Geschichte - Kultur - Spiritualität

Schlagwort: pilger (Seite 1 von 3)

Lahn-Camino Weilburg

 

Weilburg mausert sich am Jakobsweg. Manchmal kam ich mir wie ein Rufer in der Wüste vor, wenn ich das katholische Pfarramt und die Redaktion des Weilburger Tageblatts mit Artikelwünschen und Leserbriefen bombardiert habe.

Nachdem das Hotel Weilburg an der Frankfurter Straße als Pilgerherberge gewonnen werden konnte (mit einem ordentlichen Preisnachlass für Pilger mit Pilgerausweis), stehen nun neue Dinge an.

1. Es gibt in Weilburg jetzt gleich zwei Stempelstellen. Während der Öffnungszeiten der Touristen-Information in der Mauerstraße 6-8 können Sie dort einen Stempelabdruck für Ihren Pilgerpass erhalten. Und im Erbstollen 2 neben dem Städtischen Bauhof ist ein Jakobsweg-Stempel angebracht, zu dem Sie Tag und Nacht Zugang haben. Hinweisschilder sind in der Planung, die am Kalvarienberg auf beide Stempelstellen hinweisen werden.

2. Es laufen Planungen zur Errichtung einer Jakobsstele und einer Informationstafel am König-Konrad-Platz vor dem Landtor.

Damit ist Weilburg endlich im Kreis der Städte am Jakobsweg angekommen. Wenn es auch keine historischen Dokumente mehr gibt, ist doch sehr wahrscheinlich, dass die Pilger entweder im Johanniterkloster an der Wallfahrtsstätte Pfannstiel oder im St. Walpurgisstift/St. Andreasstift in der Nähe des Weilburger Schlosses Station gemacht haben.

Heute gibt es dieses Obdach im Erbstollen 2 bei Familie Strommen-Schäfer, über das Katholische Pfarramt Heilig Kreuz in der Frankfurter Straße und bei Familie Brandies im Hotel Weilburg zum speziellen Pilgerpreis.

Zwei Dinge wünsche ich mir für Weilburg noch:

* Ein spezielles Pilgermenü zum Pilgerpreis in einer der gemütlichen Gaststätten in der Weilburger Altstadt

* Eine Pilgerwanderung aller interessierten Weilburger auf dem Lahn-Camino bis nach Lahnstein oder noch weiter

Lust zum Mitmachen? Dann rufen Sie mich einfach an unter 06471-507959.

Und hier der Bericht vom Mosel-Camino

 

Bitte beachten Sie, dass die Urheberrechte und das geistige Eigentum beim Autor liegen. Einen Kontakt stelle ich gerne her.

 

Der Mosel-Camino
von Koblenz nach Trier

Seit Sommer 2008 ist der Pilgerweg nach Santiago de Copostela auf der ca. 180 km langen Teilstrecke von Koblenz-Stolzenfels nach Trier als sogenannter "Mosel-Camino" ausgeschildert. Die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund, mit ihren als Pfeil gedachten zusammen laufenden Rippen, weist dem Pilger die Wegrichtung.

Mit diesem Lückenschluss entlang der Mosel besteht nun die Möglichkeit, in Ost-West-Richtung über den Elisabethpfad II (Eisenach-Marburg) und den Lahn-Camino (Marburg-Lahnstein) zunächst nach Trier zum Grab des Apostels Matthias und dann weiter nach Santiago de Compostela zum Grab des Apostels Jakobus zu pilgern.

Die Route:

Koblenz-Stolzenfels – Waldesch – Hünenfeld – Naßheck – Dreifaltigkeitskirche Bleidenberg (Gemarkung Oberfell) – Alken (1. Etappe = ca. 23 km) – Löf – Hatzenport – Lasserg – Burg Eltz – Treis-Karden (2.Etappe = ca. 19 km) – Kloster Engelport – Beilstein – Kapelle Lindenhäuschen (Gemarkung Grenderich) – Bullay (3. Etappe = ca. 26 km) – Marienburg -Zell-Kaimt – Zell – Bummkopf – Enkirch – Starkenburg – Traben-Trarbach (4. Etappe = ca. 25 km)- Bernkastel-Kues – Lieser – (Osann-)Monzel (5. Etappe = ca. 24 km) – Minheimer Schutzhütte – Klausen – Krames – Klüsserath (6. Etappe = ca. 21 km) – Ensch – Schweich (7. Etappe = ca. 19 km) – Trier-Quint -Trier-Ehrang – Trier-Biewer – Trier (St. Matthias) (8. Etappe = ca. 22 km).

Literatur:    Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier
    von  Karl-Josef Schäfer und Wolfgang Welter
    ISBN-13: 978-3833498886; 2007
    Empfehlung: 8 Etappen

„Unser“ Mosel-Camino, von dem mir im September 2008 in Santiago de Compostela ein Ehepaar aus Hachenburg/Westerwald, berichtet hatte.

Etappe 1: von Stolzenfels  nach Wierschem

20.7.09    Stolzenfels bis Waldesch:     → wunderschöner Pilgerweg (Merkurtempel…)

Waldesch bis Naßheck    →Weg parallel zur Bundesstraße nutzen

Naßheck    → wird von der Hunsrückhöhenstraße aus kommend durch Naßheck gegangen, kurz vor dem Ortsende nach links, um die Autobahn-Fußgänger-Brücke nutzen zu können.

Naßheck bis Burg Thurant    → wunderschöner Pilgerweg; auf die Wegweiser achten! Irreführende Beschilderung!

Alken, Löf, Hatzenport…    → vom Hunsrück geht es über die Moselbrücke in die Eifel
→ interessante Wasserstandsanzeiger; die Hochwasser nehmen auch an der Mosel in den letzten Jahren deutlich zu…
→ sehr schöner Aufstieg nach Lasserg; alternativ den Weinbergsweg entlang der Bahnstrecke nach Moselkern nutzen.
In Lasserg gibt´s keine Einkaufsmöglichkeit und auch keine Unterkunft. Eine freundliche ältere Dame hat uns aber eine Flasche Wasser und etwas Saft gereicht für ein Vater unser… In den kleinen Ortschaften lohnen sich offensichtlich finanziell weder kleine Geschäfte noch Gasthäuser noch ein eigener Pfarrer… Trotzdem wäre eine Anlaufstelle für Pilger äußerst wichtig….., wenn Pilger in diesen Ortschaften willkommen sein sollen.  Nach dem wunderschönen Aufstieg ist der Pilger durstig und müde….

