoben.

Leider, oder soll ich lieber sagen: Gott sei Dank, sind die Riesen in unserem Land ausgestorben und auch die ‚Siebenmeilenstiefel’ gehören in das Land der Märchen und Sagen: Deshalb haben Sie heute eine tüch­tige Tagesetappe vor sich. Der günstigste Bus von Hohenwestedt nach Jahrsdorf fährt nun auch schon um 06:49 Uhr, danach um 08:03 Uhr (Fahrplan 2014 – Angaben müssen über­prüft werden). Vielleicht schaffen Sie es ja sogar zu einem Abstecher nach Hohenlockstedt.

Aber zunächst geht es aus Jahrsdorf heraus und auf ausgebauten Wirtschafts- und Feldwegen, immer fast parallel zur Bundesstraße 77, in Richtung Peissen. Das Bauerndorf wurde 1380 erstmals urkundlich erwähnt und im Jahr 1482 an das Kloster Itzehoe verkauft.

Weiter geht es von Peissen in Richtung Hohenlockstedt, wobei sowohl die Flurnamen als auch die Be­zeichnungen der kleinen Brücken über die Rantzau, ein Bach, der uns bis Hohenlockstedt begleitet, an die lange militärische Nutzung des Gebietes durch die Finnischen Jäger, des Königlich Preußischen Jä­gerbataillons 27, erinnert: in den Waldstücken liegen die Moltke- und die Bismarck-Höhe, über den Bach führen Roon-, Moltke-, Loigny- und Orleans-Brücke sowie, nach zwei Brücken mit ‚zivilen’ Namen, dann auch noch die Pionierbrücke. Der ‚Hungrige Wolf’ schließlich ist der Name des ehemaligen Militärflug­platzes und Standortes des Heeresfliegerregiments 6, das 2004 außer Dienst gestellt wurde.

Wenn Sie den Mühlenteich mit dem Freibad vor Hohenlockstedt passiert haben, können Sie halblinks dem Lohmühlenweg nach Hohenlockstedt folgen. Unser Jakobsweg biegt aber zweimal rechts ab und führt dann fast schnurgerade an Schlotfeld und am Itzehoer Forst vorbei nach Itzehoe.  Zur Innenstadt folgen Sie dem Jakobsweg noch bis zur Tonkuhle (See) und von dort aus der Straße hinunter bis ins Zentrum.

Itzehoe

Allgemeines: Itzehoe ist Kreisstadt des Landkreises Steinburg und hatte am 31.12.2012 eine Einwohnerzahl von 30.956.

Ansprechpartner: Evangelisches Pfarrbüro St. Laurentii, Kirchenstraße 10, 25524 Itzehoe, Telefon 04821-4050999, E-Mail innenstadt-sued(at)kirche-itzehoe(punkt)de; Katholisches Pfarramt St. Ansgar, Hindenburg­stra­ße 26, 25524 Itzehoe, Telefon 04821-952580, E-Mail pfarrbuero (add) kath-itzehoe.de; Stadtmanagement Itzehoe, Breite Str. 4, 25524 Itzehoe, Telefon 04821-949012-0, E-Mail stadtmanagement (add) itzehoe.de

Übernachtungstipps in Itzehoe und Umgebung

St. Laurentii in Itzehoe

St. Laurentii in Itzehoe

So um das Jahr 1000 n. Chr. gab es an der Stelle Itzehoes bereits ein Sachsendorf, und auf der gegenüber liegenden Seite, auf einer Halbinsel der Stör, erhob sich eine Wallburg. Diese widerstand im Jahr 1032 einem Angriff der Slawen. Die erste Erwähnung von Itzehoe als „Ekeho“ erfolgte im 12. Jh. Das Stadtrecht wurde 1238 ver­liehen, und mit dem Stapelrecht von 1260 konnte sich Itzehoe zu einer wichtigen Kaufmannsstadt entwickeln. Stapelrecht bedeutet, dass die Stadt von durchziehenden Kaufleuten verlangen konnte, ihre Waren für einige Zeit abzuladen und in der Stadt anzubieten. Mit diesem Recht war der Grundstein für die wirtschaftliche Entwicklung Itzehoes bis in die Neuzeit gelegt.

