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Aus dem Cusanus-Stift in Bernkastel-Kues …

… erreichte Wolfgang Welter und mich folgende E-Mail zur Neuauflage des Pilgerwanderführers “Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier – Ein Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino”:

 

Lieber Herr Welter,

herzlichen Dank für den Pilgerführer, den Sie mir haben zukommen lassen. Er ist gut gelungen und findet hoffentlich viele Leser.

Herzliche Grüße, auch an Herrn Schäfer

Rückmeldung vom Mosel-Camino

Herzlichen Dank für diese Zuschrift, die mich heute vormittag erreicht hat.

Eines muss ich klarstellen: Das Forum, von dem in der E-Mail gesprochen wird, unterliegt nicht meiner Verantwortung. Es handelt sich um die ganz hervorragenden und von Kai Sendelbach betriebenen Foren auf der Internetseite www.fernwege.de.

Hallo Kajo,

vorgestern stieß ich auf das Fernwege-Forum und die Anfrage von Gabi/Zauberer zum Mosel-Camino.

Da ich kurz zuvor über meine Erfahrung auf den Etappen drei und vier ein Posting ins Forum-Romanum gesetzt hatte und es unnötig finde, identische Infos 2x ins Netz zustellen, wollte ich in Eurem Forum den Link veröffentlichen, um auch Gabi meine Informationen zukommen zu lassen.

(ehttp://www.forumromanum.de/member/forum/entry.user_193119.2.1108227654.mosel_camino-pilger.html)

Ich weiß nun nicht, ob ich was falsch gemacht habe; jedenfalls kann ich meinen Beitrag bei Euch (noch) nicht sehen.

Vielleicht dauert es aber auch etwas länger. Deshalb will ich das ganz nicht nochmals auf den Weg bringen; dann wäre die gleiche Info 2x hintereinander in Eurem Forum.

Wie in der Einleitung zu dem Forum-Romanum-Link schrieb, haben wir uns bei den Etappen an Eurem Wanderführer orientiert. Meine Infos habe ich bewusst als Ergänzung zu Eurem Buch zusammengestellt, seien es zusätzliche Informationen, Neuerungen (z.B. „Wanderweg der Lieder“) oder vorübergehend Wichtiges (Sturmschäden).

Wenn mein Link-Hinweis verloren gegangen ist, so stell ihn doch bitte nochmals ein und/oder verwende ihn für die Link-Verweise auf Deiner Home-Page.

Ich habe auch nichts dagegen, wenn Du meine Hinweise in einer Neuauflage Eures Buches berücksichtigst.

Zur Ergänzung meines Forum-Beitrags hier noch ein paar Sätze über uns und unsere Erfahrungen:

Wir, meine Frau und ich, hatten in der Vergangenheit schon mehrfach in Enkirch und Cochem Kurzurlaube verbracht und dort jeweils eine Unterkunft gefunden, mit der wir sehr zufrieden waren.

Unabhängig davon haben wir mit einer größeren Gruppe in getrennten Tagesetappen (bislang) etwa die Hälfte des Rheinischen Caminos W-Beyenburg – AC absolviert.

Der Camino ist für uns der „Roter Faden“ für diverse Wanderungen, wobei wir uns spirituellen Erfahrungen aber nicht sperren würden. Sie sind allerdings bisher weitgehend ausgeblieben.

Dies mag zum einen daran liegen, dass wir den Weg auf die sanfte Tour gemacht haben, d. h. nur mit Tagesgepäck (abends jeweils Rückkehr nach Hause bzw. in unser „Basislager“). Außerdem sind wir meist nicht solche Strecken gegangen, dass wir an unsere körperlichen Grenzen gekommen wären.

Ein weiterer Grund hierfür ist, dass wir keinen anderen Pilgern begegnet sind. – Auch andere Wanderer haben wir, außerhalb von „Brennpunkten“ nur ganz vereinzelt getroffen.

Dies könnte vielleicht auf den davor liegenden Etappen anders werden. Zumindest haben wir den Eindruck gewonnen, dass man sich in Alken (dort werden wir nach derzeitiger Überlegung dann unser Basislager aufschlagen) ganz anders auf den Camino eingestellt hat als z. B. in Enkirch.

Als ich. in einem ersten Erkundungsschritt im Verkehrsverein von E. tel. nach dortigen Stempelstellen erkundigte, bekam ich zur Antwort, dass dort diese Frage noch niemals gestellt worden sei.

Deshalb nahm ich im Vorfeld Kontakt zu der ev. Pastorin von Enkirch auf, die mich urlaubsbedingt an ihren Kollegen in Trarbach verwies.

Erst vor Ort ergab sich bei einem Weinfest-Gottesdienst in Reil der Kontakt zu dem kath. Pastor von Traben-Trarbach und Umgebung.

Die Kommunikationsdaten der drei Stellen habe ich in meinem Forumsbeitrag festgehalten.

Wegen des Zusammenlegens der Pfarren zu Pfarrverbänden ist das Stempelsammeln oftmals schwierig. Trotz entsprechender Vorbereitung mussten wir vor Ort erfahren, dass es nicht immer so geklappt hat, wie wir es geplant und abgesprochen hatten.

Dennoch sind die Stempel in dem selbst gestalteten Pilgerpass für uns eine wertvolle Erinnerungsstütze und ein Ansporn, den Mosel-Camino zu komplettieren.

Buen Camino Wolf

Erste Fragen zum Mosel-Camino vom 17.-24.10.2009

 

Bitte teilen Sie mir die Kosten mit. Außerdem müsste ich wissen, ob Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich ist sowie die tägliche km-Zahl. MfG B.

 

Hallo, Herr B., vielleicht kommen wir ja doch endlich einmal zusammen.

Schwindelfreiheit ist nicht erforderlich, solche Streckenabschnitte sind nicht dabei. Es gibt ein Stück in der Nähe von Starkenburg, das auf einem schmalen Weg oberhalb der Weinberge läuft. Ein wunderschöner Blick ins Moseltal hinein. Wenn das auch nicht klappt, läuft in Sicht- und Unterhaltungsweite eine wenig befahrene Straße unterhalb des Weges (auf der von der Mosel abgewandten Seite). Also alles kein Problem.

Trittsicherheit im Sinne von Bergwanderung ist nicht erforderlich. Die Wege sind aber nicht immer gut ausgebaut, je nach Wetterlage kann es auch mal rutschig bergab gehen. Diese Abschnitte lassen sich aber vermeiden. Wolfgang Welter, mein Co-Autor für den Mosel-Camino, kennt den Weg mittlerweile wie seine Westentasche. Mit dem gehen Sie und ich gemeinsam im Vorfeld die Strecke durch.

