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Neues vom Jakobsweg – gefunden am 18. März 2009

 

Der Eifel-Verein wandert auf dem Mosel-Camino

 

Die Rhein-Zeitung meldet am 06.03.2009, dass die Sonntagswanderer auf dem Jakobsweg an der Mosel unterwegs sind. Am 14. März treffen sie sich um 8.45 Uhr auf dem Bahnsteig 1 am Bahnhof Neuwied. Es geht dann von Hatzenport über Lasserg zur Burg Eltz und dann weiter nach Karden oder Moselkern. Nach Karden sind stärkere Höhenunterschiede zu überwinden, ansonsten hat die Pilgerstrecke längere Geraden, geht teilweise über offenes Gelände und ist insgesamt etwa 16 km lang.

Neues vom Jakobsweg – gefunden am 23. Februar 2009

 

Endlich Wegweiser für Jakobspilger

 

RZ-Online Artikelarchiv vom 30.12.2008

Endlich Wegweiser für Jakobspilger

"Knotenpunkt" beliebter Pfade: Schilder am Wegesrand aufgestellt

Mitten durch Lahnstein führen fast vergessene Pfade, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen: Jakobuswege, die Pilger aus allen Nationen locken und nicht selten bis ins ferne Spanien nach Santiago de Compostela führen.

LAHNSTEIN. Die Stadt Lahnstein ist sogar ein "Knotenpunkt" für Jakobspilger, denn gleich mehrere Pfade – der Lahn-Camino von Lahnstein bis Wetzlar und der Rhein-Camino – treffen hier zusammen, der Mosel-Camino liegt in unmittelbarer Nähe. Jetzt gibt es auch Schilder, die Pilgern und Wanderern den Weg weisen. Die Mitglieder der Jakobusgesellschaft Rheinland-Pfalz/Saarland freuen sich, denn jetzt sind alle Jakobswege an Lahn, Rhein und Mosel sowie in der Eifel fertig markiert. Die letzten Schilder wurden in Lahnstein an der Ecke Bodewigstraße / Frankenstraße angebracht.
Auch die kleine Jakobuskapelle im Herzen des Stadtteils Oberlahnstein, gegenüber des Alten Rathauses gelegen, ist eine Station, die in früheren Zeiten von Jakobspilgern aufgesucht wurde.

An der Johanniskirche am Niederlahnsteiner Rheinufer weist außerdem der erst vor kurzem aufgestellte "Santiago-Stein", beschriftet mit der genauen Kilometerangabe für die Strecke Lahnstein-Santiago de Compostela, auf den Jakobsweg hin. An dieser Stelle muss der Pilger, der den Mosel-Camino benutzen möchte, den Rhein überqueren und dem Weg von Schloss Stolzenfels aus über Trier und Metz Richtung Spanien folgen. Die Regionalgruppe Mittelrhein dankte allen, die die die Aufstellung der Hinweisschilder ermöglicht haben und wünscht allen Jakobspilgern, dass sie stets gute Erfahrungen auf diesen Wegen machen mögen.    (kr)

Jugendherbergen am Jakobsweg

 

Die Jugendherberge Mayen in der Eifel bietet unter dem Menüpunkt ‚Aktivitäten rund um die Jugendherberge‘ den "Eifel-Camino – Auf den Spuren der Jakobspilger" als Anreiz zum Aufenthalt in Mayen an. Damit wird der Eifel-Camino in einem Atemzug mit der Genevovaburg, Maria Laach und den Eifelmaaren genannt.

 

(gefunden am 13.12.2008 unter http://www.diejugendherbergen.de/die-jugendherbergen-auf-einen-blick/mayen/aktivitaeten-rund-um-die-jugendherberge/)

Ultreia

 

Ultreia, vorwärts, morgen geht es endlich wieder los. Und nachdem wir im Februar wunderschönstes Frühlingswetter mit strahlendem Sonnenschein hatten, meldet sich heute pünktlich zum Frühlingsanfang der Winter zurück. Und die nächsten Tage sollen nicht gerade einladender werden. Wollen wir wirklich los?

