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Kategorie: Weilburg

Notfallseelsorge – Krisenintervention im Landkreis Limburg-Weilburg

Alois Heun hat jüngst den Landesehrenbrief durch Helmut Jung, Erster Beigeordneter im Landkreis Limburg-Weilburg, erhalten

Alois Heun hat jüngst den Landesehrenbrief durch Helmut Jung, Erster Beigeordneter im Landkreis Limburg-Weilburg, erhalten

(Weilburg, im Mai 2018, KS) Es ist kalt an diesem 22. April 2017. Im gesamten Kreisgebiet Limburg-Weilburg ist der Strom ausgefallen, viele Menschen sitzen in ihren kalten Häusern. Glücklich, wer jetzt noch ein analoges Telefon besitzt. Aber die Telefonleitungen zur Rettungsleitstelle in Limburg sind mit den Anfragen besorgter Bürger überlastet. Da erreicht eine weitere Schreckensnachricht die Mitarbeiter: In Hünfelden-Dauborn brennt die Schule. Feuerwehr-Einsatzkräfte aus dem gesamten Südkreis werden alarmiert und nach Dauborn zur Brandbekämpfung beordert. Sie erwartet ein Schreckensbild. Überall verletzte Schüler und Lehrer. Blutüberströmt laufen sie verwirrt am Einsatzort umher, liegen noch im brennenden Schulgebäude oder auf den Rasenflächen vor der Schule. Überall Schmerzensschreie oder Stöhnen. Eltern und Großeltern rufen nach ihren Kindern und Enkeln. Es ist schwer, einen Überblick zu behalten und die aufgeregten Menschen vom Gefahrenherd wegzuhalten. Der Katastrophenschutz wird alarmiert. Die Sanitäter der Rettungsdienste sollen sich um die vielen Verletzten kümmern und in die umliegenden Krankhäuser transportieren. Neben unzähligen Feuerwehr-Einsatzfahrzeugen fahren Krankenwagen, Rettungs- und Notarztwagen mit Blaulicht und Martinshorn durch den Ort, übernehmen erstversorgte Verletzte und fahren gleich weiter. Das THW wird beauftragt, eine Infrastruktur mit Strom- und Wasserversorgung vor Ort aufzubauen. In ausreichendem Abstand zum Katastrophenort werden Zelte zur Versorgung der Verletzten und zur Betreuung von Leichtverletzten und Angehörigen errichtet.

Mit dabei und unermüdlich unterstützend tätig sind die ehrenamtlichen Helfer der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg. Auch sie wurden routinemäßig durch die Limburger Rettungsleitstelle alarmiert und sind mit vor Ort. Sie kümmern sich in erster Linie um Angehörige, die in großer Sorge um Kinder, Enkel, Partner oder Einsatzkräfte sind. Auch Verletzte, die auf den Abtransport warten oder Leichtverletzte, die auf ihre Abholer warten, finden in den Mitarbeitern der Notfallseelsorge einen geduldigen Gesprächspartner. „Zuhören, da sein, uns selber zurücknehmen, auch wenn es schwer fällt, das ist unsere vordringliche und schwierige Aufgabe in einem solchen Szenario,“ sagt Alois Heun, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg. Jüngst wurden er und die Schriftführerin des Vereins, Manuela Schäfer, mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet.

Natürlich, bei dem oben beschriebenen Szenario handelt es sich um die große Katastrophenschutzübung für den Südkreis und die täuschend echt geschminkten Komparsen sind nicht wirklich verwirrt oder traumatisiert, sondern finden sich in die ihnen zugewiesenen Rollen ein. Manche vielleicht ein wenig zu gut. Denn während vor einem Zelt Freiübungen zum Aufwärmen gemacht werden, führen an anderer Stelle die Mitarbeiter der Notfallseelsorge Gespräche mit Betroffenen.

„Anlass zur Gründung der Notfallseelsorge im Jahr 1996 war der tödliche Unfall eines Rettungsassistenten,“ berichtet Alois Heun. „Seine Kollegen waren wie vor den Kopf geschlagen, es wurde nach Wegen gesucht, diesen Schock, diesen Verlust zu verarbeiten. In Wiesbaden war kurz vorher die Notfallseelsorge (heute SIN Wiesbaden) gegründet worden. Und so nutzten die Initiatoren Pfarrer Sponholz und Rettungsassistent Schienbein die dortigen Erfahrungen, um in Zukunft den Gesprächsbedarf in solchen Situationen koordinieren zu können.“ Schnell wird jedoch klar, dass die Einsatzgründe viel umfangreicher und vielfältiger sind, als angedacht. Heute wird die Notfallseelsorge von der Rettungsleitstelle in Limburg immer routinemäßig mit alarmiert, wenn Betroffene, Angehörige oder Einsatzkräfte Gesprächsbedarf haben könnten. Das kann ein Szenario wie bei der großen Katastrophenschutzübung sein, oder eine Situation, in die jede und jeder von uns jeden Tag geraten kann:

