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Schlagwort: st menas

Rhein-Camino Teil II – 1. Etappe Variante Stolzenfels – Rhens – Boppard 23 km

 

Wenn Sie sich heute für den Weg auf der linken Rheinseite entschieden haben, pilgern Sie auf dem asphaltierten Weg zunächst zur Pfarrkirche St. Menas und gehen dann vorbei an der Jakobsstele hinauf zum Schloss Stolzenfels. Sowohl die Pfarrkirche als auch das romantische Schloss sind ausführlich als Abstecher im Hauptteil der ersten Tagesetappe beschrieben.

Am Schloss vorbei folgen Sie der Jakobsmuschel-Markierung des Mosel-Camino (Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier – Der Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino) für etwas mehr als 2 km. 300 m vor dem Merkurtempel biegt Ihr heutiger Pilgerweg nach links ab und Sie folgen der Wegemarkierung für den Rheinburgenweg. Und bald tauchen auch schon Wegweiser in Richtung Rhens auf.

Nun geht es immer auf dem Rheinburgenweg weiter. Wenn der Rheinburgenweg und die Markierung für Rhens nach rechts abbiegt, gehen Sie weiter geradeaus zum Weltfriedenskreuz und zum Königsstuhl.

Nur 100 m vom Weltfriedenskreuz entfernt steht heute der Königsstuhl von Rhens. Ursprünglich stand er ja unten am Rhein im berühmten Nussbaumgarten, 1929 hatte man sich entschlossen, das historische Denkmal nach hier “Auf Schawall”, oberhalb von Rhens mit herrlichem Blick in das Rheintal, zu versetzen.

Etwas weiter unten erzähle ich die Geschichte des Königsstuhls, denn sie ist untrennbar mit Rhens und der mittelalterlichen Bedeutung dieser Stadt am Schnittpunkt der Herrschaftsbereiche von Köln (Rhens), Trier (Stolzenfels), Mainz (Lahneck) und der Pfalz (Braubach) verbunden. Hier nur soviel, dass das Denkmal eine vergrößerte und wahrscheinlich auch idealisierte Nachbildung des ursprünglichen Königsstuhl des 14. Jahrhunderts ist und 1842 in dieser Form erbaut wurde. Napoleons Truppen hatten das schon arg ramponierte Original zerstört.

Vom Königsstuhl aus können Sie das kurze Stück zurück zum Rheinburgenweg gehen und dann durch die Felder hinunter nach Rhens, oder Sie folgen von hier aus der Straße. Im Ort müssen Sie dann nach rechts abbiegen und gelangen an den Resten des Stadttores vorbei in den historischen Teil von Rhens.

Rhens

Allgemeines: Rhens ist eine Verbandsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz im Bundesland Rheinland-Pfalz. Am 31.12.2007 betrug die Einwohnerzahl 2.963.

Anlaufstellen: Kath. Pfarramt St. Theresia, Mainzer Str. 5, 56321 Rhens, Telefon 02628-987103, E-Mail kontakt (at) pfarrgemeinde.info; Ev. Gemeindeverband, Moselring 2—4, 56068 Koblenz, 0261-404030, E-Mail info (at) kirche-koblenz.de; Tourist-Info, Am Viehtor 2, 56321 Rhens, Tel. 02628-9605-56, E-Mail touristik (at) rhens.de

Übernachtung: Goldener Stern, Hochstr. 16, 56321 Rhens, DZF ab 48 €, Tel. 02628- 2206, E-Mail hotel-goldener-stern (at) t-online.de, www.goldener-stern-rhens.de

Geschichte: 1174 wurde Rhens für 200 Taler an den Erzbischof von Köln verkauft und gehörte seitdem zum Kurfürstentum Köln. Und da hier, im südlichsten Zipfel, die Machtbereiche von Köln, Trier und Mainz zusammenstießen, erlangte Rhens schon bald geschichtliche Bedeutung. 1338 trafen sich hier sechs der sieben damaligen mächtigen Kurfürsten und gründeten den Churverein zu Rhense. Kurtrier, Kurmainz, Kurköln, die beiden Fürsten der Pfalzgrafschaft bei Rhein, der Markgraf von Brandenburg und der Herzog von Sachsen-Wittenberg waren vertreten, lediglich der König von Böhmen musste dem Treffen fernbleiben. Eigentlich sollte das Treffen ja auf Lahneck (siehe Lahnstein) stattfinden, wurde dann aber nach Rhens verlegt.

Der Investiturstreit war eigentlich schon vor 200 Jahren mit einem Kompromiss beigelegt worden. Es ging um die geistliche und weltliche Macht und die Auseinandersetzung zwischen dem Papst und dem Kaiser. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Geschichtsunterricht und den Höhepunkt, den Gang Heinrichs IV. nach Canossa im Jahr 1077. Schließlich glaubte man 1122 mit dem Wormser Konkordat einen Weg gefunden zu haben. Tatsächlich aber schwelte der Konflikt weiter.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war es dann mal wieder so weit. Papst Benedikt XII. verweigerte dem, von den Kurfürsten gewählten, römischen König und späteren Kaiser Ludwig IV. die Anerkennung. In Rhens beharrten die Kurfürsten auf ihrem alleinigen Recht, den König und späteren Kaiser ohne Einmischung oder Bestätigung durch den Papst zu wählen. Gleichzeitig legten sie das Mehrheitsprinzip fest, also das Verfahren bei der Königswahl, und forderten alle Reichsstände auf, das Recht auf Königswahl anzuerkennen und zu verteidigen. Geholfen in seiner Auseinandersetzung mit dem Papst hat es dem Kaiser Ludwig nicht – aus der Abhängigkeit gegenüber dem Papst wurde lediglich die Abhängigkeit von den Kurfürsten. Zumindest aber hatte die Loslösung von der Entscheidung des  Papstes Bestand.

