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Blick nach … Frankfurt – MMK 1 Soziale Fassaden

Martin Kippenberger, NO NATI, 1987 DekaBank Kunstsammlung, © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Martin Kippenberger, NO NATI, 1987
DekaBank Kunstsammlung, © Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Ein Dialog der Sammlungen des MMK und der DekaBank vom 30. Mai bis 9. September 2018

(Weilburg, im Mai 2018, KS) Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eröffnet am 30. Mai die Ausstellung „Soziale Fassaden“. Bis zum 9. September können Besucherinnen und Besucher erstmals im MMK 1 einen Dialog der Sammlungen des MMK und der DekaBank sehen. Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Deka erhält das MMK vier Hauptwerke aus der Sammlung der Bank als Schenkung. Diese umfasst raumgreifende Installationen von Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Michael Beutler und Tue Greenfort sowie eine Skulptur von Martin Kippenberger. Die Ausstellung „Soziale Fassaden“ zeigt darüber hinaus auch Arbeiten von Andy Hope 1930, Cerith Wyn Evans, Isa Genzken, Liam Gillick, Sarah Morris, Michael Pfrommer, Jeroen de Rijke/Willem de Rooij, Wilhelm Sasnal, Markus Sixay, Wolfgang Tillmans, Jonas Weichsel, Franz West und Heimo Zobernig.

MMK und Deka verbindet eine langjährige Partnerschaft beim Ausbau der Museumsammlung und als Gründungspartner des MMK 2. Neben ihrem Engagement für das MMK hat die DekaBank in den vergangenen 15 Jahren eine eigene Sammlung zeitgenössischer Kunst aufgebaut, in der sich vielschichtige Anknüpfungspunkte zur Sammlung des MMK finden. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sind in beiden Sammlungen mit umfangreichen Werkgruppen vertreten. Im Zuge der großzügigen Schenkung gibt es erstmals eine Ausstellung, die beide Sammlungen auf diese Bezüge hin untersucht und in eine direkte Gegenüberstellung führt.

Michael Pfrommer, Ohne Titel, 2015 DekaBank Kunstsammlung, Courtesy of the artist and Philipp Pflug Contemporary, Frankfurt, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Michael Pfrommer, Ohne Titel, 2015
DekaBank Kunstsammlung, Courtesy of the artist and Philipp Pflug Contemporary, Frankfurt, Foto/Photo: Wolfgang Günzel

Der Titel der Ausstellung „Soziale Fassaden“ ist einer Arbeit von Isa Genzken aus der Sammlung der DekaBank entlehnt. Er steht darüber hinaus auch für oft idealisierte gesellschaftspolitische und soziale Konstruktionen, die in den Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler als Trugbilder enthüllt werden. In Zeiten eines tiefgreifenden Wandels, der mit grenzübergreifenden Problemen wie Umweltverschmutzung, neuen zivilisatorischen Herausforderungen durch Urbanisierung und überholten kulturellen Idealbildern einhergeht, stellt die Ausstellung Fragen nach dem künstlerischen Umgang mit diesen Phänomenen. Die präsentierten Arbeiten legen offen, was hinter der Fassade des schier grenzenlosen Fortschrittsgedankens der Globalisierung passiert. So deckt etwa die Künstlerin Sarah Morris in ihrem Film „Beijing“ (2008), der während der perfekt inszenierten Olympischen Spiele entstanden ist, die tiefgreifenden Veränderungen der chinesischen Gesellschaft auf, die sich seit der Öffnung des Landes gen Westen abzeichnen. Dabei entwirft sie ein feinfühliges Porträt eines neokapitalistischen Staates in einer Phase zwischen extremer Selbststilisierung und Kontrollsucht.

Der Eintritt ins MMK 1 kostet 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Geöffnet ist das MMK 1 Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr. Montags ist das MMK geschlossen.

Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main
Telefon +49 69 212 30447
Fax +49 69 212 37882
E-Mail: mmk@stadt-frankfurt.de

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Warum nicht einen Tag in Frankfurt mit dem RMV planen? Die Tageskarte (Hin und Zurück) mit Umstieg in Wetzlar oder Gießen und am Frankfurter HBF kostet 23,80 Euro. Sie sind etwa 2 Stunden unterwegs.

U-Bahnlinie: U4, U5, Haltestelle Dom / Römer
Straßenbahn: 11, 12, Haltestelle Römer / Paulskirche
S-Bahnen (S1–S6): Haltestelle Konstablerwache
Von den Haltstellen Dom / Römer (U-Bahn) oder Römer / Paulskirche (Straßenbahn) sind es nur noch 3 Minuten Fußweg zum MMK.