·         Bei Verkehrsunfällen zur Betreuung von Betroffenen an der Unfallstelle

·         Bei der Überbringung von Todesnachrichten zur Unterstützung der Polizei

·         Bei Unfällen mit Kindern oder plötzlichem Kindstod

·         Bei Suizidversuchen zur akuten Betreuung und Betreuung der Angehörigen

·         Bei plötzlichem Tod im häuslichen Bereich

·         Bei Haus- und Wohnungsbränden

Im Jahr 2017 waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notfallseelsorge dafür an 2692 Stunden im Einsatz und legten dabei mit ihren privaten PKW 28.365 Kilometer zurück. In 146 Einsätzen haben 26 ehrenamtliche Mitarbeiter 541 Menschen betreut. Die Bandbreite reicht dabei vom Gespräch mit den Begleitern eines vermissten Paddlers auf der Lahn (der bald wohlbehalten wieder auftauchte) bis hin zu zwei tödlichen Verkehrsunfällen, bei denen Angehörige und Ersthelfer betreut wurden.

Für alle diese vielfältigen Aufgaben stehen 24 Stunden rund um die Uhr, an allen sieben Tagen der Woche immer zwei Notfallseelsorger bereit. Wenn diese zwei Kräfte nicht ausreichen, können weitere Kolleginnen und Kollegen nachalarmiert werden. So ist sicher gestellt, dass die Notfallseelsorge auf jede erdenkliche Situation reagieren kann.

„Auch bei uns gelten die Regeln der Demographie,“ sagt Alois Heun im Gespräch. „Die Notfallseelsorge Limburg-Weilburg wird im Durchschnitt immer älter und wir suchen ständig Menschen mit Lebenserfahrung, die uns aktiv unterstützen können. Mehr als 200 Menschen unterstützen uns durch ihre Mitgliedschaft im Verein mit jährlich 20 Euro, auf die sind wir genau wie auf die Spenden angewiesen. Institutionen und Firmen zahlen übrigens 100 Euro jährlich. Doch das aktive Notfallseelsorger-Team hat unter 30 Mitglieder. Eine regelmäßige Teilnahme an monatlichen Gesprächsabenden (unsere Supervision für die Einsatzkräfte) und der ebenfalls monatlichen Dienstabenden ist Voraussetzungen. Dann lassen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Malteser eine Grund- und Aufbauschulung durchlaufen. Daran schließt eine Ausbildung in Prävention und Einsatznachsorge (CISM) an. Darauf folgt noch einmal eine externe Ausbildung in Critical Incident Stress Management (CISM). Das ist aufwendig, hat sich bewehrt. Alle Ausbildungen werden zertifiziert.“

Wenn Sie die Arbeit der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg unterstützen möchten, dann werden Sie doch Mitglied. Einen Mitgliedsantrag zum Ausdrucken finden Sie unter https://www.notfallseelsorge-limburg-weilburg.de (Aktuelles, Downloads).

Kult(o)ur in Weilburg – Bergbau- und Stadtmuseum

Wechselnde Ausstellungen finden sich im Kleinen Kabinett, hier zum Beispiel Gemälde von Yuriy Ivashkevich (Foto: KS)

Wechselnde Ausstellungen finden sich im Kleinen Kabinett, hier zum Beispiel Gemälde von Yuriy Ivashkevich (Foto: KS)

(Weilburg, im April 2018, KS) Schlosskonzerte, Alte Musik im Schloss, Modell-Baumaschinenmuseum, Schlossmuseum, Villa Rosenhang, Brunnenkonzerte, Modellbaupark, Heimatmuseen in verschiedenen Stadtteilen, eine als Gesamtheit denkmalgeschützte Altstadt, regelmäßige Literaturveranstaltungen von Residenzbuchhandlung und Café Ententeich, Bergbau- und Stadtmuseum – Weilburg hat kulturell vieles zu bieten.

Wann sind Sie eigentlich das letzte Mal im Bergbau- und Stadtmuseum gewesen? Natürlich gehen Sie regelmäßig in das gar nicht so kleine Museum am Schlossplatz – zumindest, wenn Sie zu den mehr als 200 Mitgliedern des Museumsvereins gehören. Alle anderen Weilburger schaffen es nicht ganz so regelmäßig. Ich merke es ja an mir selber. Ich bin mal dagewesen, vor langer Zeit. Ganz interessant dort. Seitdem besuche ich höchstens mal eine Ausstellungseröffnung im Kleinen Kabinett.