Schon 1273 fand die erste Besprechung der Kurfürsten in Rhens statt, man einigte sich damals auf die Wahl von Rudolf von Habsburg zum deutschen König. 1308 und 1313 gab es weitere Vorbesprechungen, 1338 kam es dann zur Gründung des Churvereins zu Rhense. Karl IV. wurde in Rhens 1346 zum König gewählt. Er legte dann in der Goldenen Bulle als  eigentlichen Ort der Königswahl Frankfurt am Main fest. Und als 30 Jahre später sein Sohn Wenzel zum König gewählt wurde, legte Kaiser Karl IV. fest, dass ein “steynen gestuel” in Rhens errichtet werden solle. Den Bau des “Königsstuhls” mussten natürlich der Rhenser übernehmen, die darüber wohl wenig erfreut waren. Doch immerhin erhielten sie vom Kaiser ein Zollprivileg, das den Bau und den Unterhalt ausgleichen sollte. Heute ist es gar nicht so viel anders. Der Bund wälzt seine Kosten auf die Kommunen ab und belässt dafür den Kommunen einen Teil des Steueraufkommens. Wer schlussendlich den Ärger mit den Bürgern hat, sei einmal dahingestellt.

1398 wurde der Königsstuhl erstmals in einer Urkunde erwähnt. Da war anscheinend Wenzel zu Besuch in Rhens. Als dann Wenzel abgesetzt und Ruprecht von der Pfalz als erster König auf den Königsstuhl gewählt wurde (vergleiche auch Lahnstein, Burg Lahneck), verlor nach dem Tod Ruprechts Rhens allmählich die Bedeutung als Versammlungs- und Wahlort. Seine Nachfolger sind wohl in Frankfurt gewählt worden und haben lediglich einen kurzen Stopp auf ihrer Reise zum Krönungsort Aachen am Königsstuhl eingelegt.

Georg II. von Hessen hat das steinerne Denkmal noch einmal 1624 restaurieren lassen, aber dann hatte es genügend Zeit zu verfallen und wurde durch die napoleonischen Truppen gänzlich zerstört. Die Reste verschwanden 1806. Der Koblenzer Baumeister Johann Claudius von Lassaulx (siehe “Ein Jakobsweg von Neuss über Köln nach Koblenz-Stolzenfels” und Stolzenfels in diesem Band) errichtete einen Neubau , der 1848 eingeweiht und 1929 an seinen heutigen Platz versetzt wurde. Nebenbei sei erwähnt, dass die Koblenzer Bürgermeister lange Zeit hier ihre Amtskette erhielten.

Rhein-Camino: Wenn Sie am Königstuhl zurück zum Rheinburgenweg gegangen sind, gelangen Sie durch das Viehtor in die Stadt. An manchen Stellen ist die Stadtmauer, erbaut zwischen 1396 und 1424, noch erhalten. Das Viehtor selbst diente dazu, dass Vieh aus der Stadt ins Mühltal auf die Weiden zu treiben. Leider ist der Torturm und der äußere Bogen nicht mehr erhalten. Wenn Sie auf der Bergseite in die Heiligennische schauen, können Sie bei genauerem Hinsehen noch Stufen der Wendeltreppe erkennen.

Auf der linken Seite steht das alte Rathaus von Rhens, die ältesten Teile stammen aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts.

Außerhalb der an dieser Stelle noch auf mehreren hundert Metern erhaltenen Stadtmauer steht etwas erhöht die St.-Dionysius-Kirche. Diese romanische Kirche wurde schon 873/874  urkundlich erwähnt. Die heutige Turm wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Im Barock erhielt die Kirche eine neue, dem damaligen Zeitgeist entsprechende, Innenausstattung. Der Hochaltar zeigt den heiligen Jakobus auf der rechten Seiten (vom Betrachter aus gesehen). Einen Moment der Stille sollten Sie in der altehrwürdigen Kirche nicht verpassen. Der schöne Hochaltar mit dem heiligen Jakobus auf der rechten Seite (vom Betrachter aus gesehen) wird Sie dafür belohnen.

Von der Kirche aus haben Sie zwei Alternativen für Ihren weiteren Weg. Wenn Sie sich fit genug fühlen, können Sie an der Kirche vorbei auf dem Jakobsbergweg weiter hinauf auf die Rheinhöhen und über den Jakobsberg pilgern. Sie kommen dann auf dem gut markierten Weg nach Boppard hinein. Oder Sie gehen die Treppen von der Kirche wieder hinunter und folgen an der “neuen” Kirche vorbei dem Fußweg entlang der historischen Stadtmauer bis zum Bahnhof. Durch die Bahnhofsunterführung gelangen Sie zum Rhein und können dort, stromaufwärts, zunächst auf dem Fahrradweg und später durch die Weinberge bequem nach Boppard gelangen.

— Abzweig hinauf “Traumpfade”, dann hinunter zum Rhein, vor der Bahn rechts, später unter der Bahn hindurch wieder an den Rhein. —

 

Pilgerunterkünfte an deutschen Jakobswegen (Mosel-Camino)

Pfarrämter und Gemeindebüros sind in dieses Verzeichnis aufgenommen worden, damit Sie einen Seelsorger erreichen oder einmal nach dem Schlüssel für die Kirche fragen können. Auch die Gottesdienstzeiten erfahren Sie in den Büros. Und viele Pfarrämter geben Ihnen gerne einen Stempel für den Pilgerpass. In keinem Fall bedeutet die Aufnahme in dieses Verzeichnis, dass dort eine Unterkunft für Sie bereitsteht – dies wird dann eigens mit einem Bett-Symbol gekennzeichnet. Auch bei touristischen Fragen wenden Sie sich bitte an die ebenfalls aufgelisteten Touristik-Informationen der Städte und Gemeinden.