Mit dem Auto:
A5 > Abfahrt Westkreuz Frankfurt > B648 > Dom / Römer folgen
A3, A66 > Abfahrt Offenbach / Kaiserlei > Dom / Römer folgen

Parkmöglichkeiten:
Parkhaus Dom / Römer, Domstraße 1, 60311 Frankfurt am Main
Parkhaus Konstabler, Töngesgasse 8, 60311 Frankfurt am Main

Blick nach Frankfurt – Fiona Tan. Geografie der Zeit im MMK 1

Fiona Tan, Diptych, 2006–11 Installationsansicht / installation view Stedelijk Museum, 2012 Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London Foto/photo: Gert Jan Van Rooij

Fiona Tan, Diptych, 2006–11
Installationsansicht / installation view Stedelijk Museum, 2012 Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London Foto/photo: Gert Jan Van Rooij

(KS, im Juli 2016) Vom 17. September 2016 bis zum 15. Januar 2017 zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main eine Ausstellung einer der außergewöhnlichsten Künstlerinnen unserer Zeit. In eindrucksvollen Bildern erzählt die indonesische Fotografin, Tochter eines indonesisch-chinesischen Vaters und einer australisch-schottischen Mutter, wie die eigene Vergangenheit unser Verständnis der Gegenwart prägt.

Die Künstlerin Fiona Tan (*1966) zählt zu den herausragenden Künstlerinnen ihrer Generation. In der Werkschau „Geografie der Zeit“ im MMK 1 stehen neben Hauptwerken aus ihrem filmischen Œuvre – wie die Doppelprojektion „Rise and Fall“, die sie 2009 für den Niederländischen Pavillon der Venedig Biennale produzierte – die neueste Entwicklung in ihrem Werk hin zu installativen Environments im Fokus. Fiona Tan verwendet Film, Fotografie, Installation, Audio und Text, um zentrale Fragen zur Identität des Menschen im 21. Jahrhundert zu stellen: Wie sehen wir uns selbst und was bestimmt unsere Perspektive auf das Andere? Ihre bewegenden und zutiefst menschlichen Werke untersuchen Geschichte und Zeit und unsere Verortung darin. In eindrucksvollen Bildern und Installationen erzählt Tan davon, wie die eigene Erinnerung unser Verständnis der Gegenwart prägt. In ihren Bildwelten lösen sich die Grenzen zwischen persönlichem und kollektiven Gedächtnis, Innen und Außen, Fiktion und Wirklichkeit auf. Erinnerung und Identität waren von Beginn ihrer künstlerischen Karriere wiederkehrende Themen in Fiona Tans Œuvre. Besonders das Thema der kulturellen Prägung spielt bedingt durch ihre Abstammung – Tan wurde als Kind von chinesisch-australischen Eltern in Indonesien geboren, wuchs in Australien auf und zog später in die Niederlande – eine entscheidende Rolle in ihrem Schaffen. Die Ausstellung im MMK 1 folgt mit Werken wie „Diptych“ (2006–11), filmischen Porträtaufnahmen von Zwillingen, über höchst elaborierte Video-Installationen wie „Nellie“ (2013), bis zu den jüngsten ‘mixed-media’-Werken wie „Ghost Dwellings“ und Objekt-Installationen wie „1 to 87“ diesen Leitmotiven, präsentiert in einer faszinierenden, von der Künstlerin entworfenen Ausstellungsarchitektur.

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main gehört zu den weltweit bedeutendsten Museen für Gegenwartskunst. Mit seinen großen Einzelausstellungen und seiner über 5.000 Werke umfassenden Sammlung internationaler Gegenwartskunst ist das MMK seit seiner Eröffnung im Jahr 1991 ein großer Anziehungspunkt für Kunstinteressierte.

Veranstaltungstipp: Mittwoch, 14. September 2016, 20 Uhr, Filmabend mit Fiona Tans erstem Kinofilm „History’s Future“ (2016) und Gespräch mit der Künstlerin im Deutschen Filmmuseum Eröffnung: Freitag, 16. September 2016, 20 Uhr im MMK 1

 

Öffnungszeiten & Preise:             Dienstag – Sonntag: 10 – 18 Uhr Mittwoch: 10 – 20 Uhr Montag: geschlossen

MMK 1* 12 Euro / ermäßigt 6 Euro Kombiticket** MMK 1|2|3 16 Euro / ermäßigt 8 Euro Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Jeden letzten Samstag im Monat freier Eintritt.