Tageskilometer sind etwa 20 – 25 km. Aber aufgepasst: moseltypisch geht es oft auf und ab. Wenn es nicht mehr geht, bleiben Sie einfach unten und laufen an der Mosel weiter. An der nächsten Station treffen wir uns dann wieder. Wenn es überhaupt nicht mehr geht, fährt auch oft in der Nähe ein Bus oder die Bahn (oben und unten). Ich bin mir sicher, dass Sie dort nicht lange alleine bleiben. Für diese Pilgerwanderung habe ich mir vorgenommen, auch nicht ganz so erfahrene Pilger mitzunehmen.

Sie müssen nur bedenken, dass ich diesmal keinen Gepäcktransport anbiete. Aber nach dem Abbruch meiner Rom-Pilgerfahrt im letzten Oktober komme ich stets mit einem kleinen, leichten Tagesrucksack aus, in den ich auch noch Notebook und Kamera mit Zubehör packe. Ich habe mittlerweile in der Kleidung komplett auf schnell trocknende Mikrofasern umgestellt. Die sind leicht und trocknen über Nacht. Und wen kümmert schon eine dreckige Hose? Wir gehen schließlich nicht zum Schaulaufen.

XY, YX und Co. kommen nach Ende der Sommerferien sicher wieder mit ihren Sportbekleidungsangeboten. Für eine Woche reichen die allemale. Für länger halten die "billigen" Mikrofaser-Produkte jedoch die erhöhte mechanische Belastung durch die Handwäsche nicht durch (selbst ausprobiert).

Wichtig sind also feste Wanderschuhe, idealerweise über den Knöchel reichend, und schnelltrocknende Bekleidung (von der Unterwäsche über die Strümpfe, das T-Shirt oder Hemd bis zum Pullover und zur Jacke).

Bei Ihnen sind es Knieprobleme – erinnere ich mich richtig? Das kriegen wir schon irgendwie hin.

Zum Preis kann ich Ihnen überhaupt noch nichts sagen. Das kommt auch auf die Teilnehmerzahl an. Aber wie immer bemühe ich mich, das Tagesbudget für einen einigermaßen genügsamen Pilger bei unter 50 Euro (Übernachtung, Frühstück, Mittagsverpflegung, Abendessen, Tagesgetränke) zu halten. Wahrscheinlich liegt es deutlich drunter – aber im Oktober ist an der Mosel Hochsaison.

Schöne Grüße von der Lahn, Ihr Karl-Josef Schäfer

Pilgerunterkünfte an deutschen Jakobswegen (Mosel-Camino)

Pfarrämter und Gemeindebüros sind in dieses Verzeichnis aufgenommen worden, damit Sie einen Seelsorger erreichen oder einmal nach dem Schlüssel für die Kirche fragen können. Auch die Gottesdienstzeiten erfahren Sie in den Büros. Und viele Pfarrämter geben Ihnen gerne einen Stempel für den Pilgerpass. In keinem Fall bedeutet die Aufnahme in dieses Verzeichnis, dass dort eine Unterkunft für Sie bereitsteht – dies wird dann eigens mit einem Bett-Symbol gekennzeichnet. Auch bei touristischen Fragen wenden Sie sich bitte an die ebenfalls aufgelisteten Touristik-Informationen der Städte und Gemeinden.

1. Etappe Koblenz-Stolzenfels – Alken = 23 km

Koblenz-Stolzenfels – Pastorenpfad – Merkurtempel – Waldesch – Hünenfeld – Nassheck – Alken = 23 km

 

Ort Name Anschrift   Angebot Telefon Internet/E-Mail Koblenz-Stolzenfels Kath. Pfarramt St. Menas Waldweg 3, 56075 Koblenz-Stolzenfels 0261-53779 Pilgerstempel gibt es auch im Büro des Ortsvorstehers Stolzenfels – ehemals Schule – Mo-Fr.  von 9-10 Uhr sowie donnerstags 18-19.30 Uhr Rhenser Str. 54, 56068 Koblenz-Stolzenfels www.rhein-camino.de
www.mosel-camino.de
Tourist-Information Rathaus Jesuitenplatz 2,  56068 Koblenz 0261-130920 www.touristik-koblenz.de
info-jesuitenpl(at)touristik-koblenz.de
Pilgerherberge am Mosel-Camino und Rhein-Camino Ferienwohnung/Apartment Fam. Bannert Rhenser Str. 44/46, 56075 Koblenz-Stolzenfels FeWo, ÜF für 2 Personen 49 Euro (Sonderpreis mit Pilgerpass – Frühstück wird zur Selbstzubereitung zur Verfügung gestellt) 0261-51890 www.fewo-koblenz.de
contact(at)fewo-koblenz.de
Jugendherberge
wegen Bauarbeiten bis 2010 geschlossen
Festung Ehrenbreitstein, 56077 Koblenz   www.djh.de Waldesch Hünenfeld Touri-Info Am Viehtor 2, 56321 Rhens 02628-9605-56 www.rhens.de
touristik (at) rhens.de
Alken Kath. Pfarramt St. Michael Oberstr. 44, 56332 Alken 02605-952095 www.pfarramt-alken.de
pfarramt-alken(at)t-online.de
Pilgerstempel im Cafe Becker Moselstr. 11, 56332 Alken Verkehrsverein Moselstr. 4, 56332 Alken 02605-8997 www.gemeinde-alken.de
info(at)alken-mosel.de
Pilgerherberge Landhaus Schnee Moselstr. 1, 56332 Alken DZF 50 Euro (Sonderpreis mit Pilgerpass) 02605-3383 www.landhaus-schnee.de Pilgerherberge Cafe Becker Von-Wiltberg-Str. 1, 56332 Alken DZF 50 Euro
(Sonderpreis mit Pilgerpasse)
02605-96320 www.cafe-becker-alken.de
info (at) cafe-becker-alken.de
Christa Christ Moselstraße 29, 56332 Alken DZF ab 38 Euro 02605-4758 www.ferienwohnung-christ.de
ferienwohnung.christ(at)t-online.de
Haus Inge Endries Mittelstr. 28, 56332 Alken DZF ab 34 Euro 02605-3106 www.gemeinde-alken.de/webseiten-vermieter/Pension-Endries.htm
behr-alken(at)t-online.de
Gästehaus Probst Keltenstr. 1, 56332 Alken DZF ab 48 Euro 02605-2120 www.gaestehaus-probst.de
sprobst (at) rz-online.de

