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Schlagwort: Kloster

„Tag der offenen Klöster“ am 10. Mai 2014 – Bischof Felix Genn: „Ohne Klöster würde der Kirche etwas fehlen“

Am morgigen Samstag, 10. Mai 2014, findet der erste bundesweite „Tag der offenen Klöster“ statt – über 350 Klöster in Deutschland öffnen ihre Türen. Abt Hermann-Josef Kugler O.Praem., Vorsitzender der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK), freut sich auf das Ereignis: „Menschen in nahezu allen Regionen Deutschlands haben die Möglichkeit, Klöster in ihrer Nähe zu besuchen. Wir laden ein, uns Ordensleute kennenzulernen und sich ein Bild zu machen, wie das Leben im Kloster im 21. Jahrhundert aussieht.“

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1. Etappe Neuss – Köln-Worringen = ca. 26 km

 

Neuss – Worringen

 

Neuss-Quirinusmünster – Römerlager (ca. 3 km) – Grimlinghausen (ca. 1,5 km) – Römerturm (ca. 2 km) – Uedesheim (ca. 2 km) – St. Peter (ca. 3,5 km) – Feste Zons (ca. 5 km) – Dormagen (ca. 5,5 km) – Worringen (ca. 3,5km) = ca. 26 km

Schwierigkeitsgrad: keine nennenswerten Steigungen, überwiegend geteerte Wege

Besichtigungen in Neuss, Feste Zons

Zeitbedarf ca. 6 Stunden zzgl. Pausen und Besichtigungen

Tagesimpuls: Eines Tages, als sie miteinander unterwegs waren, kam einer auf Jesus zu und sprach ihn an:“Ich will mit dir gehen, überall, wohin du gehst!“ Jesus erwiderte: „Die Füchse haben ihren Bau. Die Vögel haben ihr Nest. Ich, der Bevollmächtigte Gottes, habe nicht einmal einen Schlafplatz oder ein Versteck vor den Mächtigen, die mir nachstellen.“ (Lk 9, 57f.)

Legende: Hildegund von Neuss, oder Hildegund von Schönau, wie sie auch genannt wird, wurde in Neuss am Rhein als Tochter eines reichen Bürgers um 1171 geboren. Ihr Vater nahm sie mit auf eine Pilgerreise in das Heilige Land, nach Jerusalem. Zu ihrem Schutz steckte ihr Vater sie in Jungenkleider und gab ihr den Namen Joseph. Auf der Rückreise starb ihr Vater und Hildegund musste große Gefahren und Schwierigkeiten meistern. Auch wurde sie wegen Diebstahl zum Tode verurteilt, jedoch von Engeln errettet. Gestorben ist die heilige Hildegund mit nur 17 Jahren am 20. April 1188 im Zisterzienser-Kloster Schönau im Odenwald. Erst nach ihrem Tod hat man ihr wahres Geschlecht entdeckt. Ihr Grab befindet sich im Chor der Klosterkirche von Schönau.

Neuss am Rhein

Allgemeines: Neuss liegt linksrheinisch gegenüber Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen und ist Kreisstadt des Rhein-Kreises Neuss. Die Einwohnerzahl belief sich am 30.09.2007 auf 152450. Als römische Grün­dung am Jahr 16 v. Chr. feierte Neuss im Jahr 1984 das 2000-jährige Bestehen. Das Neusser Bürger-Schützenfest am letzten August-Wochenende jeden Jahres gilt als das zweitgrößte Schützenfest in Deutschland, mit ca. 6500 Schützen und 1200 Musikern. Weitere Informationen und einen Stadtrund­gang durch Neuss finden Sie im Anhang 1 dieses Pilger-Wanderführers.

Anlaufstellen:  Katholisches Pfarramt St. Quirinus (Münsterkirche), Freithof 7, 41460 Neuss, Tel. 02131-222327; Verband Ev. Kirchengemeinden in der Stadt Neuss, Further Straße 157, 41462 Neuss, Tel. 02131-66599-00; Islamische Gemeinde Neuss, Gielenstr.9, 41460 Neuss, Tel.: 02131-222258; Tourist Information Neuss, Rathaus-Arkaden, Büchel 6, 41460 Neuss, Tel. 02131-4037795, E-Mail: tourist-information(at)nttg-neuss.de

Übernachtung:  Jugendherberge Uedesheim (direkt am Jakobsweg), Macherscheider Straße 109, 41468 Neuss, Ü/F im DZ 46,40 Euro, Tel. 02131-718750, E-Mail: neuss(at)jugendherberge.de; Kolpinghaus (Innenstadt), Burggraben 1, 41460 Neuss, Ü im Doppelzimmer (ohne Frühstück) 42,– Euro, Tel. 02131-225-0, E-Mail: neusskolpinghaus(at)aol.com; Frank Schulze, Grünstraße 12 (Gnadental/Nähe Römerlager), 41460 Neuss, Ü im DZ (ohne Frühstück) ab 24,– Euro, Tel. 02131-470633, Frank.Schulze(at)extern.stk. nrw.de; Georg Scholz, Breite Straße 54 (Innenstadt), 41460 Neuss, Ü im DZ (ohne Frühstück) ab 30,– Euro, Tel. 02137-7864300, E-Mail: wohnung(at)ks-scholz.de

Geschichte: Ob Neuss nun wirklich neben Augsburg und Trier oder auch Kempten die älteste Stadt in Deutschland ist, sei einmal dahingestellt. Sicher ist die Gründung von Castra Novaesium im Jahr 16 v. Chr. durch die Römer. Und es ist der zweitälteste Ort an Ihrem Jakobsweg von Neuss über Köln nach Koblenz-Stolzenfels. Köln wurde spätestens 19 v. Chr. gegründet, Bonn und Andernach 12 v. Chr. und Koblenz schließlich 9 v. Chr. Ein erstes steinernes Legionslager mit bis zu 6500 Mann Besatzung entstand im 1. Jahrhundert n. Chr. Als das Lager an der Erftmündung Ende des 3. Jhs. aufgegeben hatte, entstand im Bereich der römischen Zivilsiedlung nahe des heutigen Quirinusmünsters eine neue Befestigung. Daraus entwickelte sich das mittelalterliche und heutige Neuss, denn hier wurde im 9. Jh. auch eine Kirche gebaut und daneben, Ende des 10. Jh., ein Benediktinerinnenkloster. Wahrscheinlich sind in dieser Zeit auch die Reliquien des heiligen Quirinus, der den Märtyrertod in Rom gestorben sein soll, nach Neuss überführt worden.

Heinrich VI. bestätigte 1190 die Zollfreiheit für Neuss, und ab 1200 hat man die Stadtmauer mit insgesamt 5 Türmen errichtet. Im Jahre 1209 wurde der Grundstein für das Quirinusmünster gelegt. Die verstärkt einsetzende Verehrung des Neusser Stadtpatrons als Patron der Pferde, Rinder und Ritter sowie seine Anrufung bei Bein- und Fußleiden, Gicht, Lähmung, Eitergeschwüren, Hautausschlag, Pest, Ohrenschmerzen, bei Kropf, Fisteln, Knochenfraß und Pocken (Quelle: www.wikipedia.org) machten eine größere Kirche nötig und wohl auch erst finanziell möglich. Allmählich entwickelte sich Neuss im  Mittelalter neben Aachen und Köln zu einer der wichtigsten rheinischen Wallfahrtsstätten. Zeitweise waren über 5000 Pilger in der Stadt – bei einer Einwohnerzahl von rund 4000.

Der falsche Kaiser Tile Kolup, der sich den Volksglauben an die Rückkehr des beliebten, 1250 gestorbenen Kaisers Friedrich II. geschickt zunutze machte, hielt 1284/85 fast ein Jahr lang Hof in Neuss. Natürlich drehte es sich, wie so oft in der Geschichte und in der Gegenwart, um das liebe Geld. Denn wer den Kaiser in seinen Mauern beherbergte, der brauchte dem rechtmäßigen König keinen Tribut zu leisten. Oder? Rudolf von Habsburg, der rechtmäßige König, belagerte die Stadt vergeblich, um dessen Auslieferung zu erzwingen. Im Sommer 1285 zog Tile Kolub mit seinem Gefolge aus ungeklärten Gründen nach Wetzlar. Auch hier wurde er mit allen Würden empfangen – bis Rudolf von Habsburg vor den Toren Wetzlars stand. Da bekamen die Wetzlarer Angst vor ihrer eigenen Courage und lieferten Tile Kolup an den König aus. Schließlich wurde er am 07. Juli 1285 in der Nähe von Wetzlar als Ketzer verbrannt.

Einen gewaltigen Aufschwung erlebte Neuss nach dem Burgundischen Krieg, auch Neusser Krieg oder Kölner Stiftsfehde genannt. Die Auseinandersetzung wurde zwischen dem Kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz auf der einen, und dem Kölner Domkapitel auf der anderen Seite geführt. Der Burgunderherzog Karl der Kühne stand dem Erzbischof zur Seite. Während Ruprecht von der Pfalz im Wesentlichen die niederrheinischen und westfälischen Besitzungen zurückerobern und die Privilegien des Domkapitels und der Städte in Kurköln beschneiden wollte, versuchte Karl der Kühne in kriegerischen Auseinandersetzungen, ein unabhängiges Königtum Burgund zu schaffen. Dabei musste er sich gegen den Kaiser wenden, nachdem der Versuch, seine Tochter mit dem kaiserlichen Sohn zu vermählen, scheiterte. Karl der Kühne wurde durch die 10monatige, erfolglose Belagerung von Neuss entscheidend geschwächt, der Kaiser aber bedankte sich bei den Neussern mit dem Münzprivileg und den Hanserechten.