 

Mit dem RMV ab Weilburg (zum Beispiel): 

Weilburg ab 8:16 h, Gießen an: 8:42 h, Gießen ab: 8:54 h, Frankfurt-HbF an: 9:35 h U-Bahnlinie: U4, U5, Haltestelle Dom / Römer  Straßenbahn: 11, 12, Haltestelle Römer / Paulskirche  S-Bahnen (S1–S6): Haltestelle Konstablerwache Von den Haltstellen Dom/Römer (U-Bahn) oder Römer / Paulskirche (Straßenbahn) sind es nur noch 3 Minuten Fußweg zum MMK.

Der deutsche Beitrag auf der 55. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia 2013 im Französischen Pavillon

Künstlerisches Schaffen in Deutschland ist heute von vielfältigen Formen der Zusammenarbeit zwischen Künstlern aus aller Welt und einem internationalen intellektuellen und kulturellen Klima geprägt. Susanne Gaensheimer setzt daher ihre kritische Beschäftigung mit der Bedeutung der traditionellen Form nationaler Repräsentation in den Länderpavillons auf der Biennale in Venedig in diesem Jahr fort und schlägt vor, das Format des Länderpavillons als ein offenes Konzept und Deutschland nicht als hermetische nationale Einheit, sondern als aktiven Teil eines komplexen, weltweiten Netzwerkes zu verstehen. Aus diesem Grund hat die Kuratorin vier internationale KünstlerInnen aus unterschiedlichen Ländern eingeladen:
Romuald Karmakar
Santu Mofokeng
Dayanita Singh
Ai Weiwei
Auf Initiative der Auswärtigen Ämter Frankreichs und Deutschlands findet der deutsche Beitrag im Französischen Pavillon statt, und umgekehrt. Inhaltlich ist den vier Künstlern gemeinsam, dass sie in ihren Werken – in unterschiedlicher Form und mit individuellem Fokus – die vermeintliche Eindeutigkeit biografischer, nationaler und kultureller Identität hinterfragen und die Auflösung bestimmter Identitätsvorstellungen im Zuge der Modernisierung und Globalisierung ihrer jeweiligen Lebensrealitäten thematisieren.
Romuald Karmakar beschäftigt sich in seinen Arbeiten seit fast drei Jahrzehnten mit deutscher Geschichte, deutschen Themen, deutscher Identität und zeigt in seinen Filmen, dass politische Ideologisierung nicht mehr innerhalb nationaler Grenzen stattfindet, sondern ein europa- und weltweiter Prozess geworden ist.

Dayanita Singhs Bildwelt ist von einer Lebensform geprägt, in der klassische indische Gesellschafts- und Familientraditionen mit dem modernen Dasein aufeinanderstoßen. Das permanente Reisen als Fotografin in allen Teilen der Welt ist die Daseinsform, die ihr Leben und Arbeiten mehr bestimmt als die Verwurzelung mit ihrer Heimatstadt Delhi.

In Santu Mofokengs photographischen Serien, die für den deutschen Beitrag in Venedig
entstanden sind, prallen ebenfalls transnationale Entwicklungen, kulturelle Traditionen und persönliche Schicksale aufeinander. Seine Bilder zeigen, wie sich die restriktive Lebensrealität der Apartheid auch auf die spirituelle Identität der schwarzen Südafrikaner niedergeschlagen hat und sich Trauma und Erinnerung in die Landschaft eingeschrieben haben.

Der Verlust der kulturellen Identität durch die Kulturrevolution und die Veränderung der chinesischen Gesellschaft im Zuge der Modernisierung des Landes sind zentrale Themen im Werk von Ai Weiwei.

