Auf dem Weg

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Aktionstag Gesundheitswandern am 17. September 2017

Gelenkschonende Wanderung, Foto: Voltaren

Gelenkschonende Wanderung, Foto: Voltaren

Gleich zwei Gesundheitswanderungen bietet die Weilburger Wanderschule zum diesjährigen Aktionstag Gesundheitswandern 2017 an. Treffpunkt ist für beide Gesundheitswanderungen um 14 Uhr am Sonntag, 17. September 2017 an der Weilburger Wanderschule im Weilburger Erbstollen 2 (beim Lernstudio Hand in Hand).

Die kürzere Runde über ca. 3 Kilometer und etwa 90 Minuten richtet sich an alle, die sich -aus welchen Gründen auch immer- im Alltag nicht besonders viel bewegen. Die Runde führt im moderaten Tempo rund 3 Kilometer durch den Weilburger Stadtwald. Das Besondere passiert unterwegs. Bei einem ersten Stopp werden unter Anleitungen Übungen aus der Physiotherapie zur Verbesserung von Koordination, Mobilität, Entspannung und Kräftigung durchgeführt. Bei einem zweiten Stopp gibt es Informationen rund um das Gesundheitswandern.

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Lahnwanderweg: Weilburg – Die Perle an der Lahn aktiv erleben

Lahnwanderweg: Weilburger Schloss

Lahnwanderweg: Weilburger Schloss

Weilburg, die Perle an der Lahn, ist eine Stadt mit vielen Gesichtern und immer eine Reise wert.

Da, wo Zeitgeschichte hautnah zu erleben ist, findet gleichzeitig ein vielseitig kulturell und wirtschaftlich aktives Leben statt. Weilburg animiert und motiviert zu Freizeit und Erholung, Kurzweil, Sportvergnügen und kulturellen Höhepunkten.
Neben dem historischen Stadtkern mit seinem Schloss, das zu den Baudenkmälern von internationalem Rang zählt, sowie Schlosskirche, Schlossgarten und Orangerie bietet Weilburg und seine Umgebung weitere sehenswerte Ausflugsziele: Im Bergbau- und Stadtmuseum am Schlossplatz erfahren Sie nicht nur alles über die Stadtgeschichte, sondern auch über den Bergbau in der Region. Im Tiefen Stollen erkunden Sie den Untertage-Abbau des Eisenerzes.
Steigen Sie hinab in die 1974 im Stadtteil Kubach entdeckte Kristallhöhle, eine Hunderte von Millionen Jahre alte Unter- und Wunderwelt. Beobachten Sie im Tiergarten mächtige Elche, Luchse und Wölfe, erfreuen Sie sich am Spiel der Fischotter oder überraschen Sie die Braunbären beim Morgenbad.
„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen“, schrieb einmal Johann Wolfgang von Goethe. Gewiss hätte der Dichter diesen Satz anders formuliert, wäre er einmal mit dem Boot auf der Lahn oder mit dem Fahrrad durch das Weilburger Land unterwegs gewesen. Beginnen Sie Ihre romantische Paddeltour in Weilburg und erleben Sie eine spannende Fahrt durch den Weilburger Schiffstunnel. Danach folgen Sie lahnabwärts dem romantischen Lauf der Lahn. Naturfreunde finden hier ein umweltfreundliches, geruhsames Urlaubserlebnis. Natürlich kann man auch zu Fuß die Hänge von Westerwald und Taunus durchwandern. Oder begegnen Sie beim Wandern durch die vielen Wiesen und Felder rund um die Stadt einer reichen Flora und Fauna. 
Auch für Musikliebhaber hält Weilburg einiges bereit: Die Weilburger Schlosskonzerte, Alte Musik im Schloss, Brunnenkonzerte und viele andere Musikreihen prägen das kulturelle Leben. Des Weiteren finden auf dem Marktplatz und in der Innenstadt jährlich verschiedene Märkte wie der Residenz- und Weihnachtsmarkt statt. 

Tag des Wanderns am 14. Mai – Bundesweit raus gehen

Mit dr Familie raus: Tag des Wanderns am 14. Mai, Foto: Deutscher Wanderverband

Mit dr Familie raus: Tag des Wanderns am 14. Mai, Foto: Deutscher Wanderverband

Der  Tag des Wanderns am 14. Mai zeigt die ganze Vielfalt des Wanderns – bundesweit. Wer einen spannenden, lustigen oder interessanten Tag in der Natur erleben will, bekommt auf www.tag-des-wanderns.de alle Informationen. 
 
Fotowanderung, Gesundheitswanderung, Marathonwanderung, Familienwanderung, Wanderung mit Hund, Markierungskurs, Naturschutzaktion. Die Liste der Veranstaltungen zum Tag des Wanderns am 14. Mai ließe sich beliebig fortführen. Bundesweit laden an diesem Tag Vereine, Umwelt-, Tourismus- und andere Organisationen aber auch Natur- und Nationalparke sowie einzelne Wanderführer und sogar ganze Regionen zu Aktionen rund um das Thema Wandern ein.

Der Themen-Tag ist eine Initiative des Deutschen Wanderverbandes. Dessen Präsident, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, ist sich sicher, dass in diesem Jahr bundesweit noch mehr Veranstaltungen über die Vielfalt des Wanderns informieren werden als am Tag des Wanderns im vergangenen Jahr mit 250 Aktionen in allen 16 Bundesländern. „Für 2017 rechnen wir mit über 400 Veranstaltungen, da nicht nur unsere Mitgliedsvereine aufgerufen sind, sich zu beteiligen, sondern wirklich alle“, so Rauchfuß, der auch Präsident des Schwäbischen Albvereins ist, welcher in diesem Jahr die Zentralveranstaltung bei Stuttgart ausrichtet. Schirmherr des diesjährigen Tag des Wanderns ist BadenWürttembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der selbst zusammen mit seiner Frau zweimal im Jahr geführte Wanderungen beim Schwäbischen Albverein anbietet. Wie beim Tag des Wanderns allgemein ist auch für Kretschmann das Gruppenerlebnis ein wichtiger Aspekt beim Wandern. Der Stuttgarter Zeitung sagte er einmal: „Ich wandere gern in der Gruppe, denn auch in der Gruppe kann man sich zurückfallen lassen, dann geht man ein Stück weit allein. Will man sich  unterhalten, dann schließt man wieder auf. Ich erinnere daran, dass die alten Griechen ja im Gehen philosophiert haben.“
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Tag des Wanderns

Tag des Wanderns

Über alles Wichtige zum Tag des Wanderns informiert die Homepage www.tag-des-wanderns.de. Wer an einer der zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen will, findet dort eine Karte mit allen Informationen zu Aktionen in seiner Nähe. So gibt es genaue Angaben zu Treffpunkten ebenso wie Hinweise zur richtigen Kleidung oder zur Dauer der jeweiligen Aktion.

Möglich wurde der Tag des Wanderns nur, weil verschiedene Organisationen den Deutschen Wanderverband bei diesem Thementag unterstützen. Besonders dankt der Verband dem Hauptsponsor, der Sparkassen-Finanzgruppe, aber auch den Partnern Wikinger Reisen und KOMPASS Verlag für Ihre Unterstützung.

Der Tag des Wanderns hat im vergangenen Jahr mit Unterstützung aller im Bundestag vertretenen Parteien zum ersten Mal über die Vielfalt des Wanderns informiert. Seitdem ist der 14. Mai – an diesem Tag wurde im Jahr 1883 der Deutsche Wanderverband gegründet – als Tag des Wanderns fest im Jahreskalender verankert.

Auch die Weilburger Wanderschule ist in diesem Jahr dabei. Am 14. Mai um 14:00 Uhr sind alle im Weilburger Land zu einer kostenlosen Gesundheitswanderung durch den Weilburger Wald eingeladen. Jede und Jeder ist eingeladen, egal ob groß oder klein, jung oder alt. Erfahrene Wanderer oder Couchpotatoes sind herzlich willkommen.

