Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Schlagwort: sehr geehrter herr (Seite 1 von 2)

Ein Bericht von den spanischen Jakobswegen

 

Vielen, vielen Dank für den Bericht, den ich gerne in den nächsten Tagen anonymisiert hier veröffentliche. Bitte beachten Sie, dass Tagebuch und die vielen Tipps geistiges Eigentum des Autors sind und eine Verwendung nur mit seiner Erlaubnis gestattet ist. Einen Kontakt zu ihm stelle ich gerne her.

 

Sehr geehrter Herr Schäfer,

hier noch mein Bericht vom vergangenen Jahr z.K.

VG

Ihr

 

—– Original Message —–

From:

To:

Sent: Sunday, November 30, 2008 2:49 PM

Subject: Camino – und – schon jetzt ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest

Liebe Frau

beigefügt erhalten Sie meinen versprochenen persönlichen Bericht über den Jakobsweg. Für mich ist der Camino eine einzige "Offenbarung". Jede(r) Pilger(in) zieht die Menschen an, die sie/er braucht. Ich hatte wundervolle Begegnungen und mit den wichtigsten Menschen stehe ich nach wie vor in regelmäßigem Kontakt.

Eine Pilgerschaft zu einer der größten Wallfahrtstätten der Christenheit – Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela – war einstmals aufwändiger als heute und dazu noch sehr gefährlich, obwohl die Pilger, die ein von weitem sichtbares Pilgerzeichen trugen, durch den Pilgerfrieden geschützt waren.

Unsere nächste Generation zahlt für die Fehler der abgehobenen Politiker und Wirtschaftsführer, die sich gottgleich fühl(t)en und entsprechend darstell(t)en, aber nichts für das Volk/die Belegschaft bewegt haben. Ein sinnvolles Korrelativ aufzubauen und lange zu bewahren ist äußerst schwierig; die Masse der Menschen lernt einfach nichts auch gar nichts aus der Geschichte.

Dabei wird nichts so sehr gefürchtet wie die Meinung unabhängiger Menschen, weshalb wir mehr für unsere Unabhängigkeit tun sollten. Die Unabhängigkeit setzt aber Bescheidenheit voraus, wofür viele Menschen nicht bereit sind. Somit versklaven sie sich über ihre Bedürfnisse selbst.

Auf dem Jakobsweg würde so mancher Egomane lernen, dass nur das wichtig ist, was er/sie tragen kann. Somit würde jeder unnötige Ballast vermieden.

Von Herzen wünsche ich Ihnen ruhige besinnliche Stunden, um bald – Weihnachten steht ja vor der Tür – innere Einkehr halten zu können.

Ihr 

Rückmeldung zu Unterkünften an der Via Jutlandica

 

Vielen herzlichen Dank für diese Nachricht:

Sehr geehrter Herr Schäfer,

meine Mutter war so begeistert von meinen Erfahrungen vom Januar 2009, dass sie im Juni die Etappe Krusa-Stafstedt gelaufen ist. Sie gab mir einen weiteren Unterkunftstipp: Auf dem Stück von Rendsburg nach Hohenweststedt sind die Unterkünfte ja etwas rar gesäht. Sie fand aber in Spannan eine sehr schöne Unterkunft: Historisches Landhaus Spannan, Inh. Wilma Schirakow, Spannan 12, 24808 Spannan/Jevenstedt – an der B77, Telefon 04875 301, Telefax 04875 533, E-Mail info@spannan.de, Internet www.spannan.de.

Vielleicht können Sie diese Unterkunft ja in ihrem Pilgerführer berücksichtigen, dann wäre eine Etappe Rendburg-Spannan und die nächste Spannan-Hohenweststedt. Sonst hat man ja das Problem in Stafstedt mit der fehlenden Unterkunft.

Ich werde dann im Januar 2010 meinen Weg fortsetzen und sehen, wie weit ich von Rendsburg aus komme.

Nochmals vielen Dank für ihre tolle Arbeit.