Alle vier Künstler haben für den deutschen Beitrag im Französischen Pavillon auf der 55. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale die Venezia 2013 neue Arbeiten entwickelt, die hier erstmals präsentiert werden.
Gaensheimer zur Arbeit am deutschen Beitrag: „Die Zusammenarbeit mit den Künstlern für die Entwicklung dieser Ausstellung war mehr als außergewöhnlich. Nicht nur, dass sie großzügig die Bedingungen einer Gruppenausstellung gemeinsam neu definiert haben, sie haben vor allen Dingen auch neue Arbeiten geschaffen. Arbeiten wie Karmakars Film 8. Mai, Singhs Projektion Mona and Myself, Weiweis Installation Bang oder Mofokengs Landschaften in der Provinz Mpumalanga im Nordosten von Südafrika, ermöglichen im Zusammenklang aller Arbeiten bewegende, verstörende und erhellende Querbeziehungen, die einen Erkenntnisgewinn im Ästhetischen anbieten, der weit über meine ursprünglichen Vorstellungen hinausgeht.“
Elke aus dem Moore, die Leiterin der Abteilung Kunst des Instituts für Auslandsbeziehung (ifa) kommentiert: „Deutschland ist ein Land, das von internationalen Bewegungen und Einflüssen geprägt ist und daraus schöpft. Susanne Gaensheimer widmet sich mit ihrem kuratorischen Konzept den zentralen Fragen unserer Zeit. Ihre Einladung ging an vier herausragende, international arbeitende Künstler, die in vielerlei Hinsicht mit Deutschland verbunden sind und die in ihren künstlerischen Arbeiten Fragen nach dem Miteinander in der Gesellschaft ins Zentrum stellen. – Durch den Tausch der Pavillons zwischen Deutschland und Frankreich wird auf symbolischer wie inhaltlicher Ebene die Auseinandersetzung mit Fragen zu gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen durch die Mobilität von Individuen weitergeführt.“

MMK 3 in Frankfurt: Dayanita Singh. Go Away Closer

Dayanita Singh bis 4. Januar im MMK 3, Foto: privat

Dayanita Singh bis 4. Januar im MMK 3, Foto: privat

Mit über 700 Fotografien gibt die international renommierte Fotografin Dayanita Singh im MMK 3 einen tiefen Einblick in die vergangenen 30 Jahre ihres künstlerischen Schaffens.

Ihre Ausstellung „Go Away Closer“ ist ein Museum im Museum: In sogenannten „museum structures“ ordnet Singh ihre Fotografien nach Themen und präsentiert sie in selbst entworfenen Displays. Diese Archivstrukturen stehen wie überdimensionale Bücher aufgefächert im Raum. Die hölzernen, vielfach veränderbaren, raumgreifenden Strukturen beinhalten jeweils zwischen 70 und 140 Schwarz-Weiß-Fotografien. Jede dieser Archivstrukturen zeigt eine von der Künstlerin edierte und in Sequenzen zusammengestellte Reihe von Arbeiten, die immer wieder neu geordnet und ergänzt werden kann.

Die Fotos verdichten sich zu fiktiven Erzählungen voller Verweisen und Rätseln. Den verschiedenen Displays hat die Künstlerin Titel wie „Museum of Little Ladies“, „Museum of Embraces“, „Museum of Machines“ oder „Museum of Chance“ gegeben. Singh verzichtet jedoch auf eine Beschriftung oder Datierung der einzelnen Fotografien.

Bekannt wurde Dayanita Singh, die sich selbst auch als „Book Artist“ bezeichnet, vor allem durch ihre sorgfältig gestalteten Künstlerbücher, die sie von Anbeginn als tragbare Museen betrachtete. Die Präsentationsweise der „museum structures“ geht auf diese Bücher zurück. „Diese besondere Art des Ausstellens verleiht den Bildern etwas Prozesshaftes, etwas, das nie abgeschlossen zu sein scheint. Mit den ‚museum structures’ erweitert Singh zudem die Vorstellung vom Umgang mit Fotografie hin zum Skulpturalen und Architektonischen“, sagt MMK Direktorin Dr. Susanne Gaensheimer. Die Balance zwischen eindringlicher Empathie und Distanz kennzeichnet Singhs technisch und handwerklich sehr genau gearbeiteten Fotografien. In ihren Bildern, denen eine melancholische Stimmung zugrunde liegt, findet Singh einfache Übersetzungen für komplexe Gefühlslagen. Wie in einem traumähnlichen Zustand verschmelzen in den fotografischen Essays unzählige Bilder ihrer Vergangenheit in Indien mit Wahrnehmungen der Gegenwart. Europäische Musik und Literatur sowie amerikanische Filmgeschichte fließen in ihre Arbeit ebenso ein wie die Menschen, Strukturen und Orte ihres Umfelds in Neu-Delhi.

