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Der Lahnwanderweg – Wandern im FacettenReich

Lahnwanderweg: Weilburger Schloss

Lahnwanderweg: Weilburger Schloss

Der Lahnwanderweg kann alles außer langweilig. Fröhlich und unbeschwert
durchstreift er die unterschiedlichen Landschaften des Lahntals und
verknüpft sie mit den lebendigen Orten und ihren Sehenswürdigkeiten.

Im eigenen Wandertempo unterwegs bieten sich viele Möglichkeiten, die Seele baumeln zu lassen. Die einen mögen lieber die verwunschene Landschaft an der Quelle und im oberen Lahntal, die anderen die größere Weite der Auenlandschaften im mittleren Lahntal und das wildromantische untere Lahntal, wo sich der Fluss im tief
eingeschnittenen Tal entlangschlängelt, hat seine eigenen Fans. Die Lahn fließt in 242 Kilometern bis zum Rhein. Der Lahnwanderweg nimmt sich für diese Strecke mehr Zeit. Er führt in 290 Kilometern über Berg und Tal, Wald und Aue, Stadt und Dorf durch das ganze Lahntal bis zum Rhein. Dabei dürfen die Wanderer meist wohl dosierte, insgesamt ca. 6.000 Höhenmeter erwandern, unzählige Aussichten genießen und sogar durch ein paar leichte Klettersteigpassagen kraxeln.

Facettenreich ist das Erlebnis Lahnwanderweg. Kelten und Römer haben in der Region schon ihre Spuren hinterlassen. Ritter und Adlige ließen Burgen, Schlösser und Dome zurück. Die Universitäten als Wegbereiter für Chemie, Physik und Reformation sind auch heute quirlige Städte. Die Kultur am Weg bildet eine herrliche Mischung mit der umgebenden Landschaft. Diese fasziniert mal als verwunschenes Mittelgebirge, mal als weitläufige Auenlandschaft, und dann wieder als romantisches Flusstal, tief zwischen hoch aufragenden Felsen.

Auf den 19 Etappen zwischen Feudingen und Lahnstein bleibt Stress völlig außen vor, nicht zuletzt wegen der exzellenten Bahnanbindung bei 18 von 20 Etappenorten.

Die Wanderplanung für eine Tour auf dem Lahnwanderweg ist komfortabel. Zur Wahl stehen Karte und Taschenführer, außerdem im Internet Tourenplaner und Touren-App oder das Rundum-Sorglos-Paket einer gebuchten Wanderung. Ausführliche Informationen finden sich unter www.lahnwanderweg.de.

Endlich Wegweiser für Jakobspilger

 

RZ-Online Artikelarchiv vom 30.12.2008

Endlich Wegweiser für Jakobspilger

"Knotenpunkt" beliebter Pfade: Schilder am Wegesrand aufgestellt

Mitten durch Lahnstein führen fast vergessene Pfade, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen: Jakobuswege, die Pilger aus allen Nationen locken und nicht selten bis ins ferne Spanien nach Santiago de Compostela führen.

LAHNSTEIN. Die Stadt Lahnstein ist sogar ein "Knotenpunkt" für Jakobspilger, denn gleich mehrere Pfade – der Lahn-Camino von Lahnstein bis Wetzlar und der Rhein-Camino – treffen hier zusammen, der Mosel-Camino liegt in unmittelbarer Nähe. Jetzt gibt es auch Schilder, die Pilgern und Wanderern den Weg weisen. Die Mitglieder der Jakobusgesellschaft Rheinland-Pfalz/Saarland freuen sich, denn jetzt sind alle Jakobswege an Lahn, Rhein und Mosel sowie in der Eifel fertig markiert. Die letzten Schilder wurden in Lahnstein an der Ecke Bodewigstraße / Frankenstraße angebracht.
Auch die kleine Jakobuskapelle im Herzen des Stadtteils Oberlahnstein, gegenüber des Alten Rathauses gelegen, ist eine Station, die in früheren Zeiten von Jakobspilgern aufgesucht wurde.