1. Etappe Koblenz-Stolzenfels – Alken = 23 km

Koblenz-Stolzenfels – Pastorenpfad – Merkurtempel – Waldesch – Hünenfeld – Nassheck – Alken = 23 km

 

Ort Name Anschrift   Angebot Telefon Internet/E-Mail Koblenz-Stolzenfels Kath. Pfarramt St. Menas Waldweg 3, 56075 Koblenz-Stolzenfels 0261-53779 Pilgerstempel gibt es auch im Büro des Ortsvorstehers Stolzenfels – ehemals Schule – Mo-Fr.  von 9-10 Uhr sowie donnerstags 18-19.30 Uhr Rhenser Str. 54, 56068 Koblenz-Stolzenfels www.rhein-camino.de
www.mosel-camino.de
Tourist-Information Rathaus Jesuitenplatz 2,  56068 Koblenz 0261-130920 www.touristik-koblenz.de
info-jesuitenpl(at)touristik-koblenz.de
Pilgerherberge am Mosel-Camino und Rhein-Camino Ferienwohnung/Apartment Fam. Bannert Rhenser Str. 44/46, 56075 Koblenz-Stolzenfels FeWo, ÜF für 2 Personen 49 Euro (Sonderpreis mit Pilgerpass – Frühstück wird zur Selbstzubereitung zur Verfügung gestellt) 0261-51890 www.fewo-koblenz.de
contact(at)fewo-koblenz.de
Jugendherberge
wegen Bauarbeiten bis 2010 geschlossen
Festung Ehrenbreitstein, 56077 Koblenz   www.djh.de Waldesch Hünenfeld Touri-Info Am Viehtor 2, 56321 Rhens 02628-9605-56 www.rhens.de
touristik (at) rhens.de
Alken Kath. Pfarramt St. Michael Oberstr. 44, 56332 Alken 02605-952095 www.pfarramt-alken.de
pfarramt-alken(at)t-online.de
Pilgerstempel im Cafe Becker Moselstr. 11, 56332 Alken Verkehrsverein Moselstr. 4, 56332 Alken 02605-8997 www.gemeinde-alken.de
info(at)alken-mosel.de
Pilgerherberge Landhaus Schnee Moselstr. 1, 56332 Alken DZF 50 Euro (Sonderpreis mit Pilgerpass) 02605-3383 www.landhaus-schnee.de Pilgerherberge Cafe Becker Von-Wiltberg-Str. 1, 56332 Alken DZF 50 Euro
(Sonderpreis mit Pilgerpasse)
02605-96320 www.cafe-becker-alken.de
info (at) cafe-becker-alken.de
Christa Christ Moselstraße 29, 56332 Alken DZF ab 38 Euro 02605-4758 www.ferienwohnung-christ.de
ferienwohnung.christ(at)t-online.de
Haus Inge Endries Mittelstr. 28, 56332 Alken DZF ab 34 Euro 02605-3106 www.gemeinde-alken.de/webseiten-vermieter/Pension-Endries.htm
behr-alken(at)t-online.de
Gästehaus Probst Keltenstr. 1, 56332 Alken DZF ab 48 Euro 02605-2120 www.gaestehaus-probst.de
sprobst (at) rz-online.de

 

 

2. Etappe Alken – Treis-Karden = 19 km

Alken – Löf – Hatzenport – Lasserg – Burg Eltz – Windhäuserhöfe – Treis-Karden = 19 km

 

PLZ Name Anschrift Telefon Hatzenport Pilgerherberge Winzerhof Gietzen Moselstr. 70, 56332 Hatzenport DZF 49 Euro (Sonderpreis mit Pilgerpass) 02605-952371 Weinhaus Ibald Moselstr. 34, 56332 Hatzenport DZF 50 Euro 02605-2043 www.weinhaus-ibald.de
service (at) weinhaus-ibald.de
Treis-Karden Kath. Pfarramt St. Johannes d. Täufer Hinter Mont 5, 56253 Treis-Karden 02672-1308 Treis-Karden Tourist-Information Hauptstr. 27, 56253 Treis-Karden 02672-6137 Karden Pilgerherberge Josette & Franz-Anton Ternes Klickerterhof
56253 Treis-Karden
2 Personen AÜF, nur mit Pilgerpass 02672 – 7156 Irmgard Hammes St.-Kastor-Str. 78, 56253 Treis-Karden DZF ab 30 Euro 02672-2599 Gasthaus Zur Linde St.-Kastor-Str. 10, 56253 Treis-Karden DZF 50 Euro 02672-1360 Treis Pilgerherberge Kloster Maria Engelport Flaumbachtal 4, 56253 Treis-Karden AÜF,  Preis auf Anfrage – mit Pilgerpass 02672-9350 http://www.oblaten.org/informativ/niederlassungen/maria-engelport-treis-karden/
engelport (at) oblaten.de
Gasthaus Gräf Lisbergstr. 2, 56253 Treis-Karden DZF ab 40 Euro 02672-7227 Rathaus-Schänke Hauptstr. 32, 56253 Treis-Karden DZF ab 40 Euro 02672-1210

 

 

3. Etappe Treis-Karden – Bullay = 26 km

Karden – über Moselbrücke nach Treis (-Karden) – Kloster Engelport – Beilstein – Bullay = 26 km

 