 

 

2. Etappe Alken – Treis-Karden = 19 km

Alken – Löf – Hatzenport – Lasserg – Burg Eltz – Windhäuserhöfe – Treis-Karden = 19 km

 

PLZ Name Anschrift Telefon Hatzenport Pilgerherberge Winzerhof Gietzen Moselstr. 70, 56332 Hatzenport DZF 49 Euro (Sonderpreis mit Pilgerpass) 02605-952371 Weinhaus Ibald Moselstr. 34, 56332 Hatzenport DZF 50 Euro 02605-2043 www.weinhaus-ibald.de
service (at) weinhaus-ibald.de
Treis-Karden Kath. Pfarramt St. Johannes d. Täufer Hinter Mont 5, 56253 Treis-Karden 02672-1308 Treis-Karden Tourist-Information Hauptstr. 27, 56253 Treis-Karden 02672-6137 Karden Pilgerherberge Josette & Franz-Anton Ternes Klickerterhof
56253 Treis-Karden
2 Personen AÜF, nur mit Pilgerpass 02672 – 7156 Irmgard Hammes St.-Kastor-Str. 78, 56253 Treis-Karden DZF ab 30 Euro 02672-2599 Gasthaus Zur Linde St.-Kastor-Str. 10, 56253 Treis-Karden DZF 50 Euro 02672-1360 Treis Pilgerherberge Kloster Maria Engelport Flaumbachtal 4, 56253 Treis-Karden AÜF,  Preis auf Anfrage – mit Pilgerpass 02672-9350 http://www.oblaten.org/informativ/niederlassungen/maria-engelport-treis-karden/
engelport (at) oblaten.de
Gasthaus Gräf Lisbergstr. 2, 56253 Treis-Karden DZF ab 40 Euro 02672-7227 Rathaus-Schänke Hauptstr. 32, 56253 Treis-Karden DZF ab 40 Euro 02672-1210

 

 

3. Etappe Treis-Karden – Bullay = 26 km

Karden – über Moselbrücke nach Treis (-Karden) – Kloster Engelport – Beilstein – Bullay = 26 km

 

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Beilstein Kath. Pfarramt St. Josef Klosterstr. 55, 56814 Beilstein 02673-1653 Heimat- und Verkehrsverein Bachstr. 47, 56814 Beilstein 02673-900191 www.beilstein-mosel.de
beilstein-mosel(at)web.de
Interessante Stadtführungen können bei Rainer Vitz gebucht werden 02673-900050, Mobil 0172-6665896 www.stadtfuehrungen-beilstein.de
rainervitz (at) aol.com
Gästehaus Erika Kurierweg 9, 56814 Beilstein DZF ab 42 Euro 02673-1449 www.gaestehaus-erika-beilstein.de
info(at)gaestehaus-erika-beilstein.de
Haus Johanna Alte Wehrstr. 23, 56814 Beilstein DZF ab 46 Euro 02673-1483 www.pension-haus-johanna.de
info(at)pension-haus-johanna.de
Bullay Kath. Pfarramt St. Maria Magdalena Kirchstr. 26, 56859 Bullay   06542-900043 pfarramt.bullay(at)t-online.de Touristinformation Lindenplatz 2, 56859 Bullay 06542-21141 touristinfo(at)ulfratours.de Gästehaus „Moselinchen“ Graf-Beißel-Str. 6, 56859 Bullay DZF ab 39,80 Euro 06542-900664 www.moselinchen.de
info(at)moselinchen.de
Gästehaus Wagner Bahnhofstr. 18, 56859 Bullay DZF ab 46 Euro 06542-2586 Cafe Görgen Bahnhofstr. 32, 56859 Bullay DZF 50 Euro 06542-2519 info(at)cafe-baeckerei-goergen.de

 

4. Etappe Bullay – Traben-Trarbach = 25 km

Bullay – über Moselbrücke – Marienburg – Kaimt – Moselbrücke – Notenau – Schöne Aussicht – Bummkopf – Enkirch – Starkenburg – Grevenburg – Traben-Trarbach = ca. 25 km

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Zell Tourist -Information Zeller Land Balduinstr. 44, Rathaus, 56856 Zell/Mosel 06542-9622-0 www.zellerland.de
www.zellmosel.de
info(at)zellerland.de
Enkirch Tourist-Information Brunnenplatz 2, 56850 Enkirch 06541-9265, www.enkirch.de
info(at)enkirch.de
Traben-Trarbach Kath. Pfarramt St. Nikolaus Weihertorplatz 2, 56841 Traben-Trarbach

 

06541-6487

 

  Tourist-Information Am Bahnhof 5, 56841 Traben-Trarbach DZF ab 30 Euro 06541-83980 www.traben-trarbach.de
info(at)traben-trarbach.de
Mittelmosel-Jugendherberge Hirtenpfad 6, 56841 Traben-Trarbach MBZF p.P. ab 17,40 Euro 06541-9278 www.djh.de
traben-trarbach (at) diejugendherbergen.de
Pilgerherberge Ella und Jens Ahrens Am Laubloch 25, 56841 Traben-Trarbach DZF ab 35 Euro
(Sonderpreis mit Pilgerpass)
0175–5126890 jens.ahrens (at) web.de Gästehaus Charlotte Clauß Kirchstr. 7, 56841 Traben-Trarbach DZF ab 30 Euro 06541-6347 gaestehaus-charlotte(at)t-online.de

 

5. Tag Traben-Trarbach – Osann-Monzel = 24 km

Traben-Trarbach – Graacher Schanzen – Bernkastel (M) – Moselbrücke – Kues – Lieser – (Osann-) Monzel = ca. 24 km

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Bernkastel-Kues Mosel-Gäste-Zentrum Gestade 6, 54470 Bernkastel-Kues 06531-500190 www.bernkastel.de
info(at)bernkastel.de
Osann-Monzel Kath. Pfarramt St. Peter Bernkasteler Str. 52, 54518 Osann-Monzel 06535-325   Gemeinde

 

Brunnenstr. 56, 54518 Osann-Monzel 06535-933287 www.osann-monzel.de Heimat- und Verkehrsverein 06535-94290 Kelterhaus Moselstr. 39, 54518 Osann-Monzel DZF 50 Euro 06535-433 kelterhaus(at)t-online.de Matthias Reichert Moselstr. 59,  54518 Osann-Monzel DZF ab 28,- Euro 06535-557 Ferienweingut Traut Gartenstr. 31, 54518 Osann-Monzel DZF ab 34 Euro 06535-1370 Gerd Fritzen Brunnenstr. 45, 54518 Osann-Monzel DZF ab 30,- Euro 06535-7000 Kesten Gemeindebüro Moselstr. 9, 54518 Kesten 06535-308 Verkehrsbüro Moselstr. 12, 54518 Kesten 06535-523