An der Johanniskirche am Niederlahnsteiner Rheinufer weist außerdem der erst vor kurzem aufgestellte "Santiago-Stein", beschriftet mit der genauen Kilometerangabe für die Strecke Lahnstein-Santiago de Compostela, auf den Jakobsweg hin. An dieser Stelle muss der Pilger, der den Mosel-Camino benutzen möchte, den Rhein überqueren und dem Weg von Schloss Stolzenfels aus über Trier und Metz Richtung Spanien folgen. Die Regionalgruppe Mittelrhein dankte allen, die die die Aufstellung der Hinweisschilder ermöglicht haben und wünscht allen Jakobspilgern, dass sie stets gute Erfahrungen auf diesen Wegen machen mögen.    (kr)

Rom 01.10. – 31.12.2008

 

Weilburg – Lahnstein = 100 km / 5 Tage

 

 

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Koblenz-Stolzenfels – Mainz = 115 km / 6 Tage

 

 

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Mainz – Nürnberg = 256 km / 13 Tage

 

 

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Nürnberg – Müchen = 189 km / 10 Tage

 

 

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München – Benediktbeuren = 59 km / 3 Tage

 

 

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Benediktbeuren – Bozen-Leifers = 263 km / 13 Tage

 

 

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Bozen-Leiders – Modena = 269 km / 14 Tage

 

 

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Modena – Chiusi Scalo = 286 km / 15 Tage

 

 

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Chiousi Scalo – Rom = 186 km / 10 Tage

 

 

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Gesamt: 1.723 km / 87 Tage

Nachwort

 

Und hier, gegenüber der Hospitalkapelle in Lahnstein, der besonderen Stelle im Rheinland, wo sich die Pilgerströme aus dem Norden entlang des Rheins und aus dem Osten entlang der Lahn getroffen haben, möchte ich den ersten Teil des Rhein-Caminos ab­schlie­ßen. Von hier ging und geht es dann weiter; für die mittelalterlichen Pilger, wie auch, wenn Sie mögen, für Sie. Entweder in Richtung Westen, auf dem Mosel-Camino über Trier, oder in Richtung Süden, auf dem Rhein-Camino über Mainz, Worms, Speyer bis nach Straßburg. Und irgendwo in Frankreich, spätestens in St. Jean Pied de Port haben sich alle Pilger wieder vereinigt, um dann gemeinsam dem Camino Frances bis nach Santiago de Compostela zum Grab des Apostels Jakobus d.Ä. zu folgen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihr persönliches Ziel für die vergangenen acht Tage erreicht haben. Ich wün­sche, dass Sie die Ruhe und die Besinnlichkeit des Pilgerweges gefunden haben. Ich freue mich, wenn Ihnen dieser Pilgerwanderführer ein wenig bei der Vorbereitung und der Durchführung Ihrer Pilger­woche geholfen hat.  Und ich freue mich, wenn ich Sie mit dem 2. Band des Rhein-Caminos wieder ein Stück weit auf dem Pilgerweg begleiten darf.

Ultreia, ultreia et sus eia, deus adjuva nos – Vorwärts, vorwärts und aufwärts, Gott begleitet uns!

Ihr Karl-Josef Schäfer

Ein Hinweis in eigener Sache – und eine Gebrauchsanweisung!

 

Hallo, liebe Leser, und ein herzliches Ultreia aus Weilburg an der Lahn, direkt am Lahn-Camino, dem Jakobsweg von Wetzlar nach Lahnstein!

Ich freue mich über jeden einzelnen Besucher auf diesen Internetseiten und ganz besonders über Ihre Rückmeldungen zu den Jakobswegen in Deutschland!

Da diese Webseiten ursprünglich aus der Intention entstanden sind, Freunde und Bekannte über den Jakobsweg meiner Frau Gabi Strommen und mir auf dem Laufenden zu halten, habe ich seinerzeit die Form eines ‚Blog‘ gewählt. Das Wort Blog ist mittlerweile zum Neuhochdeutschen geworden und bedeutet soviel wie Internet-Tagebuch.

Auch wenn sich hier heute nicht mehr unbedingt unsere Erfahrungen auf dem Weg widerspiegeln, und es mehr und mehr zu einer Informations-Seite über die Wege der Jakobspilger in Deutschland wird, habe ich mich an die Besonderheiten gewöhnt und die Form hat sich in den vergangenen 18 Monaten auch in vielerlei Hinsicht bewährt. Statt 10 Zugriffe in der Woche in der Anfangszeit, informieren sich heute eine Vielzahl neuer Besucher am Tag auf diesen Seiten. ‚Neue Besucher‘ heisst in diesem Zusammenhang, sie sind entweder zum ersten Mal auf diesen Seiten, oder aber sie waren vier Wochen nicht da. Ganz ansehnlich, wie ich finde!

