Leider kann ich an den Markierungen nichts ändern – weder an den mehrdeutigen, noch an den fehlenden Schildern. Es gibt leider jede Menge Souvenir-Sammler an allen Jakobswegen im Jahre 2 nach Kerkeling. Da sind die Jakobusgesellschaft Rheinland-Pfalz/Saarland und der Taunusverein gefordert. Im Pilgerwanderführer zum Lahn-Camino habe ich versucht, die kritischsten Stellen genau zu beschreiben – leider nicht sehr erfolgreich, wie der hier wiedergegebene E-Mail-Wechsel zeigt (den Namen habe ich weggelassen):

Hallo Herr Schäfer,
wir sind den Lahn-Camino an Hand ihres Buches gelaufen und verbrachten eine schöne Zeit.
Bei der 1. Etappe haben wir am Ortsausgang Hirschhausen uns verlaufen. Hier ist das Zeichen für den Lahnhöhenweg auf der linken Straßenseite angebracht, die Jakobsmuschel aber auf der rechten mit einem Pfeil darunter der ebenfalls nach rechts weist. Trotzdem kamen wir mit etwas Verspätung in Weilburg an. Dort hatten wir eine sehr gute Ferienwohnung gemietet, www.weilburg.flair.de, sehr empfehlenswert.
Sonst war der Weg gut markiert und wir haben uns auch nicht mehr verlaufen. Am schwierigsten sind die Ortschaften, aber wir haben dort immer nette Menschen gefunden die uns den Weg erklärten.

Der Weg wird an mehreren Stellen von umgefallenen Bäumen behindert. Von Bad Ems hoch zum Mahlberg war es besonders schwierig zwischen den umgestürzten Bäumen sich durchzuarbeiten, da man dort wegen des Geländes nicht um die Bäume herum gehen konnte.

Auch als ungeübte Pilger-Wanderer hatten wir abends zwar müde Beine doch Erholung für Geist und Seele.
Vielen Dank für das Buch

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, liebe Frau ,
>
> das Problem zwischen Bad Ems und Lahnstein ist bekannt, leider kommt die
> Forstverwaltung trotz einiger Interventionen der Jakobusgesellschaft nicht
> in die Gänge.
>
> Auch Hirschhausen ist bekannt – aber leider markiere ich den Weg nicht,
> der
> Taunusverein ist dafür zuständig. Die Wegführung wird aber
> wahrscheinlich
> sowieso geändert, die Jakobusgesellschaft wird den Weg über kurz oder
> lang
> übers ehemalige Kloster Pfannstiel führen – dann wären Sie nämlich
> richtig
> gelaufen 🙂
>
> Ultreia, Ihr Karl-Josef Schäfer

Ps. gefehlt hat mir in dem Pilgerwanderführer die km-Angabe von Ort zu Ort, damit man in etwa eine Ahnung hat wie weit es noch ist
und in Laurenburg eine genauere Beschreibung, bzw. fehlt ein Hinweis wo es zum Ort geht, da der ungeübte Wanderer keine Ahnung hat wo er sich befindet und die Steigung nach Laurenburg, Richtung Obernhof evt. dann zu viel ist. Wir haben hier dann kehrt gemacht und sind zurück nach Laurenburg.

Auf Seite 22 stehen bei der 1. Etappe Wetzlar – Weilburg 25 km und Seite 26, ca. 28 km
wieviele sind es denn tatsächlich und wieviele sind es bis Braunfels?

Schönen guten Tag, Frau ,

wie Sie sicher auf der ersten Etappe von Wetzlar nach Weilburg festgestellt haben, streiten sich die Gelehrten über die Entfernung. Die Zusammenfassungen am Wegesrand geben unterschiedliche Entfernungen an, die liegen zwischen 22 und 28 km. In der ersten Auflage bin ich darauf hereingefallen.

Nach meinem Schrittzähler sind es knappe 28 km. Wobei Schrittzähler immer den Nachteil haben, dass sie nicht genau sein können. Die Schrittlänge verändert sich während eines Tages: an Steigungen sind die Schritte kürzer, bei Gefällstrecken auf guten Wegen länger.

Die Etappenkilometer hielt ich selber nicht für notwendig – mittlerweile sind aber so viele Anregungen eingetroffen, diese mit aufzunehmen, dass ich es für die Neuauflage (wahrscheinlich im Herbst) geplant habe. Wetzlar – Braunfels weiss ich nicht – gehen Sie doch einmal auf Google-Maps, da können Sie die Entfernungen genau ermitteln.