 

6. Etappe Osann-Monzel – Klüsserath = ca. 21 km

Osann-Monzel – (Eberhards-)Klausen – Klüsserath = ca. 21 km

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Klausen Gemeindeverwaltung Escher Str. 5, 54524 Klausen 06578-634 www.klausen.de
gemeindeverwaltung (at) klausen.de
Gasthaus Maria Rast Eberhardstr. 1, 54524 Klausen DZF ab 40 Euro 06578-989646 www.mariarast.de
mariarast (at) klausen.de
Klüsserath Kath. Pfarramt Rosenkranzkönigin Kirchstr. 1, 54340 Klüsserath 06507-4672 Tourist-Information ‚Alte Ökonomie’ Kirchstr. 3, 54340 Klüsserath 06507-3099 www.kluesserath.de
buergermeister(at)kluesserath.de
Ferienweingut Jostock-Lex Hauptstr. 127, 54340 Klüsserath DZF ab 40,- Euro 06507-4500 weingut.jostock-lex(at)t-online.de Straußwirtschaft ‚Zur alten Salmbrücke’ Hauptstr. 3, 54340 Klüsserath DZF ab 40,- Euro 06507-4633 Hotel Zum Rebstock Salmstr. 8, 54340 Klüsserath DZF ab 48,- Euro 06507-93510 www.moselrebstock.de
moselrebstock(at)t-online.de

 

7. Etappe Klüsserath – Schweich = ca. 19 km

Klüsserath – Kahlbach – Zitronenkrämerkreuz – Landwehrkreuz – Schweich = ca. 19 km

 

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Schweich Kath. Pfarramt St. Martin Klosterstr. 1a, 54338 Schweich 06502-2327 Tourist-Information Römische Weinstraße Brückenstr. 46, 54338 Schweich 06502-9338-11 www.roemische-Weinstrasse.de
info (at) touristinfo-schweich.de
Ferienweingut Wallerath Bahnhofstr. 25, 54338 Schweich DZF ab 42,- Euro 06502-5554 www.weingut-wallerath.de
twallerath(at)web.de
Hotel-Garni Wagner Langgartenstr. 25, 54338 Schweich DZF ab 48,- Euro 06502- 92090 pension-wagner-schweich(at)t-online.de Weingut-Pension Schiff Schaumbach, 54338 Schweich DZF ab 48,- Euro 06502-2787 weingut-pension-schiff (at) web.de

 

8. Etappe Schweich – Trier = 22 km

Schweich – Quint – Ehrang/Kyllbrücke – Karl-Kaufmann-Weg nach Biewer – Trier = ca. 22 km

PLZ Name Anschrift Telefon Internet/E-Mail Trier Benediktinerabtei St. Matthias Matthiasstr. 85, 54290 Trier 0651-17090 www.abteistmatthias.de
benediktiner (at) abteistmatthias.de
Pilgerbüro der St.-Jakobus-Bruderschaft Trier, Dom-Information (gegenüber Dom) Liebfrauenstr. 12, 54290 Trier 0651-9790790 www.sjb-trier.de
sekretaer (at) sjb-trier.de
Ev. Kirchengemeinde Trier, Verwaltungsamt Engelstr. 13a, 54292 Trier

 

0651- 20900-0 trier (at) ekkt.de Tourist-Information Trier Stadt und Land e. V. An der Porta Nigra, 54290 Trier 0651-97808-0 www.trier.de/tourismus
info (at) tit.de
DJH-Jugendgästehaus Trier An der Jugendherberge 4, 54292 Trier MBZF ab 18,40 Euro 0651-146620 www.djh.de
trier (at) diejugendherbergen.de

Neues vom Jakobsweg – gefunden am 16. März 2009

 

Anhang 6 – Rundgang durch das historische Koblenz

 

(Entnommen aus: Schäfer Karl-Josef und Welter Wolfgang: Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier – Der Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino, BoD, 2007, ISBN: 978-3833498886, 14,95 Euro)

Unser erster Teil des Rhein-Camino endet in Stolzenfels, gegenüber von Lahnstein, wo sich die mittelalterlichen Pilger sammelten, um weiter am Rhein entlang (Mainz, Speyer, Straßburg) oder auch moselaufwärts in Richtung Trier zum Grab des Apostels Matthias zu pilgern.

Vielleicht haben Sie ja ein wenig Zeit, um sich Koblenz anzusehen. Wenn es sich dabei um richtig viel Zeit handelt, dann besorgen Sie sich am besten einen der wirklich guten Stadtführer und/oder besuchen die Festung Ehrenbreitstein auf der anderen Rheinseite. Für ein paar Stunden kann aber unser Stadtrundgang als Anhalt dienen.

Vorab: Für 2011 ist die Bundesgartenschau (BuGa) an Koblenz vergeben worden. Kernbereiche werden u.a. das Deutsche Eck, die gegenüberliegenden Ufer an Rhein und Mosel, die Rheinanlagen, der Schlossbereich, Ehrenbreitstein und der Blumenhof sein. Die entsprechende Agenda sieht für die Stadt in den kommenden Jahren vielfältige Bau-Maßnahmen vor:

· Tieferlegung der Straße zwischen dem Schloss und der Schlossstraße sowie Bau einer ebenerdigen Fußgängerbrücke

· Bau einer Tiefgarage unter dem Schlossvorplatz

· Bau einer Seilbahn über den Rhein vom Schloss zur Festung Ehrenbreitstein

· Bepflanzung der Kernbereiche

· Neugestaltung des Schlossvorplatzes und des Schlossgartens

Es könnte also sein, dass der folgende Rundgang wegen diverser Bauarbeiten nicht ganz so verlaufen kann, wie er hier vorgeschlagen wird.

