Magazingebäude (ehemaliger Kuhstall) der Klosterbibliothek Maria Laach, By Reinhardhauke (Own work) [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC-BY-SA-3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAbtei_Maria_Laach_Bibliothek_7855.JPG">via Wikimedia Commons</a>

Magazingebäude (ehemaliger Kuhstall) der Klosterbibliothek Maria Laach, By Reinhardhauke (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Am Freitag, den 20. September 2013 begann in der Aula der Abtei Maria Laach im Landkreis Ahrweiler die Einweihung des ehemaligen Kuhstalls als neues Bibliotheksmagazin. Im Rahmen der Gesamtsanierung beteiligte sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) an der Erneuerung der Schieferdeckung des Bauwerks mit 75.000 Euro. Nach der Einweihung wurde auch die von Dr. Armin Schlechter vom Landesbibliothekszentrum konzipierte Ausstellung mit 40 herausragenden Exponaten der Benediktinerbibliothek des Klosters eröffnet.

Bei der Abteikirche Maria Laach handelt es sich um einen der bedeutendsten Bauten der rheinischen Romanik, das zu den vollkommensten Äußerungen der romanischen Baukunst in Deutschland gehört. Insbesondere in Grundriss und Gruppierung des Außenbaus drängen sich die Parallelen zu den ältesten Gewölbebauten am Oberrhein wie den Domen zu Speyer und Mainz auf. Das 1127 zur selbständigen Abtei erhobene Kloster wurde 1802 aufgelöst, von 1863 bis 1873 von Jesuiten bewohnt und 1892 mit Benediktinern der Beuroner Kongregation wiederbelebt.

Die vom Jesuitenkolleg Ende des 19. Jahrhunderts eingerichtete Bibliothek ist mittlerweile zu klein geworden. Für die über 270.000 Bücher mit einem Regalbedarf von rund neun Kilometern wird nun das ebenfalls von den Jesuiten erbaute, heute leer stehende Stallgebäude genutzt. Der 50 Meter lange und 11 Meter breite ehemalige Kuhstall wird seit 30 Jahren nicht mehr für die Viehwirtschaft verwandt. Zuletzt waren dort Traktoren und Baumaterialien untergebracht. Für die künftige Nutzung mussten die Decken verstärkt, die mit Asbestschiefer gedeckten Dächer wieder historisch eingedeckt und sowohl Fassaden wie Innenraum mit Säulenkonstruktion und Gewölbe instandgesetzt werden.

Die Feier – so Abt Benedikt – sei eine „Etappenfeier“. Denn noch stünde die Renovierung der alten Jesuitenbibliothek an, damit der Bibliotheksbestand der Benediktiner endlich wieder buchgerecht untergebracht wäre. Auch an dem neuen Bauvorhaben beteiligt sich die DSD mit 75.000 Euro, konkret an der Dachneudeckung. Die DSD hat bereits das barocke Gartenhaus im Klostergarten aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert gefördert.

Kloster Maria Laach zählt seit 2010 zu den über 130 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.