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Wandern – Auf dem Weg

Auf dem Weg

Geschichte - Kultur - Spiritualität

Schlagwort: Wandern (Seite 1 von 6)

Die schönsten Wanderungen in Weilburg: Monarchie, Demokratie und Anarchie rund um den Weilburger Schlossberg

(Weilburg, im Juli 2018, KS)

Kurzbeschreibung: Vom prachtvollen Landtor wandern Sie zunächst ein Stückchen auf dem Leinpfad entlang der Lahn, passieren den einzigen deutschen Schiffstunnel und steigen dann auf die Lahn- und Weiltalhöhen. Auf der Trasse der ehemaligen Weiltalbahn geht es zurück zur Lahn und auf dem Leinpfad weiter lahnabwärts. In Kirschhofen/Odersbach überqueren Sie die Lahn und wandern aufwärts zurück in Richtung Weilburg. Rund um den Weilburger Schlossberg spazieren Sie durch das Gebück des Weilburger Schlosses, gehen die Treppe hinauf in den Barockgarten und gelangen schließlich auf den Weilburger Marktplatz.

Wegstrecke: Die reine Gehzeit beträgt ca. 4,5 Stunden (ca. 16,7 km, 333 m Gesamtanstieg)

Autofahrer: Parken im Parkhaus Innenstadt – ausgeschildert, oder kostenlos am Lahnufer unterhalb der Altstadt

Wegbeschreibung:

Weilburg, die ehemalige nassauische Residenz an der Lahn, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Hervorgegangen aus einem der Hausstifte der Lahngau-Grafen, im Jahr 918 Sterbeort von König Konrad I., entwickelte sich die mittelalterliche Stadt zur Residenz der Nassau-Weilburger Grafen und Fürsten. Noch heute zeugt eines der schönsten deutschen Barockschlösser von der Blütezeit Weilburgs unter Johannes Ernst von Nassau-Weilburg. Er gab der Stadt Weilburg ihr heutiges Gesicht, gestaltete die Residenz im Sinne des absolutistischen Barocks um.

Am Landtor, dem prächtigen Stadteingang aus den Jahren 1759 bis 1768, startet Ihre Wanderung an Lahn und Weil. Am König-Konrad-Denkmal stehend führt rechts eine Straße hinunter zur Lahn – der Mühlberg. Unten an der Kirchhofsmühle, vor fast 500 Jahren erstmals urkundlich erwähnt, wenden Sie sich nach links. Nach wenigen Schritten erreichen Sie die Lahn und die Koppelschleuse. Dahinter sehen Sie den Weilburger Schifffahrtstunnel von 1847. Es ist der älteste und längste heute noch befahrbare Schiffstunnel in Deutschland.

Sie gehen weiter auf dem Leinpfad, der früher den Treidelknechten zum Fussaufwärts-Ziehen der Lastkähne diente. An der ersten Eisenbahnunterführung geht es nach links. Wenn Sie an der Straße ein wenig zurückgehen und auf der anderen Seite den Felsen hinaufschauen, sehen Sie eine Gedenktafel für den Zeppelin LZ 5 – Z II, der sich im April 1910 in Limburg-Blumenrod losriss, führerlos durch das ganze Lahntal fuhr und schließlich an diesem Felsen havarierte.

Sie gehen den Erbstollen (der Straßenname erinnert an die Bergbauvergangenheit Weilburgs) hoch, folgen dem asphaltierten Weg nach links in den Wald. Am nächsten Abzweig geht es nach rechts, dann wieder links und nochmal scharf rechts auf den Lahnwanderweg. Das nun folgende Wegstück werden besonders Ihre Kinder lieben. Auf dem, auf weite Strecken naturbelassenen, Singletrail überqueren Sie zwei Bäche die zur Rast und Spielen einladen. Immer dann, wenn es geradeaus nicht weitergeht, wählen Sie den Weg nach rechts. Wenn Sie ganz still sind, werden Sie auf diesem Wegstück vielen Wildtieren begegnen. Eichhörnchen, Rotwild und weiter weg, im Dickicht, hören und riechen Sie Wildschweine. Keine Angst vor diesen gewaltigen Wildtieren. Wildschweine haben vor Ihnen mehr Angst, als Sie vor denen. Aggressiv sind sie nur, wenn sie als Rotte mit Frischlingen durch den Wald streifen und sich bedroht fühlen. Ihren Hund sollten Sie jedoch fest an der Leine haben.

Wenn Sie aus dem Wald treten, sind Sie unten im Weiltal. Die stark befahrene Straße überqueren Sie und gehen auf der gegenüber liegenden Seite in den Feldweg hinein. Dieser führt nach rechts und lässt Sie kurz hinterm Wehr die Weil überqueren. Die Weil entspringt am Kleinen Feldberg im Taunus und schlängelt sich auf einer Länge von knapp 50 km durch das Weiltal bis zur Mündung in die Lahn. Vielleicht ist der Name des Flüsschens abgeleitet von Villa, dem lateinischen Wort für Dorf. Oder aber die keltische Mondmutter Wilbeth gab der Weil ihren Namen – über dem Feldberg erreicht der Vollmond seinen Höchststand. Oder aber es ist ganz anders … wer weiß?

Auf der anderen Weilseite sind Sie nun auf dem viel befahrenen Weilwander- und Radweg. Wenden Sie sich nach links und folgen dem Weillauf aufwärts. Bald kommt hoch über der Weil die Burgruine Freienfels in Sicht. Ursprünglich um 1300 gegen die Nassau-Weilburger errichtet, verlor sie schon bald durch Verkauf an die Weilburger ihre Bedeutung. Um die Erhaltung und Sicherung der Burgruine kümmert sich heute ein sehr rühriger Förderverein. Jedes Jahr rund um den 1. Mai veranstaltet der Förderverein mit unermüdlichem Einsatz der Mitglieder die Freienfelser Ritterspiele, eine der größten nicht kommerziellen Mittelalter-Veranstaltungen in Deutschland.

Wenn der ehemalige Freienfelser Bahnhof in Sicht kommt, biegen Sie gleich in Spitzkehre wieder nach rechts ab. Es geht nun zurück in den Wald in Richtung Weilburg. Sie können den Jakobsmuscheln des Lahn-Camino in entgegengesetzter Richtung oder dem ‚L‘ des Lahnhöhenweges folgen. Beim Lahn-Camino handelt es sich um einen der ersten wiederbelebten Wegen der Jakobspilger in Deutschland. Er führt vom Wetzlarer Dom bis zur Hospitalkapelle in Lahnstein. Der Abstieg zurück auf Lahnniveau ist leicht zu verfehlen – achten Sie auf eine Schonung linker Hand, dort geht es rechts hinunter. Die Straße überqueren Sie, gehen ein Stückchen und biegen dann scharf nach links ein, um die Eisenbahn zu unterqueren. Jetzt stehen Sie wieder auf dem Leinpfad und wenden sich links lahnabwärts.

Auf dem kombinierten Fuß- und Radweg geht es bis zum Weilburger Stadtteil Kirschhofen. Hier überspannt eine Brücke die Lahn und verbindet die Stadtteile Kirschhofen und Odersbach. In Odersbach wenden Sie sich gleich nach rechts und folgen der Lahnstraße. Bald schon lassen Sie die Häuser hinter sich und sind in den Lahnauen.