Das prächtige Goldene Buch der Stadt Weilburg liegt gleich am Eingang zum Stadtmuseum

Das prächtige Goldene Buch der Stadt Weilburg liegt gleich am Eingang zum Stadtmuseum

Womit wir gleich beim ersten Thema wären, den wechselnden Kunstausstellungen im Kleinen Kabinett, gleich links vom Eingang. Bis Ende April wurde dort zum Beispiel eine Ausstellung mit Werken von Yuriy Ivashkevich gezeigt. Der im Jahr 2017 mit dem Weilburger Kunstpreis ausgezeichnete Künstler stammt aus Kasachstan und lebt heute in Kelkheim. Seine Bilder sind wie Poesie. Er komponiert das Farbenspiel bis es in sich stimmig erscheint. Sie überzeugen mit leuchtender Farbenpracht, technischer Finessen und kontemplativer Gedanken. Zur Zeit feiern Künstler aus der französischen Partnerstadt Privas und aus Weilburg gemeinsam das 50jährige Bestehen der Partnerschaft. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Juni zu sehen.

Holger Redling, seit 2013 Leiter des Bergbau- und Stadtmuseums, begleitet mich durch das altehrwürdige Gebäude. Ursprünglich war hier einmal die nassauisch-weilburgische Regierung untergebracht. „Erst nach und nach konnten Heizung und doppelte Fenster eingebaut werden,“ erzählt der Museumsleiter, „früher gelang es nicht, die Temperatur im Winter auf über 16 Grad zu bekommen.“

Weilburg in der Topographia Germaniae, dem 16bändigen Hauptwerk von Matthäus Merian

Weilburg in der Topographia Germaniae, dem 16bändigen Hauptwerk von Matthäus Merian

Gleich beim Betreten des Stadtmuseums fällt das Goldene Buch der Stadt Weilburg auf. In Leder gebunden macht es einen imposanten Eindruck. Den berühmten Merian-Stich mit einer Lahn, die in die falsche Richtung fließt, kennt wohl jeder Weilburger. Aber wussten Sie auch, dass Weilburg eine Gesamtausgabe der berühmten Merian-Stiche besitzt? Oder, dass Weilburg ein Zentrum früher Luftfahrt gewesen ist? Nicht nur, dass die Überreste eines in Weilburg gestrandeten Zeppelins im Stadtmuseum ausgestellt sind, es finden sich auch die Fahnen der Luftfahrtpioniere Blanchard (Frankfurt – Weilburg, 1785) und Green (London – Weilburg, 1836) ausgestellt in Vitrinen. Die klassizistische Einrichtung der Apotheke zum Engel und viele, viele Exponate zur Geschichte der Nassau-Weilburger, die heute noch als Großherzöge die Geschicke Luxemburgs lenken, finden sich in den hellen Räumen.

Im ehemaligen Keller des Hauses, ergänzt durch die großen Remisen des Marstalles, befindet sich der Tiefe Stollen des Bergbaumuseums. Gestaltung und Exponate geben einen kleinen Einblick in die mühsame Arbeit der Bergleute. Die großen Maschinen funktionieren alle und werden bei Führungen präsentiert. Die Ausstellungsstücke stammen aus stillgelegten Gruben der näheren und weiteren Umgebung. Für Schulklassen ein absoluter Höhepunkt.

Die enge Bindung zwischen Luxemburg und Weilburg zeigt dieses wertvolle Geschenk an die Bürgergarde aus dem Jahr 1906. Es handelt sich um einen Silberhumpen mit allen Münzen, die in der Regierungszeit Herzog Adolph von Nassau geprägt wurden.

Die enge Bindung zwischen Luxemburg und Weilburg zeigt dieses wertvolle Geschenk an die Bürgergarde aus dem Jahr 1906. Es handelt sich um einen Silberhumpen mit allen Münzen, die in der Regierungszeit Herzog Adolph von Nassau geprägt wurden.

Das Bergbau- und Stadtmuseum ist in der Hauptsaison täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Von November bis März öffnet das Museum nur von Montag bis Freitag. Der Besuch kostet für Erwachsene 3,50 Euro, Kinder zahlen 2,50 Euro. Großeltern können mit ihren Enkeln eine Familienkarte für 8 Euro erwerben (2 Erwachsene, 2 verwandte Kinder). Neu ist die Kooperation mit dem Schloss, das Einzelticket kostet dann 7 Euro, für Kinder 4 Euro und die Familienkarte gibt es für 15 Euro.

