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Lahnwanderweg: Bad Ems – Gesundheits-, Wohlfühl- und Erholungsresort an der Lahn

Kurhaus und Spielbank Bad Ems, Foto: Lahntal Tourismus

Kurhaus und Spielbank Bad Ems, Foto: Lahntal Tourismus

Der neue Premiumwanderweg HöhenLuft geht an den Start und lädt mit rund 200 Kilometern weiteren neu markierten Wegen zu Wanderspaß pur ein.

Aktiv- und Sporturlaubern bietet Bad Ems ideale Bedingungen dank eines sehr differenzierten Höhenprofils. Damit ist die Umgebung wie geschaffen für den Trendsport Trailrunning, den man mit erfahrenen Laufexperten abwechslungsreich trainieren kann. Wanderstrecken führen durch die schönsten Stellen des Naturparks – wie etwa auf dem 290 Kilometer langen Premium-Lahnwanderweg. Überhaupt wird das Thema Wandern groß geschrieben: Kürzlich eröffnete der neue, vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichnete, Premiumweg HöhenLuft, der mit einmaligen landschaftlichen Erlebnissen aufwartet.

Weitere rund 200 Kilometer Wanderwege wurden neu konzipiert und markiert und bieten jetzt das reinste Wandervergnügen zwischen Lahntal, Westerwald und Taunus. Mit dem Emser Bikepark steht ein Mountainbike-Flowtrail mit 3,8 Kilometern Länge in Betrieb. Eher durch (Pedal)Romantik besticht dagegen der Lahntalradweg, einer der beliebtesten Radfernwege Deutschlands Paddeltouren durch unberührte Auen und malerische Dörfer bietet die Flusslandschaft der Lahn. Diese „Flussromantik“ lässt sich auch bei Schiffstouren perfekt erleben. Mit dem Golfparcours Denzerheide verfügt Bad Ems zudem über einen der schönsten und traditionsreichsten Golfplätze Deutschlands.

Die Natur meint es besonders gut mit Bad Ems: Der Kurort liegt auf einem Heilquellensattel, der das gesunde Wasser in Mengen sprudeln lässt, gleich aus 15 Heilquellen! Zum Beispiel in der Brunnenhalle im barocken Badeschloss, der ehemaligen Ferien-Residenz Kaiser Wilhelms I. Hier können die Gäste die verschiedenen Quellwasser frisch aus der Erde verkosten. Auch die berühmte Emser Pastille wird aus dem Emser Quellwasser hergestellt und von hier in die ganze Welt exportiert.

Gesundheitliche Kompetenz zeigt sich in Bad Ems in seinen spezialisierten Kurkliniken. Diese bieten modernste medizinische Methoden ebenso wie Naturheilverfahren und traditionelle asiatische Heilmethoden für Therapie und Prävention. Hervorzuheben ist das Ayurveda-Gesundheitszentrum, seit 1992 die führende europäische Ayurveda-Klinik, die mehrfach international und national für ihren herausragenden Qualitätsstandard ausgezeichnet wurde. Medical Wellness findet in Zusammenarbeit mit Ärzten und Physiotherapeuten statt. Wellness- und Beautyangebote erhält der Gast in mehreren spezialisierten Einrichtungen und natürlich auch in der Emser Therme. die Gesundheits- wie Wellnessfans aus ganz Deutschland begeistert, nicht zuletzt wegen der bundesweit einzigen schwimmenden FlussSauna.

Bad Ems begeistert durch seine historische Kulisse: Prunkvolle barocke Bauten wechseln sich ab mit imposanter Bäderarchitektur, die von der Geschichte eines der traditionsreichsten Badeorte Europas zeugen. Mitten drin: der historische Kurpark – Oase der Entspannung – und die neu gestaltete historische „Römerstraße. Im einstigen Kaiserbad tummelte sich die damalige Prominenz aus Hochadel, Kunst und Gelehrtheit. Kaiser Wilhelm I. kurte hier ebenso wie Zar Alexander II, Dostojewski schrieb an seinen „Die Brüder Karamasow“ und Richard Wagner vollendete auf Schloss Balmoral seine Oper „Parzifal“. Sehenswert ist auch die Russisch-Orthodoxe Kirche mit ihrer kunsthistorisch wertvollen Ikonostase. Ebenfalls in Bad Ems: die älteste Spielbank Deutschlands. Auch der Name Hundertwasser ist eng mit Bad Ems verbunden: In einer Keramikwerkstatt werden die Bauelemente hergestellt, die seine Gebäude und Skulpturen weltweit verzieren. Seit 2005 ist der Römische Limes UNESCO-Welterbe, Deutschlands größtes Archäologisches Denkmal, der mitten durch Bad Ems verläuft. Eine verkehrstechnische Besonderheit ist die Bad Emser Kurwaldbahn, die mit ihren 78 % Steigung zu den steilsten Standseilbahnen der Welt gehört. Ein weiterer Superlativ ist die Kaiserbahn, eine der größten und modernsten Ausflugsbahnen Deutschlands, die durch das historische Kurviertel fährt.