Lasserg nach Wierschem    → die erste Gasstätte in Wierschem hatte geschlossen. Der Landgasthof Neuhof (Fam. Wolff; 02605/569) am Ortsende hat uns trotz Ruhetag Übernachtung und Frühstück bereit gestellt. Sehr ruhig; gutes Frühstück! Nette Familie!

Etappe 2: von Wierschem zum Kloster Engelport

21.7.09    Wierschem zur Burg Eltz    → direkt hinter dem Landgasthof Neuhof in den Wald und am Ende des Waldes rechts halten, vorbei an einem sehr idyllischen alten Bauernhof, der sich hervorragend für ein Altenheim direkt am Camino eignen würde (die Menschen hätten hier Ruhe, aber auch den direkten Draht zur Bevölkerung, da hier der Weg zur Burg Eltz vorbei führt).

Burg Eltz    → wohl die einzige –sehenswerte – Burg in Deutschland, die trotz der Errichtung einer Trutzburg nie zerstört worden ist. Herrlicher Pilgerweg bis Karden, der gut markiert ist.

Karden nach Treis    → hier geht´s wieder über die Mosel. Diesmal von der Eifel in den Hunsrück! In Treis gibt´s ein schönes kleines Schwimmbad, das zu einer kleinen Rast einlädt.
Treis zum Kloster Engelport    → wunderschöner Pilgerweg durchs Flaumbachtal. Hier wurde 1945 der letzte Lachs (Salm) gefangen. Die verbleibende Weckstrecke wird hier einige male in Stunden angegeben, was früher üblich und heute nostalgisch wertvoll, aufgrund der unterschiedlichen individuellen Pilgergeschwindigkeit  aber irreführend ist.

Kloster Engelport    → sehr idyllisch gelegenes Kloster, dessen Ursprünge bis ins 11. Jhr. zurückreichen. Gute Unterkunft und der Gelegenheit an den Messen sowie am Abendessen und Frühstück teilzunehmen. Bruder Josef „betreut“ einen gepflegten –sehenswerten – Kräuter-Garten. Aber auch das Kloster selbst hat seine Sehenswürdigkeiten. Ein alter Steinsarg im Hof, eine Grotte, geschnitzte Innentreppe….
→ bis Ende der 50er Jahre wurde hier noch Strom aus Wasserkraft erzeugt..; vielleicht wird das kleine Wasserkraftwerk im Zuge des immer wichtiger werdenden nachhaltigen Wirtschaftens wieder in Betrieb genommen; regionale Unterstützung gibt es bestimmt….

Etappe 3: vom Kloster Engelport zur Marienburg

22.7.09    Engelport – Beilstein    → wunderschöner Pilgerweg durch den Wald
→ Wegweiser nicht eindeutig; umgestürzte Bäume lagen auf dem Pilger-Weg
→ Frau Petra Arens, Kellnerin im Kloster-Café hat uns gleich als Pilger erkannt und den Stempel des Kath. Pfarramtes mitgebracht. Wunderschöne Aussicht auf die Mosel. Die Wegmarkierung nach Grenderich genau beachten; hier haben wir uns verlaufen, da offensichtlich einige Markierungen gefehlt hatten…

Grenderich    → schöner Ort auf dem Plateau, der nicht auf Pilger eingestellt ist. Die Dorfschänke öffnet erst um 17 Uhr; keine Einkaufsmöglichkeit; Getränke-Großhändler am Ortsende (nahe Sportplatz); der Pfarrer betreut 18 Gemeinden… unglaublich!!! Wegmarkierung ab dem Sportplatz fehlt. Wir sind deshalb nicht in Bullay sondern in Zell angekommen, um von dort zurück über die Brücke von Bullay nach Alf zur Marienburg zu gelangen.

Marienburg    → gute Unterkunft; Abendessen und Frühstück ebenfalls.
→ wunderschöne Aussicht auf die Moselschleife(n)

Etappe 4: von der Marienburg nach Kesten

23.7.09    Kaimt    → Abstieg ist bis zum Wald eindeutig; dann vorbei an mehreren Weggabelungen, die nicht markiert sind; die Benutzung der Bundesstraße ist recht gefährlich und nicht zu empfehlen!
Fußgänger-Brücke nach Zell    → schöne Foto-Motive von der Brücke aus…

Notenau, Enkirch

Traben-Trarbach    → Von Zell aus „über den Berg…“; von Zell aus könnte auch ein Schiff nach Traben-Trarbach genommen werden….

Bernkastel-Kues    → wir sind von Traben-Trarbach mit dem Schiff nach Ürzig und dem Kloster Machern, weil ein Onkel während des III. Reiches in Ürzig eine Gastwirtschaft hatte. In Kues haben wir einen eindrucksvollen Mosel-Wasserstands-Anzeiger fotografiert.

Kesten    → Der Weg über Lieser ist recht angenehm zu laufen.
→ Vor Kesten ist eine alte römische Kelteranlage zu sehen.
→ Monzel und Kesten sind vom Weinbergsweg aus zu sehen, leider gibt es keine entsprechenden Hinweise
→ Kesten ist ein sehr schöner kleiner Weinort, den wir bevorzugt hatten, weil uns ein Gewitter überraschte.
→ Äußerst nette Aufnahme im Weingut Peter Junk, das gleichzeitig Touristen-Info-Stelle ist (06535/523)

Etappe 5: von Kesten nach Trier

24.7.09    Monzel    → von Kesten geht´s den Berg rauf nach Monzel; Herr Junk sagte uns, dass wir es von Kesten nach Trier an einem Tag schaffen würden… Die Wegmarkierung aus Monzel heraus ist nicht eindeutig… Achtung!

Klausen    → schöner besinnlicher Ort, in dem ein großes Kloster zum Verkauf steht. Gut organisiertes Pfarramt

Klüsserath    → verlassen des Waldes in die Weinberge; Wegweiser nach rechts und dann erreicht der Pilger eine Weggabelung ohne einen entsprechenden Hinweis….. An manschen Stellen könnten zur besseren Orientierung gelbe Pfeile auf den Teerweg oder an eine Weinbergsmauer… gespritzt werden…
→ Touristen-Information öffnet erst um 15 Uhr; Gastwirtschaft in der Nähe schließt um 14 Uhr; gutes Essen am Camping-Platz.

