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Schlagwort: bruderschaft

PETITION: Anerkennung der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils gefordert

 

Dies ist keine Aktion der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche, aber wir halten diese Petition für so wichtig, dass wir gerne zu ihrer Verbreitung beitragen!

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Mit einer heute gestarteten Petition fordern zahlreiche Theologinnen und Theologen sowie Christinnen und Christen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die uneingeschränkte Anerkennung der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils. Damit reagieren sie auf die vor wenigen Tagen erfolgte äußerst problematische Aufhebung der Exkommunikation von Bischöfen der traditionalistischen Bruderschaft Pius X.

Die Petition kann ab sofort auf der Webseite www.petition-vaticanum2.org unterzeichnet werden. Nach Abschluss der Aktion wird das Ergebnis dem Vatikan übergeben sowie den Bischofskonferenzen, dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken sowie der Presse bekannt gegeben.

Wortlaut der Petition:
"Uneingeschränkte Anerkennung der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils gefordert"

Die am 24. Januar 2009 bekannt gewordene päpstliche Aufhebung der Exkommunikation von Bischöfen der traditionalistischen Bruderschaft Pius X. bedeutet für die Unterzeichnenden die Wiederaufnahme von Personen, die offen als Gegner der mit dem II. Vatikanischen Konzil begonnenen Reformen aufgetreten sind und dies immer noch tun.

Im Blick auf die antisemitischen Äußerungen und die Leugnung der nationalsozialistischen Judenvernichtung durch Weihbischof Richard Williamson und seine Anhänger teilen wir die Empörung unserer Schwestern und Brüder jüdischen Glaubens. Darüber hinaus stellen wir fest, dass die Einstellung der Pius-Bruderschaft zum Judentum insgesamt nicht den Anforderungen des Konzils an den jüdisch-christlichen Dialog entspricht. Wir begrüßen die diesbezüglichen Aussagen der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken sowie die klaren Stellungnahmen der Französischen Bischofskonferenz und weiterer Bischöfe.

Die Unterzeichnenden werten es als klare Richtungsanzeige, dass Papst Benedikt XVI. diese Aufhebung in direkter zeitlicher Nähe zum symbolträchtigen 50. Jahrestag der Ankündigung der Einberufung eines Konzils durch Papst Johannes XXIII. vollzogen hat. Diese Rückwärtswendung lässt die Rückkehr von Teilen der römisch-katholischen Kirche in eine antimodernistische Exklave befürchten.

Durch diese Rückwärtswendung wird es zugelassen, dass Teile der römisch-katholischen Kirche – neben vielem anderen – offen Geist und Buchstaben bedeutender Dokumente des II. Vatikanischen Konzils ablehnen dürfen, so das Ökumenismusdekret "Unitatis redintegratio", die Erklärung zu den nichtchristlichen Religionen "Nostra Aetate", die Erklärung zur Religionsfreiheit "Dignitatis humanae" sowie die pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute "Gaudium et spes". Welche verhängnisvollen Auswirkungen dies für die Glaubwürdigkeit der römisch-katholischen Kirche haben dürfte, ist in seinen Ausmaßen derzeit noch nicht absehbar. Dieser Preis ist eindeutig zu hoch!

Bei allem Respekt vor dem Bemühen des Papstes um die Einheit der Kirche erscheint es uns besonders empörend, dass das erneute Zugehen des Vatikans auf die schismatische Traditionalistenbewegung offenbar ohne jede Vorbedingung erfolgt ist. Noch im Juni 2008, zum 20. Jahrestag der Exkommunikation Lefebvres, wies die Priesterbruderschaft eine Aufforderung des Heiligen Stuhls zur theologischen und kirchenpolitischen Aussöhnung ab und kam der Aufforderung Roms nicht nach, eine Fünf-Punkte-Erklärung mit Bedingungen für eine mögliche Wiedereingliederung in die römische Kirche zu unterzeichnen.

Eine Rückkehr in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche kann nur möglich sein, wenn die Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils uneingeschränkt in Wort und Tat anerkannt werden, wie auch im Motu Proprio "Summorum Pontificum" zum Tridentinischen Ritus gefordert wird.