Für Sie als Besucher heisst die Form des Blog eine kleine Umstellung! Wie im Tagebuch ist die wichtigste, die aktuellste, Seite besonders interessant. Und die steht auf diesen Internetseiten immer oben. Wenn Sie an älteren Artikeln -die können durchaus vom selben Tag stammen- interessiert sind, müssen Sie nach unten scrollen (das ist auch Neuhochdeutsch und bedeutet den Pfeil an der rechten Seite mit der Maus nach unten zu ziehen).

Und wenn Sie an einem Thema oder einem der Pilgerwanderführer chronologisch interessiert sind, sollten Sie immer von unten nach oben lesen.

Da die Unmenge von Informationen eine kleine Ordnung benötigt, habe ich Kategorien eingerichtet. Diese Kategorien können Sie einzeln aufrufen – Sie finden das Menü in der linken Spalte unter meinem Profil.

Die einzelnen Kategorien können Sie auch abonnieren, das heisst, neue Artikel auch ohne Internetverbidnung ansehen. Dazu dient das Zeichen neben dem Kategorienamen, der Punkt mit dem zwei nach oben zeigenden Bögen. Das ist ein sogenanntes RSS-Feed, kurz ein Abonnement.

Unter den Kategorien befinden sich die Monatsarchive seit Beginn des Blogs.

Ich wünsche Ihnen, dass die Informationen, die Sie suchen, auch vorhanden sind. Wenn nicht, und wenn Sie im Internet auch anderswo nicht fündig werden, kommen Sie einfach einmal wieder zurück. Die Internetseite wächst täglich, auch gerade deswegen, weil meine Pilgerwanderführer mit den vielfältigen Information hier auf der Seite entstehen.

Buon Camino, Ihr Karl-Josef Schäfer

Ultreia

 

Ultreia, vorwärts, morgen geht es endlich wieder los. Und nachdem wir im Februar wunderschönstes Frühlingswetter mit strahlendem Sonnenschein hatten, meldet sich heute pünktlich zum Frühlingsanfang der Winter zurück. Und die nächsten Tage sollen nicht gerade einladender werden. Wollen wir wirklich los?

Ich bin mir alles andere als sicher, ob ich das wirklich will. Mindestens einmal am Tag nass werden. Und das bei Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt. Aber es gab mittelalterliche Pilger, die haben zur Buße Erbsen (roh natürlich, sonst wirkt es nicht :-)) in die Schuhe hineingesteckt. Ich weiss nur nicht so genau, wofür ich büßen soll.

Ich glaube, ich überlasse Lisa die Entscheidung. Denn eigentlich brenne ich darauf, endlich wieder loszukönnen. Den Wegen der Jakobspilger auf der Rhein-Achse folgen. Nicht alle sind über die Eifel nach Trier gegangen. So manch einer wird dem Verlauf des Rheines gefolgt sein. Die Almosenrechnungen in Andernach, oder die Hospitalkapelle in Lahnstein, oder die vielen anderen Spuren beweisen es.

Um Lisa mache ich mir aber die geringsten Sorgen. Rucksack-Packen ist so ein Beispiel.

Da hat sich ein Pilger aus der Nähe von Gießen meinen Pilgerwanderführer für den Lahn-Camino gekauft, dazu ein paar gute Wanderschuhe und einen Rucksack – hat aber meine Liste der Ausrüstung nicht weiter beachtet. Bei 65 kg Körpergewicht rückte er hier am vergangenen Sonntag mit einem 15 kg Rucksack an. 1,6 kg hat er von hier nach Hause geschickt und zog mit etwas über 13 kg von hier weiter. Kein Wunder, dass er körperlich an seine Grenzen stiess.

Ganz anders unsere Lisa Marie. "Du kannst aber höchstens 6 kg mitnehmen!" "Was muss denn mit," war ihre Frage. Ich habe ihr die Liste aus den Pilgerwanderführern und Gabis Rucksack gegeben, eine Stunde später kam sie mit dem gepackten Rucksack wieder: 4,9 kg. Und hatte noch zusätzliche Wäsche drin. Mit Wasserflasche ist sie jetzt bei 10% ihres Körpergewichtes. Klasse – die Jakobspilger in den verschiedenen Internet-Foren, die tagelang über Sinn und Unsinn streiten und sich nicht belehren lassen wollen, sollten sich daran ein Beispiel nehmen.

