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Das Zweirad wird 200: Holland feiert Jubiläumsjahr mit lekker-radeln-Kampagne

Landal Greenpark de Lommerbergen, gefotografeerd door Maarten Husiman Fotografie.

Als Karl Freiherr von Drais 1817 die weltweit erste Laufmaschine auf zwei Rädern entwarf, legte der Mannheimer damit den Grundstein für das heutige Fahrrad – und das wohl liebste Fortbewegungsmittel der Niederländer. Denn 200 Jahre nach Drais` Erfindung ist nicht etwa Deutschland, sondern das westliche Nachbarland die weltweit führende Radfahrnation. Das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) ehrt den „Holland-Klassiker“ 2017 mit der Kampagne „lekker radeln“ und stellt dabei Genuss-Radrouten ins Rampenlicht.

 

In den Niederlanden gibt es mit circa 22,3 Millionen Exemplaren mehr Fahrräder als Einwohner. Durchschnittlich steigt ein Niederländer 300-mal pro Jahr aufs Rad und legt damit insgesamt 900 Kilometer zurück.  Würde man alle Fahrradwege des Landes zusammenlegen, ergäbe das eine Wegstrecke von 35.000 Kilometern.  Bei diesen Zahlen wundert es kaum, dass die Niederlande international als „Fahrradland“ bekannt sind. Breite, Wege, flache Landschaften und gut ausgeschilderte Routen bieten ideale Bedingungen. Und überall locken kulturelle und kulinarische „Leckerbissen“ auf den Sattel, wie die Webseite www.lekkerradeln.de zeigt.

 

Genuss-Touren quer durchs Land

Ob Sterne-Restaurant oder Bauerncafé, Düne oder Picknickwiese, Schloss oder Naturgebiet: Die Webseite des NBTC bietet Inspiration für Radtouren sowie Sehenswürdigkeiten und regionale Köstlichkeiten am Wegesrand. Dabei wird schnell deutlich, dass die Vokabel „lekker“ mehr ist als eine Bewertung für Speisen. Niederländer verwenden das Wort auch, wenn sie sich wohlfühlen oder etwas schön finden. Touren durch Flevolands Tulpenfelder oder entlang historischer Hansestädte werden ebenso vorgestellt wie Strecken, die zu den Käsemärkten in Nordholland oder den besten Feinschmecker-Lokalen in Leiden führen. Daneben bietet die Webseite einen Routenplaner, mit dem sich Radreisen individuell ausarbeiten lassen. Ein nummeriertes Knotenpunktsystem, das sich durch die gesamten Niederlande zieht, weist während der Tour den Weg – und ist nützliches Hilfsmittel, wenn die Route spontan verlängert oder abgekürzt werden soll.

 

200 Jahre Fahrrad – 200 Kilometer „lekker radeln“

Vom 5. bis 7. Mai 2017 feiert das NBTC den Geburtstag des liebsten fahrbaren Untersatzes der Niederländer mit einer großen Fahrradstaffel. Deutsche Journalisten und Blogger sowie Gewinner einer Leseraktion und NBTC-Partner werden insgesamt 4 x 200 Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen. Unterwegs lernen sie die vielseitigen Radfahr- und Genussmöglichkeiten der Niederlande kennen. Ausgangspunkt für alle Teilnehmer ist der Landal-Ferienpark Miggelenberg am Fuße des Nationalparks De Hoge Veluwe. Von hier aus geht es in alle vier Himmelsrichtungen. Während eine der 200 Kilometer-Touren über die Obstbauregion Betuwe bis in das historische Zentrum der Universitätsstadt Leiden und an die Küste führt, geht es für andere Teilnehmer in die grüne Provinz Overijssel mit ihren vielen pittoresken Ortschaften. Wieder andere Radfahrer nehmen sich mit Groningen die nördlichste Region der Niederlande vor oder fahren in Flevoland am IJsselmeer entlang bis nach Holland boven Amsterdam.