Im Kölnischen oder Truchsessischen Krieg, in dem die Bayern gegen den zum Protestantismus gewechselten Kölner Erzbischof vorgingen, wurde Neuss erobert und verlor die Privilegien wieder. Ein großer Stadtbrand 1586 tat ein Übriges zum Niedergang der wirtschaftlichen Macht von Neuss.

Die Stiftsfehde und auch der Truchsessische Krieg werden Ihnen auf dem weiteren Weg entlang des Rheins in Richtung Koblenz noch häufiger begegnen.

Erst im 19. Jh. erlebte Neuss wieder einen Aufschwung. Die Stadt wurde an das rechtsrheinische Bahnnetz angeschlossen und der Neusser Hafen ausgebaut. Sehenswürdigkeiten: Neuss ist immer wieder einen Besuch wert. Einen kleinen Stadtrundgang durch das historische Neuss habe ich für Sie im Anhang 1 zusammengestellt.

Rhein-Camino: Ihr Jakobsweg am Rhein startet mitten in der Stadt, am Quirinus-Münster. Er folgt bis zum Bonner Münster dem Niederrhein-Camino von Nimwegen über Xanten nach Bonn, den der Landschaftsverband Rheinland initiiert und markiert hat. Ein Pilgerwanderführer von Frau Heusch-Altenstein für diesen Weg ist zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses beim Landschaftsverband Rheinland in Vorbereitung und wird im Herbst 2008 erscheinen. Hier am Quirinus-Münster, zwischen der altehr­würdigen Kirche aus dem 13. Jh. und dem Zeughaus, steht auch die lebensgroße Bronze-Statue eines mittelalterlichen Pilgers. Ein wenig sieht dieser Pilger aus, als wäre er vor irgendetwas auf der Flucht. Na ja, wer weiß?! Sie gehen die Treppe hinunter und gelangen durch die Gasse auf der gegenüber liegenden Seite zum Omnibusbahnhof. Hinter dem großen Bauzaun, den Sie sicherlich 2008 und vielleicht auch noch 2009 vorfinden werden, finden archäologische Grabungen zum mittelalterlichen Neuss statt. In diesem Bereich muss auch die römische Zivilstadt gewesen sein; das Militär-Lager des römischen No­vaesium passieren Sie wenig später auf Ihrem Weg durch den Stadtteil Gnadental und Grimling­hau­sen.

Am Rheinischen Landestheater vorbei geht es auf der Oberstraße bis zum Obertor, dem einzigen noch erhaltenen Stadttor des mittelalterlichen Neuss. Dieses südlich gelegene, mächtige Stadttor wurde mit der Stadtmauer um 1200 gebaut und kontrollierte die wichtige Handelsstraße nach Köln. Sicher sind viele Pilger durch das Obertor in Richtung Süden gepilgert. Heute ist hier die Abteilung zum mittelalterlichen Neuss des Clemens-Sels-Museums untergebracht.

Weiter geht es zunächst am Kloster Immaculata und am St.-Josef-Krankenhaus vorbei, beides Gründun­gen der Neusser Augustinerinnen, bis zum Alexianerplatz. Wenn Sie die Straße überquert haben, folgen Sie dem Fußweg, der auf die Schule zuläuft und schon bald in einen Waldweg, dem Scheibendamm, übergeht. Wahrscheinlich wird der Landschaftsverband Rheinland noch in diesem Jahr damit beginnen, den Weg mit der Jakobsmuschel zu markieren, so dass es dann einfacher wird, den Weg zu finden.

Schnurgerade ist der Weg, der bis zum Neusser Sporthafen zwischen Gnadental und Grimlinghausen führt. Wenn Sie unter der Autobahn hindurchgegangen sind, befinden Sie sich im heutigen Neusser Stadtteil Gnadental und passieren das Areal des römischen Militärlagers aus der Mitte des 1. Jh. Hier war eine ganze Legion mit fast 6500 Soldaten stationiert. Nur wenige Schritte benötigen Sie für einen Ab­stecher zum ‚Historischen Rundgang’, der im Bereich des ehemaligen Garnisonsgeländes angelegt wurde. Nicht alle Exponate stammen aus Neuss – aber interessant ist der Rundgang allemal. Teil dieses Rund­ganges ist auch die Fossa Sanguinis, die angebliche Kybele-Kultstätte am Gepa-Platz in Gnadental. Dieser spätantike Keller ist einzigartig unter den archäologischen Funden – aber ob er tatsächlich dem Kybele-Kult gedient hat, ist mehr als fraglich.

Zurück auf dem Rhein-Camino, umrunden Sie den Sporthafen – hier werden übrigens die höchsten Immobilienpreise in Neuss gezahlt – und erreichen die Erftmündung.  An dieser strategisch wichtigen Stelle entstanden seit 16 v. Chr. neun aufeinanderfolgende römische Legionslager. Sogar eine Brücke über die Erft hatten die Römer errichtet – leider wurde der Erftübergang im 16. Jh. zerstört.

Auf der Straße Am Römerlager sind Sie im Neusser Stadtteil Grimlinghausen. Von hier führt der Weg mit kleinen Ausnahmen immer am Rhein entlang, orientiert sich an der Römerstraße, die von Xanten nach Mainz führte.

Am Ortsausgang von Grimlinghausen pilgern Sie bitte auf dem Fahrradweg neben der Straße weiter. Dann kommen Sie direkt an der Rekonstruktion eines römischen Wachtturms am niedergermanischen Limes vorbei. Hier in der Nähe des Reckberges (ca. 44m N.N.) befand sich ein römisches Kleinkastell, und um 1900 wurden die Fundamente eines Wacht- und Aussichtsturmes ca. 200 m davon entfernt gefunden. Von hier aus wurden Signale an die in Sichtweite liegenden Lager Dormagen (Durnomagus) und Neuss (Novaesium) weitergegeben.

Der Pilgerweg auf dem Rhein-Camino führt vom Reckberg geradeaus durch den Neusser Stadtteil Uedes­heim, vorbei an der Jugendherberge und wieder in die Nähe des Rheins. Hier geht es immer weiter auf dem gut ausgebauten Fahrradweg rheinaufwärts in Richtung Dormagen und Köln.

Dormagen, genaugenommen den kleinen Ortsteil St. Peter, haben Sie schon erreicht, wenn es vom Rhein hoch auf die B9 und dann weiter an der vielbefahrenen ehemaligen Römerstraße geht. Sie pas­sieren den Silbersee, der an heißen Tagen gerne (verbotenerweise) zum Schwimmen genutzt wird. Dies ist nicht ganz ungefährlich. Die früher hier angesiedelte Zinkhütte hat eine große Arsenblase im ver­seuch­ten Erdreich hinterlassen. An der großen Kreuzung überquert der Jakobsweg die B9 und auf der anderen Seite die daneben verlaufenden Gleise und biegt dann nach links in die Düsseldorfer Straße ein. Von hier aus geht es durch den Ort Stürzelberg bis zum Campingplatz am Rhein hinunter.

Wenn Sie auf dem Rhein-Camino nach rechts in die Oberstraße abbiegen, passieren Sie die Stürzelberger Pfarrkirche, die dem heiligen Aloysius von Gonzaga geweiht wurde. 1838 wurde die Kirche als Kapelle erbaut und 1910 mit einem Seitenschiff zur Kirche erweitert.

Immer entlang der Oberstraße pilgern Sie durch die typische Niederrhein-Landschaft bis Zons. Der Nie­der­rhein ist eine Landschaft voller Gegensätze und Eigentümlichkeiten mit schnurgeraden Pappelreihen, knorrigen Kopfweiden, grünen Rheinauen, weiten Feldern und Wiesen. Eine außergewöhnliche Eigen­tümlichkeit ist auch die Feste Zons bzw., ganz genau genommen, die Stadt Zons. Zwar handelt es sich um einen Dormagener Stadtteil, wegen der historischen Bedeutung darf sich Zons aber seit 1992 ‚Stadt Zons’ nennen. Natürlich nur als Titularstadt.

Stadt Zons

Allgemeines: Stadt Zons ist ein Stadtteil von Dormagen liegt linksrheinisch im Rhein-Kreis Neuss im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Einwohnerzahl belief sich im Januar 2006 auf 5405. 