Solange der Vatikan nur um die Rückkehr der "verlorenen Schafe" am traditionalistischen Kirchenrand bemüht ist, nicht aber auch andere Exkommunikationen aufhebt, Lehrbeanstandungsverfahren reformorientierter Theologinnen und Theologen überprüft sowie nicht zum internationalen Dialog mit Reformkreisen bereit ist, hat das römisch-katholische Kirchenschiff schwere Schlagseite.

Essen, den 28. Januar 2009

V.i.S.d.P.: Prof. Dr. Norbert Scholl, Angelhofweg 24b, 69259 Wilhelmsfeld


Erstunterzeichnende:

Prof. Dr. Norbert Scholl, Wilhelmsfeld

Prof. Dr. Norbert Mette, Dortmund

Prof. Dr. Johannes Brosseder, Köln

Prof. Dr. Hanspeter Heinz, Augsburg

Prof. Dr. Hermann Häring, Tübingen

Prof. Dr. Karl Schlemmer, Nürnberg

Prof. Dr. Heinz-Günther Schöttler, Regensburg

Prof. Dr. Karl Bopp, Benediktbeuren

Prof. Dr. theol. Herbert Mölle, Technische Universität Dortmund

Dr. Bernd Weber, Münster

José Amrein-Murer, Betlehem Mission Immensee/Schweiz

Winfried Belz, Wilhelmsfeld

Brigitte Durrer, Präs. Tagsatzung Bistum Basel, Laax/Schweiz

Christel Esser

Gudula Frieling, Dortmund

Bertold Graf

Karl Graml, Lenting

Hans Peter Hurka, Wien, Plattform Wir sind Kirche

Pfr. Hubertus Janssen, Limburg

Andrea Kaiser, Köln

Rudolf Löhken, Walldorf

Pfr. Dieter Nesselhauf, Karlsruhe

Christian Weisner, Dachau, Wir sind Kirche

Veronica und Bernhard Beck, Mönchengladbach

Matthias Lattek, Münster

Dr. Thomas Seiterich, Oberursel, Publik-Forum

Margret und Georg Strasser, Kempen

Dres. Susanne und Leopold Walla,

Hans Klemm, Rektor

Dr. Lioba und Dr. Martin Zodrow, Essen

Zwischenetappe – Aufruf

 
Unsere Erfahrungen der letzten Wochen haben uns gezeigt, dass es -zumindest für den Lahn-Camino und die Mosel- keinen regionalen Pilger-Führer gibt. Da sich gerade Lahn und Mosel für 1-, 2- oder Wochentouren anbieten, planen wir die Erstellung eines Jakobsweg-Pilgerführers, und zwar
 
1. Lahn-Camino Wetzlar – Lahnstein
2. Mosel-Pilgerführer Koblenz-Stolzenfels – Trier.
 
Dafür benötigen wir Ihre/Eure Unterstützung, und zwar:
 
  • Wird schon irgendwo an einem Pilger-Führer für diese Regionen gearbeitet? Dann brauchen wir das Rad nicht neu zu erfinden und können vielleicht wertvolle Erfahrungen beisteuern.
  • Sie leben an der Lahn oder der Mosel und kennen Ihre Region wie Ihre Westentasche? Dann freuen wir uns über jeden Hinweis auf kulturelle und/oder spirituelle Besonderheiten und natürlich auch über besondere Naturerlebnisse am Weg. Vielleicht kennen Sie ja auch eine Geschichte/Legende o.ä., die es wert ist, veröffentlicht zu werden.
  • Sie können ein kostenloses Privatquartier am Weg zur Verfügung stellen? Dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung, die wir auf dieser Webseite und in dem geplanten Pilger-Führer veröffentlichen. Die benötigten Daten erhalten Sie auf den Internet-Seiten der St. Jakobus Bruderschaft in Trier unter  http://www.sjb-trier.de/downloads/pilgerwillkommen.pdf.
  • Sie führen ein Hotel, einen Gasthof, eine Pension oder einen anderen gastronomischen Betrieb an der Lahn oder der Mosel und können einen speziellen Pilgerrabatt auf Übernachtung und Verpflegung einräumen? Wir veröffentlichen gerne Ihre Anschrift/Telefonnummer/Homepage. Der Übernachtungspreis soll deutlich unter 25 Euro pro Person, das Abendessen deutlich unter 10 Euro pro Person liegen.
  • Ihre Pfarrgemeinde liegt an Lahn oder Mosel? Wir möchten gerne die Öffnungszeiten von Kirche (wenn geschlossen, ob und wo gibt es einen Schlüssel?) und Pfarrbüro (gibt es einen Pilgerstempel?) und weitere Informationen veröffentlichen und freuen uns über Ihre Rückmeldung.
  • Ihr Gebetsraum (z.B. die Moschee Ihrer islamischen Gemeinde) liegt am Weg? Wir freuen uns über eine Rückmeldung und die Möglichkeit, Ihre Adresse zu veröffentlichen.