Rund 10 km lang ist die Strecke auf Wanderwegen und Single-Trails. Unterwegs gibt es viele Informationen zum Wandern, zum Gesundheitswandern, zur Ausdauer und Fitness. Zwei Stops in der Natur machen einfache Übungen zur Mobilisierung, Stärkung und Koordination möglich.

Treffpunkt ist am Sonntag, 14. Mai 2017 um 14:00 Uhr an der Weilburger Wanderschule, Erbstollen 2, Weilburg. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte an festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung denken.

Weitere Informationen gibt es hier …
 

Die schönsten Wanderungen in Mittelhessen: Weilburg – Monarchie, Demokratie und Anarchie rund um den Weilburger Schlossberg

QR-Codes sind zweidimensionale Barcodes, die jedes Gerät interpretieren kann, auf dem eine QR-Code-Software installiert ist. Lade dir die URL dieser Strecke einfach auf dein Smartphone herunter (erfordert QR Code Software auf deinem Smartphone).

QR-Codes sind zweidimensionale Barcodes, die jedes Gerät interpretieren kann, auf dem eine QR-Code-Software installiert ist. Lade dir die URL dieser Strecke einfach auf dein Smartphone herunter (erfordert QR Code Software auf deinem Smartphone).

 

Lahnwanderweg: Weilburger Schloss

Lahnwanderweg: Weilburger Schloss

Kurzbeschreibung: Vom prachtvollen Landtor wandern Sie zunächst ein Stückchen auf dem Leinpfad entlang der Lahn, passieren den einzigen deutschen Schiffstunnel und steigen dann auf die Lahn- und Weiltalhöhen. Auf der Trasse der ehemaligen Weiltalbahn geht es zurück zur Lahn und auf dem Leinpfad weiter lahnabwärts. In Kirschhofen/Odersbach überqueren Sie die Lahn und wandern aufwärts zurück in Richtung Weilburg. Rund um den Weilburger Schlossberg spazieren Sie durch das Gebück des Renaissanceschlosses, gehen die Treppe hinauf in den Barockgarten und gelangen schließlich auf den Weilburger Marktplatz.

Wegstrecke: Die reine Gehzeit beträgt ca. 4,5 Stunden (ca. 16,7 km, 333 m Gesamtanstieg)

Bahnfahrer: Weilburg ist auf der Lahntalstrecke gut zu erreichen. Zum Beispiel von Gießen um 09:16 Uhr, Ankunft in Weilburg um 09:42 – danach ca. 5 Minuten zu Fuß zum König-Konrad-Platz.

Rückfahrt: Zum Beispiel ab Weilburg 16:16 Uhr (Ankunft Gießen um 16:42 Uhr)

Autofahrer: Parken im Parkhaus Innenstadt – ausgeschildert, oder kostenlos am Lahnufer unterhalb der Altstadt

Wegbeschreibung:

Weilburg, die ehemalige nassauische Residenz an der Lahn, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Hervorgegangen aus einem der Hausstifte der Lahngau-Grafen, im Jahr 918 Sterbeort von König Konrad I., entwickelte sich die mittelalterliche Stadt zur Residenz der Nassau-Weilburger Grafen und Fürsten. Noch heute zeugt eines der schönsten deutschen Barockschlösser von der Blütezeit Weilburgs unter Johannes Ernst von Nassau-Weilburg. Er gab der Stadt Weilburg ihr heutiges Gesicht, gestaltete die Residenz im Sinne des absolutistischen Barocks um.

Am Landtor, dem prächtigen Stadteingang aus den Jahren 1759 bis 1768, startet Ihre Wanderung an Lahn und Weil. Am König-Konrad-Denkmal stehend führt rechts eine Straße hinunter zur Lahn – der Mühlberg. Unten an der Kirchhofsmühle, vor fast 500 Jahren erstmals urkundlich erwähnt, wenden Sie sich nach links. Nach wenigen Schritten erreichen Sie die Lahn und die Koppelschleuse. Dahinter sehen Sie den Weilburger Schifffahrtstunnel von 1847. Es ist der älteste und längste heute noch befahrbare Schiffstunnel in Deutschland.

Sie gehen weiter auf dem Leinpfad, der früher den Treidelknechten zum Fussaufwärts-Ziehen der Lastkähne diente. An der ersten Eisenbahnunterführung geht es nach links. Wenn Sie an der Straße ein wenig zurückgehen und auf der anderen Seite den Felsen hinaufschauen, sehen Sie eine Gedenktafel für den Zeppelin LZ 5 – Z II, der sich im April 1910 in Limburg-Blumenrod losriss, führerlos durch das ganze Lahntal fuhr und schließlich an diesem Felsen havarierte.

Sie gehen den Erbstollen (der Straßenname erinnert an die Bergbauvergangenheit Weilburgs) hoch, folgen dem asphaltierten Weg nach rechts in den Wald. Am nächsten Abzweig geht es nach links, dann wieder nach rechts auf den Lahnwanderweg. Das nun folgende Wegstück werden besonders Ihre Kinder lieben. Auf dem auf weite Strecken naturbelassenen Singletrail überqueren Sie zwei Bäche die zur Rast und Spielen einladen. Immer dann, wenn es geradeaus nicht weitergeht, wählen Sie den Weg nach rechts. Wenn Sie ganz still sind, werden Sie auf diesem Wegstück vielen Wildtieren begegnen. Eichhörnchen, Rotwild und weiter weg, im Dickicht, hören und riechen Sie Wildschweine. Keine Angst vor diesen gewaltigen Wildtieren. Wildschweine haben vor Ihnen mehr Angst, als Sie vor denen. Aggressiv sind sie nur, wenn sie als Rotte mit Frischlingen durch den Wald streifen und sich bedroht fühlen. Ihren Hund sollten Sie jedoch fest an der Leine haben.

Wenn Sie aus dem Wald treten, sind Sie unten im Weiltal. Die stark befahrene Straße überqueren Sie und gehen auf der gegenüber liegenden in den Feldweg hinein. Dieser führt nach rechts und lässt Sie kurz hinterm Wehr die Weil überqueren. Die Weil entspringt am Kleinen Feldberg im Taunus und schlängelt sich auf einer Länge von knapp 50 km durch das Weiltal bis zur Mündung in die Lahn. Vielleicht ist der Name des Flüsschens abgeleitet von Villa, dem lateinischen Wort für Dorf. Oder aber die keltische Mondmutter Wilbeth gab der Weil ihren Namen – über dem Feldberg erreicht der Vollmond seinen Höchststand. Oder aber es ist ganz anders … wer weiß.

Auf der anderen Lahnseite sind Sie nun auf dem viel befahrenen Weilwanderweg. Wenden Sie sich nach links und folgen dem Weillauf aufwärts. Bald kommt hoch über der Weil die Burgruine Freienfels in Sicht. Ursprünglich um 1300 gegen die Nassau-Weilburger errichtet, verlor sie schon bald durch Verkauf an die Weilburger ihre Bedeutung. Um die Erhaltung und Sicherung der Burgruine kümmert sich ein sehr rühriger Förderverein. Jedes Jahr rund um den 1. Mai veranstaltet der Förderverein mit unermüdlichem Einsatz der Mitglieder die Freienfelser Ritterspiele, eine der größten nicht kommerziellen Veranstaltungen in Deutschland.

Wenn der ehemalige Freienfelser Bahnhof in Sicht kommt, biegen Sie gleich in Spitzkehre wieder nach rechts ab. Es geht nun zurück in den Wald in Richtung Weilburg. Sie können nun den Jakobsmuscheln des Lahn-Camino in entgegengesetzter Richtung folgen. Beim Lahn-Camino handelt es sich um einen der ersten wiederbelebten Wegen der Jakobspilger in Deutschland. Er führt vom Wetzlarer Dom bis zur Hospitalkapelle in Lahnstein. Der Abstieg zurück auf Lahnniveau ist leicht zu verfehlen – achten Sie auf eine Schonung linker Hand, dort geht es rechts hinunter. Die Straße überqueren Sie, gehen ein Stückchen und biegen dann scharf nach links ein, um die Eisenbahn zu unterqueren. Jetzt stehen Sie wieder auf dem Leinpfad und wenden sich links lahnabwärts.