Anlaufstellen:  Pfarrbüro St. Martinus, Hubertusstraße 1a, 41541 Dormagen, Tel. 02133-42180, E-Mail: pfarrbuero(at)st-martinus-zons.de; Gemeinsames Evangelisches Pfarramt, Ostpreußenallee 1, 41539 Dormagen, Tel. 02133-219221; Tourist-Information, Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dor­ma­gen GmbH (SVGD), Schlossstraße 2-4, 41541 Dormagen (Zons), Tel. 02133-2762815, E-Mail: tourismus(at)svgd.de

Übernachtung:  Gästehaus Matzke, Kurfürstenstraße 9, 41541 Dormagen-Zons, Ü im DZ (ohne Frühstück) ab 50 Euro, Tel. 02133-45334; Gästehaus Wolter, Goltsteinstraße 5, 41541 Dormagen-Zons, Ü im DZ (ohne Frühstück) ab 50 Euro, Tel. 02133-46539, E-Mail: lydiawolter(at)aol.com

Geschichte: Schon im 7. Jh. wurde Zons erstmals urkundlich erwähnt, im Testament des Bischofs Kunibert von Köln. Aber archäologische Funde deuten auf eine Besiedlung des Gebietes schon in der Merowingerzeit hin. Eindeutig belegt ist ein Fronhof der Kölner Erzbischöfe im 12. Jh.

Die Befestigung von Zons stammen aus dem 13. und 14. Jh. – 1372 verlegte der Kölner Erzbischof die Erhebung des Rheinzolls von Neuss nach Zons, 1373 erhielt Zons die Stadtrechte, konnte sich aber in der Folgezeit wirtschaftlich nicht richtig entwickeln. 1463 verpfändete der Erzbischof die Festung an das Kölner Domkapitel.

Sehenswürdigkeiten: Der Rhein-Camino führt Sie durch das nördliche Rheintor in die Feste Zons hinein. Bevor Sie durch das alte Stadttor gehen, schauen Sie sich doch auf dem Vorplatz noch die Jakobsweg-Stele des Landschaftsverbandes Rheinland an. Zum Zeitpunkt der Recherche (April 2008) war die Aufstellung noch in der Planung, sollte aber bei Erscheinen des Pilgerwanderführers vollzogen worden sein.

Der Rheinturm, wegen der Figur des heiligen Petrus auch Petersturm genannt, wurde 1388 erbaut, hatte ursprünglich die Aufgabe, die Zolleinnahmen zu sichern. Im 19. Jh. wurde er als Wohnturm genutzt, an­schließend mit dem alten Zollhaus Teil eines Franziskanerinnenklosters. Die angebaute Rheintor-Kapelle wurde vom Kloster nach 1860 erbaut. Hier, unter dem Rheintor, ist das alte Kopfsteinpflaster noch er­halten, mit dem früher die ganze Altstadt gepflastert war.

Wenn Sie durch die Rheinstraße gehen, fallen Ihnen sicherlich die vielen schönen Details an den alten Häusern auf. Zwar sind diese alle nach dem großen Brand zu Beginn des 17. Jh. gebaut – dennoch ist das genauere Hinsehen lohnenswert. Am Haus Rheinstraße 8 ist allerdings die Jahreszahl 1310 auf der Haustür der Wunsch der Vater des Gedankens. Es müsste eigentlich 1710 heißen, die nachgemalten Zahlen sind nicht korrekt.

Die beiden auf der Rheinmauer erhaltenen Wachtürmchen – bis ins Jahr 1784 stand in der Mitte auch noch einer – werden auch Pfefferbüchsen genannt. Der mittlere Turm ist bei einem Hochwasser mit einem Teil der Mauer eingestürzt.

Sie gehen immer an der Mauer entlang, bleiben auf der Rheinstraße, und kommen zum ehemaligen Marktplatz, dem heutigen Schlossplatz. Vielleicht bemerken Sie, dass das Haus gleich am Eingang zum Platz, auf der linken Seite, auffällig schmal ist. Es benutzt als Wand einen Teil der Rheinmauer. Um aber auch größeren Fuhrwerken die Durchfahrt zu ermöglichen, musste das Haus besonders schmal gebaut werden. Der Schlossplatz liegt an der Schnittstelle von Rhein- und Schlossstraße, d. h., wenn Sie sich nach rechts wenden, gelangen Sie zum zweiten großen Zonser Stadttor, dem Feldtor. Links von Ihnen befindet sich ein schmaler Durchgang, durch den Sie auf die andere Seite der Rheinmauer gelangen.

Weiter geradeaus gelangen Sie in den Burghof. Heute wird die Burg als Kulturzentrum genutzt.

Interessant für Sie als Jakobspilger ist sicherlich der Ausgrabungs-Fund einer großen Muschel mit zwei Löchern. Benutzt wurde sie wohl als Pilgerzeichen, aber erst in der frühen Neuzeit, also zwischen dem 16. und 18. Jh. Wer die Muschel wohl getragen haben mag? Vielleicht war es ein Bewohner der Burg Friedestorm?

Die Fläche der Burg nimmt 1/6 der gesamten Stadt Zons ein. Hier wurden bei Ausgrabungen die ältesten Zonser Siedlungsspuren gefunden. Alleine fünf Kirchenbauten lassen sich im Burghof nachweisen: Der älteste Bau, eine Holzkirche, stammt aus dem 8. Jh. bis zu einem dreischiffigen, romanischen Bau aus dem 12. Jh., der dann in die Burganlage integriert wurde. Durch verschiedenfarbige Pflasterungen hat man die Stelle der verschiedenen Kirchbauten für den Besucher sichtbar gemacht.

Wenn Sie der Schlossstraße folgen, gelangen Sie zum ehemaligen Feldtor, von dem die dicken Mauern noch erhalten sind und einen kleinen Eindruck des ehemals mächtigen Tores vermitteln. Sie können dem Wallgraben nach rechts folgen, bis zum Krötschenturm, dem besterhaltenen Turm der Stadtbefestigung. Der Rhein-Camino führt aber nach links, in Richtung Windmühle. Diese ist sechsgeschossig und wie der Krötschenturm als Rundturm gebaut. Mühlenfunktion hat dieser Turm nachweislich seit 1447 gehabt, der Umbau zur Windmühle erfolgte gegen Ende des 17. Jh.

An der Mauerecke biegen Sie wieder nach links ein und folgen dem rund 25 m breiten Zwinger. Dabei passieren Sie auch den ehemaligen Zonser Hafen. Die Schiffe mussten hier um die Stadtmauer herum­gezogen werden.

Rhein-Camino: Von hier aus gehen Sie auf Ihrem Pilgerweg bis hinunter zum Rhein, um dann auf dem Deich bis nach Dormagen zu gelangen. Vorbei geht es an der Deponie und der Kläranlage auf dem Weg Oberster Monheimer Weg, bis dieser im Bogen zur Rheinfelder Straße und zur B9 führt.

Wenn Dormagen Ihr heutiges Etappenziel sein soll, überqueren Sie einfach die B9, folgen der Europa­straße ein Stückchen und biegen in eine der Straßen nach rechts ab. Diese führen Sie in die Innenstadt und zur Rathaus-Galerie.

Dormagen

Allgemeines: Dormagen liegt linksrheinisch im Rhein-Kreis Neuss im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Einwohnerzahl belief sich am 31.12.2006 auf 63474. 

Anlaufstellen:  Pfarrgemeinde St. Michael, Kölner Str. 38, 41539 Dormagen, Tel. 02133-42190, E-Mail: pastoralbuero(at)st-michael-dormagen.de; Gemeinsames Evangelisches Pfarramt, Ostpreußenallee 1, 41539 Dormagen, Tel. 02133-219221; Islamische Gemeinde Dormagen, Rosellerstr. 21, 41539 Dormagen; Tourist-Information, Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen GmbH (SVGD), Schlossstraße 2-4, 41541 Dormagen (Zons), Tel. 02133-2762815, E-Mail: tourismus(at)svgd.de

Übernachtung:  Gästehaus Renate Klein, Robert-Koch-Straße 25, 41539 Dormagen-Nord, Ü im DZ (ohne Frühstück) ab 36 Euro, Tel. 02133-43752; Klaus Tosetti, Florastraße 21, 41539 Dormagen-Mitte, Ü im DZ (ohne Frühstück) ab 40 Euro, Tel. 02133-49836

Durch den historischen Stadtkern von Dormagen verläuft heute die Kölner Straße, teilweise Fußgänger­zone, die im Wesentlichen dem Verlauf der alten Römerstraße Mainz-Xanten entspricht. Und obwohl der Raum Dormagen wohl Siedlungsgebiet der Eburonen (eines keltischen Volksstammes) war und später die Ubier angesiedelt wurden, beginnt die Bedeutung von Dormagen erst mit den Römern – damit einher gehend die Errichtung des Kastells genau zwischen Neuss und Köln, jeweils eine Tagesreise in beide Richtungen. Jedoch wurde die hier stationierte I. Legion schon 35 n. Chr. nach Bonn verlegt und es verblieb nur eine Abteilung in Durnomagus. Auch diese Abteilung wurde nach dem Bataveraufstand aufgelöst und erst 80 n. Chr. wieder ein Kastell errichtet. In einer Villa Rustica nahe Dormagen ist im 2. Jh. eine Kultstätte für die römisch/persische Gottheit Mithras nachgewiesen.

Die Franken haben im 5. Jh. die Römer abgelöst, Nievenheim, heute ein Dormagener Stadtteil, wurde zur Hauptstadt eines Gaus.

