Antja Helbig vor den großformatigen Werken von Prof. Grimmek, Foto Margit Bach

Antja Helbig vor den großformatigen Werken von Prof. Grimmek, Foto Margit Bach

(Weilburg, im Juli 2018, KS) „Kunst für alle“ überschreiben Antje Helbig und Joachim Legner ihr Projekt moderne Kunst im historischen Ambiete einer ehemaligen Bierbrauerei in der mittelhessischen Provinz. Damit sind sie erfolgreich. Die Legner-Sammlung umfasst Werke von Elvia Bach, Gerhard Richter, Markus Lüppertz und vielen anderen Künstlern, deren Namen in aller Munde sind. Sonderausstellungen, so wie jüngst die großformatigen Fotos des Kabarettisten Dieter Nuhr, ergänzen das museale Erlebnis, bringen die Besucher immer wieder nach Weilburg ins Rosenhang Museum. Eine Galerie mit Kunstwerken zu erschwinglichen  Preisen ist in Zusammenarbeit mit dem Berliner Galeristen Michael Schultz, der auch Vorsitzender des im Januar 2017 gegründeten Nassauischen Museumsverein zu Weilburg e.V. ist, angegliedert.

Doch was kann über ein neues Museum in Weilburg an dieser Stelle geschrieben werden, was nicht schon irgendwo an anderer Stelle geschrieben wurde?

Lassen Sie uns den Versuch wagen, diesen Beitrag zu kuratieren. So zu kuratieren, wie ein Museum Kunstwerke kuratiert, zusammenstellt. Wir nehmen Beiträge aus unterschiedlichen Quellen, stellen diese neu zusammen und berichten damit außergewöhnlich über ein außergewöhnliches Museum.

Was ist eigentlich das Rosenhang Museum?

Ein gutes Bier zu brauen war und ist eine Kunst. Was liegt also näher, als eine historische ehemalige Brauerei in ein Haus für die Kunst zu verwandeln.

In der ehemaligen Brauerei August Helbig in Weilburg entstand auf vier Stockwerken das auf zeitgenössische Kunst ausgerichtete Rosenhang Museum. Alte Elemente der früheren Brauerei wurden restauriert und in den Neubau integriert, so dass ein energievolles Spannungsfeld entstand.“ (www.rosenhangmuseum.de)

„Das Rosenhang-Museum ist ein im Juni 2017 eröffnetes Museum für zeitgenössische Kunst in der mittelhessischen Stadt Weilburg an der Lahn. Gegründet wurde es vom Ehepaar Antje Helbig und Joachim Legner, Mitinitiator war der internationale Galerist Michael Schultz (Berlin), der auch der Vorsitzende des Nassauischen Museumsvereins Weilburg ist. Das Museum befindet sich auf den drei Etagen (2000 m²) eines zum Teil neu aufgebauten historischen Brauereigebäudes, der ehemaligen Brauerei Helbig, und beherbergt die Sammlung Legner. Diese umfasst Werke in Deutschland arbeitender zeitgenössischer Künstler, wie etwa Christopher Lehmpfuhl, Cornelia Schleime, Elvira Bach und SEO sowie Gerhard Richter, Markus Lüpertz und Stephan Balkenhol. (www.wikipedia.org)

„Auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei sollen Werke nationaler und internationaler Künstler ausgestellt und Ateliers eingerichtet werden, wie das Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Wiesbaden mitteilte. Kulturminister Boris Rhein (CDU) besuchte am Mittwoch die Sammler Antje Helbig und Joachim Legner, die den Ausbau des Museums auf ihrem Grundstück leiten, und den von ihnen gegründeten „Nassauischen Museumsverein zu Weilburg“. Neben einer Ausstellung von 300 Werken auf vier Etagen sind Atelierräume für Stipendiaten geplant. Das Museum soll im Juni 2017 eröffnen.“ (www.fokus.de)

Was bringt es mir, das Museum zu besuchen?

