Blick zur Kathedrale Saint Corentin in Quimper, Foto: Yannick Le Gall

Blick zur Kathedrale Saint Corentin in Quimper, Foto: Yannick Le Gal

Auf den Spuren Pablo Picassos können Urlauber im Badeort Dinard in der Bretagne wandeln. Fasziniert von den Körpern der badenden Frauen, die sich in den 1920er Jahren an der Smaragdküste immer freizügiger zeigten, verbringt der berühmte Künstler zwischen 1922 und 1929 dreimal die Sommermonate im Nordwesten Frankreichs. Vom 23. Mai bis 18. August 2014 zeigt das Musée des Beaux-Arts im bretonischen Quimper deshalb eine umfassende Ausstellung zur Bedeutung des Femininen in den Werken Pablo Picassos.  Mehr als 50 Bilder badender Frauen malt Picasso in Dinard in der Bretagne. Sinnlich, lebhaft und freizügig zeigt er die „baigneuses“ am Strand während seines ersten Besuchs 1922. In den Jahren 1928 und 1929 nutzt er mehr und mehr geometrische Formen, sodass die Frauenkörper an Abstraktheit gewinnen. Picasso liebt es, seine spontanen Einfälle im Sand am Meer zu skizzieren. Seine ersten Ferien in der Bretagne verbringt Pablo Picasso in der Villa Beauregard mit Blick auf die Bucht von Prieuré, später wohnt er in der Villa des Roches am Strand von Saint-Enogat. Obwohl seine Ehefrau Olga und ihr gemeinsamer Sohn Paulo bei ihm sind, trifft sich Picasso 1928 jeden Tag heimlich mit seiner Geliebten Marie-Thérèse Walter in den Kabinen am Strand „Plage de l’Ecluse“. Die damals 17-Jährige verbringt ihre Ferien in einem Jugendzeltlager in Dinard. Picasso liebt ihre sportliche Figur und den abenteuerlichen Reiz der verbotenen Treffen. Die temporäre Ausstellung „L’Eternel Féminin“ im Musée des Beaux-Arts von Quimper präsentiert 67 Kunstwerke aus den Jahren 1927 bis 1964. Sie zeigen die verschiedenen Variationen des Künstlers rund um das „Ewigweibliche“ – seine vielfältigen Inspirationsquellen und herausragende Portraits seiner Geliebten und Ehefrauen. Dank der großzügigen Leihgaben der „Fundación Picasso“ in Málaga ist diese Ausstellung eine der ersten ihrer Art in Frankreich. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Musée des Beaux-Arts in Quimper unter www.mbaq.fr.