Leider wurde es in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts versäumt, rechtzeitig für eine Re-Naturie­rung der Stör-Schleife zu sorgen. So blieb 1974 nichts weiter übrig, als die das Stadtbild bestim­men­de Schleife, mittlerweile eine übel riechende Kloake, mit Sand zuzuschütten.

Ganz in der Nähe der Altstadt entstand die Laurentii-Kirche, erstmals erwähnt 1196, und 1256 wurde das Kloster errichtet. Dieses hatte von Anfang an eine eigene Gerichtsbarkeit.

Im 1. Nordischen Krieg (1655 – 1660) wurde Itzehoe von den Schweden fast vollständig zerstört. Der Kreuzgang der Laurentii-Kirche ist heute das einzige in ganzen Stadt erhaltene Bauwerk aus dem Mittel­alter.

Prinzessenhof in Itzehoe

Prinzessenhof in Itzehoe

Bis in das 19. Jh. hinein sind in Itzehoe vier klar abgegrenzte Bezirke zu erkennen: der Bezirk des Lan­des­herrn rund um die mittelalterliche Burg, der städtische Bezirk der gegenüberliegenden Kaufmanns­siedlung, der Bezirk des Klosters (heutiges adliges Damenstift) und der Bezirk der Adelsherren von Brei­tenburg.

Als im Jahre 1263 das Zisterzienserinnen-Kloster von Ivenfleth nach Itzehoe verlegt wurde, existierte die St. Laurentii-Kirche schon. 1196 ist erstmalig ein Priester erwähnt. 1286 übernimmt das Kloster das Pa­tronat für die Kirche. Leider wird die gotische Kirche 1657 fast vollständig zerstört, bis zur Neuweihe 1681 aber wiederhergestellt. Die heutige, dreischiffige Kirche im Barockstil mit dem Holztonnengewölbe stammt aus den Jahren 1716 bis 1718.

Schon in Schleswig ist Ihnen mit dem Johannis-Kloster eines der vier Damenstifte in Schleswig-Holstein begegnet, die während der Reformation nicht aufgelöst wurden und noch heute der Versorgung der ad­ligen Bewohner (Konventualinnen – d.h. stimmberechtigte Bewohnerinnen des Klosters) dienen. Eines dieser Klöster wurde um 1230 als Zisterzienser-Nonnenkonvent in Ivenfleth an der Störmündung gegrün­det, zur Versorgung der adligen, unverheirateten Töchter und Witwen. Der Ort war aber nicht sonderlich günstig gewählt, hatten die Nonnen doch immer wieder mit Hochwasser und Überschwemmungen zu kämpfen. Deshalb gestattete 1263 der Erzbischof von Bremen die Verlegung des Klosters nach Itzehoe. Dort besaß das Konvent schon seit 1256 das Patronat der St. Laurentii-Kirche. Nach der Reformation wurde aus dem Nonnen-Kloster ein Damenstift, dem noch heute der Kreuzgangflügel und die von dort zugängliche Westempore der Kirche gehört.

Einer der größten Grabhügel der Bronzezeit in Schleswig-Holstein ist das sog. Germanengrab am Galgen­berg, ein wenig außerhalb der Innenstadt gelegen. Genutzt wurde dieses Grab wohl über 200 Jahre lang von einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie, von etwa 1500 bis 1300 v. Chr. Eine blaue Glasperle ist der älteste Glasfund im Norden Deutschlands. Galgenberge gab es in Itzehoe insgesamt vier – dieser Grab­hügel diente dem Zisterzienserinnenkloster als Hinrichtungsstätte.

Besichtigen sollten Sie auf Ihrem Weg durch Itzehoe auch noch das Rathaus, dessen ältester Teil aus dem Jahr 1695 stammt, den Prinzesshof aus dem 16. Jh. (heute der älteste erhaltene Profanbau Itzehoes und als Kreismuseum genutzt) und die St.-Jürgen-Kapelle mit interessanten Deckengemälden aus dem Barock.