Update Rhein-Camino 3. Auflage von Februar 2009

 

Achtung: hier kommt schon ein Update zur im Februar 2009 erschienenen 3. Auflage des Pilgerführers “Ein Jakobsweg von Neuss über Köln nach Koblenz-Stolzenfels – Ein Pilgerwanderführer für den Rhein-Camino Teil 1”. Ich habe die Hinweise eines Lesers falsch verstanden – und somit hat die Missverständnis Eingang in die Neuauflage gefunden. Hier die Richtigstellung, wieder von dem Hinweisgeber:

Sehr geehrter Herr Schäfer,
…  Wie ich sehe, haben Sie meine Hinweise eingearbeitet. Allerdings ist dies in beiden Fällen nicht ganz korrekt geschehen:
Der Abzweig nach Rheinbreitbach ist schon am Weingut, nicht erst oben am Simrock-Haus. Ich habe nur geschrieben, dass die Ausschilderung dort hoch weist. Das Simrock-Haus liegt malerisch am Hang, ist aber als Privatbesitz leider nicht zugänglich. Der Wanderweg heißt korrekt "Literarischer Simrock-Freiligrath-Weg". Am Pferdehof hinter dem Internat ist die Ausschilderung wieder vorhanden. Nur nicht am Weingut. Da fehlt das Schild in Richtung Rheinbreitbach. Darüberhinaus noch ein kleiner Hinweis: In Unkel heißt der Straßenname Karl-Simrock-Straße, in Rheinbreitbach nur Simrockstraße. Oder umgekehrt. So genau habe ich es nicht mehr in Erinnerung. Jedenfalls ist es nicht ganz gleich.
Beim Herresdorfaltar ist die "Männerseite" vom Betrachter aus gesehen natürlich die linke und nicht die rechte Seite. Denn die Zuordnungen rechts für Männer und links für Frauen gelten hier aus der Sicht des Altaraufbaus, nicht aus Betrachtersicht.
Mit freundlichen Grüßen

„Petition Vaticanum2“ geht in die 2. Woche

 

ENGLISH VERSION SEE BELOW

Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr,

die Petition „Für die uneingeschränkte Anerkennung der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils“ – mittlerweile in 10 Sprachen übersetzt – ist jetzt nach gut einer Woche auch international schon ein voller Erfolg. Auch in den Medien waren wir schon sehr präsent. Es geht nicht nur um Weihbischof Williamson und die Holocaust-Leugnung, sondern um die volle Anerkennung des Zweiten Vatikanums. Gerade jetzt in der Phase der Beschwichtigung ist unsere positiv gerichtete Petition besonders wichtig.

Schneeballeffekt nutzen

Nach Verbesserung der EDV-Technik möchten wir jetzt auch international einen
Schneeball-Effekt initiieren. Bitte weisen Sie in Ihrem Umfeld (Hochschule,
Gemeinde, Bekannten- und Freundeskreis) noch einmal möglichst viele Personen
auf die Petition hin
und bitten diese, ebenfalls sie weiterzuempfehlen.

Auf vielen Webseiten, wie z.B. www.kfd.de, www.kath.ch, www.vkpf.de und www.pfarrbriefservice.de ist die Petition schon verlinkt. Geben Sie einmal "petition konzil" bei Google ein, dann sehen Sie, wie schnell sich unsere Petition in der ersten Woche schon verbreitet hat.

Publik-Forum-Dossier bestellbar

Am 13. Februar erscheint ein 16-seitiges Publik-Forum-Dossier "Wir sind nicht Papst" www.publik-forum.de mit unserer Petition auf der Rückseite. Größere Mengen des Publik-Forum-Dossiers bitte bis möglichst Montag 9. Februar 2009 vorbestellen .

Auch das März-Heft des österreichischen "Kirche In" wird die Petition enthalten.
In der Süddeutschen Zeitung vom 7. Februar haben wir im Feuilleton auf Seite 18 eine Anzeige zur Petiton in DIN A4-Größe geschaltet. Jetzt hoffen wir sehr auf Spenden zur Deckung der hohen Kosten.