Nach kurzer Zeit kommt das Weilburger Schloss in Sicht. Vorbei am Jugendzeltplatz geht es bis zu einer weiteren Weilburger Sehenswürdigkeit, dem Rollschiff. Seit mehr als 300 Jahren existiert diese Personenfähre zwischen der Weilburger Westerwald- und Taunusseite. An Sonntagen zwischen April und September setzt Sie der Fährmann gerne für 50 Euro-Cent über. An einem gespannten Stahlseil zieht er die Fähre über die Lahn.

Wenn das Rollschiff nicht in Betrieb ist, geht es weiter, immer an der Lahn entlang. Ein stellenweise fast schon verwunschen erscheinender Spazierweg. Zweimal es geht auf Holzstegen um einen Felsen herum. Es geht vorbei am Ernst-Dienstbach-Steg, hier querten seit dem 16. Jahrhundert die Rohre der Weilburger Wasserversorgung die Lahn. Jetzt haben Sie wieder Asphalt und Beton unter den Füßen. Vorbei an den großartigen Villen im Odersbacher Weg gelangen Sie zur Steinernen Brücke. Viele Vorgängerbrücken aus Holz konnten dem Hochwasser und Eisgang nichts entgegensetzen und so wurde 1359 die erste steinerne Brücke gebaut. 100 Jahre lang war sie zwischen Limburg und Wetzlar die einzige feste Brücke über Lahn. Diese frühe Brücke zeigt die wirtschaftliche Bedeutung Weilburgs im Mittelalter.

Gehen Sie ruhig über die Brücke. Hinter der Schlossmühle biegen Sie nach links ab. Durch ein großes Tor gelangen Sie in das Gebück. Einst wurde der Steilhang zum Schloss aus Schutz vor Eindringlingen bepflanzt. Seit dem 18. Jahrhundert ist das Gebück aber zum Landschaftsgarten umgestaltet worden. Der Weg führt direkt in den Schlossgarten, wenige Treppen hinauf in die Untere Orangerie. Hier, wo einstmals die empfindlichen Kübelpflanzen der fürstlichen Familie gelagert wurde, finden heute Touristen das Schlosscafe. Zwei große Freitreppen führen weiter auf die obere Terrasse mit dem Lindensaal. Am Ende des Lindenboskett erwartet Sie rechter Hand ein freier Blick über die Lahn und auf die Westerwald-Seite Weilburgs. Linker Hand erblicken Sie die Obere Orangerie. Ein Durchgang (Schild beachten) führt Sie durch das Hochschloss in den schönsten Renaissance-Schlosshof Deutschlands.

Sie befinden sich jetzt im ältesten Teil des Gesamtkomplexes, der zwischen 1533 und 1572 im Renaissancestil erbaut und bis heute nahezu unverändert blieb. Hier finden in jedem Jahr die weit über hessische Grenzen hinaus bekannten Weilburger Schlosskonzerte statt.

Wenn Sie aus dem Renaissancehof heraustreten und an der alten Wache vorbei gehen, erreichen Sie linker Hand nach wenigen Schritten die Schlosskirche. Die heutige Kirche wurde unter Johann-Ernst von Nassau-Weilburg in den Jahren 1707 und 1708 gebaut. Durch einen besonderen Gang wurde sie mit dem Schloss verbunden. Die Fürstengruft unter einer Steinplatte vor dem Altar mit dem Wappen der Nassauer und Luxemburger ist im Besitz des Hauses Luxemburg und nur am Todestag von Herzog Adolph von Nassau am 17. November der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Schlosskirche selbst ist ein barocker Hallenbau. An dieser Stelle standen schon Vorgängerkirchen, die den Pilgern als Zufluchtsstätte gedient haben mögen. Die Konradiner gründeten ein Chorherrenstift mit einer kleinen Kirche. Sie wurde St. Walpurgis geweiht und diente bis 1397. Dann musste diese Stiftskirche einem neuen Bau, der St. Andreas-Kirche weichen. Bald darauf wurde angebaut, die St. Martins-Kirche diente bis zum Abbruch der Doppelkirche der Herrschaft und der Stadt. Noch heute zeugt der mächtige Turm der Schlosskirche von dieser Zeit.

Baumeister Rothweil hat mit der Schlosskirche einen fast quadratischen Raum mit guter Akustik und freier Sicht auf die Kanzel und den Altar geschaffen. Die Stadt- und Landbevölkerung fand ihren Platz Parterre, während der Hof in Logen Platz nahm. Die Herrscherloge befindet sich gegenüber dem Altar. Der Innenraum ist relativ sparsam ausgeschmückt, Gestaltungselemente sind fast ausschließlich die Seitenwände, die klassisch-schlichten Stukkaturen und die Logen des Hofes.

Von der Schlosskirche gehen Sie die paar Schritte wieder zurück zum Schlossplatz und folgen, links abbiegend, der Neugasse bis hinunter zum Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71. In der außergewöhnlich breiten Neugasse gehen Sie vorbei an schmucken Fachwerkhäusern. In der Mauerstraße nach links finden Sie rechter Hand den Komödienbau und linker Hand das im Jahr 1780 errichtete Gymnasium, dessen Vorläufer eine im Jahr 1540 durch Graf Phillipp III. gegründete Freischule war. Im weiteren Verlauf der Mauerstraße mit ihren klassizistischen Bauten sehen Sie noch das Rathaus und hinter der kleinen Biegung das Gesellschaftshaus.

Wir gehen durch die Mauerstraße wieder zurück zu unserem Startpunkt am König-Konrad-Platz. Hier klärt sich der Titel dieser Wanderung: „Monarchie, Demokratie und Anarchie rund um den Weilburger Schlossberg“.

Monarchie: König Konrad I. starb im Jahr 918 irgendwo hier oben auf dem Felsen mitten in der Lahnschleife.

Demokratie: Heinrich Wilhelm August Freiherr von Gagern (1799 – 1880), Präsident der Frankfurter Nationalversammlung, ging in Weilburg zur Schule und lebte mit seinen Eltern und Geschwistern im heutigen Amtsgericht.

Anarchie: Das Abitur in Weilburg machte auch Ulrike Meinhof (1934 – 1976) , eine Journalistin und radikale Linke, die später zu eine der meist gesuchten Terroristinnen Deutschlands wurde.

 

Neu im Handel: Wanderbares Deutschland 2018

Wanderbares Deutschland 2018 erschienen

Wanderbares Deutschland 2018 erschienen

Das Jahresmagazin Wanderbares Deutschland 2018 ist erschienen. Schwerpunktthema des 212 Seiten starken Magazins ist „Wandern und Genießen“. Denn nicht nur die Naturlandschaften sind hierzulande besonders reizvoll. Viele Regionen faszinieren kulinarisch. Das gilt für die 13 Weinbaugebiete in Deutschland ebenso wie für zahlreiche Destinationen, deren kulinarische „Geheimtipps“ Chefredakteur Lutz Bormann zusammen mit Wanderempfehlungen präsentiert.

 

Ein weiteres Thema ist das Projekt des Deutschen Wanderverbandes „Natursport. Umwelt. Bewusst“. Dessen Ziel ist es, Kommunikationsstrategien zu entwickeln, mit denen nicht organisierte Natursportler erreicht werden, um Reibungspunkte zwischen ihnen und anderen Naturnutzern zu vermeiden. Natürlich geht es dabei auch um die Frage, wie Verantwortung für die Natur wahrgenommen wird.

