Kapelle in Vallendar-Schönstatt, Foto: Pallotiner

Kapelle in Vallendar-Schönstatt, Foto: Pallotiner

„Wir übergeben mit diesem Schlüssel die Verantwortung und die Fürsorge für die Menschen, die hier Stärkung aus dem Glauben heraus suchen, an die Schönstattbewegung“ – Feierliche Verschenkung der Wallfahrtskapelle Schönstatt durch die Pallottiner.

Die Verschenkung der Wallfahrtskapelle in Vallendar-Schönstatt von der Gemeinschaft der Pallottiner an die Schönstattbewegung ist am 22. September 2013 im Rahmen einer Vesper gefeiert worden. Zu dem gemeinsamen Abendgebet waren Vertreter der Pallottiner – unter ihnen Provinzial P. Helmut Scharler – sowie Repräsentanten der Schönstattbewegung – so auch der Generalrektor der Schönstattpatres P. Heinrich Walter – in die kleine Kapelle gekommen. Die Vesper diente als feierlicher Akt und offizielle Übergabe für den am 22. Mai 2013 gefassten Beschluss der pallottinischen Provinzversammlung, der Schönstattbewegung zu ihrem 100jährigen Bestehen 2014 die Marienkapelle anzuvertrauen. Die Schenkung umfasst auch den angrenzenden Pilgerplatz.
„Doch vor allem geht mit diesem Geschenk eine große Verantwortung einher“, so P. Scharler. „Wir übergeben mit diesem Schlüssel die Cura – die Verantwortung und Fürsorge – nicht für das Gebäude, sondern vor allem für die Menschen, die an diesem Ort Gnade und Stärkung aus dem Glauben heraus suchen, an die Schönstattbewegung“, sagte der Provinzial der Pallottiner und übergab P. Walter „zu treuen Händen“ als Symbol der Schenkung den Schlüssel für den Tabernakel der Marienkapelle und wünschte ihm und der Bewegung „Gottes Segen für die große Aufgabe“.
1901 hatten die Pallottiner das „Alte Haus“ aus Privatbesitz für den Aufbau eines Studienheimes als Wiege ihrer Präsenz in Vallendar erworben. Die Kapelle, damals Abstellkammer für Gartengerät, wurde instandgesetzt und diente fortan wieder als Sakralraum (Hauskapelle). 1914 weihte sich eine Gruppe von Schülern um den Pallottiner-Spiritual Pater Josef Kentenich hier der Gottesmutter. Dieses Datum sieht die Schönstattbewegung als Beginn ihres apostolischen Wirkens (Gründungsakt).

1964 kam es zur Trennung zwischen der Schönstattbewegung und den Pallottinern, die bis dahin die Entwicklung Schönstatts, als auch der entstandenen Wallfahrtsbewegung maßgeblich gefördert und geformt hatten.
Mit der Schenkung verbinden die Pallottiner die Hoffnung, dass auch in Zukunft viele Menschen die Nähe der Gottesmutter und die heilsame und inspirierende Kraft des Wallfahrtsortes erfahren dürfen. In unmittelbarer Nähe zum „Kappelchen“ betreiben die Pallottiner etliche pastorale Einrichtungen (Pallottikirche, Jugendbildungsstätte und Geistliches Zentrum an Haus Wasserburg) und hoffen auf fruchtbare Erfahrungen und gute Nachbarschaft von Pallottinern und Schönstättern an einem Ort.