Ich bin mir alles andere als sicher, ob ich das wirklich will. Mindestens einmal am Tag nass werden. Und das bei Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt. Aber es gab mittelalterliche Pilger, die haben zur Buße Erbsen (roh natürlich, sonst wirkt es nicht :-)) in die Schuhe hineingesteckt. Ich weiss nur nicht so genau, wofür ich büßen soll.

Ich glaube, ich überlasse Lisa die Entscheidung. Denn eigentlich brenne ich darauf, endlich wieder loszukönnen. Den Wegen der Jakobspilger auf der Rhein-Achse folgen. Nicht alle sind über die Eifel nach Trier gegangen. So manch einer wird dem Verlauf des Rheines gefolgt sein. Die Almosenrechnungen in Andernach, oder die Hospitalkapelle in Lahnstein, oder die vielen anderen Spuren beweisen es.

Um Lisa mache ich mir aber die geringsten Sorgen. Rucksack-Packen ist so ein Beispiel.

Da hat sich ein Pilger aus der Nähe von Gießen meinen Pilgerwanderführer für den Lahn-Camino gekauft, dazu ein paar gute Wanderschuhe und einen Rucksack – hat aber meine Liste der Ausrüstung nicht weiter beachtet. Bei 65 kg Körpergewicht rückte er hier am vergangenen Sonntag mit einem 15 kg Rucksack an. 1,6 kg hat er von hier nach Hause geschickt und zog mit etwas über 13 kg von hier weiter. Kein Wunder, dass er körperlich an seine Grenzen stiess.

Ganz anders unsere Lisa Marie. "Du kannst aber höchstens 6 kg mitnehmen!" "Was muss denn mit," war ihre Frage. Ich habe ihr die Liste aus den Pilgerwanderführern und Gabis Rucksack gegeben, eine Stunde später kam sie mit dem gepackten Rucksack wieder: 4,9 kg. Und hatte noch zusätzliche Wäsche drin. Mit Wasserflasche ist sie jetzt bei 10% ihres Körpergewichtes. Klasse – die Jakobspilger in den verschiedenen Internet-Foren, die tagelang über Sinn und Unsinn streiten und sich nicht belehren lassen wollen, sollten sich daran ein Beispiel nehmen.

Lisa wäre ja auch ohne Wanderschuhe, in labberigen Turnschuhen losgezogen. Oder in ihrer Jeans-Jacke. Mir kommen da die "Vögel des Himmels" in den Sinn: "Sie säen nicht, sie ernten nicht, aber der Herr im Himmel ernährt sie doch!" Völlig unbedarft, voller Gottvertrauen, es wird schon nicht so schlimm werden – und bei Regen und Schnee stellt man sich unter.

Ja, ein Riesenunterschied. Ist es das Alter, das mich alles vorbereiten und planen lässt?

Ultreia, ultreia et sus eia, deus adjuva nos.

Eifel-, Hunsrück- und Moselraum

 

Zu den wichtigen Elementen einer Pilgerwanderung gehört sicherlich das bewusste Genießen der Schöpfung Gottes. Pflanzen- und Tierwelt ergeben sich u. a. aus dem Zusammenspiel von Klimabedingungen und Boden. Die Menschen arrangieren sich damit und prägen wiederum die Landschaft (leider auch zu deren und damit zum eigenen Nachteil).

Eifel, Hunsrück und Mosel gehören zum Rheinischen Schiefergebirge, einer mitteleuropäische Naturlandschaft, deren Hauptachse der nach Nordwesten fließende Rhein zwischen Mainz und Bonn ist. Die wichtigsten Nebenachsen Lahn auf der rechten und Mosel auf der linken Rheinseite münden in bzw. bei Koblenz in den Rhein, so dass sich mit einiger Phantasie die Form eines Schmetterlings ergibt. Mehrere Mittelgebirge bilden gewissermaßen die Flügel: u. a. Taunus und Westerwald links und rechts der Lahn, Eifel und Hunsrück links und rechts der Mosel.

Die Entwicklung des Rheinischen Schiefergebirges setzte im Erdaltertum (Paläozoikum) vor ca. 380 Mio Jahren (Devon) ein, als das heutige Rhein-Mosel-Gebiet vom sog. Devon­meer bedeckt war. Dieses erstreckte sich damals als Flach- oder Tiefsee über das gesamte Rheinische Schiefergebirge.