Lisa wäre ja auch ohne Wanderschuhe, in labberigen Turnschuhen losgezogen. Oder in ihrer Jeans-Jacke. Mir kommen da die "Vögel des Himmels" in den Sinn: "Sie säen nicht, sie ernten nicht, aber der Herr im Himmel ernährt sie doch!" Völlig unbedarft, voller Gottvertrauen, es wird schon nicht so schlimm werden – und bei Regen und Schnee stellt man sich unter.

Ja, ein Riesenunterschied. Ist es das Alter, das mich alles vorbereiten und planen lässt?

Ultreia, ultreia et sus eia, deus adjuva nos.

Mosel-Camino‏

 

Date: Sun, 16 Mar 2008 14:48:15 +0100
From:
To: kajoschaefer@hotmail.de
Subject: Mosel-Camino

Guten Tag Herr Schäfer,

ich freue mich wirklich über die Tatsache, ein Stück Jakobsweg ganz in meiner Nähe zu haben :o)

Im letzten Jahr bin ich mit meiner besten Freundin das letzte Drittel in Spanien gepilgert – von Astorga nach Santiago de Compostella. Dies war eine der besten Erfahrungen, die ich je in meinem Leben gemacht habe! So Gott will, werden wir dieses Jahr noch mal kurzfristig laufen, dann ab Pamplona oder ab Burgos!

Um nun schon mal ein bisschen in Übung zu kommen, wollen wir mal die erste Etappe des Mosel-Camino in Angriff nehmen. Zur Vorab Information hab ich mich heute schon mal am Schloss Stolzenfels umgesehen, aber leider konnte ich keinerlei Markierungen des Weges entdecken! Auch der nette "Schloss-Führer" konnte mir keine Auskunft zu dem Weg geben! Nun bin ich ein wenig verunsichert!

Können Sie mir bitte sagen, ob es oberhalb vom Schloss erste Markierungen gibt oder beginnt der Weg erst gar nicht am Schloss, sondern woanders!? Super wäre auch, wenn Sie mir sagen würden, wieviel Kilometer die erste Etappe hat!? Ich will damit nur vermeiden, dass wir uns in der Zeit verschätzen!

Vielen Dank vorab und alles Gute für Sie!

Gruß

Sandra aus Koblenz

Hallo, schönen guten Tag, Frau …,

eine Markierung gibt es auf dem Mosel-Camino noch nicht -. wir hoffen, dass die Jakobsgesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland und die Kommunen entlang des Weges es im Laufe des Jahres zustande bringen.

Exakt beginnt der Weg unten am Fähranleger, von Lahnstein kommend, und die erste Etappe bis Alken sind ca. 23 km.

Am einfachsten ist es natürlich, wenn Sie sich den Pilgerwanderführer von Koblenz-Stolzenfels nach Trier zulegen. Das Roh-Skript für das Buch können Sie aber auch auf meiner Internetseite www.xschaefer.de in der Kategorie "Pilgerführer Mosel" finden. Zumindest die Streckenführung können Sie den Internet-Seiten gut entnehmen.

Ultreia, Ihr Karl-Josef Schäfer

Diese eMail sendet Ihnen Karl-Josef Schäfer, Autor der Pilgerwanderführer-Reihe. Band 1: Der Jakobsweg von Wetzlar nach Lahnstein – Ein Pilgerwanderführer für den Lahn-Camino, ISBN 978-3833494758. Band 2: Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier – Der Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino, ISBN 3833498889


Anregungen für die Neuauflage des Mosel-Camino …

 

… von Willi Eisenbarth, ehemaliger Stadtarchivar, Lahnstein:

 

Seite 38: Burg Kunostein – existiert heute nicht mehr, es handelt sich um Engers bei Neuwied

Matthiaskapelle in Kobern – bis 1422 war dort das Haupt des heiligen Matthias, dann erst kam es in den Trierer Domnschatz und erst 1927 nach St. Matthias.

Der heilige Rock in Trier ist ein früher und heute ein wichtiges Pilgerziel

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