 

Außerdem antwortet das Heft in einem eigenen Beitrag auf alle Fragen rund ums Familienwandern – was Kindern draußen Spaß macht? Ein weiterer Text beschäftigt sich damit „Wie Wandern sexy wurde“. Und Herausgeber Ulrich Pramann beschreibt in einem Essay, warum Wandern heute auch für junge Leute eine coole Sache ist.

 

Natürlich werden im Magazin wie immer auf weit über 100 Seiten die schönsten Wanderwege in Deutschland und dazu auch in Europa vorgestellt.

 

Wanderbares Deutschland 2018 kostet 5,90 Euro und ist ab dem 21. März erhältlich unter www.wanderbares-deutschland.de, beim Deutschen Wanderverband, im Buchhandel, an Bahnhöfen, gut sortierten Kiosken und unter www.mykiosk.com.

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Projekt „Natursport.Umwelt.Bewusst“ – Beirat stellt Weichen

Im Projekt „Natursport.Umwelt.Bewusst“ des Deutschen Wanderverbands (DWV) sind nach dem ersten Beiratstreffen gestern in Kassel die Weichen gestellt. Ziel des Projektes ist es, Kommunikationsstrategien zu entwickeln, mit denen nicht organisierte Natursportlerinnen und Natursportler erreicht werden, um Konflikte zwischen ihnen und anderen Naturnutzerinnen und Naturnutzern zu vermeiden. So soll ein Rahmen entstehen, der auch künftig die Entwicklung und Ausübung attraktiver Natursport-Aktivitäten ermöglicht und dabei dem Umweltschutz dient.

Im Einzelnen ist geplant, einen Dialogprozess zwischen allen beteiligten Nutzergruppen zu initiieren. Dafür sollen digitale Kommunikationskanäle der Natursporttreibenden identifiziert und erprobt werden. Ansätze zur Vermeidung von Nutzerkonflikten sollen gemeinsam mit allen Akteuren entwickelt werden und zwar unter der Maßgabe, sowohl für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes als auch für die Interessen anderer Nutzergruppen zu sensibilisieren.

Der Projektbeirat setzt sich zusammen aus 24 Vertretern von Verbänden und anderen Interessensgruppen. Neben den Akteuren verschiedener Natursportarten wie Wandern, Geocachen und Mountainbiken repräsentiert das Gremium Grundbesitzende, Parkverwaltungen, Naturschutz, Tourismus, Landwirtschaft sowie Jagd und Forst. Thematisiert wurden während der Sitzung in Kassel die bisherigen Möglichkeiten, mit Natursportreibenden in Kontakt zu treten. Mehr Aufschluss dazu soll eine geplante Befragung zum Kommunikationsverhalten von nicht organisierten Natursportlerinnen und Natursportlern bringen. Schließlich wurden die im Rahmen des Projektes geplanten Veranstaltungen vorbereitet.

Das DWV-Projekt „Natursport.Umwelt.Bewusst“ wird bis Juni 2019 gefördert durch das Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Infos: Jan Fillisch, Tel. 0561 / 9 38 73 -18, E-Mail: j.fillisch@wanderverband.de

 

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Neues Wanderwegenetz in Zeeland: auf den Perlenrouten unterwegs

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Wer die Provinz Zeeland im Südwesten der Niederlande besucht, wird schnell feststellen, dass diese mehr als lange Sandstrände und charmante Dörfer zu bieten hat. Neben dem klassischen Badeurlaub wird auch der Aktivurlaub in der Provinz immer beliebter, wobei sich Zeeland nicht nur als Fünf-Sterne-Radprovinz etabliert hat, sondern auch für Wanderer stets interessanter wird. Mit den drei bis fünf Kilometer langen Perlenrouten („Parelroutes“) hat die Provinz vor Kurzem ein neues Routensystem entwickelt.

Die Perlen finden, Zeeland entdecken!

Zeeland ähnelt einer großen Auster mit vielen schönen Perlen – und die Perlenrouten erschließen die verborgenen Schätze am Wegesrand. Manchmal sind die Perlen so gut versteckt, dass sie nur zu finden sind, wenn man genau hinsieht und hinhört. Am Wegesrand verraten Hinweise, was zu tun ist.

Bei den Perlenrouten wird die Umgebung der Wanderwege mit einbezogen, alles kann eine Rolle spielen. Bei diesen interaktiven Spaziergängen werden Augen und Ohren, Hände und Füße benötigt, was die Wanderungen zu einem großen Spaß für die gesamte Familie werden lässt. Mal muss ein Auftrag erledigt, mal etwas gesucht werden – ganz wie auf einer Schnitzeljagd. Die Perlenrouten können über die Zeeland-App heruntergeladen werden, Filme geben Hinweise zu den Touren.

Viele kurze Routen und eine lange Wanderung

In Zeeland finden sich unterschiedliche Perlenrouten für jeden Geschmack, alle widmen sich aber der Geschichte der Provinz. Zum Teil nutzen sie das bereits bestehende zeeländische Wanderwegenetz, sie erschließen aber auch neue Wege. Alle Teilabschnitte ergeben zusammengenommen eine lange Route: den „Oesterpad“, den „Austernweg“.

Immer am Meer entlang

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Auf den Perlenrouten unterwegs in der niederländischen Provinz Zeeland. Quelle: VVV Zeeland

Zeeland ist ein Land im Meer und blickt auf eine lange Vergangenheit am Wasser zurück. Der Kampf gegen die gefährlichen Seiten des Meeres gehört für die Zeeländer seit Jahrhunderten zum Alltag. Einen Tiefpunkt markierte die Flutkatastrophe im Jahr 1953, die die bislang größte in der Geschichte der Niederlande war. In der Nacht zum 1. Februar brachen zahlreiche Deiche und in großen Teilen der Provinz hieß es „Land unter“. Diesem furchtbaren Schicksalsschlag mit fast 900 Toten allein in Zeeland ist eine der Perlenrouten gewidmet, die „Watersnoodroute“ (Route zur Flutkatastrophe). Sie zeigt, wie die Zeeländer aus dieser Katastrophe gestärkt hervorgingen.

Durch Städte und Dörfer

Andere Perlenrouten führen durch Städte und Dörfer, die in der abwechslungsreichen Geschichte Zeelands eine große Rolle spielten. So lassen die vielen Denkmäler und historischen Gebäude in Zierikzee die Vergangenheit des Ortes als reiche Handelsstadt lebendig werden. Die Perlenroute in Westkapelle wiederum erinnert an die strategsiche Bedeutung, die das Dorf in der Westspitze der Insel Walcheren in den Kriegsjahren 1944/45 spielte. Und in Domburg wandern die Besucher auf den Spuren von Künstlern wie Piet Mondrian und Jan Toroop, die das besondere zeeländische Licht Anfang des 20. Jahrhunderts in das Seebad zog.

In der Natur

Die zeeländischen Perlenrouten entführen Wanderer auch immer wieder in die Natur, etwa in die Zeepeduinen nahe der Gemeinde Westerschouwen. Diese Dünenlandschaft empfiehlt sich (nicht nur) für Familienausflüge, bei denen die Shetlandponys, die hier grasen, beobachtet werden können. Und auch der Nationalpark Oosterschelde ist eine Perle Zeelands. Beim Spaziergang an den Ufern dieses Meeresarms im Mündungsdelta von Rhein, Maas und Schelde macht man Bekanntschaft mit der einzigartigen Flora und Fauna der Oosterschelde.