Die katholische Pfarrkirche St. Michael wurde ursprünglich 1190 erbaut. Sie steht auf den Fundamenten eines römischen Marstempels. Einen Keller und römische Fundgegenstände können Sie unter dem Pfarrheim besichtigen, wenn Sie sich den Schlüssel im Pfarrbüro besorgen (Öffnungszeiten Mo – Fr 00:00 – 00:00 Uhr). ?????????????? Die ersten drei Etagen des romanischen Turmes  sind erhalten. Über die vermutlich hölzerne Vorgängerkirche aus der Frankenzeit gibt es nur Vermutungen. Bis in das 19. Jh. hinein diente das Gelände um die Kirche als Friedhof. Der romanische Bau wurde im Laufe der Zeit durch eine gotische Kirche ersetzt, 1887 diese wiederum durch einen neugotischen Bau. Aber auch diese wurde 1970 abgetragen und durch das heutige moderne Gotteshaus ersetzt.

Ein Abstecher des Jakobsweges führt über das Kloster Knechtsteden, im Südwesten von Dormagen gelegen. Gegründet – von Köln aus – 1130, begann 1138 der Bau der Basilika. Es handelt sich um eine Doppelchoranlage, und während der Ostchor gotisch erneuert wurde, ist der Westchor original erhalten. Auch die Malerei ist noch ursprünglich und macht die Klosterbasilika zu einem besonderen Kleinod. Im Kloster ist für Pilger auch eine Übernachtung möglich.

Der Rhein-Camino führt nicht nach Dormagen hinein (obwohl die Altstadt durchaus sehenswert ist), son­dern führt Sie an der B9 nach links in Richtung (Köln-) Worringen. Nach kurzer Zeit erreichen Sie auf der Kölner Straße und wenig später auf der Neusser Landstraße den Chemiepark Dormagen und laufen zwischen dem Rhein und Bayer Dormagen bis nach Worringen. Von hier aus können Sie entweder mit dem Bus über Chorweiler (S-Bahnhof) in die Innenstadt fahren (Bushaltestellen u.a. an der B9), oder aber von der B9 rechts in die Alte Neusser Landstraße und dann rechts in die St.-Tönnis-Straße abbie­gen. Die führt Sie bis zum S-Bahnhof Worringen. 

Worringen

Allgemeines: Worringen ist der nördlichste Stadtteil von Köln und liegt linksrheinisch im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Einwohnerzahl belief sich am 31.12.2006 auf 9291. 

Anlaufstellen:  Pfarrbüro St. Pankratius, St.-Tönnis-Straße. 33, 50769 Köln (Worringen), Tel. 0221-782322, E-Mail: pastoralbuero(at)pfarrverband-awb.de; Evangelische Friedenskirche, Pfarrer Volker Hofmann, Hackenbroicher Straße 59, 50769 Köln, Tel.  0221-782338, E-Mail: hofmann(at)kirche-koeln.de; Islamische Gemeinde, Vietorstr. 70, 51103 Köln, Tel.: 0221-855226; KölnTourismus, Unter Fettenhennen 19 (Service-Center am Dom), 50667 Köln, Tel. 0221-221-30400, E-Mail: info(at)koelntourismus.de

Übernachtung:  Alle günstigen Übernachtungsmöglichkeiten befinden sich mehr oder weniger in der Kölner Innenstadt, sind somit sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen: Jugendherberge Köln-Riehl, City-Hostel, An der Schanz 14, 50735 Köln, ÜF ab 24,30 Euro im Mehrbettzimmer, Tel. 0221-767081, E-Mail: koeln-riehl(at)jugendherberge.de; Jugendherberge Köln-Deutz, City-Hostel, Siegesstraße 5, 50679 Köln, ÜF ab 24,30 Euro im Mehrbettzimmer, Tel. 0221-814711, E-Mail: koeln-deutz(at) jugendherberge.de; Station Hostel for Backpackers, Marzellenstraße 40-48, 50668 Köln, Ü im DZ ab 42 Euro, Tel. 0221-9125301, E-Mail: station(at)hostel-cologne.de; Art of Overnight Housing Köln – private Jugendherberge und Hostel, Hohenstaufenring, 50674 Köln-Zentrum, Tel. 0221-3500933, E-Mail: ohc-haus(at)t-online.de

Die bereits oben erwähnten keltischen Eburonen, danach die Ubier und dann, ab ca. 50 n. Chr., die Römer lassen sich archäologisch in Worringen nachweisen. Ihnen folgten ab etwa 355 die Franken. 922 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt, und nachdem im Jahre 1151 der Graf von Jülich Worringen an die Kölner Domprobstei  verkaufte, sicherte der Kölner Erzbischof diesen strategisch wichtigen Ort mit einer Burg. 1247, als Wilhelm von Holland zum deutschen König gewählt wurde, platzte sie aus allen Nähten, die Edlen und Ritter mussten in der näheren und weiteren Umgebung untergebracht werden.

Im Jahre 1288, mit der Schlacht von Worringen jedoch, wurde hier deutsche und europäische Geschichte geschrieben. Heute würde man sagen, dass sich durch den Ausgang der Schlacht die politische Land­schaft grundlegend verändert hat. Die blutige Schlacht, bei der 1100 Kämpfer den Tod auf dem Schlacht­feld fanden und 700 später ihren Verletzungen erlagen, war der grausame Höhepunkt des Limburger Erbfolgestreites.

Es begann alles im Jahr 1282 und zunächst war es eigentlich, wie es immer war. Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte. Denn während sich seine Verwandtschaft um das Herzogtum Limburg (im heutigen Belgien) und den Titel des Herzogs von Niederlothringen stritten, verkaufte einer der Erb­berechtigten, Adolf von Berg, seinen Anspruch an Johann von Brabant. Dieser konnte zwar keine eigenen Erbansprüche anmelden, hatte aber große machtpolitische und wirtschaftliche Interessen an Limburg. Da aber Adolfs Vasallen dieses Spiel nicht mitmachen wollten und dem Brabanter den Huldigungseid ver­weigerten, marschierte dieser mit seinen Truppen in Limburg ein.

Und nun kommt der Kölner Erzbischof, Siegfried von Westerburg, ins Spiel. Der musste den Machtzu­wachs Johann von Brabants als Bedrohung und Gefährdung seines Kurfürstentums Köln am Niederrhein empfinden.

In den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Scharmützeln zwischen den verschiedenen Parteien, die sich in diesem Konflikt gebildet hatten. Dem Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg mit seinen Verbündeten Reinald I. von Geldern, Heinrich VI. Graf von Luxemburg, Walram von Luxemburg, Graf Adolf von Nassau (dem späteren deutschen König) und einigen anderen standen Johann I. von Brabant, Herzog von Brabant, mit seinen Vasallen Graf Adolf V. von Berg, Graf Eberhard I. von der Mark sowie u.a. Bürger von Köln und bergische und märkische Bauern gegenüber.

Als im Mai 1288 Köln zu einer wichtigen Basis für Johann von Brabant wurde, spitzte sich die Lage zu. Das erste Ziel der Allianz, die erzbischöfliche Burg Worringen zu schleifen, führte zur Belagerung der Stadt. Die Bürger von Köln, sowieso immer scharf darauf, ihrem Erzbischof eins auszuwischen, waren mit einem großen Kontingent daran beteiligt.

Siegfried von Westerburg sammelte seine Vasallen und die Truppen bei Neuss. Nach der Aufnahme sei­nes Feindes Johann von Brabant in der Stadt Köln hatte der Erzbischof keine andere Wahl mehr: Er muss­te die Entscheidung suchen.

Am 05. Juni kam es bei Worringen zur alles entscheidenden Schlacht. Schon bald musste der Kölner Erzbischof seine aussichtslose Lage erkennen und bot die Kapitulation an. Der Verlust des Fahnenwagens an die kölnischen und bergischen Fußtruppen ließ den kurkölnischen Widerstand völlig zusammen­bre­chen. Auch die Vasallen mussten einer nach dem anderen den Kampf einstellen und gerieten in Gefan­genschaft.

Die Auswirkungen der Schlacht von Worringen auf das Machtgefüge in Mitteleuropa waren enorm. Die Territorien der Grafen von Berg und von der Mark wurden ausgebaut, die Bestrebungen des Erzbischofs, seine Besitztümer am Niederrhein und in Westfalen zu sichern und auszuweiten, waren zunichtegemacht. Siegfried von Westerburg wurde in Schloss Burg an der Wupper gefangen gehalten und gelangte erst 1289 die Freiheit wieder. Bis dahin hatten die Sieger bereits Tatsachen geschaffen. Burg Worringen, Feste Zons und Neuenberg wurden geschliffen. Düsseldorf erhielt von Adolf von Berg die Stadtrechte, damit war die Grundlage für die spätere bergische Residenzstadt geschaffen. Auch in Westfalen wurden die kurkölnischen Burgen geschliffen. Auch wenn der Erzbischof nach seiner Freilassung einen Prozess gegen die Stadt Köln anstrengte, so hatte die Stadt doch schon quasi den Status einer Reichsstadt. Die offizielle Anerkennung ließ aber dann noch 200 Jahre auf sich warten. Der Erzbischof hatte damit end­gültig die Herrschaft über seine eigene Bischofsstadt verloren.

1292 erhielt der Herzog von Brabant von Adolf von Nassau das Herzogtum Limburg als Lehen und es wurde der rote Limburger Löwe zu den goldenen brabantischen Löwen im Wappen hinzugefügt.

