RZ-Online Artikelarchiv vom 30.12.2008

Endlich Wegweiser für Jakobspilger

"Knotenpunkt" beliebter Pfade: Schilder am Wegesrand aufgestellt

Mitten durch Lahnstein führen fast vergessene Pfade, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen: Jakobuswege, die Pilger aus allen Nationen locken und nicht selten bis ins ferne Spanien nach Santiago de Compostela führen.

LAHNSTEIN. Die Stadt Lahnstein ist sogar ein "Knotenpunkt" für Jakobspilger, denn gleich mehrere Pfade – der Lahn-Camino von Lahnstein bis Wetzlar und der Rhein-Camino – treffen hier zusammen, der Mosel-Camino liegt in unmittelbarer Nähe. Jetzt gibt es auch Schilder, die Pilgern und Wanderern den Weg weisen. Die Mitglieder der Jakobusgesellschaft Rheinland-Pfalz/Saarland freuen sich, denn jetzt sind alle Jakobswege an Lahn, Rhein und Mosel sowie in der Eifel fertig markiert. Die letzten Schilder wurden in Lahnstein an der Ecke Bodewigstraße / Frankenstraße angebracht.
Auch die kleine Jakobuskapelle im Herzen des Stadtteils Oberlahnstein, gegenüber des Alten Rathauses gelegen, ist eine Station, die in früheren Zeiten von Jakobspilgern aufgesucht wurde.

An der Johanniskirche am Niederlahnsteiner Rheinufer weist außerdem der erst vor kurzem aufgestellte "Santiago-Stein", beschriftet mit der genauen Kilometerangabe für die Strecke Lahnstein-Santiago de Compostela, auf den Jakobsweg hin. An dieser Stelle muss der Pilger, der den Mosel-Camino benutzen möchte, den Rhein überqueren und dem Weg von Schloss Stolzenfels aus über Trier und Metz Richtung Spanien folgen. Die Regionalgruppe Mittelrhein dankte allen, die die die Aufstellung der Hinweisschilder ermöglicht haben und wünscht allen Jakobspilgern, dass sie stets gute Erfahrungen auf diesen Wegen machen mögen.    (kr)