Trier    → die letzten 13 km sind wir mit dem Bus gefahren, da die Strecke nicht sonderlich einladend gewesen ist. Dafür sind wir dann vom Bahnhof in die Altstadt. Bahnhof und Theodor-Heuss-Allee bis zur Porta Nigra sind wohl ein kleiner „Brennpunkt“ in Trier.

→ Stempel von der Touristen-Info, der Jakobus-Bruderschaft und dem Dom haben wir erhalten.
→ Trier ist die älteste Stadt Deutschlands; der Heilige Rock und das Grab des Apostels Matthias sind hier!

Da wir einige zusätzliche Sehenswürdigkeiten angelaufen sind, sind wir gut und gerne 200 km in gut 5 Tagen gepilgert. Mein Neffe Matthias war abends dann doch froh, als wir einen der letzten Züge nach Kobern-Gondorf genommen haben, wo wir von seinem Vater abgeholt wurden.

Zwei junge Damen aus Luxemburg haben wohl beobachtet, als wir unser Ticket (Rheinland-Pfalz-Ticket der Bahn für bis zu 5 Personen) gekauft haben. Im Zug haben Sie uns dann angesprochen, ob sie auf unserem Ticket mitreisen dürften, was wir zugelassen haben. Die beiden waren noch keine 16 Jahre alt und auf dem Weg zum Punker Treffen bei Rostock. In Warenmünde haben wir die beiden dann sowohl am Kirchplatz vor dem Edeka Neuhof als auch an der Strandpromenade wiedergetroffen.

Habe sehr viele Menschen kennengelernt, die spätestens ab dem magischen Alter von 50 Jahren einen sinnvollen Weg suchen, um über sich selbst und das „Danach“ nachzudenken und um die verbleibende eigene Lebens-Zeit sowie das selbsterworbene eigene kleinere oder größere Vermögen sinnvoll im Sinne der Schöpfung einzusetzen. Diese Menschen sind oftmals von unserem gelebten Wirtschaftssystem enttäuscht, in dem die sogenannte Elite „gefühlt“ eher eigene Interessen als die Interessen der Bevölkerung sowie der Natur/des Klimas verfolgt. Die Gemeinschaft ist aufgrund des zunehmenden individuellen  Egoismus  auf dem Weg, zu  zerbrechen… Vor diesem Hintergrund sind Initiativen wie

→     GOGREEN-Programms der Deutschen Post AG
→    Null-Emissions-Landkreis Cochem – Zell (heute schon werden 100% des Stromverbrauchs des Landkreises aus eigenen Erneuerbaren Energien für die rund 65.000 BürgerInnen hergestellt) bis 2020 soll ein Null-Emissions-Landkreis entstehen
→ Wir bauen auf die Energie der Zukunft (www.verantwortung.aldi-sued.de); Aldi Süd hat bereits 729.358 m² Photo-Voltaik auf den Dächern seiner Filialen und Logistikzentren installiert!
→ Koblenz wird Solarstadt

äußerst wichtige – Mut machende – Leuchtturm-Projekte, die der jüngeren Generation Hoffnung auf eine lebens- und liebenswerte Zukunft geben. Es entsteht sehr sehr viel – unterstützen wir alle im Rahmen unserer Möglichkeiten ein nachhaltiges Denken und Handeln in Europa und auf der ganzen Welt.

Auf den Höhen von Eifel und Hunsrück haben wir viele Windkraftanlagen gesehen und in einigen Gemeinden sind bereits deutlich wahrnehmbare Kapazitäten an Photo-Voltaik (Strom-Erzeugung durch die Sonne u.a. in Lay, Alken, Lasserg, …) und Thermie (Warmwasser + Heizungsunterstützung durch die Sonne) entstanden… Auch Biogas scheint sich in der überwiegend landwirtschaftlich strukturierten Region durchzusetzen…

Die Erneuerbaren Energien sind neben der Energie-Einsparung und einer höheren Energie-Effizienz die tragende Säule unserer künftigen Energie-Beschaffung (Deutschland ist heute noch gut 70 % importlastig!!), zumal Deutschland international eine herausragende Spitzenposition, die von hochmotivierten Ingenieuren, begnadeten Tüftlern, vorausschauenden Politikern und Unternehmen erst ermöglicht worden ist, inne hat. Einige Banken (www.gls-bank.de; www.dkb-bank.de; www.umweltbank.de sowie zahlreiche Sparkassen und Raiffeisenbanken/Volksbanken) haben sich bereits sehr früh um den Aufbau der für die Finanzierung Erneuerbarer Energien nötigen Branchen-Kompetenz verdient gemacht. Aber auch Verbände wie der Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz (Schwerpunkt: Geothermie), haben sich für die Förderung der Erneuerbaren Energien eingesetzt.

Darüber hinaus werden Projekte in anderen Ländern (z.B. in Tansania durch die Fa. Prokon (www.prokon.net) gefördert, um aus der anspruchlosen Energiepflanze Jatropha Pflanzenöl alternativ zum Diesel als Kraftstoff auf unwirtschaftlichen Flächen herzustellen. Werden dort die vielen Kleinbauern nicht enteignet, sondern bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen unterstützt, so kann auch dort bescheidener Wohlstand entstehen und zur Energiesicherheit sowie etwas mehr Frieden auf dieser Welt beigetragen werden.

Empfehlungen:    → Tourismus-Informationen der Mosel-Regionen sollten untereinander stärker zusammenarbeiten
→ Gemeinden am Camino sollten eine am Tage stets erreichbare „Anlaufstelle“ haben (Handy-Nr. z.B. an der Kirche hinterlegen).
→ teilweise ist der Camino denkbar schlecht markiert; versch. Wegführungen
→ nahtlose Entfernungsangaben der einzelnen Stationen für den Camino (s. Conrad Stein Pilgerführer) aufnehmen
→ die meisten von uns angesprochenen Menschen in den verschiedenen Gemeinden haben noch nichts vom Mosel-Camino gehört
→ konnte keine zusammenhängende Landkarte erhalten (ganz tolle Wanderkarten über www.traumpfade.de, die genutzt werden könnten)
→ „leichten Pilger-Führer“ mit guter Karte anbieten
→ „in der Fläche“ sinkt das Dienstleistungsangebot rapide; in einigen Gemeinden gab es keine Einkaufsmöglichkeiten; Gasthäuser haben erst ab 17 Uhr geöffnet oder es gab keine (Lasserg)
→ Pfarrämter waren fast ausnahmslos geschlossen; die Stempel könnten entweder in der Kirche liegen oder in einem nahen Restaurant
→ Pilgerbrief zum Heiligen Rock (bzw. dem Dom), dem Grab des Apostels Matthias oder…. nach Trier anbieten

Der Mosel-Camino ist ein Erlebnis……: für jeden! Je mehr Menschen unterschiedlichster Herkunft sich hier finden, miteinander reden und somit austauschen, um so eher setzen sich sehr gute Ansätze dauerhaft durch.