 

Weitere Informationen zur Kampagne auf www.lekkerradeln.de.

Lahn-Dill-Kreis – Steinreich auf Schritt und Tritt – Wandern auf der Bergmannsroute

Besucherbergwerk Fortuna, Foto: Lahntal Tourismus

Besucherbergwerk Fortuna, Foto: Lahntal Tourismus

Der Wanderweg Bergmannsroute hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich! Das liegt nicht so sehr an der Streckenlänge (26 km), sondern am steinreichen Erdinneren. Lange Zeit war die Region sehr bedeutend bei der Gewinnung von Eisenerz. Mit rotem Gestein gefüllte Loren halten im Lahn-Dill-Kreis die Erinnerung an den Eisenerzabbau einer ganzen Region wach. In der Blütezeit der Industrialisierung gab es im Lahn-DillKreis mehr als 210 Gruben, in denen Bergarbeiter unter schwierigsten Bedingungen das zur Eisengewinnung so dringend benötigte Material abbauten.

Starten Sie Ihre Wanderung in der Goethe- und Optikstadt Wetzlar. Für Bahnreisende beginnt der Weg bereits ab dem Bahnhof Wetzlar. Von dort gelangt man über den Zuweg zum Lahnwanderweg auf den romantischen Eisenmarkt inmitten der Wetzlarer Altstadt. Hier startet die Bergmannsroute. Von Lahn und Dill abwechselnd begleitet, über Wiesen- und Wirtschaftswege erreicht man die ehemalige Klosteranlage Altenberg. Die schöne gotische Klosterkirche ist in den Sommermonaten zur Besichtigung und stillen Einkehr täglich geöffnet. Über Waldwege ist es nicht mehr weit bis zur Geowelt Fortuna mit Besucherbergwerk, Grubenbahn, Lokomotivmuseum mit Dampflokfahrten, der Grubengaststätte „Zum Zechenhausen“ und einem großen Kinderspielplatz. Die Grube Fortuna ist Geoinformationszentrum im Nationalen Geopark Westerwald-Lahn-Taunus.

Auf dem nächsten Abschnitt der Route kommen vor allem Naturfreunde auf ihre Kosten. Sie führt durch ein 4 ha großes Vogelschutzgehölz, in dem viele Vögel, Schmetterlinge, Amphibien und Pilze leben. Nach wenigen Kilometern erreichen Sie den Fürstlichen Forst an dessen Ende ein spektakulärer Abschnitt beginnt: über schmale Pfade, Kurven und Treppenstufen erreichen Sie Braunfels. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der über 750 Jahre alten Stadt zählt das hoch über ihr auf einem Felsen thronende Schloss. Wer Lust aufs Weiterwandern hat, nutzt den Lahnwanderweg für den Rückweg nach Wetzlar. Müde Wanderfreunde steigen in Braunfels in den Bus und lassen sich bequem nach Wetzlar zurückbringen.

Lahnwanderweg: Gießen

Der schwebende Ball im Mathematikum Gießen, Foto: Mathematikum

Der schwebende Ball im Mathematikum Gießen, Foto: Mathematikum

Gießen bietet einzigartige Museen, wissenschaftliche Erlebnisorte, und spannende Möglichkeiten, Geschichte, Kunst und Kultur zu erleben. Ein ganz besonderes Museum ist das Gießener Mathematikum.

