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Aus dem Cusanus-Stift in Bernkastel-Kues …

… erreichte Wolfgang Welter und mich folgende E-Mail zur Neuauflage des Pilgerwanderführers “Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier – Ein Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino”:

 

Lieber Herr Welter,

herzlichen Dank für den Pilgerführer, den Sie mir haben zukommen lassen. Er ist gut gelungen und findet hoffentlich viele Leser.

Herzliche Grüße, auch an Herrn Schäfer

Die Rhein-Camino-Pilger sind wieder unterwegs …

 

… und freuen sich auf Ihre Begleitung!

 

Pilger wo bist du?

Hast Du Dich dies schon einmal gefragt?

Auf dem ev. Kirchentag in Bremen sind 100 000 Menschen dem Aufruf gefolgt „Mensch wo bist Du?“ Diese Frage kann einem in den Sinn kommen, wenn man sich mal durch Zufall oder Absicht an einem Sonntagmorgen auf dem Jakobsweg verirrt / begibt.

Suchen nicht auch wir auf unserem „RheinCamino“ nach dieser Losung? (1. Mose 3,9)
Ich stelle mir oft diese Frage!

Wir „Buen Camino“ Pilger aus dem Kreis Neuss dürfen diesen Gedanken bei der 6. Etappe  wieder aufnehmen.

Sonntag, den 07.06.2009 – 10.00 Uhr ……
Bahnhof Rolandseck (Remagen)

Kurz vor Schluss der Tour, wird wie immer zum gemütlichen Plausch eingekehrt.
Bei Kaffee und Kuchen wollen wir über das Erlebte diskutieren, sowie alte und neue Freundschaften pflegen!

Leitung:
Beate und Wolfgang Pries, die viele Pilger schon persönlich kennen.

Anreise – Info mit der Bahn
Abfahrt in Dormagen Bahnhof um 08:15 Uhr  Gleis 4  S 11 /   Köln HBF um 8:56 Uhr  Gleis 9  TR

Rückreise – Info:  Bad Breisig HBF 15:54 Uhr; Köln HBF; Dormagen HBF usw…..  alle 60 Minuten

Streckenlänge: ca. 19 Km ….

Voraussichtliche Dauer:
Ist von Pausen, Kondition, Besichtigungen, Einkehr abhängig – Schätze mal so grob 5   Stunden.
Genauere Zeitangaben sind leider nicht möglich, da der Verlauf von zu vielen Faktoren abhängig ist.

Abbruch der Tour:
Ein Abbruch der Tour, ist an verschiedenen Haltestellen möglich. Somit können auch Wanderbegeisterte mitmachen, denen die gesamte Strecke zu lang / schwer ist! Auch hierbei sollte das Wandertempo der Gruppe gehalten werden!

Die Teilnahme an der geführten Wanderung:
Ist wie immer kostenfrei!
Reisekosten,  Einkehr, Verzehr usw. muss jeder  selbst tragen!

Haftung:
Keinerlei Haftungsübernahme jeglicher Art!           Jeder ist für sich selbst verantwortlich!
Entsprechendes Schuhwerk, mit griffiger Sohle, ist trotzdem angesagt!

Wir hoffen, das auch Du dich angesprochen fühlst und mit uns die der 6. Pilger – Etappe gehst!

Also, Buen Camino man sieht sich auf dem Rhein Camino.

Eure Pilgerfreunde aus Stürzelberg

Beate u. Wolfgang

Neues vom Jakobsweg – gefunden am 16. Februar 2009

 

Lahn-Camino (Pilgerbericht vom 06.04.2008)

 

Hallo lieber Kajo und liebe Gabi,

etwas verspätet aber doch wie versprochen melde ich mich um euch von meinen Erlebnissen auf dem Lahncamino zu berichten. Zuerst einmal möchte ich mich noch einmal für eure herzliche Gastfreundschaft bedanken. Diese Herzlichkeit und Menschlichkeit sollte mir in den darauffolgenden Tagen auf dem Camino noch öfters begnegen und gehört im Nachhinein mit zu den schönsten Erfahrungen auf dem Camino.

Gleich am nächsten Tag war es soweit. Schon nach wenigen KM meldeten sich bei mir die ersten Schmerzen an der linken Achillessehne und dem rechten Knie, die sich in den darauffolgenden Tagen noch verstärken sollten und mir ganz schön zu schaffen machten.

In Elkerhausen machte ich einen Stopp bei der Galerie. Ich klingelte und die Dame öffnete mir. Ich konnte dann mit Ihr einen kleinen Rundgang durch die Ausstellung machen, das Museum war noch geschlossen. Sie war zwar freundlich, kam mir aber doch etwas aufmüpfig rüber.Als ich dann aus der Galerie kam, merkte ich an meinen Gelenken das die letzten Kilometer bis Villmar ganz schwer werden. Ich schleppte mich dann noch bis Langhecke. Dort in diesem kleinen Nest angekommen mußte ich mir dann eingestehen, es geht heute nicht weiter, hier ist für dich die Etappe vorbei.Ich humpelte zur Hauptstraße und wollte zuerst per Anhalter fahren. Da aber kein Auto durch das Nest furh, sprach ich dann einfach die Bewohner an ob Sie mir eine Nummer von einem Taxi raussuchen könnten? Der erste sagte er habe dafür keine Zeit?! Der nächste sagte dann :" Ich kann Sie auch nach Villmar fahren!"

Ich traute zuerst meinen Ohren nicht??! Aber ich hatte richtig gehört, dieser nette Mann fuhr mich dann nach Villmar bis vor die Pension Behr. Die Pension kann ich nur weiterempfehlen, sehr nette Leute, saubere Zimmer und ruhige Lage. Ich ließ mir dann abends was von einem Lieferservice zu essen bringen, und somit war der 2. Tag geschafft!