Übrigens: Seit neuestem können die Sehenswürdigkeit per QR-Code und Smartphone auf einem interaktiven Stadtrundgang erlebt werden.

Tag des Wanderns am 14. Mai – Von Rügen bis zur Zugspitze

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, zugleich Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV) und des Schwäbischen Albvereins, welcher in diesem Jahr die Zentralveranstaltung bei Stuttgart ausrichtete, betonte den Wert der ehrenamtlichen Arbeit für die Gesellschaft: „Die in unseren Vereinen organisierten Menschen sichern mit der ehrenamtlichen Planung und Pflege von Wanderwegen nicht nur die Grundlage für den hierzulande boomenden Wandertourismus. Sie kümmern sich auch um den Naturschutz und sorgen mit Kulturveranstaltungen dafür, dass Menschen etwa aus Syrien, die in Deutschland Schutz suchen, sich in der neuen Heimat besser integrieren.“ Foto: J. Kuhr / Deutscher Wanderverband

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, zugleich Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV) und des Schwäbischen Albvereins, welcher in diesem Jahr die Zentralveranstaltung bei Stuttgart ausrichtete, betonte den Wert der ehrenamtlichen Arbeit für die Gesellschaft: „Die in unseren Vereinen organisierten Menschen sichern mit der ehrenamtlichen Planung und Pflege von Wanderwegen nicht nur die Grundlage für den hierzulande boomenden Wandertourismus. Sie kümmern sich auch um den Naturschutz und sorgen mit Kulturveranstaltungen dafür, dass Menschen etwa aus Syrien, die in Deutschland Schutz suchen, sich in der neuen Heimat besser integrieren.“
Foto: J. Kuhr / Deutscher Wanderverband

Rund 16.000 Menschen haben bundesweit an den Veranstaltungen zum Tag des Wanderns am 14. Mai teilgenommen. Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren es noch 3.500. 17 Teilnehmer hatte die Gesundheitswanderung der Weilburger Wanderschule.

 

Im Vergleich zur Premiere des Tages des Wanderns im Jahr 2016 hat sich in diesem Jahr nicht nur die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vergrößert. Auch die Zahl der Veranstaltungen hat sich mehr als verdoppelt. Der Deutsche Wanderverband (DWV) als Veranstalter des Tages registrierte im vergangenen Jahr bundesweit rund 220 Veranstaltungen. In diesem Jahr meldeten dem Deutschen Wanderverband neben den 58 DWV-Mitgliedsorganisationen Umwelt-, Tourismus-, Sport- und andere Organisationen über 450 Veranstaltungen, während der sich die Menschen von der Vielfalt des Wanderns überzeugen konnten. Auch in den Nachbarländern gab es in diesem Jahr Angebote zum Tag des Wanderns am 14. Mai. Etwa im niederländischen Haelen, wo sich die Wanderer auf die Spuren von Biber und Eisvogel begaben. Die nördlichste Tour organisierte das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl in Sassnitz auf Rügen. Ganz im Süden, in der Zugspitz Region, verzauberte eine Enzianblütenwanderung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

Insgesamt konnte das Programm zum Tag des Wanderns kaum vielfältiger sein: Kurzausflüge, Tagestouren, Familien-, Senioren- und Gesundheitswanderungen, Naturführungen,  Kulturtouren und kulinarische Wanderungen – für jeden Geschmack war etwas dabei. Wie im vergangenen Jahr bot der Tag ein Schaufenster der Vielfalt des Wanderns. Wie groß das Interesse an den Angeboten zum Tag des Wanderns war, illustriert, dass die vom Deutschen Wanderverband eingerichtete Homepage www.tag-des-wanderns.de über 50.000 mal angeklickt wurde.

 

Während der Zentralveranstaltung zum Tag des Wanderns bei Stuttgart sagte der auch für den Tourismus zuständige baden-württembergische Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, dass der Wandertourismus in Baden-Württemberg ein außerordentlich wichtiger Wirtschaftszweig sei: „Der baden-württembergische Tourismus ohne Wandern wäre wie ein Sommer ohne Sonne. Baden-Württemberg bietet allein auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald rund 47.000 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege. Durch den Wandertourismus verzeichnen wir im Land rund vier Millionen Übernachtungen und rund 45 Millionen Tagesreisende pro Jahr.“ Insgesamt würden 625.000 Menschen in Baden-Württemberg im Tourismus arbeiten. „Das sind mehr als in der Autoindustrie und die Arbeitsplätze im Tourismus lassen sich nicht ins Ausland verlagern – die gibt`s nur hier“, so Wolf.

