Am 11. September 2013 erhielt Friedrich Kohrs in Buchholz Besuch von Dieter Kunze, Ortskurator Stade der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Im Beisein von Herbert John von Lotto Niedersachsen überbrachte er einen Fördervertrag der DSD über 20.000 Euro für die im Rahmen der Gesamtsanierung der Kapelle von Gut Holm anstehenden Maurer-, Dachdecker- und Tischlerarbeiten. Damit ist das aus dem 16. Jahrhundert stammende Gotteshaus mit seiner historischen Ausstattung eines der über 280 Denkmale, die die DSD dank privater Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein im Niedersachsen fördern konnte.

Am 11. September 2013 erhielt Friedrich Kohrs auf Gut Holm in Buchholz Besuch von Dieter Kunze, Ortskurator Stade der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Im Beisein von Herbert John von Lotto Niedersachsen überbrachte er einen Fördervertrag der DSD über 20.000 Euro für die im Rahmen der Gesamtsanierung der Gutskapelle von Gut Holm im Landkreis Harburg anstehenden Maurer-, Dachdecker- und Tischlerarbeiten.

Christoph von Hodenberg gründete Gut Holm 1567. Wenige Jahre später – um 1580 – entstand die zum Gut gehörige Kapelle. Ihr Innenraum wurde sowohl 1662 unter Friedrich Schenck von Winterstedt als auch ein weiteres Mal zweihundert Jahre später umgebaut und renoviert.

Heute werden der eingeschossige Fachwerkbau mit Zierausfachung aus handgestrichenen Ziegeln sowie der apsidiale Anbau von einem rot gedeckten Satteldach abgeschlossen. Über dem Chorraum erhebt sich ein schieferverkleideter Glockenturm. An der Westseite schließt sich eine Remise an, die zwischen 1908 und 1910 angebaut wurde.

Das Innere der Kapelle ist ebenfalls fachwerksichtig und weiß verputzt. Ein Deckenbalken aus der Erbauungszeit mit Holzschnitzereien hat sich erhalten, er wurde 1662 ausgebaut und zerschnitten, zur Hälfte gedreht und wieder eingesetzt.

Die Kanzel ist ebenso bauzeitlich wie die hölzerne Prieche, der vom sonstigen Gestühl abgesonderte Sitzplatz für einen höheren Stand der Kirchengemeinde. Beide sind mit schlichten Schnitzereien geschmückt. Mit Schnitzwerk verziert ist auch der Schreinaltar mit einem Altarbild, das 1980 restauriert und wieder eingebaut wurde. Das Wappen der Familie von Winterstedt belegt die Entstehung des Altares in der Zeit um 1662. Die Glocke datiert einer Inschrift zufolge in das gleiche Jahr.

Bei der Gutskirche handelt es sich um den ältesten Bau von Buchholz und zugleich um das älteste Gebäude des Gutes Holm. Die Geschichte des Gutes lässt sich durch die bauzeitlichen Schnitzereien, Wappen oder die Inschrift auf der Glocke gut ablesen. Die stetige Nutzung als Sakralraum – bis heute wird die Kapelle für Trauungen, Konfirmationen und sonntäglich für den Gottesdienst genutzt – sicherte den Bestand der originalen Ausstattung, die so gut wie bei nur wenigen Gutskapellen dieser Zeit erhalten ist.

Nachdem Dachstuhl und Dachdeckung bereits in den 1980er Jahre instandgesetzt wurden, muss nun erneut eine Grundsanierung der Fassaden, des Innenraums und der Außenanlagen erfolgen. Dank eines umfangreichen Fördererverbundes aus der Klosterkammer Hannover, der Bingo Lotterie, dem Landesdenkmalamt, dem Landkreis, der Stadt und verschiedenen Stiftungen wird diese 215.000 Euro kostende Gesamtinstandsetzung möglich.

Die Kapelle von Gut Holm ist eines von 280 Denkmalen, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden, Kooperationen mit anderen Stiftungen und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.