Der Pilgerweg führt Sie auch an der neugotischen Pfarrkirche St. Pankratius, gebaut Ende des 19. Jh., vorbei. Auf dem Vorplatz erinnert eine Stele an die Schlacht von Worringen. Die neue Pfarrkirche wurde errichtet, weil die alte Kirche aus dem 12. und 13. Jh. an der Alten Neusser Landstraße zu klein gewor­den war. Von diesem romanischen Bau ist nur noch der Turm erhalten.

Trotz der Eingemeindung in die Millionenstadt Köln hat sich der nördlichste Stadtteil Worringen seinen niederrheinischen Charakter und Charme erhalten. Bei schönem Wetter macht es viel Spaß, durch die Straßen und Gassen zu bummeln. Und die Kölner Innenstadt ist per ÖPNV schnell erreichbar, so dass Sie auf dem Weg zu Ihrer Unterkunft (siehe Anmerkungen im Worringer Infofeld oben) nicht zu hetzen brauchen.

Gelbe Muschel weist Wanderern den Weg

 

RZ-Online Artikelarchiv vom 26.02.2008

 

Jakobsweg im Kreis steht im Mittelpunkt einer neuen Themenkarte – Teil eines europäischen Netzes

RHEIN-LAHN. Elf Anlaufstationen auf den 130 Kilometern Weg, die eine Verbindung zum Apostel Jakobus dem Älteren aufweisen, sind in der neuen Wanderkarte verzeichnet, die die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) Rhein-Lahn herausgegeben hat. Das Faltblatt beschreibt die Route der Jakobswege Rhein-Lahn.

Vom Jakobsfresko im Limburger Dom über den Aussichtspunkt "Jakobsruh" auf dem Klosterweg bei Seelbach, den Jakobsmuschelfund im Hauptchor der evangelischen St. Kastor-Kirche in Dausenau bis zur Hospitalkapelle "St. Jakobus" in Lahnstein. Die beiden mit einer blauen Muschel auf gelbem Grund ausgezeichneten Jakobswege (Caminos) folgen dem Lahnhöhenweg und zwischen Lahnstein und Kaub dem Rheinhöhenweg. Auf diesem liegen noch die mit Jakobus in Verbindung stehende Kirche St. Margaretha in Filsen mit einem Chorgemälde der zwölf Apostel sowie der Jakobstempel in Kamp-Bornhofen.

Das beliebteste Ziel

Vorbei am beliebtesten Pilgerziel im Kreis, dem Kloster Bornhofen, geht es über Dahlheim – Jakobus ist Schutzpatron der Gemeinde und ziert auch den Titel der Karte -, die einzigartigen Fresken der Wellmicher Kirche, die katholische Kirche in St. Goarshausen nach Kaub. Dort könnten Camino-Pilger die Rheinseite wechseln und auf dem Europäischen Wanderweg "E3" nach 2600 Kilometern bis nach Santiago de Compostela gelangen. Informative Texte von Silke Schnorr, zahlreiche Fotos und eine Übersichtskarte des Weges prägen die Publikation.

"Ich war noch Loreley-Bürgermeister, als Kurt Schmidt anregte, in Sachen Jakobsweg müsse der Kreis tätig werden", sagte Landrat Günter Kern bei der Vorstellung der Karte im Kreishaus. Die Tour des Kreisbeigeordneten Helmut Klöckner auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela, der Wunsch vieler Bekannter, einmal den Camino zu beschreiten und zuletzt die Pilgerdokumentation Hape Kerkelings zeigten, dass die Pilgerroute das Ziel vieler Menschen sei. Mit der Darstellung der Route, die der Jakobsweg durch den Rhein-Lahn-Kreis führt, werde das vielseitige Angebot an Wanderwegen durch den Kreis abgerundet.

"Wo Jakob draufsteht, muss auch Jakob drin sein", erklärte WfG-Geschäftsführer Wolf-Dieter Matern die Zusammenstellung der elf Stationen. Er dankte insbesondere den Wegepaten Franz-Josef Höflich, Ferdi Müller, Peter Stumm und Franz Oebel, die den Weg mit den Jakobsschildern markiert haben. Prof. Dr. Heinrich Kanz von der St. Jakobusgesellschaft Rheinland-Pfalz, der an der Erarbeitung der Karte als Initiator der Rhein-Lahn-Caminos mitwirkte, dankte dem Kreis für die Herausgabe und betonte die europäische Dimension der Ausweisung des Weges. Derzeit entstehe ein Netzwerk von Jakobswegen von Osteuropa bis an den spanischen Zielort. Die beiden jetzt beschilderten Wege seien ein Teilstück dieses Netzes.

Gottesdienst geplant

Der katholische Pastoralreferent Manfred Steiger erklärte, dass der Camino bei jedem Pilger selbst beginne, kündigte an, dass in Verbindung mit dem Weg jedes Jahr ein ökumenischer Gottesdienst geplant sei, mit dem auf den an Beliebtheit gewinnenden Jakobus aufmerksam gemacht werden soll.

Die Themenkarte, die das Lahnsteiner Design-Büro Hamm hergestellt hat, hat eine Auflage von 10 000 Stück und ist ab kommender Woche kostenlos bei allen Tourist-Informationen des Rhein-Lahn-Kreises erhältlich.   (cm)

Via Jutlandica: 8. Etappe Jahrsdorf – Heiligenstedten = ca. 26 km


8. Tag Jahrsdorf – Peissen (9 km) – Hohenlockstedt (8,5 km) – Itzehoe (6,5 km) – Heiligensteidten (2 km) = ca. 26 kmSchwierigkeit leichtZeitbedarf 6 Stunden ohne Besichtigungen und PausenBesichtigungen: Hohenlockstedt, Itzehoe, Heiligenstedten

 

Impuls: Als vor 2000 Jahren jemand wissen wollte, was es denn bringe, sich auf diesen Jesus von Nazareth einzulassen und was das für einer sei, antwortete der Gefragte: „Komm und sieh!“

Östlich vom Lockstedter Lager liegt eine Niederung, welche die Form einer großen Fußspur hat und von den Leuten Riesenspur genannt wird. Eine zweite Spur findet sich bei Neumühlen, nördlich von Müh­lenbarbek. Diese Spuren hat ein Riese hinterlassen, als er nach Itzehoe unterwegs war. Dabei hat er auch kurz vor der Stadt den ganzen Bullenberg mit einem einzigen Fußtritt zusammen geschoben.

Leider, oder soll ich lieber sagen: Gott sei Dank, sind die Riesen in unserem Land ausgestorben und auch die ‚Siebenmeilenstiefel’ gehören in das Land der Märchen und Sagen: Deshalb haben Sie heute eine tüch­tige Tagesetappe vor sich. Der günstigste Bus von Hohenwestedt nach Jahrsdorf fährt nun auch schon um 06:49 Uhr, danach um 08:03 Uhr (Fahrplan 2014 – Angaben müssen über­prüft werden). Vielleicht schaffen Sie es ja sogar zu einem Abstecher nach Hohenlockstedt.

Aber zunächst geht es aus Jahrsdorf heraus und auf ausgebauten Wirtschafts- und Feldwegen, immer fast parallel zur Bundesstraße 77, in Richtung Peissen. Das Bauerndorf wurde 1380 erstmals urkundlich erwähnt und im Jahr 1482 an das Kloster Itzehoe verkauft.

Weiter geht es von Peissen in Richtung Hohenlockstedt, wobei sowohl die Flurnamen als auch die Be­zeichnungen der kleinen Brücken über die Rantzau, ein Bach, der uns bis Hohenlockstedt begleitet, an die lange militärische Nutzung des Gebietes durch die Finnischen Jäger, des Königlich Preußischen Jä­gerbataillons 27, erinnert: in den Waldstücken liegen die Moltke- und die Bismarck-Höhe, über den Bach führen Roon-, Moltke-, Loigny- und Orleans-Brücke sowie, nach zwei Brücken mit ‚zivilen’ Namen, dann auch noch die Pionierbrücke. Der ‚Hungrige Wolf’ schließlich ist der Name des ehemaligen Militärflug­platzes und Standortes des Heeresfliegerregiments 6, das 2004 außer Dienst gestellt wurde.

Wenn Sie den Mühlenteich mit dem Freibad vor Hohenlockstedt passiert haben, können Sie halblinks dem Lohmühlenweg nach Hohenlockstedt folgen. Unser Jakobsweg biegt aber zweimal rechts ab und führt dann fast schnurgerade an Schlotfeld und am Itzehoer Forst vorbei nach Itzehoe.  Zur Innenstadt folgen Sie dem Jakobsweg noch bis zur Tonkuhle (See) und von dort aus der Straße hinunter bis ins Zentrum.

Itzehoe

Allgemeines: Itzehoe ist Kreisstadt des Landkreises Steinburg und hatte am 31.12.2012 eine Einwohnerzahl von 30.956.

