Geschichte - Kultur - Spiritualität

Schlagwort: cochem

unterwegs, rundbrief Nr. 64, januar 2008

 

Karl-Josef Schäfer / Wolfgang Welter, Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier
– Der Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino. 220 S., SW-Abb., kt. BoD Norderstedt
2007. € 14,95

Im Anschluß an den Lahn-Camino (siehe „unterwegs“ Nr. 63, S. 35f) nun der Mosel-Camino.
unterwegs 37 nr. 64 januar 2008

Die Autoren beschreiben den 180 km langen Weg in acht Tagesetappen von Koblenz-
Stolzenfels nach Trier. Der Weg führt auf der Hunsrück- und Eifelseite überwiegend auf den
Höhen zum Grab des Apostels Matthias. Etappenübersicht, Tages-Impuls, Wegbeschreibung,
Sehenswürdigkeiten, Anlaufstellen und Übernachtungsangaben bieten ausreichend
Informationen für den Pilger. Im Anhang finden sich Stadtrundgänge für Koblenz, Cochem und
Trier, eine Liste der Weinlagen mit kirchlichem Hintergrund. Die acht Etappen lassen sich also
leicht vermehren. Die oft gewünschte Querverbindung von Marburg nach Trier wird durch diesen
Band ermöglicht.

RZ-Online Artikelarchiv vom 22.11.2007

 

Die lokale Bücherecke

Ein Jakobsweg von Koblenz nach Trier

Es gibt jetzt einen Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino von Koblenz-Stolzenfels bis zum Apostelgrab des heiligen Matthias in Trier

Es gibt jetzt einen Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino von Koblenz-Stolzenfels bis zum Apostelgrab des heiligen Matthias in Trier. Er führt entlang der Mosel und auf den Eifel- und Hunsrückhöhen durch eins der schönsten Wandergebiete Deutschlands mit einer wechselvollen Vergangenheit. Der Pilgerwanderführer beschreibt die Streckenführung, gibt spirituelle Anregungen, Tipps für Besichtigungen, verweist auf Ansprechpartner in Kirchengemeinden und Tourist-Informationen, nennt Unterkünfte und nützliche Adressen. Es gibt acht Tagesetappen. Autor Karl-Josef Schäfer, Jahrgang 1956, arbeitet als Kommunikations-Trainer und lebt in Weilburg/Lahn. Seit langem beschäftigt er sich mit der Geschichte der Jakobswege in Europa. Autor Wolfgang Welter ist 1957 in Cochem geboren und aufgewachsen, studierte Lehrer in Koblenz. Heute ist er Lehrer in Trier und wohnt in Schweich. Seine Wandertipps für die Moselregion sind auf vielen Internetseiten. Für den Eifelverein kümmert er sich um die Pflege und Erhaltung der Markierungen des linksseitigen Moselhöhenweges bei Schweich.

 Taschenbuch, 220 Seiten, Verlag: Books on Demand GmbH, 1. Auflage, Oktober 2007, -3833498 8, 14,95 Euro.

Anhang 5 – ÖPNV und Taxi

Mobilität

Sollten Sie sich einmal hoffnungslos verlaufen haben oder das Wetter Ihnen einen Strich durch die Rechnung machen oder … oder … oder: ein dichtes Netz von Bahn- und Buslinien durchzieht die Region von Eifel, Hunsrück und Mosel. Und wenn’s gar nicht anders geht: viele Taxifahrer/-innen werden sich auf Ihr Telefonat freuen …

ÖPNV:

A) Bahn – tagsüber grundsätzlich Stundentakt – (Auskünfte: www.db.de)

a) Relevante Bahnhöfe/Bahnhöfe auf der DB-Moselstrecke 690 (Koblenz – Trier)

Koblenz Hbf (Tel.: 0261 3 96-0)

Löf, Hatzenport, Treis-Karden, Cochem, Bullay, Salmtal (wg. Klausen), Schweich, Quint, Ehrang Ort, Ehrang

Trier Hbf (Tel.: 0651 1 42-0)

b) Relevante Bahnhöfe/Haltepunkte auf der DB-Moselweinbahn 691 (Bullay – Traben-Trabach)

Bullay

Traben-Trarbach

c) Relevante Bahnhöfe/Haltepunkte aus der DB-Eifelbahn 474 (Köln – Trier)

Ehrang-Ort

Ehrang

Trier Hbf

B) Bus

Region Koblenz: Verkehrsverbund Rhein-Mosel VRM

Informationen: Tel.: Info-hotline 01805 986 986 (14 Ct./min) www.vrminfo.de

Stolzenfels: rheinhunsrückbus GmbH (rhb)

Informationen: Tel.: 06761 90 66-0

Alken/Löf/Hatzenport: Kraftwagen-Verkehr-Koblenz GmbH (KVG)

Informationen Tel.: 0261 3 92 17 92

Region Koblenz/Cochem/Trier Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft (RMV)

Informationen Tel.: 0261 17383

www.rmv-bus.de

Region Bullay/Trier: Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft (MB)

