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Schlagwort: camino frances

Neues vom Jakobsweg – gefunden am 29. Mai 2009

 

Neues vom Jakobsweg – gefunden am 13. Februar 2009

 

„Ich bin ein neuer Mensch geworden”

 

Auch die Boulevard-Presse nimmt sich gerne des Jakobsweges an. Besonders, wenn es interessante Geschichten darüber zu berichten gilt. Maud Sicking-Richter ist den Camino Frances nach einer überstandenen Brustkrebs-Erkrankung gegangen und will ihn noch einmal 2009 mit ihrem Mann pilgern.

Näheres unter http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/ich-bin-ein-neuer-mensch-geworden_artikel_1225960062071.html

Nachwort

 

Und hier, gegenüber der Hospitalkapelle in Lahnstein, der besonderen Stelle im Rheinland, wo sich die Pilgerströme aus dem Norden entlang des Rheins und aus dem Osten entlang der Lahn getroffen haben, möchte ich den ersten Teil des Rhein-Caminos ab­schlie­ßen. Von hier ging und geht es dann weiter; für die mittelalterlichen Pilger, wie auch, wenn Sie mögen, für Sie. Entweder in Richtung Westen, auf dem Mosel-Camino über Trier, oder in Richtung Süden, auf dem Rhein-Camino über Mainz, Worms, Speyer bis nach Straßburg. Und irgendwo in Frankreich, spätestens in St. Jean Pied de Port haben sich alle Pilger wieder vereinigt, um dann gemeinsam dem Camino Frances bis nach Santiago de Compostela zum Grab des Apostels Jakobus d.Ä. zu folgen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihr persönliches Ziel für die vergangenen acht Tage erreicht haben. Ich wün­sche, dass Sie die Ruhe und die Besinnlichkeit des Pilgerweges gefunden haben. Ich freue mich, wenn Ihnen dieser Pilgerwanderführer ein wenig bei der Vorbereitung und der Durchführung Ihrer Pilger­woche geholfen hat.  Und ich freue mich, wenn ich Sie mit dem 2. Band des Rhein-Caminos wieder ein Stück weit auf dem Pilgerweg begleiten darf.

Ultreia, ultreia et sus eia, deus adjuva nos – Vorwärts, vorwärts und aufwärts, Gott begleitet uns!

Ihr Karl-Josef Schäfer

Wege der Jakobspilger in Deutschland – Mythos Jakobswege

 

  • Einleitung
  • Mythos Jakobswege
  • St.-Jakobus d.Ä. – Apostel und Maurentöter?
  • Santiago de Compostela – warum wurde das Grab zum Hauptpilgerziel?
  • Mittelalterliche Pilger unterwegs!
  • Der "wahre Jakob"!
  • Heilige Jahre
  • Deutschland und seine Jakobswege
  • Stolzenfels im Jakobswege-Netz
  • Warum das 21. Jh. sich nicht so sehr vom hohen Mittelalter unterscheidet!

     

    Mit ein paar Mythen über die Jakobswege und den Jakobskult wollen wir heute einmal aufräumen.

    Zunächst einmal der Weg selbst. DEN Jakobsweg gibt es einfach nicht. Zwar wurde der Hauptweg, der sogenannte Camino Frances als Hauptverkehrsachse von den Pyrenäen bis zum Jakobusgrab, 1993 zum UNESCO-Welterbe ernannt und 1998 erhielten die vier französischen Zubringerwege auch diesen Titel, aber grundsätzlich beginnt jeder Jakobsweg vor der Haustür des Jakobspilgers. Bei dieser Vielzahl der Jakobswege nun die historisch relevanten herauszufinden – das überlassen wir lieber den Spezialisten.

    Dann die Bedeutung des Weges in neuerer Zeit, sagen wir einmal ab 1989 – ab diesem Jahr liegen veröffentlichte Statistiken vor. 2 Millionen verkaufte Exemplare von Hape Kerkeling’s "Ich bin dann mal weg …" legen eine besondere Bedeutung des Weges nahe. Tatsächlich sind von 1989 bis 2007 lediglich 60.949 pilgernde Deutsche in Santiago de Compostela angekommen. Das sind bei einer Einwohnerzahl von 82.438.000 nur 0,08% der deutschen Bevölkerung. Um die Zahl noch weiter zu relativieren: Im Jahr 2004 haben 48,1 Millionen Deutsche Urlaub gemacht. Davon waren nur in diesem Jahr 13,6% in Spanien – 6.541.500 Touristen. Und davon waren 6.816 Jakobspilger. Eine verschwindend geringe Zahl, nicht wahr?

    Und wenn wir über die grossen Pilgerziele des Mittelalters, nämlich Jerusalem, Rom und Santiago de Compostela sprechen, dann müssen wir uns auch klar machen, dass es auch damals nicht unbedingt ein ständiges Kommen und Gehen gab. Im Jahre 1430 hatte die grösste Stadt des Heiligen Römischen Reiches, Köln, eine Einwohnerzahl von 40.000. Wieviele davon mögen zum Grab des Heiligen Jakobus gepilgert sein? Zum Vergleich: täglich werden am Frankfurter Flughafen mehr als 148.000 Passagiere abgefertigt.

  • Und einen Mythos hätten wir dann fast noch vergessen: den Mythos rund um das Grab des heiligen Jakobus d.Ä. In Jerusalem wurde der Apostel hingerichtet und gelangte dann angeblich auf wundersamen Wegen in den nordwestlichen Zipfel Spaniens, nahe Finisterre, dem Ende der damals bekannten Welt.

    Und damit haben wir den Anschluss an das nächste Kapitel: Wer war denn dieser Jakobus eigentlich und wie, um Himmels willen, gelangte er in den Legende nach Spanien?

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