Geschichte - Kultur - Spiritualität

Schlagwort: bischof

Wir sind Kirche-Newsletter: ÖKT / Pfingstbrief 2010 / Rücktritt Mixa / Robinson-Buch

 

Wir sind Kirche-Pfingstbrief 2010
"Hoffen auf ein neues Pfingsten – gerade jetzt!
Notwendige Reformen in der Kirche – gerade jetzt!"

Mit dem Pfingstbrief 2010 (www.wir-sind-kirche.de/files/1147_Pfingstbrief%202010.pdf) ruft die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche in der wohl größten Krise der römisch-katholischen Kirche seit der Reformation alle Gläubigen dazu auf, in der Kirche aufzutreten statt auszutreten. Wir alles sollten von den im Kirchenrecht vorgesehenen vorgesehenen Möglichkeiten zur Meinungsäußerung Gebrauch zu machen und gerade jetzt Strukturreformen einfordern, so wie dies Hans Küng in seinem offenen Brief an die Bischöfe in aller Welt (www.wir-sind-kirche.de/index.php?id=393&id_entry=2539) getan hat.

 
Verteilen Sie den Wir sind Kirche-Pfingstbrief 2010 in Ihrem Umfeld entweder als Email oder in gedruckter Form (2 Seiten DIN A4)!
Wir sind Kirche auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag München 2010

Besuchen Sie unsere Veranstaltungen, Gottesdienst sowie die Menschenkette beim 2. ÖKT und weisen Sie bitte auch andere darauf hin!
Falls Sie nicht nach München kommen können, schauen Sie bitte auf unsere Webseite. Auch die Medien werden ausführlich über den ÖKT berichten. www.wir-sind-kirche.de/index.php?id=520

Zur Annahme des Rücktrittsgesuches von Bischof Dr. Walter Mixa

Wir sind Kirche-Pressemitteilung vom 8.5.2010
www.wir-sind-kirche.de/index.php?id=128&id_entry=2606

"Donnerstagsgebet" für eine Reform der Katholischen Kirche
Bitte unterstützen Sie diese Gebetsinitiative der Hammelburger Gruppe "Kirche in Bewegung"!
Mehr Informationen, Gebetstexte, Unterschriftensammlung und organisatorische Hinweise:
www.KircheInBewegung.net

NEUERSCHEINUNG: Bischof Geoffrey Robinson: "Macht, Sexualität und die katholische Kirche"
Am 11. Mai erscheint die deutsche Übersetzung des Buches des australischen Weihbischofs im Buchhandel.
Hans Küng: »Ein Buch – in der gegenwärtigen Krise von trauriger Aktualität!«
Hrsg. von Publik-Forum und Wir sind Kirche. ISBN: 978-3-88095-196-9, 272 S., 16,80 €.
www.publik-forum.de/shop/Default.asp?id=9702&titel=Macht%2C+Sexualit%E4t+und+die+katholische+Kirche&k1=13&k1n=Publik%2DForum+Edition&k2=0
Bestellbar bei buchshop@publik-forum.de

BITTE UNTERSTÜTZEN SIE UNSERE DERZEIT BESONDERS WICHTIGE ARBEIT AUCH DURCH IHRE SPENDE!
Dies ist ganz einfach OHNE Online-Banking auch per Email möglich.
www.wir-sind-kirche.de/?id=209
Wir danken für jede (steuerabzugsfähige) Spende!

Auf dem Rhein-Camino bewegt sich was!

 

Bewegung hat unser Limburger Bischof Tebartz-van Elst von den Gläubigen im Bistum gefordert und sagt: “Wer sich bewegt, wird auch bewegt!” Und wenn ein Bischof so etwas in einer Pressemitteilung fordert, und gleichzeitig Pastorale Räume für Projekte einer “weiten Kirche” benennt, dann ist das vielleicht ein Grund, sich unten an der Basis ein wenig Sorgen zu machen.

Eine Gruppe um Wolfgang Pries aus dem Kreis Neuss, genau genommen aus Dormagen, hat sich auf den Jakobsweg von Neuss nach Koblenz-Stolzenfels gemacht und kam am vergangenen Samstag am Kölner Dom an.