Die Perlenschnur wird immer länger

Die Perlenrouten lassen sich über die Zeeland-App herunterladen. Die App wird ständig aktualisiert, auch neue Routen kommen hinzu. Also immer wieder mal reinschauen, um die neuen Perlen Zeelands zu entdecken.

Weitere Informationen

 www.vvvzeeland.nl/de/sehen-und-erleben/wandern/perlenrouten/

 www.vvvzeeland.nl/de/bedienung/zeeland-app/

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117. Deutscher Wandertag beginnt in Eisenach – Weltweit größtes Wanderfest

Während der Eröffnungspressekonferenz zum 117. Deutschen Wandertag in Eisenach forderte DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß die Bundespolitik auf, die Arbeit der in seinem Verband organisierten Ehrenamtlichen stärker zu unterstützen.  Foto: J. Kuhr / Deutscher Wanderverband

Während der Eröffnungspressekonferenz zum 117. Deutschen Wandertag in Eisenach forderte DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß die Bundespolitik auf, die Arbeit der in seinem Verband organisierten Ehrenamtlichen stärker zu unterstützen.
Foto: J. Kuhr / Deutscher Wanderverband

Eisenach und die Wartburgregion sind während des 117. Deutschen Wandertages vom 26. bis zum 31. Juli Ziel von Wanderinnen und Wanderern aus ganz Deutschland und Europa. Der Deutsche Wanderverband (DWV) rechnet mit vielen Tausend  Besuchern. Zu den Gästen gehören Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, sowie Wolfgang Tiefensee, Wirtschafts- und Wissenschaftsminister in Thüringen. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß mahnt in Eisenach mehr Unterstützung durch die Politik an. Andernfalls seien ehrenamtliche Tätigkeiten wie die Planung und Markierung von Wanderwegen als Fundament für den boomenden Wandertourismus nicht mehr zu leisten.

 

Eisenach – Während der Eröffnungspressekonferenz in Eisenach sagte DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß heute, dass das Wandern nicht nur die Wirtschaft fördere sondern auch dem Naturschutz diene. Außerdem sei es nachweislich integrierend und in jedem Alter gesund. „All dies ist in der Bundespolitik offenbar noch nicht angekommen. Es ist höchste Zeit, dass sich daran etwas ändert“, so der Präsident.

 

Längst überfällig sei die finanzielle Unterstützung und politische Wertschätzung des Ehrenamts. Eine neue Bundesregierung müsse endlich dafür sorgen, dass den Ehrenamtlichen wenigstens ein Teil ihrer finanziellen Aufwendungen für die Wegearbeit aus staatlichen Mitteln erstattet werde. Hier sei Deutschland in Europa Schlusslicht. Durchschnittlich würden Organisationen in Europa, die für das Wandern zuständig sind, 19 Euro aus staatlichen Mitteln pro Kilometer markierter Wanderwege erhalten. In Deutschland seien es nur fünf Euro. Das habe eine Befragung der Europäischen Wandervereinigung gerade ergeben.

 

Als weiteres Beispiel des ehrenamtlichen Engagements im Deutschen Wanderverband nannte Rauchfuß die Arbeit mit Kindern und Familien. Rauchfuß: „Wandern ist gesund und hilft ganz nebenbei, Kinder für die Natur zu begeistern.“  So fördere die DWV-Initiative „Let’s Go – Familie, Kids und Kitas“ die Bewegung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren und Familien. Dafür arbeiten Familien- und Ortsgruppen von Wandervereinen mit Kindergärten und Kindertagesstätten (Kitas) zusammen. Einmal wöchentlich finden gemeinsame Wanderungen in den Kitas statt, einmal im Monat gibt es Wanderungen für alle am Projekt beteiligten Familien. Damit möglichst viele Menschen von der Initiative profitieren, veranstalte der Verband im September ein großes Symposium. Konkrete Tipps zum Wandern mit Kindern und Familien gebe außerdem eine neue DWV-Flyer-Reihe mit Rezepten, konkreten Wander-Tipps und zu Kooperationen von Familienwandergruppen und Kitas.

 

Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, spricht während der Feierstunde des Deutschen Wandertages am Sonntag, 30. Juli. „Thüringen und Wandern gehören einfach zusammen! Mit 710 Millionen Euro Umsatz im Jahr ist Wandern ein bedeutender Markt für Thüringen. Die Potenziale sind längst noch nicht ausgeschöpft. Vermehrt wollen wir Gäste aus dem Ausland gewinnen. Diesem Ziel dient die Ausrichtung der Angebote auf bestimmte Bereiche: Gelegenheitswanderer, ambitionierte Wanderer, Familien mit kleinen Kindern, Menschen mit Handicaps.

Nicht nur die Wanderwege auch die Unterkünfte und die Gastronomie müssen deshalb Premiumqualität erreichen, denn auch diese Landschaft um Tisch und Bett muss genauso gepflegt werden wie die vielen Wanderwege in unserem Land“, so der Ministerpräsident.

 

Zur Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Wandertages wird Wolfgang Tiefensee, Wirtschafts- und Wissenschaftsminister in Thüringen, die nach Eisenach gereisten Gäste am Donnerstag, 27. Juli, begrüßen. Tiefensee sieht im Wandertourismus ebenfalls einen wichtigen Wirtschaftszweig für Thüringen: „Der Wandertourismus erwirtschaftet fast ein Viertel des gesamten touristischen Jahresumsatzes im Freistaat“, so Tiefensee, „damit liegt er gleichauf mit wichtigen Thüringer Industriezweigen wie dem Maschinenbau oder der Nahrungsmittelindustrie. Thüringen ist ein Wanderland.“ Der Marktanteil des Freistaats am Tourismussegment „Wandern“ liege bundesweit bei neun Prozent. Das Land verfüge über ein 17.000 Kilometer umfassendes Wanderwegenetz. 7.500 Kilometer davon würden derzeit zu Qualitätswanderwegen entwickelt werden. Das Ehrenamt sei aus dem Wirtschaftszweig „Wandertourismus“ nicht wegzudenken. Tiefensee: „Ohne ehrenamtliches Engagement könnten wir den Wanderern eine so ausgezeichnete Infrastruktur nicht bieten. Die zuverlässige Markierung der Wege zum Beispiel ist ohne das Engagement in den Wandervereinen gar nicht denkbar.“

 

Der Deutsche Wanderverband als Veranstalter des Deutschen Wandertages hat gemeinsam mit dem Rennsteigverein sowie der Stadt Eisenach und dem Wartburgkreis als Ausrichter der Veranstaltung ein vielfältiges Programm für den Wandertag erarbeitet. Es gibt eine Tourismusmesse, ein großes Rahmenprogramm und viele geführte Wandertouren. Passend zum Lutherjahr wird es für die 95 Thesen des Reformators 95 Touren mit Luherbezug geben. Rauchfuß: „Das Motto des Wandertages ´Wandern auf Luthers Spuren` hätte kaum besser gewählt sein können.“ Dazu seien mit dem UNSECO-Weltkulturerbe Wartburg und dem UNESCO-Weltnaturerbe Hainich zwei wirkliche Sehenswürdigkeiten in der Wandertagsregion zu erleben.