Auf dem kombinierten Fuß- und Radweg geht es jetzt bis zum Weilburger Stadtteil Kirschhofen. Hier überspannt eine Brücke die Lahn und verbindet die Stadtteile Kirschhofen und Odersbach. In Odersbach wenden Sie sich gleich nach rechts und folgen der Lahnstraße. Bald schon lassen Sie die Häuser hinter sich und sind in den Lahnauen.

Bald kommt das Weilburger Schloss in Sicht. Vorbei am Jugendzeltplatz geht es bis zu einer weiteren Weilburger Sehenswürdigkeit, dem Rollschiff. Seit mehr als 300 Jahren existiert diese Personenfähre zwischen der Weilburger Westerwald- und Taunusseite. An Sonntagen zwischen April und September setzt Sie der Fährmann gerne für 50 Euro-Cent über. An einem gespannten Stahlseil zieht er die Fähre über die Lahn.

Wenn das Rollschiff nicht in Betrieb ist, geht es weiter, im an der Lahn entlang. Ein stellenweise fast schon verwunschen erscheinender Spazierweg. Zweimal es geht auf Holzstegen um einen Felsen herum. Es geht vorbei am Ernst-Dienstbach-Steg, hier querten seit dem 16. Jahrhundert die Rohre der Weilburger Wasserversorgung die Lahn. Hier haben Sie wieder Asphalt und Beton unter den Füßen. Vorbei an den Villen im Odersbacher Weg gelangen Sie zur Steinernen Brücke. Viele Vorgängerbrücken aus Holz konnten dem Hochwasser und Eisgang nichts entgegensetzen und so wurde 1359 die erste steinerne Brücke gebaut. 100 Jahre lang war sie zwischen Limburg und Wetzlar die einzige feste Brücke über Lahn. Nicht zuletzt zeigt diese frühe Brücke die wirtschaftliche Bedeutung Weilburgs im Mittelalter.

Gehen Sie ruhig über die Brücke. Hinter der Schlossmühle biegen Sie nach links ab. Durch ein großes Tor gelangen Sie in das Gebück. Einst wurde der Steilhang zum Schloss aus Schutz vor Eindringlingen bepflanzt. Seit dem 18. Jahrhundert ist das Gebück aber zum Landschaftsgarten umgestaltet worden. Der Weg führt direkt in den Schlossgarten, wenige Treppen hinauf in die Untere Orangerie. Hier, wo einstmals die empfindlichen Kübelpflanzen der fürstlichen Familie gelagert wurde, finden heute Touristen das Schlosscafe. Zwei große Freitreppen führen weiter auf die obere Terrasse mit dem Lindensaal. Am Ende des Lindenboskett erwartet Sie rechter Hand ein freier Blick über die Lahn und auf die Westerwald-Seite Weilburgs. Linker Hand erblicken Sie die Obere Orangerie. Ein Durchgang (Schild beachten) führt Sie durch das Hochschloss in den schönsten Renaissance-Schlosshof Deutschlands.

Sie befinden sich jetzt im ältesten Teil des Gesamtkomplexes, der zwischen 1533 und 1572 im Renaissancestil erbaut und bis heute nahezu unverändert blieb. Hier finden in jedem Jahr die weit über hessische Grenzen hinaus bekannten Weilburger Schlosskonzerte statt.

Wenn Sie aus dem Renaissancehof heraustreten und an der alten Wache vorbei gehen, erreichen Sie linker Hand nach wenigen Schritten die Schlosskirche. Die heutige Kirche wurde unter Johann-Ernst von Nassau-Weilburg in den Jahren 1707 und 1708 gebaut. Durch einen besonderen Gang wurde sie mit dem Schloss verbunden. Die Fürstengruft unter einer Steinplatte vor dem Altar mit dem Wappen der Nassauer und Luxemburger ist im Besitz des Hauses Luxemburg und nur am Todestag von Herzog Adolph von Nassau am 17. November der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Schlosskirche selbst ist ein barocker Hallenbau. An dieser Stelle standen schon Vorgängerkirchen, die den Pilgern als Zufluchtsstätte gedient haben mögen. Die Konradiner gründeten ein Chorherrenstift mit einer kleinen Kirche. Sie wurde St. Walpurgis geweiht und diente bis 1397. Dann musste diese Stiftskirche einem neuen Bau, der St. Andreas-Kirche weichen. Bald darauf wurde angebaut, die St. Martins-Kirche diente bis zum Abbruch der Doppelkirche der Herrschaft und der Stadt. Noch heute zeugt der mächtige Turm der Schlosskirche von dieser Zeit.

Baumeister Rothweil hat mit der Schlosskirche einen fast quadratischen Raum mit guter Akustik und freier Sicht auf die Kanzel und den Altar geschaffen. Die Stadt- und Landbevölkerung fand ihren Platz Parterre, während der Hof in Logen Platz nahm. Die Herrscherloge befindet sich gegenüber dem Altar. Der Innenraum ist relativ sparsam ausgeschmückt, Gestaltungselemente sind fast ausschließlich die Seitenwände, die klassisch-schlichten Stukkaturen und die Logen des Hofes.

Von der Schlosskirche gehen Sie die paar Schritte wieder zurück zum Schlossplatz und folgen, links abbiegend, der Neugasse bis hinunter zum Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71. In der außergewöhnlich breiten Neugasse gehen Sie vorbei an schmucken Fachwerkhäusern. In der Mauerstraße nach links finden Sie rechter Hand den Komödienbau und linker Hand das im Jahr 1780 errichtete Gymnasium, dessen Vorläufer eine im Jahr 1540 durch Graf Phillipp III. gegründete Freischule war. Im weiteren Verlauf der Mauerstraße mit ihren klassizistischen Bauten sehen Sie noch das Rathaus und hinter der kleinen Biegung das Gesellschaftshaus.

Wir gehen durch die Mauerstraße wieder zurück zu unserem Startpunkt am König-Konrad-Platz. Hier klärt sich der Titel dieser Wanderung: „Monarchie, Demokratie und Anarchie rund um den Weilburger Schlossberg“.

Monarchie: König Konrad I. starb im Jahr 918 irgendwo hier oben auf dem Felsen mitten in der Lahnschleife.

Demokratie: Heinrich Wilhelm August Freiherr von Gagern (1799 – 1880), Präsident der Frankfurter Nationalversammlung, ging in Weilburg zur Schule und lebte mit seinen Eltern und Geschwistern im heutigen Amtsgericht.

Anarchie: Das Abitur in Weilburg machte auch Ulrike Meinhof (1934 – 1976) , eine Journalistin und radikale Linke, die später zu eine der meist gesuchten Terroristinnen Deutschlands wurde.

Auf den Spuren der Pilger durch Weilburg

(KS, im Februar 2017) Ob es denn in Weilburg wirklich Jakobspilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela, nach Rom oder nach Jerusalem habe, wurde jüngst gefragt. Ja, natürlich, lautet die Antwort. Weilburg hatte schon im frühen Mittelalter eine herausragende Bedeutung und liegt in exponierter Lage an der Lahn. Selbstverständlich haben Pilger hier ihre Spuren hinterlassen, haben auf ihrem langen und beschwerlichen Weg die regionalen Wallfahrtsstätten besucht und Schutz, Übernachtung und Verpflegung in den Stiften und Klöstern erhalten. So, wie in Weilburg und den vielen anderen Orten entlang der Lahn, die ihre Tore für Pilger meistens weit offen hielten. Schließlich galt die Versorgung eines Pilgers als gottgefälliges Werk. Und die Obrigkeit stellte Pilger unter ihren ganz besonderen Schutz.

