Bei der Instandsetzung des Brunotteschen Hofs in Rheden-Wallenstedt kann der Verein Brunottescher Hof weiterhin auf die Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) bauen: am 14. August 2013 überbrachte Dietrich Burkart, Ortskurator Hameln der DSD, anlässlich des vom Förderverein veranstalteten Bergfestes einen Fördervertrag über 40.000,- € an den Vereinsvorsitzenden Dieter Helwes. Diese dritte Förderung ermöglicht weitere Arbeiten an Fassaden und Innenwänden. Das Wohnwirtschaftsgebäude aus dem 16. Jahrhundert ist eines von über 280 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.

Bei der seit 2011 laufenden Instandsetzung des Brunotteschen Hofs in Rheden-Wallenstedt kann der Verein Brunottescher Hof e.V. weiterhin auf die Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) bauen: Am 14. August 2013 überbrachte Dietrich Burkart, Ortskurator Hameln der DSD, anlässlich des vom Förderverein veranstalteten Bergfestes einen weiteren Fördervertrag über 40.000,- € an den Vereinsvorsitzenden Dieter Helwes. Diese dritte Förderung ermöglicht weitere Arbeiten an Fassaden und Innenwänden.

Im Zentrum des erstmals im 11. Jahrhundert erwähnten Dorfes Wallenstedt am nördlichen Fuße der Sieben Berge liegt der nach seinen Besitzern genannte Brunottsche Hof. Als profaner Wohnbau aus der Zeit vor dem 30jährigen Krieg kommt dem Hof im südniedersächsischen Raum ein hoher Seltenheitswert zu.

Das Wohnwirtschaftsgebäude stammt von 1594. Bis auf das Kammerfach am Nordgiebel und der Stallscheune am Südgiebel ist der zentrale Gebäudeteil als Vierständerkonstruktion mit einer sogenannten Oberrähmverzimmerung konstruiert. Das Spitzsäulendachwerk als Sparrendach wurde mehrmals ergänzt. Wahrscheinlich mussten so die Verformungen der Fachwerkkonstruktion ausgeglichen werden. Besonders hervorzuheben sind die Befunde zur schwarzen Küche mit Rauchklappe, über die quer durch den ganzen Dachraum der Rauch zu einem Loch im ehemaligen Walmgiebel geleitet wurde.

Der engagierte Verein konnte das lange Zeit leerstehende und verwahrloste Gebäude erwerben und die Bevölkerung durch Baustellenführungen und unterschiedlichste Vorträge von seiner Bedeutung überzeugen. Nach der Instandsetzung als Dorfgemeinschaftshaus soll es für kleinere kulturelle Veranstaltungen, Bauernmärkte, Kunstausstellungen und interessierte Besucher offen sein. Hierzu gehört auch die Überlegung, im angebauten Wirtschaftsteil Selbstversorgerübernachtungsplätze für die ‚Naturfreunde‘ anzubieten.

In geplanten vier Bauabschnitten erfolgte nach einer gründlichen Bauaufnahme und Voruntersuchungen durch die FH Hildesheim und Notsicherungsarbeiten bereits die konstruktive Sicherung, dann wurde der Bau bis November 2012 wieder ‚unter Dach und Fach‘ gestellt. Hierbei legte man sich auf die prägende Fassung um 1870 fest, wobei die übrigen Befunde gesichert werden. Im letzten Bauabschnitt soll nun das Gebäude für eine Teilnutzung hergestellt werden. Damit würden wirtschaftliche Grundlagen für den Verein geschaffen, der sich um den weiteren Unterhalt des Gebäudes kümmern möchte. Die übrigen Bereiche bleiben zunächst ungenutzt, sollen didaktisch aufbereitet werden und bieten Platz für unterschiedlichste kulturelle Veranstaltungen.

Der Brunottesche Hof, der sorgfältig und unter Erhalt seiner originalen Bausubstanz instandgesetzt wird, ist eines von über 280 Projekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in Niedersachsen dank privater Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte.