Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin, By nl:User:GerardM (Own work) [<a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html">GFDL</a> or <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC-BY-SA-3.0</a>], <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AGed%C3%A4chtniskirche1.JPG">via Wikimedia Commons</a>, Lizenztext hilfsweise auch im Impressum

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin, By nl:User:GerardM (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons, Lizenztext hilfsweise auch im Impressum

Mit einem Festgottesdienst feierte die Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin am 15. September 2013 den Abschluss der Sanierungsmaßnahmen am Alten Turm. Um 12.00 Uhr hatten Unterstützer der Wiederherstellungsmaßnahmen die Gelegenheit, das Glockenspiel auf der Gerüstplattform in fünf Meter Höhe bei seinem ersten Glockenschlag zu erleben. Mit dabei war auch Heike Pieper vom Kuratorium Berlin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem größten privaten Fördergeber bei diesem Projekt. Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist eines von über 150 Projekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Berlin unterstützen konnte.

Mit einem Festgottesdienst feierte die Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin am Sonntag, den 15. September 2013 den Abschluss der Sanierungsmaßnahmen am Alten Turm des weltweit bekannten Wahrzeichens der Stadt. Um 12.00 Uhr hatten Unterstützer der glücklich bewältigten Wiederherstellungsmaßnahmen die Gelegenheit, das Glockenspiel am Alten Turm auf der Gerüstplattform in fünf Meter Höhe bei seinem ersten Glockenschlag zu erleben. Mit dabei war auch Heike Pieper vom Kuratorium Berlin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem größten privaten Fördergeber bei diesem Projekt.

Poröses Mauerwerk bedrohte das Berliner Wahrzeichen, das die Berliner liebevoll als ihren „Hohlen Zahn“ bezeichnen. Der Turmruine der kriegszerstörten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche hatten Witterung und Frost, aber auch Erschütterungen durch Straßenverkehr und U-Bahn zugesetzt. Spezialisten konnten bei Untersuchungen in luftiger Höhe faustgroße Brocken aus dem Turm herausholen.

Einem Spendenaufruf der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) im Förderermagazin Monumente folgte im ganzen Land großzügige Hilfsbereitschaft. So konnte die in Bonn ansässige Deutsche Stiftung Denkmalschutz bislang mit zwei Förderverträgen in Höhe von insgesamt 260.000 Euro bei der Restaurierung der erhalten gebliebenen Mosaikfragmente sowie der Natursteinverkleidung der Außenwände helfen. Eine weitere Förderung über 147.000 Euro steht an.

Die Gedächtniskirche wurde auf Veranlassung von Kaiser Wilhelm II. zum Gedenken an seinen gleichnamigen Großvater von 1891 bis 1895 nach einem Entwurf des Königlichen Baurats Franz Schwechten erbaut. Der neoromanische Bau in der Formensprache der romanischen Kirchen des Rheinlands besaß mit dem 113 Meter hohen Hauptturm den höchsten Aussichtspunkt der Stadt.

Die Ausgestaltung des Innenraums, der aufwendig mit Mosaiken, insbesondere zu biblischen Motiven, ausgekleidet war, wurde beispielgebend für die Epoche.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche 1943 bei Bombenangriffen weitgehend zerstört. Nur die Turmruine und ein Bereich der Apsis blieben stehen. Egon Eiermann baute nach heftigen Reaktionen aus der Bevölkerung eine neue Kirche und ließ alt und neu nebeneinander gelten. Der alte Turm wurde zum Mahnmal gegen den Krieg.

Heute gilt das Gebäudeensemble der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Zusammenspiel von Nachfolgebauten und erhaltener Turmruine weltweit als herausragendes Zeugnis der Nachkriegsmoderne.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist eines von über 150 Projekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Berlin unterstützen konnte.