Hier die Presse:

29 Pilgerfreunde aus dem Kreis Neuss haben es sich nicht nehmen lassen die 2. Etappe des Rhein Camino von Zons nach Köln zu pilgern. Mit Rucksack, Wanderstiefeln und guter Laune ging es am Rhein entlang über Worringen, Langel, Merkenich nach Köln Riehl. Das erste große Etappenziel wurde nach 5 Pilgerstunden erreicht.
Die modern gestaltete Jugendherberge Köln Riehl erwartete bereits die Pilgergruppe zum "Pilgeressen"
Das von Gerd Voosen kreativ gestaltete riesige "Pilgerbrot" ließen sich die Pilger in einer gemütlichen Runde mit Gitarre und Gesang schmecken. Hier fand auch die Verteilung der Pilgerausweise und des Buen Camino Pilgerflyer statt.
"Geschafft" aber glücklich ging es weiter über die Kölner Rhein – Promenade bis zum  "Dom Forum"  wo  jeder Teilnehmer seine verdiente Auszeichnung erhielt.

Wolfgang Pries der Initiator dieser Tour wusste zu berichten, dass alle  Pilgerfreunde, auch bei den nächsten Etappen,  bis das Ziel Burg Stolzenfelz in Koblenz  erreicht ist, mitpilgern möchten.”

Und ein paar schöne Bilder gibt es auch (man beachte den wunderschönen Lebkuchen mit der Umschrift Rhein-Camino):

Gut gebrüllt, Löwe!

 

Der neue Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst soll einen Dienst- und Wohnsitz in der Nähe des Domes erhalten. Nachdem Gerüchte von Baukosten in Höhe von sechs bis sieben Millionen die Runde machten, hat das Domkapitel am 11.01.2008 bekanntgegeben, dass zwar 3,5 Millionen Euro freigegeben, aber davon maximal zwei Millionen verbaut werden sollen.

Am 12.01.2008 erscheint ein ausführlicher Artikel im Weilburger Tageblatt unter "Limburg und Umland" (im Archiv des WT einzusehen) mit integriertem Standpunkt des Autors Jörgen Linker. In diesem Kommentar schreibt er:

"… Aber: Die katholische Kirche steht mit solchen Entscheidungen nicht in der Tradition von Christus, der Armut, Bescheidenheit und Barmherzigkeit predigte: ‚Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann.‘

Kamphaus stand in dieser Tradition. Er war bescheiden, er lebte es vor, er verzichtete auf einen Bischofssitz, er wohnte im Priesterseminar. Er war ein Bischof der Armen. Erwar glaubwürdig.

Diese Glaubwürdigkeit büßt das Bistum ein. …"

Und ich antworte am gleichen Tag:

Gut gebrüllt, Herr Linker, aber sachlich falsch. Denn weder Herr Kamphaus noch Herr Tebartz-van Elst sind Eigentümer der alten Vikarie. Von daher können wir ohne Kenntnis des Kontostandes der privaten Bankkonten wenig Aussagen über die Glaubwürdigkeit früherer oder zukünftiger Limburger Bischöfe machen.

Und die Kirche bewahrt ein wunderschönes, 500 Jahre altes Gebäude vor dem Verfall. Das darf sie nicht nur, dazu ist sie bei einem denkmalgeschützten Bau sogar gesetzlich verpflichtet. Die Pflicht des Eigentümers bringt aber auch das Recht der Nutzung mit sich. Jahrelang als Wohnung von Herrn Pieschl, nun als Bischofssitz.

Wo wir mit unseren Baudenkmälern hinkommen, wenn die Kirche nicht mehr das Geld zur Erhaltung der ihrigen hat, sehen wir gar nicht weit von uns in Frankreich. Gerade letzte Woche habe ich noch Fotos der Kathedrale von Toul mitgebracht, die ein erschreckendes Bild zeigen.

Achso, mit der neuen Planung wird sicher auch der Eschhöfer Pfarrer leben können, weiss er doch, dass der mit über 40% (gleich etwa 80.000.000 Euro) grösste Posten im Haushaltsplan des Bistums die Gemeindearbeit ist.

