Geschichte - Kultur - Spiritualität

Schlagwort: sage

5. Etappe Bonn-Venusberg – Bad Honnef = ca. 23,5 km

 

Die blauen Linien bezeichnen die im Text genannten Weg-Abkürzungen, der rote Punkt zeigt die Lage der Jugendherberge.

 

Bonn-Venusberg – Dottendorfer Jugendkreuz (ca. 1,5 km) – Bad Godesberg/Ruine Godesburg (ca. 5 km) – Gut Marienforst (ca. 9 km) – Ließem (ca. 14 km) – Rolandsbogen (ca. 19 km) – Rolandseck-Fähre (ca. 21 km) – Bad Honnef (ca. 23,5 km)

Schwierigkeitsgrad: mittel, Steigung insgesamt ca. 350 m

Besichtigungen: Godesburg, Abstecher Roddersberg (Tuffabbau), Abstecher Rolandsbogen, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Bad Honnef

Zeitbedarf: ca.  5 Stunden ohne Besichtigungen, Pausen und Rheinfähre

Tagesimpuls: Gelobt seist du, mein Herr, mit all deinen Geschöpfen, vor allem mit der edlen Schwester Sonne. Sie bringt uns den Tag und das Licht, von dir, du Höchster, ein Gleichnis.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Mond und die Sterne. Du hast sie am Himmel gebildet, klar und kostbar und schön.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und die Luft, durch bewölkten und heiteren Himmel und jegliches Unwetter. So erhältst du deine Geschöpfe am Leben.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser, so nützlich und demütig, so köstlich und rein.

Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, die Mutter Erde; sie trägt und erhält uns, bringt vielerlei Früchte hervor und Kräuter und bunte Blumen.

Gelobt seist du, mein Herr, durch alle, die vergeben in deiner Liebe, die Krankheit und Trübsal ertragen. Selig, die dulden in Frieden: sie werden von dir, o Höchster, gekrönt.

(Der Sonnengesang des Hl. Franziskus)

Sage: Roland und Hildegunde

In alter Zeit war es nicht immer selbstverständlich, dass sich einander Versprochene auch wirklich lieben und schätzen lernten. Denn oft genug wurden Ehen aus politischen Gründen gestiftet. Doch Hildegunde, die wunderschöne Tochter des Grafen der Drachenburg, und Roland, der ansehnliche Neffe und Paladin des großen Karl, liebten sich gar sehr. Als treuer Gefolgsmann seines Onkels zog Roland eines Tages mit dem fränkischen Heer gegen die Mauren in Spanien, wollte Karl der Große doch den Jakobsweg gegen die wilden Mauren beschützen. Seine Hildegunde musste Roland am Rhein zurücklassen. Leider erhielt Hildegunde bald schon die traurige Nachricht von Rolands Tod. Tagelang weinte sie bittere Tränen – dann verschloss sie sich gegenüber dem Weltlichen und wurde Nonne im nahe gelegenen Kloster auf der Insel Nonnenwerth. Aber Roland war nicht tot. Als er nach langen Monaten wieder zurück in seine Heimat an den Rhein kam und auf der Drachenburg endlich seine geliebte Hildegunde vor den Altar führen wollte, musste er von ihrem Klosterleben erfahren. Für Roland war Hildegunde verloren. Um ihr aber stets nahe zu sein, ließ er auf dem Felsen oberhalb von Nonnenwerth die Burg Rolandseck erbauen. Noch heute zeugt der Rolandsbogen, der letzte Rest seiner stolzen Burg, von dieser unglücklichen Liebe.

Die heutige Etappe Ihres Jakobsweges entlang des Rheins beginnt an der Casselsruhe. Der seltsame Name stammt vom Poppelsdorfer Bürgermeister Cassel, der 30 Jahre lang bis 1863 sein Amt inne hatte. Die dankbaren Bürger an seinem Lieblingsplatz stifteten eine Bank, und der Name hat sich bis heute erhalten. Hier oben entdecken Sie sicher auch eine Jakobsmuschel als Wegemarkierung – es handelt sich um den Jakobsweg von Köln und Bonn nach Trier über die Eifel, beschrieben von Annette Heusch-Altenstein und anderen im Band 2 der Pilgerwanderführer-Reihe des Landschaftsverbandes Rheinland (ISBN 978-3761616000, 255 Seiten, 12,95 Euro). Sie folgen dem ‚R‘ des linksrheinischen Rheinhöhen­weges hinein in den Wald.

An der Mauer des Universitätsklinikums vorbei kommen Sie auf dem Rhein-Camino zum nahe gelegenen Dottendorfer Jugendkreuz. Hier bietet sich eine schöne Aussicht auf das Rheintal mit Bonn und dem Siebengebirge. Folgen Sie dort weiter dem ‚R‘ des Rheinhöhenweges, das Sie den ganzen Tag begleiten wird.

Es geht am Annaberger Hof vorbei in den Wald und nach etwa 450 m biegt der Rheinhöhenweg nach links in Richtung Bad Godesberg und Godesburg ab.