Museumsleiter Holger Redling steht hier neben einem Dieselmotor, der auch heute noch einen Teil der Weilburger Stromversorgung übernehmen könnte. Er stammt aus der Engelmanns Mühle, leistet 150 PS und verbraucht 25 Liter Rohöl in der Stunde.

Museumsleiter Holger Redling steht hier neben einem Dieselmotor, der auch heute noch einen Teil der Weilburger Stromversorgung übernehmen könnte. Er stammt aus der Engelmanns Mühle, leistet 150 PS und verbraucht 25 Liter Rohöl in der Stunde.

Der Tiefe Stollen unterliegt bergbaurechtlichen Vorschriften. Eine davon besagt, dass es eine funktionierende Notstromversorgung gibt. Hier ein Blick in den modernen Generatorraum.

Der Tiefe Stollen unterliegt bergbaurechtlichen Vorschriften. Eine davon besagt, dass es eine funktionierende Notstromversorgung gibt. Hier ein Blick in den modernen Generatorraum.

Wuchtige und schwere Maschinen gehören zum Bestand des Bergbaumuseums. Hier zum Beispiel eine 6 Tonnen schwere Tongewinnungsmaschine aus dem Untertage-Tonabbau der Grube Birkenfeld bei Langendernbach.

Wuchtige und schwere Maschinen gehören zum Bestand des Bergbaumuseums. Hier zum Beispiel eine 6 Tonnen schwere Tongewinnungsmaschine aus dem Untertage-Tonabbau der Grube Birkenfeld bei Langendernbach.

Blick nach … Frankfurt – MMK 1 Soziale Fassaden

Martin Kippenberger, NO NATI, 1987 DekaBank Kunstsammlung, © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Martin Kippenberger, NO NATI, 1987
DekaBank Kunstsammlung, © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Ein Dialog der Sammlungen des MMK und der DekaBank vom 30. Mai bis 9. September 2018

(Weilburg, im Mai 2018, KS) Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eröffnet am 30. Mai die Ausstellung „Soziale Fassaden“. Bis zum 9. September können Besucherinnen und Besucher erstmals im MMK 1 einen Dialog der Sammlungen des MMK und der DekaBank sehen. Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Deka erhält das MMK vier Hauptwerke aus der Sammlung der Bank als Schenkung. Diese umfasst raumgreifende Installationen von Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Michael Beutler und Tue Greenfort sowie eine Skulptur von Martin Kippenberger. Die Ausstellung „Soziale Fassaden“ zeigt darüber hinaus auch Arbeiten von Andy Hope 1930, Cerith Wyn Evans, Isa Genzken, Liam Gillick, Sarah Morris, Michael Pfrommer, Jeroen de Rijke/Willem de Rooij, Wilhelm Sasnal, Markus Sixay, Wolfgang Tillmans, Jonas Weichsel, Franz West und Heimo Zobernig.

MMK und Deka verbindet eine langjährige Partnerschaft beim Ausbau der Museumsammlung und als Gründungspartner des MMK 2. Neben ihrem Engagement für das MMK hat die DekaBank in den vergangenen 15 Jahren eine eigene Sammlung zeitgenössischer Kunst aufgebaut, in der sich vielschichtige Anknüpfungspunkte zur Sammlung des MMK finden. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sind in beiden Sammlungen mit umfangreichen Werkgruppen vertreten. Im Zuge der großzügigen Schenkung gibt es erstmals eine Ausstellung, die beide Sammlungen auf diese Bezüge hin untersucht und in eine direkte Gegenüberstellung führt.

Michael Pfrommer, Ohne Titel, 2015 DekaBank Kunstsammlung, Courtesy of the artist and Philipp Pflug Contemporary, Frankfurt, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Michael Pfrommer, Ohne Titel, 2015
DekaBank Kunstsammlung, Courtesy of the artist and Philipp Pflug Contemporary, Frankfurt, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Der Titel der Ausstellung „Soziale Fassaden“ ist einer Arbeit von Isa Genzken aus der Sammlung der DekaBank entlehnt. Er steht darüber hinaus auch für oft idealisierte gesellschaftspolitische und soziale Konstruktionen, die in den Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler als Trugbilder enthüllt werden. In Zeiten eines tiefgreifenden Wandels, der mit grenzübergreifenden Problemen wie Umweltverschmutzung, neuen zivilisatorischen Herausforderungen durch Urbanisierung und überholten kulturellen Idealbildern einhergeht, stellt die Ausstellung Fragen nach dem künstlerischen Umgang mit diesen Phänomenen. Die präsentierten Arbeiten legen offen, was hinter der Fassade des schier grenzenlosen Fortschrittsgedankens der Globalisierung passiert. So deckt etwa die Künstlerin Sarah Morris in ihrem Film „Beijing“ (2008), der während der perfekt inszenierten Olympischen Spiele entstanden ist, die tiefgreifenden Veränderungen der chinesischen Gesellschaft auf, die sich seit der Öffnung des Landes gen Westen abzeichnen. Dabei entwirft sie ein feinfühliges Porträt eines neokapitalistischen Staates in einer Phase zwischen extremer Selbststilisierung und Kontrollsucht.