Vertrauensverhältnis ist nachhaltig gestört – Erklärung der Diözesanversammlung zur Situation im Bistum Limburg

WIESBADEN/LIMBURG (PM vom 17.11.2013) – Die Diözesanversammlung des Bistums Limburg hat auf ihrer jüngsten Sitzung ihre Erschütterung über die Situation, in der sich die Kirche im Bistum befindet, zum Ausdruck gebracht. Sie sehe das Vertrauensverhältnis zwischen Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst und seiner Diözese als so nachhaltig gestört an, dass ein Neubeginn mit ihm nicht möglich erscheine, heißt es in einer Erklärung, die die Mitglieder des Gremiums am Samstag, 16. November, im Roncalli-Haus in Wiesbaden nach ausführlicher Debatte beschlossen haben. Die 12. Diözesanversammlung, die gewählte Vertretung der Katholiken des Bistums, zeigt sich in dieser Stellungnahme zugleich zuversichtlich, „dass der Heilige Vater mit klarem Blick auf unsere Diözese schaut.“

Engagierte Katholiken sähen sich konfrontiert mit der Notwendigkeit, ihr Engagement im Bistum Limburg zu rechtfertigen, sie würden mitverantwortlich gemacht für Entscheidungen, in die sie in keiner Weise einbezogen gewesen seien, heißt es in dem Text. Um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurück zu gewinnen, seien transparente Informationen und die sorgfältige Prüfung der Vorgänge um den Bau des Bischofshauses unabdingbar. Dass diese bei der von der Bischofskonferenz eingesetzten Kommission in guten Händen sei, versicherte Bischofsvikar Günther Geis den Sitzungsteilnehmern: „Wir werden darauf achten, dass der Prüfauftrag erfüllt wird.“, sagte er.

Generalvikar Wolfgang Rösch, der an der Sitzung teilnahm, sprach sich für eine gute Streitkultur aus, zu der der Respekt vor anderen Meinungen und Menschen gehöre. Ihm gehe es darum, in der Zeit bis zu einer Entscheidung die Verwaltungsabläufe sicherzustellen und als priesterliche Aufgabe für ein konstruktives Miteinander in der Diözese zu werben. Rösch unterstrich, dass es keinen Kirchenkampf zwischen einem romtreuen Bischof und einem aufmüpfigen Bistum gebe: „Es geht um ganz menschliche Dinge“, sagte er. Um konstruktiv damit umgehen zu können, brauche es die gründliche Aufarbeitung, aber auch die innere Ruhe und Gelassenheit, die aus dem Glauben komme. „Wir müssen das kluge Maß zurück gewinnen.“ Wie der Generalvikar ermunterte auch Ingeborg Schillai, die Präsidentin der Diözesanversammlung, die Gläubigen dazu, sich nicht zurück zu ziehen, sondern sich weiter für das Bistum und für die Weitergabe des Evangeliums zu engagieren.

Die Präsidentin plädierte in ihrem Bericht außerdem dafür, wachsam wahrzunehmen, wie sich die Situation im Bistum entwickle, und diese Wahrnehmungen auch zu benennen. Es sei wichtig, sich auf den jeweils notwendigen nächsten Schritt zu konzentrieren und sich nicht mit „Was-wäre-wenn-Spielen“ zu lähmen. Der Verabschiedung der Erklärung der Diözesanversammlung war ein lebhafter Austausch voran gegangen, bei dem vereinzelt auch der Standpunkt vertreten wurde, dass es im Bistum keine einheitliche Meinung, sondern unterschiedliche Vorstellungen zu dem Konflikt gebe. Viele Gesprächsteilnehmer betonten, dass ihre Sorge der Kirche im Bistum gelte, „die den Leuten unheimlich am Herzen liegt.“

Im Rahmen einer Nach- und einer Ersatzwahl wurden Marina Paolella – Di Marco in die Diözesanversammlung und Gerhard Glas ins Präsidium gewählt. Die Diözesanversammlung ist die gewählte Vertretung der Katholiken des Bistums. Sie hat in dieser Amtsperiode 75 Mitglieder. 58 Mitglieder der Diözesanversammlung werden von den Bezirks- und Stadtversammlungen entsandt. Dreizehn Mitglieder wurden bei der Sitzung aus einer offenen Zuwahlliste gewählt. Weitere vier Mitglieder wurden aus einer Liste gewählt, die die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Verbände im Bistum Limburg einreicht.