 

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, zugleich Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV) und des Schwäbischen Albvereins, welcher in diesem Jahr die Zentralveranstaltung bei Stuttgart ausrichtete, betonte den Wert der ehrenamtlichen Arbeit für die Gesellschaft: „Die in unseren Vereinen organisierten Menschen sichern mit der ehrenamtlichen  Planung und Pflege von Wanderwegen nicht nur die Grundlage für den hierzulande boomenden Wandertourismus. Sie kümmern sich auch um den Naturschutz und sorgen mit Kulturveranstaltungen dafür, dass Menschen etwa aus Syrien, die in Deutschland Schutz suchen, sich in der neuen Heimat besser integrieren.“

 

Auch PStS Hans-Joachim Fuchtel MdB, Beauftragter der Bundeskanzlerin für die deutsch-Griechische Versammlung, sprach über das Wandern als einem wichtigen Wirtschaftsfaktor, der auch in Griechenland die Wirtschaft nachhaltig belebe. Dabei seien Kooperationen mit dem Deutschen Wanderverband für alle Beteiligten hilfreich. „Der Austausch ist ein Gewinn für beide Seiten!“, so Fuchtel.

 

Aloys Steppuhn, 1. Vizepräsident der Europäischen Wandervereinigung EWV (Landrat a.D.), sprach während der Zentralveranstaltung vom Wandern als grenzüberschreitende, Nationen verbindende Aktivität. Sie sei angesichts der Krise, die Europa gerade durchlebe, besonders wichtig. Das gemeinsame Wandern in Europa, für das sich die EWV etwa mit Europäischen Wanderfesten stark mache, sei ein gutes Mittel gegen Engstirnigkeit und Nationalismus. „Wandern erweitert den Horizont und verbindet“, so Steppuhn.

 

Schirmherr des diesjährigen Tages des Wanderns war Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

 

Möglich wurde der Tag des Wanderns nur, weil viele Mitglieder und Organisationen den Deutschen Wanderverband bei diesem Thementag unterstützen. Besonders dankt der Deutsche Wanderverband dem Schwäbischen Albverein, der eine vielfältige und informative Zentralveranstaltung in toller Atmosphäre auf die Beine gestellt hat. Ebenfalls sehr dankbar ist der Verband dem Hauptsponsor, der Sparkassen-Finanzgruppe, aber auch den Partnern Wikinger Reisen und der Kompass Karten GmbH für ihre Unterstützung.

 

Der Tag des Wanderns hat im vergangenen Jahr bundesweit Premiere gefeiert. Seitdem ist der 14. Mai – an diesem Tag wurde im Jahr 1883 der Deutsche Wanderverband gegründet – als Tag des Wanderns fest im Jahreskalender verankert.

Lahnwanderweg: Die Domstadt Limburg an der Lahn

Zwischen Villmar und Limburg liegt der König-Konrad-Felsen direkt an der Lahn, Foto: Lahntal Toursimus

Zwischen Villmar und Limburg liegt der König-Konrad-Felsen direkt an der Lahn, Foto: Lahntal Toursimus

Die Stadt Limburg ist bekannt für den Georgsdom auf dem Kalkfelsen sowie die gut erhaltene Altstadt mit den historischen Fachwerkhäusern. Mittelalterliche Handelsstraßen führen durch den Stadtkern und die über 1100 jährige Stadtgeschichte hat diverse Sagen zu verzählen.

Den mehreren zehntausenden Besuchern jährlich werden verschiedene Altstadtführungen angeboten, um Einblicke in die Historie der Stadt zu gewähren.

Doch nicht nur die Altstadt ist ein Anziehungspunkt für Touristen, sondern auch die Landschaft des Lahntals in und um Limburg. Mit dem „Wappen von Limburg“, dem Schiff der Lahntalschiffahrt Vomfell, können Gäste die Lahn ein Stück auf- sowie abwärts fahren und einen Blick auf Schloss Oranienstein als auch die St. Lubentius Basilika werfen.

Der neue Rundwanderweg Südroute sowie der Lahnwanderweg und der Lahntalradweg bieten vor allem Aktivurlaubern ein tolles Erlebnis. Wer sich entscheidet mit dem Kanu die Gegend zu erkunden, hat in Limburg die Möglichkeit an 3 ausgewiesenen Stellen ein- oder auszusteigen.

Lahnwanderweg: Braunfels – Romantische Fachwerkstadt mit Märchenschloss: Der Luftkurort Braunfels verzaubert seine Gäste

Schloß Braunfels, Foto: Lahntal Tourismus

Schloß Braunfels, Foto: Lahntal Tourismus

Hoch über dem Lahntal auf einem Basaltfelsen thronend, grüßt das Braunfelser Märchenschloss mit seiner zinnenreichen Silhouette schon von weitem seine Besucher. Im Jahre 1246 erstmals als „Castellum Bruninvels“ erwähnt, wurde es im 17. Jahrhundert von der einstigen Schutzburg zur barocken Residenz der Fürsten zu Solms-Braunfels ausgebaut und erhielt im 19. Jahrhundert seine gegenwärtig vieltürmige Gestalt im neugotischen Stil. Schloss Braunfels, das sich bis heute in Familienbesitz befindet, ist ein lebendiges Kulturdenkmal, reich an ganz besonderen Kunstschätzen. Das Familienmuseum sowie die schönen Möbel-, Gemälde- und Waffen-Sammlungen machen das Schloss zu einem ganzjährigen Anziehungspunkt für Groß und Klein. Professionell gestaltete Führungen gewähren faszinierende Einblicke in die Schloss- und Stadtgeschichte. Einen abschließenden Blick vom Bergfried hinab ins Lahntal sollte man sich nicht entgehen lassen!