Spendenaufruf

Weisen Sie bitte immer auch auf unser Spendenkonto zur Finanzierung der Öffentlichkeitsarbeit, Anzeigen und EDV-Technik hin.

www.petition-vaticanum2.org/pageID_7374805.html

Unterschriftslisten für handschriftliche Eintragungen
gibt es jetzt auch unter www.petition-vaticanum2.org. Diese bitte möglichst bald zurücksenden an die Kontaktadressen in Deutschland, Österreich und der Schweiz! Einen festen Zeitplan, wie lange die Petition laufen soll, gibt es noch nicht. Mögliche Stationen für die Präsentation von (Zwischen-)Ergebnissen könnten sein die Vollversammlung der Deutschen BischofsKonferenz vom 2.-5. März in Hamburg sowie international der vierte Jahrestag der Papstwahl am 19. April 2009 im Rom.

Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Peter Hünermann
unter dem Thema "Quo Vadis?" zu den sich aus den aktuellen Ereignissen in Rom ergebenden theologischen und kirchenpolitischen Fragen am Montag, 9. Februar 2009 um 20:15 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen (Hörsaal des Theologicums, Liebermeister Str. 12).

Referent(Inn)en-Pool
Um das Wissen um das Zweite Vatikanische Konzil gerade jetzt zu vertiefen, vermitteln wir gerne Referent(inn)en für Diskussionsveranstaltungen. Wer kann sich als Referent(in) zur Verfügung stellen? Wer sucht Referent(inn)en? Wo werden Veranstaltungen organisiert? Angebote, Nachfragen und Termine bitte an die E-Mail-Adresse bildung@petition-vaticanum2.org.

Da wir immer wieder danach gefragt werden:
Wir nennen – zumindest derzeit – bewusst keine Zahlen, damit wir nicht an den 2,5 Millionen Unterschriften des Kirchenvolksbegehrens 1995 gemessen werden. Qualitativer Vergleichsmaßstab (sichtbar an den angegebenen Titeln und Funktionen) ist die Kölner Erklärung vor genau 20 Jahren, und die Anzahl ihrer Unterzeichner(innen) haben wir mit den heutigen elektronischen Kommunikationswegen innerhalb einer Woche schon um ein Vielfaches überholt.

Mit herzlichem Dank für Ihre große und nachhaltige Unterstützung
C h r i s t i a n   W e i s n e r
"Petition Vaticanum2"
Tel. +49 (0)8131-260 250 oder mobil +49 (0)172-518 40 82
Fax: +49 (0)8131-260 249
E-Mail: presse (at) petition-vaticanum2.org
Homepage: www.petition-vaticanum2.org
BITTE UNTERSTÜTZEN SIE DIESE PETITION AUCH DURCH IHRE SPENDE!
Sonderkonto "Petition" 18 222 001— BLZ 400 602 65     (Darlehnskasse Münster e.G.)
Für Überweisungen aus dem Ausland:
SWIFT-BIC: GENODEM1DKM — IBAN: DE77 4006 0265 0018 2220 01

++++++++++++++++++++++++

ENGLISH VERSION

Dear friends,

The Petition "For the full recognition of the decrees of the Second Vatican Council" is now available in 10 languages and has become a great international success within only one week. This Petition emphasises not only the Auxiliary Bishop Williamson and his denying of the Holocaust, but the full recognition of the decrees of the Second Vatican Council. Especially now, this positive approach of the Petition is getting more and more important, as several authorities are now trying to downplay this scandal.

Having continuously improved our IT-system and our website, we are now aiming at an international snowball effect.

So may we ask you to forward this petition to as many people as possible (at work, university, church community, friends and relatives) and ask them to forward it as well.

Please donate: For financing our media work, advertisments and IT-system we need financial support. Please, do also point out this fact to your friends.

www.petition-vaticanum2.org/pageID_7374805.html

Many thanks for your strong and enduring support.
C h r i s t i a n   W e i s n e r
"Petition Vaticanum2"
Tel. +49 (0)8131-260 250 oder mobil +49 (0)172-518 40 82
Fax: +49 (0)8131-260 249
E-Mail: presse (at) petition-vaticanum2.org
Homepage: www.petition-vaticanum2.org

PLEASE DONATE TO OUR SPECIAL ACCOUNT "PETITION":
SWIFT-BIC: GENODEM1DKM — IBAN: DE77 4006 0265 0018 2220 01

Und hier noch einen Hinweis zum Rhein-Camino

 

Sehr geehrter Herr Schäfer,

ein Dankeschön für die Einladung nach Braunfels. Allerdings werden wir wohl nicht kommen können, da Braunfels für uns als Nordrheinländer doch zu weit entfernt ist.