Begleiten Sie uns doch einmal auf dem Weg der Jakobspilger durch Weilburg. Der Lahn-Camino, als einer der ersten Jakobswege in Deutschland von Professor Heinrich Kanz aus Lahnstein initiiert und vom Taunusklub durchgehend markiert, verläuft auf rund 16 Kilometern durch Weilburg.

Beginnen wir mit unserer kleinen Pilgerreise in Braunfels. Das heutige Braunfels ist Luftkurort und die Altstadt hat sich ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt. Das romantische, weithin sichtbare Schloss dominiert die Stadtansicht. Doch verschiedene historische Handelsstraßen kreuzen sich im heutigen Braunfels. Dies legt den Schluss nahe, dass der Berg schon früh besiedelt war.

Um dem Lahn-Camino nach Weilburg zu folgen, wenden Sie sich vor dem Solmser Hof stehend nach links in die Weilburger Straße. Dieser folgen Sie immer geradeaus, den Schlossberg hinunter bis zur Landstrasse. Dort gehen Sie ein kurzes Stück nach links weiter, bis Sie auf der rechten Seite an eine Straße kommen. Der „Weihermühle“ folgen Sie stetig nach oben. Auf der rechten Seite passieren Sie die romantisch gelegene Weihermühle. Der Weg führt sanft nach oben aus dem Tal heraus, immer fast parallel zur Landstraße. Dies ist übrigens die einzige nennenswerte Steigung auf Ihrem Weg nach Weilburg.

Der Lahn-Camino führt bald weg von der Landstraße in den Wald hinein. Die Beschilderung ist, wie auf der gesamten Strecke, sehr gut mit der Jakobsmuschel und/oder dem L für Lahnhöhenweg. Deshalb sparen wir uns die Wegbeschreibung durch den Wald. Auf schönen breiten und fast schnurgeraden Wegen geht es immer weiter. Und vielleicht begegnen Ihnen ja galoppierende Kaltblüter. Ein schönes Schauspiel.

Nach wenigen Kilometern treten Sie aus dem Wald heraus und sehen vor sich Hirschhausen liegen. Der heutige Weilburger Ortsteil wird 1397 erstmalig urkundlich erwähnt. Interessant ist die achteckige Kirche aus dem Jahr 1763. Sie wurde von 27 Hirschhäuser Familien erbaut. Die Haupterwerbsquelle von Hirschhausen lag hauptsächlich im Eisenerzbau. Viele Orte erinnern daran mit Loren oder ähnlichen Erinnerungsstücken an zentralen Punkten.

Nachdem Sie die Treppenstufen von der Kirche zur Straße hinuntergestiegen sind, wenden Sie sich nach links. Bald schon geht der Fußweg in einen asphaltierten Wirtschaftsweg über, der Sie an der insgesamt 3800 m langen und bis zu 2 m hohen Tiergartenmauer entlang bis zum Parkplatz am Eingang des Tiergarten führt.

Der gesamte Tierpark umfasst 93 Hektar mit drei Teichen, die ca. 1,7 ha Wasserfläche haben. Nachdem der herrschaftliche Tierpark ab 1816 nur noch forstwirtschaftlich genutzt wurde, entschloss sich die Hessische Forstverwaltung 1969 zur erneuten Anlage eines Wildgeheges, das dann 1979 eröffnet wurde.

Doch wir verlassen den markierten Lahn-Camino und den Lahnhöhenweg und folgen in Hirschhausen einer kleinen, leicht zu übersehenen Muschelmarkierung. Auf dem Postweg geht es durch die Felder zur ehemaligen Wallfahrtsstätte Pfannstiel. Ortwin Keiner aus Drommershausen hat sich um die Markierungen gekümmert und investiert viel Zeit und Mühen in die Erforschung der Wallfahrtsstätte.

Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde in der Gemarkung Panstyl zwischen Hirschhausen und Weilburg an einem Baum das wundertätige Bild der Jungfrau Maria gefunden. Schnell entwickelte sich ein reger Wallfahrtsbetrieb, die Gläubigen kamen selbst aus dem entfernten Frankfurt nach Weilburg. Sicher haben auch viele Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela die Gelegenheit genutzt, die Mutter Gottes um ihren Beistand auf der langen und gefährlichen Pilgerfahrt zu bitten.

Es bildete sich ein kleiner Konvent, es wurde eine kleine Kirche gebaut, die den Namen „Unserer lieben Frau und St. Johannes“ erhielt. Die Betreuung übertrug Graf Philipp II. von Nassau-Weilburg dem Johanniter-Orden, der ein Drittel der reichen Einnahmen für sich behalten durfte. Zwei Drittel der Spenden verblieben bei der Wallfahrtsstätte. Der Konvent wuchs, Wirtschaftsgebäude und Unterkünfte für die zahlreichen Pilger konnten entstehen.

Philipp III. von Nassau-Weilburg führte in seiner Grafschaft 1526 die Reformation ein, mit der Reformation ging das Pilgerwesen in ganz Nordeuropa deutlich zurück. Der schwedische König ließ sogar die Pilgerreise bei Strafe verbieten. Graf Philipp nahm der Wallfahrtsstätte zunächst die Einnahmen und verwendete diese für die Weilburger Schlosskirche. Als die Kirche dann baufällig wurde, verfügte er 1550 den Abriss.

Die Grundmauern der Kirche haben sich zum Teil bis heute erhalten. Ein neuer Altar wurde errichtet und 2009 wurde ein Johanniterkreuz aufgestellt. Jährlich findet ein ökumenischer Gottesdienst am Pfannstiel statt.

Weiter geht es durch den Weilburger Stadtwald und durch die Felder Richtung Windhof.

Durch einen Hohlweg, der von intensiver Nutzung des Weges zeugt, kommen Sie durch den ehemaligen, heute kaum noch zu erkennenden Park, auf den Windhof zu. Das Jagdschloss wurde Im 18. Jhdt. von Graf Johannes Ernst auf den Taunushöhen erbaut und zeugt von der prunkvollen Geschichte Weilburgs. Seit 1927 wird das Lustschloss als Schullandheim und heute als Wohnheim für die Studierenden der Staatlichen Technik-Akademie genutzt. Eine Besichtigung ist leider nicht möglich.

An der Straße geht es nach rechts und Sie folgen einfach der Muschelmarkierung hinunter zur Innenstadt. An der Frankfurter Straße geht es noch einmal nach rechts und Sie können die Weilburger Altstadt mit dem Landtor vor sich sehen. Der Lahn-Camino biegt hinter der katholischen Kirche und dem alten Friedhof mit der Heilig-Grab-Kapelle nach links ab. Davor ist der alte Friedhof und der Kalvarienberg. Es ist die markanteste Spur eines Pilgers in Weilburg.

Bei dem Kalvarienberg handelt es sich um eine Kreuzigungsgruppe, gestaltet im Stil des 15. und 16. Jhdts. Gemeinsam mit der Heilig-Grab-Kapelle bildet sie eine religiöse und bauliche Einheit entsprechend dem Jerusalemer Vorbild. Wahrscheinlich errichtet unter Graf Johann Ludwig, der 1496 von einer Pilgerfahrt nach Jerusalem wohlbehalten zurückkam und den Kalvarienberg in Auftrag gab. Die eingemeißelte Datierung 1505 auf dem Türsturz der Kapelle zeugt davon. Von dort führt eine lange Treppe hinab zur Lahn.

Wir jedoch bleiben auf der Frankfurter Straße und gehen auf das klassizistische Landtor zu. Es wurde von 1759 bis 1768 unter Fürst Karl Christian von Nassau-Weilburg errichtet.

