Volpertshausen - QR-Codes sind zweidimensionale Barcodes, die jedes Gerät interpretieren kann, auf dem eine QR-Code-Software installiert ist. Lade dir die URL dieser Strecke einfach auf dein Smartphone herunter (erfordert QR Code Software auf deinem Smartphone).

Volpertshausen – QR-Codes sind zweidimensionale Barcodes, die jedes Gerät interpretieren kann, auf dem eine QR-Code-Software installiert ist. Lade dir die URL dieser Strecke einfach auf dein Smartphone herunter (erfordert QR Code Software auf deinem Smartphone).

By KlausFoehl (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

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Kurzbeschreibung: Am ehemaligen Jagdhaus der Grafen von Nassau-Weilburg in Hüttenberg-Volpertshausen geht es los. Der Weg führt zunächst durch die Felder nach Vollnkirchen. Nachdem Sie den kleinen Ort passiert haben, geht es nach Rechtenbach und von dort über Reiskirchen zurück nach Volpertshausen. Hier, bei einem Ball im Jagdhaus, lernte Johann Wolfgang von Goethe „seine“ Lotte kennen. Literarisch verarbeitete er den Ball in „Die Leiden des jungen Werther“. Nach der Besichtigung des originalen Ballsaales und einem Gang durch das Hüttenberger Heimatmuseum ergibt sich vielleicht die Gelegenheit zur Einkehr im Goethe-Café.

Wegstrecke: Die reine Gehzeit beträgt ca. 4 Stunden (ca. 15 km, 192 m Gesamtanstieg)

Bahnfahrer: Vom Bahnhof Wetzlar mit dem Bus über Rechtenbach nach Volpertshausen. Fahrzeit mit Umstiegen ca. 30 Minuten.

Autofahrer: Parken im Ort möglich

Kosten/Besonderheiten: Eintritt Goethehaus/Heimatmuseum Hüttenberg 1,50 Euro (geöffnet jeden 2. Sonntag im Monat 14 bis 18 Uhr)

Wegbeschreibung: „Wo Johann Wolfgang mit der Lotte schwofte,“ ist heute das Heimatmuseum der Gemeinde Hüttenberg. Natürlich ist auch der Ballsaal zu sehen, in dem Goethe der Charlotte Buff einen Kuss geraubt haben soll. Das 1719 bis 1721 von den Nassau-Weilburgern erbaute Jagdhaus gehört schon seit fast 100 Jahren der Gemeinde Hüttenberg, beherbergte Schule und Lehrerwohnung und dient seit 1965 dem Heimatkundlichen Verein Hüttenberg als Bleibe für die umfangreiche Sammlung.

Doch dazu und zum Techtelmechtel zwischen Johann Wolfgang und Lotte kommen wir hinterher. Jetzt nutzen wir den schönen Tag und wandern im großen Bogen um Volpersthausen herum. Zum größten Teil geht es durch die Felder, es bietet sich nur wenig Schutz vor Sonne, Regen oder Wind. Bitte berücksichtigen Sie das bei Ihrer Planung.

Im Ort Volpersthausen gibt es genügend Parkmöglichkeiten. Der Wanderstart ist am Goethehaus. Auf der Rheinfelser Straße mit Blick auf das Goethehaus stehend, wenden wir uns nach rechts und gehen den Weg neben dem Heimatmuseum herein. Der breiten Straße folgend geht es nach rechts und an der nächsten Straßenkreuzung nach links. Wir halten uns weiter links, überqueren die Lottestraße, gehen noch ein Stückchen Richtung Ortsausgang und gelangen so zu einem markierten Wanderweg entlang des Schwingbaches. Hier geht es mit moderater Steigung immer weiter geradeaus.

An einer Wegkreuzung (links geht es zurück in den Ort) folgen wir den Wanderwegmarkierungen nach rechts. Bleiben Sie auf diesem Weg immer geradeaus, bis Sie die ersten Häuser von Vollnkirchen erreichen. Dort führt Sie Ihr Weg nach links, immer am Waldrand entlang. Nach einer langgezogenen Rechtskurve, wenn es geradeaus nicht mehr weitergeht, wendne Sie sich wieder nach links. Wie mit der Schnur gezogen läuft der Wanderweg durch den Wald, wendet sich dann ganz leicht nach links und macht dann eine Rechtskurve. Hinter dieser Kurve führt Sie Ihr Weg in den ersten Weg links hinein.