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Beilstein Kath. Pfarramt St. Josef Klosterstr. 55, 56814 Beilstein 02673-1653 Heimat- und Verkehrsverein Bachstr. 47, 56814 Beilstein 02673-900191 www.beilstein-mosel.de
beilstein-mosel(at)web.de
Interessante Stadtführungen können bei Rainer Vitz gebucht werden 02673-900050, Mobil 0172-6665896 www.stadtfuehrungen-beilstein.de
rainervitz (at) aol.com
Gästehaus Erika Kurierweg 9, 56814 Beilstein DZF ab 42 Euro 02673-1449 www.gaestehaus-erika-beilstein.de
info(at)gaestehaus-erika-beilstein.de
Haus Johanna Alte Wehrstr. 23, 56814 Beilstein DZF ab 46 Euro 02673-1483 www.pension-haus-johanna.de
info(at)pension-haus-johanna.de
Bullay Kath. Pfarramt St. Maria Magdalena Kirchstr. 26, 56859 Bullay   06542-900043 pfarramt.bullay(at)t-online.de Touristinformation Lindenplatz 2, 56859 Bullay 06542-21141 touristinfo(at)ulfratours.de Gästehaus „Moselinchen“ Graf-Beißel-Str. 6, 56859 Bullay DZF ab 39,80 Euro 06542-900664 www.moselinchen.de
info(at)moselinchen.de
Gästehaus Wagner Bahnhofstr. 18, 56859 Bullay DZF ab 46 Euro 06542-2586 Cafe Görgen Bahnhofstr. 32, 56859 Bullay DZF 50 Euro 06542-2519 info(at)cafe-baeckerei-goergen.de

 

4. Etappe Bullay – Traben-Trarbach = 25 km

Bullay – über Moselbrücke – Marienburg – Kaimt – Moselbrücke – Notenau – Schöne Aussicht – Bummkopf – Enkirch – Starkenburg – Grevenburg – Traben-Trarbach = ca. 25 km

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Zell Tourist -Information Zeller Land Balduinstr. 44, Rathaus, 56856 Zell/Mosel 06542-9622-0 www.zellerland.de
www.zellmosel.de
info(at)zellerland.de
Enkirch Tourist-Information Brunnenplatz 2, 56850 Enkirch 06541-9265, www.enkirch.de
info(at)enkirch.de
Traben-Trarbach Kath. Pfarramt St. Nikolaus Weihertorplatz 2, 56841 Traben-Trarbach

 

06541-6487

 

  Tourist-Information Am Bahnhof 5, 56841 Traben-Trarbach DZF ab 30 Euro 06541-83980 www.traben-trarbach.de
info(at)traben-trarbach.de
Mittelmosel-Jugendherberge Hirtenpfad 6, 56841 Traben-Trarbach MBZF p.P. ab 17,40 Euro 06541-9278 www.djh.de
traben-trarbach (at) diejugendherbergen.de
Pilgerherberge Ella und Jens Ahrens Am Laubloch 25, 56841 Traben-Trarbach DZF ab 35 Euro
(Sonderpreis mit Pilgerpass)
0175–5126890 jens.ahrens (at) web.de Gästehaus Charlotte Clauß Kirchstr. 7, 56841 Traben-Trarbach DZF ab 30 Euro 06541-6347 gaestehaus-charlotte(at)t-online.de

 

5. Tag Traben-Trarbach – Osann-Monzel = 24 km

Traben-Trarbach – Graacher Schanzen – Bernkastel (M) – Moselbrücke – Kues – Lieser – (Osann-) Monzel = ca. 24 km

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Bernkastel-Kues Mosel-Gäste-Zentrum Gestade 6, 54470 Bernkastel-Kues 06531-500190 www.bernkastel.de
info(at)bernkastel.de
Osann-Monzel Kath. Pfarramt St. Peter Bernkasteler Str. 52, 54518 Osann-Monzel 06535-325   Gemeinde

 

Brunnenstr. 56, 54518 Osann-Monzel 06535-933287 www.osann-monzel.de Heimat- und Verkehrsverein 06535-94290 Kelterhaus Moselstr. 39, 54518 Osann-Monzel DZF 50 Euro 06535-433 kelterhaus(at)t-online.de Matthias Reichert Moselstr. 59,  54518 Osann-Monzel DZF ab 28,- Euro 06535-557 Ferienweingut Traut Gartenstr. 31, 54518 Osann-Monzel DZF ab 34 Euro 06535-1370 Gerd Fritzen Brunnenstr. 45, 54518 Osann-Monzel DZF ab 30,- Euro 06535-7000 Kesten Gemeindebüro Moselstr. 9, 54518 Kesten 06535-308 Verkehrsbüro Moselstr. 12, 54518 Kesten 06535-523

 

6. Etappe Osann-Monzel – Klüsserath = ca. 21 km

Osann-Monzel – (Eberhards-)Klausen – Klüsserath = ca. 21 km

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Klausen Gemeindeverwaltung Escher Str. 5, 54524 Klausen 06578-634 www.klausen.de
gemeindeverwaltung (at) klausen.de
Gasthaus Maria Rast Eberhardstr. 1, 54524 Klausen DZF ab 40 Euro 06578-989646 www.mariarast.de
mariarast (at) klausen.de
Klüsserath Kath. Pfarramt Rosenkranzkönigin Kirchstr. 1, 54340 Klüsserath 06507-4672 Tourist-Information ‚Alte Ökonomie’ Kirchstr. 3, 54340 Klüsserath 06507-3099 www.kluesserath.de
buergermeister(at)kluesserath.de
Ferienweingut Jostock-Lex Hauptstr. 127, 54340 Klüsserath DZF ab 40,- Euro 06507-4500 weingut.jostock-lex(at)t-online.de Straußwirtschaft ‚Zur alten Salmbrücke’ Hauptstr. 3, 54340 Klüsserath DZF ab 40,- Euro 06507-4633 Hotel Zum Rebstock Salmstr. 8, 54340 Klüsserath DZF ab 48,- Euro 06507-93510 www.moselrebstock.de
moselrebstock(at)t-online.de

 

7. Etappe Klüsserath – Schweich = ca. 19 km

Klüsserath – Kahlbach – Zitronenkrämerkreuz – Landwehrkreuz – Schweich = ca. 19 km