Meine Frau und ich verfolgen auf Ihrer Homepage mit großem Interesse das Gedeihen Ihrer Projekte und ganz besonders natürlich den Fortgang der Arbeiten um Unkel und Rheinbreitbach. Zur Rheinbreitbacher Leonharduswallfahrt bin ich noch auf einen interessanten Titel im Neuwieder Heimatjahrbuch gestoßen, den Sie vielleicht einsehen sollten.

http://www.rlb.de/cgi-bin/wwwalleg/vollanz.pl?db=ropac02&shownums=236657&back=logmaske.pl

Es grüßt Sie herzlich

Jürgen

 

Ein Jakobsweg von Neuss über Köln nach Koblenz-Stolzenfels – Der Pilgerwanderführer für den Rhein-Camino, 6. Etappe Bad Honnef – Bad Hönningen über Rheinbreitbach, Unkel und Linz

Rückmeldung zur Via Jutlandica vom 03.08.2008

 

Sehr geehrter Herr Schäfer,

Als Jakobspilgerin habe ich mich über Ihr Buch sehr gefreut und auch sofort begonnen auf den von Ihnen beschriebenen Wegen in Norddeutschland zu wandern.

Dazu muss ich sagen, dass ich in Glückstadt an der Elbe wohne und die Gegend recht gut kenne. Daher möchte ich Sie auf einige Unstimmigkeiten aufmerksam machen.

Die 2. Etappe Handewitt Süderschmedeby ( Seite 36 -42 ) ist sehr schlecht markiert, besonders die Strecke aus dem Hansewitter Forst in die Gartenstadt  Weiche und dann fehlt die Markierung für den Einstieg auf den von Ihnen als Margeritenweg bezeichneten Weg parallel zur Bahnlinie. Verfehlt man nämlich diesen Einstieg muss man entlang der Bundesstraße laufen, was lebensgefährlich ist.

Außerdem wäre es hilfreich, wenn Sie angeben, dass man ca.1 km aus Oeversee hinausgehen muss, um das Österreicher – Denkmal zu sehen.

Für die 4.Etappe Schleswig – Kropp erwähnen Sie nicht, dass man über das Privatgelände der alten Selker Mühle und am Fischteich entlang zum Hohlweg wandern muss. Auf diesem Teilstück fehlen für den Einstieg auch Markierungen.

Ich habe noch zwei wichtige Anmerkungen:

Die Pensionsinhaber hatten keine Ahnung, dass sie in Ihrem Buch erwähnt wurden, sodass sie mich um Ihre E-Mailadresse gebeten haben.

Und ganz wichtig! man kann nicht auf dem Stördeich von Itzehoe nach Glückstadt gehen. er befindet sich in Privatbesitz und ist  vielerorts durch Stromzäune in Parzellen abgetrennt, weil Schafe und Vieh darauf weiden.
Neben der Kirche in Neuendorf ist auch die in Borsfleth ( das ist der Ort vor Ivenfleeth) von geschichtlicher Bedeutung. Es gibt sogar eine Dorfchronik.

Und zum Schluss möchte ich Ihnen sagen, dass die Wegmarkierung unterhalb der Störbrücke sinnlos ist, denn man kann an dieser Stelle nicht auf den Deich. Dort laufen  zur Zeit Zuchtbullen herum.

Ich hatte trotzdem viel Freude nach Ihrer Beschreibung zu wandern. Ich war mit zwei Hunden unterwegs und habe bei den von Ihnen angeführten Adressen Unterkunft gefunden.

Landschaftlich war meine 5tägige Tour herrlich.Als schönste Teilstrecken erlebte ich den Weg durch das Noor und auf den Binnendünen des Ochsenweges.

Ich wünsche Ihnen weiterhin Bon camino! und viel Erfolg! Liebe Grüße von XY, Jakobspilgerin.

