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Ratgeber: Quick-Up-Pool – Schwimmspaß für jedermann / von Karl-Josef Schäfer

Den Traum vom eigenen Swimming-Pool kann sich jetzt jeder Gartenbesitzer erfüllen. Hier ein paar Tipps für die Anschaffung.

Noch vor wenigen Jahren war ein Pool im Garten für Otto Normalverbraucher unerschwinglich. Heute etablieren sich die Aufstellpools auf deutschen Grundstücken. Das geflieste Schwimmbad ist auch heute noch nur mit einem gewaltigen Aufwand zu realisieren. Das beginnt mit der Information des Bauamtes der Stadt oder Gemeinde. Ein Schwimmbadaushub erfordert eine rege Bautätigkeit auf dem Grundstück. Die Wände müssen in mehreren Schichten aufgebaut werden, schließlich werden sie gefliest. Umwälzpumpe und Gegenstromanlage sind nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt. Leicht kommen da Summen im fünfstelligen Eurobereich zusammen. Die Hersteller der Aufstell-Schwimmbäder versprechen dagegen preiswerten Sommerspaß nach einem kinderleichten Aufbau.

Die Anschaffung ist günstig und der Aufbau leicht. Trotzdem sollten Sie einige Punkte beachten.

Welches Aufstellbecken sollte es denn sein?

Seit mehr als 30 Jahren werden Aufstellpools mit einer festen Kunststoff- oder Stahlwand angeboten. Vorteil dieser Variante ist die gute Haltbarkeit. Eine Nutzung des Pools über Jahre hinweg ist dadurch möglich. Ein weiterer Vorteil ist die Ganzjahrestauglichkeit. Der Swimming-Pool kann im Winter draußen bleiben. Gerade bei wenig Platz im Reihenhauskeller ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium. Nachteil ist der Preis. Manchmal kann es angeraten sein, das Becken teilweise in den Boden einzulassen. Dadurch erhöhen Sie die Stabilität. Sie müssen aber Erde ausheben.

In den letzten vier/fünf Jahren tauchten die ersten sogenannten Quick-Up-Pools im Handel auf. Sie bestehen aus verstärktem Kunststoff mit einem Luftring. Durch die besondere Form stellen diese Becken sich beim Befüllen mit Wasser auf. Vorteil ist der günstige Preis und der schnelle, einfache Aufbau. Nachteil ist, dass Sie diesen Swimming-Pool nach Beendigung der Saison wieder abbauen und einlagern müssen. Das Becken ist niemals wieder so klein zusammenzupacken, wie es aus der Verpackung kam. Trotzdem sind die Quick-Up-Pools für den Gartenbesitzer die erste Wahl.

Beide Aufstellbecken sind in unterschiedlichen Bauformen erhältlich. Die beliebteste Form ist der Rundpool. Es sind auch ovale Becken oder solche in Form einer 8 zu kaufen. Für welchen Sie sich entscheiden ist dem persönlichen Geschmack, dem Geldbeutel und dem Platzangebot vorbehalten.

Wer soll den Pool denn eigentlich nutzen?

Ist überhaupt der Platz für einen großen Pool vorhanden? Quick-Up-Rundpools sind ab einem Durchmesser von 2,44 m und 0,76 m Höhe zu erhalten. Das ist aber dann auch nicht mehr als ein Planschbecken. Zum Schwimmenlernen eignet sich ein Becken mit 305 oder 366 cm Durchmesser schon eher. Die Kleinen haben hier eine sichere 76 cm Stehhöhe. Aber für Mama und Papa oder die Poolparty ist das auch noch nichts. Eher etwas, um darin zu liegen und zu relaxen. Erst bei dem größten Rund-Modell mit 549×132 cm geht der Schwimmspaß für alle so richtig los. Ab einer Größe von 300 cm Durchmesser sind auch Komplettsets im Handel erhältlich. Diese enthalten eine Unterleg-, eine Abdeckplane und eine Kartuschen-Filterpumpe. Hinzu kommt noch die Einstiegsleiter. Damit können Sie gleich so richtig genießen.

Preiswertes Sommervergnügen

Die Preise für Komplettsets sind in den vergangenen Jahren ständig gesunken. Dies ist besonders den Importen aus China zu verdanken. Beim Discounter, im Baumarkt oder auf den großen Online-Marktplätzen werden sie angeboten. Achten Sie darauf, einen Pool und Zubehör der großen Hersteller zu kaufen. Dort können Sie sich der Qualität einigermaßen sicher sein. Der Pool wird nicht bei erster Gelegenheit auseinanderreißen. Die gängigste Größe 366×76 cm ist inkl. Pumpe und Reparaturset schon ab 59,95 Euro zu erhalten. Das Becken fasst dann rund 5.000 Liter Wasser. Den größten derzeit erhältlichen Rundpool mit 549×132 cm gibt es bereits ab 729 Euro. (Internetabfrage am 1. Mai 2009). Dieser fasst ca. 22.000 Liter Wasser. Als Set enthält dieses Angebot noch Unterleg- und Abdeckplane, Filteranlage, Kescher, Bodensauger und Einstiegsleiter.

