St. Marienkirche in Grasdorf (Laatzen), By Losch at de.wikipedia [Attribution], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ASt.Marienkirche_Grasdorf_IMG_3929.jpg">via Wikimedia Commons</a>

St. Marienkirche in Grasdorf (Laatzen), By Losch at de.wikipedia [Attribution], via Wikimedia Commons

Für die St. Marienkirche zu Grasdorf in Laatzen überbrachte Dr. Sid Auffarth, Ortskurator Hannover der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am 10. Oktober 2013 eine Bronzetafel an Pastor Burkhard Straeck von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Marien Grasdorf. Durch den Hinweis „Ein Förderprojekt der treuhänderischen Stiftung Ev. Dorfkirche St. Marien zu Grasdorf“ wird zugleich das Engagement der privaten Stifter sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motiviert. Die Marienkirche ist eines von über 290 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.

Für die St. Marienkirche zu Grasdorf in Laatzen in der Region Hannover überbrachte Dr. Sid Auffarth, Ortskurator Hannover der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Donnerstag, den 10. Oktober 2013 eine Bronzetafel an Pastor Burkhard Straeck von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Marien Grasdorf. Mit dem Hinweis „Ein Förderprojekt der treuhänderischen Stiftung Ev. Dorfkirche St. Marien zu Grasdorf“ soll sowohl an das Engagement der privaten Stifter erinnert als auch um weitere Mitstreiter und Unterstützung geworben werden.
Zahlreiche Ausgrabungsfunde am Grasdorfer Oheberg belegen schon für die Steinzeit Lager- und Jagdplätze. Weitere Funde weisen auf Ansiedlungen, Grenz- und Wallanlagen zur Zeit der Franken hin. Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Gravesthorp stammt schließlich aus dem Jahr 1131.

Eine urkundlich nachweisbare Kapelle in Grasdorf mit dem Patrozinium „Beatae Mariae“ wurde 1330 durch Bischof Otto II. (1319-1331) aus dem Haus Wohldenberg gestiftet und mit Grundbesitz ausgestattet, weil dort sein Verwandter, Heinrich von Wohldenberg, gewaltsam ums Leben gekommen war. Das Patronatsrecht hatte Bischof Otto dem ältesten Domkapitular aus der Familie übertragen. Die Ausübung der Patronatsrechte durch die Wohldenberger und die wöchentlichen Messen für die Mitglieder dieses Hauses in St. Mariä weisen also auf die Gründung einer Eigenkirche der Grafen hin.

Im Zweiten Weltkrieg wurden das Kirchenschiff und der mittelalterliche Turm durch einen Bombenangriff stark zerstört. Der rührigen Gemeinde war es zu danken, dass die Kirche zügig wieder instandgesetzt und ausgestattet werden konnte.

Seit 2005 stellt die treuhänderische Stiftung Ev. Dorfkirche St. Marien zu Grasdorf der DSD zusätzliche Mittel für den Erhalt der Kirche bereit. 2007 war es möglich, erste Reparaturarbeiten an der Marienkirche zu fördern. 2009 trugen die Erträgnisse der Treuhandstiftung zum Neubau des Glockenstuhls bei.

Die Stiftung Ev. Dorfkirche St. Marien zu Grasdorf ist eine von derzeit über 220 Treuhandstiftungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die sich gerade in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem effektiven Förderinstrument entwickelt haben. Diese Denkmal-Pflege¬versicherungen sind aus der deutschen Denkmallandschaft bereits nicht mehr wegzudenken. Die Grasdorfer Marienkirche ist eines von über 290 Projekten, die die DSD dank Spenden, der Erträgnisse ihrer Treuhandstiftungen und den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.