Die Erklärung der Diözesanversammlung ist im Anhang beigefügt.

Erklärung der Diözesanversammlung des Bistums Limburg

Zur aktuellen Situation im Bistum Limburg

Die Diözesanversammlung des Bistums Limburg ist erschüttert über die Situation, in der sich die Kirche im Bistum Limburg befindet. Nachdem Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst im Jahr 2008 mit einem großen Vertrauensvorschuss freudig als neuer Bischof begrüßt wurde, müssen wir heute feststellen, dass das Vertrauen in den Bischof von Limburg bei der großen Mehrheit der Gläubigen im Bistum nachhaltig gestört ist.

Unabhängig von den zu klärenden Detailfragen sehen wir letztlich den Bischof von Limburg in der Verantwortung dafür, dass die Kostensteigerung für den Bau des Bischofshauses verschleiert wurde und dass das Recht der Glieder der Kirche, an der Entscheidungsfindung des Bischofs durch Beratung mitzuwirken, durch die Aushöhlung der vorgesehenen Beratungsverfahren verwehrt wurde. Zudem hat der Vorwurf der eidesstattlichen Falschaussage, der derzeit gerichtlich geprüft wird, erheblich dazu beigetragen, dass die Glaubwürdigkeit des Bischofs von Limburg und damit die Glaubwürdigkeit der Kirche im Bistum Limburg beschädigt wurde.

Engagierte Katholikinnen und Katholiken – haupt- oder ehrenamtlich tätig – sehen sich alltäglich konfrontiert mit der Notwendigkeit, ihr kirchliches Engagement im Bistum Limburg zu rechtfertigen. Sie werden mitverantwortlich gemacht für Entscheidungen, in die sie in keiner Weise einbezogen waren. Dadurch fällt es ihnen schwer, ihrem Anliegen und Auftrag nachzukommen, zur Verkündigung der Frohen Botschaft beizutragen.

Die Kirchenaustrittszahlen in ganz Deutschland zeigen, dass die Vertrauenskrise die katholische Kirche weit über die Grenzen der Diözese Limburg erschüttert hat. Die Austritte unserer Mitchristen bedauern wir zutiefst. Um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückzugewinnen, ist es unabdingbar, dass die Kommission der Deutschen Bischofskonferenz die Vorgänge um den Bau des Bischofshauses in Limburg sorgfältig prüft und ihre Prüfergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich macht. Darüber hinaus ist eine transparente Information über die Vermögenssituation sowie die Rechenschaft über die Vermögensverwaltung im Bistum Limburg erforderlich.

Diese Transparenz muss sich auf alle Körperschaften im Bistum Limburg beziehen, die über Vermögen verfügen.

Die Diözesanversammlung unterstützt ausdrücklich alle diesbezüglichen Bemühungen in Diözesansynodalrat, Kirchensteuerrat und Bischöflicher Verwaltung, die auf die Umsetzung dieses Anspruchs hinarbeiten.

Die Aufarbeitung des Geschehenen wird Zeit in Anspruch nehmen und über die genannten Maßnahmen hinausgehen. Insbesondere müssen die konkreten Demütigungen und Abstrafungen von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen im Bistum sorgfältig geprüft und ggf. korrigiert werden. Ganz unmittelbar sieht die Diözesanversammlung es als wichtigen Schritt an, die vorgesehenen Beratungswege wieder mit Leben zu erfüllen.

Dadurch sollen die kurialen und synodalen Gremien wieder in die Lage versetzt werden, ihrem Auftrag gerecht zu werden.

Die Diözesanversammlung selbst sieht das Vertrauensverhältnis zwischen Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst und seiner Diözese als so zerstört an, dass ein Neubeginn mit dem Bischof nicht möglich erscheint. Wir sind zuversichtlich, dass der Heilige Vater mit klarem Blick auf unsere Diözese schaut, und beten für eine gute Lösung für unser Bistum und für Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst.

Wiesbaden, den 16. November 2013

© 2023 Auf dem Weg

Theme von Anders NorénHoch ↑