Die Innerste in Wildemann, Foto: By Varus111 (Own work) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Die Innerste in Wildemann, Foto: By Varus111 (Own work) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Freude für die Kurbetriebsgesellschaft Die Oberharzer mbH rund um Bettina Beimel. Bei ihrem Engagement um den Erhalt des Besucherbergwerks „19-Lachter Stollen“ in Wildemann erhält die Gesellschaft Unterstützung von der privaten Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Stiftung seit 1991 ist, erreicht Die Oberharzer in diesen Tagen ein Fördervertrag über 50.000 Euro für den Einbau des Kehrrads unter Verwendung der vorhandenen Welle. Das Besucherbergwerk gehört seit dem vergangenen Jahr zu den über 280 Projekten, die die Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen bei ihrer denkmalgerechten Instandsetzung fördern konnte.

Freude bei der Kurbetriebsgesellschaft Die Oberharzer mbH rund um Bettina Beimel. Am Einbau des Kehrrads unter Verwendung der vorhandenen Welle im Besucherbergwerk „19-Lachter Stollen“ in Wildemann im Landkreis Goslar beteiligt sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die DSD seit 1991 ist mit 50.000 Euro. Der Fördervertrag erreicht Die Oberharzer in diesen Tagen.
Wildemann ist eine Ortschaft im Harz, die 1529 im Auftrag der Welfenherzöge von Bergleuten gegründet wurde. 1553 erhielt Wildemann die Bergfreiheit. Erst 1924 kam der Bergbau in der letzten Grube namens Ernst August zum Erliegen. Andere Gänge in den von Wildemann aus erschlossenen Bergwerken hatte man bereits im 19. Jahrhundert aufgegeben.

Der 19-Lachter-Stollen gehört zu den ältesten zugänglichen Bergwerksanlagen des Oberharzer Bergbaus. Er wurde zwischen 1551 und 1690, anfangs allein mit Schlägel und Eisen, in den Berg getrieben. Der Stollen lag 19 Clausthaler „Lachter“, ein im Bergbau bekanntes Längenmaß, also rund 36 Meter unter dem Glückswardstollen, der auch 16-Lachter-Stollen genannt wurde, weil er sich 16 Lachter unter dem Hauptstollen des östlichen Zellerfelder Gangzuges, dem Frankenscharrn-Stollen, befand. Das in Wildemann befindliche Mundloch führt zu einem fast 9 Kilometer langen Stollen, der zur Ableitung der anfallenden Grubenwässer der an ihn angeschlossenen Erzgruben diente. Der Stollen diente zuletzt als Wasserlösungsstollen.

Heute ist im Stollen ein Besucherbergwerk eingerichtet. Ein etwa 500 Meter langes Stück des Stollens ist bis zum Schacht begehbar, doch teilweise nur 1,40 Meter hoch. Von hier aus führt ein über 260 Meter tiefer Blindschacht in die Tiefe und es öffnet sich eine mehr als 12 Meter hohe Radstube mit den Resten eines über 100 Jahre alten Kehrrades von 9 Meter Durchmesser und 2 Meter Breite, das jetzt wiederhergestellt werden soll. Beeindruckend ist die Vorstellung, mit welch primitiven Mitteln hier seit rund tausend Jahren Erz gefördert wird und zu welchem komplexen System sich der Bergbau entwickelt hat. Einen kleinen Teil davon verkörpert das in sich eingefallene und aus seinem Lager gerutschte Kehrrad.

Der zugängliche Teil des Bergwerks zeigt die unterschiedlichen Abbau-, Förderungs- und Sicherungsmethoden, die über die Jahrhunderte angewendet wurden. Ein Verein führt im Jahr etwa 9.000 Besucher durch den Stollen und bietet zahlreiche Spezialführungen für Kinder und Jugendliche an. Der Verein hat vor, den Besucherzugang um einen weiteren Stollen zu erweitern, so dass ein Rundweg entstehen könnte.

Das Besucherbergwerk mit dem 19-Lachter-Stollen, der 2010 als Teil des Oberharzer Wasserregals zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde, ist eines von über 280 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.