Direkt unterhalb des beeindruckenden Schlosses schmiegt sich die malerische Altstadt von Braunfels an den Burgberg. Fast alle der liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser stammen aus der Zeit zwischen 1700 und 1720. Zahlreiche Restaurants und Cafés am historischen Marktplatzensemble laden zum Verweilen ein. Doch Braunfels begeistert nicht nur mit seinem Schloss und einer romantisch-verwinkelten Altstadt: Der im 17. Jahrhundert als Terrassengarten angelegte Kurpark mit seinem jahrhundertealten Baumbestand lädt zum Flanieren ein und ist Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen.

Genießen Sie eine erholsame Zeit in einer der schönsten Fachwerkstädte Deutschlands!

Lahnwanderweg: Gießen

Der schwebende Ball im Mathematikum Gießen, Foto: Mathematikum

Der schwebende Ball im Mathematikum Gießen, Foto: Mathematikum

Gießen bietet einzigartige Museen, wissenschaftliche Erlebnisorte, und spannende Möglichkeiten, Geschichte, Kunst und Kultur zu erleben. Ein ganz besonderes Museum ist das Gießener Mathematikum.

Der Satz des Pythagoras, die Kreiszahl Pi und platonische Körper taugen zur Begeisterung tausender Menschen? Im Mathematikum in Gießen ist das so: Seit der Eröffnung im November 2002 lassen sich jährlich rund 150.000 Besucher von der „Mathematik zum Anfassen“ in den Bann ziehen. Keine Gleichung, keine Formel, keine Textaufgabe erwartet die Gäste im weltweit ersten Mitmach-Museum für Mathematik. Hier laden Seifenblasen, Kugelbahnen, Knobelspiele und Puzzles Groß und Klein, Mathe-Liebhaber und Menschen, denen Mathematik bisher nichts sagte, dazu ein, sich mit einer der ältesten Wissenschaften auseinander zu setzen. „Hands on“ heißt die Devise für die über 170 Exponate auf mehr als 1200 Quadratmetern. Man nähert sich der Mathematik mit realen Erfahrungen, nicht mit formaler Sprache und Theorien. Seien Sie sicher: Am Ende Ihres Besuches werden auch Sie sagen: Mathe macht glücklich! „Selber machen und selber denken“, laute sein Erfolgsgeheimnis, verrät Prof. Albrecht Beutelspacher, Direktor und Initiator des Mathematikums. „Wer die transportable Brücke von Leonardo da Vinci nachbaut, hantiert plötzlich mit Winkeln. Wer den Textverschlüsselungen des römischen Feldherren Julius Cäsar nachspürt, landet unversehens in der spannenden Welt der Kryptografie. Jeder darf so weit gehen, wie er möchte“, erläutert Beutelspacher. Das heißt im Umkehrschluss: Wer den mathematischen Formeln nicht weiter auf den Grund gehen will, belässt es bei seinen Erfahrungen mit dem Experiment. Sollte etwas zu knifflig sein, stehen Betreuerinnen und Betreuer mit Rat und Tat zur Seite.

In einem speziellen Bereich, dem Mini-Mathematikum, erleben auch die Jüngsten Mathematik zum Anfassen. Im Dachgeschoss des Mathematikums laden spannende Exponate vier- bis achtjährige Kinder zum Experimentieren ein. Gemeinsam können die Kinder eine Leonardobrücke bauen, Knobelspiele lösen, sich unendlich oft im Spiegelhäuschen spiegeln und Formen des Alltags erfühlen. Sie beschäftigen sich spielerisch mit vielfältigen Phänomenen der Mathematik, entdecken Freude am Experimentieren und lernen Probleme zu lösen. Das ganze Jahr über werden Zusatzveranstaltungen wie Sonderausstellungen, die „Lange Nacht der Mathematik“, die „Straße der Experimente“ und monatlich eine Ausgabe der Kindervorlesung für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren angeboten. Im Rahmen von Seniorennachmittagen können Seniorinnen und Senioren das Mathematikum entdecken.