Bitte senden Sie Ihre Rückmeldung an kajo@xschaefer.de oder rufen Sie einfach an: 06471-506088.

Und zum Schluss, vielen Dank an Dich, Anne. Du hast mich erst auf den Gedanken gebracht!

Mosel – Camino Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier St. Matthias

 

Patrozinium: St.-Jakobus-Bruderschaft Trier

Seit Sommer 2008 ist der sog. Mosel-Camino als Teil des Jakobus-Pilgerwegs nach Santiago de Compostela von Koblenz-Stolzenfels bis zur Benediktinerabtei St.
Matthias in Trier auf einer überaus abwechslungsreichen und reizvollen Strecke komplett markiert.

Mehrere hundert Schilder und Aufkleber mit der gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund leiten den Pilger und Wanderer auf rund 160 Kilometern (mit Abstechern und
Besichtigungen ca. 180 km) zum Grab des Apostels Matthias. Die zusammen laufenden Rippen der Muschel weisen gleichsam als Pfeil die Richtung.

In Verbindung mit dem Elisabethpfad II (Eisenach – Marburg) und dem Lahn-Camino (Wetzlar – Lahnstein) ist damit auf beiden Seiten der Mosel sowie deren
angrenzenden Höhen die Möglichkeit geschaffen worden, in Ost-West-Richtung nach Trier zum Grab des Apostels Matthias und von dort weiter nach Santiago de
Compostela zu pilgern.

Der (entgegengesetzte) Lauf der Mosel gibt zwar grob die südwestliche Richtung in die Bistumsstadt vor. Um
aber die moseltypischen Mäander zu umgehen, führt der Weg immer wieder auf die gelegentlich luftigen
Höhen von Eifel und Hunsrück.

Immer wieder säumen mittelalterliche Burgen und Ruinen, aber auch alte Klosterkirchen und Kapellen die
Pilgerstrecke. Traditionelle Wallfahrtsorte wechseln mit romantischen Weindörfern und -städten ab.

Der Schwierigkeitsgrad dieser Route ist sicherlich insgesamt nicht allzu hoch; dennoch ist wegen so
mancher steilen Passage im Weinberg ein ausreichendes Maß an Kondition und Trittsicherheit sowie
vernünftiges Schuhwerk erforderlich.

In den Neu-Ausgaben der entsprechenden LVermGeo-Wanderkarten (1:25000) ist der Weg eingetragen!

Gute ÖPNV-Verbindungen machen es möglich, auch als Tages- oder Wochenendpilger in individuell gewählten
(Tages- oder Wochenend-) Abschnitten zu gehen. Natürlich sollte man sich abends die eine oder andere
Weinprobe nicht entgehen lassen: schließlich führt der Mosel-Camino durch eine Reihe bester Riesling-Lagen!

 

Route:

Koblenz-Stolzenfels – Waldesch – Hünenfeld – Naßheck –
Dreifaltigkeitskirche Bleidenberg (Gem. Oberfell) –
Alken

Löf – Hatzenport – Lasserg – Burg Eltz – Karden – Treis

Kloster Maria Engelport – Beilstein – Kapelle Lindenhäuschen (Gem. Grenderich) –
Bullay

Marienburg – Zell-Kaimt– Zell – Bummkopf – Enkirch – Starkenburg – Traben-Trarbach

Bernkastel-Kues – Lieser – (Osann-)Monzel

Klausen – Krames – Klüsserath – Ensch – Schweich

Trier-Quint – Trier-Ehrang – Trier-Biewer – Trier (St. Matthias)

 

Internet: www.mosel-camino.de
www.sjb-trier.de

Literatur: K.-J. Schäfer u. W. Welter: Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier.
Der Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino. 2009 (2. akt. Auflage)

V.i.s.d.P.: Wolfgang Welter, Schweich
E-Mail: ChipWelter (at) t-online.de

Stand: Juli 2009

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