Rauchfuß dankte den insgesamt 270 Wanderführerinnen und Wanderführern für ihr Engagement: „Fast 300 geführte Touren während des 117. Deutschen Wandertages – das ist wahrlich eine tolle Leistung.“ 

Traditionell tagen während des Wandertages auch die Vereinsvorsitzendenden der im DWV organisierten Vereine sowie der DWV-Vorstand und die Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Fachbereiche wie etwa „Wege“, „Kultur“ und „Naturschutz“. Schließlich findet auch die DWV- Mitgliederversammlung in Eisenach statt.

Höhepunkt des Deutschen Wandertages ist traditionell der Empfang der Wandertagswimpel-Gruppe, in diesem Jahr am Donnerstag. Der Wandertagswimpel als „Olympisches Feuer“ des Deutschen Wandertages wird traditionell von Vertretern des Wandervereines, in dessen Region das Großereignis im Vorjahr stattgefunden hat, zum Austragungsort des kommenden Wandertages zu Fuß gebracht. In diesem Jahr wird die Gruppe nach einem rund 550 Kilometer langen Fußmarsch aus Sebnitz in Eisenach eintreffen. Fast schon legendär sind auch die großen Festumzüge während der Deutschen Wandertage am Sonntag.

Der Deutsche Wanderverband veranstaltet einmal im Jahr gemeinsam mit einem Mitgliedsverein und regionalen Partnern den Deutschen Wandertag. Er gilt als weltweit größtes Wanderfest mit bis zu 30.000 Gästen. Der 118. Deutsche Wandertag wird vom 15. bis 20. August 2018 im Teutoburger Wald stattfinden. Wandertagshauptstadt ist dann Detmold. Austragungsregion des 119. Deutschen Wandertages vom 3. bis 8. Juli 2019  ist das Sauerland mit Schmallenberg/Winterberg als Wandertagshauptstadt.

 

Seit 1883 vertritt der Deutsche Wanderverband (DWV) gegenüber Politik und Behörden die Interessen seiner Mitglieder. Als Dachverband von rund 60 landesweiten und regionalen Wanderorganisationen mit rund 600.000 Mitgliedern hat der DWV wichtige Initiativen wie das Schulwandern, das Gesundheitswandern oder die Ausbildung von Wanderführern ins Leben gerufen. Außerdem zertifiziert der DWV im Rahmen seiner Qualitätsinitiative „Wanderbares Deutschland“ Regionen, Wege und Gastgeber, wenn sie sich besonders gut für Wanderer eignen.

Fachforum Wandern 2017 – Wandern belebt Wirtschaft

Fachforum Wandern auf der ITB 2017, Foto: DWV

Fachforum Wandern auf der ITB 2017, Foto: DWV

Wandern ist die beliebteste sportliche Aktivität von Deutschlandurlaubern aus dem Ausland. Das hat Christiane Wahl von der Deutschen Zentrale für Tourismus während des Fachforums Wandern berichtet. Weitere Themen in Berlin waren Wandern und Kulinarik, Griechenland als neue europäische Wanderdestination und das neue Kompetenzzentrum Wandern im Kreis Lippe. Auf besonders großes Interesse stieß der Tag des Wanderns am 14. Mai.

 

Dass das Wandern für den Tourismus in Europa immer wichtiger wird, beweisen nicht nur die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des vom Deutschen Wanderverband (DWV) in Kooperation mit der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) im Rahmen der ITB am 10. März organisierten Fachforums Wandern.  Die gestiegene Bedeutung spiegelt sich auch im Auslandsmarketing der DZT wider. Statt wie bisher in vier Sprachen stellt die DZT das Wandern in Deutschland auf der zentralen Internetplattform nun in acht Sprachen dar. Bedeutendste Quellmärkte sind die Niederlande, Schweiz, Polen, Belgien und Frankreich. Die intensive Auslandsvermarktung erfolgt marktspezifisch mit Fokus auf Online- und Social Media-Aktivitäten. Allein auf www.germany.travel/wandern werden 50 Wanderwege – kategorisiert nach Zielgruppen wie Familien, Kulturinteressierte oder Genießer ­– präsentiert. Damit habe die DZT darauf reagiert, dass gemäß  aktueller Auswertungen des DZT-Qualitätsmonitors heute 14 Prozent der ausländischen Gäste während Ihres Deutschland-Urlaubs Wandern. Und somit das  Wandern vor Radfahren und Schwimmen – weiterhin die beliebteste sportliche Aktivität von Deutschlandurlaubern darstellt.

 

Auf die zunehmende Bedeutung des Wanderns für die regionale Wirtschaft regieren viele Regionen mit entsprechenden Angeboten. Der Kreis Lippe hat nun sogar ein Kompetenzzentrum Wandern gebaut. Das WALK – die Abkürzung steht für Wandern, Austausch, Lernen, Kompetenz – liegt direkt am Qualitätsweg „Wanderbares Deutschland“ Hermannsweg und bündelt laut Günter Weigel von der Tourismus & Marketing GmbH die „Wanderkompetenz der Region“. Das Zentrum diene dem Geodatenmanagement  und der Geoinformation ebenso wie dem Aufbau der Wanderinfrastruktur. Ganz praktisch kümmere man sich im WALK dabei auch um die Überarbeitung und Neuauszeichnung bestehender Wanderwege inklusive eines Wanderwegekatasters. Eine der ersten öffentlichkeitswirksamen Aktionen des WALK ist der „E1|R1 Photo Award“. Der internationale Fotowettbewerb für Amateur- und Profi-Fotografen rückt die beiden Europäischen Fernwege E1 für Wanderer und R1 für Radwanderer, die sich unweit des WALK im Teutoburger Wald bei Detmold kreuzen, in den Blick. Unterstützt wird der Wettbewerb  vom Deutschen Wanderverband und der Europäischen Wandervereinigung (EWV).

 

Über das Trendthema Wandern und Kulinarik sprach DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks in Berlin. Es werde beim Deutschen Wanderverband in diesem wie im kommenden Jahr einen Schwerpunkt bilden, so die Geschäftsführerin. Damit stärke der Verband nicht nur die DZT-Themenkampagne „Kulinarik“ sondern auch regionale Wertschöpfungsketten. Mitstreiter seien die bundesweit 1.600 Qualitätsgastgeber „Wanderbares Deutschland“. Schon am kommenden Tag des Wanderns am 14. Mai, den der Wanderverband  dank seines Hauptsponsors, der Sparkassen-Finanzgruppe, sowie weiterer Partner bundesweit veranstaltet, werde „regionaler Genuss“ fest verankert sein. 

 

Am Tag des Wanderns, für den in diesem Jahr Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Schirmherrschaft übernommen hat, zeigen Wandervereine, Naturparks, Gemeinden, Hotelier und Outdoor-Geschäfte mit eigenen Veranstaltungen, wie vielfältig das Wandern in Deutschland ist. Dass solch ein Tag auch in anderen Ländern auf großes Interesse stößt, beweisen Anfragen etwa aus Tschechien, sich mit eigenen Veranstaltungen am 14. Mai zu beteiligen, berichtete Dicks:  „Was als Tag des Wanderns in Deutschland begonnen hat, kann so vielleicht zum internationalen Tag des Wanderns werden.“

 

Lefteris Fafalis aus Griechenland hätte sicher nichts dagegen. Der Wanderwegekoordinator aus der Gemeinde Metsovo  sprach während des Wanderforums über die zunehmende Bedeutung des Wanderns auch für die Wirtschaft in Griechenland. Mit dem Ursa Trail im Nordwesten des Landes sei gerade der dritte Wanderweg in Griechenland als  europäischer Qualitätsweg, als „Leading Quality Trail – Best of Europe“, zertifiziert worden. Initialzündung der griechischen Qualitätsoffensive sei eine Veranstaltung der Deutsch Griechischen Versammlung (DGV) gewesen. Nach dem Ursa-Trail werde nun schon an einem weiteren Weg gearbeitet, der die gesamte Region Epirus erschließen soll.

