Ulmer Münster, By Martin Kraft (Own work) [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC-BY-SA-3.0</a>], <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AUlmer_M%C3%BCnster-Westfassade.jpg">via Wikimedia Commons</a>

Ulmer Münster, By Martin Kraft (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Am 29. Oktober 2013 präsentierte die Julius Rohm-Stiftung zu Ehren von Julius Rohm, dem ehemaligen ehrenamtlichen Bürgermeister von Neu-Ulm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) ihre jüngsten Restaurierungsarbeiten in der Konrad-Sam-Kapelle des Ulmer Münsters. Erstmals wurden in diesem Jahr vier Bildtafeln aus dieser Kapelle restauriert, während gleichzeitig die jahrelange Restaurierungskampagne der Rohm-Stiftung in der Neithartkapelle endete. Damit hat die Treuhandstiftung einmal mehr einen wichtigen Beitrag zur Restaurierung der Innenausstattung des Ulmer Münsters geleistet. Bei dem Pressetermin beantworteten Restauratorin Monika Kneer, Jochen Ansel vom Landesamt für Denkmalpflege, Dekan Ernst-Wilhelm Gohl, der Stifter Dr. Julius Rohm und Dr. Dorothe Trouet, Vorstandsvorsitzende der Julius Rohm-Stiftung in der DSD Fragen.

Erneut hat die Julius Rohm-Stiftung zu Ehren von Julius Rohm, dem ehemaligen ehrenamtlichen Bürgermeister von Neu-Ulm einen wichtigen Beitrag zur Restaurierung der Innenausstattung des Ulmer Münsters geleistet. Diesmal ermöglichte die in der Treuhandschaft der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) befindliche „Pflegeversicherung“ die Restaurierung der letzten hölzernen Ausstattungsstücke der Neithartkapelle des Ulmer Münsters sowie von vier Bildtafeln in der dortigen Konrad-Sam-Kapelle, in der am 29. Oktober bei einem Pressetermin Restauratorin Monika Kneer und Jochen Ansel vom Landesamt für Denkmalpflege die Ergebnisse der Arbeiten der Öffentlichkeit vorstellten. Zuvor begrüßten Dekan Ernst-Wilhelm Gohl, der Stifter Dr. Julius Rohm und Dr. Dorothe Trouet von der DSD die Anwesenden.

Restauriert wurden aus der Neithartkapelle vier Wappentafeln, mit denen bekannte Ulmer Familien im 15. und 16. Jahrhundert an sich erinnerten. Die Tafel von Ulrich Stamler stammt aus dem Jahr 1468, die von Lienhart Guinzburger von 1478, die Tafel von Hans Nithart stammt von 1457 und die von Wolfgang Stamler aus dem Jahr 1558. Außerdem wurden zwei spätgotische Holzskulpturen – eine Maria mit Kind und eine Pietà – und eine spätgotischen Holztruhe restauriert. Neben den Stücken aus der Neithartkapelle konnten zudem vier Tafeln des Lukasaltars aus der Ulmer Wengenkirche, die sich in der Konrad-Sam-Kapelle befinden, bei der Restaurierungskampagne berücksichtigt werden. Dabei handelt es sich um eine Darstellung der „Verkündigung“, der „Christi Himmelfahrt“, des „schlafenden Petrus“ auf dem Ölberg und des Jakobus und Bartholomäus.

Für die Restaurierung stellte die Julius Rohm-Stiftung rund 29.000 Euro zur Verfügung. Die Petrustafel war mit einem in jüngster Vergangenheit aufgebrachten Firnis versehen, eine für die spätgotische Tafelmalerei untypische Oberfläche, die das Landesamt für Denkmalpflege und die Restauratorin dazu bewogen hat, den Firnis abzunehmen. Die Firnishaut ließ sich relativ gut ablösen, auch viele Retuschen der letzten Reparaturphase, die einen Teil der Originalfläche bedeckten und nachgedunkelt waren. Die nun wieder sichtbaren Fehlstellen erlauben, den Petrus bei dem Pressetermin im „unfertigen“ Zustand zu zeigen, was einen Einblick in den Restaurierungsvorgang ermöglicht und Verständnis für die für die weitere Restaurierung benötigten 11.000 Euro weckt. Jochen Ansel vom Landesamt für Denkmapflege und die Restauratorin Monika Kneer erläutern die Vorgehensweise.

Für Restaurierungsmaßnahmen im Ulmer Münster stellte die Julius Rohm-Stiftung seit 2009 über 150.000 Euro zur Verfügung. Die Rohm-Stiftung ist eine von über 220 Treuhandstiftungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die inzwischen zu einem wichtigen Instrument in der Denkmalpflege geworden sind. Die dauerhafte Unterstützung der Denkmallandschaft in Deutschland entwickelt sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Förderinstrument, das bereits jetzt aus der Denkmallandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Die DSD fördert das Stiftungskonzept mit einem eigens eingerichteten Stiftungszentrum.