Ein paar Sätze noch zum Prinzesshof, einem im Jahr 1556 erbauten und vom Kloster Itzehoe verlehnten Adelssitz. Hier lebten einige Steinburger Amtmänner, aber auch 1807 und 1808 der hessische Kurfürst Wilhelm I. Von seinem Vater Friedrich hatte er ein gut gefülltes Staatssäckel geerbt und war damit be­sonders im Norden auf ‚Einkaufstour’ gegangen. Friedrich II. hatte nämlich seine Soldaten an England für den Krieg in Amerika vermietet. Der Handel mit der englischen Königin sah Zahlungen für jeden einge­schifften Soldaten vor sowie eine zweite Zahlung für jeden gefallenen Soldaten. In einem Brief soll sich Friedrich II. über die ausbleibenden Zahlungen beschwert haben: „Was ist das denn für ein Krieg, in dem die Soldaten nicht fallen?“ Trotzdem hatte Schiller in ‚Kabale und Liebe’ nicht unbedingt Recht, denn von rund 19000 Hessen, die an England vermietet wurden, sind lediglich 535 in der Schlacht gefallen (3000 sind Krankheiten zum Opfer gefallen, weitere 4000 nach der Dienstzeit in Amerika geblieben).

Nach Heiligenstedten auf dem Ochsenweg

Nach Heiligenstedten auf dem Ochsenweg

Auf Ihrem weiteren Weg nach Heiligenstedten  geht es zunächst in Itzehoe wieder hinauf, damit Sie den Anschluss an die Jakobsweg-Etappe wieder fin­den. Von der Stadt aus gesehen, geht es hinter der Tonkuhle nach links in Richtung Westen und über die Untere Dorfstraße und den Kirchweg zur Straßenüberführung. Sie queren hier die B 204/A 23, wenden sich nach links und sind dann schnell im Heiligenstedter Holz. Nachdem dieses durchquert ist, erreichen Sie auf gut markierten Wegen Heiligenstedten. Der Jakobsweg führt Sie zunächst zur Hauptstraße und zur wohl ältesten Kirchengründung Schleswig-Holsteins.

Marienkirche in Heiligenstedten, Mariendarstellung aus der Spätgotik

Marienkirche in Heiligenstedten, Mariendarstellung aus der Spätgotik

Zwar stammt die heutige Kirche aus dem Ende des 13. Jh. und wurde 1580 stark verändert, aber als der heilige Ansgar (siehe Haithabu) im Jahr 831 das Hamburger Bischofsamt übernahm, fand er schon vier Taufkirchen in seinem Bistum vor. Neben Hamburg, Meldorf und Schenefeld war dies auch Heiligenstedten. Schon vorher ließ Ansgar Reliquien des heiligen Maternianus in Heiligenstedten niederlegen. Dem heiligen Maternianus werden Sie vielleicht auf Ihrem Camino noch einmal in Reims begegnen – er war dort Bischof und wird noch heute verehrt.  Vielleicht haben diese Reliquien ja auch zur Namensgebung des Ortes beigetragen? Die Ausstattung der Kirche ist ein Verweilen wert: zwei Marienbilder aus der Früh- und Spätgotik, der Altar aus dem Jahr 1580, die Triumphgruppe von 1598, die Bronzetaufe (1638) und die Kanzel aus dem Jahr 1648.

Sollten Sie die Kirche verschlossen vorfinden, erhalten Sie den Schlüssel zu den Öffnungszeiten im Gemeindebüro nebenan.

Im übrigen spricht noch etwas für die frühe und herausragende Lage der Kirche hier am rechten Ufer der Stör: die etwa einen Kilometer von der Kirche entfernt gelegene Esesfeldburg, die 810 auf Veranlassung Karls des Großen durch den Grafen Egbert von Stade aus als Ringwallburg angelegt worden war. Heute sind nur noch einige Gräben erhalten. Am Ortseingang von Heiligenstedten aus Richtung Itzehoe (1. Weg rechts nach der großen Brücke) finden Sie eine entsprechende Hinweistafel.