Davor steht am König-Konrad-Denkmal eine Granitstele mit einer goldfarbenen Jakobsmuschel aus Santiago de Compostela. Eine Muschel gilt seit jeher als Zeichen der Pilgerschaft – nach Santiago de Compostela, nach Rom, nach Jerusalem oder auch nach Trier zum einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen oder nach Köln zum Schrein der Heiligen Drei Könige. Die Jakobsstele wurde auf Initiative von Bürgermeister Hans-Peter Schick errichtet. Er brachte auch die Muschel aus Santiago de Compostela mit. Die Stele erinnert an die vielen, vielen Fremden, Pilger und Flüchtlinge, die damals wie heute in Weilburg willkommen sind und Schutz, Unterkunft und eine warme Mahlzeit erhalten.

Links hinter dem Landtor steht das alte Zuchthaus, später zur katholischen Pfarrkirche der wiedererstarkten katholischen Gemeinde umgebaut. Heute wird das Gebäude säkular genutzt.

Gleich auf der rechten Seite sehen Sie eine Treppe, die Sie nach oben in den Schlossgarten und zunächst zur unteren Orangerie führt. Zwei große Freitreppen führen weiter auf die obere Terrasse mit dem Lindensaal. Am Ende des Lindenboskett erwartet Sie rechter Hand ein freier Blick über die Lahn und auf die Westerwald-Seite Weilburgs. Linker Hand erblicken Sie die Obere Orangerie. Ein Durchgang (Schild beachten) führt Sie durch das Hochschloss in den schönsten Renaissance-Schlosshof Deutschlands.

Sie befinden sich jetzt im ältesten Teil des Gesamtkomplexes, der zwischen 1533 und 1572 im Renaissancestil erbaut und bis heute nahezu unverändert blieb. Hier finden in jedem Jahr die weit über hessische Grenzen hinaus bekannten Weilburger Schlosskonzerte statt.

Wenn Sie aus dem Renaissancehof heraustreten und an der alten Wache vorbei gehen, erreichen Sie linker Hand nach wenigen Schritten die Schlosskirche. Die heutige Kirche wurde unter Johann-Ernst von Nassau-Weilburg in den Jahren 1707 und 1708 gebaut. Durch einen besonderen Gang wurde sie mit dem Schloss verbunden. Die Fürstengruft unter einer Steinplatte vor dem Altar mit dem Wappen der Nassauer und Luxemburger ist im Besitz des Hauses Luxemburg und nur am Todestag von Herzog Adolph von Nassau am 17. November der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Schlosskirche selbst ist ein barocker Hallenbau. An dieser Stelle standen schon Vorgängerkirchen, die den Pilgern als Zufluchtsstätte gedient haben mögen. Die Konradiner gründeten ein Chorherrenstift mit einer kleinen Kirche. Sie wurde St. Walpurgis geweiht und diente bis 1397. Dann musste diese Stiftskirche einem neuen Bau, der St. Andreas-Kirche weichen. Bald darauf wurde angebaut, die St. Martins-Kirche diente bis zum Abbruch der Doppelkirche der Herrschaft und der Stadt. Noch heute zeugt der mächtige Turm der Schlosskirche von dieser Zeit.

Baumeister Rothweil hat mit der Schlosskirche einen fast quadratischen Raum mit guter Akustik und freier Sicht auf die Kanzel und den Altar geschaffen. Die Stadt- und Landbevölkerung fand ihren Platz Parterre, während der Hof in Logen Platz nahm. Die Herrscherloge befindet sich gegenüber dem Altar. Der Innenraum ist relativ sparsam ausgeschmückt, Gestaltungselemente sind fast ausschließlich die Seitenwände, die klassisch-schlichten Stukkaturen und die Logen des Hofes.

Von der Schlosskirche gehen Sie die paar Schritte wieder zurück zum Schlossplatz und folgen, links abbiegend, der Neugasse bis hinunter zum Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71. In der außergewöhnlich breiten Neugasse gehen Sie vorbei an schmucken Fachwerkhäusern. In der Mauerstraße nach links finden Sie rechter Hand den Komödienbau und linker Hand das im Jahr 1780 errichtete Gymnasium, dessen Vorläufer eine im Jahr 1540 durch Graf Phillipp III. gegründete Freischule war. Im weiteren Verlauf der Mauerstraße mit ihren klassizistischen Bauten sehen Sie noch das Rathaus und hinter der kleinen Biegung das Gesellschaftshaus.

Hinter dem Denkmal führt eine Treppe hinunter zur Lahn. Geradeaus sehen Sie den Ernst-Dienstbach-Steg, der bei den Weilburgern aber immer noch die „Kettenbrücke“ heißt. Diese rein aus Ketten bestehende, in Europa damals einzigartige Brücke, wurde 1784 für die Wasserversorgung des Schlosses errichtet. Hierüber führte die Wasserleitung, die aus einem Reservoir am darüberliegenden Kanapee gespeist wurde.

Wenden Sie sich nach links, folgen der Straße lahnabwärts und passieren das einmalige Weilburger Tunnenensemble: Straßentunnel, Schiffstunnel und Eisenbahntunnel. Auf dem Leinpfad geht es nun lahnaufwärts für etwa 1000 Metern. Dann führt der Weiltalweg nach links unter der Bahn durch, wendet sich nach rechts zur Straße.

Der kurze, aber steile Anstieg auf die Taunus-Höhen beginnt gleich gegenüber, direkt neben dem Mäuerchen. Obwohl dieser schmale Pfad schon bald in einen Waldweg übergeht, sollten Sie sich diesen Anstieg bei schlechtem Wetter oder nach mehreren Regentagen ersparen. Wenn Sie an der Strasse entlang zurückgehen und sich an der Guntersau (italienisches Restaurant) nach rechts wenden, gelangen Sie auf den gut ausgebauten Weiltalrad- und wanderweg, der Sie ohne Steigungen immer entlang der Weil direkt bis nach Freienfels führt.

Schöner ist jedoch der markierte Wanderweg oberhalb des Weiltales. Wenn Sie den steilen Anstieg geschafft haben, wenden Sie sich auf dem Waldweg nach links. Jetzt geht es in Windungen, immer dem Höhenzug folgend, in Richtung Freienfels. Hier oben werden Sie die Ruhe des Waldes genießen und an manchen Stellen auf die Weil und den begleitenden Weilwanderweg herunterblicken können.

 Wenn Sie aus dem Wald wieder heraustreten, liegt gleich der Weinbacher Ortsteil Freienfels vor Ihnen. Hier endet unsere kleine Wanderung auf den Spuren der Pilger in und um Weilburg.

Blick nach Frankfurt – Fiona Tan. Geografie der Zeit im MMK 1

Fiona Tan, Diptych, 2006–11 Installationsansicht / installation view Stedelijk Museum, 2012 Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London Foto/photo: Gert Jan Van Rooij

Fiona Tan, Diptych, 2006–11
Installationsansicht / installation view Stedelijk Museum, 2012 Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London Foto/photo: Gert Jan Van Rooij

(KS, im Juli 2016) Vom 17. September 2016 bis zum 15. Januar 2017 zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eine Ausstellung einer der außergewöhnlichsten Künstlerinnen unserer Zeit. In eindrucksvollen Bildern erzählt die indonesische Fotografin, Tochter eines indonesisch-chinesischen Vaters und einer australisch-schottischen Mutter, wie die eigene Vergangenheit unser Verständnis der Gegenwart prägt.

