Den Traum vom eigenen Swimming-Pool kann sich jetzt jeder Gartenbesitzer erfüllen. Hier ein paar Tipps für die Anschaffung.

Noch vor wenigen Jahren war ein Pool im Garten für Otto Normalverbraucher unerschwinglich. Heute etablieren sich die Aufstellpools auf deutschen Grundstücken. Das geflieste Schwimmbad ist auch heute noch nur mit einem gewaltigen Aufwand zu realisieren. Das beginnt mit der Information des Bauamtes der Stadt oder Gemeinde. Ein Schwimmbadaushub erfordert eine rege Bautätigkeit auf dem Grundstück. Die Wände müssen in mehreren Schichten aufgebaut werden, schließlich werden sie gefliest. Umwälzpumpe und Gegenstromanlage sind nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt. Leicht kommen da Summen im fünfstelligen Eurobereich zusammen. Die Hersteller der Aufstell-Schwimmbäder versprechen dagegen preiswerten Sommerspaß nach einem kinderleichten Aufbau.

Die Anschaffung ist günstig und der Aufbau leicht. Trotzdem sollten Sie einige Punkte beachten.

Welches Aufstellbecken sollte es denn sein?

Seit mehr als 30 Jahren werden Aufstellpools mit einer festen Kunststoff- oder Stahlwand angeboten. Vorteil dieser Variante ist die gute Haltbarkeit. Eine Nutzung des Pools über Jahre hinweg ist dadurch möglich. Ein weiterer Vorteil ist die Ganzjahrestauglichkeit. Der Swimming-Pool kann im Winter draußen bleiben. Gerade bei wenig Platz im Reihenhauskeller ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium. Nachteil ist der Preis. Manchmal kann es angeraten sein, das Becken teilweise in den Boden einzulassen. Dadurch erhöhen Sie die Stabilität. Sie müssen aber Erde ausheben.

In den letzten vier/fünf Jahren tauchten die ersten sogenannten Quick-Up-Pools im Handel auf. Sie bestehen aus verstärktem Kunststoff mit einem Luftring. Durch die besondere Form stellen diese Becken sich beim Befüllen mit Wasser auf. Vorteil ist der günstige Preis und der schnelle, einfache Aufbau. Nachteil ist, dass Sie diesen Swimming-Pool nach Beendigung der Saison wieder abbauen und einlagern müssen. Das Becken ist niemals wieder so klein zusammenzupacken, wie es aus der Verpackung kam. Trotzdem sind die Quick-Up-Pools für den Gartenbesitzer die erste Wahl.

Beide Aufstellbecken sind in unterschiedlichen Bauformen erhältlich. Die beliebteste Form ist der Rundpool. Es sind auch ovale Becken oder solche in Form einer 8 zu kaufen. Für welchen Sie sich entscheiden ist dem persönlichen Geschmack, dem Geldbeutel und dem Platzangebot vorbehalten.

Wer soll den Pool denn eigentlich nutzen?

Ist überhaupt der Platz für einen großen Pool vorhanden? Quick-Up-Rundpools sind ab einem Durchmesser von 2,44 m und 0,76 m Höhe zu erhalten. Das ist aber dann auch nicht mehr als ein Planschbecken. Zum Schwimmenlernen eignet sich ein Becken mit 305 oder 366 cm Durchmesser schon eher. Die Kleinen haben hier eine sichere 76 cm Stehhöhe. Aber für Mama und Papa oder die Poolparty ist das auch noch nichts. Eher etwas, um darin zu liegen und zu relaxen. Erst bei dem größten Rund-Modell mit 549×132 cm geht der Schwimmspaß für alle so richtig los. Ab einer Größe von 300 cm Durchmesser sind auch Komplettsets im Handel erhältlich. Diese enthalten eine Unterleg-, eine Abdeckplane und eine Kartuschen-Filterpumpe. Hinzu kommt noch die Einstiegsleiter. Damit können Sie gleich so richtig genießen.

Preiswertes Sommervergnügen

Die Preise für Komplettsets sind in den vergangenen Jahren ständig gesunken. Dies ist besonders den Importen aus China zu verdanken. Beim Discounter, im Baumarkt oder auf den großen Online-Marktplätzen werden sie angeboten. Achten Sie darauf, einen Pool und Zubehör der großen Hersteller zu kaufen. Dort können Sie sich der Qualität einigermaßen sicher sein. Der Pool wird nicht bei erster Gelegenheit auseinanderreißen. Die gängigste Größe 366×76 cm ist inkl. Pumpe und Reparaturset schon ab 59,95 Euro zu erhalten. Das Becken fasst dann rund 5.000 Liter Wasser. Den größten derzeit erhältlichen Rundpool mit 549×132 cm gibt es bereits ab 729 Euro. (Internetabfrage am 1. Mai 2009). Dieser fasst ca. 22.000 Liter Wasser. Als Set enthält dieses Angebot noch Unterleg- und Abdeckplane, Filteranlage, Kescher, Bodensauger und Einstiegsleiter.

Wo sollte ein Pool eigentlich stehen?

Was Sie brauchen, ist eine ebene Stelle im Garten. Diese muss natürlich größer als der Pooldurchmesser sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Pool genügend Sonnenlicht zur Erwärmung bekommt. Ein paar Stunden am Vor- oder Nachmittag reichen nicht für eine angenehme Badetemperatur aus. Bäume sollten nicht in unmittelbarer Nähe stehen. Natürlich können Sie den Quick-Up-Pool im Herbst, bevor das Laub von den Bäumen fällt, wieder abbauen. Oder eine passende Abdeckplane anschaffen. Aber heruntergefallene Raupen oder die Hinterlassenschaften von Vögeln tragen nicht gerade zur Wasserhygiene bei. Eine Gartensteckdose sollte in unmittelbarer Nähe und ein Wasseranschluss mit dem Schlauch erreichbar sein. Achten Sie auf eine Absicherung mit einem FI-Personenschutzschalter.

Und jetzt: hinein!

Haben Sie alle Punkte beachtet? Dann steht dem Badespaß im eigenen Garten nichts mehr im Wege. Bleibt nur noch auf einen warmen Sommer zu hoffen. Für Sie gibt’s den. Ganz bestimmt!

Informationen

Aufstellpools gibt es als Stahlwandbecken und aus verstärktem Kunststoff. Aus Kunststoff sind sie leichter aufzubauen und zur Winterlagerung wieder abzubauen. Im Handel gibt es Quick-Up-Pools in unterschiedlichen Größen und Formen. Rundpools reichen bis zu einer Größe von 549×132 cm mit einem Fassungsvermögen von 21.309 Liter. Die Set-Preise beginnen bei 59,95 Euro für den kleinsten Pool. 729 Euro kosten die größten Becken. Die Unterhaltskosten in den Saisonmonaten belaufen sich auf ca. 10 bis 50 Euro je Monat. Darin ist Erstbefüllung, Nachfüllen, Stromkosten für die Pumpe und Zusätze enthalten.

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