Ein Bericht von den spanischen Jakobswegen

 

Vielen, vielen Dank für den Bericht, den ich gerne in den nächsten Tagen anonymisiert hier veröffentliche. Bitte beachten Sie, dass Tagebuch und die vielen Tipps geistiges Eigentum des Autors sind und eine Verwendung nur mit seiner Erlaubnis gestattet ist. Einen Kontakt zu ihm stelle ich gerne her.

 

Sehr geehrter Herr Schäfer,

hier noch mein Bericht vom vergangenen Jahr z.K.

VG

Ihr

 

—– Original Message —–

From:

To:

Sent: Sunday, November 30, 2008 2:49 PM

Subject: Camino – und – schon jetzt ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest

Liebe Frau

beigefügt erhalten Sie meinen versprochenen persönlichen Bericht über den Jakobsweg. Für mich ist der Camino eine einzige "Offenbarung". Jede(r) Pilger(in) zieht die Menschen an, die sie/er braucht. Ich hatte wundervolle Begegnungen und mit den wichtigsten Menschen stehe ich nach wie vor in regelmäßigem Kontakt.

Eine Pilgerschaft zu einer der größten Wallfahrtstätten der Christenheit – Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela – war einstmals aufwändiger als heute und dazu noch sehr gefährlich, obwohl die Pilger, die ein von weitem sichtbares Pilgerzeichen trugen, durch den Pilgerfrieden geschützt waren.

Unsere nächste Generation zahlt für die Fehler der abgehobenen Politiker und Wirtschaftsführer, die sich gottgleich fühl(t)en und entsprechend darstell(t)en, aber nichts für das Volk/die Belegschaft bewegt haben. Ein sinnvolles Korrelativ aufzubauen und lange zu bewahren ist äußerst schwierig; die Masse der Menschen lernt einfach nichts auch gar nichts aus der Geschichte.

Dabei wird nichts so sehr gefürchtet wie die Meinung unabhängiger Menschen, weshalb wir mehr für unsere Unabhängigkeit tun sollten. Die Unabhängigkeit setzt aber Bescheidenheit voraus, wofür viele Menschen nicht bereit sind. Somit versklaven sie sich über ihre Bedürfnisse selbst.

Auf dem Jakobsweg würde so mancher Egomane lernen, dass nur das wichtig ist, was er/sie tragen kann. Somit würde jeder unnötige Ballast vermieden.

Von Herzen wünsche ich Ihnen ruhige besinnliche Stunden, um bald – Weihnachten steht ja vor der Tür – innere Einkehr halten zu können.

Ihr 

Rückmeldung vom Mosel-Camino

Herzlichen Dank für diese Zuschrift, die mich heute vormittag erreicht hat.

Eines muss ich klarstellen: Das Forum, von dem in der E-Mail gesprochen wird, unterliegt nicht meiner Verantwortung. Es handelt sich um die ganz hervorragenden und von Kai Sendelbach betriebenen Foren auf der Internetseite www.fernwege.de.

Hallo Kajo,

vorgestern stieß ich auf das Fernwege-Forum und die Anfrage von Gabi/Zauberer zum Mosel-Camino.

Da ich kurz zuvor über meine Erfahrung auf den Etappen drei und vier ein Posting ins Forum-Romanum gesetzt hatte und es unnötig finde, identische Infos 2x ins Netz zustellen, wollte ich in Eurem Forum den Link veröffentlichen, um auch Gabi meine Informationen zukommen zu lassen.

(ehttp://www.forumromanum.de/member/forum/entry.user_193119.2.1108227654.mosel_camino-pilger.html)

Ich weiß nun nicht, ob ich was falsch gemacht habe; jedenfalls kann ich meinen Beitrag bei Euch (noch) nicht sehen.

Vielleicht dauert es aber auch etwas länger. Deshalb will ich das ganz nicht nochmals auf den Weg bringen; dann wäre die gleiche Info 2x hintereinander in Eurem Forum.

Wie in der Einleitung zu dem Forum-Romanum-Link schrieb, haben wir uns bei den Etappen an Eurem Wanderführer orientiert. Meine Infos habe ich bewusst als Ergänzung zu Eurem Buch zusammengestellt, seien es zusätzliche Informationen, Neuerungen (z.B. „Wanderweg der Lieder“) oder vorübergehend Wichtiges (Sturmschäden).

Wenn mein Link-Hinweis verloren gegangen ist, so stell ihn doch bitte nochmals ein und/oder verwende ihn für die Link-Verweise auf Deiner Home-Page.

Ich habe auch nichts dagegen, wenn Du meine Hinweise in einer Neuauflage Eures Buches berücksichtigst.

Zur Ergänzung meines Forum-Beitrags hier noch ein paar Sätze über uns und unsere Erfahrungen:

Wir, meine Frau und ich, hatten in der Vergangenheit schon mehrfach in Enkirch und Cochem Kurzurlaube verbracht und dort jeweils eine Unterkunft gefunden, mit der wir sehr zufrieden waren.

Unabhängig davon haben wir mit einer größeren Gruppe in getrennten Tagesetappen (bislang) etwa die Hälfte des Rheinischen Caminos W-Beyenburg – AC absolviert.

Der Camino ist für uns der „Roter Faden“ für diverse Wanderungen, wobei wir uns spirituellen Erfahrungen aber nicht sperren würden. Sie sind allerdings bisher weitgehend ausgeblieben.

Dies mag zum einen daran liegen, dass wir den Weg auf die sanfte Tour gemacht haben, d. h. nur mit Tagesgepäck (abends jeweils Rückkehr nach Hause bzw. in unser „Basislager“). Außerdem sind wir meist nicht solche Strecken gegangen, dass wir an unsere körperlichen Grenzen gekommen wären.

Ein weiterer Grund hierfür ist, dass wir keinen anderen Pilgern begegnet sind. – Auch andere Wanderer haben wir, außerhalb von „Brennpunkten“ nur ganz vereinzelt getroffen.