Ergänzt wird die Ausstellung durch das erste Videowerk der Künstlerin, „Mona and Myself“, das für den Deutschen Pavillon der Venedig Biennale 2013 entstanden ist. Dayanita Singh beschreibt das eindrucksvolle Videoporträt als ihr erstes „moving still“: „Dieser Film veranschaulicht, worum es in meiner Arbeit wirklich geht: Es ist wie ein Traum, jener kurzer Moment zwischen Schlaf und Erwachen“, so die Künstlerin. Singh begegnete dem Protagonisten des Films, dem Eunuchen Mona Ahmed, bereits 1989 und seither verbindet beide eine enge Freundschaft. Dayanita Singh sagt über diese Arbeit: „Mona erzählt, wie es ist, wenn man weder hier noch dort dazu gehört, weder männlich ist noch weiblich, weder ein Eunuch noch jemand wie ich“.

Die Ausstellung wurde organisiert in Kooperation mit der Hayward Gallery in London.

Publikation: Aus Anlass der Ausstellung im MMK 3 publiziert Dayanita Singh ein neues Künstlerbuch unter dem Titel „Museum of Chance“ im Steidl Verlag, Göttingen. Die 88 Fotografien im Innenteil des leinengebundenen Buches erscheinen auch jeweils als Cover- und Rückseiten-Abbildungen, so dass es 88 verschiedene Versionen der Publikation gibt. Das englischsprachige Buch „Museum of Chance“ kostet 48 Euro und ist im MMK Shop erhältlich.

MMK Talk mit Dayanita Singh und Gerhard Steidl Donnerstag 23. Oktober, 19 Uhr Die Frage „How to make a book with Dayanita?“ wird Gesprächsgrundlage des MMK Talks sein. Der Verleger Gerhard Steidl diskutiert mit der indischen Künstlerin Dayanita Singh über den Entstehungsprozess ihrer Künstlerbücher und berichtet über eine Zusammenarbeit, die seit vielen Jahren Bestand hat. Singh, die sich selbst als „Buchkünstlerin“ bezeichnet, veröffentlicht schon seit vielen Jahren ihre Bücher im Steidl-Verlag. Der Talk wird von dem Kurator der aktuellen Ausstellung, Dr. Mario Kramer, moderiert, der das Werk von Singh seit vielen Jahren begleitet. Der Talk findet in englischer Sprache statt und wird im Live-Stream übertragen. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Freunde des MMK und die Jürgen Ponto-Stiftung.

On Kawara Schenkung für das MMK Frankfurt – Rauminstallation ist Highlight der neuen Sammlungspräsentation

On Kawara, February 7, 1966, 1966, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

On Kawara, February 7, 1966, 1966, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

Im Zuge der räumlichen Erweiterung des MMK Museum für Moderne Kunst im TaunusTurm hat das Museum auch im Haupthaus, dem MMK 1, neue Möglichkeiten die Highlights seiner Sammlung dauerhaft auszustellen. Ab dem 12. September wird der um neun Künstlerschenkungen und einen Ankauf erweiterte On-Kawara-Raum erstmals in seiner neuen Vollständigkeit im MMK 1 präsentiert. Das MMK besitzt mit dieser Erweiterung eine der weltweit umfangreichsten Werkgruppen des wegweisenden japanischen Konzeptkünstlers On Kawara (1932–2014).

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RAY kommt wieder! Von Juni bis September 2015 feiert Frankfurt/RheinMain erneut die Fotografie


Nach der erfolgreichen Premiere der RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain im Jahr 2012 zeigt auch RAY 2015 wieder herausragende internationale Positionen der zeitgenössischen Fotografie in Frankfurt und der Region. Initiiert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, bündelt RAY 2015 die besonderen Qualitäten der hier vertretenen Sammlungen und Institutionen in einer einzigartigen Kooperation. Damit reiht sich RAY in die Riege bedeutender internationaler Fotofestivals ein.

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Ein Höllentrip durchs Museum – Programm des MMK Frankfurt zur Nacht der Museen

 

MMK zur Nacht der Museen in Frankfurt, Foto: privat

MMK zur Nacht der Museen in Frankfurt, Foto: privat

Eine  höllische Nacht mit spannenden Programmpunkten erwartet die Besucher der Nacht der Museen am Samstag, den 10. Mai 2014 ab 19 Uhr im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main.
Der Abend steht ganz im Zeichen der aktuellen Ausstellung „Die Göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer aus Sicht afrikanischer Gegenwartskünstler“, in der 50 afrikanische Künstler bis zum 27. Juli einen neuen Blick auf den Klassiker der Weltliteratur von Dante Alighieri werfen. Die Ausstellung erstreckt sich über die gesamt Fläche des Museums und umfasst 23 Neuproduktionen – darunter spektakuläre Installationen – die explizit für die Präsentation im MMK entstanden sind. „Die Göttliche Komödie“ reflektiert theologische, philosophische und moralische Fragen, die ihre Aktualität bis in unsere Gegenwart hinein bewahrt haben.

