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Schlagwort: Tag des Wanderns

Tag des Wanderns am 14. Mai – Von Rügen bis zur Zugspitze

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, zugleich Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV) und des Schwäbischen Albvereins, welcher in diesem Jahr die Zentralveranstaltung bei Stuttgart ausrichtete, betonte den Wert der ehrenamtlichen Arbeit für die Gesellschaft: „Die in unseren Vereinen organisierten Menschen sichern mit der ehrenamtlichen Planung und Pflege von Wanderwegen nicht nur die Grundlage für den hierzulande boomenden Wandertourismus. Sie kümmern sich auch um den Naturschutz und sorgen mit Kulturveranstaltungen dafür, dass Menschen etwa aus Syrien, die in Deutschland Schutz suchen, sich in der neuen Heimat besser integrieren.“ Foto: J. Kuhr / Deutscher Wanderverband

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, zugleich Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV) und des Schwäbischen Albvereins, welcher in diesem Jahr die Zentralveranstaltung bei Stuttgart ausrichtete, betonte den Wert der ehrenamtlichen Arbeit für die Gesellschaft: „Die in unseren Vereinen organisierten Menschen sichern mit der ehrenamtlichen Planung und Pflege von Wanderwegen nicht nur die Grundlage für den hierzulande boomenden Wandertourismus. Sie kümmern sich auch um den Naturschutz und sorgen mit Kulturveranstaltungen dafür, dass Menschen etwa aus Syrien, die in Deutschland Schutz suchen, sich in der neuen Heimat besser integrieren.“
Foto: J. Kuhr / Deutscher Wanderverband

Rund 16.000 Menschen haben bundesweit an den Veranstaltungen zum Tag des Wanderns am 14. Mai teilgenommen. Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren es noch 3.500. 17 Teilnehmer hatte die Gesundheitswanderung der Weilburger Wanderschule.

 

Im Vergleich zur Premiere des Tages des Wanderns im Jahr 2016 hat sich in diesem Jahr nicht nur die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vergrößert. Auch die Zahl der Veranstaltungen hat sich mehr als verdoppelt. Der Deutsche Wanderverband (DWV) als Veranstalter des Tages registrierte im vergangenen Jahr bundesweit rund 220 Veranstaltungen. In diesem Jahr meldeten dem Deutschen Wanderverband neben den 58 DWV-Mitgliedsorganisationen Umwelt-, Tourismus-, Sport- und andere Organisationen über 450 Veranstaltungen, während der sich die Menschen von der Vielfalt des Wanderns überzeugen konnten. Auch in den Nachbarländern gab es in diesem Jahr Angebote zum Tag des Wanderns am 14. Mai. Etwa im niederländischen Haelen, wo sich die Wanderer auf die Spuren von Biber und Eisvogel begaben. Die nördlichste Tour organisierte das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl in Sassnitz auf Rügen. Ganz im Süden, in der Zugspitz Region, verzauberte eine Enzianblütenwanderung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

Insgesamt konnte das Programm zum Tag des Wanderns kaum vielfältiger sein: Kurzausflüge, Tagestouren, Familien-, Senioren- und Gesundheitswanderungen, Naturführungen,  Kulturtouren und kulinarische Wanderungen – für jeden Geschmack war etwas dabei. Wie im vergangenen Jahr bot der Tag ein Schaufenster der Vielfalt des Wanderns. Wie groß das Interesse an den Angeboten zum Tag des Wanderns war, illustriert, dass die vom Deutschen Wanderverband eingerichtete Homepage www.tag-des-wanderns.de über 50.000 mal angeklickt wurde.

 

Während der Zentralveranstaltung zum Tag des Wanderns bei Stuttgart sagte der auch für den Tourismus zuständige baden-württembergische Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, dass der Wandertourismus in Baden-Württemberg ein außerordentlich wichtiger Wirtschaftszweig sei: „Der baden-württembergische Tourismus ohne Wandern wäre wie ein Sommer ohne Sonne. Baden-Württemberg bietet allein auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald rund 47.000 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege. Durch den Wandertourismus verzeichnen wir im Land rund vier Millionen Übernachtungen und rund 45 Millionen Tagesreisende pro Jahr.“ Insgesamt würden 625.000 Menschen in Baden-Württemberg im Tourismus arbeiten. „Das sind mehr als in der Autoindustrie und die Arbeitsplätze im Tourismus lassen sich nicht ins Ausland verlagern – die gibt`s nur hier“, so Wolf.