An dieser Stelle können Sie die Bad Godesberger Schleife des Rheinhöhenweges abkürzen, in dem Sie sich nach rechts wenden. Sie gehen die etwa 200 m bis zum nächsten Waldweg, biegen dort nach links und dann gleich nach etwa 70 m nach rechts ab. Nach 500 m erreichen Sie die Schmale Allee, gehen dort nach rechts und wieder gleich in den nächsten Waldweg auf der linken Seite. Nach ca. 150 m führt der Weg nach rechts, etwa 400 m weiter biegen Sie nach links ab. Vorher können Sie noch in den Wald­weg nach rechts einbiegen. Dieser Weg bringt Sie mit dem kleinen Abstecher zum Ringwall Venne, der Befestigung einer frühmittelalterlichen Fluchtburg des Klosters Marienforst. Nach den gefundenen Gegen­ständen im inneren Bereich stammt der Ringwall wohl aus dem 10. – 12. Jh. Zurück auf dem Weg geht es nach 200 rechts, nach 100 m wieder rechts, und noch einmal 100 m nach links. Dann gelangen Sie zum Gut Marienforst. An der Straße wenden Sie sich noch einmal nach links, um dann gleich den ersten Feldweg rechts hinaufzugehen. Hier haben Sie den Rheinhöhenweg und die vertraute ‚R‘ Markierung wieder.

Wenn Sie dem Rheinhöhenweg auf Ihrem Pilgerweg nach links folgen, umgehen Sie den Bad Godesber­ger Ortsteil Schweinheim und gelangen am Ortsrand entlang zur Godesburg.

Außergewöhnlich gut ist die Geschichte der Godesburg bekannt. Erbaut wurde sie auf Veranlassung des Kölner Erzbischofs Dietrich I. von Hengebach, der am 15.10.1210 den Grundstein legte. 1244 wurden die ersten vier Geschosse des Bergfrieds errichtet, Walram von Jülich (Erzbischof von 1332 bis 1349) ließ ihn auf 32 m erhöhen und die Vorburg errichten. Wahrscheinlich handelte es sich ursprünglich um eine Fliehburg, d.h., sie war nicht ständig bewohnt, sondern diente der Bevölkerung als Rückzugsmöglichkeit bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Schon im 16. Jh. fand man einen eingemauerten römischen Altarstein, der darauf schließen lässt, dass der Felsen schon von den Römern genutzt wurde.

Der an rheinischer und besonders kurkölnischer Geschichte interessierte Pilger wird entlang des Rheins immer wieder auf den Truchsessischen Krieg, auch Kölner Krieg genannt, stoßen. Er begann 1583. Zwei Jahre später wurde Neuss, der Ausgangspunkt unseres Rhein-Caminos, belagert und zerstört. Gleiches widerfuhr vielen Dörfern und Burgen an Ihrem Weg. Schließlich entschied sich im Kölnischen Krieg, dass das Rheinland katholisch wurde (und auch heute noch ist).

Was war geschehen?  Der Kölner Erzbischof und Kurfürst Gebhard Truchsess von Waldburg wollte die protestantische Gräfin und Gerresheimer Stiftsdame Agnes von Mansfeld heiraten und Kurköln in ein weltliches, erbliches Herzogtum umwandeln. Dies gefiel weder dem katholischen Kaiserhaus, noch dem Papst. Daraufhin setzte ihn das Kölner Domkapitel am 02.02.1583 ab; im April wurde er von Papst Gregor XIII. exkommuniziert. Es begannen heftige kriegerische Auseinandersetzungen im Rheinland, zwischen den Anhängern Gebhards und den mit ihm verbündeten kurpfälzischen Truppen, besonders den bayrischen und spanischen Söldnerheeren. Diese hatte das Kölner Domkapitel zu Hilfe gerufen, nachdem es im Mai Ernst von Bayern zum Erzbischof gewählt hatte.

Städte und Burgen wurden belagert und teilweise völlig zerstört, schließlich verschanzten sich Gebhards Truppen in der Godesburg. Die Belagerer konnten Tunnel unter die Mauern graben und mit einer Sprengung eine tiefe Bresche reißen. Trotz andauerndem, heftigem Widerstand gelang es schließlich katholischen Landsknechten durch einen Abortschacht in die Burg zu gelangen und die Burg zu besetzen.

Gebhard Truchsess von Waldburg floh zunächst in eine seiner Residenzen in Westfalen, später dann nach Holland. Mit niederländischen Truppen konnte er zwar 1587 noch einmal Bonn erobern, zog sich aber dann zurück und starb 1601 in Straßburg. Der Kölner Bischofsstuhl und die Kurfürstenwürde blieb von da an für lange Zeit in den Händen der bayerischen Wittelsbacher.

Die Godesburg wurde in den vergangenen Jahren als Hotel genutzt, heute sind die ehemaligen Zimmer dauerhaft vermietet. Das Restaurant hat einen gehobenen Standard.