Damit kannst du rechnen -Vom Abakus zum Rechenschieber

Wenn wir heute etwas ausrechnen müssen, tippen wir die Zahlen in den Taschenrechner. Auch früher, etwa zur Zeit der Römer oder im Mittelalter, nutzten die Menschen Hilfsmittel und Werkzeuge, um Rechnungen durchzuführen. Die aktuelle Ausstellung des Mathematikums Damit kannst du rechnen – vom Abakus zum Rechenschieber bietet einen Einblick in die faszinierende Welt dieser Rechengeräte. Neben einem fast 2000 Jahre alten römischen Abakus kann ein mittelalterliches Rechentuch, auf dem die Menschen früher mit Rechenpfennigen rechneten, bewundert werden. Außerdem kann man in der Ausstellung erfahren, wie die erste Rechenmaschine der Welt aussieht und funktioniert. Die Besucher des Mathematikums erfahren durch interaktive Experimente, wie diese Wunderwerke des menschlichen Geistes funktionieren. Durch das Ein- und Ausschalten von Lichtern kann man den leuchtenden Abakus ausprobieren. Jeder darf sich wie ein mittelalterlicher Rechenmeister fühlen, wenn er an einem Rechentisch sitzt. Auch kann man durch das Aktivieren von kleinen Lampen entdecken, wie die Mechanismen einer Rechenmaschine funktionieren. Multipliziert werden soll auf einem zehn Meter langen Rechenteppich – mit den Füßen! Außerdem dürfen die Besucher versuchen, 500 Jahre alte Rechenaufgaben in Form von Knobelspielen zu lösen.

Mathematikum Gießen e.V. Lisa Peter Liebigstraße 8, 35390 Gießen Tel 0641 9697970 lisa.peter@mathematikum.de, www.mathematikum.de Facebook: www.facebook.com/Mathematikum

Tag des Wanderns am 14. Mai – Bundesweit raus gehen

Mit dr Familie raus: Tag des Wanderns am 14. Mai, Foto: Deutscher Wanderverband

Mit dr Familie raus: Tag des Wanderns am 14. Mai, Foto: Deutscher Wanderverband

Der  Tag des Wanderns am 14. Mai zeigt die ganze Vielfalt des Wanderns – bundesweit. Wer einen spannenden, lustigen oder interessanten Tag in der Natur erleben will, bekommt auf www.tag-des-wanderns.de alle Informationen. 
 
Fotowanderung, Gesundheitswanderung, Marathonwanderung, Familienwanderung, Wanderung mit Hund, Markierungskurs, Naturschutzaktion. Die Liste der Veranstaltungen zum Tag des Wanderns am 14. Mai ließe sich beliebig fortführen. Bundesweit laden an diesem Tag Vereine, Umwelt-, Tourismus- und andere Organisationen aber auch Natur- und Nationalparke sowie einzelne Wanderführer und sogar ganze Regionen zu Aktionen rund um das Thema Wandern ein.

Der Themen-Tag ist eine Initiative des Deutschen Wanderverbandes. Dessen Präsident, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, ist sich sicher, dass in diesem Jahr bundesweit noch mehr Veranstaltungen über die Vielfalt des Wanderns informieren werden als am Tag des Wanderns im vergangenen Jahr mit 250 Aktionen in allen 16 Bundesländern. „Für 2017 rechnen wir mit über 400 Veranstaltungen, da nicht nur unsere Mitgliedsvereine aufgerufen sind, sich zu beteiligen, sondern wirklich alle“, so Rauchfuß, der auch Präsident des Schwäbischen Albvereins ist, welcher in diesem Jahr die Zentralveranstaltung bei Stuttgart ausrichtet. Schirmherr des diesjährigen Tag des Wanderns ist BadenWürttembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der selbst zusammen mit seiner Frau zweimal im Jahr geführte Wanderungen beim Schwäbischen Albverein anbietet. Wie beim Tag des Wanderns allgemein ist auch für Kretschmann das Gruppenerlebnis ein wichtiger Aspekt beim Wandern. Der Stuttgarter Zeitung sagte er einmal: „Ich wandere gern in der Gruppe, denn auch in der Gruppe kann man sich zurückfallen lassen, dann geht man ein Stück weit allein. Will man sich  unterhalten, dann schließt man wieder auf. Ich erinnere daran, dass die alten Griechen ja im Gehen philosophiert haben.“
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Tag des Wanderns

Tag des Wanderns

Über alles Wichtige zum Tag des Wanderns informiert die Homepage www.tag-des-wanderns.de. Wer an einer der zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen will, findet dort eine Karte mit allen Informationen zu Aktionen in seiner Nähe. So gibt es genaue Angaben zu Treffpunkten ebenso wie Hinweise zur richtigen Kleidung oder zur Dauer der jeweiligen Aktion.

Möglich wurde der Tag des Wanderns nur, weil verschiedene Organisationen den Deutschen Wanderverband bei diesem Thementag unterstützen. Besonders dankt der Verband dem Hauptsponsor, der Sparkassen-Finanzgruppe, aber auch den Partnern Wikinger Reisen und KOMPASS Verlag für Ihre Unterstützung.

Der Tag des Wanderns hat im vergangenen Jahr mit Unterstützung aller im Bundestag vertretenen Parteien zum ersten Mal über die Vielfalt des Wanderns informiert. Seitdem ist der 14. Mai – an diesem Tag wurde im Jahr 1883 der Deutsche Wanderverband gegründet – als Tag des Wanderns fest im Jahreskalender verankert.

Auch die Weilburger Wanderschule ist in diesem Jahr dabei. Am 14. Mai um 14:00 Uhr sind alle im Weilburger Land zu einer kostenlosen Gesundheitswanderung durch den Weilburger Wald eingeladen. Jede und Jeder ist eingeladen, egal ob groß oder klein, jung oder alt. Erfahrene Wanderer oder Couchpotatoes sind herzlich willkommen.