Dies könnte vielleicht auf den davor liegenden Etappen anders werden. Zumindest haben wir den Eindruck gewonnen, dass man sich in Alken (dort werden wir nach derzeitiger Überlegung dann unser Basislager aufschlagen) ganz anders auf den Camino eingestellt hat als z. B. in Enkirch.

Als ich. in einem ersten Erkundungsschritt im Verkehrsverein von E. tel. nach dortigen Stempelstellen erkundigte, bekam ich zur Antwort, dass dort diese Frage noch niemals gestellt worden sei.

Deshalb nahm ich im Vorfeld Kontakt zu der ev. Pastorin von Enkirch auf, die mich urlaubsbedingt an ihren Kollegen in Trarbach verwies.

Erst vor Ort ergab sich bei einem Weinfest-Gottesdienst in Reil der Kontakt zu dem kath. Pastor von Traben-Trarbach und Umgebung.

Die Kommunikationsdaten der drei Stellen habe ich in meinem Forumsbeitrag festgehalten.

Wegen des Zusammenlegens der Pfarren zu Pfarrverbänden ist das Stempelsammeln oftmals schwierig. Trotz entsprechender Vorbereitung mussten wir vor Ort erfahren, dass es nicht immer so geklappt hat, wie wir es geplant und abgesprochen hatten.

Dennoch sind die Stempel in dem selbst gestalteten Pilgerpass für uns eine wertvolle Erinnerungsstütze und ein Ansporn, den Mosel-Camino zu komplettieren.

Buen Camino Wolf

Pilgerherberge steht in Weilburg zur Verfügung

 

Weilburg (ks): Das Hotel Weilburg an der Frankfurter Straße in Weilburg bietet ab sofort Pilgerinnen und Pilgern auf dem Lahn-Camino, dem Jakobsweg von Wetzlar nach Weilburg, das Doppelzimmer mit Frühstück zu einem pilgerfreundlichen Preis von 50 Euro an. Das Angebot ist an die Vorlage des offiziellen Pilgerpasses einer Jakobusgesellschaft oder -bruderschaft gebunden.

Pilgerherbergen an deutschen Jakobswegen sind immer noch Mangelware, und das, obwohl sich immer mehr Pilger auf den deutschen Jakobswegen in Richtung Süden nach Santiago de Compostela, nach Rom oder Jerusalem bewegen. Auf dem Pilgerweg zwischen Wetzlar und Lahnstein, einem der ersten reaktivierten Jakobswege in Deutschland, besteht nun endlich für die Pilger die Möglichkeit, zu einem Sonderpreis in Weilburg zu übernachten.

„Bei 50 Euro für das Doppelzimmer mit Frühstück habe ich eigentlich die Grenze des Machbaren unterschritten“, sagt Andreas Brandies, Eigentümer des Hotel Weilburg. „Doch mehr als 90% der Pilger auf den Jakobswegen sind aus religiösen Gründen auf dem Weg. Und das verdient die Unterstützung durch Übernachtungsbetriebe in den Etappenorten.“

Die Sonderkonditionen sind an die Vorlage eines Pilgerpasses, ausgestellt von einer Jakobsgesellschaft im In- oder Ausland, mit fortlaufendem Nachweis der Pilgerstrecke gebunden. Diese Pilgerpässe sind z.B. von der St. Jakobusgesellschaft in Trier oder von der Deutschen Jakobsgesellschaft in Aachen zu erhalten.

Das Hotel Weilburg ist die erste Pilgerherberge am Lahn-Camino zwischen Wetzlar und Lahnstein. Die Pilgerherberge im Kloster Arnstein, Obernhof, steht erst ab Mitte 2009 für die Pilger zur Verfügung. Im Juni 2008 wurde in Marburg eine Pilgerherberge mit Matrazenlager eröffnet.

Hotel Weilburg
Frankfurter Straße 27
35781 Weilburg
Telefon 06471-91290
E-Mail info (at) hotel-weilburg.de
Internet www.hotel-weilburg.de

 

 

 

Schäfer, Karl-Josef: Der Jakobsweg von Wetzlar nach Lahnstein – Ein Pilgerwanderführer für den Lahn-Camino

Neues vom Jakobsweg – gefunden am 25. Juni 2009

 

Röntgenwalker: Von Lennep nach Köln über den Jakobsweg
22. Juni 2009 Remscheider General-Anzeiger, Nachrichten aus Remscheid, Wermelskirchen, Radevormwald, Hueckeswagen, RGA, Familienanzeigen, Traueranzeigen,

 

Jakobsweg Die Jakobsschleife von Homberg « Jakobswege Niederrhein
JakobswegNiederrhein am HellwegJakobswegTrajekt Die neue Jakobsschleife aus Homberg. Schlagworte HellwegJakobswegTrajekt Homberg Irish Pub Duisburg Dexter

 

"date","time","ip","name","mail","age","location","homepage","icq
Wolfgang","ChipWelter@t-online.de","","Schweich/Mosel","","","Empfehlenswert! Schöne Zimmer, tolles Frühstück, netter Service","","1"

 

RE: Auslandskrankenversicherung – Pilger – Forum
nötig. in frankreich und später in spanien ist die ärztliche versorgung erheblich preiswerter als bei uns. gruss ka-jo. Auf dem Weg … www.xschaefer.de

 

Gottes Volk ist immer unterwegs‘
Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung – Bayern,Germany
Christa Geißdörfer «schlug« dazu die Orgel der evangelischen Thomas-Ägidius-Katharinakirche von Eysölden, der nächsten Station auf dem Jakobsweg Richtung

 

Interview mit dem Göppinger Landrat Franz Weber "Arbeitsplätze
Stuttgarter Nachrichten – Stuttgart,Baden-Württemberg,Germany
GÖPPINGEN -Demnächst radelt Franz Weber auf dem Jakobsweg von seinem Heimatort Rechberghausen bis nach Santiago de Compostela. Er kann sich Zeit lassen.