Hierbei kam es zu vielerlei Ablagerungen und in der Folge zu Gesteins­um­bil­dun­gen: Aus Teilchen von Ouarz, Feldspat und Glimmer entstand die Grau­wacke, aus Tonschlämmen der Schie­fer; aus den Sanden bildete sich Sandstein (Trierer Becken). Versteinerte Reste von Korallen- und Mu­schel­bänken finden wir als Kalkstein wieder.

Diese Sedimentgesteine entstanden aber nicht nur durch das Absinken der Stoffe allein, sondern sie wurden im Erdmittelalter (Mesozoikum, vor 245-65 Mio Jah­ren) und in der Erdneuheit (Känozoikum, Beginn vor 60 Mio Jahren.) durch weite­­re Abtragungen und Ablagerungen, Verwerfungen, Verschiebungen, Schol­len­be­we­gun­gen und Über­schwem­­mungen, im Wechsel von Hitze- und Kälte­phasen, ge­formt.

Auch die Erosion wurde neu belebt: Flüsse und Bäche schnitten sich in ihren Ge­birgs­rumpf ein.

Je nach Materialhärte der Gesteine und Oberflächenbeschaffenheit formten sich nun die Mosel sowie ihre Nebenflüsse und -bäche die Fließwege. Weniger festes Material wurde erodiert, härtere Gesteine blieben stehen und zwangen zu Änderungen der Fließrichtung.

So kam es zur Bildung der Mosel-Mäander, insbesondere zwischen Schweich und Cochem. Damit bezeichnet man die Flussschlingen mit Prallhang (verstärkte Erosion) und Gleithang (Ablagerung von Stoffen), die nach dem türkischen Fluss Menderes benannt sind.

Charakteristisch für die Landschaft zwischen Eifel und Hunsrück sind weiterhin die Flussterrassen, die Reste ehemaliger Talböden (Flussgrund). Man unterscheidet Haupt-, Hoch-, Mittel- und Niederterrassen. Sie entstehen bei einem Fluss, wenn nach überwiegender Seitenerosion die Tiefenerosion überwiegt.

Gelegentlich trifft man auf Umlaufberge (Treis, Mülheim). Sie entwickeln sich aus Mäandern, im Falle der Mosel aus sog. Talmäandern. Der Umlaufberg entsteht an einer Stelle, an der zwei Mäander einander so nahe kommen, dass die Seitenerosion am äußeren Prallhang des ersten Mäanders den Mäanderhals zum zweiten Mäanders durchstößt.

Mosel

Entspringt etwa 40 km südwestlich von Colmar beim Col de Bussang auf dem Hauptkamm der Vogesen (Frankreich) in einer Höhe von 735 m ü. NN.

Nach 545 km ( Luftlinie ca. 280 km) mündet die Mosel beim Deutschen Eck in Koblenz (60m ü. NN.) in den Rhein. Zum
Großherzogtum Luxemburg ist die Mosel ein Grenzfluss. Ihr Einzugsgebiet beträgt etwa 28156 km2.

Zwischen Thionville (Frankreich) und Koblenz ist die Mosel schiffbar. Dies wurde zwischen 1958 und 1964 durch den Bau von 14 Staustufen erreicht. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt ca. 2,50 m, bei Hochwasser über 10m (Pegel Cochem am 22.12.1993 = 10,34 m).

Vorschlag für einen 8tägigen Pilgerweg von Koblenz/Stolzenfels nach Trier

Vorschlag für einen 8tägigen Pilgerweg von Koblenz/Stolzenfels nach Trier

 
 
Mein Vorschlag, den Lahn-Camino von Stolzenfels aus nach Trier (St. Matthias) fortzusetzen: über den Hunsrück (rechte Moselseite) und die Eifel (linke Moselseite) – und natürlich auch entlang der Mosel.
In Trier (Stadtteil Biewer) stößt man dort auf den von Köln kommenden Pilgerweg, der dann weiter Richtung Frankreich führt.
Die Kilometerangaben sind grob geschätzt; sämtliche Etappen sind als Tagesetappen realisierbar.
Abkürzungen:    
R                                       = Rheinhöhenweg
RV                                     = Rheinhöhenverbindungsweg
M                                      = Moselhöhenweg
MV                                     = Moselhöhenverbindungsweg
‚(Großbuchstaben)’/‚(Zahl)‘     = lokaler Wanderweg
***                                    = Einkehrmöglichkeit
 
