Kubach sträubte sich bis zuletzt, im Zuge der kommunalen Neugliederung nach Weilburg eingemeindet zu werden. Dann aber musste es doch sein. Dabei hatten die Kubacher ein, aus ihrer Sicht, gut funktionierendes Gemeinwesen und eine Besonderheit, um die sie in vielen Teilen Deutschlands beneidet werden.

1881 wurde beim Phosphatabbau zwischen Kubach und Freienfels eine Höhle entdeckt. Anhgeblich sollte es sich um eine Tropfsteinhöhle gehandelt haben. Noch 1906 stand im Weilburger Tageblatt: „Ein ungeahnter Schatz befindet sich in unsrer Gemarkung. Eine prächtige Tropfsteinhöhle wurde vor etwa 25 Jahre … angeschlagen.“ Die Lage der Höhlen gerieten aber in Vergessenheit.

Seit 1974 sucht der Höhlenverein Kubach e.V. nach der Tropfsteinhöhle – und kann sie nicht finden. Fast jedes Jahr gibt es erneute Kampagnen. Doch Bohrungen sind teuer und die Spendengelder knapp. Dennoch geben die Mitglieder des Höhlenvereins nicht auf. Sie sind fest überzeugt davon, dass es die Tropfsteinhöhle wirklich gibt.

Denn 1974 stieß man schon bei der ersten Bohrung auf ein einzigartiges Naturdenkmal in Deutschland: Eine Kristallhöhle mit dem größten untertägigen und zugänglichen Einzelschauraum. Die Wände sind mit Kalkspatkristallen und Perlsinter besetzt. Und wunderbares Schauspiel, wenn das Licht durch unzählige Kristalle begrochen wird.

Die Kubacher Kristallhöhle ist Teil des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus und von März bis November werktags von 15 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Hier an der Kristallhöhle können Sie für den Wanderweg Ku1 den Wagen auf dem Parkplatz abstellen. Gegegnüber der Einfahrt geht es auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg in den Wald hinein. Wenn Sie immer auf diesem Weg bleiben, geht es beständig bergab.

Im Weiltal gehen Sie ein Stückchen auf der Straße in Richtung der Kläranlage und überqueren auf der Höhe des ersten Feldweges die Straße und gehen in die Wiesen an der Weil hinein. Am nächsten Weg geht es wieder rechts. Parallel zur Weil führt der Weg nun durch Wiesen für etwa 500 Meter geradeaus. Und dabei sollte Sie nicht versäumen, sich einmal umzudrehen. Ja, richtig, für dieses Postkartenmotiv „Burgruine in den Wiesen“ lohnt sich diese kurze Wanderung ganz besonders.

Wieder überqueren Sie die Straße und sehen auch schon rechts von Ihnen den Wirtschaftsweg, der wieder nach oben führt. Vorbei geht es auf den Höhen wieder am Kubacher Berghof, dann führt der Spazierweg auf der Weilbergstraße nach Kubach hinein. Dann auf der Hauptstraße durch Kubach und am Ende des Ortes auf dem Fussweg wieder bis hinauf zur Kristallhöhle.