 

Hofmann weiter Vorsitzende VERSAMMLUNG Lampertheimer Frauenunion
Lampertheimer Zeitung – Lampertheim,hessen,Germany
Eine Referentin schilderte ihre Erlebnisse auf dem Jakobsweg von Erfurt bis Santiago de Compostela. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister sprach

 

Re: Hunsrück
www.xschaefer.de. Hallo, Margot, meine Frau und ich sind von Weilburg ( Pilgerwanderführer "Der Jakobsweg von Wetzlar nach Lahnstein")

 

Lahn-Camino Villmar-Diez Präsentiert von Karl-Josef Schäfer Zusatz
Zusatz, www.xschaefer.de. Land, Deutschland. Bundesland, Hessen/Rheinland-Pfalz. Zusatz, normal. Ausgangspunkt, Villmar. Zielpunkt, Diez

 

Vom Jakobsweg zum Bundeskanzler
Zelluloid.de – Germany
Einen Film über eine Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg zu drehen, erschien schon etwas gewagt, aber wie sie heute herausstellte, hat Hape damit nur ein

 

Horst Schlämmer gründet eigene Partei – Film ab August im Kino
News Adhoc (Pressemitteilungen) – München,Bayern,Germany
Durch den neuen Film wird nun die Verfilmung des Bestsellers «Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg» von Hape Kerkeling verschoben.

 

Das Wandern ist des Feinschmeckers Lust!
Kurier – Wien,Austria
Nach dem Motto "kulinarischer Jakobsweg" tauschen die Haubenköche Martin Die eigens für den "kulinarischen Jakobsweg" erdachten Kreationen werden

 

Vom Gefühl, vor Anker zu liegen
WELT ONLINE – Berlin,Germany
Es markiert unseren Jakobsweg. Zuweilen passiert das Leben Revue vor dem inneren Auge. Das Schöne, das Nützliche, das Überflüssige.

 

700 Kilometer Einsamkeit
Mitteldeutsche Zeitung – Sachsen-Anhalt,Germany
Inspiriert hat ihn Paolo Coelho ("Der Alchimist") mit seinem Buch "Auf dem Jakobsweg – Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela".

 

Olympia zeigt JakobswegDoku
Eine ebenso informative wie berührende Dokumentation über den Jakobsweg ist Günter Faber mit seinem Film gelungen. Für drei Wochen waren er und seine Frau

 

Button-Verkäufer
Rhein Main Presse – Rheinland-Pfalz,Germany
Die Erwachsenenbildung der Doppel-Pfarrgemeinde Kempten-Gaulsheim lädt ein zum Pilgern auf dem rheinhessischen Jakobsweg. Treffpunkt ist am Sonntag, 21.

 

brikada: Radeln und Nordic Walking im Bayerischen Golf- und
brikada – M A G A Z I N für F R A U E N – Germany
Eine weitere spirituelle Erfahrung kann der Jakobsweg sein. Durch das Bayerische Golf- und Thermenland ziehen sich sowohl der Jakobsweg durch Südostbayern

 

Richard auf dem Jakobsweg RUNNERSWORLDde – Community
"Was der Jakobsweg mit mir gemacht hat? Er hat mich hoffentlich ein wenig geduldiger und in manchen Dingen gelassener (nicht zu verwechseln mit.

 

Wege der Jakobspilger im Rheinland ScienceBlogs Shop
Der neue Wander- und Radwanderführer folgt den Spuren der Jakobspilger vom.

 

Auf dem Jakobsweg von Planice bis Eschlkam gelaufen
Mittelbayerische – Regensburg,Germany
„Brich auf und mach Dich bereit auf den Jakobsweg“ – mit diesen Meditationsworten wurde die diesjährige Eschlkamer Frühjahrswanderwoche vor der St.

 

Evangelische Militärseelsorge: Kajo Schäfer
Kajo Schäfer erzählt in Weilburg die Historie des Jakobsweges. Kajo Schäfer ( Quelle: Privat/Wolfgangs Scholz). |

 

Eine besondere Auszeichnung für Oberlahn-Express-Autor KaJo
13. Mai 2009 Oberlahn-Express-Autor KaJo Schäfer erhielt soeben eine besondere Auszeichnung. suite101.de wählte seinen Artikel Ausflugstipp – Freistaat

 

Der Mai ist a.d. Rhein Camino gekommen – Der Jakobsweg von Neuss
Buen Camino, mit diesen Worten begrüßte Wolfgang Pries, seine Pilgerfreunde aus dem Kreis Neuss zur 5. Etappe der Pilgertour auf dem Rhein Camino.

 

Wege der Jakobspilger im Rheinland ScienceBlogs Shop
B§Pilgern im Rheinland§§S§Seit Jahrhunderten zieht es Pilger aus allen Richtungen Europas nach Santiago de Compostela. 1987 erklärte der Europarat diesen .

 

Alle Nachrichten zum Tag Rhein-Camino – YiGG.de
Auf dieser Seite findest du die neuesten Nachrichten auf YiGG zum Schlagwort Rhein-Camino.

 

Webnews – – Pilgerbrunnen am „EifelCamino“ lädt zur Rast ein
Pilgerbrunnen am „EifelCamino“ lädt zur Rast ein. Verlinken. gefunden von webnews.de am am 04.05.09 auf rhein-zeitung.de. versenden

 

Via Jutlandica | Infopirat.com
Alles über Via Jutlandica. Themen: Via Jutlandica, Rhein-Camino, Mosel- Camino, Lahn-Camino, jakobsweg · Neuen Kommentar schreiben; 0 Punkte

 

Pilgerbüro öffnet seine Türen
Südkurier – Konstanz,Baden-Württemberg,Germany
Beuron habe für das Jakobspilgern in den vergangenen Jahren einen hohen Stellenwert als geistliche Station auf dem Jakobsweg zwischen Neckar und Bodensee

 

Safari durch interessante Themen
Südkurier – Konstanz,Baden-Württemberg,Germany
Als Dankeschön erwähnte er die Schwarzwälderinnen in seinem jüngsten Kriminalroman „Das Jakobsweg-Komplott“ (wir berichteten bereits ausführlicher).

 

Im Laufschritt eine andere Perspektive auf den Glauben kennenlernen
Neue OZ Online – Osnabrück,Niedersachsen,Germany
Jemand anderes habe den Beruf hingegen gar nicht erwähnt: „Er wollte den Jakobsweg pilgern.“ Das hat Patrick beeindruckt: „Vielleicht wäre das ja auch mal

"Wir sind dann mal weg"
NW Bad Oeynhaus – Bad Oeynhaus,Germany
Mit Trecking-Rucksack und Fischerhut posiert er auf dem Cover seines Buches "Ich bin dann mal weg", in dem er von seinen Erlebnissen auf dem Jakobsweg

Jakobswege in Deutschland: Die Muschel weist den Weg! (Kommentar)

 

Pilgern ist ‚in‘. Überall in Deutschland machen sich Menschen auf den Weg. Es vergeht keine Woche, in der nicht ein Jakobspilger-Weg neu ausgewiesen, oder, um im Jargon der zahlreichen Jakobusgesellschaften zu sprechen, revitalisiert wird. Die Pilger brauchen Orientierung – nicht nur spirituell, sondern auch ganz praktisch am Weg.