Die Künstlerin Fiona Tan (*1966) zählt zu den herausragenden Künstlerinnen ihrer Generation. In der Werkschau „Geografie der Zeit“ im MMK 1 stehen neben Hauptwerken aus ihrem filmischen Œuvre – wie die Doppelprojektion „Rise and Fall“, die sie 2009 für den Niederländischen Pavillon der Venedig Biennale produzierte – die neueste Entwicklung in ihrem Werk hin zu installativen Environments im Fokus. Fiona Tan verwendet Film, Fotografie, Installation, Audio und Text, um zentrale Fragen zur Identität des Menschen im 21. Jahrhundert zu stellen: Wie sehen wir uns selbst und was bestimmt unsere Perspektive auf das Andere? Ihre bewegenden und zutiefst menschlichen Werke untersuchen Geschichte und Zeit und unsere Verortung darin. In eindrucksvollen Bildern und Installationen erzählt Tan davon, wie die eigene Erinnerung unser Verständnis der Gegenwart prägt. In ihren Bildwelten lösen sich die Grenzen zwischen persönlichem und kollektiven Gedächtnis, Innen und Außen, Fiktion und Wirklichkeit auf. Erinnerung und Identität waren von Beginn ihrer künstlerischen Karriere wiederkehrende Themen in Fiona Tans Œuvre. Besonders das Thema der kulturellen Prägung spielt bedingt durch ihre Abstammung – Tan wurde als Kind von chinesisch-australischen Eltern in Indonesien geboren, wuchs in Australien auf und zog später in die Niederlande – eine entscheidende Rolle in ihrem Schaffen. Die Ausstellung im MMK 1 folgt mit Werken wie „Diptych“ (2006–11), filmischen Porträtaufnahmen von Zwillingen, über höchst elaborierte Video-Installationen wie „Nellie“ (2013), bis zu den jüngsten ‘mixed-media’-Werken wie „Ghost Dwellings“ und Objekt-Installationen wie „1 to 87“ diesen Leitmotiven, präsentiert in einer faszinierenden, von der Künstlerin entworfenen Ausstellungsarchitektur.

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main gehört zu den weltweit bedeutendsten Museen für Gegenwartskunst. Mit seinen großen Einzelausstellungen und seiner über 5.000 Werke umfassenden Sammlung internationaler Gegenwartskunst ist das MMK seit seiner Eröffnung im Jahr 1991 ein großer Anziehungspunkt für Kunstinteressierte.

Veranstaltungstipp: Mittwoch, 14. September 2016, 20 Uhr, Filmabend mit Fiona Tans erstem Kinofilm „History’s Future“ (2016) und Gespräch mit der Künstlerin im Deutschen Filmmuseum Eröffnung: Freitag, 16. September 2016, 20 Uhr im MMK 1

 

Öffnungszeiten & Preise:             Dienstag – Sonntag: 10 – 18 Uhr Mittwoch: 10 – 20 Uhr Montag: geschlossen

MMK 1* 12 Euro / ermäßigt 6 Euro Kombiticket** MMK 1|2|3 16 Euro / ermäßigt 8 Euro Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Jeden letzten Samstag im Monat freier Eintritt.

 

Mit dem RMV ab Weilburg (zum Beispiel): 

Weilburg ab 8:16 h, Gießen an: 8:42 h, Gießen ab: 8:54 h, Frankfurt-HbF an: 9:35 h U-Bahnlinie: U4, U5, Haltestelle Dom / Römer  Straßenbahn: 11, 12, Haltestelle Römer / Paulskirche  S-Bahnen (S1–S6): Haltestelle Konstablerwache Von den Haltstellen Dom/Römer (U-Bahn) oder Römer / Paulskirche (Straßenbahn) sind es nur noch 3 Minuten Fußweg zum MMK.

Mein Ahausen – Spaziergang mit Hans Werner Bruchmeier

Das alte Schulhaus in Ahausen

Das alte Schulhaus in Ahausen

(KS, im Juli 2016) „Seit 10 Jahren bin ich Ortsvorsteher in Ahausen und auf die nächsten fünf Jahre, für die ich gerade gewählt bin, freue ich mich sehr.“ Das erzählt mir Hans Werner Bruchmeier (63), Lehrer am Gymnasium Philippinum und engagierter Lokalpolitiker. Seit über 30 Jahren ist er Mitglied der Weilburger Stadtverordnetenversammlung. Weilburg kennt ihn auch als Vorstand des Weilburger Rudervereins.

Wir haben uns in Ahausen zu einem Spaziergang durch den Ort getroffen. Bruchmeier will mir den Stadtteil zeigen, so wie er ihn sieht – und liebt. Wir kommen an seinen Lieblingsplätzen vorbei und treffen den einen oder anderen Ahäuser auf einen kurzen Plausch.

„Ahausen ist überschaubar!“

Direkt an der Lahn, an der Grenze zur Nachbargemeinde Löhnberg, liegt der Weilburger Stadtteil Ahausen. 1320 erstmalig urkundlich erwähnt, kam der Ort im Zuge der hessischen Gemeindereform am 31. Dezember 1970 zu Weilburg. „Mit 667 Einwohnern am 1. Januar 2016 liegen wir einwohnermäßig im Weilburger Mittelfeld,“ sagt Hans Werner Bruchmeier, „Ahausen ist überschaubar.“

Wir sitzen beim Kaffee auf der Terrasse hinter dem schmucken Haus. 1824 und 1825 als Dorfschule gebaut, hat es Bruchmeier in den 80er Jahren gekauft und saniert. Heute ist das Haus ein Schmuckstück und neben der Erzverladestation am Ortseingang das beliebteste Fotomotiv in Ahausen. Hans Werner Bruchmeier erzählt von der Sanierung des Hauses, von seiner Familie und ganz besonders von Ahausen.

„Es ist schön, hier zu wohnen, die meisten Ahäuser kennen mich und ich kenne sie. Man grüßt, nimmt sich oft Zeit für ein kurzes Gespräch. Damals haben wir ein altes Haus gesucht und genau das in Ahausen gefunden. Seit 1989 wohnen wir hier.“ Bruchmeier gerät ins Schwärmen. Man merkt, als gebürtiger Weilburger ist er in diesem Haus angekommen, hat sein Familienheim gefunden.

Romantischer Weiher im Verborgenen

Aber wir wollen ja über Ahausen reden. Über den Hof und durch den Garten gehen wir nach hinten. „Das ist der Köppel,“ zeigt Bruchmeier auf eine Anhöhe. „Eine Hinterlassenschaft des Bergbaus in Ahausen.“ Und plötzlich stehen wir vor einem romantischen Weiher, der auch aus der Zeit des Bergbaus in unserer Region stammt. Dichtes Gebüsch am Ufer, im Vorbeigehen erhasche ich einen Blick auf wunderschöne Seerosen. „Manchmal erscheint das Wasser richtig rot,“ erzählt mir der Ortsvorsteher, „es sind viele Goldfische im Teich.“ An diesem heißen Tag haben sie sich in den Schatten verzogen. Neben dem Weiher eine Wiese – ein idealer Platz für ein Sommerfest, denke ich bei mir. Und schon spricht Bruchmeier weiter: „Hier feiern wir gelegentlich ein spontanes Weinfest, ein toller Platz im Sommer.“

Um den Weiher herum gelangen wir zur freiwilligen Feuerwehr und zum Bürgerhaus. Fast zwanzig Jahre alt, sehr gepflegt von den Ahäusern. „Wir planen einen kleinen Anbau, um das Mobiliar und Gerätschaften dort lagern zu können.“

Der weitere Weg führt durchs kleine Neubaugebiet. An einem Haus wird gerade gebaut, ein anderes ist jüngst bezugsfertig geworden. Drei Grundstücke stehen noch zur Verfügung.