 Aktualisiert und überarbeitet am 19. August 2014

Via Jutlandica: 7. Etappe Stafstedt – Jahrsdorf = ca. 17 km

7. Tag  Stafstedt – Nindorf (6,5 km) – Tappendorf (3,5 km) – Hohenwestedt (4 km) – Jahrsdorf (5 km) = ca. 17 km

Schwierigkeit leicht

Zeitbedarf ca. 5 Stunden ohne Besichtigungen und Pausen

Impuls für den Tag: „Wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus und das ist unser Glaube gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.“ (1 Thess 4,13-14)

Sage: Wenn man von Stafstedt nicht dem Jakobsweg folgt, sondern der Straße nach Luhnstedt, dann zeigt sich seit alten Zeiten auf einer Wiese eine Sau mit ihren Ferkeln. Wer zur Mitternachtsstunde über die Wiese geht, wird von dem Tier angefallen und muss schleunigst weglaufen. (Meyer Gustav Friedrich (Hrsg.): Wagrien. Sagen, Märchen und Geschichten. Neustadt 1926)

Und genau aus diesem Grund halten wir uns vorsichtshalber weiter auf der Via Jutlandica von Stafstedt über Hohenwestedt nach Jahrsdorf und vermeiden es tunlichst, in dieser Gegend vom rechten Weg des wahren Jakobs abzuweichen.

Nach Nindorf führt die erste Teiletappe des heutigen Tages. Dabei handelt es sich um eines der sog. holsteinischen Urdörfern, d. h. die Siedlungsspuren (Hügelgräber und Bodenfunde) deuten auf eine sehr frühe Besiedlung hin. Nach einer vollständigen Zerstörung wurde Nindorf als Angerdorf um das Jahr 1000 n. Chr. wieder aufgebaut. Angerdörfer sind planmäßig um einen zentralen Platz (Anger) angelegte Ortschaften.

Über Tappendorf (erste Erwähnung 1379) und Vaasbüttel geht es nach Hohenwestedt.

Hohenwestedt

Allgemeines: Hohenwestedt liegt im Landkreis Rendsburg-Eckernförde und hatte am 31.12.2012 eine Einwohnerzahl von 5077.

Ansprechpartner: Kirchenbüro Kirchengemeinde Hohenwestedt St. Peter und Paul, Lindenstraße 42, 24594 Hohenwestedt, Tel.: 04871-650; Katholische Pfarrgemeinde Heilige Familie, Burmesterstraße 19-21, 24594 Hohenwestedt, Telefon 04871-547, Pfarrer: Am Margarethenhof 39, 24768 Rendsburg, Telefon 04331-71220, E-Mail Pfarramt add  st-michael-rendsburg.de; Gemeinde Hohenwestedt, Am Markt 15, 24594 Hohenwestedt, Telefon 04871-360, E-Mail info add amt-mittelholstein.de

Übernachtung: Übernachtungstipps in Itzehoe und Umgebung

Wie so viele Ortschaften an Ihrem Pilgerweg, so ist auch Hohenwestedt vermutlich schon um 3000 v. Chr. besiedelt worden und gehört damit zu den Urdörfern. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1217 als Wetsstede. Zu dieser Zeit gab es im Ort schon eine Kirche. Die günstige Lage am Ochsenweg (Nord-Süd-Verbindung) und der Lübsche Trade (West-Ost-Verbindung) führte schnell zur wirtschaftlichen Blüte. Nachteil der günstigen Lage mit nahezu exakt 50 km zur Nordsee- und 50 km zur Ostseeküste waren die durchziehenden Soldateska-Horden, die den Ort häufig zerstörten und ausplünderten. Zwei verheerende Großbrände im 17. und 18. Jh. zerstörten Hohenwestedt fast vollständig.

Die heutige evangelisch-lutherischen Kirche Peter-Pauls-Kirche wurde 1769 geweiht, als Saalkirche im schlichten Spätbarock mit einer ‚Welschen Haube‘ (geschweifter Turmhelm). In der Lindenstraße können Sie die Kirchspiel- und Klostervogtei (Hohenwestedt gehörte zu 1/3 zum Kloster Itzehoe) besichtigen. Nach dem Brand von 1768 ist an der Kirchspielvogtei die Rokoko-Mitteltür erhalten. Die Klostervogtei wurde 1846 im klassizistischen Stil erbaut.

Etwas Besonderes ist das sog. Muschelhaus, auch in der Lindenstraße gelegen. Der ehemalige Besitzer stellte um 1900 Muschelsouvenirs her und verzierte mit den Muscheln auch Fenster, Türen und Hausecken. Schon vorher ließ er den Schalenstein vor dem Haus aufstellen – einen vorgeschichtlichen Opferstein mit künstlichen Schalen, die zur Aufnahme des Blutes von Opfertieren dienten.