Ansprechpartner: Evangelisches Pfarrbüro St. Laurentii, Kirchenstraße 10, 25524 Itzehoe, Telefon 04821-4050999, E-Mail innenstadt-sued(at)kirche-itzehoe(punkt)de; Katholisches Pfarramt St. Ansgar, Hindenburg­stra­ße 26, 25524 Itzehoe, Telefon 04821-952580, E-Mail pfarrbuero (add) kath-itzehoe.de; Stadtmanagement Itzehoe, Breite Str. 4, 25524 Itzehoe, Telefon 04821-949012-0, E-Mail stadtmanagement (add) itzehoe.de

Übernachtungstipps in Itzehoe und Umgebung

St. Laurentii in Itzehoe

St. Laurentii in Itzehoe

So um das Jahr 1000 n. Chr. gab es an der Stelle Itzehoes bereits ein Sachsendorf, und auf der gegenüber liegenden Seite, auf einer Halbinsel der Stör, erhob sich eine Wallburg. Diese widerstand im Jahr 1032 einem Angriff der Slawen. Die erste Erwähnung von Itzehoe als „Ekeho“ erfolgte im 12. Jh. Das Stadtrecht wurde 1238 ver­liehen, und mit dem Stapelrecht von 1260 konnte sich Itzehoe zu einer wichtigen Kaufmannsstadt entwickeln. Stapelrecht bedeutet, dass die Stadt von durchziehenden Kaufleuten verlangen konnte, ihre Waren für einige Zeit abzuladen und in der Stadt anzubieten. Mit diesem Recht war der Grundstein für die wirtschaftliche Entwicklung Itzehoes bis in die Neuzeit gelegt.

Leider wurde es in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts versäumt, rechtzeitig für eine Re-Naturie­rung der Stör-Schleife zu sorgen. So blieb 1974 nichts weiter übrig, als die das Stadtbild bestim­men­de Schleife, mittlerweile eine übel riechende Kloake, mit Sand zuzuschütten.

Ganz in der Nähe der Altstadt entstand die Laurentii-Kirche, erstmals erwähnt 1196, und 1256 wurde das Kloster errichtet. Dieses hatte von Anfang an eine eigene Gerichtsbarkeit.

Im 1. Nordischen Krieg (1655 – 1660) wurde Itzehoe von den Schweden fast vollständig zerstört. Der Kreuzgang der Laurentii-Kirche ist heute das einzige in ganzen Stadt erhaltene Bauwerk aus dem Mittel­alter.

Prinzessenhof in Itzehoe

Prinzessenhof in Itzehoe

Bis in das 19. Jh. hinein sind in Itzehoe vier klar abgegrenzte Bezirke zu erkennen: der Bezirk des Lan­des­herrn rund um die mittelalterliche Burg, der städtische Bezirk der gegenüberliegenden Kaufmanns­siedlung, der Bezirk des Klosters (heutiges adliges Damenstift) und der Bezirk der Adelsherren von Brei­tenburg.

Als im Jahre 1263 das Zisterzienserinnen-Kloster von Ivenfleth nach Itzehoe verlegt wurde, existierte die St. Laurentii-Kirche schon. 1196 ist erstmalig ein Priester erwähnt. 1286 übernimmt das Kloster das Pa­tronat für die Kirche. Leider wird die gotische Kirche 1657 fast vollständig zerstört, bis zur Neuweihe 1681 aber wiederhergestellt. Die heutige, dreischiffige Kirche im Barockstil mit dem Holztonnengewölbe stammt aus den Jahren 1716 bis 1718.

Schon in Schleswig ist Ihnen mit dem Johannis-Kloster eines der vier Damenstifte in Schleswig-Holstein begegnet, die während der Reformation nicht aufgelöst wurden und noch heute der Versorgung der ad­ligen Bewohner (Konventualinnen – d.h. stimmberechtigte Bewohnerinnen des Klosters) dienen. Eines dieser Klöster wurde um 1230 als Zisterzienser-Nonnenkonvent in Ivenfleth an der Störmündung gegrün­det, zur Versorgung der adligen, unverheirateten Töchter und Witwen. Der Ort war aber nicht sonderlich günstig gewählt, hatten die Nonnen doch immer wieder mit Hochwasser und Überschwemmungen zu kämpfen. Deshalb gestattete 1263 der Erzbischof von Bremen die Verlegung des Klosters nach Itzehoe. Dort besaß das Konvent schon seit 1256 das Patronat der St. Laurentii-Kirche. Nach der Reformation wurde aus dem Nonnen-Kloster ein Damenstift, dem noch heute der Kreuzgangflügel und die von dort zugängliche Westempore der Kirche gehört.

Einer der größten Grabhügel der Bronzezeit in Schleswig-Holstein ist das sog. Germanengrab am Galgen­berg, ein wenig außerhalb der Innenstadt gelegen. Genutzt wurde dieses Grab wohl über 200 Jahre lang von einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie, von etwa 1500 bis 1300 v. Chr. Eine blaue Glasperle ist der älteste Glasfund im Norden Deutschlands. Galgenberge gab es in Itzehoe insgesamt vier – dieser Grab­hügel diente dem Zisterzienserinnenkloster als Hinrichtungsstätte.

Besichtigen sollten Sie auf Ihrem Weg durch Itzehoe auch noch das Rathaus, dessen ältester Teil aus dem Jahr 1695 stammt, den Prinzesshof aus dem 16. Jh. (heute der älteste erhaltene Profanbau Itzehoes und als Kreismuseum genutzt) und die St.-Jürgen-Kapelle mit interessanten Deckengemälden aus dem Barock.

Ein paar Sätze noch zum Prinzesshof, einem im Jahr 1556 erbauten und vom Kloster Itzehoe verlehnten Adelssitz. Hier lebten einige Steinburger Amtmänner, aber auch 1807 und 1808 der hessische Kurfürst Wilhelm I. Von seinem Vater Friedrich hatte er ein gut gefülltes Staatssäckel geerbt und war damit be­sonders im Norden auf ‚Einkaufstour’ gegangen. Friedrich II. hatte nämlich seine Soldaten an England für den Krieg in Amerika vermietet. Der Handel mit der englischen Königin sah Zahlungen für jeden einge­schifften Soldaten vor sowie eine zweite Zahlung für jeden gefallenen Soldaten. In einem Brief soll sich Friedrich II. über die ausbleibenden Zahlungen beschwert haben: „Was ist das denn für ein Krieg, in dem die Soldaten nicht fallen?“ Trotzdem hatte Schiller in ‚Kabale und Liebe’ nicht unbedingt Recht, denn von rund 19000 Hessen, die an England vermietet wurden, sind lediglich 535 in der Schlacht gefallen (3000 sind Krankheiten zum Opfer gefallen, weitere 4000 nach der Dienstzeit in Amerika geblieben).

Nach Heiligenstedten auf dem Ochsenweg

Nach Heiligenstedten auf dem Ochsenweg

Auf Ihrem weiteren Weg nach Heiligenstedten  geht es zunächst in Itzehoe wieder hinauf, damit Sie den Anschluss an die Jakobsweg-Etappe wieder fin­den. Von der Stadt aus gesehen, geht es hinter der Tonkuhle nach links in Richtung Westen und über die Untere Dorfstraße und den Kirchweg zur Straßenüberführung. Sie queren hier die B 204/A 23, wenden sich nach links und sind dann schnell im Heiligenstedter Holz. Nachdem dieses durchquert ist, erreichen Sie auf gut markierten Wegen Heiligenstedten. Der Jakobsweg führt Sie zunächst zur Hauptstraße und zur wohl ältesten Kirchengründung Schleswig-Holsteins.

Marienkirche in Heiligenstedten, Mariendarstellung aus der Spätgotik

Marienkirche in Heiligenstedten, Mariendarstellung aus der Spätgotik

Zwar stammt die heutige Kirche aus dem Ende des 13. Jh. und wurde 1580 stark verändert, aber als der heilige Ansgar (siehe Haithabu) im Jahr 831 das Hamburger Bischofsamt übernahm, fand er schon vier Taufkirchen in seinem Bistum vor. Neben Hamburg, Meldorf und Schenefeld war dies auch Heiligenstedten. Schon vorher ließ Ansgar Reliquien des heiligen Maternianus in Heiligenstedten niederlegen. Dem heiligen Maternianus werden Sie vielleicht auf Ihrem Camino noch einmal in Reims begegnen – er war dort Bischof und wird noch heute verehrt.  Vielleicht haben diese Reliquien ja auch zur Namensgebung des Ortes beigetragen? Die Ausstattung der Kirche ist ein Verweilen wert: zwei Marienbilder aus der Früh- und Spätgotik, der Altar aus dem Jahr 1580, die Triumphgruppe von 1598, die Bronzetaufe (1638) und die Kanzel aus dem Jahr 1648.

Sollten Sie die Kirche verschlossen vorfinden, erhalten Sie den Schlüssel zu den Öffnungszeiten im Gemeindebüro nebenan.

Im übrigen spricht noch etwas für die frühe und herausragende Lage der Kirche hier am rechten Ufer der Stör: die etwa einen Kilometer von der Kirche entfernt gelegene Esesfeldburg, die 810 auf Veranlassung Karls des Großen durch den Grafen Egbert von Stade aus als Ringwallburg angelegt worden war. Heute sind nur noch einige Gräben erhalten. Am Ortseingang von Heiligenstedten aus Richtung Itzehoe (1. Weg rechts nach der großen Brücke) finden Sie eine entsprechende Hinweistafel.