 

Ein Hinweis in eigener Sache: Ich freue mich über jede Rückmeldung und Korrektur der Pilgerwanderführer. Bitte schreiben Sie mir doch mit hinein, ob ich Ihren Namen veröffentlichen darf. Ohne Hinweis nehme ich grundsätzlich die Namen heraus. Vielen Dank!

Und hier ist meine Antwort auf die eMail:

Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung, liebe Frau XY!

Darf ich diese an Fred Hasselbach von der Norddeutschland-Sektion der Deutschen Jakobusgesellschaft weiterleiten? Er hat die "Via Jutlandica" mit viel persönlichem Einsatz initiiert und dann auch markiert. Sie finden Details auf der Internetseite www.via-jutlandica.de.

Es ist nun so, dass man irgendwann einmal so einen Tunnelblick beim Schreiben bekommt und dann nicht mehr weiss, ob es rechts oder links herum geht. Von daher würde ich mich gerne mit ihm austauschen und schauen, ob die Markierungen vielleicht tatsächlich fehlen oder von mir ganz einfach Fehler in der Beschreibung gemacht wurden.

Einer dieser Fälle ist die Selker Mühle. Bei "Krause" und bei allen anderen Autoren für den E 1 ist sie erwähnt – nur mir einfach durchgegangen. Wird aber in der nächsten Auflage korrigiert.

Genannte Pensionsbesitzer sind natürlich alle angeschrieben bzw. antelefoniert worden. Da ist das Gedächtnis dann wohl etwas kurz. In einem Fall wird jedoch völlig umgebaut (zumindest komplett 2008), dort gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit mehr – aber der Besitzer hatte zugesagt, die Pilger persönlich weiterzureichen, deshalb habe ich sie dringelassen.

Jaaa, Stördeich! Wie im Pilgerwanderführer beschrieben ist die Straße auch nicht besonders prickelnd. Zum Zeitpunkt meiner Begehung musste ich mehrfach beiseite springen und habe dann lieber den Weg auf der Deichkrone gewählt und mir schon einige böse Rückmeldungen der Besitzer bis heute eingefangen. Allerdings hatte ich es auch nur mit Schafen zu tun – wenn Grossvieh oben weidet oder eine Pilgerin mit Hund kommt, sieht es natürlich noch einmal anders aus. Da lasse ich mir für die nächste Auflage etwas einfallen.

Alle anderen Punkte habe ich im Skript schon korrigiert – herzlichen Dank im Namen aller Jakobspilger auf der Via Jutlandica.

Schöne Grüsse ins wunderschöne Glückstadt aus dem sonnigen Weilburg an der Lahn,

Ihr Karl-Josef Schäfer

Rheincamino

 

Ohne Ihre Mithilfe, liebe Leser, kann ich meine Pilgerwanderführer nicht schreiben. Ich freue mich über jeden Tipp zu bereits verlegten und zu den in Arbeit befindlichen Pilgerführern. Vielen, vielen Dank für alle Ihre Anregungen und besonders an den Schreiber der Zeilen zwischen dem 25. und 27. Juni 2008.

Sehr geehrter Herr Schäfer,

vielen Dank für die schnelle Reaktion und das Aufgreifen meines Vorschlags. Der neue Wegeverlauf, den ich mir schon auf Ihrer Seite angesehen habe, bietet jetzt die Möglichkeit, Unkel zu besuchen. Sie gehen jetzt ja auch über Rheinbreitbach. Das finde ich auch passend, denn in Rheinbreitbach wird in einer sehr alten Kapelle eine Reliquie des hl. Leonhard verehrt, der an einem der französischen Jakobswege begraben liegt. Sein Grab ist eine Station an der Via lemovicensis: St. Leonard de Noblat.

Meine Frau und ich hatten das Glück, einmal dort gewesen zu sein. Hier habe ich einen interessanten Hinweis dazu:

http://www.fernwege.de/f/jakobsweg/via-lemovicensis/014/index.html

Dort ist zu lesen, dass der hl. Leonhard oft zusammen mit dem hl. Jakobus dargestellt wird. Also wieder eine Beziehung zum Jakobsweg. Es ist doch erstaunlich, wie man immer wieder darauf stößt. Die Pilger haben unsere abendländische Kultur mitgeprägt. Vielleicht ist die Reliquie in Rheinbreitbach ja von einem Jakobspilger heimgebracht worden?