Der Eintritt ins MMK 1 kostet 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Geöffnet ist das MMK 1 Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr. Montags ist das MMK geschlossen.

Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main
Telefon +49 69 212 30447
Fax +49 69 212 37882
E-Mail: mmk@stadt-frankfurt.de

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Warum nicht einen Tag in Frankfurt mit dem RMV planen? Die Tageskarte (Hin und Zurück) mit Umstieg in Wetzlar oder Gießen und am Frankfurter HBF kostet 23,80 Euro. Sie sind etwa 2 Stunden unterwegs.

U-Bahnlinie: U4, U5, Haltestelle Dom / Römer
Straßenbahn: 11, 12, Haltestelle Römer / Paulskirche
S-Bahnen (S1–S6): Haltestelle Konstablerwache
Von den Haltstellen Dom / Römer (U-Bahn) oder Römer / Paulskirche (Straßenbahn) sind es nur noch 3 Minuten Fußweg zum MMK.

Mit dem Auto:
A5 > Abfahrt Westkreuz Frankfurt > B648 > Dom / Römer folgen
A3, A66 > Abfahrt Offenbach / Kaiserlei > Dom / Römer folgen

Parkmöglichkeiten:
Parkhaus Dom / Römer, Domstraße 1, 60311 Frankfurt am Main
Parkhaus Konstabler, Töngesgasse 8, 60311 Frankfurt am Main

Mein Hasselbach – Spaziergang mit Lothar Hölzgen

Lothar Hölzgen, seit 19 Jahren Ortsvorsteher in Hasselbach

Lothar Hölzgen, seit 19 Jahren Ortsvorsteher in Hasselbach

(Weilburg, im Januar 2018, KS) Stellen Sie sich einmal einen großen, hellen Saal vor. Bequeme Stühle, weiß gedeckte Tische, eine nette Dekoration. Vor Ihnen steht ein Kännchen Kaffee und ein so richtig leckeres Stück Kuchen. Die Sonne scheint und aus den großen Fenstern haben Sie einen weiten Blick nach Westen über den Taunus, bis hinein ins Rheingebiet. Ein idealer Platz für ein Hotel mit Café, oder?

Na gut, Kaffee und Kuchen an weiß gedeckten Tischen gibt es in Hasselbach nicht – zumindest nicht jeden Tag und dann auch nicht für die Allgemeinheit. Aber den einzigartigen Blick, den kann jeder Besucher genießen.

Lothar Hölzgen und ich sind am Ende unseres Spazierganges angekommen. Schnell noch geht es ins neue Bürgerhaus hinein. Im Foyer hängt eine alte Schulglocke. „Die massive Holz-Aufhängung wurde mit Unterstützung aus Elkerhausen von heimischen Kräften gebaut,“ erklärt mir der Ortsvorsteher und macht die Türen zum Saal weit auf. Der atemberaubende Blick über Hasselbach und Gaudernbach, weit in den Taunus hinein macht das Hasselbacher Bürgerhaus für die Hasselbacher genauso interessant, wie für Auswärtige. Einfach stehen oder sitzen und genießen …

Doch lassen Sie uns chronologisch anfangen. Am gefühlt einzigen Sonnentag im Januar treffe ich Lothar Hölzgen, Ortsvorsteher in Hasselbach, am Bürgerhaus. Vorher Regen, nachher Regen – während unseres Spazierganges bleibt alles Trocken.