Bad Godesberg

Allgemeines: Bad Godesberg ist seit dem 01. August 1969 Stadtbezirk von Bonn. Die Einwohnerzahl belief sich am 30.06.2007 auf 70870.

Anlaufstellen: Kath. Pfarrgemeinde St. Marien und Augustinus, Burgstr. 45, 53177 Bonn-Bad Godesberg, Tel.: 0228 363179; Gemeinsames Ev. Gemeindeamt, Kronprinzenstraße 31, 53177 Bonn-Bad Godesberg, Tel.: 0228-93583-21, E-Mail  diesterhoeft(at)evgemeindeamt.de; Islamische Gemeinde, An der Esche 24, 53111 Bonn, Tel.: 0228-650290, E-Mail: info(at)ditib-bonn.com; Bonn-Information, Windeckstraße 1/am Münsterplatz, 53111 Bonn, Tel.: 02 28-775000, E-Mail: mailto:bonninformation[at]bonn.de

Übernachtung: Haus Venusberg, Haager Weg 28 – 30, 53127 Bonn – Venusberg, Tel.: 0228-28991-0, E-Mail: info(at)haus-venusberg.de, ÜF im Mehr- oder Doppelbettzimmer 25 Euro pro Person (nur mit Pilgerausweis); Jugendherberge Bonn, Haager Weg 42, 53127 Bonn-Venusberg, Tel.: 0228-289970, E-Mail: bonn[at]jugendherberge.de, ÜF im Mehrbettzimmer ab 23 Euro pro Person; Gästehaus Scholz, Annettenstr. 16, 53175 Bonn-Bad Godesberg, Tel.: 0228-379363, E-Mail: info[at]gaestehaus-scholz. com, ÜF im DZ 50 Euro

Von der Godesburg geht es ein kleines Stückchen durch Bad Godesberg, um dann am Godesberger Bach zum Gut Mariendorf zu gelangen. Überqueren Sie die Burgstraße und biegen Sie nach rechts in die Stra­ße Am Kurpark ein. Diese geht in die Brunnenallee über, der Sie einfach folgen, bis Sie links in die Straße Am Draitschbusch abbiegen können. Rechter Hand liegt nun ein Spazier- und Wanderweg, dem Sie bis zum Gut Marienforst folgen können.

Das frühere Brigittenkloster Marienforst wurde 1228 erstmalig urkundlich erwähnt, ist aber 1802 säku­larisiert worden und kam dadurch in Privatbesitz. Auf der Orgel der ehemaligen Klosterkirche soll schon Ludwig van Beethoven gespielt haben. Neben einer Landwirtschaft sind heute in den ehemaligen Kloster­gebäuden auch Büros untergebracht.

Gegenüber dem Gutgebäude, das leider nur von außen besichtigt werden kann, führt ein Feldweg wieder hinauf auf die Höhen in Richtung Heiderhof, Ließem und Niederbachem. Heiderhof war bis zum Umzug der Bundesregierung nach Berlin überwiegend von Bundesangestellten bewohnt, auch einige namhafte Politiker wie die ehemaligen Außenminister Gerhard Schröder und Hans-Dietrich Genscher, aber auch Herbert Wehner hatten hier ihren Zweitwohnsitz. Ließem und Niederbachem sind Ortsteile der Gemeinde Wachtberg. Niederbachem war spätestens durch die Kelten dauerhaft besiedelt.

Nachdem Sie den Ort Niederbachem durchquert haben, gelangen Sie zum Rand des Rodderbergs, einem erloschenen Vulkan. Der letzte Ausbruch wird wohl vor 250000 – 300000 Jahren gewesen sein. Das Gestein wird auf 800000 Jahre datiert. Im Krater vor Ihnen liegt der Broichhof, heute ein großes Pferdegestüt.

Der Broichhof war zunächst eine Motte (meist ein Holzturm mit umgebendem Wassergraben) und dann eine Wasserburg auf dem sumpfigen Kratergrund. Wie auch die Fluchtburg Venne wurde die Burg noch im Mittelalter aufgegeben, jedoch um 1635 vom Stift St. Gereon in Köln wieder aufgebaut. Das Herren­haus aus Rodderberger Lava stammt aus dem Beginn des 19. Jh.

Zur sehenswerten Tuffsteingrube und später zum Rolandsbogen führt Sie der Rheinhöhenweg vor dem Gutshof in einer Spitzkehre nach links. Wenn Sie sich nach rechts wenden, können Sie den Weg um den Krater herum abkürzen und gelangen, vorbei an der Broichhofkapelle aus der Mitte des 19. Jh., schon nach 1 km wieder zum Jakobsweg und weiter zum Abstieg nach Rolandseck.