Der Satz des Pythagoras, die Kreiszahl Pi und platonische Körper taugen zur Begeisterung tausender Menschen? Im Mathematikum in Gießen ist das so: Seit der Eröffnung im November 2002 lassen sich jährlich rund 150.000 Besucher von der „Mathematik zum Anfassen“ in den Bann ziehen. Keine Gleichung, keine Formel, keine Textaufgabe erwartet die Gäste im weltweit ersten Mitmach-Museum für Mathematik. Hier laden Seifenblasen, Kugelbahnen, Knobelspiele und Puzzles Groß und Klein, Mathe-Liebhaber und Menschen, denen Mathematik bisher nichts sagte, dazu ein, sich mit einer der ältesten Wissenschaften auseinander zu setzen. „Hands on“ heißt die Devise für die über 170 Exponate auf mehr als 1200 Quadratmetern. Man nähert sich der Mathematik mit realen Erfahrungen, nicht mit formaler Sprache und Theorien. Seien Sie sicher: Am Ende Ihres Besuches werden auch Sie sagen: Mathe macht glücklich! „Selber machen und selber denken“, laute sein Erfolgsgeheimnis, verrät Prof. Albrecht Beutelspacher, Direktor und Initiator des Mathematikums. „Wer die transportable Brücke von Leonardo da Vinci nachbaut, hantiert plötzlich mit Winkeln. Wer den Textverschlüsselungen des römischen Feldherren Julius Cäsar nachspürt, landet unversehens in der spannenden Welt der Kryptografie. Jeder darf so weit gehen, wie er möchte“, erläutert Beutelspacher. Das heißt im Umkehrschluss: Wer den mathematischen Formeln nicht weiter auf den Grund gehen will, belässt es bei seinen Erfahrungen mit dem Experiment. Sollte etwas zu knifflig sein, stehen Betreuerinnen und Betreuer mit Rat und Tat zur Seite.

In einem speziellen Bereich, dem Mini-Mathematikum, erleben auch die Jüngsten Mathematik zum Anfassen. Im Dachgeschoss des Mathematikums laden spannende Exponate vier- bis achtjährige Kinder zum Experimentieren ein. Gemeinsam können die Kinder eine Leonardobrücke bauen, Knobelspiele lösen, sich unendlich oft im Spiegelhäuschen spiegeln und Formen des Alltags erfühlen. Sie beschäftigen sich spielerisch mit vielfältigen Phänomenen der Mathematik, entdecken Freude am Experimentieren und lernen Probleme zu lösen. Das ganze Jahr über werden Zusatzveranstaltungen wie Sonderausstellungen, die „Lange Nacht der Mathematik“, die „Straße der Experimente“ und monatlich eine Ausgabe der Kindervorlesung für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren angeboten. Im Rahmen von Seniorennachmittagen können Seniorinnen und Senioren das Mathematikum entdecken.

Damit kannst du rechnen -Vom Abakus zum Rechenschieber

Wenn wir heute etwas ausrechnen müssen, tippen wir die Zahlen in den Taschenrechner. Auch früher, etwa zur Zeit der Römer oder im Mittelalter, nutzten die Menschen Hilfsmittel und Werkzeuge, um Rechnungen durchzuführen. Die aktuelle Ausstellung des Mathematikums Damit kannst du rechnen – vom Abakus zum Rechenschieber bietet einen Einblick in die faszinierende Welt dieser Rechengeräte. Neben einem fast 2000 Jahre alten römischen Abakus kann ein mittelalterliches Rechentuch, auf dem die Menschen früher mit Rechenpfennigen rechneten, bewundert werden. Außerdem kann man in der Ausstellung erfahren, wie die erste Rechenmaschine der Welt aussieht und funktioniert. Die Besucher des Mathematikums erfahren durch interaktive Experimente, wie diese Wunderwerke des menschlichen Geistes funktionieren. Durch das Ein- und Ausschalten von Lichtern kann man den leuchtenden Abakus ausprobieren. Jeder darf sich wie ein mittelalterlicher Rechenmeister fühlen, wenn er an einem Rechentisch sitzt. Auch kann man durch das Aktivieren von kleinen Lampen entdecken, wie die Mechanismen einer Rechenmaschine funktionieren. Multipliziert werden soll auf einem zehn Meter langen Rechenteppich – mit den Füßen! Außerdem dürfen die Besucher versuchen, 500 Jahre alte Rechenaufgaben in Form von Knobelspielen zu lösen.

