Freiburg vom Schlossberggarten aus gesehen, Foto: By Rebecca Davies from Freiburg, Germany (Freiburg from aboveUploaded by Flominator) [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0">CC-BY-SA-2.0</a>], <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AFreiburg_from_above.jpg">via Wikimedia Commons</a>

Freiburg vom Schlossberggarten aus gesehen, Foto: By Rebecca Davies from Freiburg, Germany (Freiburg from aboveUploaded by Flominator) [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Zum neunten Mal unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär sie seit 1991 ist, die Sanierung des Freiburger Münsters. Daneben stehen für die diesjährige Natursteinsanierung am Westturmhelm erstmals auch Mittel der treuhänderischen Michael-Schepelmann-Stiftung der DSD bereit. Den Fördervertrag in Höhe von 75.000 Euro überbachte Alfred Schruhl, Ortskurator Freiburg der DSD, am 6. September 2013 an Münsterbaumeisterin Yvonne Falter. Dabei war auch die Geschäftsführerin der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, Marion Caspers-Merk.

Das Freiburger Münster ist ein herausragendes Beispiel bürgerlichen Selbstbewusstseins und Kunstsinns im Mittelalter. In dem Bestreben, die jeweils modernste Stilrichtung zu übernehmen, entstand zwischen 1200 und 1513 ein Bauwerk mit vielen architekturhistorischen und künstlerischen Höhepunkten. Dabei gilt der Westturm als erster Maßwerkturm des Mittelalters. Die „Hahnentürme“, die den pyramidenförmig gedeckten Vierungsturm flankieren, errichtete man schon in der ersten Bauphase im frühen 13. Jahrhundert. 1340 ersetzte man ihren ursprünglich ebenfalls pyramidalen Abschluss durch die zierlicher erscheinenden gotischen Maßwerk-Turmhelme und erhöhte die Türme um zwei spitzbogige Luftgeschosse. Die Helme enden in Kreuzblumen mit Wetterhähnen, die den Türmen ihren Namen geben. Starke Abschalungen an den Maßwerken, Gratrippen und Turmpyramiden erzwangen die Sanierung. Im Verlauf der Instandsetzung werden stark geschädigte Steine abgenommen, in der Werkstatt behandelt und gegebenenfalls als Muster für Ersatzsteine in Lahrer Sandstein genommen.

Das Freiburger Münster gehört zu den über 230 Projekten, die die 1985 gegründete private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.