 

Einen Überblich über alle europäischen Qualitätswege bietet eine Broschüre, die dem in Berlin ebenfalls vorgestellten neuen Magazin Wanderbares Deutschland 2017 beigelegt ist.

TourNatur 2016: Aussteller auf dem DWV-Gemeinschaftsstand

Foto: TourNatur

Foto: TourNatur

Wie in den vergangenen Jahren hat sich auch in diesem Jahr eine Reihe von Partnern des Deutschen Wanderverbandes (DWV) während der TourNatur in Düsseldorf zusammengeschlossen. Wie vielseitig das Angebot auf dem DWV-Gemeinschaftsstand in Halle 6 ist, zeigen einige Beispiele.
KOMPASS-Karten ist Europas größter Produzent von Karten und Büchern rund ums Wandern, Fahrradfahren und um den Wintersport. 1.300 Titel locken zu sportlichen Aktivitäten in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Elsass/Vogesen, Norditalien, Toskana und Umbrien, Korsika, Mallorca, Gran Canaria, Azoren und Madeira. Auch digital ist KOMPASS in Bewegung: Die KOMPASSApps gibt es unter www.kompass.de/app zum Download. (Stand6G21, www.kompass.de)
Ebenso präsentiert sich das Präventionsprogramm „Älter werden in Balance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am DWV-Gemeinschaftsstand in Düsseldorf. Das Programm unterstützt ältere Menschen darin, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden durch mehr körperliche Aktivität möglichst lange zu erhalten. Im Zentrum steht dabei, die hervorragende Bedeutung von körperlicher Aktivität für Gesundheit und Wohlbefinden zu vermitteln. Hierzu erarbeitete die BZgA gemeinsam mit dem Deutschen Wanderverband die Broschüre „Wandern – Bewegung, die gut tut“ und veröffentlichte diese am 19. Mai 2016. Die Broschüre ist kostenlos unter www.bzga.de/infomaterialien/gesundheit-aelterer-menschen/ bestellbar und steht dort auch zum Download bereit. Neben der Motivation zu mehr Bewegung im Alltag werden qualitätsgesicherte Bewegungsprogramme für ältere Menschen entwickelt, die sich ohne großen Aufwand in das alltägliche Leben integrieren lassen. Das Programm wird finanziell vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) unterstützt. Weitere Informationen über das Präventionsprogramm erhalten Sie unter: www.aelter-werden-in-balance.de (Stand: 6F04, www.bzga.de)
Von der hohen Güte des Wandererlebnisses in der grünen Freizeitregion Sauerland können sich Besucher am Stand des Sauerland-Tourismus überzeugen. Die Wanderexperten präsentieren hier unter anderem die neu zertifizierten Qualitätswege Sauerland-Waldroute und Rothaarsteig, aber auch den  Sauerland-Höhenflug und den Veischeder Sonnenpfad, die erneut das Zertifikat  Wanderbares Deutschland erhalten haben. Unterstützt wird das Team des Sauerland-Tourismus vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV), einem Ranger des Landesbetriebs Wald und Holz NRW und den Sauerland-Wanderdörfern. Das Tourenportal am Messestand informiert desweiteren über tolle Wander- und Radfahrstrecken. (Stand 6G25, Infos: www.sauerland.com)
Neben dem Sauerland stellen sich eine Reihe anderer Wanderdestinationen in Düsseldorf vor. Ein absoluter Hingucker ist der Gemeinschaftsstand Waldecker Land, an dem sich der Nationalpark Kellerwald-Edersee, der Naturpark Kellerwald-Edersee, die Touristische Arbeitsgemeinschaft „Erlebnisregion Edersee“ sowie die Touristik Service Waldeck-Ederbergland GmbH mit Exponaten aus dem Buchenwald und Infos rund ums Wandern und Radfahren präsentieren. Allein im Naturpark und Nationalpark Kellerwald-Edersee (UNESCO-Weltnaturerbe) gibt es 3 zertifizierte Qualitätswanderwege (Urwaldsteig Edersee, Kellerwaldsteig, Ederhöhenpfad), 2 Premiumwege und über 80 markierte Rundwanderwege, eine Wanderbühne, die ihres Gleichen sucht. Außergewöhnliche Einblicke in alte und neue Wildnis eröffnen sich entlang des Urwaldsteig Edersee. Der Steig ist sicherlich der Königsweg für alle, die Schritt für Schritt Wildnis erfahren möchten. (Stand 6F22)
Viele wertvolle Informationen bietet auch der Stand des Deutschen Wandertages  2017 in Eisenach und der Wartburgregion. Der 117. Deutsche Wandertag findet vom 26. bis 31. Juli 2017 unter dem Motto  „Wandern auf Luthers Spuren“ statt. Die Touren durch den Hainich, den Thüringer Wald, das Werratal und die Rhön sowie die kulturellen Veranstaltungen sind im handlichen Programmbuch sowie online auf www.wandertag-2017.de zu finden. (Stand 6G19, www.wandertag-2017.de)
Das Paderborner Land hat den Deutschen Wandertag 2015 ausgerichtet. Am Stand präsentiert die westfälische Region ihre Qualitätswanderwege Viadukt Wanderweg und Paderborner Höhenweg sowie den vom ADFC ausgezeichneten Radweg Paderborner Land Route. Dazu gibt es aktuelle Infos zur Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe. Pauschalangebote zum Wandern, Radfahren und Tagestouren runden das Angebot ab. (Stand 6G15, www.paderborner-land.de)
Der Fläming ist weit über seine Grenzen als Wandergebiet bekannt. Vor allem der waldreiche Naturpark Hoher Fläming im Südwesten der Brandenburger Region lädt zu ausgedehnten Wandertouren ein. Ob eine Mehrtagestour von Burg zu Burg auf dem Burgendwanderweg oder eine Tagestour auf dem einzigartigen Internationalen Kunstwanderweg – beides zertifizierte Qualitätswanderwege – hier gibt es viele Möglichkeiten, die hügelige Fläminglandschaft aktiv zu erleben und Naturerlebnisse mit dem Besuch von Schlössern und Burgen zu kombinieren. (Stand 6G11, www.reiseregion-flaeming.de )
Das Wipptal in Tirol beeindruckt durch die idyllischen Seitentäler und bietet ein imposantes Wanderparadies in den Stubaier-, Tuxer- und Zillertaler-Alpen. Durch den exklusiven Service für Wanderer von Parkhotel Matrei und Almi’s Berghotel in Obernberg können die Berge mit Freude erlebt werden! (Stand 6F06)
Die Region Ennepe-Ruhr stellt auf dem DWV-Gemeinschaftsstand ihre reizvolle Landschaft mit ihren Flüssen, Seen und ihrem waldreichen Hügelland vor. Hier sind viele Freizeitaktivitäten möglich: Ob eine gemächliche Radtour an der Ruhr, ein Spaziergang durch historische Altstädte oder eine Schiffstour auf einem der Stauseen. Wer es lieber sportlich mag, kann wandern, kanufahren oder mountainbiken – für Jeden ist etwas dabei! Auch der Geschichtsfreund kommt bei alten Burgen, Wasserschlössern und Industriedenkmälern voll auf seine Kosten. Das Übernachtungsangebot ist groß und reicht von Hotels und Pensionen über Ferienwohnungen bis zu Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen. Einfach Gastgeberverzeichnis anfordern (Stand: 6G09, www.en-tourismus.de)!
Schon seit es die TourNatur gibt, präsentiert sich der Westerwald-Verein (WWV) als Repräsentant seiner Region und im Dienste der Heimat auf dem DWV-Gemeinschaftsstand. Zu seinen Kernaufgaben gehören der Umweltschutz, die Herausgabe von Heimatliteratur als Bestandteil der Heimatpflege, die Wegemarkierung, die Denkmalpflege sowie die Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit. Zu seiner Gründung war der WWV ein reiner Wanderverein. Auch heute ist dies noch das größte Aktivitätsfeld im Verein, jedoch hat sich das Selbstverständnis gewandelt. Es wird verstärkt die Förderung des Heimatgedankens durch z. B.  Heimatabende oder Mundartwettbewerbe durchgeführt. Der WWV kümmert sich außerdem intensiv um den Umweltschutz durch fachtechnische Stellungnahmen, Schulungen der Fachwarte und der Mitwirkung in den Landesverbänden. Auch die Denkmalpflege und die Landespflege gehören zu seinem Aufgabenbereich. Der Erfolg seiner Arbeit ist nicht nur die Werbung für den Fremdenverkehr im Westerwald, sondern vor allem die Verstärkung des Heimatbewusstseins der dort lebenden Menschen. (Stand 6G07, www.westerwaldverein.de)
Ebenfalls am DWV-Gemeinschaftsstand informieren der Verband Deutscher Naturparke (VDN) und EUROPARC Deutschland über ihre Arbeit. Der VDN  ist seit 1963 der Dachverband der Naturparke in Deutschland und unterstützt mit Beratung, Projekten und Ideen die Weiterentwicklung der Naturparke. Außerdem macht er ihre Aufgaben und Leistungen in der Öffentlichkeit bekannt, vertritt ihre Interessen auf politischer Ebene und fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Naturparken in Deutschland und Europa. EUROPARC Deutschland ist der gemeinnützige Dachverband der Nationalen Naturlandschaften – das sind die deutschen Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks. Sie stehen für die spektakulärsten und wertvollsten Landschaften Deutschlands von den Alpen bis zum Wattenmeer. (Stand 6G17, www.naturparke.de, www.europarc-deutschland.de)
Das der DWV-Gemeinschaftsstand auch jenseits von Europa attraktive Wanderdestinationen zu bieten hat, beweist die Präsenz Dominicas. Die Karibik-Insel ist voller Abenteuer. Die grüne Insel vulkanischen Ursprungs birgt Regenwälder, einsame Strände und unzählige Wasserfälle. Der längste Wanderpfad der Karibik schlängelt sich hier entlang der Spuren kolonialer Geschichte und durch archaische Vulkanlandschaften bis zum zweitgrößten kochenden See der Welt. Die Naturinsel ist Heimat der letzten Ureinwohner der Karibik – der Kalinago. Dominica ist ursprüngliche Karibik pur! (Stand 6F12, dominica@tropical-consult.de, www.discoverdominica.com)