Links von uns trennen zwei Reihen Apfelbäume das Neubaugebiet vom Feld. „Wir pflanzen alte hessische Apfelbäume, unser Apfellehrpfad. Um die alten Bäume, die regelmäßig gepflegt werden müssen, kümmert sich die Odersbacher Pomologin Martina Adams.“

„Da haben wir den Friedhof. Hier haben wir in Gemeinschaftsarbeit komplett die Wege in Ordnung gebracht. Es gibt in Ahausen keinen Freiwilligentag, wie in anderen Stadtteilen. Aber wenn Hände gebraucht werden, sind immer genügend Helfer da. Das gilt auch für die Ahäuser Kleinodien, zum Beispiel die Schüttanlage am Ortseingang, um die sich der Heimatverein liebevoll kümmert.“ Hans Werner Bruchmeier erzählt im Plauderton. „Bestattungskultur wandelt sich auch in Ahausen. Neben den klassischen Grabstellen haben wir eine Urnenwand und in der Planung sind zwei große Bäume am Friedhofsrand, unter denen auch jeweils bis zu 10 Urnen Platz finden können.“

Verborgene Wege

Ein Fremder würde die Wege gar nicht finden, auf denen wir hinunter zur Selterser Straße kommen. Kurz nach links gewendet und wir stehen vor der Verladestation der Eisensteinaufbereitungsanlage am Ortseingang. Der Heimatverein Ahausen hat seit 1997 die Erhaltung dieses Denkmals übernommen und viel Zeit und Arbeit in das Projekt investiert. Heute stellt sich dieser Teil der 1960 stillgelegten Grube Allerheiligen als Schmuckstück am Ortseingang dar.

Auf dem Rückweg halten wir uns auf der viel befahrenen Selterser Straße, der Durchgangsstraße in Ahausen. Zu fast jedem Haus hat Bruchmeier etwas zu erzählen. Einige der schönen, alten Häuser werden zur Zeit saniert und sollen noch in diesem Jahr bezogen werden. Hier ein kurzes Gespräch, dort ein Gruß über die Straße – Bruchmeier kennt und ist bekannt.

Noch einmal biegen wir ab. „Dies ist so einer meiner Lieblingsplätze in Ahausen. Die erhaltene und neu aufgebaute Ahäuser Viehwaage, der Brunnen und die Bank daneben.“ Demonstrativ setzt sich der Ortsvorsteher auf die Bank und lacht in die Kamera. „Da oben steht eines der ersten Bürgerhäuser in Hessen. Damals mit Gefrierstation, mit Saal, mit Vereinsräumen. Heute ist der Kindergarten der Weilburger Wirtschaft dort eingezogen, die Kirchengemeinde nutzt den Saal, der Heimatverein hat sein Archiv.“

Lahn-Marmor im Viehstall

Auf dem Rückweg zur Alten Schule kommen wir an einem sorgfältig restaurierten Gehöft vorbei. „Lass‘ uns mal schauen, ob Frau Göpel daheim ist.“ Frau Göpel ist Künstlerin mit regelmäßigen Ausstellungen in der Region. In Ahausen wohnt und arbeitet sie. Wir dürfen einen Blick in die Scheune werfen. Rechts der ehemalige Viehstall, heute ein Raum für Gespräche und Feiern. Ins Augen fallen die Säulen aus wohl Wirbelauer oder Villmarer Marmor und die erhaltenen Viehtränken aus dem schwarzen Schupbacher Marmor. Marmor als Baustoff im Viehstall – das gibt es wohl nur im Weilburger Land. Wobei fairerweise erwähnt werden muss, dass es sich um das Gehöft des Schultheißen im Dienst der Nassau-Weilburger handelte. Ein damals wichtiger und sicher auch wohlhabender Mann.

Die letzte Station auf unserem Spaziergang ist Herbert Schmidt’s Scheune, die Kulturscheune. Der Heimatverein zeigt hier landwirtschaftliches Gerät der letzten 150 Jahre. Es ist eine weitere Besonderheit und ein weiterer Beweis, dass in Ahausen angepackt wird wenn es gilt, Ideen zu verwirklichen.

Rund zwei Stunden hat unser Spaziergang gedauert. Schulhaus, Apfelbaumlehrpfad, verborgene Wege, eines der ältesten Bürgerhäuser Hessens, eine Verladestation, Lahnmarmor im Viehstall und eine Kulturscheune. Mir hat der Spaziergang gezeigt, dass Ahausen mehr ist als eine viel zu enge Durchgangsstraße. Mal sehen, was es in Bermbach mit Ortsvorsteher Kai Schmidt zu entdecken gilt.

Weilburg und Fulda verbindet der Barock und König Konrad I. – Ein Ausflug nach Fulda, wo Konrad bestattet wurde

Fulda April 2016-129(KS, im Mai 2016) Das war schon eine der mächtigsten Familien im deutschen Reich, die Konradiner. Ursprünglich aus Trier stammend, weiteten sie ihren Machtbereich im 9. und 10. Jahrhundert immer weiter aus. Sie stifteten Kirchen und Klöster, bauten Burgen und Residenzen. Auch die Martinskirche, die längst untergegangene Keimzelle des mittelalterlichen Weilburg, wurde von den Konradinern gestiftet und diente als Grabeskirche für Konrad den Älteren. Sein Sohn, Konrad der Jüngere, starb als König Konrad I. in Weilburg, schickte die Krone mit der Königswürde an seinen Widersacher Heinrich von Sachsen und wurde in Fulda, in der damaligen Ratgar-Basilika, beigesetzt.

Die größte Stadt Osthessens

Und so steht Fulda im Mittelpunkt unserer Kurzreise in die Geschichte. Dabei ist es so gar nicht das frühmittelalterliche Fulda, das uns bei einem Besuch der lebendigen und größten Stadt Osthessens ins Auge fällt. Es ist vielmehr die barocke Bischofskathedrale Sankt Salvator, einst erbaut als Dom des Fürstabtes und Stiftskirche. Auch ist es das Stadtschloss aus der Renaissance, im Barockstil umgebaut. Die Adelspalais, die Orangerie und viele weitere historische Gebäude bilden das Barockviertel. Liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, versteckte Plätze, blühende Gärten und Parks, alte Handwerksbetriebe, malerische Innenhöfe, spannende Museen, gemütliche Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein.

An der Stelle des heutigen Doms stand einstmals die größte Basilika nördlich der Alpen. Es war die Klosterkirche der von Bonifatius gegründeten Benediktiner-Abtei. Der „Apostel der Deutschen“ wurde in Friesland ermordet und auf seinen Wunsch hin in Fulda bestattet. So entwickelte sich Fulda zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte im Reich. Die Ratgar-Basilika, benannt nach ihrem Erbauer Abt Ratgar, wurde 1704 abgerissen und über dem Bonifatius-Grab der heutige barocke Dom errichtet. Neben vielen Grabmälern, Tafeln und Inschriften wird auch an den ersten deutschen König, Konrad I., erinnert.

Gartenkultur in Fulda

Fulda April 2016-132Während Graf Johann Ernst zu Nassau-Weilburg seine Residenzstadt Weilburg umgestalten und den prachtvollen barocken Schlossgarten anlegen ließ, veranlasste auch Fürstabt Adalbert von Schleifras in Fulda neben dem Dom weitere barocke Bauten. Auch er baute seine Residenz im barocken Stil des Absolutismus um. Ein Stadtrundgang lässt die Großartigkeit der Barockstadt Fulda erleben.

Und wenn Sie so gar nicht an Architektur interessiert sind, dann fragen Sie in der Touristeninformation doch einmal nach dem Gartenkulturpfad. Wie Perlen an einer Schnur sind die Gärten und Parks Fuldas aneinandergereiht. Mit dabei sind nicht nur die städtischen Grünanlagen – schauen Sie doch auch einmal nach den privaten Gärten oder den Gärten der Kindertagesstätten. Dort zum Beispiel gestalten die Kinder ihren Garten selbst.

Von Juni bis August wird übrigens in Fulda das Musical „Der Medicus“ aufgeführt. Das dramatische musikalische Schauspiel bringt den Weltbestseller von Noah Gordon erstmals auf eine Bühne. Das Schlosstheater in Fulda bietet dafür die ideale Kulisse.

24 Stunden in … Fulda

Fulda April 2016-1069:30 Uhr: Mitten in der Fuldaer Altstadt, zwischen Bahnhof und Dom am Buttermarkt gelegen, findet sich das Bistro .heimat. Spezialität: Toller Kaffee aus einer Fuldaer Rösterei und Stullen. Belegt sind die frischen Brote ganz nach Wahl – wir haben die „Stulle der Woche“ ausprobiert, ließen uns überraschen und waren begeistert. Alle Produkte stammen aus der Region.