Der Abkürzung zu folgen ist nicht weiter schwierig. Statt die Spitzkehre vor dem Broichhof nach links zu nehmen, wenden Sie sich nach rechts und gehen auf öffentlichen Wegen über das weitläufige Gelände des Gestüts. An der Weggabelung geht es halb rechts, am asphaltierten Weg ein kleines Stück nach links und dann geradeaus wieder in den Wald hinein. Wenig später stoßen Sie wieder auf den Rheinhöhenweg.

Wenn Sie auf dem Kraterrand nach links gehen, gelangen Sie nach ca. 500 m zur ehemaligen Tuffstein­grube Rodderberg (seit 1927 Naturschutzgebiet), dessen südöstlicher Bereich bereits zu Rheinland-Pfalz gehört. Die kleine Anhöhe ist der höchste Punkt des Rodderberges und bietet eine fantasti­sche Aussicht auf das Siebengebirge. Sie gehen jetzt abwärts und an der nächsten Verzweigung führt ein Weg nach links zur Tuffsteingrube.

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei Tuffstein um die von einem Vulkan ausgeworfene Asche, die sich im Laufe der Zeit immer stärker zu einem luftigen Gestein verdichtet. Da es leicht zu bearbeiten ist und eine sehr gut dämmende Eigenschaft hat, fand es schon zu römischen Zeiten Verwendung als Bau­material. Sie können gut die durch Vulkanausbrüche entstandenen Ascheschichten erkennen. Die Tuff­grube steht heute unter Naturschutz.

Zurück auf dem Weg sind es noch etwa 1,5 km bis zum Rolandsbogen. Aber vorher sollten Sie noch eine Rast am Heinrichsblick einlegen, der Ihnen einen traumhaften Blick auf den Drachenfels und das Sieben­gebirge bietet.

Den kleinen Abstecher vom Weg zur Rolandsburg (nur ca. 250 m) sollten Sie auf keinen Fall versäumen. Was der Volksmund erzählt, haben wir schon als Sage zu Beginn der Etappe wiedergegeben. Und tat­sächlich, obwohl die Urkunden den Kölner Erzbischof Friedrich I. (1100-1131) als Erbauer nennen, so ist doch nachgewiesen, dass sich hier oben schon eine römische Siedlung und spätestens ab 1040 ein ‚fester Platz’ befunden hat. Nach 1131 aber war die Burg lange unbewohnbar und erst 1326 wieder in einen passablen Zustand versetzt. Sie diente in der Folgezeit verschiedenen Erzbischöfen als Sitz, aus dem Jahre 1468 wissen wir, dass sie als Gefängnis genutzt wurde.

Im Burgundischen Krieg des Kölner Kurfürsten gegen Ruprecht von der Pfalz und Karl dem Kühnen (dem der geschichtsinteressierte Pilger auch schon in Neuss begegnet ist und der noch mehrfach am Jakobs­weg durch das französische Lothringen und Burgund Geschichte geschrieben hat) ist Burg Rolandseck 1475 zur Ruine geworden. Anfang des 17. Jh. benötigte das Kloster Nonnenwerth verstärkten Schutz gegen das Rheinhochwasser, und die Burg wurde als Steinbruch genutzt. Schließlich wird Rolandseck 1670 in einer poetischen Beschreibung der Erzdiözese Köln als zusammengefallen genannt.

Der Rolandsbogen wurde zu einem Begriff der Rheinromantik des 19. Jh. Im Winter 1839 stürzte er ein. Als der Dichter Ferdinand Freiligrath dies sah, rief er um Spenden für den Wiederaufbau auf. Dafür er­hielt er 1914 unterhalb des Bogens ein Denkmal. Im Sommer bietet die Terrasse des Restaurants mit Preisen, die nicht ganz in ein Pilgerbudget passen, ein einzigartiges Ambiente und einen traumhaften Blick in das Rheintal. Alexander von Humboldt nannte ihn „einen der schönsten Blicke der Welt“.

Zurück auf dem Rheinhöhenweg führt dieser bald wieder in den Wald, umgeht den Wilhelmsberg und bringt Sie schließlich auf dem Rheinhöhen-Verbindungsweg mit der Markierung ‚RV‘ hinunter nach (Remagen-) Ro­landseck. Ungefähr auf halber Höhe kommen Sie am vom amerika­nischen Architekten Richard Meier entworfenen Neubau des Hans-Arp-Museums vorbei. Wenn Sie das Museum mit Exponaten des deutsch-französsichen Dada­isten Arp (1886-1966) und seiner Frau Sophie Taeuber-Arp sowie andere ausge­wähl­te (Wechsel-) Ausstellungsstücke der rheinland-pfälzischen Sammlung und anderer zeitgenös­sischer Künst­ler besichtigen wollen, müssen Sie allerdings im Ort vom Weg die wenigen Schritte zum Bahnhof gehen. Von dort geht es dann durch einen breiten Tunnel wieder hinauf.

