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Es geht los! Am Mittwoch! Um 9 Uhr will ich unterwegs sein!

Wobei ich mir die 34,7 km bis Limburg mittlerweile aus dem Kopf geschlagen habe. Das ist für den ersten Tag schon ein wenig zu heftig. Villmar reicht doch mit den knapp 25 km völlig aus. Das wäre dann ein durchschnittlicher Pilgertag und macht es mir leichter, den zweiten Tag, der erfahrungsgemäß mühselig sein wird, zu überstehen.

Außerdem macht mir mein Unterbewußtsein im Moment einen Strich durch die Rechnung. Nachdem ich vor rund 14 Tagen den Rhein-Camino (Ein Jakobsweg von Neuss über Köln nach Koblenz-Stolzenfels) beim Verlag abgegeben hatte, warf mich erst einmal eine heftige Erkältung aus der Bahn. So richtig mit allem PiPaPo. Und kaum dachte ich gestern oder vorgestern, ich hätte es überstanden, da meldete die rechte Nasennebenhöhle "Alarm". Und so versuche ich seit gestern abend, die eigentlich fälligen Antibiotikas durch Aspirin zu ersetzen und mich bis Mittwoch fit zu machen.

Der Weg steht jetzt auch einigermaßen fest. Soweit man bei mir -und nach den Planungen der letzten Wochen- überhaupt von "Festlegen" sprechen kann.

Ich werde wohl doch die Lahn herunter und dann den Rhein hinauf pilgern. Über Koblenz, Mainz, Worms, Speyer und Straßburg nach Basel gehen. Durch die Schweiz geht es dann zum Lukmanierpass, der bis zum Beginn des 15. Jh. (erst dann gewann der Brenner in Österreich eine grössere Bedeutung) zu den Hauptpässen für die Alpenüberquerung gehörte. Oben auf der Passhöhe gibt es ein Hotel, und die haben mir bestätigt, dass es im November (witterungsabhängig) eigentlich gut möglich sein müsste, die knappen 2000 m zu überwinden. Durch den Tessin geht es dann nach Mailand und von dort entweder auf der Strecke des Bordeaux-Pilgers aus dem 4. Jh. über Rimini nach Rom, oder aber auf die Via Francigena, die den Appenin überquert.

Soweit für heute. Ihnen und Euch eine gute Zeit!

Ihr und Euer Ka-Jo Schäfer

Auf dem Weg …