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende

Rheincamino2

 

Und gleich am nächsten Tag kam schon der nächste Hinweis:

Sehr geehrter Herr Schäfer,

zu meiner E-Mail mit dem Hinweis auf Unkel möchte ich noch eine Ergänzung geben. Anhand Ihrer jetzt eingestellten Karten habe ich gesehen, dass Sie den Weg auf der 6. Etappe (Bad Honnef – Bad Hönningen) in einem Bogen weiträumig um Unkel herumführen möchten. Dazu von mir ein Verbesserungsvorschlag. Wenn Sie am Auge Gottes nicht dem alten Rheinhöhenweg, sondern dem neuen Rheinsteig folgen, führt Sie ein wunderschöner Weg direkt zum Ortsrand von Unkel. Von dort sind es nur wenige hundert Meter zur Pfarrkirche mit dem Pilgeraltar. Ein kurzer Anstieg am Unkeler Wasserfall, der mit einem bezaubernden Blick auf das Rheintal belohnt wird, bringt Sie schnell über Orsberg wieder auf den von Ihnen geplanten Weg. Immer noch folgen Sie dabei dem Rheinsteig, der zwischen dem Auge Gottes und Orsberg kaum länger als der alte Rheinhöhenweg ist.

Bitte fassen Sie diese Hinweise nicht als Kritik an Ihrem Vorhaben auf. Unkel und seine Umgebung sind uns aus vielen Besuchen und Wanderungen sehr vertraut. Ich würde mich daher freuen, wenn meine Anregung für Sie von Nutzen sein könnte.

Für Ihre schöne Arbeit wünsche ich Ihnen viel Freude und alles Gute

Wo er Recht hat, hat er Recht!

 

Gestern am späten Nachmittag erreichte mich folgende eMail:

Sehr geehrter Herr Schäfer,

die Idee, einen Pilgerwanderführer über einen Jakobsweg von
Koblenz-Stolzenfels nach Trier zu veröffentlichen, kann man nur begrüßen.

Leider, so muss ich Ihnen aber aus der Sicht der Gemeinde Oberfell
mitteilen, sind die Wegbeschreibungen äußerst fehlerhaft recherchiert.

*Fehler 1: Seite 42
*…. dann geht es immer bergab in Richtung Mosel nach Alken …..
*Es geht nicht in Richtung Alken, sondern nach _Oberfell.

_Fehler 2:
*… zwar führt der Moselhöhenweg schon hier nach unten in den Ort.
*Wohin? Nach Alken wohl kaum, er führt nach *_*Oberfell.*

_*Fehler 3: Abbildung 5 – Alken Wallfahrtskirche Bleidenberg
Die Wallfahrtskirche steht nicht in der Gemarkung Alken, sondern in der
*_*Gemarkung Oberfell.*

_Da Sie den Pilgerwanderführer auch in Bezug auf geführte
Pilgerwanderungen vermarkten, weiterhin Angaben über Orte und Pensionen
machen, darf man die hohe touristische Werbewirksamkeit nicht
unterschätzen. Ihre o.g. Falschaussagen führen bei den Pilgern zu
falschen Schlüssen und somit zum Nachteil der Gemeinde Oberfell und
ihrer Gastronomie bzw. ihren touristischen Betrieben. Auch im Hinblick
auf die überaus große Verbundenheit der Oberfeller Bürgerinnen und
Bürger, die sich aufopferungsvoll um "ihre" Bleidenbergkirche kümmern,
muss ich auf eine _umgehende Berichtigung Ihrer Falschaussagen bestehen.
_
Für ein aufklärendes Gespräch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

*
*

So weh es auch tut, dies nach wochen- und monatelangen Recherchen, Schreibereien, Korrekturen und Überprüfungen zugeben zu müssen: die Bildunterschrift der Abbildung 5 hätte nicht "Alken – Wallfahrtskirche Bleidenberg" heissen dürfen.

Niemandem tut das mehr weh, als Wolfgang und mir. Und es tut uns leid, wenn mit diesem dummen Fehler die aufopferungsvollen Bürger von Oberfell persönlich getroffen wurden.