Nach langem Streit zwischen der privaten Hans-Arp-Stiftung und dem Land Rheinland-Pfalz hat man sich im Juli 2008 im Interesse der Kunst darauf geeinigt, dass Betrieb und Unterhalt des Museums Bahnhof Rolandseck zukünftig in der Verantwortung des Landes liegen. Dafür stehen ihm aber auch nicht mehr die Leihgaben des Arp-Vereins zur Verfügung, um das prestigeträchtige, 33 Millionen Euro teure Haus zu bestücken.

Der Eingang des ‚einzigen Museums mit Gleisanschluss‘  ist im  klassizistischen Bahnhofsgebäude. Es gilt heute als bedeutendes Kulturdenkmal der rheinischen Kunstgeschichte. Schon seit der Eröffnung 1856 haben berühmte Künstler (unter ihnen auch Heinrich Heine) und gekrönte Häupter (Kaiser Wilhelm II. und Königin Viktoria) den Bahnhof genutzt. Das Bistro Interieur No. 253, gestaltet von dem Künstler An­ton Henning, lädt zu einer nicht ganz billigen Verschnaufpause ein. Dafür ist es aber auch ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Der zeitgenössische Künstler hat es verstanden, in dem klassizistischen Ge­­­­­­-bäu­de mit hohen Stuckdecken und riesigen Kronleuchtern eine Lounge-Atmosphäre zum Wohlfühlen zu schaffen.

Im Ort wird die B9 (Bonner Straße) überquert, und wenn Sie sich dann nach links wenden, sind es nur ein paar Schritte zum Fähranlegen Rolandseck – Bad Honnef. Die Fähre ist i.d.R. von 6:30 Uhr (sonntags 8:00 Uhr) bis 21:00 Uhr in Betrieb, die Überfahrt kostet 0,60 Euro. Schwieriger ist es bei Hochwasser, wenn die Fähre ihren Betrieb eingestellt hat (Informationen unter www.faehre-honnef.de). Der Zug über Bonn benötigt etwas mehr als eine Stunde.

Bad Honnef

Allgemeines: Bad Honnef liegt im Rhein-Sieg-Kreis im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Einwohne­r­zahl belief sich am 31.12.2007 auf 24965.

Anlaufstellen: Kath. Pfarrgemeinde St. Johann Baptist, Bergstr. 1, 53604 Bad Honnef, Tel.: 02224-931563, E-Mail st.johann-baptist(at)honneftal.de; Evangelische Kirchengemeinde Bad Honnef, Luisenstr. 15, 53604 Bad Honnef, Tel.: 02224-27 59, E-Mail: info(at)ev-kirche-bad-honnef.de; Stadt-Information Bad Honnef, Rathausplatz 2-4, 53604 Bad Honnef, Tel.: 02224-9882746, E-Mail info(at)stadtinfo-badhonnef.de

Übernachtung: Jugendherberge Bad Honnef, Selhofer Str. 106, 53604 Bad Honnef, Tel.: 02224-71300, E-Mail: bad-honnef(at)jugendherberge.de; Privatzimmer Willi Wysk, Talstraße 14, 53604 Bad Honnef, Tel.: 02224-80796, ÜF im DZ ab 38 Euro

Der bekannteste Stadtteil von Bad Honnef ist wohl Rhöndorf, wo Konrad Adenauer bis zu seinem Tod im Jahr 1967 seinen Wohnsitz hatte und wo er auf dem Waldfriedhof seine letzte Ruhestätte fand. Das Wohnhaus des früheren Bundeskanzlers kann heute samt Rosengarten besichtigt werden, alle 30 Minuten fährt die Bahn in nur 2 Minuten nach Rhöndorf. Aber Bad Honnef hat neben Rhöndorf (und der höchsten Kaufkraft in Nordrhein-Westfalen) noch viel mehr zu bieten.

Reitersdorf, heute ein Teil der Kernstadt, wird z. B. schon 866 als ‚villa rateresthorp‘ erstmalig erwähnt. Hier stand gesichert schon um 1270 eine befestigte Anlage, die nach der Schlacht von Worringen 1288 von den Jülicher Grafen ausgeweitet wurde. Die freigelegte Burgruine finden Sie im weitläufigen Park Reitersdorf.

Die Löwenburg oberhalb von Bad Honnef wurde gegen die kurkölnische Drachenburg und Wolkenburg als Grenzfeste durch den Grafen von Sayn in der 2. Hälfte des 12. Jh. errichtet. Durch Erbfolge gelangte sie an die Grafen von Sponheim-Heinsberg, die Honnef zum Hauptort ihrer Herrschaft machten. Durch Heirat gelangte die Löwenburg 1484 an den Grafen Johann von Nassau-Saarbrücken. Schließlich ging die Herr­schaft 1484 an die Herzöge von Jülich und Berg. Kriegerische Auseinandersetzungen im 16. und 17. Jh. ließen die Burg zu einer Ruine werden – heute sind nur noch die Zisterne im Burghof und zwei Seiten­mauern des Bergfrieds erhalten.