Mathematikum Gießen e.V. Lisa Peter Liebigstraße 8, 35390 Gießen Tel 0641 9697970 lisa.peter@mathematikum.de, www.mathematikum.de Facebook: www.facebook.com/Mathematikum

Tag des Wanderns am 14. Mai – Bundesweit raus gehen

Mit dr Familie raus: Tag des Wanderns am 14. Mai, Foto: Deutscher Wanderverband

Mit dr Familie raus: Tag des Wanderns am 14. Mai, Foto: Deutscher Wanderverband

Der  Tag des Wanderns am 14. Mai zeigt die ganze Vielfalt des Wanderns – bundesweit. Wer einen spannenden, lustigen oder interessanten Tag in der Natur erleben will, bekommt auf www.tag-des-wanderns.de alle Informationen. 
 
Fotowanderung, Gesundheitswanderung, Marathonwanderung, Familienwanderung, Wanderung mit Hund, Markierungskurs, Naturschutzaktion. Die Liste der Veranstaltungen zum Tag des Wanderns am 14. Mai ließe sich beliebig fortführen. Bundesweit laden an diesem Tag Vereine, Umwelt-, Tourismus- und andere Organisationen aber auch Natur- und Nationalparke sowie einzelne Wanderführer und sogar ganze Regionen zu Aktionen rund um das Thema Wandern ein.

Der Themen-Tag ist eine Initiative des Deutschen Wanderverbandes. Dessen Präsident, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, ist sich sicher, dass in diesem Jahr bundesweit noch mehr Veranstaltungen über die Vielfalt des Wanderns informieren werden als am Tag des Wanderns im vergangenen Jahr mit 250 Aktionen in allen 16 Bundesländern. „Für 2017 rechnen wir mit über 400 Veranstaltungen, da nicht nur unsere Mitgliedsvereine aufgerufen sind, sich zu beteiligen, sondern wirklich alle“, so Rauchfuß, der auch Präsident des Schwäbischen Albvereins ist, welcher in diesem Jahr die Zentralveranstaltung bei Stuttgart ausrichtet. Schirmherr des diesjährigen Tag des Wanderns ist BadenWürttembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der selbst zusammen mit seiner Frau zweimal im Jahr geführte Wanderungen beim Schwäbischen Albverein anbietet. Wie beim Tag des Wanderns allgemein ist auch für Kretschmann das Gruppenerlebnis ein wichtiger Aspekt beim Wandern. Der Stuttgarter Zeitung sagte er einmal: „Ich wandere gern in der Gruppe, denn auch in der Gruppe kann man sich zurückfallen lassen, dann geht man ein Stück weit allein. Will man sich  unterhalten, dann schließt man wieder auf. Ich erinnere daran, dass die alten Griechen ja im Gehen philosophiert haben.“
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Tag des Wanderns

Tag des Wanderns

Über alles Wichtige zum Tag des Wanderns informiert die Homepage www.tag-des-wanderns.de. Wer an einer der zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen will, findet dort eine Karte mit allen Informationen zu Aktionen in seiner Nähe. So gibt es genaue Angaben zu Treffpunkten ebenso wie Hinweise zur richtigen Kleidung oder zur Dauer der jeweiligen Aktion.

Möglich wurde der Tag des Wanderns nur, weil verschiedene Organisationen den Deutschen Wanderverband bei diesem Thementag unterstützen. Besonders dankt der Verband dem Hauptsponsor, der Sparkassen-Finanzgruppe, aber auch den Partnern Wikinger Reisen und KOMPASS Verlag für Ihre Unterstützung.

Der Tag des Wanderns hat im vergangenen Jahr mit Unterstützung aller im Bundestag vertretenen Parteien zum ersten Mal über die Vielfalt des Wanderns informiert. Seitdem ist der 14. Mai – an diesem Tag wurde im Jahr 1883 der Deutsche Wanderverband gegründet – als Tag des Wanderns fest im Jahreskalender verankert.