Auf Ihrem Jakobsweg geht es nun an Hohenwestedt vorbei. Sie überqueren die Bahngleise und die B 430. Nach 200 m verlassen Sie die Landstraße in Richtung Grauel und begeben sich auf dem Feld-Wirtschaftsweg in Richtung Waldstück. Dort können Sie vielleicht rechts und links einige Hügelgräber erkennen. Im Wald stoßen Sie auf eine Straße, der folgen Sie nach rechts, überqueren die B 77 und gelangen dann nach Jahrsdorf, unserem heutigen Etappenziel.

Auch Jahrsdorf ist eines der holsteinischen Urdörfer und wurde dann später 1149 erstmals urkundlich erwähnt. Ganz in der Nähe, auf der höchsten Erhebung der Umgebung, dem sog. Balken, soll bis 1560 das Thinggericht für den ganzen Holstengau abgehandelt worden sein.

Mit dem Bus kommen Sie in wenigen Minuten wieder in Hohenwestedt, der Fahrplan 2014 gibt den letzten Bus an Werktagen für 18:48 Uhr an (davor 15:43 h, an Samstagen 15:43 Uhr und Sonntagen 19:49 Uhr) – der ist in 3 Minuten am ZOB in Hohenwestedt.

Überarbeitet und aktualisiert am 18. Mai 2014

Via Jutlandica: 6. Etappe Rendsburg – Stafstedt = ca. 17 km

 

6. Tag Rendsburg – Westerrönfeld (4 km) – Jevenstedt (8 km) – Stafstedt (9 km) = ca. 17 km

Schwierigkeit leicht

Zeitbedarf ca. 4 Stunden ohne Besichtigungen und Pausen

Sage:

Der Kanal

Von dem großen Kanal, der nun das Land von der Ostsee nach der Elbe durchquert, ist schon lange vorher geredet worden. Man sah Schiffe über die Moore und Hügel und durch die Marschniederungen fahren, besonders häufig ein ganz weißes Schiff. „Hest dat sehn“, sagte 1895, als der Kanal eröffnet wurde und die Kriegsschiffe zum ersten Mal hindurch fuhren, der alte Johann Harder in Nübbel, „hest dat sehn, gistern föhrn de Schep dör de Rüster Bargen; hebbt wi dat ni al ümmer seggt?“ Und als Mars Sievers in Hamweddel die ‚Hohenzollern‘ sah, rief er aus: „Dar is dat witt Schipp!“

Trina Lemke ging einmal mit zwei anderen Frauen von Westerrönfeld nach Rendsburg auf den Wochenmarkt. „Oh, kiek mal“, rief sie plötzlich, „dar föhrt en grot Schipp dwass öwer den Weg! Dar sünd Kanonen op un Lütt in witt Tück.“ „Ach wat“, sagen die andern beiden, „warüm seht wi denn nix“, und sie lachten darüber. Als dann der Kanal gebaut wurde, sollte er zuerst bei Büdelsdorf auf der Eider entlang geführt werden, und es hieß: „Nu kriggt Trina doch ni Recht.“ Später wurde der Kanal doch da gebaut, wo Trina das Schiff gesehen hatte, und man erinnerte sich, dass an genau derselben Stelle ein Bauer aus Westerrönfeld, als er eines Nachts aus Rendsburg zurückkam, seine Pferde nicht über den Weg hatte bringen können.

Heute beginnt unser Camino an der Stele mit der Entfernungsangabe nach Santiago de Compostela: 3152 km. Es geht bis zum Fußgängertunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal. Auf den mit 55,19 m längsten Rolltreppen Westeuropas geht es in die 21,47 m tiefe und 130 m lange Tunnelröhre.

Die ersten Pläne für eine Verbindung zwischen Nordsee und Ostsee reichen wohl bis ins 7. Jh. zurück. Von Haitabu an der Schlei, über die Treene bis zur Eidermündung in die Nordsee waren nur etwa 16 km Landstrecke zu überwinden. Die leichten Wikingerschiffe schafften das auf Ochsenkarren.