Rund 10 km lang ist die Strecke auf Wanderwegen und Single-Trails. Unterwegs gibt es viele Informationen zum Wandern, zum Gesundheitswandern, zur Ausdauer und Fitness. Zwei Stops in der Natur machen einfache Übungen zur Mobilisierung, Stärkung und Koordination möglich.

Treffpunkt ist am Sonntag, 14. Mai 2017 um 14:00 Uhr an der Weilburger Wanderschule, Erbstollen 2, Weilburg. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte an festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung denken.

Weitere Informationen gibt es hier …
 

Lahnwanderweg: Gleiberger Land – Überraschend. Vielseitig.

Burg Gleiberg, Foto: Lahntal Toursimus Verband

Burg Gleiberg, Foto: Lahntal Toursimus Verband

Eingebettet in den abwechslungsreichen Verlauf des mittleren Lahntals, zwischen den mittelhessischen Metropolen Marburg, Gießen und Wetzlar, liegt malerisch das Gleiberger Land.

Kelten und Germanen, Römer und das Mittelalter haben im Gleiberger Land ihre Spuren hinterlassen. Der alles überragende Dünsberg – Berg der Kelten-, ist eines der eindrucksvollsten Denkmäler hessischer und mitteleuropäischer Vorzeit. Eine großflächige und stark befestigte Stadt befand sich auf dem heute bewaldeten Berg alte Spuren und neue Rekonstruktionen, wie das Keltengehöft, zeugen davon. Heute ist der Dünsberg bei Wanderern und Mountainbikern gleichermaßen beliebt.

Die weithin sichtbaren mittelalterlichen Burgen Vetzberg in Biebertal und Gleiberg in Wettenberg, repräsentieren einen weiteren Abschnitt der wechselvollen Geschichte des Gleiberger Landes. Heute laden beide Burgen mit Ihren Restaurants zum Verweilen und Genießen ein. Dem Gast bietet sich ein sagenhafter Blick über die gesamte Region.

Einmal im Jahr, am letzten Juli Wochenende, wird Wettenberg am Fuße der Burg Gleiberg zu Deutschlands Hauptstadt der 50er, 60er und 70er Jahre. Das Golden Oldies Festival zieht jährlich bis zu 70.000 Besucher in seinen Bann.

Die älteste römische Stadt in Germanien nördlich der Alpen und östlich des Rheins lag bei Lahnau-Waldgirmes. Die 7,7 Hektar große Stadtgründung aus der Zeit des römischen Kaisers Augustus ist, seit dem Sensationsfund des lebensgroßen Pferdekopfes eines Standbildes von Kaiser Augustus, unter dem Namen Römisches Forum Waldgirmes deutschlandweit bekannt.

Direkt am touristisch attraktiven Lahntalradweg liegt das Holz + Technik Museum, das als ausgeprägtes Mitmach-Museum nicht nur Kinder begeistert. Vom Lahntalradweg führen insgesamt 170 km beschilderte Radwege durch ausgedehnte Waldgebiete zu Seen, Burgen und weiteren Sehenswürdigkeiten.

Neben dem Qualitätsweg Lahnwanderweg und seiner zertifizierten Schleife, dem Kelten-Römer-Pfad, vernetzen ausgesuchte Themenwanderwege die Gemeinden des Gleiberger Landes. Jeder dieser Wege hat einen eigenen Namen und ist einem bestimmten Thema gewidmet. An der Lahn, mit eigener Ein- und Ausstiegsstelle, liegt der Bade- und Kultursee Wißmarer See. Paddler und Ruderer die auf dem beliebten Wasserwanderfluss unterwegs sind, haben hier die Möglichkeit ihren Tag entspannt ausklingen zu lassen. Wakeboard- und Wasserskifans kommen am Heuchelheimer See auf Ihre Kosten. Wer es ruhiger mag genießt die Tricks der Profis dieser Trendsportarten beim Zuschauen und entspannt sich auf dem weitläufigen Areal.

Kostenlose Prospekte sowie ausführliche Informationen erhalten Sie bei der Touristik Kooperation Gleiberger Land, c/o Landkreis Gießen- Der Kreisausschuss Stabstelle für Wirtschaftsförderung Tourismus und Kreisentwicklung, Riversplatz 1-9, 35394 Gießen, Tel.:0641-93901763, info@gleiberger-land.de, www.gleiberger-land.de

Lahnwanderweg: Universitätsstadt Marburg und Marburger Land

Lahnwanderweg im Marburger Land, Foto: LTV

Lahnwanderweg im Marburger Land, Foto: LTV

Herzlich Willkommen in der lebendigen Universitätsstadt mit landschaftlich reizvollem Umland!

Tourismus, Kultur und Geschichte haben sich in Marburg immer wechselseitig beflügelt. Das war schon so im 13. Jahrhundert: Da erbaute der Deutsche Orden zu Ehren der 1231 hier verstorbenen Heiligen Elisabeth die erste gotische Hallenkirche auf deutschem Boden. Die Elisabethkirche wurde zum Ziel von Pilgern aus dem ganzen Land – eine erste Form des Tourismus.