 

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, zugleich Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV) und des Schwäbischen Albvereins, welcher in diesem Jahr die Zentralveranstaltung bei Stuttgart ausrichtete, betonte den Wert der ehrenamtlichen Arbeit für die Gesellschaft: „Die in unseren Vereinen organisierten Menschen sichern mit der ehrenamtlichen  Planung und Pflege von Wanderwegen nicht nur die Grundlage für den hierzulande boomenden Wandertourismus. Sie kümmern sich auch um den Naturschutz und sorgen mit Kulturveranstaltungen dafür, dass Menschen etwa aus Syrien, die in Deutschland Schutz suchen, sich in der neuen Heimat besser integrieren.“

 

Auch PStS Hans-Joachim Fuchtel MdB, Beauftragter der Bundeskanzlerin für die deutsch-Griechische Versammlung, sprach über das Wandern als einem wichtigen Wirtschaftsfaktor, der auch in Griechenland die Wirtschaft nachhaltig belebe. Dabei seien Kooperationen mit dem Deutschen Wanderverband für alle Beteiligten hilfreich. „Der Austausch ist ein Gewinn für beide Seiten!“, so Fuchtel.

 

Aloys Steppuhn, 1. Vizepräsident der Europäischen Wandervereinigung EWV (Landrat a.D.), sprach während der Zentralveranstaltung vom Wandern als grenzüberschreitende, Nationen verbindende Aktivität. Sie sei angesichts der Krise, die Europa gerade durchlebe, besonders wichtig. Das gemeinsame Wandern in Europa, für das sich die EWV etwa mit Europäischen Wanderfesten stark mache, sei ein gutes Mittel gegen Engstirnigkeit und Nationalismus. „Wandern erweitert den Horizont und verbindet“, so Steppuhn.

 

Schirmherr des diesjährigen Tages des Wanderns war Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

 

Möglich wurde der Tag des Wanderns nur, weil viele Mitglieder und Organisationen den Deutschen Wanderverband bei diesem Thementag unterstützen. Besonders dankt der Deutsche Wanderverband dem Schwäbischen Albverein, der eine vielfältige und informative Zentralveranstaltung in toller Atmosphäre auf die Beine gestellt hat. Ebenfalls sehr dankbar ist der Verband dem Hauptsponsor, der Sparkassen-Finanzgruppe, aber auch den Partnern Wikinger Reisen und der Kompass Karten GmbH für ihre Unterstützung.

 

Der Tag des Wanderns hat im vergangenen Jahr bundesweit Premiere gefeiert. Seitdem ist der 14. Mai – an diesem Tag wurde im Jahr 1883 der Deutsche Wanderverband gegründet – als Tag des Wanderns fest im Jahreskalender verankert.

Längst überfällig – Tag des Wanderns am 14. Mai – erstmals 2016 ausgerufen

Thueringen, Keltenerlebnisweg,  Foto: A. Hub / Deutscher Wanderverband

Thueringen, Keltenerlebnisweg, Foto: A. Hub / Deutscher Wanderverband

Soviel Einigkeit war selten. Während der Auftaktveranstaltung zur Premiere des „Tages des Wanderns“ in Berlin lobten die tourismuspolitischen Sprecher aller im Bundestag vertretenen Fraktionen die Einführung eines solchen Tages. Das Thema Wandern, so die einhellige Bewertung, biete so viele positive Aspekte, dass ein „Tag des Wanderns“ längst überfällig gewesen sei.

Die Auftaktveranstaltung zur Premiere des „Tages des Wanderns“ am 14. Mai ist heute mit einer geführten Wanderung für etwa 100 Gäste vom Deutschen Bundestag in den Tiergarten zu Ende gegangen. Zu der Veranstaltung eingeladen hatten der Ausschuss für Tourismus des Deutschen Bundestages und der Deutsche Wanderverband (DWV).