Am nächsten Morgen nachdem ich gefrühstückt hatte und in die Schuhe geschlüpft bin, merkte ich sofort nach wenigen Metern, so kann ich heute unmöglich die Etappte laufen. Meine linke Achillessehne schmerzte höllisch, sodaß ich nur noch humpeln konnnte. Ich humpelte dann so einige Meter durch das Wohngebiet und kam dann an einer Physiotherapeutenpraxis vorbei. Ein Geschenk des Himmels!! Ich also da rein, kurz erläutert um was es geht. Dort bekam ich dann die linke Achillessehne getapt. Dies war eine spürbare Verbesserung, sodass ich den linken Fuß wieder belasten konnte. Spätestens danach, fühlte ich mich nicht mehr als Wanderer, sonder als Pilger und wußte das ich dem Weg vertrauen kann!!

Mit diesen kleinen wie großen "Zufällen" und Geschenken ging es die nächsten Tage weiter. Ob es eine ersehnte Bank war nach einem anstrengenden Anstieg oder das Finden eines passenden "Pilgerstabes" im Wald um besser die Höhen rauf und runter zu kommen, immer wieder machte ich die Erfahrung das der Weg einem alles gibt was man braucht. Man muss das Anliegen einfach beim "Universum" bestellen, und dann darauf vertrauen das er zur rechten Zeit erfüllt wird, ohne ständig daran zu denken!

Ich besuchte auch sehr oft Kirchen und genoß die Stille und Ruhe darin. Im Kloster Arnstein hatte ich die schönste menschliche Begnegung mit einem Patre. Wir hatten ein langes und interessantes Gespräch. Er zeigte mir das Kloster und die Wallfahrtskirche. Dort verbrachte ich dann wieder einige Minuten allein in Stille und Andacht,ein sehr schönes Erlebniss.

Probleme bereitet mir immer wieder der Windbruch von dem letzten Sturm, auf den teils schmalen Lahnhöhenweg. Kurz vor Laurenburg mußte ich sogar umdrehen und auf die Kreisstraße runterlaufen.

Die Pension Klose in Obernhof kann ich persönlich nur bedingt empfehlen, die gute Frau Klose war mir zu unfreundlich und kleinkariert! Nur ein kleines Beispiel: Morgens beim Frühstück fragte ich ganz höflich ob ich noch ein kleines max. 0.2l glas Orangensaft bekommen könnte? Ihre Antwort: " Nein, das ist das Frühstück was alle bekommen!" und verschwand aus der Tür. Kleinkariertheit in Reinkultur!! Ansonsten waren die Unterkünfte alle ok.

In Diez im Gasthof "Zum Kreuzhof" war das Bad und die Toilette zwar auf der Etage, was aber für mich kein Problem war, war alles sauber. Die letzte Etappe von Bad Ems nach Lahnstein, mußte ich morgens wegen Sturm und Schneeregen abrechen. Ansonsten hatte ich richtig Glück mit dem Wetter, auch tage mit richtig sonnigen Abschnitten.

Abschliessend kann ich sagen, das diese 6 Tage mit die anstrengsten und gleichzeitig auch die schönsten in meinem Leben waren. Durch die Natur und die Umgebung, den Begnegungen mit den Menschen und dem völligen konzentriert sein auf sich selbst, bin ich mir selber und dem göttlichen ein großes Stück näher gekommen! Was bleibt sind die schönen Erinnerungen, das freuen über die kleinen Dinge im Leben und die Vorfreude auf den nächsten Camino. Ich habe vor in diesem Sommer an der Mosel entlang zu pilgern. Dazu hätte ich eine Bitte an dich lieber Kajo: Welche aktuelle Auflage gibt er zur Zeit von dem Moselcamino?? Beim nächsten mal möchte ich auf jeden FAll die aktuelleste haben?:-) Besteht die Möglichkeit das Buch über dich zu beziehen? So das soll es von mir gewesen sein, euch alles Gute und vielleicht sieht man sich mal wieder auf einem Camino.

Liebe Grüsse Oliver

„Tourismus in Entwicklungs- und Schwellenländer“ – Studienkreis für Tourismus und Entwicklung legt neue Untersuchung vor.

Über Vor- und Nachteile des Tourismus in Entwicklungsländern wird spätes­tens seit den 1960er Jahren diskutiert, als europäische Urlauber erstmals in größerer Zahl mit Chartermaschinen nach Kenia oder Tunesien reisten. Die Türkei und Ägypten waren noch keine Badedestinationen. Bildungsurlauber besuchten die Pyramiden, wenige Individualreisende trafen an Antalyas Küs­ten auf unberührte Strände sowie Orangen- und Bananenplantagen. All-inclusive war unbekannt, Nachhaltigkeit noch kein Thema. Bereits 1973 schrieb der damalige Chef der Reiseredaktion der FAZ, Friedrich A. Wagner: „Ein knappes Jahrzehnt aufblühender Ferntouristik hat…auf beiden Seiten die anfängliche Unbefangenheit erschüttert,“ denn wie die meisten gesellschaft­lichen Phänomene erwies sich auch der Ferntourismus (damals noch ein Synonym für Dritte-Welt-Tourismus) als ein komplexes Gebilde mit guten und weniger guten Seiten. Waren 1975 gerade mal 400.000 Urlauber aus Deutschland in Entwicklungsländern unterwegs, wurden 2011 8,4 Mio. Rei­sende ab 14 Jahren gezählt. Anfang 2012 verfügten bereits 15,5 Mio. über eine aktuelle Urlaubsreiseerfahrung in den „Ländern des Südens“ – bezogen auf den Zeitraum 2009-2011.

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