Auch die Weilburger Wanderschule ist in diesem Jahr dabei. Am 14. Mai um 14:00 Uhr sind alle im Weilburger Land zu einer kostenlosen Gesundheitswanderung durch den Weilburger Wald eingeladen. Jede und Jeder ist eingeladen, egal ob groß oder klein, jung oder alt. Erfahrene Wanderer oder Couchpotatoes sind herzlich willkommen.

Rund 10 km lang ist die Strecke auf Wanderwegen und Single-Trails. Unterwegs gibt es viele Informationen zum Wandern, zum Gesundheitswandern, zur Ausdauer und Fitness. Zwei Stops in der Natur machen einfache Übungen zur Mobilisierung, Stärkung und Koordination möglich.

Treffpunkt ist am Sonntag, 14. Mai 2017 um 14:00 Uhr an der Weilburger Wanderschule, Erbstollen 2, Weilburg. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte an festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung denken.

Weitere Informationen gibt es hier …
 

Lahnwanderweg: Gleiberger Land – Überraschend. Vielseitig.

Burg Gleiberg, Foto: Lahntal Toursimus Verband

Burg Gleiberg, Foto: Lahntal Toursimus Verband

Eingebettet in den abwechslungsreichen Verlauf des mittleren Lahntals, zwischen den mittelhessischen Metropolen Marburg, Gießen und Wetzlar, liegt malerisch das Gleiberger Land.

Kelten und Germanen, Römer und das Mittelalter haben im Gleiberger Land ihre Spuren hinterlassen. Der alles überragende Dünsberg – Berg der Kelten-, ist eines der eindrucksvollsten Denkmäler hessischer und mitteleuropäischer Vorzeit. Eine großflächige und stark befestigte Stadt befand sich auf dem heute bewaldeten Berg alte Spuren und neue Rekonstruktionen, wie das Keltengehöft, zeugen davon. Heute ist der Dünsberg bei Wanderern und Mountainbikern gleichermaßen beliebt.

Die weithin sichtbaren mittelalterlichen Burgen Vetzberg in Biebertal und Gleiberg in Wettenberg, repräsentieren einen weiteren Abschnitt der wechselvollen Geschichte des Gleiberger Landes. Heute laden beide Burgen mit Ihren Restaurants zum Verweilen und Genießen ein. Dem Gast bietet sich ein sagenhafter Blick über die gesamte Region.

Einmal im Jahr, am letzten Juli Wochenende, wird Wettenberg am Fuße der Burg Gleiberg zu Deutschlands Hauptstadt der 50er, 60er und 70er Jahre. Das Golden Oldies Festival zieht jährlich bis zu 70.000 Besucher in seinen Bann.

Die älteste römische Stadt in Germanien nördlich der Alpen und östlich des Rheins lag bei Lahnau-Waldgirmes. Die 7,7 Hektar große Stadtgründung aus der Zeit des römischen Kaisers Augustus ist, seit dem Sensationsfund des lebensgroßen Pferdekopfes eines Standbildes von Kaiser Augustus, unter dem Namen Römisches Forum Waldgirmes deutschlandweit bekannt.

Direkt am touristisch attraktiven Lahntalradweg liegt das Holz + Technik Museum, das als ausgeprägtes Mitmach-Museum nicht nur Kinder begeistert. Vom Lahntalradweg führen insgesamt 170 km beschilderte Radwege durch ausgedehnte Waldgebiete zu Seen, Burgen und weiteren Sehenswürdigkeiten.