Wo sollte ein Pool eigentlich stehen?

Was Sie brauchen, ist eine ebene Stelle im Garten. Diese muss natürlich größer als der Pooldurchmesser sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Pool genügend Sonnenlicht zur Erwärmung bekommt. Ein paar Stunden am Vor- oder Nachmittag reichen nicht für eine angenehme Badetemperatur aus. Bäume sollten nicht in unmittelbarer Nähe stehen. Natürlich können Sie den Quick-Up-Pool im Herbst, bevor das Laub von den Bäumen fällt, wieder abbauen. Oder eine passende Abdeckplane anschaffen. Aber heruntergefallene Raupen oder die Hinterlassenschaften von Vögeln tragen nicht gerade zur Wasserhygiene bei. Eine Gartensteckdose sollte in unmittelbarer Nähe und ein Wasseranschluss mit dem Schlauch erreichbar sein. Achten Sie auf eine Absicherung mit einem FI-Personenschutzschalter.

Und jetzt: hinein!

Haben Sie alle Punkte beachtet? Dann steht dem Badespaß im eigenen Garten nichts mehr im Wege. Bleibt nur noch auf einen warmen Sommer zu hoffen. Für Sie gibt’s den. Ganz bestimmt!

Informationen

Aufstellpools gibt es als Stahlwandbecken und aus verstärktem Kunststoff. Aus Kunststoff sind sie leichter aufzubauen und zur Winterlagerung wieder abzubauen. Im Handel gibt es Quick-Up-Pools in unterschiedlichen Größen und Formen. Rundpools reichen bis zu einer Größe von 549×132 cm mit einem Fassungsvermögen von 21.309 Liter. Die Set-Preise beginnen bei 59,95 Euro für den kleinsten Pool. 729 Euro kosten die größten Becken. Die Unterhaltskosten in den Saisonmonaten belaufen sich auf ca. 10 bis 50 Euro je Monat. Darin ist Erstbefüllung, Nachfüllen, Stromkosten für die Pumpe und Zusätze enthalten.

Foto Intex

Ratgeber: Quick-Up-Pools / von Karl-Josef Schäfer

 

Aufstellung wie von selbst, versprechen die Anbieter. Dennoch ist so einiges zu beachten.
Sie haben beim Discounter einen Quick-Up-Pool gekauft? Der kann Ihnen viel Freude machen – 
wenn Sie einige grundlegende Tipps beachten. Die Wahl des Platzes, die Aufstellung und die Pflege.

Haben Sie den Platz schon ausgewählt? Mit möglichst viel Sonne den ganzen Tag? Ein paar Stunden
sind in unseren Breitengraden nicht genug um eine angenehme Temperatur zu schaffen. Außerdem 
sollten Sie darauf achten, dass Sie einen genügenden Abstand zu Bäumen einhalten. Blätter nach 
einem Gewittersturm oder Raupen, die sich aus der Krone in den Pool fallen lassen, können das 
Wasser trüben. 

Denken Sie daran, dass Sie für Unfälle haftbar sind. Achten Sie darauf, dass unbeaufsichtigte 
Kinder nicht im und am Pool spielen können. Zu schnell ist da ein Unfall passiert.

Arbeiten im Garten

Nachdem Sie die Stelle im Garten ausgesucht und das meist beigefügte Aufbauvideo angeschaut  
haben, geht es an die Vorbereitung des Untergrundes. Der muss absolut eben sein. Die relativ 
dünne Aussenhaut aus Plastik mit einem Luftring obendrauf enthält mehrere tausend Liter Wasser. 
Das sind mehrere Tonnen Gewicht. Der Pool stabilisiert sich selbst. Aber nur, wenn der 
Untergrund eben ist. Bei einem auch noch so geringen Gefälle kann sich Ihr Pool langsam in 
Bewegung setzen und umkippen. Sie können sich leicht vorstellen, wieviel Verwüstung 
22.000 Liter Wasser hinterlassen werden.

Also noch einmal auf in den Baumarkt und eine Richtlatte, eine Wasserwaage und jede Menge 
Sand kaufen. Der Sand ist sowieso nötig, um alles, was den Pool beschädigen könnte, abzudecken. 
Steine, Wurzeln und Pflanzen können sich im Laufe der Zeit von außen in den Boden bohren und 
stellen nicht nur eine Verletzungsgefahr für Sie dar, sondern können die Plastikhaut beschädigen.

Aufstellen des Pools

Zunächst breiten Sie eine Unterlegplane an der vorbereiteten Stelle aus. Sie schützt die 
Unterseite Ihres neuen Pools. Dann falten Sie den Swimming-Pool auseinander. Dabei sollten Sie 
darauf achten, dass die Unterseite wirklich unten liegt. Auf der einen Seite befinden sich die 
Filteranschlüsse, auf der anderen Seite das Ablaufventil. Achten Sie darauf, dass die Anschlüsse 
günstig zum Filter liegen, ein späteres Drehen oder Bewegen des Pools ist nicht mehr möglich.