10:30 Uhr: Schlossführung – Der Absolutismus bestimmte die Größe und Funktion der historischen Räume der ehemaligen Fürstabt-Residenz. Der große Festsaal und die fürstliche Wohnung aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden ebenso präsentiert wie Räume aus dem Klassizismus des 19. Jahrhunderts. Weltweit berühmt ist die ausgestellte Sammlung von Fuldaer und Thüringer Porzellan.

11:30 Uhr: Stadtrundgang – Hexenturm, Stadtmauer, Zunftkirchen, alte Marktplätze und Straßennamen. Tauchen Sie ein in die mittelalterliche Geschichte Fuldas.

13:00 Uhr: Rast an der Wiesenmühle, vom Benediktinerkloster erbaut und 1332 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Nicht einmal 5 Minuten vom Dom entfernt. Das Mühlrad ist das größte noch in Betrieb befindliche Mühlrad Europas. Und die Gastronomie kann sich blicken lassen – entweder im Brauhaus und Biergarten zur Selbstbedienung oder im urigen Restaurant.

14:00 Uhr: Der Hohe Dom zu Fulda. Tauchen Sie zunächst ein in die kleine, manchmal kaum beachtete Michaelskirche und dann direkt daneben in den prächtigen Dom Sankt Salvator. Verharren Sie am Bonifatiusgrab und erleben Sie den Fuldaer Domschatz.

16:00 Uhr: Kaffee und Kuchen im Dom-Café Wess, 100 Jahre Backtradition, gleich neben dem Dom. Tipp: Verschieben Sie die Abnehm-Diät auf morgen und probieren Sie die Domherren-Torte.

17:00 Uhr: Einchecken im Hotel – Fulda bietet viele Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel. Die Touristeninformation hält ein Übernachtungsverzeichnis für Sie parat.

19:30 Uhr: Tagesausklang – Zum Beispiel mit „Der Medicus“ im Stadtschloss, oder in einem der zahlreichen Fuldaer Restaurant.

10:00 Uhr: Vonderau-Museum, in der Fußgängerzone gelegen, ist das größte Museum zwischen Kassel und Frankfurt. Themenbereiche: Kulturgeschichte Fuldas von der Steinzeit bis zur Gegenwart, Gemälde und Skulpturen von Künstlern aus der Region und erdgeschichtliche Entstehung der Landschaft Osthessens.

 

Informationen

Fulda April 2016-100Warum nicht einmal mit dem Zug nach Fulda fahren? Ab Weilburg fährt die HLB stündlich direkt in die Barockstadt. Zweieinhalb Stunden braucht die Bahn. Das normale RMV-Ticket kostet 15,25 Euro (einfache Fahrt) – Sparangebote machen die Städtereise günstiger. www.rmv.de

Touristen-Information, Bonifatiusplatz 1, 36037 Fulda, Telefon 0661-102-1814, www.tourismus-fulda.de

Schlossführungen täglich außer Montag 10:30 Uhr und 14:00 Uhr, 5 Euro

Stadtrundgang täglich 11:30 Uhr und 15:00 Uhr, 5 Euro, Kombiticket 9 Euro (mit Schlossführung)

.heimat, Buttermarkt 2-6, 36037 Fulda, Telefon 0661-95273597, www.heimat-fulda.de

Brauhaus Wiesenmühle, Wiesenmühlenstr. 13, 36037 Fulda, Telefon 0661-928680, www.wiesenmuehle.de

Café Wess am Dom, Kanalstraße 2a, 36037 Fulda, Telefon 06619025713, www.cafe-wess.de

Romantik-Hotel-Restaurant „Goldener Karpfen“, Simpliziusbrunnen 1-5, 36037 Fulda, Telefon 06618680-0, www.hotel-goldener-karpfen.de – Weilburger Arrangement: Übernachtung im Komfortzimmer inkl. reichhaltigem Verwöhn-Frühstücksbuffet, ein Glas Sekt zur Begrüßung, regionales Menü mit korrespondierenden Getränken (Wein und Wasser), ein AHA – Kräuterlikör als „Betthupferl“ und Eintritt im Vonderau Museum – pro Person im Doppelzimmer 140 Euro

Neu: Broschüre zum Wandern im Alter – „Wandern – Bewegung, die gut tut“

Neue Broschüre der BZGA und dem Deutschen Wanderverband

Neue Broschüre der BZGA und dem Deutschen Wanderverband

Eine neue Broschüre zum Wandern haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Wanderverband (DWV) herausgegeben. Die Broschüre ist Teil des BZgA-Programms „Älter werden in Balance“ und gibt viele allgemeine Informationen und praktische Tipps, um gerade ältere Menschen dazu zu motivieren, sich regelmäßig draußen zu bewegen.

 

„Aktivität und Bewegung sind entscheidende Faktoren für die Aufrechterhaltung und Stärkung von körperlicher und psychischer Gesundheit, Wohlbefinden und sozialer Teilhabe gerade älterer Menschen“, erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Wandern ist die mit Abstand beliebteste Freizeitaktivität der Deutschen. „Gerade das Wandern hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen, wie mehrere Studien nachgewiesen haben. Dazu kommt, dass Wandern ohne aufwändige Ausrüstung für jeden fast überall möglich ist“, sagt DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks.

 

Die reich bebilderte, 24-seitige Broschüre behandelt im ersten Teil die Effekte des Wanderns für Körper, Geist und Seele. Hier wird zum Beispiel deutlich, dass Wandern das Risiko von Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall senkt. Außerdem eignet sich kaum etwas so gut zum Auftanken und Abschalten wie das Wandern. Es hilft gegen Stress, indem es das Stresshormon Kortisol vermindert. Selbst bei leichten Depressionen kann die Bewegung an der frischen Luft Linderung verschaffen. Zudem trainiert es zahlreiche Muskelpartien, steigert die Durchblutung und erhöht die Sauerstoffaufnahme der Lungen. Kurzum: Wandern ist ein ideales ganzheitliches Fitnessprogramm.

 

Im zweiten Teil der Broschüre werden spezielle Angebote des Deutschen Wanderverbandes vorgestellt. Hier gibt es Informationen zum vom DWV gemeinsam mit der Fachhochschule Osnabrück entwickelten „Gesundheitswandern“ ebenso wie zum Deutschen Wanderabzeichen und den Qualitätsinitiativen unter dem Namen „Wanderbares Deutschland“.

 

Tipps für Wander-Einsteiger runden die Broschüre ab. Leserinnen und Leser erfahren unter anderem, wie ein Rucksack zweckmäßig gepackt wird und was dort hinein gehört. Ebenso erklärt der kleine Ratgeber Wissenswertes zum Zeckenschutz und wie sich Blasen vermeiden lassen.

 

Das BZgA-Programm „Älter werden in Balance“ richtet sich an Menschen ab 65 Jahren mit dem Ziel, Krankheiten und Einschränkungen vorzubeugen und Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern. „Älter werden in Balance“ wird gefördert durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV).

 

Weitere Informationen zum Programm „Älter werden in Balance“, vielfältige Bewegungsangebote, Tipps und Anleitungen zur Bewegungssteigerung im Alltag sowie allgemeine Informationen zur Gesundheitsförderung älterer Menschen finden Sie unter www.aelter-werden-in-balance.de.

 

Kostenlose Bestellung der Broschüre „Wandern – Bewegung, die gut tut“ über:

 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln

Online-Bestellsystem: www.bzga.de/infomaterialien

Fax: 0221/8992257

E-Mail: order@bzga.de

Bestellnummer 60582323

Die Broschüre steht außerdem zum Download bereit unter:

http://www.bzga.de/infomaterialien/gesundheit-aelterer-menschen/

 

und

 

http://www.wanderbares-deutschland.de/magazin.html?id=51&seite=1&pp=25

Lahn-Camino: 2. Etappe Weilburg – Villmar

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