Der „Tag des Wanderns“ feiert in diesem Jahr bundesweit am 14. Mai Premiere. Ziel des Tages ist es, dem Wandern und dem dafür notwendigen ehrenamtlichen Engagement in seiner Vielfalt eine Stimme zu geben. Dabei soll der Tag zum einen Lust auf`s Wandern machen. Denn Wandern ist gesund. Nachgewiesen ist etwa, dass die regelmäßige Bewegung in der Natur das Herz-Kreislaufsystem des Menschen stärkt. Auch die psychologischen Effekte sind beachtlich – sogar leichte Formen einer Depression lassen sich mit Wanderungen nachweislich behandeln. Heike Brehmer, MdB (CDU/CSU), Vorsitzenden des Ausschusses für Tourismus: „Das Wandern bildet ein wichtiges Fundament für unseren Tourismus in Deutschland. Der Tag des Wanderns gibt den Wandervereinen und den vielen ehrenamtlich Tätigen eine Stimme und zeigt eindrucksvoll die Vielfalt der beliebtesten Outdoor-Aktivität der Deutschen. Im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages unterstützen wir den Aktionstag tatkräftig.“

Neben diesen Aspekten soll der „Tag des Wanderns“ der Öffentlichkeit bewusst machen, wie viele Themen die im Deutschen Wanderverband organisierten Vereine und Verbände mit rund 600.000 Mitgliedern ehrenamtlich bearbeiten und damit eine wichtige gesellschaftliche Funktion ausüben. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß: „Wer weiß schon, dass die rund 300.000 Kilometer Wanderwege meist von unseren Ehrenamtlichen oder denen befreundeter Organisationen betreut werden – von der Planung bis zur Markierung. Und wer weiß, wie sehr sich die Wandervereine im Naturschutz sowie in der Kultur- und Heimatpflege engagieren. Dazu kommen die Unterhaltung von Wanderhütten, die Förderung von Familie und Jugend sowie das Engagement für das wichtige Thema Gesundheit.“

Zusammengenommen seien dies mehr als genug Gründe dafür, einen bundesweiten „Tag des Wanderns“ zu initiieren, so die Sprecher der im Ausschuss für Tourismus vertretenen Fraktionen Daniela Ludwig, MdB (CDU/CSU), Gabriele Hiller-Ohm, MdB (SPD) sowie Thomas Lutze, MdB (Die Linke) und Markus Tressel, MdB (Bündnis 90/Die Grünen). Gerne habe der Ausschuss deswegen die Botschafterrolle für den Tag übernommen.

Zum „Tag des Wanderns“ am 14. Mai haben die unter dem Dach des DWV organisierten Vereine und deren Partnerorganisationen über 220  Veranstaltungen in allen 16 Bundesländern auf die Beine gestellt. Dass sie damit auf großes Interesse stoßen zeigt, dass die interaktive Karte auf www.tag-des-wanderns.de, die über die Angebote informiert, schon jetzt über 10.000  Mal aufgerufen wurde. Ob eine abenteuerliche Familienwanderung in der Eifel, ein Wegemarkierungskurs im Schwarzwald oder eine Wanderung für Blinde in Kassel: Die Angebote zum „Tag des Wanderns“ sind so vielseitig wie das Wandern und das dazugehörige Engagement selbst.

Über einige Themen informierten sich die Besucher der Auftaktveranstaltung in Berlin während einer Wanderung vom Jakob-Kaiser-Haus in den Tiergarten. So berichteten Schüler und Lehrer der „Draußenschule“ Lichterfelde über ihre Erfahrungen damit, an einem Tag in der Woche in der Natur unterrichtet zu werden beziehungsweise zu unterrichten. Schulleiter Hans-Dieter Weiß: „Draußen in der Natur sind die Schülerinnen und Schüler am besten zum Beispiel für das wichtige Thema biologische Vielfalt zu gewinnen. Eine Stunde draußen bringt bei vielen Themen mehr als ein ganzer Tag im Klassenraum. Das gilt selbst für die Mathematik.“

Ebenfalls während der Abschlusswanderung gab es für die Gäste der Auftaktveranstaltung eine kleine DWV-Gesundheitswanderung zu probieren. Während dieser Wanderungen gibt es an besonders schönen Plätzen in der Natur gemeinsame Übungen, die Koordination, Kraft, Ausdauer und Entspannung verbessern.

Für den ersten „Tag des Wanderns“ am 14. Mai rechnet der Deutsche Wanderverband mit bundesweit über 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Der „Tag des Wanderns“ wird nach 2016 jährlich stattfinden. Viele weitere Informationen unter: www.tag-des-wanderns.de

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