– Achtung! Name täuscht: nur Busverkehr! –

Informationen Tel.: 06531 9680-0

Region Trier: Verkehrsverbund Region Trier (vrt)

Informationen: Hotline: 01805 13 16 19 (14 Ct./Min)
www.vrt-info.de

Private Taxibetriebe (ohne Garantie für Vollständigkeit)

Dillmann Josef Rhens 0171 3 84 99 12

Ewald Regina Löf 02605 30 74

Leister Peter Treis-Karden 02672 14 07

Taxizentrale Cochem 02671 80 80

Steffens Ferdinand Alf 06542 2 12 82

Hallebach Margret Zell 06542 44 44

Bollig Heinrich Enkirch 06541 92 85

Hehn Uwe Traben-Trarbach 06541 81 01 70

Hilgers Falk Traben-Trarbach 06541 94 25

Priwitzer Bernkastel-Kues 06531 96 97-0

Edringer Hans Bernkastel-Kues 06531 81 49

Stadtfeld Willi Piesport 06507 24 02

Meyer Jürgen Salmtal/Dörbach 06578 99 23 53

Druckenmüller Beate Schweich 06502 68 00 u. 69 00

Lamberty Hans-Joachim Trier-Quint 0651 6 86 09 39 u. 0171 2 65 58 55

Taxi Funkzentrale Trier 0651 3 30 30

Zwischenetappe

 
Übernachten auf dem Jakobsweg im Winter:
 
Unsere Planung steht – am Freitag geht es von Löf nach Treis-Karden und am Samstag weiter nach Zell-Merl. Die Idee mit dem Moselradweg nach Cochem haben wir ad acta gelegt. Einen ganzen Tag, ca. 28 km, auf Asphalt, das ist so eine Sache. Wir übernachten also in Treis, um am nächsten Tag ausgeruht die weietere Strecke nach Merl zurückzulegen.
 
Übernachten ist überhaupt so ein Thema. Ich war gestern morgen schon sehr frustriert. Es hat fast 3 Stunden gedauert, bis ich eine bezahlbare Unterkunft für uns gefunden hatte. Ich hatte schon geplant, den Wagen in Cochem abzustellen, dann mit dem Zug nach Löf, mit dem Zug oder Bus von Karden wieder nach Cochem und dann von Merl wieder nach Cochem. Alles, was unter 70 Euro (für 2 Personen) liegt, hat entweder geschlossen, oder renoviert, oder hat geschlossen und renoviert. Oder es fällt ihnen was anderes ein. In meiner Not habe ich das Pfarrbüro angerufen (dem Herrgott sei Dank für die Telefonflatrate), die haben mir zumindest bestätigt, dass die Fremdenverkehrsinformation eigentlich präsent sein müsste und hatten auch drei Adressen für uns. Fehlanzeige. Die endlich erreichte Information hat mir dann 3 Adressen gegeben: bei der ersten ging niemand ans Telefon, bei der zweiten bin ich kurz abgewatscht (würde der Bayer sagen) worden, wie ich mich denn erdreisten könne, am Montag im Winter anzurufen und bei der Dritten (Gasthaus Gräf) musste ich erst mal mit den beiden Kindern parlieren (piepsig: Hallo – ich: Hallo, gibst Du mir bitte die Mama – piepsig: Hallo – ich: Hallo, gibst Du mir bitte die Mama – piepsig: Hallo – ich: … – piepsig: dann gebe ich Dir jetzt mal lieber die Mama), bevor ich die Chefin an die Strippe bekam. Und das Zimmer mit Etagendusche kam auch erst ins Gespräch, als ich dreimal sagte, dass mir 50 Euro zuviel sind. Wenn wir das bis zur spanischen Grenze bezahlen sollen, dort, wo es dann richtige Pilgerherbergen gibt, müssen wir einen Pilgerkredit aufnehmen 🙂 Die Hotels sind durchweg der Meinung, der Januar-Gast muss gefälligst die Strom- und Heizungsrechnung für 3 Monate zahlen. 50 Euro pro Person sind nicht die Ausnahme, sondern eher die untere Regelpreisgrenze. Da ist die Mosel hervorragend touristisch erschlossen – nur die Pilger mit einem bescheidenen Budget sind völlig vergessen.
 
Das ist der Nachteil, wenn im Winter abseits der Hauptpilgerströme gepilgert wird. Vielleicht wäre es am Rhein Richtung Mainz und Speyer oder in der Eifel zwischen Köln und Trier anders. Wir werden es nicht mehr ausprobieren, wir sind schon auf dem Weg. Mal sehen, wie die nächsten Übernachtungsplanungen verlaufen werden.
 
Auf jeden Fall werden wir hier in Weilburg für die Pilger auf dem Lahn-Camino eine Übernachtungsmöglichkeit schaffen – und vielleicht ist ja auch unsere Heimatgemeinde bereit, das Pfarrheim für Pilger zur Verfügung zu stellen.

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