 

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Schweich Kath. Pfarramt St. Martin Klosterstr. 1a, 54338 Schweich 06502-2327 Tourist-Information Römische Weinstraße Brückenstr. 46, 54338 Schweich 06502-9338-11 www.roemische-Weinstrasse.de
info (at) touristinfo-schweich.de
Ferienweingut Wallerath Bahnhofstr. 25, 54338 Schweich DZF ab 42,- Euro 06502-5554 www.weingut-wallerath.de
twallerath(at)web.de
Hotel-Garni Wagner Langgartenstr. 25, 54338 Schweich DZF ab 48,- Euro 06502- 92090 pension-wagner-schweich(at)t-online.de Weingut-Pension Schiff Schaumbach, 54338 Schweich DZF ab 48,- Euro 06502-2787 weingut-pension-schiff (at) web.de

 

8. Etappe Schweich – Trier = 22 km

Schweich – Quint – Ehrang/Kyllbrücke – Karl-Kaufmann-Weg nach Biewer – Trier = ca. 22 km

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Trier Benediktinerabtei St. Matthias Matthiasstr. 85, 54290 Trier 0651-17090 www.abteistmatthias.de
benediktiner (at) abteistmatthias.de
Pilgerbüro der St.-Jakobus-Bruderschaft Trier, Dom-Information (gegenüber Dom) Liebfrauenstr. 12, 54290 Trier 0651-9790790 www.sjb-trier.de
sekretaer (at) sjb-trier.de
Ev. Kirchengemeinde Trier, Verwaltungsamt Engelstr. 13a, 54292 Trier

 

0651- 20900-0 trier (at) ekkt.de Tourist-Information Trier Stadt und Land e. V. An der Porta Nigra, 54290 Trier 0651-97808-0 www.trier.de/tourismus
info (at) tit.de
DJH-Jugendgästehaus Trier An der Jugendherberge 4, 54292 Trier MBZF ab 18,40 Euro 0651-146620 www.djh.de
trier (at) diejugendherbergen.de

Da fällt mir der Herr Lorentz wieder ein, …

 

… erinnern Sie sich? Herr Lorentz hatte am 17.03.2008 in einem Leserbrief an die Rhein-Zeitung die Vermutung geäussert, dass mittelalterliche Pilger aus dem Osten eher über die Westerwaldhöhen denn an der Lahn entlang zum Rhein und dann die Mosel aufwärts nach Trier gepilgert sind. Schliesslich schreibt er: "Warum sollten die Pilger im Mittelalter …, sich in Lahnstein einen Bootsmann suchen, um nach Stolzenfels zu kommen …"

Sicher wird es, der Westerwaldstraße folgend, eine Pilgerverbindung dort gegeben haben, das sei auch unbestritten.

Aber einen Fährmann, den musste der Pilger im Mittelalter nicht lange suchen. Gab es doch zumindest zeitweise eine regelmässige Fährverbindung zwischen Capellen (heute Stolzenfels), bzw. dem Siechhaustal, und dem Johanneskloster in Niederlahnstein.

(vgl. 500 Jahre Pfarrei St. Menas Koblenz-Stolzenfels, Seite 33)

Wege der Jakobspilger, 09.03.2008

 

Karl-Josef Schäfer

Wege der Jakobspilger in Deutschland …

… Stolzenfels und der wahre Jakob!

Ein launiger Vortrag mit ernstem Hintergrund

Aus dem Inhalt:

St.-Jakobus d.Ä. – Apostel und Maurentöter?
Santiago de Compostela – warum wurde das Grab zum Hauptpilgerziel?
Mittelalterliche Pilger unterwegs!
Der "wahre Jakob"!
Heilige Jahre
Deutschland und seine Jakobswege
Stolzenfels im Jakobswege-Netz
Warum das 21. Jh. sich nicht so sehr vom hohen Mittelalter unterscheidet!

Sonntag, 09.03.2008, ca. 11:00 Uhr
Ort: Koblenz-Stolzenfels, Pfarrkirche St. Menas

 

1. Etappe Koblenz-Stolzenfels – Alken = 23 km

Koblenz-Stolzenfels – Pastorenpfad – Merkurtempel – Waldesch – Hünenfeld – Nassheck – Alken = 23 km
Schwierigkeitsgrad leicht
Besichtigungen in Stolzenfels und Alken (Führung Schloss Stolzenfels ca. 50 Minuten)
Zeitbedarf ca. 5 Stunden zzgl. Pausen und Besichtigungen

Es ist gar nicht so einfach, jetzt wieder den Einstieg zu bekommen. Der Lahn-Camino ist fertig und hat einen grösseren Erfolg, als ich im Vorfeld gedacht habe. Aber Ihr kennt das sicher, oder? Eine Leistung vollbracht (na ja, auch Schreiben und Korrekturlesen ist eine Leistung) und dann ist erst einmal die Luft heraus.

Aber es geht weiter, die nächsten Tage werde ich mich an die erste Etappe des Mosel-Camino machen. Versprochen!

Allgemeines: Stolzenfels gehört seit 1969 zur Stadt Koblenz. Zuvor hieß der Ort Kapellen-Stolzenfels. Im November 2006 hatte Koblenz-Stolzenfels ca. 400 Einwohner. Stolzenfels liegt auf der linken Rheinseite gegenüber von Lahnstein, wo die Lahn in den Rhein mündet. Oberhalb des Ortes liegt Schloss Stolzenfels. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen am Mittelrhein gehört der ‚Rhein in Flammen’ mit Großfeuerwerken und Schiffskonvoi, zu dem zwischen Spay und Koblenz jährlich am 2. Samstag im August eingeladen wird. Sehr informativ sind die ehrenamtlich erstellten und gepflegten Internetseiten unter www.stolzenfels.de.