Die Pfarrkirche St. Johann Baptist hat ihre Ursprünge in karolingischer Zeit, im 11. Jh. wurde dieser Bau durch eine dreischiffige, romanische Basilika ersetzt. Von dieser Kirche ist heute noch der Turm erhalten. Wie so häufig, erhielt auch dieser eine neugotische Haube aus dem Jahre 1860. Die Hallenkirche im gotischen Stil ist gegen Ende des 15. Jh. entstanden und noch heute erhalten. Erst zu Beginn des 20. Jh. wurde das weiträumige Querschiff angebaut. Die wertvolle Ausstattung stammt ebenfalls aus der Spät­gotik: das geschmückte Sakramentshaus, die Darstellung der Grablegung Christi und die Statue der Madonna mit Kind.

Von der besonders glanzvollen Zeit um die Jahrhundert-Wende vom 19. zum 20. Jh. zeugt noch die Villa Haarhaus, 1902 zum Kurhaus umgebaut und heute zum Kongresspark Bad Honnef gehörend.

Via Jutlandica: 8. Etappe Jahrsdorf – Heiligenstedten = ca. 26 km


8. Tag Jahrsdorf – Peissen (9 km) – Hohenlockstedt (8,5 km) – Itzehoe (6,5 km) – Heiligensteidten (2 km) = ca. 26 kmSchwierigkeit leichtZeitbedarf 6 Stunden ohne Besichtigungen und PausenBesichtigungen: Hohenlockstedt, Itzehoe, Heiligenstedten

 

Impuls: Als vor 2000 Jahren jemand wissen wollte, was es denn bringe, sich auf diesen Jesus von Nazareth einzulassen und was das für einer sei, antwortete der Gefragte: „Komm und sieh!“

Östlich vom Lockstedter Lager liegt eine Niederung, welche die Form einer großen Fußspur hat und von den Leuten Riesenspur genannt wird. Eine zweite Spur findet sich bei Neumühlen, nördlich von Müh­lenbarbek. Diese Spuren hat ein Riese hinterlassen, als er nach Itzehoe unterwegs war. Dabei hat er auch kurz vor der Stadt den ganzen Bullenberg mit einem einzigen Fußtritt zusammen geschoben.

Leider, oder soll ich lieber sagen: Gott sei Dank, sind die Riesen in unserem Land ausgestorben und auch die ‚Siebenmeilenstiefel’ gehören in das Land der Märchen und Sagen: Deshalb haben Sie heute eine tüch­tige Tagesetappe vor sich. Der günstigste Bus von Hohenwestedt nach Jahrsdorf fährt nun auch schon um 06:49 Uhr, danach um 08:03 Uhr (Fahrplan 2014 – Angaben müssen über­prüft werden). Vielleicht schaffen Sie es ja sogar zu einem Abstecher nach Hohenlockstedt.

Aber zunächst geht es aus Jahrsdorf heraus und auf ausgebauten Wirtschafts- und Feldwegen, immer fast parallel zur Bundesstraße 77, in Richtung Peissen. Das Bauerndorf wurde 1380 erstmals urkundlich erwähnt und im Jahr 1482 an das Kloster Itzehoe verkauft.

Weiter geht es von Peissen in Richtung Hohenlockstedt, wobei sowohl die Flurnamen als auch die Be­zeichnungen der kleinen Brücken über die Rantzau, ein Bach, der uns bis Hohenlockstedt begleitet, an die lange militärische Nutzung des Gebietes durch die Finnischen Jäger, des Königlich Preußischen Jä­gerbataillons 27, erinnert: in den Waldstücken liegen die Moltke- und die Bismarck-Höhe, über den Bach führen Roon-, Moltke-, Loigny- und Orleans-Brücke sowie, nach zwei Brücken mit ‚zivilen’ Namen, dann auch noch die Pionierbrücke. Der ‚Hungrige Wolf’ schließlich ist der Name des ehemaligen Militärflug­platzes und Standortes des Heeresfliegerregiments 6, das 2004 außer Dienst gestellt wurde.

Wenn Sie den Mühlenteich mit dem Freibad vor Hohenlockstedt passiert haben, können Sie halblinks dem Lohmühlenweg nach Hohenlockstedt folgen. Unser Jakobsweg biegt aber zweimal rechts ab und führt dann fast schnurgerade an Schlotfeld und am Itzehoer Forst vorbei nach Itzehoe.  Zur Innenstadt folgen Sie dem Jakobsweg noch bis zur Tonkuhle (See) und von dort aus der Straße hinunter bis ins Zentrum.

Itzehoe

Allgemeines: Itzehoe ist Kreisstadt des Landkreises Steinburg und hatte am 31.12.2012 eine Einwohnerzahl von 30.956.

