Kirche in Bornim, Karsten Knut Knuth [Attribution], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AKirche_Bornim.JPG">from Wikimedia Commons</a>

Kirche in Bornim, Karsten Knut Knuth [Attribution], from Wikimedia Commons

Am Sonntag, den 13. Oktober 2013 begann um 17.00 Uhr der Festakt zum Abschluss der Kirchturmrestaurierung in Potsdam-Bornim. Der musikalischen Begrüßung folgten Dankesworte, bevor die Feierstunde bei einem kleinen Imbiss und Wein ausklingt. An der Instandsetzung des Turmschaftes beteiligte sich im vergangenen Jahr auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit 20.000 Euro dank einer zweckgebundenen Spende des Fördervereins.

Die prominent im Dorfkern von Bornim gelegene Kirche wurde auf Betreiben der Kaiserin Auguste-Viktoria von 1901 bis 1903 errichtet. Den Entwurf lieferte der Regierungs- und Baurat Ludwig von Tiedemann, die Ausführung und Innenraumgestaltung oblag Arthur Kickton. Bei der ungewöhnlich großen und reich ausgestatteten Dorfkirche handelt es sich um einen breit gelagerten neugotischen Bau mit weiträumigem Saal und einem asymmetrisch angefügten schmalen Seitenraum. Der eingerückte Rechteckchor wird vom Sakristeianbau und dem weithin sichtbaren 55 Meter hohen, auf der Südseite befindlichen quergestellten Turm flankiert. Die Kirche ist im unteren Bereich mit Rüdersdorfer Kalkstein verblendet, der beim Turm bis zum Glockenstuhl geführt ist und an der Nordwand bis zur Mitte des oberen Rundfensters reicht. Das übrige Mauerwerk besteht aus roten Ziegelsteinen und wird durch Putzblenden belebt. Die Abdeckungen der Wasserschläge sowie die Maueranschlüsse bestehen aus grün glasierten Schrägsteinen. Die steilen Dächer sind mit Mönch-Nonne-Ziegeln gedeckt und durch gelblich und grün glasierte Ziegel reich gemustert. Der Turmhelm ist mit Kupfer gedeckt. Die Architekturformen knüpfen an Bauten der märkischen Backsteingotik an, zeigen aber in den grob bearbeiteten Steinquadern auch Anklänge an die Burgenarchitektur früherer Zeiten. Der Innenraum ist im Geschmack der Erbauungszeit ausgemalt. An der Südseite befinden sich übereinanderliegend die Kaiser- und Patronatslogen. Die Sauer-Orgel stiftete Kaiser Wilhelm II.

Die Kirche in Potsdam-Bornim ist eines von über 530 Förderprojekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Brandenburg fördern konnte.