Aber müssen wir deshalb wirklich, nachdem wir endlich angefangen haben, den Schilderwald im Straßenverkehr auszudünnen, einen Schilderwald in der Natur schaffen? Schon werden Vierkanthölzer in den Waldboden gerammt, die Platz für bis zu 20 Markierungstäfelchen schaffen.

Ein Beispiel sind die Wanderwege durch die schönsten deutschen Landschaften, die unsere Väter und Großväter schon vor über hundert Jahren ausgewiesen und markiert haben. Am Rheinhöhenweg, eingeweiht im Jahr 1906, reichen die alten, aber stets erneuerten Markierungen an den Bäumen nicht mehr. Neben dem ‚R‘ für den Rheinhöhenweg findet der Wanderer an den Wegen häufig auch noch die Markierungen des Rheinburgenweges und des Rheinsteigs. Ganz zu schweigen von den Markierungen der lokalen Wanderwege und nicht zu vergessen der Kennzeichnung für die europäischen Fernwanderwege.

Aber damit nicht genug. In Ermangelung einer Wegalternative wird in Zukunft noch die Jakobsmuschel dem Wanderer und Pilger den Weg weisen. Denn der Verlauf des Rheins wurde schon seit der Antike nicht nur von den Kelten und Römern, den Händlern und Soldatenhorden genutzt, sondern auch von den Pilgern nach Rom, nach Jerusalem und selbstverständlich auch nach Santiago de Compostela. Ein weiteres Schild im bundesdeutschen Schilderurwald.

Vielleicht sollten die Verantwortlichen es bei dem belassen, was jetzt ist und statt dessen verstärkt Wanderführer schaffen, die dem Pilger die Orientierung auf seinem physischen und spirituellen Jakobsweg bieten. Den Wanderer und Naturfreund wird es freuen.

 

© Karl-Josef Schäfer, Alle Rechte vorbehalten!

Weilburg am Jakobs-Pilgerweg

 

(ks) Viele Burgen, Schlösser, Klöster und Kirchen zeugen von der wechselvollen Geschichte an der Lahn. Weltliche und kirchliche Herren bestimmten über die Geschicke ihrer Untertanen und gestalteten europäische Geschichte mit.

Pilger wählten den Weg auf den Lahnhöhen rechts und links des Flusses, um an den Rhein zu gelangen. Station werden sie in Marburg am Grab der heiligen Elisabeth von Thüringen gemacht haben. Im Wallfahrtskloster Pfannstiel (bei Hirschhausen) gab es ein Dach über dem Kopf, bei den Chorherren des St.-Walpurgisstifts in Wweilburg sicher eine warme Mahlzeit. In Limburg und Diez fanden die Pilger Obdach bei Krankheit. An der Pforte des Klosters Brunnenburg erbaten sie Verpflegung, im nicht weit entfernten Kloster Arnstein ein Quartier. In Dausenau und in Oberlahnstein scheinen Jakobspilger bestattet worden zu sein.

Auch heute machen sich Pilger auf den Weg: zu sich selbst, zu den anderen und manche auch zu Gott. Ab Wetzlar ist der Lahn-Camino mit dem europäischen Symbol der Jakobsmuschel durchgehend markiert.

Pilgerunterkünfte an deutschen Jakobswegen (Via Jutlandica – Kropp – Glückstadt/Elbe)

 

Pfarrämter und Gemeindebüros sind in dieses Verzeichnis aufgenommen worden, damit Sie einen Seelsorger erreichen oder einmal nach dem Schlüssel für die Kirche fragen können. Auch die Gottesdienstzeiten erfahren Sie in den Büros. Und viele Pfarrämter geben Ihnen gerne einen Stempel für den Pilgerpass. In keinem Fall bedeutet die Aufnahme in dieses Verzeichnis, dass dort eine Unterkunft für Sie bereitsteht – dies wird dann eigens mit einem Bett-Symbol gekennzeichnet. Auch bei touristischen Fragen wenden Sie sich bitte an die ebenfalls aufgelisteten Touristik-Informationen der Städte und Gemeinden.

Eine weitere Adress- und Unterkunftsliste, die auch Übernachtungsmöglichkeiten für Pilger bei Pfarrgemeinden oder anderen Institutionen enthält, finden Sie auf den Internetseiten von Ute und Fred Hasselbach unter www.via-jutlandica.de.

 

5. Etappe Kropp – Rendsburg = ca. 21,5 km

Kropp – Fockbek (13,5 km) – Rendsburg (8 km) = ca. 21,5 km

PLZ   Name Anschrift   Telefon Internet/E-Mail
Fockbek Ev. Kirchengemeinde Friedhofsweg 7a, 24787 Fockbek   04331-63342 ev-kirche-fockbek (at) gmx.de
  Gemeinde Fockbek Rendsburger Str. 42, 24787 Fockbek   04331-66770 www.fockbek.de
info (at) fockbek.de
Rendsburg Ev. Kirchenbüro St. Marien An der Marienkirche 21, 24768 Rendsburg   04331-29494  
  Kath. Pfarrbüro St. Michael Am Marga­rethen­hof 39, 24768 Rendsburg   04331-71220 www.st-michael-rendsburg.de
pfarramt (at) st-michael-rendsburg.de
Touristinforma­tion Nord-Ostsee-Kanal Schiffsbrücken-Galerie, 24768 Rendsburg

 

04331-21120 www.tinok.de
info (at) tinok.de
  Sabine Schornstein Alsenstr. 5, 24768 Rendsburg DZF 45 Euro 04331-2017620 www.sabine-schornstein.de
zimmer (at) sabine-schornstein.de
  Hotel Grüner Kranz Hollesenstraße 33, 24768 Rendsburg DZF ab 47 Euro 04331-72366 www.hotel-gruener-kranz.de
pmellenberg (at) googlemail.com

 

6. Etappe Rendsburg – Stafstedt = ca. 21 km

Rendsburg – Westerrönfeld (4 km) – Jevenstedt (8 km) – Stafstedt (9 km) = ca. 21 km

Übernachtung: Leider gibt es hier in Stafstedt und auch am Zielpunkt der nächsten Etappe (Jahrsdorf) keine Übernachtungsmöglichkeiten. Deshalb schlage ich vor, dass Sie in Hohen­westedt ein Zimmer für zwei Nächte buchen. Der Busfahrplan im November 2008 gibt den letzten Bus von Stafstedt nach Hohenwestedt um 17:41 Uhr (Jahrsdorf nach Hohenwestedt um 18:48 Uhr) an. Große Änderungen sind da nicht zu erwarten, jedoch sollten Sie dies noch bei z. B. www.bahn.de überprüfen.

