Vielen, vielen Dank für den Bericht, den ich gerne in den nächsten Tagen anonymisiert hier veröffentliche. Bitte beachten Sie, dass Tagebuch und die vielen Tipps geistiges Eigentum des Autors sind und eine Verwendung nur mit seiner Erlaubnis gestattet ist. Einen Kontakt zu ihm stelle ich gerne her.

 

Sehr geehrter Herr Schäfer,

hier noch mein Bericht vom vergangenen Jahr z.K.

VG

Ihr

 

—– Original Message —–

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Sent: Sunday, November 30, 2008 2:49 PM

Subject: Camino – und – schon jetzt ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest

Liebe Frau

beigefügt erhalten Sie meinen versprochenen persönlichen Bericht über den Jakobsweg. Für mich ist der Camino eine einzige "Offenbarung". Jede(r) Pilger(in) zieht die Menschen an, die sie/er braucht. Ich hatte wundervolle Begegnungen und mit den wichtigsten Menschen stehe ich nach wie vor in regelmäßigem Kontakt.

Eine Pilgerschaft zu einer der größten Wallfahrtstätten der Christenheit – Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela – war einstmals aufwändiger als heute und dazu noch sehr gefährlich, obwohl die Pilger, die ein von weitem sichtbares Pilgerzeichen trugen, durch den Pilgerfrieden geschützt waren.

Unsere nächste Generation zahlt für die Fehler der abgehobenen Politiker und Wirtschaftsführer, die sich gottgleich fühl(t)en und entsprechend darstell(t)en, aber nichts für das Volk/die Belegschaft bewegt haben. Ein sinnvolles Korrelativ aufzubauen und lange zu bewahren ist äußerst schwierig; die Masse der Menschen lernt einfach nichts auch gar nichts aus der Geschichte.

Dabei wird nichts so sehr gefürchtet wie die Meinung unabhängiger Menschen, weshalb wir mehr für unsere Unabhängigkeit tun sollten. Die Unabhängigkeit setzt aber Bescheidenheit voraus, wofür viele Menschen nicht bereit sind. Somit versklaven sie sich über ihre Bedürfnisse selbst.

Auf dem Jakobsweg würde so mancher Egomane lernen, dass nur das wichtig ist, was er/sie tragen kann. Somit würde jeder unnötige Ballast vermieden.

Von Herzen wünsche ich Ihnen ruhige besinnliche Stunden, um bald – Weihnachten steht ja vor der Tür – innere Einkehr halten zu können.

Ihr