Das Bürgerhaus – Treffpunkt mit ungezählten ehrenamtlichen Stunden

Die alte Schulglocke im neuen Bürgerhaus

Die alte Schulglocke im neuen Bürgerhaus

Seit 50 Jahren dient der Platz, an dem das Bürgerhaus heute steht, den Hasselbachern als Treffpunkt. Etwas außerhalb des Ortes und erhöht, mit Blick über Hasselbach, stand hier zunächst eine Waschanstalt, später die Gefriergemeinschaft. Die funktionierende Dorfgemeinschaft sah das durchaus kritisch. Weit vom Schuss auf dem Berg … und es sieht aus wie ein türkischer Schafstall – liest sich in der Dorfchronik. Das alles ist längst vergessen. „Das Positive am Haus hat gnadenlos überwogen,“ erzählt der Ortsvorsteher. Heute ist der Weg nach oben auch nicht mehr so beschwerlich. Erstens wird die Wäsche nicht mehr mitgeschleppt, zweitens nimmt man das Auto. „Und als wir am 30. April 2011 mit dem Tanz in den Mai das neue Bürgerhaus eröffnet haben, hat es noch einmal einen ganz neuen Drive bekommen.“ Natürlich hat es viel Geld gekostet – aber wenn die Stadtteile lebendig gehalten werden sollen, dann müssen auch Mittelpunkte geschaffen werden. „Wir dürfen auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger nicht vergessen,“ sagt Hölzgen, „Beispiele öffentlicher Bauten gibt es genug, wo die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind. Wir haben in Hasselbach deutlich weniger Geld ausgegeben. Das Engagement von mindestens zwei Personen aus dem Ort hat dazu geführt, dass wir mindestens 50.000 Euro weniger ausgegeben haben. In der gesamten Bauphase waren Rolf Lehr und Rainer Redling mit sehr viel Berufs- und Lebenserfahrung präsent und haben immer wieder auf einzelne Gewerke gezeigt, die Handwerker darauf hingewiesen: Genauso machen wir es nicht! oder Das machen wir selber!“

Lothar Hölzgen gehört heute wie selbstverständlich zu Hasselbach dazu. Er ist gebürtiger Weilburger, kam in der Schulgasse 11 zur Welt. Über Waldhausen führte ihn die Liebe nach Hasselbach. Dort wurde 1978 ein Haus gebaut. „Ja, ich bin Hasselbacher, mit Leib und Seele und gerne!“

Immer wieder kommt im Gespräch der Lokalpolitiker zum Vorschein. Lothar Hölzgen hat einen Sitz im Stadtparlament und auf die Frage, wo ein Hasselbacher zum Einkaufen hinfährt gibt es einen Exkurs in die Weilburger Politik. „Erste Anlaufstelle ist Weilburg und muss es auch sein. Natürlich sind die Zentren Limburg und Wetzlar besser aufgestellt. Doch mit der WWW gemeinsam müssen wir dafür Sorge tragen, dass Weilburg attraktiv bleibt. Auch für größere Anschaffungen, wo die Menschen schon preissensibler werden. Dort ist der Online-Handel natürlich stark und wir müssen Umsätze zurückgewinnen. Das geht nur mit einem breiten Angebot.“

Vom Friedhof und Drohnenwettbewerb

„Grundordnung auf dem Friedhof,“ sagt Lothar Hölzgen, „ist ein ganz wichtiges Thema. Er muss in Ordnung, gepflegt sein, man muss gerne dorthin gehen.“ Wir sind auf unserem Spaziergang am Friedhof angekommen. „Wir haben Wege angelegt, haben ein Urnengrabfeld angelegt und wir sind einer der wenigen Friedhöfe überhaupt, die keine Urnenwand haben. Bei uns ist kein Bedarf da, die Kosten können wir sparen. Wir sind sehr zufrieden mit unserem Herrn Schmidt, der sich neben Waldhausen auch um die Pflege des Friedhofs Hasselbach kümmert.“

Am Friedhof stehend kommt auch gleich das Gespräch auf das ehemalige evangelische Jugendheim, in das jetzt endlich, nach langem Hin und Her, mit einem Düsseldorfer Unternehmer neues Leben eingekehrt ist. Es finden in dem Haus sogar Schulungen zum Umgang mit Drohnen statt. Ein Raum wurde so gestaltet, dass Drohnen dort wetterunabhängig fliegen können. So kommt auch der jährliche Drohnenwettbewerb zustande, der nationale und internationale Piloten nach Hasselbach führt. Mit großem Engagement von Freiwilliger Feuerwehr und Dorfgemeinschaft wird die logistische Durchführung drei Tage lang gestemmt.