Wandern komplett

Die Jugend zieht es in die Berge. Bei den coolen Outfits, die Lucas (18), Insa (16), Nicolas (14) und Matias (9) präsentieren ist das kein Wunder. Sie zeigten anlässlich des Fototermins zur 14. TourNatur, die am 2. September in der Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes parallel zum CARAVAN SALON 2016 startet, dass Wandermode heutzutage einfach Spaß beim Tragen macht. Foto: TourNatur

Die Jugend zieht es in die Berge. Bei den coolen Outfits, die Lucas (18), Insa (16), Nicolas (14) und Matias (9) präsentieren ist das kein Wunder. Sie zeigten anlässlich des Fototermins zur 14. TourNatur, die am 2. September in der Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes parallel zum CARAVAN SALON 2016 startet, dass Wandermode heutzutage einfach Spaß beim Tragen macht. Foto: TourNatur

Zur diesjährigen Messe TourNatur präsentiert der Deutsche Wanderverband (DWV) als Partner der Messe Düsseldorf eine Vielzahl von Themen. Sowohl am Gemeinschaftsstand, an dem u.a. die Themen „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ und die neue Wander-Erlebnis-App im Fokus stehen werden, als auch mit mehreren Fachvorträgen.

 

Traditioneller Höhepunkt der Messe ist die Verleihung der Qualitätszertifikate „Wanderbares Deutschland“, in diesem Jahr am Freitag, 2. September, ab 11:15 Uhr. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß wird die Zertifikate zusammen mit Lis Nielsen, Präsidentin der Europäischen Wandervereinigung, auf der großen Bühne in Halle 6 überreichen. Neben 18 Wanderwegen, die das Zertifikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ bekommen, erhält eine Region das Zertifikat „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“. Ein Schwerpunktthema am DWV-Gemeinschaftsstand  sind ebenfalls die „Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland“. Außerdem wird es an allen drei Messetagen Workshops zur neuen DWV-Wander-Erlebnis-App zur biologischen Vielfalt geben. Damit lassen sich Naturräume spielerisch erkunden und Hotspots biologischer Vielfalt mit anderen teilen. Nicht zuletzt hilft die App, Kinder und Jugendliche fürs Draußensein zu begeistern.

 

An beiden Messetagen gibt es auf dem Rastplatz Vorträge zum Thema Qualitätsregion „Wanderbares Deutschland“. Ein weiterer Schwerpunkt auf der Bühne in diesem Jahr werden die Europäischen Qualitätswege, die „Leading Quality Trails“, sein. Die attraktiven Wege gibt es inzwischen von Schweden bis Griechenland. Außerdem wird Lis Nielsen, Präsidentin der Europäischen Wandervereinigung, den ersten Leading Quality Trail überhaupt, den Lechweg, mit der Urkunde für die alle drei Jahre nötige Nachzertifizierung auszeichnen.

Das DWV-Fachforum am Samstag behandelt zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr das Thema „Wandern für alle – Wie geht Barrierefreiheit im Wandertourismus?“. Als Referenten vorgesehen sind Vertreter von „Tourismus für Alle Deutschland e.V“ (NatKo) sowie der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. Der DWV wird seine kurzen „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ mit dem Namen „komfortwandern“ vorstellen. Diese Wege sind für Wanderer konzipiert, die kurze, attraktive Strecken ohne physische Barrieren wie Stufen oder Schlaglöcher mit Ruhemöglichkeiten bevorzugen.

 

Die TourNatur in Düsseldorf hat sich zu einer der wichtigsten Wandermessen weltweit entwickelt. In diesem Jahr öffnet die Messe vom 2. bis 4. September in Halle 6 ihre Tore. Die Messe mit rund 275 Ausstellern widmet sich den Themen Ausrüstung, Beratung, Wanderregionen und Wanderwege. Dazu kommen eine spannende Mischung aus Aktionen sowie Sonderthemen und ein hochwertiges Fachprogramm. Im touristischen Bereich gibt es Informationen zu mehr als 5.000 Wanderdestinationen. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr ist ein riesiger Indoor-Klettersteig für die Besucher.

