Nordportal des Deiseler-Tunnels zwischen Trendelburg und Wülmersen der ehemaligen Carlsbahn (km 7,6 bis 7,8), <a href="//de.wikipedia.org/wiki/User:Presse03" class="extiw" title="de:User:Presse03">Presse03</a> at the <a href="//de.wikipedia.org/wiki/" class="extiw" title="de:">German language Wikipedia</a> [<a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html">GFDL</a> or <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC-BY-SA-3.0</a>], <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ACarlsbahn_Tunnelportal.jpg">from Wikimedia Commons</a>

Nordportal des Deiseler-Tunnels zwischen Trendelburg und Wülmersen der ehemaligen Carlsbahn (km 7,6 bis 7,8), Presse03 at the German language Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], from Wikimedia Commons

Eine freudige Nachricht für Landrat Uwe Schmidt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt in diesem Jahr für die Mauerwerkssanierung des Deiseler Carlsbahntunnels in Trendelburg im Landkreis Kassel 50.000 Euro zur Verfügung. Der Fördervertrag zum weiteren Erhalt des technischen Denkmals, das als Teil des hessischen Fernradweges R4 genutzt werden soll, erreicht das Landratsamt in diesen Tagen.

Der Bau der „Carlsbahn“ als erstem Abschnitt der Kurhessischen Eisenbahn der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Gesellschaft begann 1845. Eingeweiht wurde die wichtige Verbindung von Kassel nach Karlshafen an der Weser drei Jahre später. Eigens für die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn baute die Firma Henschel in Kassel den „Drachen“, die erste dort entwickelte Dampflokomotive. Diese erste hessische Eisenbahn durchfuhr den Kesselberg durch Hessens ersten Tunnel, den Deiseler Tunnel. Das zwischen Trendelburg und Wülmersen liegende Bauwerk misst in der Höhe 6 Meter. Es gründet auf gewachsenem Sandsteinfelsen und wurde aus Ziegel- und Natursteinmauerwerk erbaut. Die senkrechten Wandbereiche verblendete man mit Natursteinen. Auch die Tunnelportale wurden in Mischbauweise erbaut, der Einfahrtsbereich des Südportals besteht aus Natursteinen, der des Nordportals aus Ziegelmauerwerk.

Die Linie wurde 1966 für den Personenverkehr und 1970 für den Güterverkehr stillgelegt. Als älteste ihrer Art besitzt sie besondere Bedeutung für die Verkehrs- und Eisenbahngeschichte Hessens. Der Carlsbahntunnel gehört nunmehr zu den rund 140 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Hessen fördern konnte.