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Schlagwort: Religion

Pulsierende Metropolen – Nach Rom zu den Osterfeierlichkeiten mit dem neuen Papst

Wird zu Ostern ein neuer Papst den Segen sprechen? In jedem Fall ist Rom und die Vatikan-Stadt eine Osterreise wert.

Wird zu Ostern ein neuer Papst den Segen sprechen? In jedem Fall ist Rom und die Vatikan-Stadt eine Osterreise wert.

Der Vatikan und Rom sind in diesem Jahr zu Ostern gefragter als je zuvor: Die Chancen stehen gut, dass zu Ostern ein neuer Papst den traditionellen Segen Urbi et Orbi erteilt. „Viele Bundesbürger nehmen sich über die Osterfeiertage eine kurze Auszeit und nutzen die Gelegenheit, während der Papstwahl selbst vor Ort zu sein“, sagt Frank Stoll, Experte für Städtereisen beim Reiseveranstalter TUI. Wen es nicht zum Konklave nach Rom zieht, findet für seine Oster-Auszeit auch noch eine große Auswahl an Zimmern in anderen pulsierenden Metropolen Europas, rund ums Mittelmeer, in fernen Ländern oder auf der Skipiste.

Rom rüstet sich für den Besucheransturm um die Osterfeiertage: „Die italienische Hauptstadt ist in der Frühlingszeit bereits gut gebucht. Für die Zeit der Papstwahl haben wir wegen der großen Nachfrage die Kapazitäten aufgestockt“, erklärt Stoll. Bei einem Kurztrip lässt sich das Ereignis hautnah verfolgen und nebenbei noch die Vatikanstadt und andere Kulturschätze des antiken Roms entdecken. Stoll empfiehlt: „Gerade bei Kurztrips lohnt sich eine Paketreise, viele Ausflüge und Extras sind hier schon enthalten. Für die Gäste heißt das: weniger Organisationsaufwand, mehr Zeit für Urlaub, geringere Kosten.“

Neben Rom aktuell im Trend liegen Istanbul und Barcelona. Die Stadt am Bosporus, der Brücke zwischen Morgen- und Abendland, besticht mit ihrer Mischung aus Lifestyle und Folklore. Auch die spanische Künstlermetropole Barcelona – Wirkungsstätte von Picasso, Dalí und Gaudí – bietet vor allem dem jungen Publikum Lifestyle und außergewöhnliche Erlebnisse.

Wir sind Kirche: Brief an Papst zum Zölibat – Bischöfe zu weiteren Lernprozessen in der Sexualmoral ermutigt

 
Pressemitteilung             Bielefeld/Paderborn/München, 30. März 2008

Mit einem Brief an Papst Benedikt appelliert die 23. Bundesversammlung der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche, den Pflichtzölibat aufzuheben und damit allen Gemeinden die sonntägliche Eucharistiefeier zu ermöglichen, die ihnen nach dem Kirchenrecht Can. 213 CIC zusteht. Damit unterstützt die katholische Reformbewegung die jetzt immer zahlreicher werdenden internationalen Initiativen („Kirche und Amt“ der niederländischen Dominikaner, Beschluss der brasilianischen Priesterkonferenz vom Februar 2008 etc.), die sich für eine Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt und auch für die Frauenordination einsetzen – zwei der fünf Forderungen des KirchenVolksBegehrens aus dem Jahr 1995.

Die sehr gut besuchte Bundesversammlung, an der mehr als 100 Delegierte und Gäste teilnahmen, stand unter dem Thema „Sexualität in christlicher Verantwortung – Wie schön, wie wohltuend bist du, Liebe voller Lust (Hoheslied 7,7 )“. In ihrem Einführungsreferat gab Prof`in Dr. Agnes Wuckelt, Dekanin des Fachbereichs Theologie an der Kath. Fachhochschule Nordrhein-Westfalen/Abteilung Paderborn, einen fundierten Überblick über die spannungsreiche Beziehung von Sexualität und Religion.  (Eine schriftliche Dokumentation des Einführungsreferats von Prof’in Wuckelt ist geplant.)

Dabei betonte sie, dass es in der römisch-katholischen Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil durchaus Lernprozesse und Bewegung in kirchenamtlichen Dokumenten gegeben habe. Daran sollten die Bischöfe immer wieder erinnert und ermutigt werden, auf diesem Weg begleitender, nicht verurteilender Pastoral weiterzugehen. Letztendlich gehe es um eine verantwortete Gewissensentscheidung im Spannungsfeld vorgegebener Regeln und individueller Gestaltung der Sexualität als „Geschenk Gottes“. In Arbeitsgruppen wurden Grundlagen für ein künftiges Positionspapier der KirchenVolksBewegung erarbeitet.

Am Freitagabend gab Hans-Georg Hunstig, Vorsitzender des neugebildeten Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn und Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, einen Überblick über die Laienarbeit im Erzbistum, nachdem Dr. Manfred Dümmer von der Aktionsgruppe Bielefeld und Berthold Zeppenfeld über die Aktivitäten von Wir sind Kirche im Erzbistum berichtet hatten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorbereitung des Katholikentags Ende Mai 2008 in Osnabrück, an dem sich die KirchenVolksBewegung mit zwei Veranstaltungen, einem Gottesdienst mit erinnernder Mahlfeier und einem großen Zelt auf der Kirchenmeile beteiligen wird (http://www.wir-sind-kirche.de/?id=503).
 
Der Samstag wurde eingerahmt von einem Morgenimpuls der Theologin Luise Metzler („Bibel in gerechter Sprache“) zur Schöpfungsgeschichte und einem abendlichen Vortrag der Kapitularin Johanna Pointke in der Süsterkirche über die Bedeutung der mittelalterlichen Frauenstifte für die Christianisierung.

Am Sonntagmorgen referiert Prof. Dr. Eugen Drewermann im Vortragssaal des Jugendgästehauses Bielefeld zum Thema „Jesus von Nazareth – Befreiung zum Frieden“.

Ein Mahngottesdienst am Sonntag um 12 Uhr auf dem Marktplatz am Dom in Paderborn anlässlich des „Weltgebetstages für Frauenordination“ bildet den Abschluss der Frühjahrs-Bundesversammlung.

Die nächste Bundesversammlung mit P. Wolfgang Seibel SJ, München, als Hauptreferent wird vom 7. bis 9. November 2008 in Würzburg stattfinden.


Buchempfehlungen:

LIEBE – EROS – SEXUALITÄT. „Herdenbrief“ der Plattform Wir sind Kirche Österreich, 1996, Druck- und Verlagshaus Thaur, 256 Seiten, 10 Euro.

Scholl, Norbert: Frohbotschaft statt Drohbotschaft. Die biblischen Grundlagen des Kirchenvolksbegehrens (1997)

 

Spannende Dokumentation heute in der ARD: „Koalition der Frommen – Wie viel Religion verträgt die Republik?“

„Koalition der Frommen – Wie viel Religion verträgt die Republik?“ ARD | Mi 04.09. | 23:30-00:15

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/hr/04092013-koalition-der-frommen-100.html

„Wo Kirche beginnt, scheint das Recht nicht selten am Ende.“ (Tilman Jens)

Wie gefährlich ist – so fragt Tilman Jens in seiner brisanten ARD-Dokumentation heute Abend in der ARD –, in unserem Land die Koalition der Frommen? Hat der „Sündenfall“ des Rechtsstaats Methode?

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