 

7. Etappe Stafstedt – Jahrsdorf = ca. 19 km

Stafstedt – Nindorf (6,5 km) – Tappendorf (3,5 km) – Hohenwestedt (4 km) – Jahrsdorf (5 km) = ca. 19 km

 

PLZ   Name Anschrift   Telefon Internet/E-Mail
Hohenwestedt Ev. Kirchengemeinde St. Peter und Paul Lindenstr. 42, 24594 Hohenwestedt   04871-3100  
  Kath. Pfarrgemeinde Heilige Familie Burmesterstr. 19-21, 24594 Hohenwestedt   04871-547  
  Gemeinde Hohenwestedt Am Markt 15, 24594 Hohenwestedt   04871-360 www.hohenwestedt.de
info (at) amt-mittelholstein.de
  Ferienwohnung Anneliese Schlüter Rudolphsweg 16, 24594 Hohenwestedt Ü für 2 Personen 30 Euro 04871-689  
Heiko Böeck Itzehoer Straße 8, 24594 Hohenwestedt

Ü für 2 Personen 40 Euro (4 Betten verfügbar, 30 Euro für die 1., 10 Euro für jede weitere Person)

04871-8226  
  Linden-Pension Lindenstr. 19, 24594 Hohenwestedt DZ ab 36 Euro 0171-4425244  

 

8. Etappe Jahrsdorf – Itzehoe = ca. 24 km

Jahrsdorf – Peissen (9 km) – Hohenlockstedt (8,5 km) – Itzehoe (6,5 km) = ca. 24 km

 

PLZ   Name Anschrift   Telefon Internet/E-Mail
Itzehoe Ev. Pfarrbüro St. Laurentii Kirchenstr. 10, 25524 Itzehoe   04821-4050999 www.kirche-itzehoe.de
st.laurentii-sued (at) kirche-itzehoe.de
  Kath. Pfarramt St. Ansgar Hindenburg­str. 26, 25524 Itzehoe   04821-952580 www.kath-itzehoe.de
pfarrbuero (at) kath-itzehoe.de
  Touristinformation Kirchenstr. 2, 25524 Itzehoe   04821-5800 www.itzehoe.de
info (at) stadtmanagement-itzehoe.de
  Käthe Frahm Kamperweg 82, 25524 Itzehoe DZ ab 28 Euro 04821-84186  
Willi Harder Christian-Lohse-Str. 2, 25524 Itzehoe

EZ ab 20 Euro

04821-83902  
  Marlies Jabbusch Ochsenmarktskamp 13, 25524 Itzehoe DZ ab 30 Euro 04821-93716 marlies.jabbusch@web.de

 

9. Etappe Itzehoe – Glückstadt/Fähre = ca. 23,2 km

Itzehoe – Heiligenstedten (4,5 km) – Hodorf (5,3 km) – Neuenkirchen (4,8 km) – Borsfleth (5,5 km) – Ivenfleth (1,3 km) – Glückstadt/Fähranleger (1,8 km) = ca. 23,2 km

 

PLZ   Name Anschrift   Telefon Internet/E-Mail
Glückstadt Ev.-Luth. Kirchenbüro Am Kirchplatz 19a, 25348 Glückstadt   04124-2009 www.kirche-glueckstadt.de
kirchenbuero (at) kirche-glueckstadt.de
  Kath. Pfarrbüro St. Marien Königsberger Str. 1, 25348 Glückstadt   04124-89364 oder Itzehoe 04821-952591 www.st-marien-glueckstadt.de
Pfarrer (at) st-marien-glueckstadt.de
  Tourist Information Große Nübelstr. 31, 25348 Glückstadt   04124-937585 www.glueckstadt-dm.de
info@glueckstadt-dm.de
  Jugendherberge Am Rethövel 14-15, 25348 Glückstadt MBZF p.P. ab 19,10 Euro 04124-
604455
www.djh.de
jh-glueckstadt (at) djh.de
Wolfgang und Amalie Eis Große Nübelstr. 11, 24348 Glückstadt

DZ ab 30,- Euro, Frühstück möglich, Kurzreisezuschlag!

04124-7579  
  Helga Gwiasda Frijagang 4, 24348 Glückstadt DZ ab 30 Euro, Frühstück möglich, Kurzreisezuschlag 04124-81124  
  Blaues Haus, Ute und Bernd Schmidt Drosselstr. 15, 25348 Glückstadt DZ ab 33,- Euro, Frühstück möglich, Kurzreisezuschlag! 04124-1746 huber-schmidt (at) gmx.de

Rhein-Camino Update – Bad Honnef – Bad Hönningen 6. Etappe

 

Vielen Dank für den Hinweis:

Lieber Herr Schäfer,
Am Samstag sind meine Frau und ich mit Ihrem Pilgerführer von Bad Honnef nach Unkel gegangen. Der "Literarische Simrock-Freiligrath-Weg", dem der Rheincamino folgt, ist mit seinen weinroten Tafeln hervorragend ausgeschildert, so das wir uns gut zurecht gefunden haben. Nur am Weingut Menzenberg könnte es Probleme geben, da die Beschilderung lediglich hangaufwärts zum Simrock-Haus weist. Hier sollten Sie in Ihren Führer noch den Hinweis aufnehmen, dass man in Richtung Rheinbreitbach nach rechts zum Internat Hagerhof abbiegen muss. Sonst werden viele Pilger sicher geradeaus weitergehen.
In Unkel waren wir wieder in der schönen St. Pantaleons-Kirche und haben dort am Herresdorf-Altar tatsächlich die drei Pilger entdeckt. Und zwar in dem unteren Streifen, wo die Stifterfamilie zu sehen ist. Dort stehen auf der Männerseite in der zweiten Reihe drei Personen, die Pilgerpelerinen tragen. Sie sind zwar nur sehr klein dargestellt. Aber wir haben ein Fernglas benutzt und konnten die Pelerinen, die sich von der Tracht der anderen Männer unterscheiden, gut erkennen.
Herzliche Grüße

« Ältere Beiträge

© 2022 Auf dem Weg

Theme von Anders NorénHoch ↑