Dannn heisst es „Wasser marsch“. Wenn der Boden bedeckt ist, sollten Sie alle Falten nach außen 
wegziehen. Eine Falte ist eine mögliche Schadenstelle. Es ist ein mühseliges Unterfangen, gerade 
bei größeren Pools. Rechnen Sie einen ganzen Tag zum Füllen. Mit einem Feuerwehrschlauch und 
Wasser aus dem Hydranten geht es natürlich schneller.

Poolwasser mit Trinkwasserqualität?

Ihr Badespaß hat nach dem Befüllen Trinkwasserqualität. Und so muss es auch den Sommer über 
bleiben. Dreck, Pollen, Insekten, Vogelhinterlassenschaften und Verunreinigungen wie Haare, 
Hautschuppen und Schweiß durch die Schwimmer selbst sammeln sich im Schwimmbadwasser an. 
Sie kommen um eine regelmäßige Kontrolle und Pflege Ihres Wassers nicht herum.

Ein Teil davon ist mechanisch. Mit Kescher und Bodensauger entfernen Sie täglich die größten 
Fremdkörper. Ein Oberflächenabsauger (Skimmer) nutzt die Adhäsion des Wassers und zieht 
Fremdkörper von der Oberfläche in den Filter. Die Umwälzpumpe drückt ständig Wasser durch 
den Kartuschenfilter, damit es von Schwebeteilen gereinigt wird.

Keimen und den lästigen Algen können Sie nur durch Zusätze beikommen. 

Da ist zunächst der PH-Wert, der die Wasserqualität mitbestimmt und auch die Wirkung von 
zugefügtem Chlor beeinflusst. Dieser Wert wird mit Teststreifen ermittelt und sollte bei 
7 – 7,4 liegen. Dann ist das Wasser „neutral“. Um den Wert zu erreichen, gibt es PH-Senker 
und PH-Heber auf dem Markt.

Ein anderer Teststreifen ermittelt den Chlorgehalt. Zwar werden heute auch andere Mittel 
zur Desinfektion angeboten, Chlor ist jedoch das preiswerteste Mittel. Chlor ist 
gesundheitsschädlich und muss deshalb genau dosiert werden. In Deutschland gilt ein Chlor-Wert 
von 2 als optimal.

Im Handel sind Kombi-Tabletten zu kaufen, die sich in einem Dosierschwimmer langsam auflösen. 
Oft enthalten die Tabletten neben Chlor auch noch ein Algizid, ein Flockungsmittel, das die 
kleinsten Schwebeteilchen miteinander verbindet, so dass sie vom Filter aufgenommen werden 
können und einen blauen Farbstoff. Wenn auch blaues Poolwasser nicht Jedermanns Geschmack ist, 
so vereinfacht die Tablette die Dosierung doch erheblich.

Kosten

Selten liegt der Wasserpreis über 2 Euro pro Kubikmeter. Leider sind die Abwasserkosten in den 
vergangenen Jahren enorm gestiegen. Damit kostet die Poolfüllung schon einmal leicht 200 Euro 
oder mehr. Ihr Wasserversorger kann Ihnen den genauen Preis mitteilen. Durch Spielen und 
Verdunstung geht etwas Wasser verloren. Spätestens nach acht Wochen sollten Sie einen Teil des 
Wassers wechseln.

Die Umwälz- und Filterpumpe sollte Ihr Poolwasser am Tag 2 – 3 Mal umwälzen. Sie sollte durchgängig 
laufen, mindestens aber 12 Stunden am Tag. Durchscnittlich haben die Pumpen eine Leistung von 
150 – 200 Watt, verbauchen also in 10 Stunden zwischen 1,5 und 2 Kilowatt. Den Preis je 
Kilowattstunde nennt Ihnen Ihr Energieversorger. 

Die Filterkartuschen sollten einmal wöchentlich (bei schönem Wetter und starkem Badebetrieb 
häufiger) ausgewascheen werden. Spätestens nach vier Wochen müssen Sie diese gegen einen neuen 
Filter austauschen. Die Kartuschen und die chemischen Zusätze können Sie günstig auf den 
Online-Marktplätzen bekommen. Achten Sie aber bei der Chemie auf Qualität. Für diesen Block 
sollten Sie monatlich zwischen 10 und 20 Euro je nach Poolgröße kalkulieren.

Zum Schluss bleibt noch Ihr eigener Aufwand. Mit dem Kescher größere Fremdkörper von der 
Oberfläche entfernen, mit dem Bodensauger den Poolboden reinigen, Skimmer und Vorfilter ausspülen, 
Kartuschenfilter wechseln – 30 bis 60 Minuten müssen Sie täglich investieren.

Teurer und aufwändiger als eine Saisonkarte fürs städtische Freibad ist Ihr eigener Pool bestimmt. 
Aber die Flexibilität, Spontanität und Freude am sommerlichen Badevergnügen wiegt das alles wieder 
auf.

Viel Spaß an Ihrem Quick-Up-Pool.
Foto © Karl-Josef Schäfer, 2008

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