1. Tag:
(Koblenz-) Stolzenfels
→ über Pastorenpfad zum (RV)                  2 km
→ zum Rheinhöhenweg (R)                             1 km
→ zum Merkurtempel (R)                           1 km
→ nach Hünenfeld (R) ***                         5 km
→ nach Nassheck *** (R, ‚41‘ und RV)        4 km
→ nach Alken (M)                                    10 km
                                         gesamt: ca.  23 km
Alternative: Start in Koblenz am Deutschen Eck
Deutsches Eck
→ am Rheinufer entlang zum Rittersturz (R)        7 km
→ zum Fermeldeturm Kühkopf (R)                      3 km
→ zum Merkurtempel (R)                                   3 km
→ nach Hünenfeld *** (R)                                 5 km
→ nach Nassheck *** (R, ‚41‘ und RV)                4 km
→ nach Alken (M)                                            10 km
                                                 gesamt: ca. 32 km 
2. Tag:
Alken
→ über Moselbrücke nach Löf                                        2 km
→ am Moselufer entlang nach Hatzenport                       3 km
→ nach Lasserg (M)                                                      4 km
→ zur Burg Eltz (M)                                                       4 km
→  nach (Treis-) Karden (M) über Windshäuserhöfe          6 km
(alternativ: über Müdenerberg-Buchsbaumwanderpfad     8 km)
                                                  gesamt: ca. 19 km/(21km)
3.Tag (Variante A)
Karden
→ über Moselbrücke nach Treis (-Karden)                        2 km
→ zum Birkenhof (M)                                                      5 km
→ nach Beilstein (M)                                                       8 km
→ nach (Zell-) Merl (M)                                                 11 km
                                                              gesamt: ca. 26 km
4. Tag (Variante A)
Zell-Merl
→ am Moselufer entlang nach Bullay                                3 km
→ über Moselbrücke; dann wenige Meter nach links zum Aufstieg zur Marienburg
→ zur Marienburg                                                           2 km
→ über Prinzenkopf zum (M)                                            2 km
→ Berghof *** (M)                                                        12 km
( alternativ: über Reil – Weinlagen-Wanderweg            11 km) 
→ Traben-Trarbach (MV)                                                 6 km
gesamt: ca. 25 km/(24 km) 
5. Tag (Variante A)
Traben-Trarbach
→ Parkplatz Graacher Schanzen (‚T8‘)                              7 km
→ Bernkastel (M)                                                            5 km
→ über Moselbrücke nach Kues                                        1 km
→ am Moselufer entlang nach Lieser                                 4 km
→ (Osann-) Monzel (M)                                                   7 km
gesamt: ca. 24 km
6. Tag: (Variante A)
Monzel
→ Piesporter Heiligenhaus (M)                                         8 km
→ Waldkapelle (M)                                                          4 km
→ Klüsserath (M)                                                            5 km
                                                               gesamt: ca. 17 km
7. Tag: (Variante A)
Klüsserath
→ Zitronenkrämerkreuz (M)                                              10 km
→ Landwehrkreuz (M)                                                         3 km
→ Schweich (M)                                                                  6 km
                                                                   gesamt: ca. 19 km
8. Tag: (Variante A)
Schweich
→ am Moselufer (Radweg) über Issel nach (Trier-) Quint                     5 km
→ nach (Trier-) Ehrang/Kyllbrücke (Radweg)                                      3 km
→ nach (Trier-) Pfalzel (Radweg) – durch unattraktives  Hafengebiet! –  5 km
→ nach (Trier-) Biewer (Radweg)                                                       3 km
→ Hin- und Rückweg zur Pfarrkirche St. Jakobus                                 1 km
→ Trier (Kaiser-Wilhelm-Brücke) (Radweg) – Porta-Nigra – Dom           5 km (St. Matthias + 2km)
alternativ: ab Ehrang/Kyllbrücke über Karl-Kaufmann-Weg nach Biewer 7 km
                                                                                gesamt: ca. 22 km/(21 km)
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