Die Ferienzeit hat für viele begonnen – oder startet in einigen Bundesländern in Kürze – und es herrscht Hochsaison auf Deutschlands Flughäfen: In den Sommermonaten starten wieder viele Deutsche in den Urlaub. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) gibt nützliche Tipps, wie Reisende und besonders Familien stressfrei und entspannt mit dem Flugzeug in die weite Welt starten können:

  • Schon im Reisebüro fängt der Urlaub an: Bei vielen Fluggesellschaften können Reisebüromitarbeiter auf Wunsch der Kunden vorab Sitzplätze reservieren – bei Linienfluggesellschaften oft sogar kostenfrei. Die Reservierung vorab empfiehlt sich besonders für Familien mit Kleinkindern, damit die Eltern auch entspannt einchecken können. Auch spezielle Wünsche für Mahlzeiten an Bord nehmen die Reisebüros vorab entgegen und leiten Kundenwünsche beispielsweise nach vegetarischer, laktosefreier, koscherer Kost oder nach Speisen für Diabetiker an die Fluggesellschaft weiter. Wer spezielle Hilfe benötigt – etwa einen Rollstuhl oder eine Begleitung wegen Mobilitätseinschränkungen – kann diesen Bedarf mit Hilfe des Reisebüros an die Fluggesellschaft melden.
  • Ebenfalls im Reisebüro oder bei der Fluggesellschaft erfahren Kunden, ob bestimmtes Gepäck – wie Surfbretter, Fahrräder, Tauchausrüstung, Golfgepäck oder der Kinderwagen – kostenfrei transportiert werden oder ein Aufpreis fällig ist.
  • Damit Kleinkinder sicher reisen können, ist es in vielen Flugzeugen möglich, einen Autokindersitz zu befestigen. In diesem Fall muss meist ein eigener Sitzplatz für das Kind gebucht werden. Welche Kindersitze geeignet sind und was zu beachten ist, erfahren Reisende auf der Internetseite des Luftfahrtbundesamtes www.lba.de im Bereich Öffentlichkeitsarbeit unter Passagierinformationen beim Stichwort Passagier-Kindersitze oder bei ihrem Reisebüro.
  • Ratsam ist es vor der Abreise, sich die Adresse der deutschen Auslandsvertretung am Urlaubsort zu notieren (unter www.diplo.de/adressen) und Kopien der wichtigsten Reisedokumente, etwa Flugtickets, Reisepässe und Kreditkarten, zu machen. Bei Verlust der Dokumente kann es sehr hilfreich sein, die Daten schnellstmöglich vorliegen zu haben.
  • Um am Abflugtag die teilweise langen Warteschlangen am Flughafen vor den Check-in-Schaltern zu umgehen, empfehlen sich entweder ein Vorabend-Check-in, der Online-Check-in oder die Nutzung von Check-in-Automaten am Flughafen. Fast alle großen Fluggesellschaften bieten diesen Service mittlerweile an. Inwieweit dies möglich ist, lässt sich bei der Buchung im Reisebüro oder im Internet auf der Website der jeweiligen Fluggesellschaft oder des Flughafens erfahren.
  • Wer online eincheckt, benötigt dazu meist nur die Buchungs- oder Ticketnummer sowie Vor- und Nachnamen und schon kann die Bordkarte ausgedruckt werden. Wer Gepäck aufgeben möchte, dem stehen die sogenannten „Baggage Drop-off”-Schalter der Fluggesellschaft zur Verfügung. Oftmals ist die Gepäckaufgabe auch am Automaten möglich.
  • Auch am Check-in-Automaten auf dem Flughafen lassen sich bei vielen Linienfluggesellschaften oder Low-Cost-Airlines Sitzplätze am Bildschirm aussuchen und die Bordkarte ausdrucken. Meist steht Personal bereit, das Ungeübten bei der Nutzung der Automaten weiterhilft. Buchungsnummer, Name, Vielfliegerkarte oder die Personalausweis-Nummer reichen meist und der Check-in erfolgt. Auch hier gilt: Fragen Sie Ihr Reisebüro, ob Ihre Fluggesellschaft dies anbietet. Wie beim Online-Check-in müssen Passagiere mit Gepäck dieses an den speziellen Gepäckabgabe-Schaltern oder Automaten aufgeben. Auch wer mit Baby, Haustieren oder sperrigem Gepäck reist, sollte sich vorher genau informieren, bei welchem Schalter er sich anstellen sollte.
  • Entspannt lässt es sich auch in einer der Lounges auf den Abflug warten, in denen es meist Getränke, leichte Snacks, Lektüre und teilweise auch eine Duschmöglichkeit gibt. Viele Reisebüros und Reiseveranstalter bieten ihren Kunden als Service den kostenfreien Zugang zu diesen sonst kostenpflichtigen Lounges an – ebenfalls ein Mehrwert der Reise mit einem Reiseveranstalter. In einigen Lounges weltweit gibt es sogar eigene Kinderspielbereiche. Und auf fast allen deutschen Flughäfen und auf vielen Airports in den Urlaubsländern gibt es Spielecken oder separate Bereiche für die Kleinsten zum Zeitvertreib.
  • Das wichtigste zum Schluss: Immer mehr Länder – etwa die USA, Mexiko, Australien – fordern bereits vor Abreise die Übermittlung bestimmter Passagierinformationen, so genannte API- oder APIS-Daten. Ohne diese erfolgt keine Einreise bzw auch schon gar nicht der Check-in. In der Regel handelt es sich dabei um Infos aus dem Reisepass. Oft müssen diese Daten bereits bei der Buchung erfasst werden. Reisende sollten daher unbedingt die Reisepassangaben aller Mitreisenden schon im Reisebüro bereithalten.