Neben dem Qualitätsweg Lahnwanderweg und seiner zertifizierten Schleife, dem Kelten-Römer-Pfad, vernetzen ausgesuchte Themenwanderwege die Gemeinden des Gleiberger Landes. Jeder dieser Wege hat einen eigenen Namen und ist einem bestimmten Thema gewidmet. An der Lahn, mit eigener Ein- und Ausstiegsstelle, liegt der Bade- und Kultursee Wißmarer See. Paddler und Ruderer die auf dem beliebten Wasserwanderfluss unterwegs sind, haben hier die Möglichkeit ihren Tag entspannt ausklingen zu lassen. Wakeboard- und Wasserskifans kommen am Heuchelheimer See auf Ihre Kosten. Wer es ruhiger mag genießt die Tricks der Profis dieser Trendsportarten beim Zuschauen und entspannt sich auf dem weitläufigen Areal.

Kostenlose Prospekte sowie ausführliche Informationen erhalten Sie bei der Touristik Kooperation Gleiberger Land, c/o Landkreis Gießen- Der Kreisausschuss Stabstelle für Wirtschaftsförderung Tourismus und Kreisentwicklung, Riversplatz 1-9, 35394 Gießen, Tel.:0641-93901763, info@gleiberger-land.de, www.gleiberger-land.de

Schinderhannespfad – Leun/Lahnbahnhof-Weilburg


Lahnwanderweg: Universitätsstadt Marburg und Marburger Land

Lahnwanderweg im Marburger Land, Foto: LTV

Lahnwanderweg im Marburger Land, Foto: LTV

Herzlich Willkommen in der lebendigen Universitätsstadt mit landschaftlich reizvollem Umland!

Tourismus, Kultur und Geschichte haben sich in Marburg immer wechselseitig beflügelt. Das war schon so im 13. Jahrhundert: Da erbaute der Deutsche Orden zu Ehren der 1231 hier verstorbenen Heiligen Elisabeth die erste gotische Hallenkirche auf deutschem Boden. Die Elisabethkirche wurde zum Ziel von Pilgern aus dem ganzen Land – eine erste Form des Tourismus.

Landgraf Philipp der Großmütige legte mit der Universitätsgründung 1527 den Grundstein für die weltoffene Universitätsstadt mit Studierenden und Besuchern aus aller Welt. Emil von Behring, erster Medizin-Nobelpreisträger und Gründer des nach ihm benannten Pharmaunternehmens, gab mit seiner Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft dem Tagungs- und Kongressverkehr weitere Impulse.

Marburg Stadt und Land vereint Städte-, Aktiv- und Naturerlebnis wie auch Tagen und Gesundheit auf wirklich jeder Ebene – von der Lahnaue bis zum Schlossberg, von dem Ebsdorfergrund bis zum Burgwald.

Seine Vielfalt macht den ganz besonderen Reiz des Marburger Landes aus – und das gilt sowohl für die Landschaftsformen als auch für die Geschichte und Kultur. Hier finden Sie den Burgwald, Hessens größtes zusammenhängendes Waldgebiet, und neben der Hügelkette der Lahnberge die Ebene des Amöneburger Beckens. Charmante Landstädtchen mit ausgeprägtem Fachwerkflair, stattliche Bauerndörfer mit prächtigen Höfen oder pulsierende junge Städte laden ein zu Entspannung und Aktivität. Heute eine Wanderung auf Premiumrouten, morgen eine erfrischende Kanutour auf der Lahn und übermorgen eine erholsame Radtour – der Besucher hat die Wahl!

www.marburg-tourismus.de

Sensations-Schenkung für Museum Wiesbaden – Minister Rhein unterzeichnet Schenkungsvertrag mit Privatsammler

Das Sammlerehepaar Neess dem Werk Heimkehr von Heinrich Vogeler, 1898. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Das Sammlerehepaar Neess dem Werk Heimkehr von Heinrich Vogeler, 1898. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Der Sammler bei der Unterschrift des Schenkungsvertrags. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Der Sammler bei der Unterschrift des Schenkungsvertrags. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein bei der Unterschrift des Schenkungsvertrags. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein bei der Unterschrift des Schenkungsvertrags. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Das Museum Wiesbaden bekommt eine Sammlung mit Werken des Jugendstils und Symbolismus geschenkt, die europaweit ihresgleichen sucht. Der Wiesbadener Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess überlässt 570 Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert dem Landesmuseum, das nun eine Dauerausstellung einrichten wird. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein unterzeichnet heute den Schenkungsvertrag.
 