Altes Fachwerk

Weiter geht es durch den Ort, vorbei an so manchen alten, kaum noch zu sanierenden Häusern. Aber auch an ganz vielen alten Fachwerkhäusern, die mit viel Liebe und noch viel mehr Einsatz zu regelrechten Schmuckstückchen geworden sind. Und dann sind da noch die „Sorgenkinder“ des Ortsvorstehers. Die großen Häuser mit viel Platz, die ganz einfach leer zum Verkauf stehen und sich doch nicht verkaufen lassen. Oder der ehemalige Spar-Laden, bei dem auch das äußere Erscheinungsbild nicht angegangen werden kann. „Man kann informieren, man kann helfen, aber politisch ist kaum eine Einflussmöglichkeit vorhanden. Es bleibt die Hoffnung Menschen zu finden, die sich für die alte Bausubstanz im Ortskern begeistern. Diese schätzen und sie erhalten wollen. Oder mit einem modernen Neubau eine Baulücke im Kern schließen, so wie hier zum Beispiel.“

Der Dorfplatz, Rathaus und Ortsrufanlage

Eine der letzten Ortsrufanlagen in Hessen wird noch eifrig genutzt

Eine der letzten Ortsrufanlagen in Hessen wird noch eifrig genutzt

Wir kommen zum Dorfplatz, mit dem alten Rathaus alter und neuer Mittelpunkt des Dorfes. Viel ist schon gemacht, Sitzgelegenheiten, ein Brunnen – es macht auch jetzt im Winter einen netten Eindruck. Man möchte sich auf den Frühling freuen, oder auf warme Spätsommerabende und das eine oder andere Gespräch mit Freunden. „Ich habe keinen Lieblingsplatz in Hasselbach,“ erzählt mir Ortsvorsteher Hölzgen. „Aber ich habe derzeit ein Lieblingsprojekt. Das ist die neue, alte Mitte im Dorf. Dort hinten haben wir schon die alte Bruchsteinmauer gesichert, wollen dem alten Haus, das hier einmal stand, ein Denkmal geben. Die Steine vom Abbruch haben wir uns beiseitelegen lassen und damit den Hang abgefangen. Die Fläche hinter dem Platz werden wir ebnen und einen Boule-Platz anlegen. Es dreht sich darum, die Flächen so zu gestalten, dass es keiner Pflege mehr bedarf.“ Die Idee für die Boule-Anlage kam aus dem Ort heraus und fand die Unterstützung vieler Hasselbacher. „Es soll etwas entstehen, das von vielen Menschen genutzt werden kann. Wenn ich Jugendliche genauso wie Senioren ansprechen will, kann ich keinen Tennisplatz bauen. Aber eine „ruhige Kugel schieben“ kann ich in jedem Alter.“

„Sie fragen, Sie kriegen Antworten,“ sagt mir Hölzgen. Seit 19 Jahren ist er Ortsvorsteher in Hasselbach und kennt sein Dorf mit Zahlen und Fakten und den Menschen, die dahinterstecken, wie kein Zweiter. Zum Beispiel der Brunnen auf dem Dorfplatz. Eine Fehlplanung. Die Bohrung durch den Stein hat die ideale Größe für die umliegenden, als Bodenabdeckung genutzten, Steine. Und was machen Kinder? Sie stecken die passenden Steine in die Bohrung und niemand bekommt sie mehr heraus. Doch der Ortsvorsteher hat auch die Lösung zur Hand, will bei nächster Gelegenheit den Stein anheben lassen. Dazu wünscht er sich ein zweites Solarstrom-Panel für die Pumpe. Dann funktioniert der Brunnen wieder. „Das machen wir mit Kräften aus dem Ort. Der Bauunternehmer Özdemir ist ein Hasselbacher Urgestein und hilft, wo er kann. Und viele andere Hasselbacher werden auch mit anpacken.“

Am alten Rathaus, das nicht nur vom Ortsvorsteher und Ortsbeirat, sondern auch vom Ortsgericht genutzt wird, noch der Hinweis auf die Ortsrufanlage, eine der wenigen verbliebenen in hessischen Städten und Gemeinden. „Wir nutzen sie auch für Veranstaltungsankündigungen, Ortsbeiratssitzungen oder die Einladung zum Tannenbaumschmücken,“ erklärt der Ortsvorsteher.

Im alten Rathaus gibt es mit Ortsbeirat und Ortsgericht neues Leben

Im alten Rathaus gibt es mit Ortsbeirat und Ortsgericht neues Leben

Auf dem Weg zurück zum Bürgerhaus gehen wir die Trompeterstraße hinauf. Friderike ist am Tag zuvor über Mittelhessen hinweggerast und hat auch in Hasselbach ihre Spuren hinterlassen. Während unseres Spazierganges hören wir ständig die Motorsägen. Lothar Hölzgen weiß genau, wen es getroffen hat. Hier geht er über die Straße auf ein kurzes Gespräch. „Es macht Spaß, Ortsvorsteher zu sein,“ sagt Hölzgen. „Ich bin nicht allein. Man muss zwar immer wieder ein wenig anschieben, aber wenn es gilt, gibt es in Hasselbach ganz viel Menschen, die mit anpacken.“

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Weilburger Wanderwege – Extratour Weilburg

