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Unterwegs auf dem Lutherweg

 

Der Lutherweg verbindet die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg – beide gehören zum UNESCO-Welterbe – und führt zu den Wirkungsstätten Martin Luthers sowie zu vielen Orten, die mit der Reformation in Verbindung stehen. Sowohl die großen Stadtkirchen als auch kleine Dorfkirchen auf dem Weg beziehen sich auf einen Satz des Reformators: „Gastfreiheit ist an allen Orten, wo Kirche ist.“

Reisende auf dem Lutherweg können sich von Wittenberg aus nördlich, über Dessau und Bernburg, oder südlich, über die Dübener Heide und Halle, nach Eisleben und Mansfeld begeben. Der Lutherweg ist auch an andere deutschland- und europaweite Wanderwege angeschlossen – zum Beispiel an den St. Jakobus-Pilgerweg. Der Lutherweg ist insgesamt
410 Kilometer lang, als Wegzeichen kündet das Logo vom Namensgeber Martin Luther.

Information:
Geschäftsstelle Lutherweg
c/o Regionaler Tourismusverband
„TourismusRegion Wittenberg“ e.V.
Neustraße 13, 06886 Lutherstadt Wittenberg
Tel.: +49 03491 402610
Fax: +49 03491 405857
info (at) tourismusregion-wittenberg.de
www.tourismusregion-wittenberg.de

 

gefunden bei www.deutschland-tourismus.de

Wege der Jakobspilger in Deutschland – Mythos Jakobswege

 

  • Einleitung
  • Mythos Jakobswege
  • St.-Jakobus d.Ä. – Apostel und Maurentöter?
  • Santiago de Compostela – warum wurde das Grab zum Hauptpilgerziel?
  • Mittelalterliche Pilger unterwegs!
  • Der "wahre Jakob"!
  • Heilige Jahre
  • Deutschland und seine Jakobswege
  • Stolzenfels im Jakobswege-Netz
  • Warum das 21. Jh. sich nicht so sehr vom hohen Mittelalter unterscheidet!

     

    Mit ein paar Mythen über die Jakobswege und den Jakobskult wollen wir heute einmal aufräumen.

    Zunächst einmal der Weg selbst. DEN Jakobsweg gibt es einfach nicht. Zwar wurde der Hauptweg, der sogenannte Camino Frances als Hauptverkehrsachse von den Pyrenäen bis zum Jakobusgrab, 1993 zum UNESCO-Welterbe ernannt und 1998 erhielten die vier französischen Zubringerwege auch diesen Titel, aber grundsätzlich beginnt jeder Jakobsweg vor der Haustür des Jakobspilgers. Bei dieser Vielzahl der Jakobswege nun die historisch relevanten herauszufinden – das überlassen wir lieber den Spezialisten.

    Dann die Bedeutung des Weges in neuerer Zeit, sagen wir einmal ab 1989 – ab diesem Jahr liegen veröffentlichte Statistiken vor. 2 Millionen verkaufte Exemplare von Hape Kerkeling’s "Ich bin dann mal weg …" legen eine besondere Bedeutung des Weges nahe. Tatsächlich sind von 1989 bis 2007 lediglich 60.949 pilgernde Deutsche in Santiago de Compostela angekommen. Das sind bei einer Einwohnerzahl von 82.438.000 nur 0,08% der deutschen Bevölkerung. Um die Zahl noch weiter zu relativieren: Im Jahr 2004 haben 48,1 Millionen Deutsche Urlaub gemacht. Davon waren nur in diesem Jahr 13,6% in Spanien – 6.541.500 Touristen. Und davon waren 6.816 Jakobspilger. Eine verschwindend geringe Zahl, nicht wahr?

    Und wenn wir über die grossen Pilgerziele des Mittelalters, nämlich Jerusalem, Rom und Santiago de Compostela sprechen, dann müssen wir uns auch klar machen, dass es auch damals nicht unbedingt ein ständiges Kommen und Gehen gab. Im Jahre 1430 hatte die grösste Stadt des Heiligen Römischen Reiches, Köln, eine Einwohnerzahl von 40.000. Wieviele davon mögen zum Grab des Heiligen Jakobus gepilgert sein? Zum Vergleich: täglich werden am Frankfurter Flughafen mehr als 148.000 Passagiere abgefertigt.

  • Und einen Mythos hätten wir dann fast noch vergessen: den Mythos rund um das Grab des heiligen Jakobus d.Ä. In Jerusalem wurde der Apostel hingerichtet und gelangte dann angeblich auf wundersamen Wegen in den nordwestlichen Zipfel Spaniens, nahe Finisterre, dem Ende der damals bekannten Welt.

    Und damit haben wir den Anschluss an das nächste Kapitel: Wer war denn dieser Jakobus eigentlich und wie, um Himmels willen, gelangte er in den Legende nach Spanien?

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