Landgraf Philipp der Großmütige legte mit der Universitätsgründung 1527 den Grundstein für die weltoffene Universitätsstadt mit Studierenden und Besuchern aus aller Welt. Emil von Behring, erster Medizin-Nobelpreisträger und Gründer des nach ihm benannten Pharmaunternehmens, gab mit seiner Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft dem Tagungs- und Kongressverkehr weitere Impulse.

Marburg Stadt und Land vereint Städte-, Aktiv- und Naturerlebnis wie auch Tagen und Gesundheit auf wirklich jeder Ebene – von der Lahnaue bis zum Schlossberg, von dem Ebsdorfergrund bis zum Burgwald.

Seine Vielfalt macht den ganz besonderen Reiz des Marburger Landes aus – und das gilt sowohl für die Landschaftsformen als auch für die Geschichte und Kultur. Hier finden Sie den Burgwald, Hessens größtes zusammenhängendes Waldgebiet, und neben der Hügelkette der Lahnberge die Ebene des Amöneburger Beckens. Charmante Landstädtchen mit ausgeprägtem Fachwerkflair, stattliche Bauerndörfer mit prächtigen Höfen oder pulsierende junge Städte laden ein zu Entspannung und Aktivität. Heute eine Wanderung auf Premiumrouten, morgen eine erfrischende Kanutour auf der Lahn und übermorgen eine erholsame Radtour – der Besucher hat die Wahl!

www.marburg-tourismus.de

Sensations-Schenkung für Museum Wiesbaden – Minister Rhein unterzeichnet Schenkungsvertrag mit Privatsammler

Das Sammlerehepaar Neess dem Werk Heimkehr von Heinrich Vogeler, 1898. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Das Sammlerehepaar Neess dem Werk Heimkehr von Heinrich Vogeler, 1898. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Der Sammler bei der Unterschrift des Schenkungsvertrags. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Der Sammler bei der Unterschrift des Schenkungsvertrags. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein bei der Unterschrift des Schenkungsvertrags. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein bei der Unterschrift des Schenkungsvertrags. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Das Museum Wiesbaden bekommt eine Sammlung mit Werken des Jugendstils und Symbolismus geschenkt, die europaweit ihresgleichen sucht. Der Wiesbadener Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess überlässt 570 Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert dem Landesmuseum, das nun eine Dauerausstellung einrichten wird. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein unterzeichnet heute den Schenkungsvertrag.
 
Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: „Dieser Schenkungsvertrag markiert einen Meilenstein in der Geschichte des Museums Wiesbaden. Die Sammlung zeichnet sich sowohl durch die außergewöhnliche Qualität der Werke als auch durch ihre hohe kunstgeschichtliche Bedeutung aus. Teile davon waren sogar bei der Weltausstellung im Jahr 1900 in Paris zu sehen! Fast sein ganzes Leben hat Ferdinand Wolfgang Neess unendlich viel Geduld, Sachverstand und unnachahmliches Gespür für die Qualität der Objekte bewiesen. Ich danke ihm herzlich dafür, dass die Besucherinnen und Besucher des Museums Wiesbaden in den Genuss dieser großartigen Sammlungen kommen können.“ 

Bei der Schenkung handelt es sich um Gemälde und Zeichnungen (zum Beispiel Delville, Moreau, von Hofmann), Möbel (Gallé, Guimard, Majorelle, Pankok, Riemerschmid), Gläser (Lötz), Lampen (Tiffany, Gallé, Riemerschmid), Keramik (Amphora, KPM, Meissen, Nymphenburg), Plastiken (Gurschner, Minne, Rivière) sowie Silber (Dubois, Follot, Moser, van de Velde). Besonders beeindruckend ist die vielfältige Herkunft der Stücke: Sie stammen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, England, den Vereinigten Staaten, den Niederlanden, Schweden, Dänemark und Italien. Die Sammlung ist von musealer Qualität, besitzt einen Wert von über 41 Millionen Euro und ist in einem exzellenten konservatorischen Zustand.
 
Bereits in den 1960er Jahren begann Ferdinand Wolfgang Neess mit seinem Gesamtkunstwerk, das auf einzigartige Weise den Geist der Epoche reflektiert. Mit dem Jugendstil wandten sich junge Künstler und Kunsthandwerker in der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gegen rückwärtsgewandte Kunst und die als seelenlos verstandene Industrialisierung. Ihr Blick richtete sich auf Materialien wie Beton oder Eisen und neue Baumethoden. Dekorativ geschwungene Linien, Blumen-Ornamente und der Aufbruch von Symmetrien wurden stilprägend. Seine Jugendstilsammlung erweiterte Ferdinand Wolfgang Neess später um Werke des Symbolismus. Das ist eine Geisteshaltung aus dem 19. Jahrhundert, bei der es den Künstlern vor allem um die seelische Tiefe eines Werkes geht. 
 