Anlaufstellen:

Katholisches Pfarramt Stolzenfels St. Menas, Waldweg 3, 56075 Koblenz-Stolzenfels, Telefon 0261 53779;                                                                                                                                   Tourist-Information Rathaus, Jesuitenplatz 2, 56068 Koblenz, Telefon: 0261 130920 (Auskunft und Zimmernachweis), E-mail: info-jesuitenpl@touristik-koblenz.de

Übernachtung:                                                                                                             Jugendherberge Festung Ehrenbreitstein, Tel: 0261 972870, Fax: 0261 9728730, E-Mail: koblenz@diejugendherbergen.de, U/F ab 17,– Euro;  Ferienwohnung U. Bannert, Rhenser Straße 44/46, 56075 Koblenz-Stolzenfels, Telefon 0261 51890, E-Mail:  contact@fewo-koblenz.de, Ü/F für 2 Personen Euro 49,- (Sonderpreis mit Pilgerpass)

Auf der anderen Rheinseite also, in Lahnstein-Oberlahnstein an der Hospitalkapelle, haben sich die Jakobuspilger in früherer Zeit gesammelt, um ein Stück des gefährlichen Weges gemeinsam entlang des Rheins, durch Frankreich und Spanien bis nach Santiago de Compostela zurückzulegen. Und so mancher Pilger wird nicht den direkten Weg nach SdC gewählt haben, sondern so, wie es üblich war, auch die großen Wallfahrtsorte entlang oder nahe des Weges aufgesucht haben. Und so ist es eigentlich naheliegend, dass der Jakobspilger aus dem Osten an der Lahn entlang bis zum Rhein und dann weiter nach Trier, zum einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen, das des Heiligen Matthias, gepilgert ist.

Wir starten unseren Mosel-Camino hier in Stolzenfels, wo der historische Pilger seinen Marsch begann, nachdem er sich über den Rhein setzen ließ und wo auch heute in den Sommermonaten regelmäßig Fähren verkehren. Da, wie auf dem sehr individuell gestalteten Fahrplan am Rheinufer so schön geschrieben steht, „aufgrund betrieblicher Abläufe … kurzfristige Fahrplanänderungen möglich“ sind, empfiehlt es sich, sich zuvor unter http://www.faehre-lahnstein.de/ oder unter den Telefonnummern 02621 3691 bzw. 0171 8048963 zu informieren. Sollten Sie von Koblenz anreisen, empfiehlt es sich, ab Hbf (Vorplatz) die VRM-Buslinie 650 zu benutzen; in 10 Minuten (laut Fahrplan!) in Stolzenfels (Fahrplan: http://www.vrminfo.de/vrm/pdf/verbundfahrplan_06/koblenz/650.pdf). Telefonische Auskunft unter 0261 17383 des Kundencenter Koblenz der Rheinhunsrückbus GmbH.

Mosel-Camino

Im Ort Stolzenfels ist der Weg hinauf zum Schloss gut beschildert. Eine Viertelstunde lang geht es teilweise recht steil auf asphaltierter Strecke nach oben. Aber der Weg lohnt sich: das heutige, neugotische Schloss Stolzenfels ist eines der herausragendsten Werke der Rheinromantik. Zur Zeit ist es noch durch ein Tor zu erreichen. Aber eine 2007 errichtete Holzbrücke wird den Weg in absehbarer Zeit abkürzen. Wegen Bauarbeiten war sie im August 2007 noch nicht frei gegeben.

Hier, im Bereich der Lahnmündung, trafen sich die drei größten Machtbereiche des Mittelalters: Mainz, Trier und Köln. Und nachdem 1232 der Mainzer Erzbischof auf der rechten Rheinseite Lahneck erbauen ließ, errichtete der Trierer Erzbischof Arnold II. von Isenburg auf der gegenüberliegenden Flusssseite in den Jahren 1242 bis 1259 die Burg Stolzenfels als Zollburg. Ende des 14., Anfang des 15 Jhs. wurde die Burg mit einem Wohnturm und dem rheinseitigen Palas erweitert. Die Bedeutung als Zollburg verlor Stolzenfels schon bald an die rheinabwärts gelegene Burg Kunostein. Im 30jährigen Krieg sah Stolzenfels die Schweden und dann die Franzosen als Besetzer, um dann 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den Franzosen zerstört zu werden. Die Ruinen verfielen, und rund 150 Jahre später machte die Stadt Koblenz als Eigentümer die Burg dem preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm zum Geschenk. Dieser war nicht sonderlich begeistert, nahm er doch das Geschenk aus dem Jahre 1815 erst nach seiner Hochzeit im Jahr 1823 an.

Die großen Architekten und Namen seiner Zeit beauftragte Friedrich Wilhelm IV. mit den Arbeiten rund um Stolzenfels. So ließ er zwischen 1826 – 1830 von dem Architekten Johann Claudius Lassaulx die neuromanische Pfarrkirche St. Menas in Stolzenfels errichten. Gleichzeitig wurde die Burg als Sommersitz wieder aufgebaut. Bis 1842 entstand mit Plänen von Karl Friedrich Schinkel (ab 1839 unter der Leitung von Friedrich August Stüler) das heutige Schloss. Unverkennbar ist Schinkels romantischer Stil. Die Umgebung des Schlosses, wie zum Beispiel der romantisierende Turnierplatz, gestaltete der Gartenarchitekt Peter Joseph Lenné. Die Wohnräume wurden mit wertvollen Möbeln und Gemälden ausgestattet, und am 14. September 1842 zog König Friedrich Wilhelm IV. mit seiner Begleitung, alle in historischen Kostümen gekleidet, ein. 1843 wurde die Klause als Personalwohnung an der Auffahrt durch Carl Schnitzler fertiggestellt. Auch nach Plänen Schnitzlers entstand 1845 die Kapelle.