Nur ein kleines Stückchen, dann geht es rechts und sofort wieder links. An der nächsten Gabelung rechts auf Rechtenbach zu. Hier überqueren Sie den Schwingbach und die Hessenstraße, auf der anderen Straßenseite geht es gleich wieder in die Felder hinein. Sie folgen einem Bogen nach links, gehen wiederum nach links auf den Ludwigshof zu, biegen dann nach rechts ab und nehmen dann den ersten Wirtsschaftsweg wiederum nach rechts. Am dritten Feldweg wenden Sie sich links, gehen bis zur Straße, überqueren diese und folgen dem Feldweg bis zum Ende. Dann geht es wieder nach links. Auf diesem Weg bleiben Sie, bis Sie den Ort Reiskirchen erreichen. Ein kleiner Abstecher führt zum Dorfbrunnen, der mit seinen Bänken zur Rast einlädt. Gstärkt geht es auf der Volpersthäuser Straße aus dem kleinen Ort hinaus. Nachdem die Kreisstraße überquert wurde, geht es auf einem Wirtschaftsweg geradeaus weiter. Zwei Feldweg bleiben rechts liegen, der dritte Abzweig in einen Wirtschaftsweg ist der richtige Weg. Dem folgen Sie bis zur Straße, gehen ein Stcük rechts auf dem Fahrradweg und überqueren dann wieder eine Straße. Nach etwa 250 m wieder nach links in einen Wirtschaftsweg, dem immer weiter folgen. Bald schon kommen die Häuser von Volpertshausen wieder in den Blick. Entlang der Rheinfelser Straße geht es wieder zurück zum Goethehaus. Wer die manchmal doch ziemlich stark befahrene Rheinfelser Straße vermeiden möchte, wendet sich nach rechts und geht durch die Seitenstraßen wieder zurück zum Heimatmuseum.

Nochmal zurück zum Goethehaus und zum Heimatmuseum. Das schöne, natürlich unter Denkmalschutz stehende, Fachwerkhaus ging in die Weltgeschichte ein. Und das kam so:

Johann Wolfgang trat auf Geheiß seines Vaters ein Praktikum am Reichskammergericht an. In Wetzlar kümmerte sich eine Tante um den jungen Assessor und bot ihm zum Beispiel die Teilnahme an einem Ball in Volpertshausen an. Zu eben diesem Ball war auch Charlotte Buff geladen, die Tochter des Verwalters vom Wetzlarer Deutschordenshaus. Sie kümmerte sich hingebungsvoll um ihre kleineren Geschwister und als Goethe sie zum Ball abholen wollte, musste er einige Zeit warten. Bis Lotte nämlich das Abendessen für die Geschwister gerichtet hatte. Die „brotschneidende Lotte“ ist eines der eindringlichsten Bilder in Goethes Weltroman „Die Leiden des jungen Werthers“.

Endlich war Lotte fertig, amn fuhr mit der Kutsche nach Volpertshausen. Der Abend verlief sehr kurzweilig, bis es zu einem Gewitter kam. Lotte und Johann Wolfgang standen am Fenster, während sich die Ballgesellschaft am Spieltisch amüsierte.

Wann sich Goethe in Lotte verliebt hat, ist nicht so ganz klar. Er verarbeitete seien Begegnung mit Lotte später im Roman und ließ dabei noch den Freitod seine Freundes Jerusalem mit in die Geschichte einfließen. Lotte Buff war längst dem späteren Gesandten am Hannoveraner Hof, von Kestner, versprochen. Goethe, der sich immer wieder unglücklich verliebte, nahm dies als Grund, um Wetzlar bei Nacht und Nebel zu verlassen. Aus dem „Werther“ wurde ein Welterfolg und Lotte Buff darin ebenfalls.