Folgende Sehenswürdigkeiten begegnen uns u. a. auf unserem Streifzug durch die Koblenzer Kernstadt:

· Münzplatz

· Florinsmarkt

· Liebfrauenkirche

· Jakobuskapelle

· St. Kastor

· Deutsches Eck

· Kurfürstliches Schloss

Beginnen wir unseren Stadtrundgang am Münzplatz, inmitten des römischen ‚apud Confluentes’, also am Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Hier ließen sich vor rund 2000 Jahren die Römer nieder. Ob Confluentes eine Handelssiedlung war oder schon unter Tiberius (14 – 37 n. Chr.) ein Kastell zum Schutz gegen die Germanen: so ganz sicher sind sich die Historiker nicht. Die Kastell-Theorie ist umstritten. Wie auch immer, fest steht, dass die Siedlung einen rasanten Aufschwung nahm und sich ständig vergrößerte. Und spätestens im 3. Jh. war Confluentes ein römisches Kastell, um sich gegen die immer häufigeren Angriffe der Germanen zu verteidigen.

Hier am Münzplatz standen die kurtrierischen Münzwerkstätten, Koblenz gehörte von 1018 bis 1794 dem Erzstift Trier und war lange Zeit Residenz des Trierer Erzbischofs. Einziges erhaltenes Gebäude in diesem Ensemble ist das Wohnhaus des kurfürstlichen Münzmeisters – 1761/62 nach Plänen von Johannes Seiz gebaut. Sie finden dieses Haus auf der rechten Seite des Platzes.

An der Westseite des Münzplatzes fällt der Metternicher Hof ins Auge. 1644 kam die Grafenfamilie von Metternich durch Belehnung in den Besitz des Hauses, 1773 wurde hier der spätere österreichische Staatskanzler Clemens Wenzel Lothar von Metternich geboren.

Durch den Torbogen gehen wir jetzt in Richtung Alte Burg. Wenn Sie sich einmal umschauen, dann sehen Sie oben auf der Rückseite des Torbogens eine interessante Seccomalerei von William Straube aus dem Jahr 1911. Sechs große Frauenfiguren symbolisieren Hoffnung und Trauer. Dazu steht geschrieben: „Leben und Zeit. Die Zeit sie mäht so Rosen als Dornen – Aber das treibt immer wieder von vornen.“ Die Verbindungsstraße ‚Im Paradies’ heißt so nach dem kurfürstlichen Garten. Direkt vor Ihnen liegt nun die Alte Burg, in der zweiten Hälfte des 13. Jh. als Zwingburg am Moselufer erbaut. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg stets vergrößert. Im 19. Jh. diente sie als Blechwarenfabrik, dann als städtische Gemäldegalerie. Heute schließlich nutzt sie die Stadt Koblenz als Archiv.

Am Moselufer erkennen Sie linker Hand die Balduinbrücke, Mitte des 14. Jh. auf Anweisung von Erzbischof Balduin errichtet. Diese zweitälteste Steinbrücke Deutschlands bewältigte bis zum 19. Jh. als einzige Moselüberquerung den gesamten Verkehr zwischen Köln und Mainz. Damit war sie auch eine der einträglichsten Geldquellen der Stadt.

Abb. 59 – Koblenz Alte Burg

Am Moselufer geht es an einigen sehenswerten Erkern vorbei bis zum ‚Deutschen Kaiser’. Dieser spätgotische Adelsbau wurde 1520 errichtet. Als einziges spätmittelalterliches Gebäude hat es die Kriegswirren unbeschadet überstanden.

Gehen Sie nun ein Stückchen die Kornpfortstraße hoch und biegen dann nach rechts in die Gasse Unterm Stern ein. Der Weg führt Sie zum Florinsmarkt.

An dessen Nordseite befindet sich rechter Hand das Schöffenhaus, von Erzbischof Richard von Greiffenclau 1528-30 im gotischen Stil errichtet. 1528, Gotik? Richtig, eigentlich war der Renaissance-Stil der angesagte Baustil.

Direkt daneben steht das 1425 fertiggestellte Kaufmann- und Tanzhaus. Unten, im Erdgeschoss, waren die Lagerräume und Verkaufsstände der Kaufleute, die erste Etage wurde von den Koblenzer Bürgern für Festveranstaltungen genutzt. Nach Beschädigungen im Pfälzischen Erbfolgekrieg ist der spätgotische Charakter zwar noch erkennbar, aber der Barock überwiegt heute schon.

Achten Sie auch auf den quadratischen Uhrturm mit dem ‚Augenroller’, einer hässlichen Fratze, die auf die Besucher hinab schaut. Im Takt des Pendels der Uhr bewegt er seine Augen hin und her, und zu jeder vollen und halben Stunde streckt er seine Zunge heraus. Die Koblenzer erzählen sich, dass die Fratze an den Raubritter Johann Lutter von Kobern erinnern soll. Er wurde 1536 in einem fünfmonatigen Prozess zum Tode durch Enthauptung verurteilt. Seine letzten Worte sollen gewesen sein: Ihr habt so lange euren Spaß mit mir gehabt, hängt meine Fratze ans Alte Kaufhaus, so lange geht es der Stadt gut. Aber erst 200 Jahre später muss jemand die alten Gerichtsprotokolle gelesen haben, denn erst als die Uhr im 18. Jh. an den Turm angebracht wurde, fand auch der Augenroller darunter einen Platz. Allerdings war der Kopf vor der Zerstörung des Gebäudes im Zweiten Weltkrieg größer. Heute hat hier das Mittelrhein-Museum sein Domizil gefunden.

An das Kaufmann- und Tanzhaus grenzt unmittelbar der Bürresheimer Hof, angelegt 1659/60. Der linke, zweiflügelige Bau kam Anfang des 18. Jh. hinzu, der moselseitige Saalbau in der Mitte 1769. Von 1851 bis zur Reichspogromnacht im Jahr 1938 war die Synagoge der jüdischen Gemeinde hier untergebracht. 

Abb. 60 – Koblenz Altes Kaufhaus mit Augenroller

An der Ostseite des Platzes steht die ehemalige Stiftskirche St. Florin, heute eine evangelische Gemeindekirche. Um 1100 erbaut, wurde die Kirche mehrfach umgebaut und ergänzt, so dass sie heute romanische, gotische und barocke Elemente aufweist. Die kaum restaurierten mittelalterlichen Wandmalereien gehören zu den lebendigsten Zeugnisse ihrer Zeit am Mittelrhein. Bei Ausgrabungen in der Kirche entdeckte man die Fundamente eines römischen Stadtmauerturms und fränkische Estrichreste über römischen Häusern. An der Nordseite der Kirche sehen Sie das älteste Haus von Koblenz, das romanische Kapitelhaus aus der Zeit um 1230. Schräg gegenüber, auf der anderen Straßenseite, befindet sich der Pfarrhof Liebfrauen. Die zwei rückwärtigen Türme der Hofanlage gehören zur frühmittelalterlichen Stadtbefestigung.