 

Die TourNatur ist von Freitag bis Sonntag täglich von 10.00 bis 18.00 geöffnet. Die Eintrittskarten gelten auch für den parallel stattfindenden CARAVAN SALON und kosten für Erwachsene 15 Euro (Online-Vorverkauf: 14 Euro). Kinder, Schüler und Studenten zahlen einen ermäßigten Eintrittspreis. Ermäßigungen gibt es außerdem als E-Ticket für Inhaber der DWV-Mitgliedskarte in Kombination mit dem unter www.wanderverband.de ausdruckbaren Messegutschein (10 Euro). E-Tickets gibt es auf www.tournatur.com. Alle Eintrittskarten beinhalten die kostenlose Hin- und Rückfahrt zum Messegelände mit allen VRR-Verkehrsmitteln am Tage des Messebesuches (DB 2.Kl., nur zuschlagfreie Züge).

 

Übrigens: Wer Lust hat, sein Messeerlebnis in Form eines Fotos mit nach Hause zu nehmen, sollte zum DWV-Stand kommen. Die dortige Fotobox steht allen Messebesuchern kostenlos offen.

Wanderreisen: Wo? Wie? Was muss ins Gepäck? Ziele, Reisearten, Anforderungen und Ausstattung für den „bewegten“ Urlaub

Wanderurlaub boomt. Die Lust auf Revivals – von der Mode bis zur Küche – bringt auch Jüngere auf Wanderkurs. Wichtig für den „bewegten“ Urlaub: Wo sind die schönsten Routen? Wie soll die Tour ablaufen? Und was muss ins Gepäck?

Wohin zum Wandern?
„Wandern geht überall. Von Island bis zu den Azoren, von Norwegen bis Sizilien oder weltweit. Wichtig sind abwechslungsreiche Routen und gute Wege mit wenig Asphalt und viel Natur rechts und links“, unterstreicht Daniel Kraus, geschäftsführender Gesellschafter von Wikinger Reisen. Der Marktführer für Wanderurlaub hat über 45 Jahre Wanderkompetenz und bietet allein in Europa rund 600 verschiedene Programme an. Hohes Aktivpotenzial haben u. a. Balearen, Kanaren, Österreich und Italien – etwa Veneto, Trentino, Sizilien oder Ligurische Küste. Ein Dauerbrenner ist Deutschland: von Usedom bis zur Müritz, vom Spreewald bis zu Harz oder Allgäu. Trendy sind Wanderfernreisen: z. B. Jordanien, Costa Rica, Brasilien, Namibia oder Südafrika „zu Fuß“.

Wie soll der Urlaub ablaufen – locker, moderat oder sportlich?
Wie anspruchsvoll der Trip sein soll, hängt von Lust und Kondition ab. Das Wikinger-Stiefelsystem kategorisiert von 1 bis 4: Der 1-Stiefel-Bereich hat Gehzeiten von drei bis vier Stunden und 100 bis 200 Höhenmeter. 3-4-Stiefel symbolisieren Laufzeiten von sieben bis acht Stunden und mehr als 1.000 Meter Höhendifferenz, z. B. am Himalaya oder Kilimandscharo, dem türkischen Ararat oder in Peru. Die meisten Wanderurlauber wollen etwas dazwischen: Am beliebtesten sind 1-2- und 2-Stiefel-Touren“, weiß Kraus.

… und welche Reisearten gibt es?
Mit durchdachten Reisearten reagiert der Veranstalter auf unterschiedliche Bedürfnisse. Gefragt ist ein Mix: Wanderstudienreisen mit dem Label „Natur & Kultur“ kombinieren leichte Wanderungen und Besichtigungen. Auch die Linien „aktiv & entspannt“ mit individuellem Freiraum oder „natürlich gesund“ setzen auf Vielfalt. Außerdem sind Themenwanderreisen angesagt: Wandern plus Gärten in Großbritannien, plus Kunst in Oberbayern, plus Küche in der Toskana, plus Fotografie auf Mallorca.

Geführt oder individuell wandern?
Geführt mit Reiseleiter oder individuell – das ist ein weiteres Kriterium. Viele schätzen das gemeinsame Wandererlebnis, andere möchten im eigenen Tempo die Natur erobern. Wikinger Reisen bietet bewusst beides an.

Was muss ins Gepäck?
„Das A und O sind gute Wanderschuhe“, unterstreicht Wanderreiseleiter Frank Mittelbach, der seit über 20 Jahren mit Wikinger-Gruppen auf Mallorca unterwegs ist. „Passend, eingelaufen und nicht zu alt – nach etwa sechs Jahren können sich Sohlen ablösen. Auch ein leicht zu tragender Tagesrucksack ist wichtig. Und schnell trocknende Kleidung weiß jeder zu schätzen, der mit Jeans mal so richtig nass geworden ist …“ Die Kosten für eine gute Wanderausstattung sind – verglichen mit anderen Sportarten – überschaubar. Grenzenlos ist nur die Auswahl der Ziele …

Bretagne 2016: Circuit de Locquéran – Die Römer in Plouhinec

Diese Wanderung entlang des Flusses Goyen lädt Sie ein, den Spuren der gallisch-römischen Bewohner der bretonischen Küste zu folgen. Diese errichteten ein Kastel am Ufer des Flusses und beherrschten damit die Mündung einer wichtigen Wasserstraße.

Der gut markierte Wanderweg führt fast bis zu dem mittelalterlichen Ort Pont-Croix, einer kleinen Hafenstadt mit einstmals wichtigen Handwerkerschulen. Die Kirche von Pont-Croix, die Sie auf einer langen Strecke entlang des Flusses im Blick haben, bildete das Vorbild für die Kathedrale von Quimper.

Ruhe und Entspannung bietet diese Wanderung, die zum Beispiel auch an den Austernbänken in der Flssmündung vorbeiführt. Bei Ebbe können Sie die Bänke und die Austernsäcke auf den Sandinseln mitten im Fluss gut erkennen. Vielleicht ist das auch eine gute Idee für ein Abendessen? Die Austernpreise in Audierne oder im Supermarkt um die Ecke sind nicht mit den deutschen Preisen zu vergleichen. Das Kilo Austern, durchschnittlich zwischen 11 und 13 Stück, kostet zur Zeit (März/April 2016) ab 5,90 Euro. Da lässt es sich herrlich dekadent sein und täglich Austern zur Vorspeise essen. Ein Tipp für die Küche: Die Austern aufbrechen, das überschüssige Wasser abgießen, mit klein geschnittenen Schalottenwürfel bestreuen und mit frischer Zitrone beträufeln. Probieren Sie es aus.

Der Wanderweg führt auch am Schloss Locquéran vorbei, einem Herrensitz aus dem 19. Jahrhundert. Heute ist es in Appartments aufgeteilt und kann nur von außen besichtigt werden.

Zum Schluss kommen Sie an einem Schiffsfriedhof vorbei. Einige skurile und außergewöhnliche Fotomotive warten dort auf Sie.

Da Sie schon einmal nur eine Brückenbreite von Audierne entfernt sind, verpassen Sie nicht die großen Markttage in Audierne mit einem schier unerschöpflichen Angebot an regionalen Produkten. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Meeresfrüchten – aber alle anderen Angebote sollten Sie sich auch nicht entgehen lassen. Frankreich ist so vielfältig – und die Bretagne bekannt für Gemüse und Erdbeeren.

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