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Übernachtungstipps in Weilburg

Weilburg kannste knicken – Zuchthaus-Kirche

Die Weilburger Zuchthaus-Kirche, By Steffen Prößdorf (Own work) [<a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html">GFDL</a>

Die Weilburger Zuchthaus-Kirche, By Steffen Prößdorf (Own work) [GFDL

Begleiten Sie mich auf einem liebevoll-ironischen und manchmal märchenhaften Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Residenzstadt Weilburg an der Lahn. Zu den neuen und besonders zu den alten Highlights der Stadt. Denen zu Lande, zu Wasser und vielleicht sogar in der Luft. Eventuell zu Sehenswürdigkeiten, die gar keine sind. Denn allzu oft kann sich Weilburg nicht entscheiden. Vielleicht braucht die Stadt einen Fürsten, einen absolutistischen möglichst, einen, der den Leuten sagt, wo es langgeht. So wie Friedrich Wilhelm zum Beispiel, der als erster Weilburger das „Migrantenproblem“ in den Griff bekam.

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Weilburg kannste knicken – König-Konrad-Denkmal

König-Konrad-Denkmal in Villmar, <a title="By Oliver Abels (SBT) (own work, made with: Canon PowerShot A710 IS) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC-BY-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.5)], via Wikimedia Commons" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AVillmar_-_Koenig_Konrad_Denkmal_2.jpg"><img width="256" alt="Villmar - Koenig Konrad Denkmal 2" src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0a/Villmar_-_Koenig_Konrad_Denkmal_2.jpg/256px-Villmar_-_Koenig_Konrad_Denkmal_2.jpg"/></a>

König-Konrad-Denkmal in Villmar, Villmar - Koenig Konrad Denkmal 2

Begleiten Sie mich auf einem liebevoll-ironischen Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Residenzstadt Weilburg an der Lahn. Zu den neuen und besonders zu den alten Highlights der Stadt. Denen zu Lande, zu Wasser und vielleicht sogar in der Luft. Eventuell zu Sehenswürdigkeiten, die gar keine sind. Denn allzu oft kann sich Weilburg nicht entscheiden. Vielleicht braucht die Stadt einen Fürsten, einen absolutistischen möglichst, einen, der den Leuten sagt, wo es langgeht. Wenn der nämlich fehlt, dann können solche Sachen passieren wie die mit dem König-Konrad-Denkmal.

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Weilburg kannste knicken – Landtor de Triomphe

Guten Tag, Weilburg! (HE) Begleiten Sie mich auf einem liebevoll-ironischen und manchmal märchenhaften Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten der ehemaligen Residenzstadt Weilburg an der Lahn. Zu den neuen und besonders zu den alten Highlights der Stadt. Denen zu Lande, zu Wasser und vielleicht sogar in der Luft. Eventuell zu Sehenswürdigkeiten, die gar keine sind. Denn allzu oft kann sich Weilburg nicht entscheiden. Vielleicht braucht die Stadt einen Fürsten, einen absolutistischen möglichst, einen, der den Leuten sagt, wo es langgeht. So wie Karl Christian zum Beispiel, der dazu auch noch ein echter, eingeborener Weilburger war.

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24 Stunden in … Weilburg an der Lahn

Weilburger Schlossgarten, Obere Terrasse, Foto mit freundlicher Genehmigung Rudi Müller, www.weilburg-lahn.info

Weilburger Schlossgarten, Obere Terrasse, Foto mit freundlicher Genehmigung Rudi Müller, www.weilburg-lahn.info

Weilburg hat was! Nein, wirklich, das kleine Städtchen an der Lahn, zwischen Limburg und Wetzlar an der B 49 gelegen, ist viel zu schade, um einfach nur daran vorbeizufahren.

Weilburg hat viel zu bieten: Eine Altstadt, die auch heute noch als Beispiel einer absolutistischen Kleinresidenz der Barockzeit durchgehen kann. Ein barocker Schlossgarten, der seines gleichen sucht. Eine gut erhalte Schlossanlage mit Deutschlands schönstem Renaissancehof. Ein Hochhaus aus Lehm, ein Schiffstunnel, ein Wildpark mit Bären und Deutschlands einzige Kristallhöhle. Und ganz viel Menschen, die sich für ihre Stadt engagieren, um sie lebens- und liebenswert zu erhalten.

Weilburg an der Lahn hat eine mehr als 1000 Jahre Geschichte. Die Kelten werden auf dem zentralen Felsen, auf dem heute das Schloss steht, vermutet. Und auch die Römer könnten durchaus bei einem ihrer Vorstösse entlang der Lahn in Weilburg ein Lager aufgeschlagen haben.

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