Wenn Sie sich für mehr Details des Schlosses interessieren, finden Sie im Internet unter http://www.marcus-frings.de/stolzenfels/ eine Präsentation des baulichen Zustandes von 1845. Der Förderverein Schloss Stolzenfels baut derzeit eine interessante Internetseite unter www.schloss-stolzenfels.de auf.

Führungen durch das Schloss finden von Januar bis November jeweils von 10:00 bis 17:00, bzw. 18:00 Uhr (im Sommer) statt. Im Dezember und am jeweils ersten Werktag der Woche ist das Schloss geschlossen. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 2,60 Euro.

Nach der Besichtigung des Schlosses führt uns der Mosel-Camino nach links weiter hinauf auf die Hunsrück-Höhen. Die Beschilderung ist etwas verwirrend. Folgen Sie auf dem ‚Pastorenpfad’ zunächst dem Pfeil in Richtung ‚Merkurtempel’, später den Hinweisen zum ‚Schüllerhof’. Der Weg  und auf die Augustahöhe führt zwar auch zum angestrebten Rheinhöhenverbindungsweg ‚RV’ und bietet oben ein schöne Aussicht, um sich vom Rheintal zu verabschieden, ist aber ein Umweg.

Der Pastorenpfad hat im Übrigen seit dem 18. Jh. seinen Namen. In dieser Zeit mussten sich Waldesch und Stolzenfels einen Pfarrer teilen, der immer am Sonntag zwischen den Orten hin- und herpendelte.

Etwa 1 km nach dem Schüllerhof gelangen Sie zum Merkurtempel. Ganz in der Nähe verlief die römische Straße von Koblenz nach Trier, deren Verlauf die Hunsrückhöhenstraße in weiten Zügen folgt. Und nicht weit weg von dieser Straße bauten die Römer ganz in der Nähe des Koblenzer Kastells eine Siedlung und einen Tempel, der dem Merkur und der gallisch-keltischen Göttin Rosmerta geweiht war. Die Grundmauern lassen noch heute die Abmessungen deutlich erkennen.

Hier oben, ganz in der Nähe des Tempels, steht eine Schutzhütte, die zu einer ersten Rast einlädt. Schließlich ist hier der längste Anstieg des Tages gemeistert.

Weiter geht es auf dem Pastorenpfad in Richtung Waldesch. Wenn Sie oberhalb von Waldesch aus dem Wald herauskommen, sehen Sie auf der anderen Seite des Tales den auffallend hohen Sendemast des Südwestrundfunk-Senders Koblenz, links davon eine erhöhte Baumgruppe. Dies ist die Richtung, die Sie grundsätzlich einschlagen müssen. Gehen Sie einfach auf dem Rheinhöhenweg (‚R’) am Waldrand entlang, bis zur stark befahrenen Hunsrückhöhenstraße (B 327). Unten angekommen wenden Sie sich auf dem Fahrradweg nach links, überqueren einen Parkplatz und die Landstraße, und von dort nach Hünenfeld. Hier überqueren Sie die Hauptstraße, folgen also an der Kreuzung der beiden Radwege nach Rhens bzw. Waldesch weiter dem ‚R’ am Stromverteilerhaus vorbei hinauf in den Wald in Richtung der erhöht liegenden Baumgruppe. Dies ist der Bruder-Tönnes-Hügel, eines der Wahrzeichen des Hunsrück. Es handelt sich um ein Fürstengrab aus der Hallstattzeit, ca. 1.000 bis 500 vor Christus. Leider ist der Hügel heute gesperrt, die Gefahr, dass die teilweise über 200 Jahre alten Buchen umstürzen könnten, ist zu hoch.

Vor dem Hügel wenden Sie sich nach links; schon bald begegnen Ihnen die ersten Wegmarkierungen mit des Rheinhöhenverbindungsweges (‚RV’), danach des Moselhöhenverbindungsweges (‚MV’). Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn die Markierungen nicht ganz eindeutig sind. Der Weg führt über einen Parkplatz, zur Zeit unserer Begehung besetzt mit Dauer-Wohnmobilistinnen des ältesten Gewerbes der Welt, und überquert die Hunsrückhöhenstraße in Richtung Naßheck. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Weiler, nahe der BAB 61 gelegen, in dessen unmittelbarer Nähe sich der besagte SWR-Sender befindet. 280 m ragt der abgespannte Stahlfachwerkmast in die Höhe. Somit ist dieser 1964 errichtete Sendemast mit einem Querschnitt von 2×2 m² und einem Gewicht von etwa 200 t das zweithöchste Bauwerk in Rheinland-Pfalz.

Nachdem Sie die Senderanlagen passiert haben, halten Sie sich nach wenigen Metern bei der Gaststätte der Reitschule Naßheck nach links zur Autobahnbrücke über die BAB 61. Ein paar Minuten führt der Weg nun an der Autobahn entlang zur Raststätte Bundesautobahn-Tankstelle und –Raststätte ‚Mosel West’, um dort nach links in den Wald hineinzuführen. Die Wegmarkierung ist jetzt ein weißes ‚M’ für Moselhöhenweg. Vielfach sind auch kleine grüne Tafeln mit dem ‚M’ angebracht. Bald hat uns die Ruhe wieder!

Mitten im Wald überrascht Sie noch einmal ein kurzes, dafür aber auch um so steileres Wegstück, dann geht es aber immer bergab in Richtung Mosel nach Alken mit seiner Burg Thurant.