Ansprechpartner: Evangelisches Pfarrbüro St. Laurentii, Kirchenstraße 10, 25524 Itzehoe, Telefon 04821-4050999, E-Mail innenstadt-sued(at)kirche-itzehoe(punkt)de; Katholisches Pfarramt St. Ansgar, Hindenburg­stra­ße 26, 25524 Itzehoe, Telefon 04821-952580, E-Mail pfarrbuero (add) kath-itzehoe.de; Stadtmanagement Itzehoe, Breite Str. 4, 25524 Itzehoe, Telefon 04821-949012-0, E-Mail stadtmanagement (add) itzehoe.de

Übernachtungstipps in Itzehoe und Umgebung

St. Laurentii in Itzehoe

St. Laurentii in Itzehoe

So um das Jahr 1000 n. Chr. gab es an der Stelle Itzehoes bereits ein Sachsendorf, und auf der gegenüber liegenden Seite, auf einer Halbinsel der Stör, erhob sich eine Wallburg. Diese widerstand im Jahr 1032 einem Angriff der Slawen. Die erste Erwähnung von Itzehoe als „Ekeho“ erfolgte im 12. Jh. Das Stadtrecht wurde 1238 ver­liehen, und mit dem Stapelrecht von 1260 konnte sich Itzehoe zu einer wichtigen Kaufmannsstadt entwickeln. Stapelrecht bedeutet, dass die Stadt von durchziehenden Kaufleuten verlangen konnte, ihre Waren für einige Zeit abzuladen und in der Stadt anzubieten. Mit diesem Recht war der Grundstein für die wirtschaftliche Entwicklung Itzehoes bis in die Neuzeit gelegt.

Leider wurde es in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts versäumt, rechtzeitig für eine Re-Naturie­rung der Stör-Schleife zu sorgen. So blieb 1974 nichts weiter übrig, als die das Stadtbild bestim­men­de Schleife, mittlerweile eine übel riechende Kloake, mit Sand zuzuschütten.

Ganz in der Nähe der Altstadt entstand die Laurentii-Kirche, erstmals erwähnt 1196, und 1256 wurde das Kloster errichtet. Dieses hatte von Anfang an eine eigene Gerichtsbarkeit.

Im 1. Nordischen Krieg (1655 – 1660) wurde Itzehoe von den Schweden fast vollständig zerstört. Der Kreuzgang der Laurentii-Kirche ist heute das einzige in ganzen Stadt erhaltene Bauwerk aus dem Mittel­alter.

Prinzessenhof in Itzehoe

Prinzessenhof in Itzehoe

Bis in das 19. Jh. hinein sind in Itzehoe vier klar abgegrenzte Bezirke zu erkennen: der Bezirk des Lan­des­herrn rund um die mittelalterliche Burg, der städtische Bezirk der gegenüberliegenden Kaufmanns­siedlung, der Bezirk des Klosters (heutiges adliges Damenstift) und der Bezirk der Adelsherren von Brei­tenburg.

Als im Jahre 1263 das Zisterzienserinnen-Kloster von Ivenfleth nach Itzehoe verlegt wurde, existierte die St. Laurentii-Kirche schon. 1196 ist erstmalig ein Priester erwähnt. 1286 übernimmt das Kloster das Pa­tronat für die Kirche. Leider wird die gotische Kirche 1657 fast vollständig zerstört, bis zur Neuweihe 1681 aber wiederhergestellt. Die heutige, dreischiffige Kirche im Barockstil mit dem Holztonnengewölbe stammt aus den Jahren 1716 bis 1718.

Schon in Schleswig ist Ihnen mit dem Johannis-Kloster eines der vier Damenstifte in Schleswig-Holstein begegnet, die während der Reformation nicht aufgelöst wurden und noch heute der Versorgung der ad­ligen Bewohner (Konventualinnen – d.h. stimmberechtigte Bewohnerinnen des Klosters) dienen. Eines dieser Klöster wurde um 1230 als Zisterzienser-Nonnenkonvent in Ivenfleth an der Störmündung gegrün­det, zur Versorgung der adligen, unverheirateten Töchter und Witwen. Der Ort war aber nicht sonderlich günstig gewählt, hatten die Nonnen doch immer wieder mit Hochwasser und Überschwemmungen zu kämpfen. Deshalb gestattete 1263 der Erzbischof von Bremen die Verlegung des Klosters nach Itzehoe. Dort besaß das Konvent schon seit 1256 das Patronat der St. Laurentii-Kirche. Nach der Reformation wurde aus dem Nonnen-Kloster ein Damenstift, dem noch heute der Kreuzgangflügel und die von dort zugängliche Westempore der Kirche gehört.

Einer der größten Grabhügel der Bronzezeit in Schleswig-Holstein ist das sog. Germanengrab am Galgen­berg, ein wenig außerhalb der Innenstadt gelegen. Genutzt wurde dieses Grab wohl über 200 Jahre lang von einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie, von etwa 1500 bis 1300 v. Chr. Eine blaue Glasperle ist der älteste Glasfund im Norden Deutschlands. Galgenberge gab es in Itzehoe insgesamt vier – dieser Grab­hügel diente dem Zisterzienserinnenkloster als Hinrichtungsstätte.