„Persönliche Bereicherung“, sagt Helbig. „Alle, die bisher hier waren, waren total geflasht.“ Weil das Museum deutlich größer ist als es aussieht. Weil hier keiner Werke von Künstlern wie Gerhard Richter oder bald Andy Warhol erwartet. Weil nicht nur die Werke sprechen, sondern auch die Räume, denen man ansieht, dass sie früher ein Silo, ein Bier-Lager oder eine Abfüll-Halle waren. „Wir wollen zeitgenössische Kunst erlebbar machen, auch durch die Verbindung zum Gebäude“, sagt Legner. 13 Räume gibt es, sie alle sind unterschiedlich groß, hoch und hell. Galerist Michael Schultz habe wochenlang überlegt, wo und wie welches Kunstwerk hängen soll. Jetzt wandert man vom Ex-Silo voller schreiender Farben ins ehemalige Brau-Stüberl, wo sanfte, impressionistische Farbtöne dominieren, schaut mit Figuren von Stephan Balkenhol auf Bilder von Gerhard Richter oder kommt im ehemaligen Bier-Lager bei den riesigen Klangglocken der koreanischen Künstlerin SEO zur Ruhe.“ (Nassauische Neue Presse, 8. Juni 2017)

Was macht der Kabarettist Dieter Nuhr im Rosenhang Museum?

„Seine detaillierten Beobachtungen mit der Kamera machen Dinge sichtbar, die meist eher ungesehen bleiben. Dieter Nuhrs Bilder von Orten, Interieurs und Dingen des alltäglichen Lebens, oft hinterlassene Gegenstände, die auf den ersten Blick wenig bildwürdig erscheinen, eröffnen einen sachlichen und dennoch oft melancholischen Blick auf die Rätselhaftigkeit des Daseins.“ (www.presseportal.de)

Was gibt es sonst noch zu sehen?

„Immer wieder begegnen dem Besucher im Museum die Skulpturen Balkenhols, darunter ein »Mann mit Rose«, zwei Ringer und ein riesiger Thron. Einen ganzen Raum füllt die Klanginstallation »Das Gefühl in meinem Inneren« der koreanischen Künstlerin Seo aus – mit mehreren riesigen Glocken.

Der Charakter der ehemaligen Brauerei blieb im Gebäude erhalten. Eines der größten Werke musste in den ersten Stock gehoben werden, bevor in das ehemalige Malzlager ein Treppenhaus mit Aufzug eingebaut wurde. Als bunter Blickfang steht dort der rund fünf mal zwei Meter große »Porcelain Car« des chinesisches Künstlers Ma Jun.

Nur wenige Meter weiter ist viel Platz für die farbenfrohen Gemälde von Elvira Bach, die überlebensgroßen Porträts von Cornelia Schleime und impressionistischen Werke Christopher Lehmpfuhls, der als Pleinair-Maler unter freiem Himmel arbeitet und die Farbe als dicke Schicht mit den Händen aufträgt. Markus Lüpertz ist mit düsteren Ölgemälden, aber auch mit einer farbenfrohen Skulptur der Bremer Stadtmusikanten vertreten.“ (www.giessener-allgemeinde.de)

Wie geht es weiter mit dem Rosenhang?

„Im Besonderen wird sich der Verein in der Organisation und Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen zu den Themen „Kunst und Kultur“ engagieren und regelmäßige Kolloquien in Weilburg abhalten. Zum festen Programm gehören dabei die zu initiierenden „Weilburger Gespräche“, in denen angesehene Persönlichkeiten Kulturpolitische und Bildungspolitische Themen öffentlich diskutieren. Weilburg rückt somit durch diese Initiativen in den Mittelpunkt nationaler Kulturpolitik.“ (www.rosenhangmuseum.de)

 

Rosenhang Museum
Ahäuser Weg 8-10
35781 Weilburg / Lahn

Öffnungszeiten

– Di-So 10-18 Uhr und nach Vereinbarung
– barrierefreier Zugang
– kostenlose Parkplätze

Eintrittspreise

Erwachsene: 12 €
Kinder (6-16 Jahre): 6 €
Familien (2 Erw. mit eigenen Kindern): 24 €
Gruppen (ab 10 Personen): 9 € pro Person
Schulklassen (ab 10 Kinder): 5 € pro Person
Mitglieder des Nassauischen Museumsvereins zu Weilburg e.V.: Eintritt frei