 Aktualisiert und überarbeitet am 19. August 2014

3. Etappe Treis-Karden – Bullay = 26 km

 

Karden – über Moselbrücke nach Treis (-Karden) – Kloster Engelport – Beilstein – Bullay = 26 km

Schwierigkeit mittel

Dauer ca. 7 Stunden (ohne Besichtigungen)

Besichtigungen Kloster Maria Engelport, Karmeliterkirche Beilstein, Burgruine Metternich

Haben Sie den Film ‚Der Schinderhannes’ (1958) mit Curd Jürgens und Maria Schell gesehen? Können Sie sich an die lange, alte Treppe erinnern? Diese Szenen sind in Beilstein gedreht worden, einem romantischen Moselörtchen und Zwischenetappe auf unserem heutigen, recht langen Weg nach Bullay.

Aber zunächst führt uns der Weg zum Kloster Engelport. Wenn Sie eine Übernachtungsmöglichkeit in Karden gefunden haben, geht es für Sie zunächst über die Moselbrücke nach Treis auf die Hunsrück-Seite. Hier folgen Sie auf der Hauptstraße den Hinweisschildern zum Beurenkern. Am Schwimmbad vorbei kommen Sie hinter der Abfahrt zum Steinbruch der Fa. Schnorpfeil in die Nähe der Mündung des Dünnbachs in den Flaumbach. Hier nehmen Sie nicht die Straße zum Kloster Engelport, sondern Sie halten sich auf dem Weg links davon und gehen in zur Wildburgmühle. Rechterhand können Sie auf dem Boden eine Steintafel erkennen, die „Zur Erinnerung an den Lachs/Salm“ aufgestellt wurde, als „1945 … der letzte Lachs im Flaumbach gefangen“ wurde.

Hoch über Ihnen thronen zwei Burgen: Burg Treis stammt wohl aus der zweiten Hälfte des 11. Jh. und wechselte mehrfach den Besitzer. So waren u. a. der Trierer Erzbischof Albero und später die Herren von Winneburg Eigentümer der Burg. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Burg Treis 1689 von französischen Truppen zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. Erst seit ca. 1950 werden die Überreste gesichert; die nicht bewirtschaftete Ruine ist frei zugänglich. Auf der gleichen Kammlinie die Wildburg. Wahrscheinlich wurde diese Burg als Flankenschutz für die strategisch günstiger gelegene Burg Treis in der ersten Hälfte des 12. Jhs. vom Pfalzgraf Otto von Rheineck erbaut und gelangte wenig später in den Besitz des Erzbistums Trier. In den folgenden Jahren wechselte die Burg häufig den Besitzer, so wird sie zum Beispiel 1485 Eigentum der Herren von Eltz. 1689 ereilte die Wildburg das gleiche Schicksal wie der Burg Treis: die französischen Truppen zerstörten die Burg. Da der Ort keine strategische Bedeutung mehr besaß, wurde die Burg nicht wieder aufgebaut. Seitdem die Wildburg in den 50er Jahren von einem Privatmann gekauft wurde, wird die verbliebene Bausubstanz gesichert und teilweise wieder aufgebaut. Der Bergfried erhielt ein neues Dach, der Pallas und einige andere Nebengebäude wurde wieder aufgebaut und bewohnbar gemacht. Die Wildburg wird vom Eigentümer bewohnt und kann nicht besichtigt werden.

Etwa 2 km geht es nun auf dem alten Verbindungsweg von Treis nach Kastellaun hinauf, zunächst auf recht holprigem, danach auf geschottertem Weg zur Abzweigung zum Beurenhof. Der steile Anstieg ist nun geschafft, und nach knapp 2 km schickt uns ein Wegweiser hinunter zum Kloster Maria Engelport.

Kloster Maria Engelport

Kloster Maria Engelport, schon im Jahr 1220 gegründet, liegt malerisch im Flaumbachtal, direkt am Mosel-Camino. Kurz nach der Gründung wurde Engelport aber wieder verlassen, bis im Jahr 1262 der Treiser Philipp von Wildenberg es für seine drei Töchter neu aufbauen ließ. Für über 500 Jahre bot Maria Engelport rund 500 adeligen Chorfrauen und ihren Angestellten als Prämonstratenserinnen-Kloster ein Zuhause. 1793 fiel das Kloster den französischen Revolutionsheeren zum Opfer, bis am 04. April 1903 eine Gruppe von 7 Hünfelder Oblaten die Ruinen bezog, um einen neuen Wohnbau und eine Kirche zu errichten.  Das bekannte Gnadenbild stammt aus der Kölner Schule um 1420. Beim Einfall der Franzosen Ende des 18. Jh. rettete die damalige Priorin das Gnadenbild vor der Zerstörung. 1913 konnte es in das völlig neu errichtete Kloster zurück gebracht werden. Nachdem das zweitälteste Oblatenkloster in Deutschland zunächst Missions- und Kolonialschule war, wird es heute als Tagungs- und Exerzitienhaus  mit 45 Einzel- bzw. Doppelzimmer betrieben. Das ruhige Seitental der Mosel macht es zu einem idealen Ort, um Ruhe zu finden und zur Besinnung zu kommen. Das Kloster ist ein beliebter Wallfahrtsort, an dem die Muttergottes und ihre Mutter Anna verehrt werden. Schon sehr früh wallfahrtete man aus den umliegenden Orten nach Engelport. Dabei kam der Verehrung der Heiligen Anna eine besondere Bedeutung zu. Bereits aus dem 17. Jh. sind Berichte von Frauen erhalten, die in Engelport um Nachkommenschaft gebetet haben.  Pilgergruppen, die einen Gottesdienst oder eine Andacht feiern wollen, mögen sich frühzeitig mit dem Kloster in Verbindung setzen (Telefon: 02672 9350; Telefax: 02672 935400; E-mail: engelport@oblaten.de; Homepage: www.oblaten.de)

Vom Kloster Maria Engelport aus führt Sie der Weg weiter in Richtung Beilstein. Folgen Sie der Markierung ‚U8’ nach Westen. Nach ca. 2 km erreichen Sie an der Kreisstraße 36 den Moselhöhenweg mit dem ‚M’. Dies überqueren sie und gelangen nach etwa 3 km Beilstein.

Beilstein

Allgemeines:  Beilstein gehört zur Verbandsgemeinde Cochem-Land, Landkreis Cochem-Zell im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Einwohnerzahl belief sich am 31.12.2006 auf 144.

Ansprechpartner:

Katholisches Pfarramt St. Josef, Klosterstraße 55, 56814 Beilstein, Tel.: 02673-1653;

Heimat- und Verkehrsverein, Bachstraße 47, 56814 Beilstein, Tel.: 02673-900191, E-Mail: beilstein-mosel@web.de

Übernachtung:

Gästehaus Erika, Erika Arnoldi, Kurierweg 9, 56814 Beilstein, Tel: 02673 1449.E.mail: info@gaestehaus-erika-beilstein.de, Ü/F im Doppelzimmer ab 42 Euro

Haus Johanna, Familie Brauer, Alte Wehrstrasse 23, 56814 Beilstein, Tel.: 02673-1483, E-mail: info@pension-haus-johanna.de

Die Filme ‚Der Schinderhannes’ mit Curd Jürgens oder ‚Wenn wir alle Englein wären’ (1936) mit Heinz Rühmann sind natürlich nicht das Herausragende von Beilstein, dem ‚Dornröschen an der Mosel’, wie es vielfach genannt wird. Vielmehr schätzten die Regisseure die schier nicht enden wollende Treppe aus dem Ort hinauf zur Karmeliter-Kirche.

Schon auf das Jahr 800 n. Chr. sind die fränkischen Gräber datiert, die auf eine frühe Besiedlung Beilsteins hindeuten. 1068 wird Beilstein erstmals urkundlich als Lehnsbesitz der Herren von Braunshorn  erwähnt, 1310 erhält es Stadtrechte, 1322 wurde als Mittelpunkt des Otes der Marktplatz angelegt.  Nach dem Aussterben des Geschlechts von Braunshorn geht das Lehen 1360 an die Herren von Winneburg über. Oberhalb des Ortskernes gründet sich 1309 eine bedeutende jüdische Gemeinde; die Herren von Beilstein hatten gegen Bezahlung Schutzbriefe an sie ausgestellt und ihnen die Ansiedlung erlaubt.  Durch den Handel mit Wein, Früchten und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen kamen sie zu erheblichem Wohlstand. Oberhalb der Ruine Metternich ist deren Friedhof noch heute als Sehenswürdigkeit und Gedenkstätte zu besichtigen.

1310 wird die ehem. Pfarrkirche gestiftet. 1488 nimmt Kurtrier den Ort in Besitz. Nachdem Beilstein mit kurzer Unterbrechung durch spanische Besatzung rund 150 Jahre evangelisch war, übertrug das Erzstift Trier den katholischen Reichsgrafen von Metternich 1636 die Herrschaft. Graf Emmerich von Metternich brachte die Karmeliter nach Beilstein, um hier den katholischen Glauben zu stärken. Er schenkte den Karmelitern den Rammelsberg und sie erhielten eine Stiftung von 4000 Talern, um auf dem Berg ein Kloster und eine Kirche zu errichten. Erst 1686 konnten die Patres mit dem Bau des Klosters beginnen, die Grundsteinlegung für die Kirche erfolgte 1691. 1689 wurden die Reichsfeste über dem Ort und die Stadtbefestigung auf dem Höhepunkt der französischen Eroberungskriegszüge gesprengt.

