Herz-Jesu-Kirche in Ludwigsthal, By Konrad Lackerbeck (Own work) [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC-BY-SA-3.0</a>], <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3APfarrkirche_Ludwigsthal-2.JPG">via Wikimedia Commons</a>

Herz-Jesu-Kirche in Ludwigsthal, By Konrad Lackerbeck (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

An der Instandsetzung des Altarraums der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Lindberg-Ludwigsthal beteiligt sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Für die Restaurierung der Wandmalerei stellt die Stiftung 70.000 Euro zur Verfügung. Der Fördervertrag erreichte Pfarrer Martin Prellinger in diesen Tagen. Die Förderung wurde möglich durch die Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die private Denkmalstiftung seit 1991 ist.

Die neuromanische Kirche wurde in den Jahren 1893/1894 nach Plänen des Architekten Johann Baptist Schott gebaut. Das Äußere der Kirche weist als typische dem Romanischen nachempfundene Merkmale einen Turm mit Faltdach und Dreieckgiebeln auf, dazu Rundbogenfriese und Rundbogenfenster sowie Rundbogenportale und zwei Rundtürmchen neben dem Haupteingang. Den kreuzgratgewölbten Innenraum schmückt ein Hochaltar, der mittelalterlichen Reliquienschreinen nachempfunden ist. Eine Bogenreihe trägt die Emporenbrüstung. Weitere wertvolle Ausstattungsstücke sind eine Herz-Jesu-Figur, die Kanzel und der Radleuchter.

Mit der Gestaltung und Ausstattung des Innenraums wurde Franz Josef Hofstötter betraut, der die Gemälde, Reliefs, Kanzel, Altar und Taufstein, aber auch die Entwürfe für die Glasfenster anfertigte. Der vollständig figürlich ausgemalte Innenraum veranlasst viele davon zu sprechen, dass sich in Ludwigsthal die einzige neuromanische Kirche Deutschlands mit einem voll ausgeführten und bis ins letzte durchgezogenen Bildprogramm befinde. Oder dass die Ludwigsthaler Herz-Jesu-Kirche einer der letzten Versuche der abendländischen Kunst sei, einem Gebäudeinneren eine Ganzbemalung zu geben.

Jedenfalls verweist die beeindruckende Bemalung des Innenraums auf das ewige Heil, das Gott den Menschen zugedacht hat: In den Deckengemälden im Chor durch die acht Seligpreisungen Jesu, im Langhaus durch die je sieben geistigen und leiblichen Werke der Barmherzigkeit. Neben der romanisierten Ausmalung existieren Jugendstilmalereien, die aufgrund ihrer siebenjährigen Entstehungszeit die Entwicklung von einem weitgehend noch flächigen zum feinstrichig-gegliederten Jugendstil durchlaufen.

Die Herz-Jesu-Kirche ist eines von über 230 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.