Besichtigen sollten Sie auf Ihrem Weg durch Itzehoe auch noch das Rathaus, dessen ältester Teil aus dem Jahr 1695 stammt, den Prinzesshof aus dem 16. Jh. (heute der älteste erhaltene Profanbau Itzehoes und als Kreismuseum genutzt) und die St.-Jürgen-Kapelle mit interessanten Deckengemälden aus dem Barock.

Ein paar Sätze noch zum Prinzesshof, einem im Jahr 1556 erbauten und vom Kloster Itzehoe verlehnten Adelssitz. Hier lebten einige Steinburger Amtmänner, aber auch 1807 und 1808 der hessische Kurfürst Wilhelm I. Von seinem Vater Friedrich hatte er ein gut gefülltes Staatssäckel geerbt und war damit be­sonders im Norden auf ‚Einkaufstour’ gegangen. Friedrich II. hatte nämlich seine Soldaten an England für den Krieg in Amerika vermietet. Der Handel mit der englischen Königin sah Zahlungen für jeden einge­schifften Soldaten vor sowie eine zweite Zahlung für jeden gefallenen Soldaten. In einem Brief soll sich Friedrich II. über die ausbleibenden Zahlungen beschwert haben: „Was ist das denn für ein Krieg, in dem die Soldaten nicht fallen?“ Trotzdem hatte Schiller in ‚Kabale und Liebe’ nicht unbedingt Recht, denn von rund 19000 Hessen, die an England vermietet wurden, sind lediglich 535 in der Schlacht gefallen (3000 sind Krankheiten zum Opfer gefallen, weitere 4000 nach der Dienstzeit in Amerika geblieben).

Nach Heiligenstedten auf dem Ochsenweg

Nach Heiligenstedten auf dem Ochsenweg

Auf Ihrem weiteren Weg nach Heiligenstedten  geht es zunächst in Itzehoe wieder hinauf, damit Sie den Anschluss an die Jakobsweg-Etappe wieder fin­den. Von der Stadt aus gesehen, geht es hinter der Tonkuhle nach links in Richtung Westen und über die Untere Dorfstraße und den Kirchweg zur Straßenüberführung. Sie queren hier die B 204/A 23, wenden sich nach links und sind dann schnell im Heiligenstedter Holz. Nachdem dieses durchquert ist, erreichen Sie auf gut markierten Wegen Heiligenstedten. Der Jakobsweg führt Sie zunächst zur Hauptstraße und zur wohl ältesten Kirchengründung Schleswig-Holsteins.

Marienkirche in Heiligenstedten, Mariendarstellung aus der Spätgotik

Marienkirche in Heiligenstedten, Mariendarstellung aus der Spätgotik

Zwar stammt die heutige Kirche aus dem Ende des 13. Jh. und wurde 1580 stark verändert, aber als der heilige Ansgar (siehe Haithabu) im Jahr 831 das Hamburger Bischofsamt übernahm, fand er schon vier Taufkirchen in seinem Bistum vor. Neben Hamburg, Meldorf und Schenefeld war dies auch Heiligenstedten. Schon vorher ließ Ansgar Reliquien des heiligen Maternianus in Heiligenstedten niederlegen. Dem heiligen Maternianus werden Sie vielleicht auf Ihrem Camino noch einmal in Reims begegnen – er war dort Bischof und wird noch heute verehrt.  Vielleicht haben diese Reliquien ja auch zur Namensgebung des Ortes beigetragen? Die Ausstattung der Kirche ist ein Verweilen wert: zwei Marienbilder aus der Früh- und Spätgotik, der Altar aus dem Jahr 1580, die Triumphgruppe von 1598, die Bronzetaufe (1638) und die Kanzel aus dem Jahr 1648.

Sollten Sie die Kirche verschlossen vorfinden, erhalten Sie den Schlüssel zu den Öffnungszeiten im Gemeindebüro nebenan.

Im übrigen spricht noch etwas für die frühe und herausragende Lage der Kirche hier am rechten Ufer der Stör: die etwa einen Kilometer von der Kirche entfernt gelegene Esesfeldburg, die 810 auf Veranlassung Karls des Großen durch den Grafen Egbert von Stade aus als Ringwallburg angelegt worden war. Heute sind nur noch einige Gräben erhalten. Am Ortseingang von Heiligenstedten aus Richtung Itzehoe (1. Weg rechts nach der großen Brücke) finden Sie eine entsprechende Hinweistafel.

 Aktualisiert und überarbeitet am 19. August 2014

Der Pilgerwanderführer ist doch noch gar nicht erschienen :-)

 

Lieber Herr Schäfer,

eine frühere Mitarbeiterin wird im Januar 70 und hat im März ihren 50.
Professtag. Sie wünschte sich ein Stück Camino, und zwar in Deutschland.

Meine erste Suche nach der Via Jutlandia war recht mager, nun habe ich
mit dem Blog gute Kenntnisse und vor allem eine lebendige Information.

Für diese Hilfe bei der Planung sage ich ganz herzlich: Danke! Und wie
unter Pilgern üblich, sage ich auch:

E ultreia e susseia

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