Aber bei allem Regen gibt es auch Sonnenschein.

So bescheinigt uns ja der Verfasser der E-Mail, eine "hohe touristische Werbewirksamkeit" des Mosel-Caminos. Als wir noch im August/September 2007 bei allen im Pilgerwanderführer genannten Gemeinden und Unterkunftsbetrieben nach der Möglichkeit einer Unterstützung in Form einer Anzeige anfragten, gleichzeitig um lizenzfreie Fotos und um ein wenig Zeit zum Korrekturlesen der entsprechenden Tagesetappe nachfragten, erhielten wir lediglich von drei Gemeinden und einem Betrieb eine Antwort: Stolzenfels, Cochem, Zell und Schweich. Schade, Oberfell hätte schon vor Erscheinen des Wanderführers die Möglichkeit gehabt, unsere äusserst fehlerhafte Recherche anzumerken. Die Chance wurde vertan.

Gerne reservieren wir aber in der nun fälligen Neuauflage des Pilgerwanderführers eine Anzeigenseite für die Gemeinde Oberfell zum Sonderpreis. Zur Erinnerung: mit dem Pilgerwanderführer (diesem und aller anderen aus meiner Feder) sind keine finanziellen Interessen verbunden. Evtl. entstehende Überschüsse fliessen direkt in die Erforschung und Beschreibung der Wege der Jakobspilger in Deutschland.

Branntweinsbek bei Stolk

 

Ich habe mich doch vor ein paar Tagen darüber aufgeregt, dass die Schleswig-Holsteiner nicht beikommen. Für manche stimmt das immer noch (z.B. für die Presseabteilung vom Schloss Gottorf, die mich einer Antwort auf meine Anfrage für nicht würdig halten), aber beim Bürgermeister Paulsen aus Stolk muss ich Abbitte leisten. Und weil die Antwort so schön, nett und freundlich ist, gebe ich sie hier im Original wieder:

 

Sehr geehrter Herr Schäfer,

vielen Dank für Ihre Anfrage, mit der Sie unseren kleinen Bach für eine hoffentlich große Leserschaft bekannt machen wollen. Bitte entschuldigen Sie, dass Sie erst jetzt eine Antwort erhalten – ich musste mich erst selbst sachkundig machen und einen Tag ohne Termine als Bürgermeister abwarten.

Herausgefunden habe ich leider nichts, was auf eine originelle Geschichte hindeuten könnte. Zwar ist dieser Bach immer eine große Grenze gewesen (heute zwischen zwei Gemeinden und zwei Ämtern, früher in seinem Unterlauf zwischen zwei Landkreisen, ganz früher zwischen herzoglichem und königlich-dänischem Landbesitz); aber ob eine Furt zum Schmuggeln von Branntwein über eine mögliche Zollgrenze hinweg benutzt wurde, ist rein spekulativ.

Unser örtlicher Fachmann für Sprachgeschichte geht vielmehr davon aus, dass es beim Aufschreiben eines mündlich überlieferten, daher lautlich veränderten und in der breiten Bevölkerung nicht mehr begründbaren Namens zu einer Fehldeutung gekommen ist. Er deutet den Namen als ursprünglich „bravibek“ von altdänisch „bra“=Abhang, Kante und „vi“ als Kurzform zu „vihi“=Wiese sowie dem bekannten „bek“=Bach.

Demnach wäre die Branntweinsbek der Bach, der durch Wiesenland mit deutlich sichtbaren Abhängen führt – und genau das ist bis auf den heutigen Tag typisch für diesen Wasserlauf zwischen den beiden Brücken zum östlichen und westlichen Elmholz.

Auch wenn Sie diese Erklärung für Ihren Wanderführer nicht gebrauchen können, wünsche ich Ihnen für dieses Werk gutes Gelingen, eine weite Verbreitung und für Ihre künftige Arbeit als Reiseschriftsteller viel Erfolg.

Von der kleinen Branntweinsbek sendet Ihnen schöne Grüße an die große Lahn

Ihr

Heiner Paulsen

« Ältere Beiträge

© 2022 Auf dem Weg

Theme von Anders NorénHoch ↑