Die Kubacher Kirche aus dem 18. Jahrhundert

Die Kubacher Kirche aus dem 18. Jahrhundert

Fehlende Markierungen geben dem Wanderer und Spaziergänger Raum für eigene kreative Ideen. So ist ausgerechnet der Weilburger Stadtteil Kubach, Sitz eines sehr regen und sehr guten Wandervereins, besonders fleißig. Insgesamt sechs Wanderwege werden in und um Kubach angeboten. Leider jedoch völlig ohne Markierung. Hinzu kommt, dass die eine oder andere Wegstelle auf der Weilburger Wanderkarte einen sehr eigenen Interpretationsbedarf hat.

Wir haben also die Wanderungen nach eigenem Gutdünken grob nach der Wanderkarte ausgerichtet. Ob sich die Markierer das so gedacht haben? Wer weiß. Ihnen bleibt nun, die Strecke so zu wählen und zu verändern, dass Sie Ihnen passt wie ein zweiter Schuh. Viel Spass!

Der Weilburger Stadtteil Kubach war schon immer etwas besonderes. Heute, im Jahr 2013, ist es der einzige Stadtteil mit einer Ortsvorsteherin. Jacqueline Würz sitzt dem Ortsbeirat seit der Kommunalwahl 2011 vor. Gegen die Kommunale Gebietsreform in den 70er Jahren wehrte sich Kubach mit Händen und Füßen. Die Kubacher wollten einfach nicht in Weilburg eingemeindet werden. Dennoch konnten sie das Unvermeidliche nicht verhindern und gehören seit dem 1. Juli 1974 zu Weilburg. Die 1652 Einwohner (31.12.2009) Kubachs nehmen es jedoch heute gelassen. Die Lebensqualität ist außergewöhnlich hoch. Das Weilburger Gewerbegebiet mit fast allen Supermärkten und Discountern ist fast fußläufig zu erreichen.

 

Ausgrabungen zeigen, dass es auf dem heutigen Gebiet des Ortes schon vor 2500 Jahren eine Ansiedlung gab. In einer Urkunde Kaiser Otto III. taucht der Name „pavvolam cubach“ im Jahr 1000 auf. Vielleicht stammt der Name von den zwei Bächen, die durch Kubach fließen.

Eine erste Kirche wird 1516 erwähnt, die heutige Kubacher Kirche an der Hauptstraße wurde 1784 eingeweiht. Doch dazu in einem der nächsten Wanderbeiträge. Vielbesucht und weit über die Grenzen Weilburgs bekannt ist die Kubacher Kristallhöhle, durch Zufall entdeckt. Auch dazu mehr in einem der anderen Beiträge.

Kubach Ku4

Schinderhannes, Dreieck, Höhlenwanderung

Schinderhannes, Dreieck, Höhlenwanderung

Wie gesagt, Kubach lädt zur Kreativität ein. Die Wanderwege Ku4, Ku5 und Ku6 liegen direkt nebeneinander und verlaufen auf anderen, etablierten Wanderwegen. Der Schinderhannesweg des Taunusclubs gehört zum Beispiel dazu. Ku4 ist die längste der zur Weil und zur Lahn hin liegenden Wege.

In Kubach zu parken ist nicht immer ganz einfach. Das funktioniert im Gewerbegebiet schon besser. Der Parkplatz eines großen Baumarktes bieten normalerweise (wenn es nicht gerade Frühling oder Herbst ist) immer ein Plätzchen und ist auch sonntags geöffnet. Aber auch in den Nebenstraßen ist das Parken erlaubt.

Vor dem großen Discounter geht es hier links auf den Wirtschaftsweg

Vor dem großen Discounter geht es hier links auf den Wirtschaftsweg

Neben dem Gelände eines großen Discounters führt ein Feldweg mit leichtem Gefälle in Richtung Wald. Zwar ist auf der Weilburger Wanderkarte ein Fussweg durch die Obere Reuschenbach, ein Wohngebiet etwas weiter oben, eingezeichnet, der Weg durch das Feld ist aber schöner und kreativer.

Den Feldweg gehen Sie bis zum Ende, dann nach rechts und an der nächsten Kreuzung wieder nach rechts. Hier geht es in Richtung Wohngebiet. Hinter dem ersten Haus führt die Straße nach links und geradeaus nach unten. Schnell geht es in den Wald hinein. Immer geradeaus führt der asphaltierte Weg die Untere Reuschenbach hinunter.

Hier ist der Ausblick ins Lahntal

Hier ist der Ausblick ins Lahntal

An der Weggabelung geht es nach links wieder nach oben. Das Blätterdach der dichten Bäume schützt vor Sonne und vor Regen. An einem Rastplatz gibt es einen schönen Blick ins Lahntal, bevor der Waldweg links abbiegt und schnurgerade zum Gänsberg hinaufführt. Der Wanderweg biegt nach rechts ab und gleich danach führt der Ku4 wieder nach rechts.

Brücke über den Ohm-Bach, dahinter geht es links steil nach oben

Brücke über den Ohm-Bach, dahinter geht es links steil nach oben

Schon seit einiger Zeit folgt der Weilburger Wanderweg Ku4 dem Dreieck, einem Rundwanderweg des Taunusclubs. Bis zu einer Brücke über einen Bach (in der Karte als Ohm-Bach bezeichnet) bleiben Sie auf dem Weg. Hinter der Brücke führt das Dreieck weiter nach rechts, Sie wenden sich bitte nach links. Steil führt hier der Schinderhannesweg des Taunusclubs mehr oder weniger querfeldein aus dem Wald hinaus.

Auf dem Weg ...

Auf dem Weg …

Links geht’s nun ein Stückchen am Waldrand entlang, dann nach rechts in den Feldweg. An der Kreuzung führt der Wirtschaftsweg links in Richtung Kubach, vorbei am Berghof. Danach erreichen Sie schon bald Kubach. Zwar zeigt die Weilburger Wanderkarte den Weg bis zur Hauptstraße, empfehlenswert ist aber schon vorher links in den Amselweg abzubiegen. An der nächsten Straße rechts und wieder links, dann sind Sie auch auf der Kubacher Hauptstraße, haben jedoch ein Stückchen der viel befahrenen Straße gespart.

Der "rote" Kreisel mit Findling

Der „rote“ Kreisel mit Findling

Aus dem Ort hinaus führt der Weg nun zum Gewerbegebiet zurück, vorbei am Kreisel mit dem großen Findling.

 

 

 

Wanderweg Kirschhofen K1

Wanderweg Kirschhofen K2

Wanderweg Kubach Ku4