Es gab dann kleinere Vorläufer des Nord-Ostsee-Kanals, die aber für Seeschiffe nicht geeignet waren. 1864 gab Bis­marck mit Beginn des Deutsch-Dänischen Krieges eine Untersuchung in Auftrag. Er wollte einen Kanal, um nicht unter dänischen Kanonen mit der Flotte durch den Skagerrak zu müssen. Gegen den Widerstand des Generalstabs überzeugte Bismarck Kaiser Wilhelm I. von der Notwendigkeit des Kanalprojektes. Die Grundsteinlegung erfolgte 1887, die feierliche Eröffnung nach 8jähriger Bauzeit am 21. Juni 1895. Noch heute zahlen wir die Sektsteuer (Schaumweinsteuer), die eingeführt wurde, um den Kanalbau zu finan­zieren. Der Nord-Ostsee-Kanal ist fast 99 km lang, auf Wasserhöhe zwischen 102,5 m und 162 m breit und hat eine Tiefe von 15 m. Bei Kiel und Brunsbüttel wird er durch Schleusen gegen die Gezeiten ab­geschottet. Die Querung der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt ist seit Kaisers Zeiten kostenlos.

Der weitere Jakobsweg ist gut markiert und Sie erreichen nach etwa 2,5 km Westerrönfeld. Der kleine Ort am Nord-Ost­see-Kanal wurde 1437 erstmals urkundlich erwähnt und diente im 30jährigen Krieg den Rendsburg belagernden schwedischen Truppen als Quartier.

Von hier aus geht es weiter durch die Felder nach Jevenstedt, vorbei an Schülp und Bramkamp. Jeven­stedt wird 1190 erstmals urkundlich erwähnt, war aber mindestens schon seit der Eisenzeit besiedelt. Die ausgedehnten Wälder um Jevenstedt wurden im 17. Jh. für die Stadterweiterung in Rendsburg abgeholzt.

Die Via Jutlandica wird immer in der Nähe der B 77 weiter Richtung Süden geführt. Bei Spannan überqueren Sie schließlich die B 77, der weitere Weg führt durch Waldstücke bis nach Stafstedt.

Stafstedt

Die Gemeinde Stafstedt gehört zum Amt Jevenstedt im Landkreis Rendsburg-Eckernförde. Am 31.12. 2012 betrug die Einwohnerzahl 341.

Übernachtung: Leider gibt es hier in Stafstedt und auch am Zielpunkt unserer morgigen Etappe keine Übernachtungsmöglichkeiten. Deshalb schlage ich vor, dass Sie in Hohenwestedt ein Zimmer für zwei Nächte buchen. Der Busfahrplan im Mai 2014 gibt den letzten Bus von Stafstedt nach Hohen­westedt für 17:39 Uhr an (nur an Werktagen, Samstag und Sonntag keine Busverbindung). Große Änderungen sind da nicht zu erwarten, jedoch sollten Sie dies noch bei z. B. www.bahn.de überprüfen.

Eine Alternative ist die Abkürzung der Etappe und Übernachtung im Historischen Landhaus Spannan, direkt an der Via Jutlandica. Das erreichen Sie nach etwa 13 Kilometern, würde Ihnen also am Morgen Zeit lassen, Rendsburg ausgiebig zu besichtigen. Die Eigentümerin führt mit ihrem Team ein sehr gastfreundliches Haus, die Übernachtungspreise sind moderat und die Küche außergewöhnlich und absolute Spitze.

Überarbeitet und aktualisiert am 15. Mai 2014

Via Jutlandica: 3. Etappe Süderschmedeby – Schleswig cirka 25 Kilometer

Süderschmedeby – Sieverstedt (3 km) – Stenderup (1,5 km) – Idstedt (7,5 km) – Schleswig (13 km) = ca. 25 km

Schwierigkeit leicht

Zeitbedarf 6,5 Stunden ohne Besichtigungen und Pausen

Besichtigungen Sieverstedt, Idstedt, Schleswig (Landesmuseen mindestens 90 Minuten)

Impuls für den Tag: In der Religionsstunde fragt der Lehrer: „Was passiert, wenn du eines der Zehn Gebote brichst?“ Der Schüler nach langem Nachdenken: „Dann sind es nur noch neun…“ (unbekannt)

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