Die barocke Karmeliterkirche in Beilstein, deren Grundsteinlegung 1691 erfolgte, die aber erst 1783 vollendet wurde, ist ein wichtiger Wallfahrtsort für die Umgebung. Als die Spanier  während des Dreißigjährigen Krieges 1620 Beilstein eroberten, brachten sie eine damals schon kostbare, aus dem 12./13. Jh. stammende holzgeschnitzte Figur der Muttergottes mit.  Während der 14jährigen Besetzung entwickelte sich ein durchaus freundschaftlicher Kontakt zur Bevölkerung, und die Spanier überließen beim Abzug die Marien-Skulptur den Beilsteinern. Um der wachsenden Zahl von Wallfahrern zur ‚Schwarzen Madonna’ Raum zu geben, wurde die Marienskulptur in die neu erbaute Klosterkirche überführt. Die Balthasar-König-Orgel in der Karmeliterkirche bezaubert auch heute noch – nach nunmehr über 250 Jahren – die Gottesdienstbesucher durch die hohe Klangqualität in Verbindung mit der guten Akustik der Kirche.

Entlang der Kreisstraße 42 führt unser Mosel-Camino über den Moselhöhenweg aus Beilstein heraus in Richtung Grenderich. Der Weg kürzt zwar stellenweise die Windungen der Kreis- und später der Landstraße 200 ab, führt aber unangenehmerweise immer wieder an der recht stark befahrenen Straße entlang. Erst nach etwa 2 km (Straßenschild an der Leitplanke beachten!) führt der Weg nach rechts in den Wald, dort hinauf zur L 200, die zunächst ein kurzes Stück zu gehen ist und dann überquert werden muss. An der Straßenkreuzung halten wir uns für wenige Meter auf der L 98 (in Richtung Kappel und Grenderich), um an der bald sichtbaren Schutzhütte nach links abzubiegen und von dort hinauf zur ‚Alten Schanze’ zu kommen, dem mit 395 m NN höchsten Punkt der heutigen Etappe. Dort gehen wir 20 m auf der L 98 und orientieren uns dann nach rechts in Richtung Lindenhäuschen (Kapelle!), deren Turm aus den Feldern herauslugt. Von hier aus geht’s weiter bis zum Hinweisschild ‚Zur Dorfschänke’, das ins 1 km entfernt liegende Grenderich einlädt. Unser Weg führt aber ein Stück weit nach rechts, dann gleich wieder nach links, und von dort zu einer Schutzhütte. Nun gelangen wir in den Wald und auf das Judenpfädchen.

Nach ca. 1 Std. sollten Sie auf den Wegweiser achten, der Sie nach rechts in Richtung Bullay führt. Von hier aus geht es dann stets bergab, bis Sie nach ca. 5 km den Moselort Bullay erreichen. Dort finden Sie als Tagespilger den DB-Umweltbahnhof mit Anschluss in Richtung Trier und Koblenz sowie per Moseltalbahn nach Traben-Trarbach. Im Rahmen der Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durch das Land Rheinland-Pfalz wurde Bullay als Pilotprojekt für den ‚Umweltbahnhof Rheinland-Pfalz’ ausgewählt, gestaltet und erhielt im Jahr 2000 den BDA Architekturpreis Rheinland-Pfalz.

Bullay

Allgemeines:  Bullay gehört zur Verbandsgemeinde Zell (Mosel), Landkreis Cochem-Zell im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Einwohnerzahl belief sich am 31.12.2006 auf 1.530.

Ansprechpartner:

Katholisches Pfarramt St. Maria Magdalena, Kirchstraße 26, 56859 Bullay, Tel.: 06542 900043, E-Mail pfarramt.bullay@t-online.de;

Touristinformation Bullay, Reisebüro Ulfratours, Lindenplatz 2, 56859 Bullay, Tel.: 06542 21141, E-Mail touristinfo@ulfratours.de

Übernachtung:

Gästehaus „Moselinchen“, Graf-Beißel-Straße 6, 56859 Bullay, Tel.: 06542 900664, E-Mail: info@moselinchen.de, Ü/F im Doppelzimmer ab 39,80 Euro;

Gästehaus Wagner, Bahnhofstraße 18, 56859 Bullay, 06542 2586, Ü/F im Doppelzimmer ab 46 Euro: Cafe Görgen, Bahnhofstraße 32, 56859 Bullay, Tel.: 06542 2519. E-Mail info@cafe-baeckerei-goergen.de, Ü/F im Doppelzimmer ab 38 Euro

Bullay hat nichts von seinem Charme und der Romantik als Weinbauort verloren – und trotzdem bietet es eine hervorragende Infrastruktur, die den Langzeitpilger dazu veranlassen könnte, den Ruhetag hier statt in Traben-Trarbach einzulegen. Der Übernachtungspreis liegt sicher etwas höher als in einer Jugendherberge, dafür wird aber auch eine familiäre Atmosphäre geboten.

Die erste urkundliche Erwähnung von Bullay erfolgte im Jahr 1150, als Hofgut der Burg Arras auf der anderen Moselseite. Die Endung -ay deutet auf den keltischen Ursprung des Namens hin (bedeutet Stein) und sicher ist, dass Bullay schon zu römischer Zeit existierte. Als einziges Dorf in der weiten Umgebung erlangte Bullay noch im 12. Jh. den Status einer freien Reichsstadt mit eigenen Gesetzen, eigener Gerichtsbarkeit und eigenem Volksbrauchtum. Bullay war also nicht von Kurtrier abhängig. Im 15. und 16. Jh. wurden in dem Ort Silber, Blei und Eisen abgebaut. Besonders sehenswert ist die Doppelstockbrücke über die Mosel, in dieser Form einzigartig in Deutschland. Oben verläuft die Eisenbahnstrecke Koblenz-Trier bzw. Bullay-Traben-Trarbach, unten die Verbindungsstraße zur B49 bzw. zum gegenüber liegenden Alf. Eigentlich war nur eine Eisenbahnbrücke geplant – reiche Bürger ermöglichten aber dann auch die Straßennutzung.

Abtshaus wird weiter saniert – Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert erneut das ehemalige Kloster in Flechtdorf

ehemaliges Kloster in Flechtdorf © Karin Gehrmann/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

ehemaliges Kloster in Flechtdorf © Karin Gehrmann/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Eine freudige Nachricht für Helmut Walter, den Ersten Vorsitzenden des Fördervereins Kloster Flechtdorf e.V. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Innensanierung des Abtshauses von Kloster Flechtdorf mit 50.000 Euro. Der Fördervertrag erreicht den Fördervereinsvorsitzenden in diesen Tagen. Die in weiten Teilen fast original erhaltene mittelalterliche Klosteranlage gehört seit 2010 zu den rund 140 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Hessen fördern konnte.

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Segen für Saniertes – Pontifikalamt zum Abschluss der Sanierungsarbeiten im Kloster Plankstetten

 

Kloster Plankstetten, Foto: Bastianfuchs at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Kloster Plankstetten, Foto: Bastianfuchs at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Am Donnerstag, den 18. Juli 2013 feierten die Mönche des Kloster Plankstetten in Berching im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz mit einem Pontifikalamt den Abschluss des ersten Bauabschnitts des zweiten Teils der Gesamtsanierung der altehrwürdigen Benediktinerabtei. Im Anschluss wurden die sanierten Gebäudebereiche, konkret die Gästezimmer, Klausur- und Seminarräume sowie die Zentralküche, von Bischof Dr. Gregor Maria Hanke eingesegnet. Die Festrede hielt der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), die durch ihren Ortskurator Fränkische Stadtbaumeister, Holger Bierbaum, vertreten war, hat die Sanierungsmaßnahmen von 2009 bis 2012 mit insgesamt 150.000 Euro unterstützt.

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Beten, Blumen, Bier und Bienen – Klosterfest mit Gottesdienst und Führungen in Tholey

Klosterkirche in Tholey, Foto: WIKIMEDIA, Xocolatl, gemeinfrei

Klosterkirche in Tholey, Foto: WIKIMEDIA, Xocolatl, gemeinfrei

Das diesjährige Klosterfest in Tholey beginnt am Sonntag, den 14. Juli 2013 mit einem Feierlichen Hochamt um 10.00 Uhr und wird offiziell um 11.15 Uhr – diesmal auch mit der Einweihung der Pilgerschänke – eröffnet. Um 15.00 Uhr hält der Fördervereinsvorsitzende Johannes Naumann einen Vortrag über das Barocke Teehaus, wo die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2012 10.000 Euro für Putzarbeiten zur Verfügung gestellt hat. Kloster Tholey ist eines von 36 Denkmalen, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein im Saarland fördern konnte. Das unter der Schirmherrschaft der Bundestagsabgeordneten Nadine Schön stehende Klosterfest endet mit einer feierlichen Vesper um 17.30 Uhr. Ganztägig finden thematische Führungen in Kirche und Garten, in Schänke und Imkerei statt.

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