Abb. 61 – Koblenz Liebfrauenkirche

Wir gehen nun durch die Mehlgasse zur Liebfrauenkirche, die auf dem höchsten Punkt der Koblenzer Innenstadt steht. Schon im 5. oder 6. Jh. n. Chr. hat hier innerhalb eines römischen Großbaues eine Kirche existiert. Der heutige Bau zeigt überwiegend Elemente der Spätromanik und Spätgotik. Die barocken Zwiebeltürme entstanden 1693. Zur Ausstattung gehören Renaissancegrabplatten, ein Nikolausaltar von 1680 und das gotische Glasfenster im nördlichen Seitenchor.

Auf den Plan gelangen wir, wenn wir direkt neben der ehemaligen Grabkapelle die rechte Treppe hinunter gehen. Dieser Platz hat eine bewegte Geschichte zu erzählen. Er diente den Fleischern bis 1771 als Markt, den Jesuiten um 1594 als Theaterbühne, der Gerichtsbarkeit im 17. Jh. als Turnier- und Gerichtsplatz. An der Nordseite waren Stadtkommandantur und Hauptwache und im 19. Jh. das Rathaus untergebracht.  Der in der Mitte 1805 errichtete Brunnen erinnert an die erste Koblenzer Wasserleitung. An der Kreuzung Löhrstraße/Marktstraße/Altengraben/Plan sehen Sie noch die vier Fachwerkhäuser aus dem Jahr 1608, von den Koblenzern kurz die ‚Vier Türme’ genannt.

Der Kreis um das römische Koblenz schließt sich, wenn wir von hier durch den Entenpfuhl und die Kornpfortstraße in Richtung Mosel gehen. An verschiedenen Stellen ist die römische Stadtmauer zu sehen und in moderne Gebäude integriert. Im Parkhaus neben dem Hotel ‚Zur Kornpforte’ sind zwei römische Stadtmauertürme gefunden worden.

Unterwegs bewundern Sie noch den wunderschönen barocken Erker des Dreikönigenhaus, einem Adelshof aus dem Beginn des 18. Jh. Das Relief zeigt die Heiligen Drei Könige, der Erker des benachbarten Krämerzunfthauses dagegen die heiligen Michael, Maria und Tobias mit dem Fisch sowie einen Engel und Justitia mit Schwert und Waage.  

Am Dreikönigenhaus biegen Sie rechts in die Straße Am Alten Hospital ein und gehen dann durch das Kastorviertel in Richtung Rhein. Zwar wurde das Viertel weitgehend im 2. Weltkrieg zerstört, erhalten ist lediglich die Fassade des Fahnensaals des ehemaligen (von der) Leyenschen Hofes. Den kleinen Umweg machen wir aber wegen der aus dem 14. Jh. stammenden Jakobuskapelle.

1355 wurde die gotische Kapelle als Friedhofskapelle des Deutschen Ordens erbaut. Leider wurde die Kapelle 1944 durch Bomben zerstört, 1965 begann man mit dem Wiederaufbau.

Die Alt-Katholische Gemeinde übernahm die Innenausstattung. Heinrich Voegele-Mönnighoff (1907-1987) entwarf und arbeitete den Altar, die Gitter des Tabernakels und das schmiedeeiserne Ambo. Die kupfernen Türgriffe sind als Jakobsmuscheln ausgebildet. Voegele-Mönnighoff schenkte der Gemeinde u. a. eine Keramikfigur des Heiligen Jakobus d. Ä.; mittlerweile in Bronze gegossen, passt sie sich hervorragend dem gotischen Raum an.

Schräg gegenüber nun steht die bedeutendste Koblenzer Kirche: St. Kastor. Hier wurde deutsche Geschichte geschrieben und Johannes Paul II. hat sie 1991 zur Basilika minor erhoben. Der erhaltene romanische Baubestand macht sie auch baugeschichtlich zu einer ganz besonderen Kirche.

Schon seit dem 1. Jh. wurde diese Stelle für Kulthandlungen genutzt, um 100 wurde ein gallorömischer Tempel angelegt, der hier bis spätestens zum Ende des 7. Jh. stand. Die erste Kastorkirche, benannt nach dem Missionar der Mosel, dem heiligen Kastor, von dem sich auch einige Reli­qu­ien in dieser Kirche befinden, wurde 836 geweiht. In Koblenz befand sich ein fränkischer Königshof, so galt König Ludwig der Fromme als Bauherr dieser Kirche außerhalb der Stadt.

Kirche und Stift St. Kastor waren eng mit der Reichsgeschichte verbunden: 842 wurden hier die Bestimmungen der Reichsteilung ausgehandelt, 860 verhandelten die Karolinger familieninterne Streitigkeiten, 862 wurde die Reichsteilung in Ost- und Westreich beschlossen. Daraus gingen dann das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und Frankreich hervor.

1199 wurde die Kastorkirche im Krieg schwer beschädigt, Reparaturen und der Neubau des Kirchenschiffes wurden notwendig.

1338 fand das letzte bedeutende Treffen im Stift statt. König Ludwig der Bayer und der englische König Eduard III. besiegelten in der Kastorkirche Freundschaft und Bund.

Abb. 62 – Koblenz St. Kastor

Die Wandmalereien in der Kirche stammen aus den Jahren 1840 bis 1860. Zwischen 1890 und 1894 erhielt die gesamte Kirche eine Verblendung aus Tuffstein und somit ihr heutiges Erscheinungsbild.

Die Kastorkirche ist auch heute noch reich mit Kunstschätzen ausgestattet: die gotischen Wandgräber der Trierer Erzbischöfe, die Steinkanzel von 1625 und der Schrein der seligen Rizza, der angeblichen Tochter Ludwigs des Frommen. Im südlichen Kirchenschiff sehen Sie die Brigitten-Madonna, entstanden zwischen 1350 und 1410 in Böhmen, hat sie nach vielen Umzügen schließlich in St. Kastor eine Bleibe gefunden.

Auf dem Vorplatz steht ein Kuriosum. Der französische Präfekt ließ etwas voreilig zur Erinnerung an den glorreichen und siegreichen Russlandfeldzug Napoleons den Brunnen errichten. Wie bekannt, endete der Feldzug in einem Desaster, die Franzosen mussten am Rhein abziehen. Der russische Stadtkommandant zeigt jedoch Humor. Er ließ am 1.1.1814 unter die eingemeißelte Huldigung des Siegers sein ‚gesehen und genehmigt’ setzen.