Die Textpassage über Diez – Obernhof habe ich nach Anmerkungen von Pilgern für die 2. Auflage schon geändert. Da sind Sie die  Erste, die es aus der 2. Auflage zurückmeldet. Können Sie mir das noch einmal erläutern? Im Text heisst es:

"Der Lahn-Camino führt dann hinunter ins Rupbachtal. Hier empfiehlt es sich für den untrainierten Pilger, die Etappe zu beenden und entlang der Straße nach Laurenburg zu gehen. Am nächsten Tag können Sie die Pilgerwanderung mit einer Besichtigung von Burg und Schloss Laurenburg (auf der rechten Lahnseite) fortsetzen."

Wenn Sie an der Straße angekommen sind und den Rupbach überqueren, steht rechter Hand ein grosses Schild zum Sportplatz Laurenburg. Die Richtung wird auch durch das Ortsausgangsschild angegeben, da steht (so glaube ich) "Laurenburg 2 km". Ich weiss nicht, wie ich die Textpassage genauer schreiben könnte. Können Sie mir aus Ihrer Erfahrung heraus helfen?

Schöne Grüsse, Ihr Karl-Josef Schäfer

 

E-Mail vom 22.06.2008:

Hallo Herr Schäfer,

wir sind über Pfannstiel gelaufen, dort ist aber leider keine Markierung und wir liefen rechts herum weiter und kamen nach Drommershausen. Leider haben wir erst dort Menschen getroffen die wir fragen konnten und die uns wieder den Weg zurück zum Lahnhöhenweg zeigen konnten.

Mir ist noch etwas eingefallen.
Bei der Etappe Villmar Diez, wenn man aus dem Felde auf den Fahradweg kommt, gegenüber der beschriebenen Kirche Dietkirchen weist die Markierung den Wanderer nach links den Fahrradweg Richtung Ennerich zu folgen, der richtige Weg geht aber nach rechts über die Holzbrücke nach Eschhofen. Vielleicht hat ein "Witzbold" das Schild gedreht.
Hier liefen wir richtig, da ich mich in dieser Gegend etwas auskenne und wußte daß Eschofen vor uns liegt.

Der Pilgerweg führt oberhalb von Laurenburg entlang und mündet auf eine breiten, befahrbaren, aber nicht asphaltierten Weg der vom Ort in den Wald führt. Wenn man diesem Weg, in einer Spitzkehre nach unten folgt, kommt man genau am Bahnhof in Laurenburg an.
Vielleicht hilft dies etwas weiter.

Viele Grüße aus Idstein

 

Ich habe leider keinen Einfluss auf die Markierung und kann auch bei jährlichen Neu-Auflagen nicht auf jedes fehlende Schild hinweisen. Aber wie gesagt, die Jakobsgesellschaft Rheinland-Pfalz/Saarland, die auch den Lahn-Camino betreut, führt schon Gespräche mit dem Taunus-Verein, der wiederum die Markierung vornimmt. …

Die Markierungen sind in Hessen (solange der Taunusverein markiert hat, danach war es Herr Höflich von der Jakobusgesellschaft) alle nur zufällig auf Santiago ausgerichtet. Ab Diez werden Sie sicher festgestellt haben, dass der Muschelfuss  in Richtung Südenwesten (also nach Lahnstein, Trier, Santiago) weist. Dies entspricht auch der Intention der Erzbruderschaft und dem Logo, das ja den Sternenweg symbolisieren soll. Ich weiss aber, dass in Zweifelsfällen der Taunusverein bemüht ist, ziemlich nahe eine weitere Markierung anzubringen. Da ist sicher das zweite Schild bei Eschhofen "verlorengegangen". Im Mai war es übrigens noch da und der Weg eindeutig.

Laurenburg: …  Nur leider helfen mir beide nicht weiter, denn mitten im Wald bekomme ich keinen Anschluss an die nächste Tagesetappe. Deshalb habe ich bewusst das Tal mit der Strasse gewählt, auch wenn der Weg weiter ist. Aber die nächsten zwei/drei heftigen Anstiege sind eingespart.

Wie gesagt, ich habe den Text in der Neuauflage schon geändert – aber anscheinend ist er immer noch nicht gut genug. Ich werde noch einmal in mich gehen 🙂

Schöne Grüsse, Ihr Karl-Josef Schäfer