„Die Sammlung mit Werken aus dem 19. Jahrhundert bildet einen wichtigen Schwerpunkt des Museums Wiesbaden. Mit der Jugendstil- und Symbolismus-Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess kann das Museum Wiesbaden nun die Entwicklung der Kunstgeschichte von 1800 bis in die Gegenwart durchgängig in Spitzenwerken präsentieren. Damit spielt unser Landesmuseum mehr als je zuvor in der Liga der herausragenden Kulturhäuser Europas mit“, so Kunst- und Kulturminister Boris Rhein.
 
Die Eröffnung der zukünftigen Dauerausstellung mit der Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess im Museum Wiesbaden ist für Juni 2019 geplant.
 
 

Lahnwanderweg: 500 Jahre Reformation – Jubiläum 2017 in Marburg

Lahnwanderweg: Marburg

Lahnwanderweg: Marburg

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine berühmten 95 Thesen wider den Missbrauch des Ablasses. Der Tag symbolisiert bis heute den Beginn der Reformation und gibt Anlass, bundesweit und in Hessen zentral in Marburg das Jubiläum zu feiern. 500 Jahre Reformation: In Marburg verbrachte Martin Luther anlässlich des Marburger Religionsgesprächs vom 30. September bis 5. Oktober 1529 nur fünf Tage. Dennoch begründete das Religionsgespräch und mehr noch die Neugründung der ersten und ältesten protestantischen Universität der Welt 1527 die Bedeutung Marburgs und seines Landgrafen Philipp für die Reformation.

Zahlreiche regionale Akteure aus Kultur und Kirche, Geschichte und Wissenschaft präsentieren ein umfangreiches Programm: Von einem mehrjährigen Gemeinschaftsprojekt „Tripolis“ der drei Städte Prag, Marburg und Zürich mit ihren Reformatoren Jan Hus, Martin Luther und Ulrich Zwingli bis zur Reformations-Route durch Marburg, von der zentralen Luther 2017-Veranstaltung der beiden evangelischen Landeskirchen Kurhessen-Waldeck und Kurhessen-Nassau bis zur „Zeitreise – Stadterlebnis Reformation“, vom Theatersommer auf dem Marktplatz bis zur zentralen Ausstellung „Bildungsereignis Reformation“ im Marburger Landgrafenschloss.

Nach einem Auftakt zur Eröffnung des Reformationsjubiläums am 31. Oktober 2016 ist das Programm für 2017 gut gefüllt: Die sog. Zettelkästen im Garten des Gedenkens an der ehem.  jüdischen Synagoge thematisieren „Luther, Kirche und der Antisemitismus“.  Die vom Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg entwickelte Reformations-Route versteht sich als selbstgeführter Themenweg mit zehn Stationen auf den Spuren der Reformation und Martin Luthers. (www.marburg.de/luther)

Beim Marburger Ökumenegespräch am 28. Januar 2017 sprachen Annette Schavan, Friedrich Schorlemmer und Kurt Flasch über Konfessionalisierung, Biographie und Gesellschaft. Ende März 2017 richtet das Herder-Institut eine internationale Tagung zu reformatorischen Netzwerken im östlichen Europa aus (www.herder-institut.de). Ab April 2017 widmet sich das Studium Generale der Philipps-Universität dem Komplex der Reformation und ihrer Wirkungen und von Mai bis Oktober 2017 präsentiert das Museum für Kunst und Kulturgeschichte die zentrale Ausstellung „Bildungsereignis Reformation“ im Landgrafenschloss. Ideen, Krisen und Wirkungen des Reformationsgeschehens stehen wie die politische Rolle Landgraf Philipps im Mittelpunkt (www.uni-marburg.de/uni-museum).

Marburg ist Teil des Europäischen Stationenweges und trägt den Titel Reformationsstadt Europas. Vom 7. bis 9. Mai 2017 richten die evangelischen Kirchen der Region ein Fest aus, beleuchten die Rolle der Geschichte der Reformation und die des Protestantismus in der Gegenwart.

Vom 2. bis 18. Juni 2017 zeigt der Theatersommer des Hessischen Landestheaters auf dem Marktplatz Marc Beckers Uraufführung „Luther“ (www.theater-marburg.de) und an vier aufeinander-folgenden Tagen, vom 15. bis 18. Juni, lädt die Stadt Marburg ein zu einer Zeitreise – Stadterlebnis Reformation. Der Gast erfährt historisches Alltagsleben des 16. Jahrhunderts, nimmt teil an einer Armenspeisung und an Luthers Tischreden oder erlebt einen Gottesdienst mit einer protestantischen Schlägerei.

Musikalisch breit gefächert beginnt der Herbst 2017 mit dem Landeskirchenmusikfest der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck auf vielen öffentlichen Plätzen und in zahlreichen Kirchen der Innenstadt (www.ekkw.de).

Informationen/Kontakt: Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH, Biegenstraße 15, D-35037 Marburg, www.marburg-tourismus.de oder www.marburg.de/luther, E-Mail info@marburg-tourismus.de, Tel. 06421-99120

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