1110 wurde ein Hospital neben der Kastorkirche gegründet, die erste Einrichtung zur Krankenpflege nördlich der Alpen. 1216 wurde der Deutsche Orden, der sich in der Krankenpflege engagierte, nach Koblenz gerufen und erhielt einen Teil des Geländes der Kastorkirche mit dem dort befindlichen St. Nikolaus-Hospital als Geschenk. Zur Verwaltung der Ordensprovinz Koblenz errichtete der Orden direkt an der Ecke der Moselmündung in den Rhein das Deutschherrenhaus. Seitdem wird die Stelle Deutscher Ordt, bzw. später Deutsches Eck genannt. 

Das heutige Deutsche Eck mit dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. auf der Landzunge erreichen wir, wenn wir der Danziger Freiheit folgen und dann die Straße überqueren. Das Standbild wurde in den letzten Kriegstagen schwer beschädigt und demontiert. Lediglich der Kopf befindet sich heute im Mittelrhein- Museum. Am 18. Mai 1953 hat der damaligen Bundespräsident Theodor Heuss den Denkmaltorso zum Mahnmal der Deutschen Einheit erklärt. Nach der Wiedervereinigung wurde das Standbild rekonstruiert und 1993 wieder aufgestellt.

Abb. 63 – Koblenz Deutsches Eck

Den Sockel können Sie -kostenlos- besteigen und haben von hier einen guten Panoramablick nicht nur auf das Deutsche Eck und den Zusammenfluss von Rhein und Mosel, sondern auch auf die ehemalige Festung Ehrenbreitstein.

Schon Ende des 10. Jh. stand auf dem Plateau die erste Burg. 1018 schenkte Kaiser Heinrich II. sie dem Erzstift Trier. Zunächst Grenzburg, gewann sie aber rasch an Bedeutung, als sich Kurtrier in den Westerwald ausdehnte. Anfang des 16. Jh. hat der bereits erwähnte Erzbischof Richard von Greiffenclau die ersten Geschützbastionen bauen lassen, und die erste Kanone, Vogel Greif, wurde 1524 in Frankfurt in Auftrag gegeben. Bis ins 18. Jh. hinein wurde die Festung immer wieder erweitert und verstärkt, sie galt als uneinnehmbar. 1794 nahmen die französischen Revolutionstruppen die Stadt ein, konnten aber die Festung erst fünf Jahre später nach einjähriger Dauerbelagerung besetzen. Damit die Festung nicht dem Feind in die Hände fallen konnte, wurde sie 1801 von den Franzosen gesprengt und lag bis 1815 in Trümmern. In diesem Jahr kam aus dem preußischen Hauptstadt Berlin die Order, die Stadt Koblenz und die Festung Ehrenbreitstein neu zu befestigen. 50 Jahre später war sie aber schon wieder veraltet und wurde nach dem Ende des 1. Weltkrieges noch nicht einmal mehr geschliffen. Im 2. Weltkrieg boten die Kasematten und Felsentunnel den Koblenzer Bürgern noch einmal Schutz vor den alliierten Bombenangriffen.

Abb. 64 – Koblenz Festung Ehrenbreitstein

Heute wird die Festung als Landesmuseum, als Jugendherberge, von zwei Restaurants  und vom Landesamt für Denkmalschutz genutzt; die andere Seite ist mit einer kleinen Personenfähre erreichbar. Von dort geht es per pedes nach oben oder auch in der Saison mit dem Sessellift.

Abb. 65 – Koblenz Historienbrunnen

Nun geht es wieder zurück; Sie überqueren noch einmal die Danziger Freiheit und kommen durch das Tor in der Stadtmauer in den Blumenhof. Von der stattlichen Dreiflügelanlage ist nur noch das Komturhaus erhalten, seit 1992 ist hier das Ludwig-Museum mit zeitgenössischer französischer Kunst und wechselnden Gastausstellungen untergebracht.

Weiter geht es zum Konrad-Adenauer-Ufer und vorbei an der ehemaligen Mädchenschule von St. Kastor, bis Sie rechts in die Rheinstraße einbiegen. Gehen Sie doch auf dem Görresplatz doch einmal um den Brunnen mit der Historiensäule herum. Dieses im Jahr 2000 von Prof. Dr. Jürgen Weber geschaffene Kunstwerk stellt in verschiedenen Schichten Szenen aus der wechselvollen Stadtgeschichte dar. Eine Tafel mit Beschreibung erleichtert das Verständnis der 2000jährigen Stadtgeschichte.

Durch die Firmungsstraße gelangen Sie zum Jesuitenplatz, vorbei an einigen schön erhaltenen Barockhäusern. Hier steht auch das ehemalige Jesuitenkolleg, das später als Gymnasium diente, und seit 1895 als Rathaus genutzt wird. Im Treppenhaus (Rathausgebäude I), können Sie die 1701 von Carl Maria Pozzi geschaffenen Stuckdecken bewundern. Von der Jesuitenkirche an der Ostseite existiert leider nur noch die frühbarocke Fassade. Dahinter errichtete man nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg einen modernen Kirchenbau. Durch den Torbogen neben der Kirche geht es weiter, den ehemaligen Klosterhof können wir durch das reich verzierte barocke Westportal erblicken.

Rechts steht der Schängelbrunnen von Carl Burger aus dem Jahr 1940. Schängel sind die in Koblenz geborenen Lausejungen. Das Wort stammt aus der 20-jährigen Zugehörigkeit (17941814) der Stadt Koblenz zu Frankreich. Gemeint waren damit ursprünglich die von den Franzosen abstammenden Kinder deutscher Mütter. Der gängigste Name war damals Hans oder Johann, was dem französischen Jean entspricht. Die Koblenzer hatten aber Schwierigkeiten, Jean französisch auszusprechen, und in der Mundart der Koblenzer wurde daraus Schang. Über die Zeit entwickelte sich hieraus schließlich Schängel (= Hänschen). Anfangs galt dies als Schimpfwort, etwa vergleichbar dem deutschen Bankert (Synonym für ein uneheliches Kind). Heute jedoch wird Schängel als Ehrenname verstanden, und jeder in Koblenz Geborene darf für sich in Anspruch nehmen, ein Schängel zu sein. Häufig wird sogar liebevoll eine zweite Verkleinerungsendung zum Schängelche angehängt.

Abb. 66 – Koblenz Schängel-Kanaldeckel

Sie folgen der Gymnasialstraße und biegen links in die Schanzenpforte ein. Die mittelalterliche Stadtmauer wurde hier stellenweise in die Wohnhäuser integriert und wurde dadurch erhalten.

