Spätgotische Kirche in Reinstädt, By Michael Sander (Own work) [<a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html">GFDL</a> or <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0</a>], <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AKirche_Reinst%C3%A4dt.JPG">via Wikimedia Commons</a>

Spätgotische Kirche in Reinstädt, By Michael Sander (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Dank zweckgebundener Spenden konnte Barbara Schönfelder vom Ortskuratorium Weimar der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) am 10. September 2013 einen Fördervertrag in Höhe von 15.000 Euro für die Sanierung des Turmdachs sowie die Neudeckung in Naturschiefer der St. Michaelkirche in Reinstädt im Saale-Holzland-Kreis an Pfarrer Stephan Ebelt überbringen. Damit sollen die statischen Schäden am Turm, die zu einer akuten statischen Gefährdung der Turmhaube geführt haben, rasch beseitigt werden.

Der Turm der zwischen 1450 und 1480 erbauten wehrhaften Kirche St. Michael stand ursprünglich frei und ist vermutlich älter als der heutige Kirchenbau. Heute ist der Turm auch durch den das gesamte Langhaus umziehenden Wehrgang mit Zinnenkranz eingebunden. Schießscharten in den Langhauswänden dienten ebenso der Verteidigung wie der über dem westlichen Portal befindliche Gusserker. Einen reizvollen Gegensatz zum wehrhaften Saal stellt der filigrane gotische Chor dar. Die flache Holzdecke wurde mit einer gotischen Schablonenmalerei verziert. Sie ist flächenmäßig die größte zusammenhängende Schablonenmalerei in Thüringen. Durch die unterschiedliche Anordnung der Elemente entstanden 23 verschiedene Muster. Als weiteren Kirchenschmuck baute man zwischen 1734 und 1745 die barocken Emporen und die Herrschaftsloge in die Kirche ein.

Die Dorfkirche ist eines von über 410 Förderprojekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.