Bald erreichen Sie einen Wegweiser zur Wallfahrtskirche auf dem Bleidenberg. Zwar führt der Moselhöhenweg schon hier nach unten in den Ort, Sie sollten trotzdem aber noch den kleinen Abstecher zur Dreifaltigkeitskirche machen und den herrlichen Blick auf Burg Thurant und das Moseltal genießen. Bei gutem Wetter können Sie auch gleich an der Wallfahrtskirche nach Alken absteigen. Seit 1250 ist die Dreifaltigkeitsprozession von Oberfell auf den Bleidenberg belegt, muss aber schon sehr viel älter sein, denn die frühromanische Kapelle als Vorgängerbau wurde 1246 zerstört. Heute sehen Sie eine dreischiffige, gotische Basilika mit einem achteckigen Chor.

Von hier oben sind es lediglich 800 m bis hinunter in den Ort Alken. Und bergab bei schönem Wetter durch den Weinberg ist auch kein Problem. Schon im 16. Jh. haben reiche Alkener Bürger an diesem Weg Fußfallstationen (Kreuzweg) gestiftet und errichten lassen. Bergauf ist es sicher im wahrsten Sinne des Wortes ein Leidensweg, bergab mit ein wenig Vorsicht ein besonderes Erlebnis.

Beim Abstieg begleitet Sie der Blick auf Burg Thurant oberhalb von Alken. Sie gehört zu den Spornburgen, d.h. die Burg wurde auf einem Bergsporn, in diesem Fall aus Schiefer, errichtet. Die Erzbischöfe von Köln und Trier waren seit dem 13. Jh. gemeinsame Eigentümer der Burg, wie auch der Orte Alken und Oberfell. Jede Burghälfte besaß deshalb einen eigenen Eingang, eigene Wohn- und Wirtschaftsgebäude und einen eigenen Bergfried. Mit Beginn des 16. Jhs. verlor die Doppelburg ihre Bedeutung, verfiel allmählich und wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. Anfang des 20. Jhs. kam sie in Privatbesitz, wurde teilweise wieder aufgebaut und kann heute ganzjährig gegen Entgelt besichtigt werden. Ein besonderes Schmankerl ist die Ferienwohnung innerhalb der Burganlage – nähere Informationen im Internet unter www.thurant.de.

Alken

Allgemeines: Alken gehört zur Verbandsgemeinde Untermosel im Landkreis Mayen-Koblenz und Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Einwohnerzahl belief sich am 30.06.2006 auf 667.

Anlaufstellen:

Katholisches Pfarramt St. Michael, Oberstraße 44, 56332 Alken, Telefon 02605-952095, E-Mail: pfarramt-alken@t-online.de;                                                                                                             Verkehrsverein Alken e.V., Moselstraße 4, 56332 Alken, Altes Rathaus, Öffnungszeiten April bis Oktober Mo – Frei 15:30 – 17:30 Uhr, Telefon 02605-8997, E-Mail: info@alken-mosel.de

Übernachtung:                                                                                                                                 In Alken ist es nicht schwer, eine Übernachtungsmöglichkeit für unter 50,- Euro im Doppelzimmer mit Frühstück zu finden. Wenden Sie sich einfach an die Touristen-Information oder rufen Sie im Internet die Seite www.alken.de auf.

Herausragendes Kleinod in Alken ist die St. Michaels-Kirche, urkundlich erwähnt erstmals 1015 und somit wohl eine der ältesten Kirchen an der Mosel. Die Erscheinung des Erzengels Michael soll zum Bau der Kapelle geführt haben, die im Jahr 1296 das Recht erhielt, Ablässe zu gewähren. Wenn Sie die Treppe zur Kirche hinaufgestiegen sind, entdecken Sie hinter den schmiedeeisernen Gittern Skelettteile. Wurde mal wieder der Platz auf dem Friedhof knapp, lagerte man die Skelette im geweihten Raum unter der Kirche. Die jüngsten Knochen stammen aus dem 16., die ältesten aus dem 14. Jh.. Ursprünglich war die Michaelskirche gänzlich mit Fresken versehen, davon sind nicht alle erhalten. Das Fresko ‚Christus als Weltenrichter’ ist wohl um 1350 entstanden und in den Originalfarben erhalten. Der Hochaltar stellt die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige dar, der als Seitenaltar im Jahr 1987 aufgestellte Michaelsaltar stammt aus dem Barock und stand seit 1849 in der damals neu eingeweihten Pfarrkirche. Ein weiteres Tryptichon zeigt links und rechts den Heiligen Nikolaus (Patron der Schiffer) und den Heiligen Urban (Patron der Winzer) sowie in der Mitte den Märtyrer Stephanus und die Evangelisten Markus und Matthias.

Ein kleiner Rundgang durch den Ort führt Sie vorbei an weiteren Sehenswürdigkeiten: der Laacher Hof, erbaut 1093 und heute im Besitz einer Winzerfamilie, ist das älteste Gebäude in Alken. Die Stadtbefestigung mit dem Zoll- und Signalturm stammt aus den Jahren um 1256, heute wird es als Hotel und Gaststätte genutzt. Das Fallertor war das Haupttor der Stadtbefestigung, und das Malteserhaus gehört zu den ältesten Bauwerken – die Jahreszahlen 1093 und 1772 sind noch im Boden der Toreinfahrt zu erkennen. Auf dem Weg zum Schloss Wiltburg kommen Sie an wunderbar erhaltenen Fachwerkhäusern des 15. Jhs. vorbei. Die Wiltburg schließlich war das Burghaus der Trierer Erzbischöfe, bis die Familie Wiltberg es um 1350 zum Wiltberger Schloss ausweitete. Schließlich finden Sie in der ‚neuen’ Pfarrkirche St. Michael (1849 erbaut) wertvolle Altäre und Skulpturen aus der Zeit des Barock.

Es empfiehlt sich, in Alken in einer der preiswerten Pensionen zu übernachten. Sollten Sie jedoch die Jugendherbergen in Koblenz oder Cochem bevorzugen, erreichen Sie über eine Brücke auf der anderen Moselseite den knapp 3 km entfernt liegenden Bahnhof Löf.

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