Am Ende der Schanzenpforte halten Sie sich rechts und erreichen die Clemensstadt (Neustadt), benannt nach dem letzten Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus. Im 18. Jh. sollten am Rheinufer ein prunkvolles Schloss und ein neuer, repräsentativer Stadtteil entstehen. Gleich zu Ihrer Rechten befindet sich das erste neu entstandene Wohnhaus aus dem Jahr 1786, besonders die prunkvolle Fassadengestaltung fällt auf.

Abb. 67 – Koblenz Stadttheater

Jenseits der Clemensstraße liegt das frühklassizistische Comödien- und Ballhaus, das heutige Stadttheater, heute eine dreispartige Einrichtung, in der Schauspiel, Musiktheater und Ballett gleichrangig nebeneinander stehen. Es hat seine Heimat im einzigen erhaltenen klassizistischen Theaterbau am Mittelrhein; ein Ringtheater mit Illusionsmalerei und einem Zuschauerraum auf ringförmigem Grundriss, der auf die einstige kurfürstliche Loge ausgerichtet ist. Von Anfang an war es für das Volk und nicht für den Hofstaat bestimmt Wer seine Kenntnisse der lateinischen Ziffern nicht ganz verloren hat, erfährt hoch über dem Theatereingang, dass das Gebäude 1787 errichtet wurde, und zwar „für die Musen, die guten Sitten und das öffentliche Vergnügen“. Hoch über der Bühne lehrt uns die in Latein gehaltene Inschrift: „Ridendo corrigo mores“ (durch Lachen verbessere ich die Sitten). Vermutlich als Konzept fürs Theater gedacht, dennoch auch eine Weisheit, auf die man sich im Alltag vielleicht häufiger besinnen sollte …

Am Theater geht es die Stresemannstraße hinunter zum Rhein, vorbei an den ehemaligen Gebäuden des Oberpräsidiums der preußischen Rheinprovinz im rheinischen Barock mit Jugendstileinflüssen. Das Regierungsgebäude von 1906 am Konrad-Adenauer-Ufer ist ein riesiger neo-romanischer Bau. Hier befindet sich heute das Präsidium des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung.

Abb. 68 – Koblenz Schloss

Auf der Uferpromenade geht es jetzt stromaufwärts durch die Kaiserin-Augusta-Anlagen, gestaltet nach einem Entwurf von Peter Joseph Lenné. Vorbei am Joseph-Görres-Denkmal, das an einen der führenden Köpfe der revolutionären rheinischen Jugend zu Beginn des 19. Jh. erinnert, erreichen Sie die Pfaffendorfer Brücke und das 1925 erbaute Weindorf. Auf dem Fußgängerweg durch die Unterführung gelangen Sie schlussendlich zum Kurfürstlichen Schloss.

Das im reinen Klassizismus errichtete Gebäude mit den Zirkelbauten und dem Mittelbau, der durch die wuchtigen Säulen auffällt, wurde 1786 eingeweiht. Schon acht Jahre später musste Clemens Wenzeslaus vor den anrückenden französischen Truppen nach Augsburg fliehen. Dorthin nahm er auch die prächtige Innenausstattung mit. Leider ist das Kurfürstliche Schloss, heute sind hier verschiedene Behörden untergebracht, nicht zu besichtigen.

Zurück zum Ausgangspunkt des Rundgangs gelangen Sie nun durch die nahe gelegene City.

ACHTUNG: Wichtiger Update zum Mosel-Camino – Etappe Schweich – Trier – 23.02.2009

 

Achtung Umleitung! Bei Trier-Quint führt der Mosel-Camino vorerst nicht mehr über den Adolf-Krämer-Weg hoch zur Ehranger Heide. Gründe sind zum einen Waldarbeiten, die den Weg unpassierbar machen; zum anderen ist der Kreuzweg-Abstieg von der Heide nach Ehrang aus Sicherheitsgründen gesperrt. Eine beschilderte Umleitung führt parallel zur Eisenbahnline über ‚Zum Lötschert‘  in die Niederstraße nach Trier-Ehrang, wo man in Höhe Pfarrkirche wieder auf die Kyllstraße trifft.

 

Neues von den Jakobswegen – gefunden am 06.02.2009

 

Endlich Wegweiser für Jakobspilger

 

RZ-Online Artikelarchiv vom 30.12.2008

Endlich Wegweiser für Jakobspilger

"Knotenpunkt" beliebter Pfade: Schilder am Wegesrand aufgestellt

Mitten durch Lahnstein führen fast vergessene Pfade, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen: Jakobuswege, die Pilger aus allen Nationen locken und nicht selten bis ins ferne Spanien nach Santiago de Compostela führen.

LAHNSTEIN. Die Stadt Lahnstein ist sogar ein "Knotenpunkt" für Jakobspilger, denn gleich mehrere Pfade – der Lahn-Camino von Lahnstein bis Wetzlar und der Rhein-Camino – treffen hier zusammen, der Mosel-Camino liegt in unmittelbarer Nähe. Jetzt gibt es auch Schilder, die Pilgern und Wanderern den Weg weisen. Die Mitglieder der Jakobusgesellschaft Rheinland-Pfalz/Saarland freuen sich, denn jetzt sind alle Jakobswege an Lahn, Rhein und Mosel sowie in der Eifel fertig markiert. Die letzten Schilder wurden in Lahnstein an der Ecke Bodewigstraße / Frankenstraße angebracht.
Auch die kleine Jakobuskapelle im Herzen des Stadtteils Oberlahnstein, gegenüber des Alten Rathauses gelegen, ist eine Station, die in früheren Zeiten von Jakobspilgern aufgesucht wurde.

An der Johanniskirche am Niederlahnsteiner Rheinufer weist außerdem der erst vor kurzem aufgestellte "Santiago-Stein", beschriftet mit der genauen Kilometerangabe für die Strecke Lahnstein-Santiago de Compostela, auf den Jakobsweg hin. An dieser Stelle muss der Pilger, der den Mosel-Camino benutzen möchte, den Rhein überqueren und dem Weg von Schloss Stolzenfels aus über Trier und Metz Richtung Spanien folgen. Die Regionalgruppe Mittelrhein dankte allen, die die die Aufstellung der Hinweisschilder ermöglicht haben und wünscht allen Jakobspilgern, dass sie stets gute Erfahrungen auf diesen Wegen machen mögen.    (kr)

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