In der Nacht der Museen können sich die Besucher daher auf die Spur der „Göttlichen Komödie“ begeben und durch Himmel, Hölle und Fegefeuer wandeln. Zwischen Spektakel und buntem Aktionstheater verwandeln sich die Ausstellungsräume in eine Theaterbühne: Eigens für die Nacht hat das Ensemble der „Dramatischen Bühne“ eine neue Theaterproduktion entwickelt, die den Klassiker in neuem Licht erstrahlen lässt. Dabei können Besucher dem Dichter Dante durch die drei Jenseitsreiche folgen. Die Kunstwerke der Ausstellung werden durch die „Dramatische Bühne“ zu Leben erweckt.
Die Dramatische Bühne ist ein Theater in Frankfurt mit einem festen Ensemble und laufendem Repertoirebetrieb. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit sind Bearbeitungen klassischer Stoffe, die jeweils auf ganz eigene Art mit viel Komödiantik, Tempo, Musik, Gesang und Artistik umgesetzt werden.

In Kooperation mit den Frankfurter Stadtevents können Besucher im MMK an einem Gewinnspiel teilnehmen und je zwei Tickets für Führungen durch Frankfurts Hölle, Fegefeuer und Himmel gewinnen. Bei dem Rundgang durch die Hölle geht es in Frankfurts Untergrund: Die Gewinner machen eine Zeitreise mit der U-Bahn. Das Fegefeuer offenbart sich bei einer Führung durch Frankfurts Bahnhofs- und Rotlichtviertel und bei einer Tour auf dem MainTower geht es schließlich geradewegs in den Himmel. Zur Teilnahme am Gewinnspiel müssen die Besucher dem MMK ihre Vorstellungen von Himmel, Hölle und Fegefeuer verraten und auf einer Postkarte im Museumsfoyer notieren.

Das Programm wird durch regelmäßig stattfindende Kurzführungen in Deutsch und Englisch abgerundet. Hier rücken die Künstler und ihre außergewöhnlichen Werke in den Mittelpunkt.

Programmübersicht:
20 bis 23 Uhr (stündlich): Die Dramatische Bühne
19.30 Uhr bis 0.45 Uhr (viertelstündlich): Kurzführungen „Die Göttliche Komödie

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Filmreihe zur Ausstellung – MMK in Frankfurt zeigt afrikanische Filmproduktionen

MMK zeigt afrikanische Filmproduktionen, Foto: Filmstill, Man No Run, Claire Denis, Frankreich 1988

MMK zeigt afrikanische Filmproduktionen, Foto: Filmstill, Man No Run, Claire Denis, Frankreich 1988

In Kooperation mit dem Frankfurter Filmmuseum präsentiert das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main an fünf Abenden im Mai eine Filmreihe zur aktuellen Ausstellung „Die Göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer aus Sicht afrikanischer Gegenwartskünstler“.

Dante schrieb die Göttliche Komödie zwar mehrere hundert Jahre vor der Erfindung des Films, doch einige Motive seiner bildreichen Sprache finden ihre Resonanz in den ausgewählten Filmen des Programms.

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„Götter wie wir“ – Erster Frankfurter MMK Sunset in 2014

Der erste MMK Sunset in diesem Jahr findet am Mittwoch, 9. April ab 19 Uhr im Rahmen der Ausstellung „Die Göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer aus Sicht afrikanischer Gegenwartskünstler“ statt. Das Jenseitsreich „Himmel“ rückt an diesem Abend thematisch in den Mittelpunkt der beliebten After-Work-Veranstaltung im MMK Museum für Moderne Kunst.

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MMK Talks in Frankfurt – Kader Attia trifft auf Koyo Kouoh

Kader Attia, Foto: Per Kristiansen

Kader Attia, Foto: Per Kristiansen

Für die Veranstaltungsreihe MMK Talks hat das MMK Museum für Moderne Kunst Künstler der aktuellen Ausstellung „Die Göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer aus Sicht afrikanischer Gegenwartskünstler“ eingeladen, um mit Gesprächspartnern ihrer Wahl über ihre Arbeit und die im MMK ausgestellten Werke zu sprechen. Am Freitag, 4. April um 19 Uhr trifft der Künstler Kader Attia beim zweiten MMK Talk in diesem Jahr auf die freie Kuratorin Koyo Kouoh.

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