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Dieser Schenkungsvertrag markiert einen Meilenstein in der Geschichte des Museums Wiesbaden. Die Sammlung zeichnet sich sowohl durch die außergewöhnliche Qualität der Werke als auch durch ihre hohe kunstgeschichtliche Bedeutung aus. Teile davon waren sogar bei der Weltausstellung im Jahr 1900 in Paris zu sehen! Fast sein ganzes Leben hat Ferdinand Wolfgang Neess unendlich viel Geduld, Sachverstand und unnachahmliches Gespür für die Qualität der Objekte bewiesen. Ich danke ihm herzlich dafür, dass die Besucherinnen und Besucher des Museums Wiesbaden in den Genuss dieser großartigen Sammlungen kommen können.“ 

Bei der Schenkung handelt es sich um Gemälde und Zeichnungen (zum Beispiel Delville, Moreau, von Hofmann), Möbel (Gallé, Guimard, Majorelle, Pankok, Riemerschmid), Gläser (Lötz), Lampen (Tiffany, Gallé, Riemerschmid), Keramik (Amphora, KPM, Meissen, Nymphenburg), Plastiken (Gurschner, Minne, Rivière) sowie Silber (Dubois, Follot, Moser, van de Velde). Besonders beeindruckend ist die vielfältige Herkunft der Stücke: Sie stammen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, England, den Vereinigten Staaten, den Niederlanden, Schweden, Dänemark und Italien. Die Sammlung ist von musealer Qualität, besitzt einen Wert von über 41 Millionen Euro und ist in einem exzellenten konservatorischen Zustand.
 
Bereits in den 1960er Jahren begann Ferdinand Wolfgang Neess mit seinem Gesamtkunstwerk, das auf einzigartige Weise den Geist der Epoche reflektiert. Mit dem Jugendstil wandten sich junge Künstler und Kunsthandwerker in der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gegen rückwärtsgewandte Kunst und die als seelenlos verstandene Industrialisierung. Ihr Blick richtete sich auf Materialien wie Beton oder Eisen und neue Baumethoden. Dekorativ geschwungene Linien, Blumen-Ornamente und der Aufbruch von Symmetrien wurden stilprägend. Seine Jugendstilsammlung erweiterte Ferdinand Wolfgang Neess später um Werke des Symbolismus. Das ist eine Geisteshaltung aus dem 19. Jahrhundert, bei der es den Künstlern vor allem um die seelische Tiefe eines Werkes geht. 
 
„Die Sammlung mit Werken aus dem 19. Jahrhundert bildet einen wichtigen Schwerpunkt des Museums Wiesbaden. Mit der Jugendstil- und Symbolismus-Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess kann das Museum Wiesbaden nun die Entwicklung der Kunstgeschichte von 1800 bis in die Gegenwart durchgängig in Spitzenwerken präsentieren. Damit spielt unser Landesmuseum mehr als je zuvor in der Liga der herausragenden Kulturhäuser Europas mit“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.
 
Die Eröffnung der zukünftigen Dauerausstellung mit der Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess im Museum Wiesbaden ist für Juni 2019 geplant.
 
 

Lahnwanderweg: 500 Jahre Reformation – Jubiläum 2017 in Marburg

Lahnwanderweg: Marburg

Lahnwanderweg: Marburg

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine berühmten 95 Thesen wider den Missbrauch des Ablasses. Der Tag symbolisiert bis heute den Beginn der Reformation und gibt Anlass, bundesweit und in Hessen zentral in Marburg das Jubiläum zu feiern. 500 Jahre Reformation: In Marburg verbrachte Martin Luther anlässlich des Marburger Religionsgesprächs vom 30. September bis 5. Oktober 1529 nur fünf Tage. Dennoch begründete das Religionsgespräch und mehr noch die Neugründung der ersten und ältesten protestantischen Universität der Welt 1527 die Bedeutung Marburgs und seines Landgrafen Philipp für die Reformation.

