TV-Tipp:

ZDF-Dokumentation "Mutiger Reformer aus Freiburg" von Jürgen Erbacher und Maria Trübswetter.
Ausstrahlung 14 Mal im digitalen ZDFinfokanal, unter anderem am Sonntag, 10. August, 21.45 Uhr, am Montag 11. August, 20.15 Uhr, und am Dienstag, 12. August, 19.20 Uhr.

Mehr dazu: http://www.wir-sind-kirche.de/?id=129&id_entry=1608

* * * * *

Wir sind Kirche-Pressemitteilung  München/Freiburg, 5. August 2008

"Kompetente wie konsequente Stimme auf neue Art"

Wir sind Kirche zum 70. Geburtstag von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch am 9. August 2008

Die KirchenVolksBewegung gratuliert dem Freiburger Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der im Februar 2008 zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt wurde, sehr herzlich zu seinem 70. Geburtstag und wünscht ihm weiterhin Gottes Segen und Fortune in diesem verantwortungsvollen Amt.

Die katholische Reformbewegung begrüßt in seiner bisherigen Amtsführung besonders sein Eintreten für die Ökumene (gerade im Hinblick auf den Zweiten Ökumenischen Kirchentag 2010 in München), seine differenzierten Aussagen zum Pflichtzölibat (wo er sich gegen jedes Denkverbot ausgesprochen hat) und sein andauerndes Bemühen um den jüdisch-christlichen Dialog (was er gerade auf dem Osnabrücker Katholikentag nach der irritierenden Änderung der Karfreitagsfürbitte durch Rom deutlich zum Ausdruck gebracht hat).

Zollitsch, viele Jahre mit den konkreten pastoralen Problemen der Priester und der Gemeinden im zweitgrößten deutschen Bistum vertraut, ist ein Mann des Dialogs, gerade auch mit den so genannten "Laien" in der Kirche. Die Einbeziehung aller haupt- und ehrenamtlichen Nicht-Kleriker wird angesichts des schon jetzt dramatischen und noch weiter zunehmenden Priestermangels immer wichtiger. So sind die Erwartungen groß, dass unter seinem Vorsitz auch das vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken und Reformgruppen angestrebte pastorale „Zukunftsgespräch" möglichst bald aufgenommen wird.

Zollitsch hat der deutschen Bischofskonferenz auch in gesellschaftspolitischen Fragen auf neue Art eine kompetente wie konsequente Stimme gegeben. Angesichts des zunehmenden Zentralismus in der römisch-katholischen Kirche bleibt aber auch zu hoffen, dass er – bei aller Loyalität gegenüber Rom – die Anliegen der katholischen Kirche in Deutschland immer wieder nachdrücklich und selbstbewusst in Rom vertreten wird. Dies wird er umso erfolgreicher tun können, je mehr er dabei durch die Solidarität seiner bischöflichen Mitbrüder unterstützt wird.