Zahlreiche regionale Akteure aus Kultur und Kirche, Geschichte und Wissenschaft präsentieren ein umfangreiches Programm: Von einem mehrjährigen Gemeinschaftsprojekt „Tripolis“ der drei Städte Prag, Marburg und Zürich mit ihren Reformatoren Jan Hus, Martin Luther und Ulrich Zwingli bis zur Reformations-Route durch Marburg, von der zentralen Luther 2017-Veranstaltung der beiden evangelischen Landeskirchen Kurhessen-Waldeck und Kurhessen-Nassau bis zur „Zeitreise – Stadterlebnis Reformation“, vom Theatersommer auf dem Marktplatz bis zur zentralen Ausstellung „Bildungsereignis Reformation“ im Marburger Landgrafenschloss.

Nach einem Auftakt zur Eröffnung des Reformationsjubiläums am 31. Oktober 2016 ist das Programm für 2017 gut gefüllt: Die sog. Zettelkästen im Garten des Gedenkens an der ehem.  jüdischen Synagoge thematisieren „Luther, Kirche und der Antisemitismus“.  Die vom Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg entwickelte Reformations-Route versteht sich als selbstgeführter Themenweg mit zehn Stationen auf den Spuren der Reformation und Martin Luthers. (www.marburg.de/luther)

Beim Marburger Ökumenegespräch am 28. Januar 2017 sprachen Annette Schavan, Friedrich Schorlemmer und Kurt Flasch über Konfessionalisierung, Biographie und Gesellschaft. Ende März 2017 richtet das Herder-Institut eine internationale Tagung zu reformatorischen Netzwerken im östlichen Europa aus (www.herder-institut.de). Ab April 2017 widmet sich das Studium Generale der Philipps-Universität dem Komplex der Reformation und ihrer Wirkungen und von Mai bis Oktober 2017 präsentiert das Museum für Kunst und Kulturgeschichte die zentrale Ausstellung „Bildungsereignis Reformation“ im Landgrafenschloss. Ideen, Krisen und Wirkungen des Reformationsgeschehens stehen wie die politische Rolle Landgraf Philipps im Mittelpunkt (www.uni-marburg.de/uni-museum).

Marburg ist Teil des Europäischen Stationenweges und trägt den Titel Reformationsstadt Europas. Vom 7. bis 9. Mai 2017 richten die evangelischen Kirchen der Region ein Fest aus, beleuchten die Rolle der Geschichte der Reformation und die des Protestantismus in der Gegenwart.

Vom 2. bis 18. Juni 2017 zeigt der Theatersommer des Hessischen Landestheaters auf dem Marktplatz Marc Beckers Uraufführung „Luther“ (www.theater-marburg.de) und an vier aufeinander-folgenden Tagen, vom 15. bis 18. Juni, lädt die Stadt Marburg ein zu einer Zeitreise – Stadterlebnis Reformation. Der Gast erfährt historisches Alltagsleben des 16. Jahrhunderts, nimmt teil an einer Armenspeisung und an Luthers Tischreden oder erlebt einen Gottesdienst mit einer protestantischen Schlägerei.

Musikalisch breit gefächert beginnt der Herbst 2017 mit dem Landeskirchenmusikfest der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck auf vielen öffentlichen Plätzen und in zahlreichen Kirchen der Innenstadt (www.ekkw.de).

Informationen/Kontakt: Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH, Biegenstraße 15, D-35037 Marburg, www.marburg-tourismus.de oder www.marburg.de/luther, E-Mail info@marburg-tourismus.de, Tel. 06421-99120

Neue Bretagne-Impressionen im März 2017

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